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News des Tages: WM-Rückkampf Fury gegen Klitschko erneut abgesagt

In Köln gefasster Syrer sollte Bombe im Mülleimer deponieren +++ Proteste in US-Stadt Charlotte +++ Dreijähriger überlebt drei Tage lang in sibirischer Wildnis +++ Die News des Tages im Überblick.

Fury gegen Klitschko

Schon wieder wurde der WM-Rückkampf Fury gegen Klitschko abgesagt

Die News des Tages im Überblick.

+++ 23.03 Uhr: Obama nutzt Vetorecht gegen Klagerecht für Opfer von Terroranschlägen +++

US-Präsident Barack Obama hat sein Vetorecht genutzt, um ein Gesetz zum Klagerecht für Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 zu verhindern. Dem Gesetz zufolge könnten etwa Hinterbliebene direkt die Regierung von Saudi-Arabien verklagen. Laut Obama würde dies die Souveränität Saudi-Arabiens verletzen und dazu führen, dass auch über die USA eine Klagewelle hereinbrechen könnte. "Ich empfinde tiefe Anteilnahme für die Hinterbliebenen der Opfer vom 11. September", schrieb Obama zur Begründung seines Schrittes.

Obama befürchtet vor allem, dass andere Länder ähnliche Gesetze erlassen und Mitglieder der US-Streitkräfte für ihre Vorgehen im Ausland vor Gericht verantwortlich machen können. "Wir haben die bei weitem größte Auslandspräsenz in der Welt", schrieb Obama. Außerdem wären der Regierung bei der Beantwortung staatlich betriebener Terroranschläge die Hände gebunden, weil plötzlich private Gerichte involviert wären. Der US-Kongress hatte das Gesetz verabschiedet und könnte nun seinerseits die Obama-Entscheidung rückgängig machen. Dazu wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig.


+++ 22.16 Uhr: WM-Rückkampf Fury gegen Klitschko erneut abgesagt +++

Der WM-Rückkampf zwischen dem britischen Schwergewichts-Boxweltmeister Tyson Fury und seinem Vorgänger Wladimir Klitschko ist Medienberichten zufolge erneut geplatzt. Das Fury-Lager habe das Team um Klitschko über die Absage informiert, schrieben britische Internetportale übereinstimmend. Das Rematch sollte am 29. Oktober in Manchester stattfinden. Auf Anfrage äußerte sich das Klitschko-Management nicht dazu und verwies auf das Fury-Lager. Am 28. November 2015 hatte der exzentrische Brite in Düsseldorf gegen den inzwischen 40 Jahre alten Klitschko überraschend nach Punkten gewonnen. Für den 9. Juli war dann der zuvor im Falle einer Klitschko-Niederlage vereinbarte Rückkampf zunächst angesetzt gewesen. Diesen musste der neue Titelträger der Verbände WBA und WBO wegen einer Knöchelverletzung aber absagen. Nach Vertragsstreitigkeiten, unter anderem wegen von der Klitschko-Seite verlangter Doping-Tests, hatten sich beide Lager auf den 29. Oktober geeinigt.

+++ 21.58 Uhr: Ted Cruz rafft sich zur Unterstützung Trumps auf +++

Ted Cruz, erzkonservativer US-Senator aus Texas, hat seine innerparteiliche Opposition gegen den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aufgegeben. Er werde bei der Wahl am 8. November für Trump stimmen, schrieb Cruz in einem Beitrag auf seiner Facebook-Seite. Die demokratische Kandidatin Hillary Clinton sei "in keinster Weise akzeptabel" begründete Cruz seinen Schritt. Der Texaner war einer der härtesten Widersacher Trumps im Vorwahlkampf. Noch auf dem Republikaner-Parteitag im Juni hatte Cruz für Aufsehen gesorgt, als er seinem Konkurrenten Trump die Gefolgschaft verweigerte. Der nächste Präsident werde mindestens vier Richter am Supreme Court, dem höchsten US-Gericht vorschlagen. Während Trump eine vernünftige Liste vorgelegt habe, würde Clinton einen extrem liberalen Kurs fahren.


+++ 21.42 Uhr: USA setzen Phosphorbomben im Irak ein +++

US-Streitkräfte im Irak haben einem Bericht der "Washington Post" zufolge Phosphorbomben im Kampf gegen den IS eingesetzt. Die umstrittenen Waffen, die grausame Brandverletzungen zur Folge haben können, seien jedoch lediglich als "Signalwaffen" eingesetzt worden, betonte das US-Militär. Phosphorbomben können nach ihrer Detonation zehn Minuten lang einen lichtreflektierenden Vorhang in der Luft bilden, der Streitkräften den Weg weisen kann. "Wenn US-Streitkräfte diese Munition nutzen, dann tun sie es nach den Regeln des internationalen Kriegsrechtes und in einer Weise, die auch darauf achtet, dass keine Zivilisten oder zivile Einrichtungen gefährdet werden", heißt es in einer Stellungnahme von Colonel John Dorrian, Sprecher der US-geführten Koalition im Irak.

Phosphorbomben dürfen nach den Zusatzprotokollen der Genfer Abkommen von 1977 nicht eingesetzt werden, wenn Zivilisten dadurch in Gefahr geraten. Die USA und Israel haben die Protokolle nicht unterzeichnet.

+++ 21.18 Uhr: Flugbegleitergewerkschaft Ufo droht mit Streik bei Eurowings +++

Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat mit Streiks bei der Lufthansa-Tochter Eurowings gedroht. Die Gewerkschaft teilte mit, sie habe "allergrößte Zweifel", ob Eurowings den "Forderungen zur Verbesserung der Arbeits- und Vergütungsbedingungen entsprechen" werde. Die Verbesserung müsse dann "notfalls auch mit massiven Arbeitskämpfen" durchgesetzt werden, erklärte die Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft, Sylvia De la Cruz. Nachdem die Interessengegensätze in einem Schlichtungsprozess nicht hätten überbrückt werden können, sei eine externe Moderation angeschlossen worden, erklärte Ufo. "Im Laufe der letzten Wochen entschied der Konzern, sich von den ehrgeizigen Plänen zu verabschieden und keinen Low-Cost-Vertrag für künftige Mitarbeiter mehr anzustreben." Der Moderationsprozess hätte bis Ende September dauern sollen. Die letzten Termine seien nun "mangels Erfolgsaussichten abgesagt" worden. Das Personal der Billigfluglinie Eurowings wird nicht nach den Lufthansa-Tarifen bezahlt werden, sondern schlechter vergütet.

+++ 20.31 Uhr: Hacker in den USA wegen Datenklau für IS-Miliz verurteilt +++

Ein kosovarischer Hacker ist wegen des Diebstahls der Daten von hunderten US-Militär- und Regierungsangehörigen für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Der 20-jährige Ardit Ferizi wurde für schuldig befunden, im Juni 2015 einem IS-Mitglied eine Liste mit rund 1300 Namen von Mitarbeitern der US-Streitkräfte und der US-Regierung übergeben zu haben. Er muss nun 20 Jahre in Haft. Der junge Mann war im September 2015 in Malaysia auf der Grundlage eines US-Haftbefehls festgenommen worden. Er hatte den Datendiebstahl später gestanden und seiner Auslieferung in die USA zugestimmt. Nach Angaben der malaysischen Polizei war er 2014 nach Malaysia gereist, um dort Informatik zu studieren.

+++ 20.16 Uhr: Junge mit Fahrrad von Traktor überrollt und tödlich verletzt +++

Ein 13-jähriger Junge ist mit dem Fahrrad von einem Traktor überrollt und tödlich verletzt worden. Der Junge war am Freitag auf einem abschüssigen Feldweg in der Nähe von Appenheim bei Bingen unterwegs und wollte wohl in der Talsenke in einen anderen Weg einbiegen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Dort setzte der Fahrer des Traktors mit angehängtem Arbeitsgerät ein Stück zurück, um auf ein Feld zu fahren. Aus noch nicht geklärten Gründen geriet der Junge unter das rechte Hinterrad des Traktors. Ein Rettungshubschrauber brachte einen Notarzt, doch der Junge starb noch an der Unfallstelle.

+++ 19.58 Uhr: Dreijähriger nach Tagen im Wald gefunden - Freudenfest in Sibirien +++

Drei Tage irrte ein kleiner Junge in Sibirien durch unwegsame Wälder und überlebte nur mit Schokoriegeln - nun hat der Gouverneur ein großes Fest zur Rettung des Dreijährigen angekündigt. "Ich werde alle einladen, die an der Suche beteiligt waren", sagte Scholban Kara-Ul in der Region Tuwa an der Grenze zur Mongolei. Der kleine Zerin Dopschut war vom Hof seiner Großmutter weggelaufen, und eine Suchaktion von mehr als 100 Helfern mit Geländefahrzeugen und Hubschrauber blieb zunächst erfolglos.

Dann reagierte der Junge auf Rufe seines Onkels. "Ich hatte keine Angst", sollen die ersten Worte von Zerin gewesen sein - "Langes Leben" heißt der Name übersetzt. "Er hat erzählt, dass er die ganze Schokolade aufgegessen hat, die er in seiner Tasche hatte", sagte Gouverneur Kara-Ul. "Er fand einen trockenen Platz unter einem großen Baum und ist eingeschlafen." Das Gebiet ist voller Wölfe und Bären. Mutter und Sohn sollen sich zunächst einige Tage in einem Sanatorium vom Schreck erholen. "Danach werden wir mit allen feiern, denen das Schicksal des Kleinen nicht gleichgültig war", versprach Kara-Ul.

+++ 19.22 Uhr: Scharfschütze erschießt Gefangenen in Gefängnishof in Montenegro +++

Ein Insasse eines Hochsicherheits-Gefängnisses in Montenegro ist am helllichten Tag beim Freigang auf dem Hof von einem Scharfschützen erschossen worden. Der Mann, der offizielle nur mit seinen Initialen D. Dj. identifiziert wurde, sei am Donnerstag im Zentralgefängnis der Hauptstadt Podgorica in die Brust getroffen worden und später seinen Verletzungen erlegen, teilte die Strafvollzugsbehörde am Freitag mit. Offenbar sei er Opfer einer Auseinandersetzung zwischen kriminellen Banden geworden.

+++ 18.55 Uhr: Hinterbliebene von MH-17-Opfern fordern mehr Einsatz von EU +++

Angehörige von Opfern der Katastrophe von Flug MH17 haben von der EU-Kommission mehr Hilfe bei der Aufklärung gefordert. Die EU solle Druck auf Russland, die Ukraine und die USA ausüben, den Ermittlern Radar- und Satellitenaufnahmen zu übergeben, heißt es in einem Brief an die EU-Außenbeauftragte Frederica Mogherini. Der Brief wurde am Freitag von niederländischen Medien veröffentlicht. "298 Menschen wurden brutal getötet, und die Ermittlungen werden deutlich behindert", schreiben die Hinterbliebenen.

Die Maschine der Malaysia Airlines war im Juli 2014 über umkämpftem Gebiet in der Ostukraine von einer Buk-Rakete abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord wurden getötet, die meisten von ihnen waren Niederländer. In der nächsten Woche will die niederländische Staatsanwaltschaft erste Ergebnisse der strafrechtlichen Ermittlungen vorlegen.

+++ 18.14 Uhr: Selbstgebaute Rohrbombe in Kleintransporter sichergestellt +++

Fahnder haben in Bayern im Kleintransporter eines Zwickauers eine selbstgebaute Rohrbombe entdeckt. Die Kraft des mit Schwarzpulver aus Silvesterböllern gefüllten Sprengkörpers sei mit der einer Handgranate vergleichbar, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Fahnder hatten am Donnerstag den Wagen auf der Autobahn 3 im Landkreis Straubing-Bogen kontrolliert und die Bombe sichergestellt. Der 32 Jahre alte Fahrer gab an, dass er sie lediglich aus Neugier mit Hilfe entsprechender Anleitungen gebaut hatte.

Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung entdeckten die Ermittler zwei weitere selbstgebaute Rohrbomben. Eine politische Motivation scheidet nach derzeitigem Ermittlungsstand aus. Haftbefehl wurde nicht erlassen.

+++ 17.32 Uhr: Kaufland ruft Salami wegen möglicher Metallteile zurück +++

Das Lebensmittelunternehmen Kaufland ruft wegen möglicherweise enthaltener Metallstücke bundesweit eine Salamisorte zurück. Es könne nicht völlig ausgeschlossen werden, dass sich in einzelnen Packungen kleine Metallstücke befinden, die beim Verzehr möglicherweise zu Verletzungen führen können, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens aus Neckarsulm am Freitag. Betroffen ist die "K-Classic Salami, geräuchert, hauchfein geschnitten, Spitzenqualität 200 g" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 19.10.2016 und der Identifikationsnummer 4300175996358. Kaufland hat die betreffende Ware mittlerweile aus dem Sortiment genommen und bietet den Verbrauchern die vollständige Erstattung des Kaufpreises an.

+++ 17.14 Uhr: Rauchendes Samsung-Handy sorgt für Alarm in Flugzeug +++

Ein rauchendes Samsung-Handy hat auf einem Flug von Singapur nach Indien Alarm ausgelöst. Es habe eine "geringe Rauchentwicklung" gegeben, teilte am Freitag die Fluggesellschaft IndiGo mit. Diese sei von einem Samsung Note 2 eines Passagiers gekommen, das im Handgepäck in einem Gepäckfach über den Sitzen verstaut war. Einige Insassen hätten wegen Brandgeruchs die Besatzung alarmiert.

Die Besatzung fand die Ursache heraus und bekämpfte das Handy zunächst mit einem Feuerlöscher, bevor es in Wasser versenkt wurde. Das Flugzeug habe wie geplant in der südindischen Stadt Chennai landen können, erklärte IndiGo.

+++ 16.47 Uhr: Beinahe-Zusammenstoß zwischen Airbus und Drohne +++

Ein Passagierflugzeug ist über Nordrhein-Westfalen nach Polizeiangaben beinahe mit einer Drohne zusammengestoßen. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Sonntag, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Demnach hatte ein Pilot des Airbus 319 nahe der Wiehltalsperre im Oberbergischen Kreis die Drohne in drei Kilometern Höhe gesichtet. Die Polizei suchte vergeblich nach dem Verursacher und setzte dabei auch einen Hubschrauber ein. Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

+++ 16.12 Uhr: Länder fordern stärkere Abschreckung bei illegalen Autorennen +++

Lebensgefährliche illegale Autorennen sollen Raser nach dem Willen der Länder künftig ins Gefängnis bringen können. Zur stärkeren Abschreckung sollen Teilnehmern solcher Rennen bis zu zwei Jahre Haft drohen - und sogar bis zu zehn Jahre, wenn jemand dabei schwer verletzt oder getötet wird. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den der Bundesrat nach einem Beschluss von Freitag in den Bundestag einbringt. Bisher stehen auf solche Renn-Teilnahmen 400 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot.

Das Parlament muss sich nun mit dem Vorstoß der Länder befassen. Das Bundesverkehrsministerium hatte bereits Skepsis erkennen lassen und angedeutet, die bestehende Gesetzeslage sei ausreichend. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte kürzlich erklärt, wichtig seien verstärkte Kontrollen der Polizei.

Der nordrhein-westfälische Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) sprach von einem "lebengefährlicher Trendsport". Er sagte in der Sitzung der Länderkammer: "Allein in NRW hat es im vergangenen Jahr 230 angezeigte illegale Autorennen gegeben." Künftig solle auch der Führerschein eingezogen werden können und müsste dann neu gemacht werden. Schließlich könnten bei einer Verurteilung auch die Fahrzeuge für eine längere Zeit weggenommen werden.

+++ 15.47: Zwölfjähriger womöglich von Mitschülern lebensgefährlich verletzt +++

Ein zwölfjähriger Schüler ist im rheinischen Euskirchen womöglich von Mitschülern lebensgefährlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben vom Freitag alarmierte eine Lehrerin am Donnerstag einen Notarzt, weil der Junge über starke Schmerzen klagte und benommen war. Der Zwölfjährige wurde ins örtliche Krankenhaus gebracht und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Köln geflogen, wie die Bonner Polizei weiter mitteilte.

Der Ablauf des Vorfalls mit dem Euskirchener Schüler sei bislang unklar, berichteten die Ermittler. Allerdings ergaben sich demnach Hinweise, dass andere Schüler den Jungen verletzt haben könnten. Zu Berichten über eine Prügelattacke von Mitschülern auf den Zwölfjährigen wollte sich ein Polizeisprecher auf Nachfrage nicht äußern. In dem Fall ermitteln nun die Staatsanwaltschaft Bonn und die Bonner Mordkommission.

+++ 15:43: Rauchendes Samsung-Handy sorgt für Alarm in Flugzeug +++

Ein rauchendes Samsung-Handy hat auf einem Flug von Singapur nach Indien Alarm ausgelöst. Es habe eine "geringe Rauchentwicklung" gegeben, teilte am Freitag die Fluggesellschaft Indigo mit. Diese sei von einem Samsung Note 2 eines Passagiers gekommen, das im Handgepäck in einem Gepäckfach über den Sitzen verstaut war. Einige Insassen hätten wegen Brandgeruchs die Besatzung alarmiert.

Die Besatzung fand die Ursache heraus und bekämpfte das Handy zunächst mit einem Feuerlöscher, bevor es in Wasser versenkt wurde. Das Flugzeug habe wie geplant in der südindischen Stadt Chennai landen können, erklärte Indigo.


+++ 15.42 Uhr: Panne bei Flugsicherung legt Luftverkehr teilweise lahm +++

Wegen einer Datenpanne im Flugsicherungs-Zentrum Karlsruhe haben sich am Freitag etliche Flugzeuge im deutschen Luftraum verspätet. Die Flugaufsicht musste nach eigenen Angaben am Morgen den oberen Luftraum oberhalb von 24.500 Fuß (knapp 7500 Meter) sperren, weil um 6 Uhr ein Flugdatensystem nach einer Fehlermeldung neu gestartet werden musste. Überflüge wurden umgeleitet und geplante Starts verschoben, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen berichtete. 

Nach etwa 40 Minuten habe man die Verkehrsmengen dann wieder stufenweise anheben können, bis um 8.20 Uhr wieder die normale Kapazität erreicht worden sei, teilte eine Sprecherin mit. Nach ersten Schätzungen der DFS summierten sich die Verspätungen der Maschinen auf 11.000 Minuten - mehr als 183 Stunden.

Einen Grund für den Ausfall nannte die bundeseigene Flugsicherung zunächst nicht. Einen zunächst vermuteten Hackerangriff könne man aber ausschließen, hieß es in einer schriftlichen Erklärung.

+++ 14.48 Uhr: Fünf Tote durch abgestürzten Baulift in Moskau +++

Der Absturz eines Baulifts in Moskau hat fünf Arbeiter das Leben gekostet. Die Kabine mit den Männern stürzte vom 18. Stockwerk eines Rohbaus in die Tiefe, wie die Bauaufsicht der russischen Hauptstadt mitteilte. Zur Ursache des Unfalls im Westen von Moskau gab es keine Angaben. Bauexperten nahmen Untersuchungen auf, wie die Agentur Interfax meldete. Das staatliche Ermittlungskomitee sucht nach möglicherweise strafrechtlich Verantwortlichen. In Moskau werden trotz der Wirtschaftskrise weiter viele Wohn- und Bürohochhäuser gebaut.

+++ 14.15 Uhr: Zerschlagungspläne für Kaiser's Tengelmann gestoppt +++

Die Zerschlagungspläne für Kaiser's Tengelmann sind nach den Fortschritten beim Krisengespräch zur Zukunft der angeschlagenen Supermarktkette zunächst gestoppt worden. Das teilte Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub nach einer Sitzung des Aufsichtsrates mit. 

, Edeka-Chef Markus Mosa, Rewe-Chef Alain Caparros und der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske hatten sich am Donnerstagabend zu einem letzten Versuch getroffen, den Konflikt um die Übernahme der Supermarktkette durch Edeka beizulegen. Dabei gelang es offenbar, Bewegung in die festgefahrenen Fronten zu bringen. 

In den vergangenen Tagen war aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen noch signalisiert worden, auf der Aufsichtsratssitzung könnten bereits die Weichen für eine Zerschlagung des Unternehmens gestellt werden.


+++ 14.09 Uhr: Vier Meter lange Python auf Feld in Nordhessen entdeckt +++

 In Nordhessen hat ein Landwirt auf einem Feld eine vier Meter lange weiße Python entdeckt. Der Mann aus Fritzlar-Wehren informierte die , dass sich die Schlange dort sonne, wie das Polizeipräsidium Nordhessen mitteilte. Ein Beamter zog danach demnach das Tier am Schwanz zur Straße, wo es von Fachkräften des Veterinäramts in einer Styroporbox verstaut wurde.

Die Schlange kam schließlich in eine Reptilienauffangstation. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz auf.

+++ 13.38 Uhr: Mehr als 100 Tote bei Flüchtlingstragödie vor Ägypten +++

Der Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der ägyptischen Mittelmeerküste am Mittwoch hat mindestens 112 Menschen das Leben gekostet. Helfer hätten am Freitag Dutzende weitere Leichen geborgen, sagte ein Sprecher des ägyptischen Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Viele Schiffbrüchige würden noch vermisst, die Zahl der Toten werde deshalb voraussichtlich weiter steigen. Das Boot mit bis zu 600 Menschen an Bord war nahe der Stadt Alexandria gekentert. Bei der Fahrt über das Mittelmeer Richtung Europa sterben immer wieder Flüchtlinge, weil die Boote überfüllt und schrottreif sind.

+++ 12.31 Uhr: New Yorker Behörden beschlagnahmen Gegenstände aus Elfenbein in Millionenhöhe +++

Die New Yorker Behörden haben Gegenstände aus Elfenbein im Wert von 4,5 Millionen Dollar (gut vier Millionen Euro) beschlagnahmt. Regierungsvertreter sprachen vom größten Schlag gegen den illegalen Elfenbeinhandel in der Geschichte des US-Bundesstaats. In der Metropole präsentierten sie unter anderem mehrere Stoßzähne sowie Figuren, eine Säule und ein Schachspiel aus Elfenbein. Für das wertvolle Material wurden den Behörden zufolge mindestens zwölf Elefanten getötet. "Wir werden diesen Markt austrocknen, der das Abschlachten von Elefanten befeuert", erklärte der Bezirksstaatsanwalt von Manhattan, Cy Vance. Gefunden wurden die Gegenstände in einem Laden für Kunst und Antiquitäten in Manhattan von Polizisten in Zivil, die sich als interessierte Käufer ausgegeben hatten.

+++ 12.25 Uhr: Piloten: Mannheim ist unsicherster Flughafen Deutschlands +++

Der Flughafen bleibt nach Ansicht der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) der unsicherste in ganz Deutschland. Nach wie vor fehle die von der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO empfohlene größere Auslaufzone am Ende der Landebahn, kritisierte die VC anlässlich ihres jährlichen "Flughafen-Checks" in Frankfurt. Die Bestnote von 1,6 verdiente sich erneut der Flughafen Leipzig-Halle. Insgesamt bescheinigten die Piloten den deutschen Airports ein gutes Sicherheitsniveau.

+++ 11.51 Uhr: Revision im Prozess um Tod der kleinen Leila eingelegt +++

Die drei Beschuldigten im Prozess um den Tod der neunjährigen Leila akzeptieren ihre Verurteilungen nicht. Wie eine Sprecherin des Landgerichts Gera auf Anfrage mitteilte, haben alle drei Verurteilten Revision eingelegt. Angekündigt hatten sie dies bereits kurz nach dem Richterspruch vorige Woche. Staatsanwaltschaft und Nebenklage verzichten auf Rechtsmittel.  

Die 4. Strafkammer hatte den Hauptangeklagten wegen des gewaltsamen Tods von Leila zu elf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Er hatte das Mädchen aus Bayern nach Überzeugung der Richter während eines Ferienaufenthalts bei Verwandten in Jena so schwer misshandelt, dass es innerlich verblutete. Zudem habe er es mehrfach sexuell missbraucht. Seine Anwälte hatten sich für fünf Jahre Haft ausgesprochen und die Missbrauchsvorwürfe bestritten. 

Verurteilt worden waren auch die Großmutter und die Tante des Mädchens, denen Leila in der Zeit anvertraut war: wegen Körperverletzung durch Unterlassen zu einer Geld- und einer Bewährungsstrafe. Ihre Verteidiger hatten Freisprüche gefordert.

+++ 11.16 Uhr: Bericht: In Köln gefasster Syrer sollte Bombe im Mülleimer deponieren +++

Der wegen eines geplanten Sprengstoffanschlags in Köln verhaftete Syrer sollte eine Bombe nach einem Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" in einem Mülleimer platzieren. Der 16 Jahre alte Kriegsflüchtling habe von einem Rekrutierer der IS-Terrormiliz per Internet-Chat den Auftrag erhalten, eine mit Nägeln bestückte Bombe nahe einer Menschenansammlung zu deponieren - "da, wo die Leute ihren Müll hinwerfen", berichtete die Zeitung. Ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren.

Zutaten für eine Bombe waren bei dem Jugendlichen jedoch nicht gefunden worden, als er am Dienstag in einer Kölner Flüchtlingsunterkunft festgenommen wurde. Allerdings hatte er von dem IS-Chatpartner aus dem Ausland konkrete Anweisungen zum Bau einer Bombe erhalten. Der entscheidende Hinweis auf den jungen Syrer war aus Kreisen der Ditib-Moschee im Kölner Stadtteil Porz gekommen.

+++ 9.43 Uhr: Tod an der Supermarktkasse - Kleinkind starb an Stromschlag +++

Im Mai brach ein vierjähriger Junge an einer Supermarktkasse in Hamburg plötzlich zusammen, der Notarzt konnte nur noch den Tod des Jungen feststellen. Lange stand die Frage im Raum, warum das Kind starb. Nun bestätigte die ermittelnde Mordkommission, was der Vater schon vermutet hatte: Sein Sohn starb an einem Stromschlag. 

Im Kassenbereich soll tatsächlich Strom geflossen sein, berichtet das "Hamburger Abendblatt" unter Berufung auf ein abschließendes Gutachten. Unfachmännisch durchgeführte Arbeiten hätten offenbar dazu geführt, dass einige Metallteile unter Strom standen. Der Vierjährige hatte zunächst seinem Vater dabei geholfen, die Waren aufs Kassenband zu legen. Dann sei das Kind um den Einkaufswagen herumgelaufen und habe nach einer Stange gegriffen, berichtete der Vater später. Sein Sohn habe die Augen aufgerissen und sei zusammengebrochen. Als der Vater ebenfalls an die Metallstange griff, bekam auch er einen Stromschlag.

Die Staatsanwaltschaft wertet derzeit die Ermittlungsakte aus. Dann entscheidet sich, ob Anklage gegen den Supermarktbetreiber erhoben wird.

+++ 8.54 Uhr: Entwarnung am Flughafen in New York +++

Nach der Evakuierung eines Terminals am New Yorker Flughafen La Guardia hat die zuständige Behörde Entwarnung gegeben. Man habe ein verlassenes Fahrzeug nahe dem Terminal B untersucht, aber nichts Verdächtiges gefunden, berichteten lokale Medien unter Berufung auf die Port Authority. Die Polizei habe das Fahrzeug abgeschleppt.

Reisende hatten zuvor das Gebäude verlassen müssen, wie auf Videos und Fotos auf den sozialen Medien zu sehen war. Augenzeugen zufolge gab es auch eine "erhöhte Militärpräsenz". Es kam zu zahlreichen Verspätungen am Flughafen sowie Staus auf den Straßen in der Umgebung. Aus Angst vor terroristischen Angriffen kommt es an US-Flughäfen immer wieder zu Räumungen. Seit den Bombenanschlägen in New York und New Jersey am Wochenende sei die Zahl der Polizeinotrufe in der Gegend gestiegen, berichtete der Sender NBC.

+++ 8.15 Uhr: 40 Kilogramm Sprengstoff an Magdeburger Elbbrücke gefunden +++

An einer Brücke in Magdeburg ist erneut Sprengstoff aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. 40 Kilogramm entdeckten Spezialisten in der Nacht in einem Brückenpfeiler, wie das Technische Polizeiamt mitteilte. Dabei handelt es sich wie bei zwei vorherigen Funden an der Anna-Ebert-Brücke um TNT. Davon wurden in der Vergangenheit bereits rund 100 Kilogramm in der Brückenkonstruktion gefunden. Das TNT wurde wahrscheinlich im Zweiten Weltkrieg dort deponiert, um die Brücke beim Vorrücken der Alliierten sprengen zu können. Während der Suchaktion musste die Anna-Ebert-Brücke in der Nacht für mehrere Stunden gesperrt werden.

+++ 7.42 Uhr: Dreijähriger überlebt 72 Stunden lang in sibirischer Wildnis +++

Er überstand Temperaturen um den Gefrierpunkt und konnte sich vor wilden Tieren retten: Ein drei Jahre alter Junge hat drei Tage lang in der sibirischen Wildnis überlebt. Das berichtet "CNN" unter Berufung auf lokale Behörden. Am Mittwoch sei das Kind unverletzt von Rettungskräften und Familienmitgliedern entdeckt worden.

Der Junge habe sich von Schokolade ernährt, die er noch in seiner Hosentasche gehabt habe, hieß es. Geschlafen habe er an einem trockenen Platz unter einem Baum. Der Dreijährige hatte laut seinem Onkel im Freien gespielt, als er verschwand.

Der Fall erinnert an den eines japanischen Jungen im Juni. Der siebenjährige Yamato Tanooka war von seinen Eltern auf der nördlichen Insel Hokkaido ausgesetzt worden. Es sollte eine kurze Strafe sein, die Eltern kamen nach wenigen Minuten zurück. Doch da war der Junge verschwunden. Nach fast einer Woche Suche wurde das Kind gefunden - es hatte trotz der widrigen Bedingungen überlebt.

+++ 7.02 Uhr: Hunderte Demonstranten trotzen Ausgangssperre in Charlotte +++

In der US-Unruhestadt Charlotte haben sich in der Nacht hunderte Demonstranten einer Ausgangssperre widersetzt. Die Teilnehmer einer Protestaktion blieben auch nach Inkrafttreten der behördlich verhängten Ausgangssperre in der Nacht auf den Straßen des Stadtzentrums. Sicherheitskräfte waren mit massivem Aufgebot vor Ort, griffen zunächst aber nicht ein.

Nach mehrtägigen Unruhen hatten die Behörden der Stadt am Donnerstagabend eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Maßnahme sollte von Mitternacht an sechs Stunden lang gelten, teilten Bürgermeisterin Jennifer Roberts und die Polizeidirektion der Stadt im US-Bundesstaat North Carolina mit. Kurz vor Inkrafttreten der Ausgangssperre gab es neuerliche Zusammenstöße zwischen Polizisten und Demonstranten, in deren Verlauf die Sicherheitskräfte Tränengas einsetzten.

+++ 6.58 Uhr: Terminal am New Yorker Flughafen La Guardia evakuiert +++

Am New Yorker Flughafen La Guardia ist ein Terminal evakuiert worden. Der Grund sei ein verdächtiges Fahrzeug, berichteten lokale Medien am späten Donnerstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf Augenzeugen. Videos und Fotos auf sozialen Medien zeigten, wie Reisende den Terminal B nach 23 Uhr verließen. Demnach habe es auch eine "erhöhte Militärpräsenz" gegeben. Die Polizei untersuche das Fahrzeug. 

kis/anb / DPA / AFP