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+++ Ticker +++

News des Tages: WM-Quali in Gefahr: Hollands Nationaltrainer Danny Blind entlassen

Auto rast in Radrennen +++ Frau am Alexanderplatz schwer verletzt +++ Schulz gibt Details seines 100-Tages-Programms preis +++ Verletzte nach Gasexplosion in Liverpool +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Danny Blind mit versteinerter Mine - Hollands Bondscoach ist entlassen worden

Versteinerte Mine bei Danny Blind: Hollands Bondscoach wurde entlassen, die WM-Qualifikation akut gefährdet ist.

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 21.23 Uhr: Holland-Coach Danny Blind nach Blamage entlassen +++

Nicht einmal 24 Stunden nach dem blamablen 0:2 in Bulgarien hat der niederländische Fußballverband den Bondscoach Danny Blind entlassen. Durch die Niederlage ist die Qualifikation des WM-Dritten von 2014 für die WM in Russland in ernsthafter Gefahr. Schon bei der letzten EM musste die Elftal zuschauen. "Das ist peinlich", schimpfte Bayern Münchens Star Arjen Robben nach der Blamage am Samstag in Sofia. Für die Zeitung "De Volkskrant" war der Auftritt des Oranje-Teams die "Parodie von Fußball".


+++ 15.33 Uhr: Polizei holt notorischen Schwarzfahrer aus Intercity +++

Die Bundespolizei hat einen per Haftbefehl gesuchten notorischen Schwarzfahrer in Stendal (Sachsen-Anhalt) aus einem Intercity-Zug geholt und festgenommen. Wie sich herausstellte, tourt der Mann als Schwarzfahrer durch ganz Deutschland. Der 33-Jährige hatte bei der Fahrkartenkontrolle im Zug keinen Fahrschein und auch kein Bargeld, wie die Bundespolizei am mitteilte.

Nach ihm suchten die Staatsanwaltschaften Osnabrück und Frankfurt am Main wegen diverser Schwarzfahrten. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hatte sogar einen Haftbefehl ausgestellt. Der 33-Jährige war dort wegen Schwarzfahrens zu einer Geldstrafe von 300 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen verurteilt worden. Weil er diese Strafe nach seiner Festnahme nicht zahlen konnte, kam er ins Gefängnis in Burg, "wo er die nächsten 20 Tage über sein Reiseverhalten nachdenken kann", wie es von der Polizei hieß.

+++ 14.48 Uhr: Petry erneut Spitzenkandidatin der Sachsen-AfD +++

Die sächsische AfD hat die Landes- und Bundesvorsitzende Frauke Petry zur ihrer Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl im September gewählt. Knapp 72 Prozent der Delegierten stimmten bei einem Parteitag in Weinböhla (Landkreis Meißen) für Petry auf Platz eins der Landesliste. Die 41-Jährige musste sich zwei Gegenkandidaten stellen, die ihr vorwarfen, mit ihrer Haltung gegen den sogenannten Höcke-Flügel die Partei zu spalten. 

+++ 14.22 Uhr: Auto fährt in Radfahrergruppe - vier Verletzte +++

Bei einem Fahrradrennen in Berlin sind mindestens vier Menschen von einem Auto verletzt worden. Das Auto sei in das Fahrerfeld gefahren und habe dabei drei Radfahrer und einen Ordner verletzt, teilte die Polizei mit. Zuerst hatte die "Berliner Morgenpost" online darüber berichtet. Nach Angaben der Polizei waren der Ordner und ein Radfahrer nach dem Unfall ansprechbar, die anderen beiden Radfahrer wurden wohl schwerer verletzt. Nähere Angaben zum Hergang konnte die Polizei zunächst nicht machen.

+++ 14.12 Uhr: Russischer Oppositionspolitiker Nawalny festgenommen +++

Bei einer nicht genehmigten Demonstration ist der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny in Moskau festgenommen worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Tass.

Nawalny hatte zu Protesten in 100 russischen Städten gegen Korruption aufgerufen. Die Demonstration im Zentrum Moskaus wurde von der Stadtverwaltung nicht genehmigt. Die Organisatoren hätten alternative Orte am Stadtrand abgelehnt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Staatsanwaltschaft hatte Nawalnys Anhängern für den Fall einer Teilnahme an unerlaubten Demonstrationen mit hartem Durchgreifen gedroht.

+++ 14.06 Uhr: Polizei löscht Autobrand mit Cola und Apfelsaft +++

Die Polizei in Niedersachsen hat einen Autobrand mit Cola und Apfelsaft gelöscht. Eine 48-jährige Fahrerin aus Badbergen im Landkreis Osnabrück war mit ihrem Wagen, in dessen Motorraum ein Feuer ausgebrochen war, an einer Bundesstraße liegen geblieben, wie die Polizei in Osnabrück am Sonntag mitteilte. Eine Polizeistreife versuchte, den Brand zu bekämpfen, was zunächst erfolglos blieb.

Mit einigen Litern Cola und Apfelsaft aus dem Wocheneinkauf der Frau gelang es den Beamten schließlich, die Flammen zu löschen. Die herbeigeeilte Feuerwehr brauchte nichts mehr tun. Der Wagen musste allerdings abgeschleppt werden.

 +++ 12.58 Uhr: Schüsse in US-Nachtclub - ein Toter, mindestens 15 Verletzte +++

In einem Nachtclub im US-Bundesstaat Ohio haben Berichten zufolge mehrere Schützen das Feuer auf die Gäste eröffnet. Ein Mensch wurde getötet und 15 wurden verletzt, teilte die Polizei Cincinnati auf Twitter mit.

Um etwa 2 Uhr morgens (Ortszeit) waren die Schüsse im Cameo Night Club gefallen, berichtete der Sender WLWT. "Wir sind mitten in einer sehr furchtbaren Situation im Nachtclub mit mehreren Opfern", sagte der stellvertretende Polizeichef Paul Neudigate. Mehrere Opfer seien lebensbedrohlich verletzt worden.

Ob es Festnahmen gegeben hatte, teilte die Polizei nicht mit. Auch über Motiv und Tathergang gab es zunächst keine Informationen. Der Sender ABC berichtete unter Berufung auf die Polizei, dass mindestens zwei Schützen an der Tat beteiligt waren.

+++ 12.51 Uhr: Junge Mutter stirbt bei Unfall auf Autobahn A 61 in Nordrhein-Westfalen +++

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn A 61 in Nordrhein-Westfalen ist eine junge Mutter ums Leben gekommen. Ihr fünf Monate altes Baby und der 19-jährige Fahrer des Wagens wurden verletzt, wie die Polizei in Düsseldorf mitteilte.

Nach bisherigen Ermittlungen verlor der 19-jährige Mann aus dem Kreis Heinsberg in der Nacht zum Sonntag aus bislang ungeklärter Ursache zwischen dem Autobahnkreuz Mönchengladbach und der Anschlussstelle Nordpark die Kontrolle über sein Auto. Der Wagen kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte auf die Schutzplanke. Daraufhin überschlug sich das Fahrzeug.

Die 19 Jahre alte Frau aus Heinsberg, die auf dem Rücksitz saß, erlitt so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle starb. Das Baby, das nach Polizeiangaben vorschriftsgemäß gesichert war, wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Der 19-jährige Fahrer erlitt schwere Verletzungen und kam ebenfalls in eine Klinik. Er schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Ob es sich um den Vater des Kindes handelt, war einer Polizeisprecherin zufolge noch unklar.

+++ 12.38 Uhr: Schlappe für Petry: AfD-Parteitag gegen Ausschluss Maiers +++

AfD-Chefin Frauke Petry hat im Flügelkampf ihrer Partei im eigenen Landesverband eine Schlappe erlitten. Der Parteitag der sächsischen Alternative für Deutschland forderte den Landesvorstand in Weinböhla (Landkreis Meißen) mit deutlicher Mehrheit auf, einen Beschluss für ein Parteiausschlussverfahren gegen den umstrittenen Dresdner Richter Jens Maier zurückzunehmen. Maier - der sich in Dresden als Direktkandidat für den Bundestag bewirbt - gilt als Vertreter des Flügels um den Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke.

+++ 12.10 Uhr: Schülerin bezichtigt acht Lehrer der Vergewaltigung +++

Eine Schülerin in Indien hat acht ihrer Lehrer der Gruppenvergewaltigung beschuldigt. Der Vater des 13 Jahre alten Mädchens erstattete Anzeige. Die Polizei im Bundesstaat Rajasthan, bestätigte, dass in dem Fall ermittelt werde. Festnahmen gab es bislang keine.

Die Männer sollen die 13-Jährige angeblich wiederholt unter dem Vorwand von zusätzlichem Unterricht zurückgehalten und missbraucht haben. Angeblich filmten sie ihre Tat und erpressten das Opfer damit, berichteten lokale Medien unter Berufung auf den Vater. Das Mädchen soll den Berichten zufolge auch zur Einnahme von Abtreibungspillen gezwungen worden sein.

+++ 12.05 Uhr: Mann rastet bei Hochzeitsfeier seiner Mutter aus +++

Der angeblich schönste Tag im Leben wird für eine Braut aus dem thüringischen Jena wohl auch aus einem anderen Grund unvergesslich bleiben. Bei der Hochzeitsfeier rastete ihr Sohn in der Nacht zu Sonntag derart aus, dass die Polizei eingreifen musste. Der betrunkene 32-Jährige wurde gegenüber mehreren Gästen handgreiflich und beschädigte Mobiliar und Geschirr, wie die Polizei berichtete.

Auch die herbeigerufenen Beamten griff er an. Gegen den 32-Jährigen wurden Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gestellt.

+++ 11.06 Uhr: Wehrbeauftragter fordert mehr Aufsichtspersonal in Bundeswehr-Kasernen +++

Angesichts mehrerer Bundeswehrskandale fordert der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), zusätzliches Aufsichtspersonal in den Kasernen. "Wir brauchen in den Kasernen der Kampftruppe wieder mehr Vorgesetzte, die nach Dienst und über Nacht Ansprechpartner für die jungen Soldaten sein können", sagte Bartels der "Bild am Sonntag". Ein einziger Offizier vom Wachdienst sei "zu wenig". In den vergangenen Monaten waren mehrere Fälle von sexueller Belästigung, Gewaltritualen und Mobbing bekannt geworden.

Auch ältere Soldaten sollen nach dem Willen Bartels für Ordnung sorgen: "Die Bundeswehr muss Soldaten über 25 Jahren wieder erlauben, dass sie Unterkunft in den Kasernen finden. So wären Dienstältere und mehr Vorgesetzte ansprechbar, um eventuelle Probleme oder Missstände schnell zu erkennen."

+++ 10.43 Uhr: Uber zieht nach Unfall selbstfahrende Autos aus dem Verkehr +++

Der US-Fahrdienstanbieter Uber hat seine selbstfahrenden Autos nach einem Unfall aus dem Verkehr gezogen. Bei dem Zusammenstoß in Tempe im Bundesstaat Arizona sei niemand schwer verletzt worden, sagte ein Uber-Sprecher. Fahrgäste seien nicht an Bord des Sportgeländewagens der Marke Volvo gewesen. Nach Polizeiangaben hatte der Fahrer eines anderen Autos dem Uber-Wagen die Vorfahrt genommen. Das selbstfahrende Fahrzeug kippte nach der Kollision auf die Seite.

+++ 10.16 Uhr: Neue Gewalttat am Berliner Alex: Frau schwer verletzt +++

Am Berliner Alexanderplatz ist erneut ein Mensch Opfer einer schweren Gewalttat geworden. Eine Frau sei mit schweren Verletzungen am Kopf und im Gesicht zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit. Ihr Zustand sei stabil. Was genau mit der Frau passiert ist, war zunächst unklar, die Ermittlungen zum Tathergang dauerten an. Feuerwehr und Polizei waren um etwa 4.50 Uhr wegen einer Körperverletzung in die Panoramastraße am Alexanderplatz gerufen worden. Dort kommt es immer wieder zu Gewaltausbrüchen.

+++ 8.34 Uhr: Vettel gewinnt Formel-1-Auftakt in Melbourne +++

Sebastian Vettel hat den Formel-1-Auftakt in Australien gewonnen. Der Ferrari-Pilot setzte sich am Sonntag in Melbourne vor Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton durch und feierte seinen ersten Grand-Prix-Sieg seit 18 Monaten.


+++ 8.29 Uhr: Saarländer stimmen über neuen Landtag ab - Wahlausgang offen +++

Im Saarland hat die Landtagswahl begonnen. Um 8  Uhr öffneten die Wahllokale. Rund 800.000 Menschen sind dazu aufgerufen, über den neuen Landtag mit seinen 51 Abgeordneten und die CDU/SPD-Koalition von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zu entscheiden. Nach den Meinungsumfragen ist offen, wer künftig im kleinsten Flächenland der Republik regieren wird. Möglich ist eine Fortsetzung der großen Koalition von CDU und SPD. Nach rund 18 Jahren an der Regierung könnten die Christdemokraten um Kramp-Karrenbauer aber auch die Macht verlieren. So gibt es den Umfragen zufolge eine knappe Mehrheit für ein Bündnis aus der SPD mit Spitzenkandidatin Anke Rehlinger und die Linkspartei um Oskar Lafontaine.

+++ 8.06 Uhr: Ein Toter bei Schießerei in einem Bus in Las Vegas +++

Ein offenbar psychisch gestörter Mann hat in einem Bus in Las Vegas einen Menschen erschossen und einen weiteren verletzt. Nach Angaben der Polizei verschanzte sich der etwa 50-jährige Schütze anschließend für mehrere Stunden in dem Bus, bevor er schließlich aufgab und sich stellte. Terroristische Motive schloss die Polizei aus.

Der Doppeldeckerbus fuhr örtlichen Medienberichten gerade über den berühmten "Strip" von Las Vegas, als der Mann im oberen Deck plötzlich eine Waffe zog und wahllos um sich schoss. Anschließend verschanzte er sich in dem Bus. Die Polizei riegelte einen Teil des Boulevards ab und rief alle Bewohner auf, das Viertel zu meiden. Über Lautsprecher nahm sie dann Kontakt zu dem Schützen auf, der sich schließlich zur Aufgabe überreden ließ.

+++ 7.22 Uhr: Komitee macht Pekings Wunschkandidatin zu Hongkongs Regierungschefin +++

Überschattet von Protesten hat in Hongkong ein Peking-freundliches Wahlkomitee die bisherige Verwaltungschefin Carrie Lam zur neuen Regierungschefin der Sonderverwaltungsregion Chinas gemacht. Die Wunschkandidatin Pekings erhielt am Sonntag mit mehr als 600 Stimmen erwartungsgemäß die erforderliche Mehrheit, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die chinesische Staatsagentur verkündete das Ergebnis noch während die öffentliche Auszählung lief und die endgültigen offiziellen Zahlen noch nicht einmal geprüft und amtlich vorgelegt waren.

Obwohl ihr Gegenkandidat John Tsang in der Bevölkerung viel beliebter ist, erhob das mehrheitlich Peking-freundliche Wahlkomitee die 59-Jährige an die Spitze der früheren britischen Kronkolonie. Demonstranten beklagten "Wahlschwindel" und forderten freie Wahlen.

+++ 3.34 Uhr: Über 30 Verletzte bei Häusereinsturz nach Gasexplosion bei Liverpool +++

Mindestens 32 Menschen sind beim Einsturz mehrerer Gebäude nach einer vermuteten Gasexplosion in Wirral bei Liverpool verletzt worden. Zwei der Opfer hatten nach britischen Medienberichten schwere Verletzungen erlitten. Feuerwehrleute durchsuchten noch an Morgen die Trümmer nach weiteren Opfern. Polizei und Rettungsdienste wiesen mehrfach darauf hin, dass es sich vermutlich um eine Gasexplosion gehandelt habe, nachdem Anwohner zunächst eine Bombe oder einen Anschlag befürchtet hatten.

Nach Augenzeugenberichten hatte eine schwere Explosion am späten Abend eine nicht näher genannte Zahl von Gebäuden zum Einsturz gebracht. Erste Bilder zeigten mindestens ein vollständig zerstörtes Haus und Trümmerstücke auf der Straße. Auch umliegende Gebäude, darunter ein China-Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wurden durch die Explosion in Mitleidenschaft gezogen.

+++ 0.34 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Schulz skizziert 100-Tage-Programm +++

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will sich im Falle eines Wahlsiegs im September als erstes für eine Stärkung der Europäischen Union sowie für die Abschaffung der Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen einsetzen. Dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienten als Männer, sei einer der "größten Ungerechtigkeiten", sagte Schulz der "Bild am Sonntag" bei der Skizzierung seines Arbeitsprogramms als möglicher Bundeskanzler.

Er wolle für eine Politik stehen, die sich um die Arbeit und das Leben der ganz normalen Bürger kümmere, sagte der SPD-Politiker dem Blatt weiter. Dafür wolle er unter anderem die Ausbildung in Pflegeberufen aufwerten und die "absurden Schulgelder" in diesem Bereich abschaffen.

Im Gegenzug werde er die Managergehälter nach der Wahl so rasch wie möglich begrenzen, sollte sich die derzeitige Koalition nicht mehr darauf einigen können. "Ich verspreche, dass ich als Kanzler das Gesetz zur Begrenzung von Managergehältern in meinem 100-Tage-Programm umsetzen werde", kündigte Schulz an.

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+++ 0.14 Uhr: Polizei in NRW warnte vor Anschlag des Berliner Attentäters Amri +++

Im Fall des islamistischen Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Todesopfern kommen neue Details ans Licht. Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt hat laut "Bild am Sonntag" schon im März 2016 intern das Innenministerium davor gewarnt, dass der tunesische Attentäter Anis Amri einen Anschlag planen könnte. Damit könnte Landesinnenminister Ralf Jäger weiter unter Druck geraten. Der SPD-Politiker soll am Mittwoch vor dem Landtags-Untersuchungsausschuss aussagen.

Wörtlich heißt es in dem Schreiben laut "BamS", dass "nach den bislang vorliegenden, belastbaren Erkenntnissen zu prognostizieren ist, dass durch Amri eine terroristische Gefahr in Form eines (Selbstmord-)Anschlages ausgeht". Deshalb habe das LKA vorgeschlagen, eine Abschiebung anzuordnen. Als Beleg für Amris Gefährlichkeit diente den Ermittlern demnach unter anderem ein überwachter Chat.

kng/dho / DPA / AFP