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News des Tages: Deutsche fällt im Skagerrak von Kreuzfahrtschiff - und stirbt

AfD in Mecklenburg-Vorpommern wirft Co-Landeschef raus +++ Früherer stern-Chefredakteur Michael Jürgs gestorben +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

MSC Meraviglia

Die MSC Meraviglia im Hafen von Dublin

Picture Alliance

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Deutsche fällt von Kreuzfahrtschiff (19.36 Uhr)
  • AfD in Mecklenburg-Vorpommern wirft Co-Landeschef raus (16.47 Uhr)
  • Rückschlag für AfD Sachsen: Wahlausschuss streicht Landesliste zusammen (14.43 Uhr) 
  • Justiz ermittelt nach Aussagen von Pegida-Demonstranten über Lübcke (12.44 Uhr)
  • Früherer stern-Chefredakteur Michael Jürgs gestorben (10.34 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

21.24 Uhr: Berufungsgericht in der Türkei spricht Journalist Mehmet Altan frei

 Das oberste Berufungsgericht der Türkei hat am Freitag den Journalisten Mehmet Altan vom Vorwurf des Verstoßes gegen die Verfassung freigesprochen. Der Kassationshof in Ankara kassierte die lebenslange Freiheitsstrafe für den 66-Jährigen wegen mangelnder Beweise, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Altan war im Juni 2018 nach fast zwei Jahren aus der Haft entlassen worden, der Schuldspruch gegen ihn blieb aber zunächst bestehen.    

Altan war im September 2016 festgenommen worden. Ihm wurden Verbindungen zur verbotenen Gülen-Bewegung vorgeworfen, die Ankara für den gescheiterten Putschversuch desselben Jahres verantwortlich macht. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme arbeitete Altan als Wirtschaftsprofessor und Kolumnist für zwei führende Zeitungen. 

+++ 20.36 Uhr: Eltern von Otto Warmbier erheben Anspruch auf nordkoreanischen Frachter

Die Eltern des in Nordkorea festgehaltenen und später gestorbenen US-Studenten Otto Warmbier erheben Anspruch auf einen nordkoreanischen Frachter, den die USA beschlagnahmt haben. Cindy und Fred Warmbier argumentieren in einem Antrag vor einem New Yorker Gericht, der Tanker könne dazu dienen, einen Teil der Strafe von 500 Millionen US-Dollar abzubezahlen, zu der ein US-Gericht Nordkorea verurteilt hatte.

Otto Warmbier war Anfang 2016 nach einer Gruppenreise in Nordkorea bei der Ausreise festgenommen und wegen "feindlicher Handlungen gegen den Staat" zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Im Juni 2017 wurde er zurück in die USA gebracht und starb dort wenige Tage nach seiner Rückkehr. Er hatte damals schon 15 Monate im Koma gelegen. Die Eltern des Studenten verklagten Nordkorea wegen "brutaler Folter und Mord". Ein Bundesgericht in der Hauptstadt Washington entschied im vergangenen Dezember, dass Nordkorea wegen des Todes des jungen Mannes 500 Millionen US-Dollar an die Familie zahlen müsse.

+++ 19.36 Uhr: Deutsche fällt im Skagerrak von Kreuzfahrtschiff – und stirbt +++

Im Skagerrak zwischen Norwegen und Dänemark ist eine deutsche Frau von Bord eines Kreuzfahrtschiffes gefallen. Sie wurde von einem Helikopter aus dem Wasser gefischt und ins Krankenhaus von Aalborg gebracht. Das meldete die norwegische Rettungszentrale auf Twitter unter Berufung auf die dänischen Kollegen. An Bord des Helikopters seien lebensrettende Maßnahmen vorgenommen worden. Am Abend berichtet der norwegische Rundfunk NRK unter Berufung auf die dänische Polizei, die Frau sei verstorben. Die Frau war an Bord des Kreuzfahrtschiffes MSC Meraviglia auf dem Weg von den norwegischen Fjorden nach Kiel. Warum sie ins Wasser fiel, wurde zunächst nicht bekannt. An der Suche waren zahlreiche Fischerboote, Handelsschiffe und Helikopter beteiligt.

Video: Gegenwind für von der Leyen: Merkel bleibt entspannt

+++ 19.06 Uhr: Archie, der jüngster Royal wird getauft +++

Das erste Kind von Prinz Harry, 34, und Herzogin Meghan, 37, der kleine Archie, wird am Samstag in Windsor getauft. Die Zeremonie soll in einem kleinen Kreis stattfinden. Die britische Königin Elizabeth II. wird nicht bei der Taufe ihres Urenkels dabei sein, da sie andere Terminverpflichtungen hat. Die Taufe findet in der St.-Georgs-Kirche auf dem Gelände von Schloss Windsor statt. Harry und die ehemalige US-Schauspielerin legen sehr viel Wert auf ihre Privatsphäre. Ein öffentlicher Auftritt vor oder nach der Zeremonie ist nicht geplant. Die Namen der Taufpaten wollte eine Sprecherin des Buckingham-Palastes nicht nennen. In britischen Medien wurde spekuliert, dass unter anderem Meghans kanadische Freundin Jessica Mulroney und Harrys ehemalige Schulfreunde Thomas und Charlie van Straubenzee infrage kommen könnten.

+++ 19.14 Uhr: Unesco listet antikes Babylon und weitere Stätten als Weltkulturerbe +++

Die antike Ruinenstadt Babylon im Irak steht nun auf der Welterbeliste der Unesco. Das UN-Komitee erkannte bei seiner Tagung in Baku den außergewöhnlichen und universellen Wert der Stadt aus der Perserzeit an. Insgesamt kamen sieben neue Stätten auf die Liste mit schützenswerten Schätzen der Erde, darunter der Nationalpark Vatnajökull auf Island. Aufgenommen wurden auch die historischen Stätten der Eisenverhüttung in Burkina Faso sowie die Schutzgebiete für Zugvögel an der Küste des Gelben Meeres in China im Golf von Bohai.

+++ 19.01 Uhr: Kläger zieht Klage wegen sexuellen Übergriffs gegen Kevin Spacey zurück +++

Ein junger Mann, der den US-Schauspieler Kevin Spacey des sexuellen Übergriffs beschuldigt, hat seine parallel zu dem entsprechenden Strafverfahren angestrengte Zivilklage zurückgezogen. Nach Justizangaben wurde die Klage am Gericht der Insel Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts ohne Angabe von Gründen zurückgezogen. Spacey droht eine fünfjährige Gefängnisstrafe, weil er den damals 18-jährigen William Little im Sommer 2016 auf Nantucket betrunken gemacht und ihm an den Penis gefasst haben soll. Die Anklage fußt in Teilen auf allerdings auf Videoaufnahmen, die Little mit seinem Handy gemacht haben will - doch das Handy mit dem Video ist nicht mehr auffindbar.

+++ 18.31 Uhr:18-Jähriger nach Mord an Mädchen zu zehn Jahren Haft verurteilt +++

Ein 18-Jähriger ist vom Landgericht Bonn wegen versuchter Vergewaltigung und Mordes zur Jugend-Höchststrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Verurteilte eine 17-Jährige in Sankt Augustin getötet hat und entsprach mit dem Strafmaß der Forderung der Staatsanwaltschaft. Der Deutsch-Kenianer hat die Schülerin laut Anklage in der Nacht zum 1. Dezember 2018 in seinem Zimmer in einer Obdachlosenunterkunft vergewaltigt und erstickt.  Zur Tatzeit war der Mann noch 17 Jahre alt. Wie ein Gerichtssprecher im Anschluss mitteilte, konnte die Kammer nicht endgültig aufklären, was in der Tatnacht im Zimmer des jungen Mannes geschah. Sicher sei jedenfalls, dass es neben einem Vergewaltigungsversuch auch zu einem gewaltsamen Sexualakt kam.

Ingo Senftleben

+++ 18.28 Uhr: Filmproduzent David Alexander Groenewold gestorben +++

Der Filmproduzent David Alexander Groenewold ist tot. Der Produzent von Filmen wie der Komödie "Der Wixxer" (2004) starb Anfang Juli im Alter von 46 Jahren. Nähere Angaben zu Zeitpunkt oder Ursache machte der Rechtsanwalt Christian-Oliver Moser als Vertreter der Familie nicht.

+++ 18.02 Uhr: Ajatollah: Bei US-Angriff verwandelt Iran Golf in "rotes Meer" +++

Ein einflussreicher iranischer Ajatollah hat den USA gedroht, dass der Iran den Persischen Golf bei einem eventuellen militärischen Angriff in ein "rotes Meer" verwandeln werde. Ajatollah Ali Mowahdei Kermani sagte beim Freitagsgebet in der Hauptstadt Teheran in Richtung USA: "Wenn Ihr uns angreifen wollt, bitte, dann werden wir die Farbe des Perischen Golfs von blau in rot umwandeln." US-Präsident Donald Trump sagte vor Journalisten in Washington: "Wir werden sehen, was mit dem Iran passiert. Der Iran muss sehr, sehr vorsichtig sein." Kermani sagte, Drohungen der USA würden den Iran nicht daran hindern, wie geplant an diesem Sonntag sein Uran so hoch wie notwendig anzureichern. "Das bedeutet jedoch nicht, dass wir eine Atombombe wollen, denn die brauchen wir nicht, und außerdem sind die gegen islamische Vorschriften", fügte der Ajatollah nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna hinzu.

+++ 17.54 Uhr: Frau in Düsseldorf von Straßenbahn erfasst und gestorben +++

In Düsseldorf ist eine Frau bei einem Straßenbahnunfall ums Leben gekommen. Die 65-Jährige überquerte die Gleise an einer Fußgängerfurt und achtete dabei offenbar nicht auf eine herannahende Straßenbahn, wie die Polizei mitteilte. Die Bahn erfasste die Frau, die dadurch zu Boden geschleudert wurde. Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Das Unglück ereignete sich den Angaben zufolge in der Düsseldorfer Innenstadt im Bereich einer Straßenbahnhaltestelle. Der Verkehr an der Unfallstelle war mehr als eine Stunde lang beeinträchtigt.

+++ 17.52 Uhr: Schlepperbande in Großbritannien wegen moderner Sklaverei verurteilt +++

Acht Mitglieder einer polnischen Schlepperbande sind in Großbritannien in einem Fall moderner Sklaverei zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden, wie die britische Staatsanwaltschaft mitteilte. Die fünf Männer und drei Frauen im Alter von 29 bis 53 Jahren hatten jahrelang bis zu 400 ihrer Landsleute unter falschen Versprechungen ins englische Birmingham gelockt und dort zur Arbeit gezwungen haben. Es könnte sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um den größten Fall dieser Art in Europa handeln. Die Täter müssen nun für bis zu elf Jahre hinter Gitter. Die waren auf engstem Raum unter haarsträubenden Bedingungen untergebracht. Sie mussten unter Androhung von Gewalt beispielsweise als Erntehelfer oder auf Baustellen arbeiten.

+++ 17.31 Uhr: "Spiegel": Staatsministerin Bär will Förderung für Videospiele retten +++

Die Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär (CSU) will die staatliche Förderung der Videospielbranche retten. Es sei "essenziell, dass die Fördergelder für das Jahr 2020 gesichert werden", zitierte der "Spiegel" die Politikerin. In diesem Jahr fließen Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro, im Entwurf für den Bundeshaushalt 2020 sei die Förderung nicht mehr enthalten, berichtete das Magazin. Der Branchenverband Game hatte dies scharf kritisiert. Die Förderung solle im parlamentarischen Verfahren nachträglich festgeschrieben werden, fordert Bär dem Bericht zufolge. 50 Millionen Euro müssten in jedem Fall zur Verfügung stehen, aber die Summe sei "ausbaufähig".  

Video: Drei Tote bei Explosion in der Türkei

 

+++ 16.47 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns AfD wirft Co-Landeschef raus +++

Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat ihrem bisherigen Co-Vorsitzenden Dennis Augustin die Parteimitgliedschaft entzogen. Der Landesvorstand traf die Entscheidung, wie Landessprecher Leif-Erik Holm mitteilte, mit dem sich Augustin das Amt bislang teilte. Zuvor hatte der "Nordkurier" darüber berichtet. Grund für die Entscheidung sei, dass Augustin bei seinem AfD-Eintritt verschwiegen habe, dass er 1989 an einer Kaderschulung der rechtsextremen NPD teilgenommen habe und Ansprechpartner des NPD-Kreisverbandes Stormarn gewesen sei. Die NPD und ihre Unterorganisationen stehen auf einer Unvereinbarkeitsliste der AfD. Augustin hatte den Angaben zufolge die Teilnahme an der Schulung und seine damalige Nähe zu NPD und Jungen Nationaldemokraten (JN) eingeräumt, eine Mitgliedschaft aber verneint.

+++ 16.26 Uhr: Erstmals seit 1999 neuer Teppich für Plenarsaal im Bundestag +++

Erstmals seit 20 Jahren erhält der Plenarsaal des Bundestags einen komplett neuen Teppichboden. Eine Woche nach der letzten Sitzung des Parlaments vor der Sommerpause waren im Reichstagsgebäude die Regierungsbank und die Abgeordnetensitze abmontiert und der alte Teppich bereits entfernt. Das Rednerpult, die Bank des Präsidiums und die Deutschlandfahnen links und rechts davon waren sorgfältig unter Folie verhüllt.

Nach Angaben der Bundestagsverwaltung wird auch die Technik erneuert, die unter dem Teppich im Boden eingebaut ist. Auch sie hat 20 Jahre lang gehalten. Dabei handelt es sich um Kabel für die Feuerlöschanlage und die Induktive Höranlage für Hörbehinderte. Die Kosten für die Erneuerung belaufen sich den Angaben zufolge auf 419.000 Euro, wobei allein die knapp 1540 Quadratmeter Teppich samt Verlegen mit rund 244.000 Euro zu Buche schlagen. Der Preis von 160 Euro pro Quadratmeter ergibt sich laut Bundestagsverwaltung aus dem Umstand, dass der Teppich luftdurchlässig sein muss, weil die Lüftung über den Fußboden erfolgt.

+++ 16.24 Uhr: Merkel will möglichst gute Mehrheit für von der Leyen erreichen +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Kandidatur Ursula von der Leyens als künftige EU-Kommissionspräsidentin nach Kräften unterstützen. Als Regierungschefin setze sie alles daran, dass die Bundesregierung gut zusammenarbeite und dass von der Leyen, "soweit es in meinem Einflussbereich steht, auch möglichst eine gute Mehrheit im Europäischen Parlament bekommt", sagte Merkel in Posen (Poznan) in Polen. Dort berieten Staats- und Regierungschefs mehrerer EU- sowie von sechs Balkanstaaten über die wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie die EU-Beitrittsperspektive für die Länder des Westbalkans.

Ursula von der Leyen ist als EU-Kommissionschefin im Gespräch

Zu den Aussichten der deutschen Verteidigungsministerin auf eine Mehrheit sagte Merkel: "Dafür wird sie in den nächsten Tagen auch die notwendige Überzeugungsarbeit leisten." Sie fügte hinzu: "Ich kann es sehr gut verstehen, wenn die Abgeordneten des Europäischen Parlaments, die sie noch nicht so gut kennen, die Meinung haben, dass sie ihre Inhalte, ihre Vorstellungen von der Zukunft Europas kennenlernen wollen. Und so wie ich Ursula von der Leyen kenne, hat sie da eine Menge in petto und viele Vorschläge und Ideen."

+++ 16.19 Uhr: Grüne: Innenminister sollen Extremismus in Polizei genau erfassen +++

Die Grünen haben die Innenminister von Bund und Ländern aufgefordert, extremistische Verdachtsfälle in der Polizei genau zu erfassen. Die Minister sollten bis zu ihrer nächsten Konferenz im Dezember in Lübeck ein Konzept vorlegen, um Bestrebungen gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung in den Polizeibehörden zu begegnen, heißt es in einem Papier von Bundestags- und Landtagsabgeordneten, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Den Grünen schwebt eine wissenschaftliche Studie darüber vor, wie verbreitet extremistische Einstellungen bei Polizisten bundesweit sind. Sie fordern zudem, dass bekannt gewordene Verdachtsfälle statistisch erfasst und veröffentlicht werden. Zudem sollen Polizeibeauftragte beim Bundestag und den Länderparlamenten eingesetzt werden, die als unabhängige Ansprechpartner Missständen und strukturellen Mängeln nachgehen können.

+++ 16 Uhr: Schauspielerin und Regisseurin Lis Verhoeven ist tot +++

Die Schauspielerin und Theaterregisseurin Lis Verhoeven ist tot. Sie sei bereits am Dienstag im Alter von 88 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben, sagte ihre Tochter Stella Adorf der Deutschen Presse-Agentur in München. Verhoeven spielte unter anderem an den Münchner Kammerspielen sowie an den Schauspielhäusern in Frankfurt und Hamburg. 

Als Regisseurin inszenierte sie etwa am Alten Schauspielhaus in Stuttgart und am Volkstheater Wien. Von 1994 bis 2000 war sie zudem Intendantin der Kreuzgangspiele Feuchtwangen. Auch fürs Fernsehen stand Verhoeven vor der Kamera, für Serien wie "Derrick", "Der Bulle von Tölz" und "Schwarzwaldklinik". Verhoeven kommt aus einer prominenten Film- und Theaterfamilie. Sie wurde 1931 geboren als Tochter der Schauspielerin Doris Kiesow und des Regisseurs Paul Verhoeven ("Das kalte Herz"). Ihr Bruder, der Filmregisseur Michael Verhoeven ("Die weiße Rose"), ist verheiratet mit der Schauspielerin Senta Berger ("Willkommen bei den Hartmanns").

+++ 15.45 Uhr: Google ändert nach Kritik Bedingungen für Nachrichten in Neuseeland +++

Nach der gesetzeswidrigen Veröffentlichung des Namens eines Mordverdächtigen hat Google zugestimmt, seine Bedingungen für Nachrichten in Neuseeland zu ändern. Der Internet-Riese reagierte damit auf Kritik des neuseeländischen Justizministers Andrew Little. Little hatte den Internetriesen für eine im vergangenen Dezember veröffentlichte Nachrichten-Rundmail kritisiert. Darin informierte Google seine Nutzer über Nachrichteninhalte und nannte den Namen eines wegen Mordes angeklagten Mannes.

+++ 15.11 Uhr: Ermittlungsverfahren gegen Ex-Verteidigungsminister in Portugal +++

In der Affäre um einen mysteriösen Waffendiebstahl ist gegen den ehemaligen portugiesischen Verteidigungsminister José Azeredo Lopes ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf eine Mitteilung des Ex-Ministers. Nach Angaben portugiesischer Medien wird Azeredo Lopes vorgeworfen, in der sogenannten Tancos-Affäre nicht mit der Justiz zusammenzuarbeiten.     

Im Juni 2017 waren Unbekannte in ein Waffendepot des portugiesischen Heeres in Tancos im Zentrum Portugals eingedrungen und hatten dort unter anderem 150 Handgranaten und 44 Panzerfäuste sowie Munition gestohlen. Mehrere Verantwortliche der Militärpolizei und der Nationalpolizei wurden im September vergangenen Jahres wegen des Verdachts der Komplizenschaft vernommen, gegen 24 Verdächtige wird ermittelt. 

+++ 14.43 Uhr: Rückschlag für AfD Sachsen: Wahlausschuss streicht Kandidatenliste zusammen +++

Aufgrund formaler Unstimmigkeiten muss die AfD Sachsen ihre Kandidatenliste zur bevorstehenden Landtagswahl (1. September) von 61 auf 18 Kandidaten kürzen. Das entschied der Landeswahlausschuss in Sachsen, wie etwa der "Tagesspiegel" und der MDR berichteten.

Die AfD könnte nun mit deutlich weniger Abgeordneten in den Landtag einziehen, als ihr womöglich zustehen: Nach aktuellen Umfragen könnte die Partei auf rund 30 Sitze (von, in der Regel, rund 120 Sitzen) kommen, so der "Tagesspiegel". Diese könnte die AfD mit den 18 Kandidaten nicht vollständig besetzen, außer sie hole eine große Zahl an Direktmandaten. Die AfD kann die Entscheidung des Landeswahlauschusses anfechten.

+++ 14.32 Uhr: Deutsche Bank: Investmentbankchef Ritchie tritt Ende Juli zurück +++

Der Investmentbankchef der Deutschen Bank, Garth Ritchie, tritt Ende Juli zurück. Das teilte der Dax-Konzern mitten in den Beratungen über eine Neuaufstellung des Instituts in Frankfurt mit. Konzernchef Christian Sewing werde die Verantwortung für die Unternehmens- und Investmentbank übernehmen.

+++ 14.31 Uhr: Auto fährt in England in Menschengruppe - Polizei geht von Absicht aus +++

In einem mittelenglischen Dorf ist ein Kleintransporter in eine Menschengruppe gerast, die auf die Essensausgabe einer Tafel wartete. Wie die Polizei mitteilte, wurden drei Menschen verletzt, zwei davon schwer. In Lebensgefahr sei aber niemand. Später berichteten Medien von einer vierten Person, die im Krankenhaus behandelt werde. 

Ein 37 Jahre alter Mann wurde wegen des Verdachts auf einen absichtlichen Angriff mit schwerer Körperverletzung festgenommen. Das mögliche Motiv war zunächst nicht klar. Der Vorfall ereignete sich vor einem Gemeindezentrum in dem Dorf Kirk Hallam in der Grafschaft Derbyshire, wo Menschen vor einem Gemeindezentrum auf das Öffnen der örtlichen Tafel warteten.

+++ 14.14 Uhr: Opfer-Anwalt: Kinder in Lügde von Tätern abwechselnd missbraucht +++

Opfer des sexuellen Kindesmissbrauchs im Fall Lügde sollen nach Darstellung eines Anwalts abwechselnd von den beiden Hauptangeklagten missbraucht worden sein. "Klar ist, dass die Kinder wechselseitig missbraucht wurden, aber wir haben bislang noch nicht klar und deutlich gehört, inwieweit sie sich abgestimmt haben", sagte Opferanwalt Roman von Alvensleben in einer Verhandlungspause am Landgericht Detmold. Zuvor waren unter Ausschluss der Öffentlichkeit mehrere Kinder und auch zum Teil deren Angehörigen als Zeugen gehört worden. Nach Darstellung von Alvensleben habe es wohl laut den Aussagen auf dem Campingplatz eine Art Konkurrenzverhältnis der beiden Angeklagten im Umgang mit den Kindern gegeben. 

Zuvor hatte das Gericht bei der Aussagen der jungen Zeugen im Alter zwischen 6 und 13 Jahren zum Teil auch die Angeklagten bei der Befragung ausgeschlossen. Die Anwälte der Nebenkläger hatten dies beantragt und mit der großen Angst ihrer Mandanten vor den Angeklagten begründet. Eine Opfer-Mutter wurde bei ihrer Aussage von einer Psychologin begleitet. 

Video: Neuer Beschuldigter im Fall Lügde

+++ 14.08 Uhr: Tunesien verbietet Nikab und andere Gesichtsschleier in öffentlichen Gebäuden +++

Eine Woche nach einem erneuten Anschlag in Tunesien hat Regierungschef Youssef Chahed das Tragen eines Nikab in Behörden und öffentlichen Gebäuden verboten. Die Entscheidung, die religiösen, mit einem Sehschlitz versehenen Ganzkörperverhüllungen zu verbieten, sei aus Sicherheitsgründen gefallen, teilte die Regierungsverwaltung mit. Der von Chahed unterschriebene Regierungserlass verbietet jedwede Gesichtsverschleierung in öffentlichen Gebäuden.

+++ 13.45 Uhr: Anwalt: Sea-Watch-Kapitänin will Salvini wegen Verleumdung verklagen +++

Die Kapitänin der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch will den italienischen Innenminister Matteo Salvini wegen Verleumdung verklagen. "Wir haben bereits eine Klage (gegen Minister Salvini) vorbereitet", sagte Racketes Anwalt Alessandro Gamberini dem Radio Cusano Campus. Es sei nicht einfach, alle Beleidigungen, die Salvini in diesen Wochen gemacht habe, zu sammeln. Salvini habe nicht nur Beleidigungen ausgesprochen, sondern auch zu strafbaren Handlungen angestiftet. Das sei noch schwerwiegender, wenn es ein Innenminister tue, sagte Gamberini. 

+++ 13.44 Uhr: 17-Jähriger nach Mord an Mädchen zu zehn Jahren Haft verurteilt +++

Ein 17-Jähriger ist vom Landgericht Bonn wegen versuchter Vergewaltigung und Mordes zur Jugend-Höchststrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Verurteilte eine 17-Jährige in Sankt Augustin getötet hat und entsprach mit dem Strafmaß der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Der Deutsch-Kenianer hat die gleichaltrige Schülerin laut Anklage in der Nacht zum 1. Dezember 2018 in seinem Zimmer in der Obdachlosenunterkunft vergewaltigt und erstickt. Die 17-Jährige hatte der Mann tags zuvor in Bonn kennengelernt. In der Nacht begleitete sie ihn in seine Unterkunft, nachdem sie den letzten Zug nach Hause verpasst hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 13.40 Uhr: Rettungsschiff "Alan Kurdi" nimmt 65 Bootsflüchtlinge an Bord +++ 

Das Schiff "Alan Kurdi" der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye hat nach eigenen Angaben 65 Menschen geborgen, die an Bord eines überladenen Schlauchbootes über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollten. Das Schlauchboot sei vor der libyschen Küste in internationalen Gewässern entdeckt worden, teilte Sea-Eye mit. Es war demnach manövrierfähig und mit ausreichend Treibstoff versorgt, hatte aber weder ein GPS-fähiges Telefon noch andere Navigatonshilfen an Bord.      

Laut Sea-Eye versuchten die Bootsinsassen zunächst, der "Alan Kurdi" zu entkommen. Offenbar hätten sie befürchtet, dass es sich um ein Schiff der libyschen Küstenwache handelte. Nach Angaben eines Geretteten befand sich das Schlauchboot bereits seit mehr als zwölf Stunden auf dem Meer, als es gesichtet wurde.     

+++ 13.35 Uhr: Bericht: Produktionsvorstand Zipse soll neuer BMW-Chef werden +++

Nach dem Rückzug von BMW-Chef Harald Krüger von der Spitze des Autobauers soll laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" Produktionsvorstand Oliver Zipse neuer Vorstandsvorsitzender werden. Der 55-Jährige könnte schon in der kommenden Aufsichtsratssitzung am 18. Juli ernannt werden, wie die Zeitung am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise berichtete. Zipse war im Mai 2015 in den Vorstand des Konzerns berufen worden und folgte damals Krüger auf dem Posten des Produktionsvorstands.

+++ 13.34 Uhr: 17-Jähriger nach Mord an Mädchen zu zehn Jahren Haft verurteilt +++

Ein 17-Jähriger ist vom Landgericht Bonn wegen versuchter Vergewaltigung und Mordes zur Jugend-Höchststrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Verurteilte eine 17-Jährige in Sankt Augustin getötet hat und entsprach mit dem Strafmaß der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Der Deutsch-Kenianer hat die gleichaltrige Schülerin laut Anklage in der Nacht zum 1. Dezember 2018 in seinem Zimmer in der Obdachlosenunterkunft vergewaltigt und erstickt. Die 17-Jährige hatte der Mann tags zuvor in Bonn kennengelernt. In der Nacht begleitete sie ihn in seine Unterkunft, nachdem sie den letzten Zug nach Hause verpasst hatte. Das Urteil vom Freitag ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 13.30 Uhr: Bericht: Bei Wechsel von der Leyens soll Frau im Kabinett aufrücken +++

Für die CDU soll laut "Spiegel" eine weitere Frau als Ministerin ins Kabinett aufrücken, falls Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am 16. Juli zur EU-Kommissionspräsidentin gewählt wird. Wie das Nachrichtenmagazin berichtet, sind sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer entschlossen, am derzeitigen Frauenanteil für die Ministerposten festzuhalten. Am Kabinettstisch sitzen zurzeit neun Männer und sieben Frauen.  

Auch wenn mit von der Leyen eine CDU-Frau auf einen der mächtigsten Posten der Europäischen Union gelangen würde, ändere dies nichts am Geschlechterverhältnis in der deutschen Regierung; das Brüsseler und Berliner Personal werde getrennt gezählt, heißt es laut "Spiegel" aus Kanzleramt und Parteizentrale. Kramp-Karrenbauer hat wiederholt deutlich gemacht, dass sie derzeit nicht ins Kabinett wechseln möchte.

+++ 13.15 Uhr: EU-Kandidatin von der Leyen setzt Arbeit als Ministerin vorerst fort +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird ihr Berliner Regierungsamt nach der Nominierung als künftige EU-Kommissionspräsidentin vorerst fortsetzen. "Die Ministerin wird weiterhin ihre Aufgaben als Verteidigungsministerin vollumfänglich wahrnehmen. Das macht sie zur Zeit", sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin. Zwischen beiden Rollen gebe es aber eine Trennung.

"Auf der einen Seite bleibt die Ministerin die Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt", sagte er dazu. Dabei werde sie aus dem Verteidigungsministerium unterstützt. Wie bei einem Urlaub würden in einigen Fällen Staatssekretäre Aufgaben im politischen Raum sowie im eigenen Haus wahrnehmen.

Ursula von der Leyen und der noch amtierende EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker

+++ 13.11 Uhr: Prozess gegen "König von Deutschland" dauert an +++

Im Prozess vor dem Landgericht Hof gegen den selbst ernannten "König von Deutschland" wegen Fahrens ohne Führerschein war noch kein Ende absehbar. "Wann ein Urteil erfolgt, ist ungewiss", sagte ein Gerichtssprecher in der bayerischen Stadt. Bisher war am dritten und zunächst letzten Verhandlungstag ein Richterspruch erwartet worden. 

In dem Verfahren muss sich ein 53-Jähriger verantworten. Er hatte im Jahr 2012 seinen Führerschein zurückgegeben, weil er die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland nicht anerkennt. Stattdessen war er mit einem selbst gebastelten Führerschein des von ihm erdachten "Königreichs Deutschland" gefahren. Der Verfassungsschutz rechnet den Mann der sogenannten Reichsbürgerbewegung zu - er bestreitet dies.

+++ 12.44 Uhr: Justiz ermittelt nach Aussagen von Pegida-Demonstranten über Lübcke +++

Nach den rechtfertigenden Äußerungen von Teilnehmern einer Pegida-Demonstration über die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat sich die Justiz eingeschaltet. Es seien Verfahren gegen Unbekannt wegen der Belohnung und Billigung von Straftaten eingeleitet worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Lorenz Haase. Es werde aber auch geprüft, ob weitere Straftatbestände wie Volksverhetzung hinzukämen. Ob Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft eingegangen seien, könne er derzeit noch nicht sagen. Auch der "Tagesspiegel" hatte über die Schritte der Justiz berichtet. 

Reporter des ARD-Magazins "Kontraste" hatten am Rande einer Kundgebung des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses am Montag in Dresden Teilnehmer nach ihrer Ansicht zum Mord an Lübcke gefragt. Der Beitrag war am Donnerstagabend ausgestrahlt worden. Im Vergleich zur linksextremen Gefahr sei ein Mord, "alle zwei, drei Jahre, aus irgendwelchen Hass-Gründen, relativ normal" lautete die Antwort eines Befragten. Ein anderer sagte auf die Frage, ob Mord eine menschliche Reaktion sei: "Ja, wie es in den Wald hinein gerufen wird, so schallt's wieder raus."

+++ 12.24 Uhr: NRW-Regierungschef Laschet erhält Orden wider den tierischen Ernst +++

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet erhält den Aachener Karnevalsorden wider den tierischen Ernst. Die närrische Auszeichnung wird dem CDU-Politiker am 8. Februar 2020 verliehen. "Niemand verkörpert die Kriterien für die Ritterwürde - Humor und Menschlichkeit im Amt - besser als unser Landesvater", sagte der Präsident des Aachener Karnevalsvereins, Werner Pfeil, laut Mitteilung. 

Mit Laschet wird 70 Jahre nach der ersten Verleihung des Ordens im Jahr 1950 erstmals ein gebürtiger Aachener ausgezeichnet. Der Rheinländer gilt als überzeugter Karnevalist und ist bereits dreimal bei Festsitzungen des Vereins aufgetreten. Mit der Verleihung im Februar folgt dann der symbolische Ritterschlag.

+++ 12.10 Uhr: BMW-Chef Krüger hört 2020 auf +++

BMW-Chef Harald Krüger hat seinen Rückzug von der Spitze des Autobauers angekündigt. Er wolle sich "beruflich neu orientieren", erklärte Krüger. Nach Unternehmensangaben will sich der Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung am 18. Juli mit der Nachfolge befassen, bis zu einer Entscheidung bleibe der Vorstandschef im Amt.

+++ 11.41 Uhr: Datenträger bei Durchsuchungen auf Campingplatz in Lügde entdeckt +++

Im Missbrauchsfall von Lügde haben die Ermittler bei ihren Durchsuchungen mehrere Datenträger auf der Campingplatz-Parzelle des neuen Tatverdächtigen gefunden. Bei dem 57-Jährigen seien zahlreiche Gegenstände sichergestellt worden, die als Beweismittel in Frage kommen könnten, teilten die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei in Bielefeld mit. 

Die Parzelle auf dem Campingplatz bei Detmold an der Grenze zu Niedersachsen war am Mittwoch und Donnerstag durchsucht worden. Was genau gefunden wurde, sagten die Ermittler zunächst nicht. Der "Tatort" sei nach Abschluss der Aktion am Donnerstagabend wieder freigegeben, hieß es. Der 57-Jährige aus Steinheim bei Höxter befinde sich auch weiter auf freiem Fuß, die Ermittlungen gegen ihn wegen schweren sexuellen Missbrauchs dauerten an.

+++ 11.20 Uhr: Spahn will mindestens 14 Euro Stundenlohn für Pflegekräfte +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Pflegekräfte eine Bezahlung deutlich über dem aktuellen gesetzlichen Mindestlohn erreichen. Dem ARD-Hauptstadtstudio sagte der CDU-Politiker zur Höhe eines Mindestlohns in der Pflege: "Gute 14 Euro - und das ist immer noch wirklich ein Mindestlohn." Spahn wies darauf hin, dass dies für viele Beschäftigte in der Pflege eine erhebliche finanzielle Verbesserung wäre: "Gerade in der Altenpflege verdienen Zigtausende zum Teil deutlich weniger als diese 2500 Euro."

Der Mindestlohn für Hilfskräfte in der Altenpflege liegt derzeit bei 11,05 Euro pro Stunde im Westen und in Berlin, im Osten sind es 10,55 Euro. Examinierte Pflegefachkräfte verdienen nach Arbeitgeberangaben deutlich mehr. Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn beträgt derzeit 9,19 Euro in der Stunde.

+++ 10.34 Uhr: Früherer stern-Chefredakteur Michael Jürgs gestorben  +++

Der Publizist und frühere stern-Chefredakteur Michael Jürgs ist tot. Er starb in der Nacht zu Freitag in Hamburg im Alter von 74 Jahren, wie seine Ehefrau der Deutschen Presse-Agenur bestätigte.

Mehr in Kürze.

+++ 9.55 Uhr: Fünf Jahre Haft für deutsche IS-Heimkehrerin +++

Wegen Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat hat das Stuttgarter Oberlandesgericht am Freitag eine 32 Jahre alte Deutsche zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Die Frau hatte von Ende 2013 bis August 2017 in Syrien und im Irak gelebt. Mitte 2018 wurde sie nach der Rückkehr aus dem Kriegsgebiet in Baden-Baden festgenommen. Die Bundesanwaltschaft hatte sechs Jahre Gefängnis beantragt, der Anwalt der Frau drei Jahre Haft.

Im Laufe des Verfahrens hatte sich die Angeklagte von der Terrororganisation losgesagt. Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft hatte sie kurz nach ihrer Ankunft in Syrien einen ihr bis dahin unbekannten IS-Kämpfer geheiratet. Mit ihm lebte sie dann zusammen und führte auch den Haushalt. Der Anklage zufolge pries Sabine S. in mehreren Internetblogs das Leben beim IS an. Ziel sei es gewesen, möglichst viele Leute zur Ausreise in das Krisengebiet zu gewinnen. Ihr Mann kam später bei Kampfhandlungen ums Leben.

Kalifornien: Stärkstes Erdbeben seit zwei Jahrzehnten – Augenzeuge: "Mein Bett hat gewackelt"

+++ 9.35 Uhr: Landrat: Letztes evakuiertes Dorf bei Lübtheen bald wieder frei +++

Für die Bewohner des einzigen noch evakuierten Dorfes im Waldbrandgebiet in Südwestmecklenburg gibt es Hoffnung auf eine baldige Rückkehr. Der Landrat des Kreises Ludwigslust-Parchim und Chef des Einsatzstabes, Stefan Sternberg (SPD), sagte, er hoffe, den Bewohnern vom Ort Alt Jabel am Abend sagen zu können, dass sie wieder nach Hause dürften. Bis zum Morgen war es der Feuerwehr gelungen, Brände und Glutnester um Alt Jabel auf 500 Meter zurückzudrängen. Für eine Aufhebung der Evakuierung müssten es 1000 Meter sein. Das soll im Laufe des Tages nach Angaben des Landrats erreicht werden. Als großen Erfolg bezeichnete er es, dass es im Brandgebiet kein Feuer mehr gebe, das sich ausbreitet. "Das ist ein wirklich großer Erfolg."

+++ 9.16 Uhr: Schweizer Soldaten nach Massenerkrankung auf dem Weg der Besserung +++

Nach der plötzlichen Massenerkrankung von mehreren Dutzend Schweizer Soldaten haben Inspektoren für Lebensmittelhygiene Untersuchungen aufgenommen. Woran die rund 50 Männer am Donnerstagabend plötzlich erkrankten, war noch unklar, wie ein Sprecher der Armee sagte. 50 Männer mussten wegen heftiger Übelkeit, Erbrechen und Durchfall behandelt werden. Die meisten waren am Freitag bereits aus den Spitälern entlassen worden. Die Armee hob die Quarantäne, die sie über das Gelände der betroffenen Kaserne verhängt hatte, wieder auf. Die Kaserne befindet sich in Jassbach knapp 40 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bern.

+++ 8.43 Uhr: Deutsche Industrie erhält weniger Aufträge +++

Die deutsche Industrie hat im Mai weniger Aufträge erhalten als erwartet. Es seien 2,2 Prozent weniger Bestellungen als im Vormonat eingegangen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Analysten hatten im Mittel nur einen leichten Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Die Entwicklung im Vormonat fiel dagegen etwas besser aus als bislang bekannt. Anstatt eines Zuwachses um 0,3 Prozent erhöhten sich die Aufträge im April um 0,4 Prozent.

+++ 8.02 Uhr: Meuthen: Haben keine Veranlassung von der Leyen zu wählen +++

AfD-Chef Jörg Meuthen hat bekräftigt, dass seine Partei Ursula von der Leyen nicht bei der Wahl zur Präsidentin der EU-Kommission unterstützen werde. "Wir haben keine Veranlassung, Frau von der Leyen zu wählen", sagte der Europaabgeordnete im ZDF-"Morgenmagazin". "Was sich hier vollzogen hat, ist im Kern eine Wählertäuschung." 

Man habe den Menschen im Wahlkampf erzählt, sie hätten hier eine echte Wahl auch des Kommissionspräsidenten. Dass nun statt der beiden Spitzenkandidaten Manfred Weber und Frans Timmermans von der Leyen nominiert wurde, sei "mit demokratischem Verständnis eigentlich nicht mehr zu rechtfertigen". Meuthen machte aber auch klar, dass Weber und Timmermans nicht die Stimmen der AfD bekommen hätten. "Wirklich konservative Kandidaten würden wir durchaus wählen."

Video: EU-Ratspräsident will Grüne in neue EU-Kommission holen

+++ 7.52 Uhr: Tote bei Hubschrauberabsturz auf Bahamas - Milliardär unter Opfern +++

Ein Hubschrauber mit sieben Menschen an Bord ist vor den Bahamas verunglückt. Alle Insassen seien bei dem Absturz in den Atlantik ums Leben gekommen, berichteten US-Medien am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf die Polizei der Bahamas. Unter den Opfern befinde sich auch der US-Milliardär Chris Cline, der durch Kohleförderung zu Reichtum gelangt war, sowie dessen Tochter. Nach Polizeiangaben war der Helikopter auf dem Weg von der Insel Big Grand Cay nach Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida. Die Absturzursache war zunächst noch unklar.

+++ 7.02 Uhr: Grüne wollen Statistik über verfassungsfeindliche Verstöße von Polizisten +++

Die Grünen fordern von den Innenministern von Bund und Ländern Maßnahmen gegen rechtsextremistische Tendenzen in der Polizei. Spätestens bis zur nächsten Innenministerkonferenz am 4. Dezember solle ein Konzept vorgelegt werden, "um Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung in unseren Polizeibehörden zu begegnen", heißt es in einer Erklärung von Grünen-Innenpolitikern, die dem "Handelsblatt" vorliegt.    

Konkret verlangen die Grünen etwa, verfassungsfeindliche Verstöße innerhalb der Polizei künftig stärker in den Fokus zu nehmen. "Verstöße, wie zum Beispiel menschenfeindliche Äußerungen in Chatgruppen, das Tragen extremistischer Abzeichen an der Uniform oder Hetze gegen Geflüchtete gegenüber Kolleginnen und Kollegen sollten deshalb kontinuierlich erfasst und dokumentiert werden."

USA: Container mit Feuerwerkskörper explodiert am Nationalfeiertag – das war so nicht geplant

+++ 6.18 Uhr: Umfrage: Große Mehrheit für Legalisierung von aktiver Sterbehilfe +++

Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland würden einer Umfrage nach eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe befürworten. 67 Prozent der Befragten sprachen sich in der repräsentativen Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov dafür aus, 17 Prozent waren dagegen. Der Rest antwortete mit "weiß nicht" oder machte keine Angabe.

Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland nicht erlaubt. Wer jemanden auf dessen Wunsch tötet, wird mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft. Passive Sterbehilfe durch das Abschalten von Apparaten sowie indirekte Sterbehilfe, bei der starke Medikamente Schmerzen lindern und als Nebenwirkung das Sterben beschleunigen, sind zulässig.

+++ 5.09 Uhr: Empörung über Predigt zu Missbrauch und Vergebung +++

Mit einer Predigt über Vergebung auch für Priester, die Minderjährige sexuell missbraucht haben, soll ein emeritierter Pfarrer in Münster zahlreiche Gottesdienstbesucher empört haben. Während der Ausführungen des 79-Jährigen hätten zunächst ein Teil des Chores, später rund 70 Gottesdienstteilnehmer unter lautem Protest die Münsteraner Kirche Heilig Geist verlassen, berichtet das Internetportal "Kirche-und-Leben.de". Einige Gottesdienstbesucher hätten die Predigt unterbrochen. Im Altarbereich sei es laut und hektisch geworden. Der Pfarrer habe seine Predigt dann nicht zu Ende geführt.

+++ 5.04 Uhr: Jeder Siebte in Deutschland zu arm für eine Urlaubsreise +++

Millionen Bundesbürger können es sich nicht leisten, in den Urlaub zu fahren. Etwa jeder Siebte konnte im vergangenen Jahr nicht einmal eine Woche weg von zuhause bezahlen, wie aus Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat hervorgeht. Allerdings ist der Anteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. In vielen Ländern Europas sieht es zudem noch schlechter aus.

In Deutschland sind besonders Alleinerziehende betroffen. "Man muss sich das vor Augen führen: Ein Drittel aller alleinerziehenden Eltern ist nicht in der Lage, seinen Kindern einen Urlaub zu ermöglichen", sagte Linken-Chef Bernd Riexinger. Auch mehr als jeder fünfte Rentner kann nicht reisen. "Ein inakzeptabler Zustand, für Jung und Alt", sagte Riexinger.

+++ 2.55 Uhr: Rios Ex-Gouverneur räumt Stimmenkauf bei Olympia-Bewerbung ein +++

Der frühere Gouverneur von Rio de Janeiro hat erstmals die Zahlung von Schmiergeldern bei der Bewerbung der Millionenmetropole um die Olympischen Sommerspiele 2016 eingeräumt. Er habe für zwei Millionen US-Dollar Stimmen gekauft, um die Spiele für Rio zu sichern, sagte Sérgio Cabral bei einer Gerichtsanhörung. Der damalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sei in die Bestechung nicht direkt verwickelt gewesen, habe aber davon gewusst.

Gemeinsam mit dem Olympia-Organisationschef Carlos Arthur Nuzman und dem brasilianischen Unternehmer Arthur Cesar Soares de Menezes Filho habe er vor der entscheidenden Abstimmung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) 2009 die Stimmen mehrerer IOC-Mitglieder gekauft, sagte Cabral. Der langjährige Chef des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und IOC-Mitglied Lamine Diack sowie dessen Sohn hätten dabei geholfen.

+++ 2.09 Uhr: Vermittler: Armee und Demonstranten im Sudan einigen sich auf Übergangsregierung +++

Im Sudan haben sich der regierende Militärrat und die Anführer der Protestbewegung auf Bedingungen für eine gemeinsame Übergangsregierung geeinigt. Die Generäle und die Allianz für die Freiheit und den Wechsel (ALC) hätten sich auf einen "obersten Rat" unter "wechselnder" Führung während einer dreijährigen Übergangszeit geeinigt, sagte der Vermittler der Afrikanischen Union, Mohamed El-Hacen Lebatt, auf einer Pressekonferenz.

+++ 2.07 Uhr: Trump nutzt Unabhängigkeitstag für militärische Machtdemonstration +++

US-Präsident Donald Trump hat die Feiern zum Unabhängigkeitstag in Washington für eine umstrittene militärische Machtdemonstration genutzt und die Nation zur Einheit aufgerufen. Trump trat am Abend auf einer von zwei Panzern flankierten Bühne am Lincoln Memorial in der US-Hauptstadt auf. "Mit dieser sehr besonderen Ehrenbezeugung für Amerika kommen wir heute als eine Nation zusammen", sagte er. "Wir feiern unsere Geschichte, unser Volk und die Helden, die stolz unsere Flagge verteidigen – die tapferen Männer und Frauen des Militärs der Vereinigten Staaten."

Trump sprach hinter schusssicherem Glas vor Zehntausenden Menschen auf der National Mall im Zentrum von Washington. Kritiker warfen ihm vor, die Feierlichkeiten zu politisieren und zu militarisieren.

+++ 1.05 Uhr: Über ein Drittel der Gewerbegebiete ohne schnelles Internet +++

Rund ein Drittel der Gewerbegebiete in Deutschland hat einem Medienbericht zufolge keinen Anschluss an schnelles Internet. Das gehe aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor, schreibt die "Neue Osnabrücker Zeitung". Demnach gelten von bundesweit 62 074 Gewerbegebieten 21 745 und damit 35 Prozent als unterversorgt. Die maximale Internetgeschwindigkeit ist hier schlechter als 50 Mbit/s. Besonders betroffen seien Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo jeweils etwa 57 Prozent der Gewerbegebiete als unterversorgt gelten.

+++ 0.49 Uhr: Deutsche auf Mallorca der Gruppenvergewaltigung beschuldigt +++

Vier Urlauber aus Deutschland werden auf Mallorca der Gruppenvergewaltigung beziehungsweise der Verschleierung und Beihilfe beschuldigt. Die Männer wurden auf dem Flughafen von Palma de Mallorca festgenommen, bevor sie für den Rückflug nach Deutschland einchecken konnten. Die Festgenommenen seien von einer 18 Jahre alten Deutschen angezeigt worden. Die junge Frau habe ausgesagt, sie sei auf einem Zimmer im Hotel der Gruppe im Badeort Cala Rajada von zweien der Männer im Beisein der zwei anderen vergewaltigt worden, schreiben die Zeitungen "Diario de Mallorca" und "Ultima Hora".

+++ 0.41 Uhr: Schwerstes Erdbeben seit 20 Jahren erschüttert Südkalifornien +++

Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat den Süden des US-Bundesstaats Kalifornien erschüttert. Das teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit. Das Epizentrum des Bebens befand sich in einer Tiefe von 8,7 Kilometern unter der Wüstenregion Searles Valley im Bezirk San Bernardino. Die Erschütterung konnte noch im gut 250 Kilometer entfernten Los Angeles und sogar in Las Vegas im Nachbarstaat Nevada gespürt werden.

Kalifornien: Stärkstes Erdbeben seit zwei Jahrzehnten – Augenzeuge: "Mein Bett hat gewackelt"

Wie die "Los Angeles Times" berichtete, handelte es sich um das schwerste Erdbeben in Südkalifornien seit 1999. Ersten Berichten zufolge gab es keine Verletzten oder Tote. Die Feuerwehr von San Bernardino erklärte, Straßen und Gebäude seien beschädigt worden. Örtliche Behörden warnten vor möglichen Nachbeben.    

Das Epizentrum befand sich in unmittelbarer Nähe zu einem 445.000 Hektar großen Bomben-Testgelände der US-Marine mit Namen China Lake. Es habe "erhebliche Schäden" auf der Anlage gegeben, darunter Brände und den Austritt gefährlicher Substanzen, erklärte ein Vertreter der Einrichtung.

Erdbeben in Kalifornien

Die Kleinstadt Ridgecrest nahe dem Death-Valley-Nationalpark wurde am stärksten erschüttert. In Geschäften stürzten Regale ein, Häuser wurden beschädigt, einige Straßen zeigen Risse auf

DPA

+++ 0.00 Uhr: 43 Schweizer Soldaten plötzlich erkrankt – vier kritisch +++

Mehr als 40 Soldaten sind in einer Schweizer Rekrutenschule plötzlich erkrankt. Die Männer litten unter "massivem Unwohlsein", teilweise mit heftigem Erbrechen und Durchfall, erklärte die Armee. Vier der Rekruten seien in kritischem Zustand, sagte Armeesprecher Daniel Reist. 

Die Beschwerden seien am späten Nachmittag bei mindestens 43 Männern aufgetreten. "Von welcher Erkrankung sie betroffen sind, wird abgeklärt", sagte Reist. Die Kaserne befindet sich in Jassbach knapp 40 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bern. Als Vorsichtsmaßnahme wurde das Gelände unter Quarantäne gestellt.

wue / fs / AFP / DPA