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News des Tages: Hollywood-Legende Burt Reynolds ist tot

Im Wald gefundenes Baby lebte noch, als es abgelegt wurde +++ Karstadt und Kaufhof legen Geschäft zusammen +++ Seehofer hält die Migrationsfrage für die wichtigste +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

US-Medien: Hollywood-Legende Burt Reynolds ist tot

Schauspieler Burt Reynolds (u. a. "Ein ausgekochtes Schlitzohr") ist im Alter von 82 Jahren verstorben

Getty Images

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Hollywood-Legende Burt Reynolds ist tot (21.03 Uhr)
  • Tote und Verletzte bei Schießerei vor US-Bank (17.07 Uhr)
  • CDU Sachsen für Messerverbot in Innenstädten (16.24 Uhr)
  • Banken winken Karstadt-Kaufhof-Fusion durch (13.25 Uhr)
  • Über hundert Passagiere auf Emirates-Flug erkrankt (8.16 Uhr)
  • Afghanistans Präsident warnt Landsleute vor falschen Hoffnungen in Deutschland (7.42 Uhr) 
  • Seehofer hält die Migrationsfrage für die wichtigste (7.27 Uhr)
  • 150 Bewaffnete überfallen Polizeistation in Mexiko (2.47 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:   

+++ 21.03 Uhr: Hollywood-Legende Burt Reynolds stirbt im Alter von 82 Jahrem +++

Die Hollywood-Legende Burt Reynolds ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge im Alter von 82 Jahren verstorben. Das habe sein Manager, Erik Kritzer, etwa dem "Hollywood Reporter" bestätigt.

Mehr in Kürze im stern-Ticker. 

+++ 19.45 Uhr: Spanien liefert mutmaßlichen Kindermörder an die Niederlande aus +++

Ein 55 Jahre alter Mann, der vor 20 Jahren den elf Jahre alten Nicky Verstappen umgebracht haben soll, ist am Donnerstag von Spanien an die Niederlande ausgeliefert worden. Dies bestätigte die Polizei. Der Mann war am 26. August in der Nähe von Barcelona festgenommen worden, als er sein Versteck verließ. Der Mordfall hatte über Jahre hinweg immer wieder die niederländische Öffentlichkeit bewegt. Der mutmaßliche Täter konnte identifiziert werden, nachdem moderne Entwicklungen die Nutzung alter DNA-Spuren möglich machte. Der Mann stimmte seiner Auslieferung zu und soll am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.

+++ 19.21 Uhr: Italienische Richter wollen 49 Millionen Euro von Regierungspartei einziehen +++   

Die italienische Justiz hat die Beschlagnahmung von 49 Millionen Euro der fremdenfeindlichen Regierungspartei Lega genehmigt. Mit der Gerichtsentscheidung vom Donnerstag sollen unrechtmäßig ausgezahlte Wahlkampfhilfen in gleicher Höhe zurückerlangt werden. Wegen der Betrugsvorwürfe, die auf die Jahre 2008 bis 2010 zurückgehen, wurden bereits Lega-Nord-Gründer Umberto Bossi und sein einstiger Schatzmeister Francesco Belsito verurteilt.

Die Staatsanwaltschaft von Genua hatte nach der Verurteilung der beiden Männer versucht, das Geld sicherzustellen. Dies gelang aber nur bei drei Millionen Euro. Der Fall wanderte bis vor den Obersten Gerichtshof des Landes. Dieser überwies das Verfahren im April an ein anderes Gericht, das nun die Sicherstellung von 49 Millionen Euro genehmigte. Allerdings befinden sich in den Kassen der Lega von Innenminister Matteo Salvini nach Angaben der Parteianwälte nur 5,5 Millionen Euro.

+++ 19.15 Uhr: Israel investiert 400 Millionen Euro in neue Mauer +++

Israel will sich mit einer neuen Grenzmauer vor Angriffen der Hisbollah-Miliz aus dem Libanon schützen. Langfristig soll sich die Sperranlage über die gesamte Grenzlänge von 130 Kilometern erstrecken, wie der General Eran Ofir am Donnerstag bei einem Pressetermin nahe dem Grenzübergang Rosch Hanikra erklärte.

Ein elf Kilometer langer Abschnitt wurde bereits fertiggestellt. Rund um den weiter nordöstlich gelgenen Grenzort Metula hatte Israel bereits 2012 eine Mauer errichtet. Insgesamt werden für das Projekt umgerechnet gut 400 Millionen Euro veranschlagt.

+++ 18.45 Uhr: Bahn: "Weltmeisterzug" von 1954 ist nicht das Original +++

Der angebliche "Weltmeisterzug" von 1954, den die Bahn 2006 präsentierte, ist lediglich ein baugleicher anderer Zug. Das wurde am Donnerstag bekannt. Die Bahn hatte die dunkelroten Wagen zur Fußball-WM vor zwölf Jahren durch Deutschland fahren lassen. Damit seien die deutschen WM-Sieger um Fritz Walter 1954 von Bern zurück in die Heimat gefahren, hatte es geheißen. 2006 stieg sogar der damalige Bundespräsident Horst Köhler zu. Am Donnerstag gab

der Konzern zu: "Bei der Vermarktung des Zuges in der Euphorie des Sommermärchens 2006 wurden offenbar die Fakten durch die DB nicht korrekt dargestellt."

Es sei ein falscher Eindruck erweckt worden. "Dies tut uns leid und wir bitten die Fußballfans im Nachhinein um Entschuldigung." Tatsächlich war das Original in den 80er Jahren verschrottet worden, wie die Bahn "nach gegenwärtiger Kenntnis" einräumte.

+++ 17.15 Uhr: Fall Skripal: Verbündete stützen britische Ermittlungsergebnisse zu Gift-Anschlägen +++

Großbritannien hat von seinen wichtigsten Bündnispartnern Rückendeckung für die Einschätzung bekommen, dass zwei russische Agenten den Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Spion Sergej Skripal verübt haben sollen. Deutschland, Frankreich, die USA, Kanada und Großbritannien veröffentlichten eine entsprechende gemeinsame Erklärung.

+++ 17.05 Uhr: Tote und Verletzte bei Schießerei vor einer Bank in Cincinnati +++

Ein Angreifer hat in der Innenstadt von Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio laut Polizei drei Menschen erschossen. Auch der mutmaßliche Schütze starb, wie die Polizei mitteilte. Fünf Menschen seien verletzt worden. Der "Cincinnati Enquirer" zitierte einen Zeugen, er habe einen Mann gesehen, der im Foyer einer Bank geschossen habe: "Er schoss und dann schoss er wieder. Danach bin ich gerannt." Das Stadtratsmitglied P.G. Sittenfeld sprach auf Twitter von einem "furchtbaren Vorfall mit Schüssen im Herzen unserer Stadt". Über das Motiv des Schützen war zunächst nichts bekannt.

+++ 16.53 Uhr: Jüdische Gemeinde München findet Brief von Albert Einstein im Archiv +++

Überraschungsfund im Archiv der jüdischen Gemeinde in München: Eine Mitarbeiterin hat dort allem Anschein nach einen Brief von Albert Einstein (1879-1955) entdeckt. Umfangreiche Recherchen des Jüdischen Museums ergaben: Bei dem Schreiben handelt es sich um einen Glückwunsch Einsteins an den jüdischen Wirtschaftswissenschaftler Julius Hirsch. Das Original, das Hirsch damals - im Jahr 1932 - zu seinem 50. Geburtstag bekam, befindet sich im Leo Baeck-Institut in New York. Bei dem Münchner Fund handelt es sich demnach um eine Durchschrift, die damals bei Einstein geblieben sein muss. Wie sie aus dem Besitz des wohl berühmtesten Physikers der Welt in das Archiv kam, ist noch unklar.

+++ 16.15 Uhr: Im Wald aufgefundener Säugling hat noch  gelebt, als er abgelegt wurde +++

Fundstelle des Säuglings in Stetten am kalten Markt in Baden-Württemberg

An dieser Stelle nahe der Landstraße 453 in Stetten am kalten Markt wurde ein Säugling tot aufgefunden.

DPA

Der tot in einem Wald in Baden-Württemberg gefundene Säugling hat nach seiner Geburt zunächst noch gelebt. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis kam das am Montag nahe Stetten am kalten Markt entdeckte Kind am vergangenen Wochenende zur Welt, wie die Staatsanwaltschaft Hechingen und das Polizeipräsidium Konstanz mitteilten. Ob die Geburt in dem Waldstück oder an einem anderen Ort stattfand, ist unklar. Auch die Identität der Mutter ist weiterhin nicht bekannt.

+++ 16.15 Uhr: Syrer in Sachsen mit Eisenkette angegriffen und verprügelt +++

Ein 20-jähriger Syrer ist im sächsischen Sebnitz bei Dresden von einem Unbekannten mit einer Eisenkette geschlagen worden. Der Mann wurde am Kopf verletzt, wie die Polizei in Dresden mitteilte. Die Ermittler sehen Fremdenfeindlichkeit als Motiv. Ein Unbekannter schubste den Syrer demnach von hinten und rief dazu "Ausländer raus". Anschließend habe er mit einer Eisenkette, die er an seinem Hosenbund trug, auf den Mann eingeschlagen. Die Polizei und das Landeskriminalamt ermitteln wegen schwerer Körperverletzung.

+++ 15.40 Uhr: CDU im sächsischen Landtag für Messerverbot in deutschen Städten +++

Nach der Gewalttat von Chemnitz hat die CDU-Fraktion im sächsischen Landtag ein Messerverbot in deutschen Innenstädten gefordert. Als Lehre aus dem tragischen Tod eines Chemnitzers und aus Vorkommnissen in anderen deutschen Städten müsse das Waffenrecht verschärft werden, sagte Fraktionsvize Stephan Meyer in Dresden. "Niemand braucht eine Stichwaffe in einer Fußgängerpassage." Wer damit erwischt werde, müsse bestraft werden. "In unserer Kultur lösen wir Konflikte friedlich", sagte er. "Wer das als Asylbewerber nicht versteht, muss es durch das Gewaltmonopol des Staates lernen." Schon jetzt sind zahlreiche Messerarten laut Waffengesetz generell für Privatpersonen verboten oder das Führen dieser Messer in der Öffentlichkeit ist untersagt. Allerdings unterliegen nicht alle Messer dem gesetzlichen Führungsverbot.

+++ 15.37 Uhr: Sexmord an Chinesin in Dessau: Urteil gegen junges Paar rechtskräftig +++

Der Sexualmord an einer Studentin aus China erschütterte 2016 weit über Dessau hinaus - nun ist die Verurteilung eines jungen Paares rechtskräftig. Die obersten Strafrichter am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigten auch die gegen die Ex-Freundin des Haupttäters verhängte Jugendstrafe wegen sexueller Nötigung. Eine Beteiligung an dem Mord habe das Landgericht rechtsfehlerfrei ausgeschlossen. Die damals 20-jährigen Deutschen hatten die Studentin im Mai 2016 in einen Hinterhalt gelockt und vergewaltigt. Motiv war der Wunsch des Mannes nach Sex zu dritt.

+++ 15.02 Uhr: 14-Jähriger auf Spritztour mit geklautem, abgemeldeten Auto gestoppt +++

In Nürnberg ist ein 14-Jähriger zu einer Spritztour mit einem nicht zugelassenen Auto gestartet. Mit ihm im Auto saßen vier andere Jugendliche, wie die Polizei mitteilte. Demnach sei Polizisten im Stadtgebiet in der Nacht zum Donnerstag das Auto ohne Kennzeichen aufgefallen. Ein erster Stoppversuch sei gescheitert, weil der Fahrer geflohen sei. Kurz darauf sei er aber auf einem unbefestigten Weg mit dem Auto stecken geblieben. Das weder versteuerte noch versicherte Auto sei beschlagnahmt worden. Gegen den 14-Jährigen werde nun wegen Fahrens ohne Führerschein und Verstößen nach der Abgabenordnung und dem Pflichtversicherungsgesetz ermittelt.

+++ 14.25 Uhr: Polizei: Zurückgekehrte Maria H. lebte seit Jahren in Italien +++

Die im Alter von 13 Jahren mit einem 40 Jahre älteren Mann verschwundene und nun wieder heimgekehrte Maria H. aus Freiburg hat nach eigenen Angaben die meiste Zeit in Italien verbracht. Das berichtete die Polizei, nachdem sie die junge Frau am Mittwoch befragt hatte. "Der inzwischen 18-Jährigen geht es augenscheinlich gut und sie ist wohlauf", teilte die Polizei mit. Nachdem sie Freiburg im Mai 2013 gemeinsam mit dem 40 Jahre älteren Mann verlassen hatte, hätten beide eine Zeit lang zusammen in Polen gelebt und dabei im Auto übernachtet, berichtete Maria. Sie sei dann alleine mit Fahrrad und Zelt weiter gezogen. Wo der Mann sich aufhält, sei ihr nicht bekannt. Nach ihm wird mit einem internationalen Haftbefehl gesucht.

+++ 13.52 Uhr: Polizei beendet Einsatz im Hambacher Forst +++

Der seit Mittwoch laufende Polizeieinsatz im Hambacher Forst ist beendet. Der Energiekonzern RWE habe die am Tag zuvor begonnenen Räumungsaktionen abgeschlossen, sagte ein Polizeisprecher. "Deswegen ist auch für uns der Einsatz beendet." RWE-Arbeiter hatten unter dem Schutz der Polizei Barrikaden, Möbelstücke und vieles mehr aus dem besetzten Wald abtransportiert.

+++ 13.40 Uhr: Ehemaliger US-Senatskandidat Moore verklagt Komiker Cohen wegen Verleumdung +++

Der durch Vorwürfe des Kindesmissbrauchs belastete ehemalige republikanische Senatskandidat Roy Moore geht wegen Verleumdung juristisch gegen den Komiker Sacha Baron Cohen vor. Der ultrakonservative Ex-Richter Moore verlangt von Cohen sowie dem Sender CBS und den Verantwortlichen der Sendung "Who Is America" insgesamt 95 Millionen Dollar (82 Millionen Euro), wie aus einer am Mittwoch bei einem Gericht in Washington eingereichten Klageschrift hervorgeht. Moore macht darin geltend, dass er in der Show Cohens bloßgestellt worden sei: Er sei mit falschen Angaben nach Washington gelockt worden, um angeblich von einem israelischen Sender einen Preis für sein Israel-Engagement verliehen zu bekommen. Dort sei er dann von einem Mann interviewt worden, der sich als Anti-Terrorexperte Oberst Erran Morad ausgegeben habe, bei dem es sich aber tatsächlich um Cohen gehandelt habe. 

+++13.25 Uhr: Offenbar grünes Licht von den Banken für Fusion von Karstadt und Kaufhof +++

Karstadt und Kaufhof, die letzten großen Warenhauskonzerne Deutschlands, legen ihre Geschäfte zusammen. Die Banken haben einer Fusion der beiden Unternehmen nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" zugestimmt und damit den Weg für den Zusammenschluss frei gemacht. Karstadt-Eigentümer Signa soll nach SZ-Informationen die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen halten. Insider gehen davon aus, dass der Fusionsvertrag zwischen Signa und der Kaufhof-Mutter, der kanadischen Hudson's Bay Comany (HBC), bis zum 15. September unterzeichnet wird

Filialen von Karstadt und Kaufhof

In Trier liegen die Warenhäuser von Karstadt und Kaufhof nur wenige Meter auseinander

DPA

+++ 13.14 Uhr: Erneut Luftangriffe auf syrische Rebellenhochburg Idlib +++

Einen Tag vor dem Syriengipfel in Teheran ist das Rebellengebiet Idlib im Nordwesten des Bürgerkriegslandes erneut aus der Luft angegriffen worden. Die Rettungsorganisation Weißhelme berichtete, in dem Ort Al-Tamanah im Süden der Provinz Idlib sei eines ihrer Zentren zerstört worden. Sie machte dafür syrische Regierungskräfte verantwortlich. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete auch von mindestens sieben russischen Luftangriffen auf die Region.

Idlib ist das letzte große Rebellengebiet in Syrien. Die Regierung hat dort ihre Truppen zusammengezogen und droht mit einer Offensive. Sie will nach eigenen Angaben das ganze Land wieder unter ihre Kontrolle bringen. In der Region ist die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) sehr stark.

+++ 12.56 Uhr: Verteidiger von Wilfried W. im Höxter-Prozess lehnen lebenslang ab +++

Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter haben die Verteidiger des Angeklagten Wilfried W. eine Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten für den 48-Jährigen und die Einweisung in die Psychiatrie beantragt. Damit lagen die Anwälte vor dem Landgericht Paderborn deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft und der drei Nebenkläger.

Diese hatten am Vortag für einen versuchten und einen vollendeten Mord durch Unterlassen lebenslange Haftstrafen und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert

+++ 12.27 Uhr: 2017 weltweit erstmals mehr als vier Milliarden Flugpassagiere +++

Fluggesellschaften in aller Welt haben im vergangenen Jahr so viele Passagiere befördert wie nie zuvor. Dabei knackten sie erstmals die Marke von 4 Milliarden Fluggästen, wie der Weltluftfahrtverband IATA in Montreal mitteilte. Mit 4,1 Milliarden Kunden lag die Zahl 7,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

+++ 12.15 Uhr: Merkel widerspricht Seehofer: Probleme und Erfolge bei Migration +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Einschätzung von CSU-Chef Horst Seehofer widersprochen, die Migrationsfrage sei "Mutter aller politischen Probleme" in Deutschland. "Ich sag' das anders", sagte Merkel im RTL-Sommerinterview vor dem Hintergrund der teils rassistischen und fremdenfeindlichen Demonstrationen in Chemnitz. "Ich sage, die Migrationsfrage stellt uns vor Herausforderungen. Und dabei gibt es auch Probleme." Es gebe aber auch Erfolge. 

+++ 11.52 Uhr: Seehofer: "Einen Spurwechsel wird es nicht geben" +++

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich kategorisch gegen eine "Spurwechsel" für abgelehnte Asylbewerber ausgesprochen. "Einen Spurwechsel wird es nicht geben", sagte der CSU-Chef der "Rheinischen Post". Zuvor hatte sich schon die CSU-Landesgruppe im Bundestag gegen diesen erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylbewerber ausgesprochen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt solche Pläne ab.

+++ 11.53 Uhr: Mops "Sir Henry" ist tot +++

Einer der wohl bekanntesten Möpse Deutschlands ist tot. "Sir Henry" starb in München im Alter von 12 Jahren, wie die "Bild"-Zeitung berichtete. Seine Besitzerin, Käfer-Witwe Uschi Ackermann, sagte der Zeitung: "Ich fühle mich absolut leer. Sir Henry war mein bester Freund, mein Lebenspartner. Wir waren miteinander verschmolzen. Er spürte immer, wie es mir geht." Der Hund habe Krebs gehabt und sei in der Nacht zum Mittwoch eingeschläfert worden. Zum Abschied, als letztes Mahl, habe Ackermann Sir Henry Lachs und Roastbeef aus dem Feinkostladen Käfer gegeben, den ihr Mann Gerd Käfer zur bekannten Marke gemacht hatte. Käfer war im Jahr 2015 gestorben - ebenfalls an Krebs.

+++ 11.45 Uhr: Abschlussbericht zum Staufener Missbrauchsfall räumt Fehler ein +++

Der schwere Missbrauch eines kleinen Jungen in Staufen bei Freiburg ist trotz Warnungen lange unentdeckt geblieben. Die beteiligten Behörden räumten in einem vorgestellten Abschlussbericht zu dem grausamen Fall Fehler und Versäumnisse ein: Nicht alle Erkenntnismöglichkeiten seien ausgeschöpft worden, vorhandene Informationen seien "nicht frühestmöglich" weitergegeben worden. "Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern wir wollten die Vorgänge fachmännisch aufarbeiten", sagte der Präsident des Karlsruher Oberlandesgerichtes (OLG), Alexander Riedel, in Freiburg. Jeder würde das Geschehene gerne ungeschehen machen. "An erster Stelle steht das Bedauern über das Schicksal des Jungen, das nicht rückgängig zu machen ist", sagte Riedel. 

+++ 11.28 Uhr: Umfrage: Trumps Politik macht Deutschen am meisten Angst +++

Die Politik von US-Präsident Donald Trump jagt den Deutschen nach einer repräsentativen Umfrage die größte Angst ein. Das ist das Ergebnis der Langzeit-Studie "Die Ängste der Deutschen", die in Berlin vorgestellt wurde. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der Befragten hatten danach große Sorge, dass Trumps Politik die Welt gefährlicher macht. Ängste vor einer Überforderung von Deutschen und Behörden durch Flüchtlinge folgten mit 63 Prozent auf Platz zwei. Ebensoviele Befragte hatten Sorge davor, dass Spannungen zwischen Deutschen und hier lebenden Ausländern durch weiteren Zuzug zunehmen. Für die Umfrage wurden im Juni und Juli 2300 Bundesbürger ab 14 Jahren persönlich interviewt. Auftraggeber für die Studie ist seit 1992 die R+V-Versicherung. 

+++ 11 Uhr: Thüringer Verfassungsschutz will AfD zu sogenanntem Prüffall erklären +++

Der Thüringer Verfassungsschutz will die AfD mehreren Medienberichten zufolge ab sofort systematisch auf verfassungsfeindliche Bestrebungen hin prüfen. Der von Rechtsaußen Björn Höcke geführte Landesverband werde zum offiziellen sogenannten Prüffall erklärt, berichteten der Mitteldeutsche Rundfunk und die Zeitung "Die Welt". Auf Grundlage der Ergebnisse solle dann entschieden werden, ob die Partei auch beobachtet werden soll.

+++ 10.13 Uhr: Sicherheitskräfte räumen Flüchtlingslager am Ärmelkanal +++

Französische Sicherheitskräfte haben mit der Räumung des Flüchtlingslagers in Grande-Synthe bei Dünkirchen begonnen. Wie der Radionachrichtensender Franceinfo unter Berufung auf die örtliche Präfektur berichtete, leben dort rund 500 Menschen. 

+++ 9.44 Uhr: Sex von Homosexuellen in Indien nicht mehr strafbar +++

In Indien soll gleichgeschlechtlicher Sex nicht mehr bestraft werden. Das entschied das Oberste Gericht des asiatischen Landes nach Angaben von Rechtsanwälten und Aktivisten. Die Richter hätten befunden, eine Kriminalisierung sexueller Handlungen verstoße gegen die indische Verfassung, sagte Rechtsanwalt Pranav Prakash, der am Gericht anwesend war. Mit ihrer Entscheidung strichen die Richter den 146 Jahre alten Paragrafen 377 teilweise aus dem indischen Strafgesetzbuch. Das darin ebenfalls geregelte Verbot von Sex mit Tieren bleibt den Angaben zufolge aber bestehen. 

+++ 9.19 Uhr: Auch Levi's fordert schärfere Waffengesetze in den USA +++

Der US-Jeanshersteller Levi's hat sich den Kritikern des laxen US-Waffenrechts angeschlossen. Unternehmenschef Chip Bergh schrieb im Magazin "Fortune", "wir können einfach nicht länger schweigend zusehen, wenn es um Themen geht, die unsere Gesellschaft bedrohen, in der wir leben und arbeiten". Partei zu ergreifen, möge "bei manchen" unbeliebt sein, doch Nichtstun sei keine Lösung mehr.

++ 8.16 Uhr: Mehr als hundert Passagiere auf Emirates-Flug erkrankt +++

Ein Flug im Riesen-Airbus A380 von Dubai nach New York ist für zahlreiche Passagiere zur Tortur geworden: Mehr als 100 der 520 Insassen des Emirates-Flugzeugs klagten über Krankheitssymptome wie Erbrechen, Fieber und Husten, wie die US-Behörden nach der Landung am Mittwoch bekannt gaben. Die Maschine wurde auf dem New Yorker Kennedy-Flughafen von Ärzten und Rettungskräften in Empfang genommen, zehn Insassen wurden sofort in ein Krankenhaus gebracht.

Die US-Gesundheitsbehörden vermuteten ein Grippe-Virus hinter den Erkrankungen. Mehrere der Passagiere seien zuvor in Mekka gewesen, wo ein solches Virus derzeit grassiere. Die Testergebnisse stünden aber noch aus. 

+++ 7.42 Uhr: Afghanistans Präsident warnt Landsleute vor falschen Hoffnungen in Deutschland +++

Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat Migranten vor falschen Hoffnungen in Bezug auf Deutschland gewarnt. In seinem Land gebe es den "Irrglauben, die Straßen in Deutschland seien mit Gold gepflastert", sagte Ghani der "Bild". Nötig sei eine "strategische Kommunikation", die das falsche Deutschland-Bild zurechtrücke. Der Präsident sagte aber auch: "Deutschland kann keine Festung werden."

Ghani warnte seine Landsleute ausdrücklich vor einem Abstieg in Deutschland. "Leute, die ansonsten der Mittelschicht angehören würden und Teil einer lebhaften unternehmerischen Chancenvielfalt wären, verrichten dann in Deutschland handwerkliche Tätigkeiten", sagte er. Dies stelle "Horst Seehofer Migrationsfrageeinen starken Abstieg für diese Menschen dar".

+++ 7.27 Uhr: Für Seehofer ist die "Migrationsfrage die Mutter aller Probleme" +++

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat die Migrationsfrage als "Mutter aller politischen Problem" in Deutschland bezeichnet. Angesprochen auf die schlechten Umfragewerte der Union sagte er der "Rheinischen Post" mit Blick auf den Aufstieg der AfD: "Wir haben erstmals eine Partei rechts der Union, die sich mittelfristig etablieren könnte, ein gespaltenes Land und einen mangelnden Rückhalt der Volksparteien in der Gesellschaft." 

Dies habe zwar "nicht nur" mit der Migrationspolitik zu tun, sagte Seehofer. "Aber die Migrationsfrage ist die Mutter aller politischen Probleme in diesem Land. Das sage ich seit drei Jahren. Und das bestätigen viele Umfragen. Das erlebe ich aber auch in meinen Veranstaltungen." Viele Menschen verbänden jetzt ihre sozialen Sorgen mit der Migrationsfrage.

+++ 7.06 Uhr: Japan bestätigt ersten Todesfall im Zusammenhang mit Fukushima-Katastrophe +++

In Japan ist erstmals ein Todesfall in Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe von Fukushima bestätigt gegeben worden. Ein früherer Mitarbeiter sei beim Einsatz an dem Unglücksreaktor atomarer Strahlung ausgesetzt gewesen und habe dadurch Lungenkrebs entwickelt, berichteten japanische Medien unter Berufung auf Behördenangaben.

Der Mann sei von März bis Dezember 2011 an der Unglücksstelle im Einsatz gewesen und sei dort vor allem für Strahlenmessung zuständig gewesen. Nach Angaben der Agentur Jiji hatte die Regierung bereits in vier Fällen Schmerzensgeld für Krebserkrankungen nach der Fukushima-Katastrophe gezahlt. Dies sei nun der erste bestätigte Todesfall.

+++ 6.06 Uhr: Laut Salvini sind 50 Flüchtlinge vom Schiff Diciotti aus Aufnahmezentren verschwunden +++

Von den 144 von dem Schiff "Diciotti" in Italien an Land gegangenen Flüchtlingen sind nach Angaben des italienischen Innenministers Matteo Salvini 50 untergetaucht. Sie seien spurlos aus Anufnahmeeinrichtungen verschwunden, schrieb Salvini im Kurzbotschaftendienst Twitter. Die Flüchtlinge hätten "so sehr Bedarf an Schutz, einem Dach über dem Kopf und einer Decke gehabt, dass sie entschieden zu gehen und zu verschwinden", schrieb Salvini. "Das ist die x-te Bestätigung, dass diejenigen, die in Italien ankommen, keine Skelette sind, die vor Krieg und Hunger fliehen", schrieb der Minister der fremdenfeindlichen Lega-Partei.

+++ 5.39 Uhr: Mindestens zwei Tote bei Erdbeben in Japan +++

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,6 sind in Japan mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte Regierungssprecher Yoshihide Suga mit. Örtliche Medien berichteten, rund 40 Menschen würden vermisst.

Das Beben hatte am Donnerstagmorgen die japanische Nordinsel Hokkaido erschüttert. Wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte, lag das Epizentrum des Bebens etwa 62 Kilometer südöstlich von Hokkaidos Hauptstadt Sapporo. Der Erdstoß ereignete sich demnach in geringer Tiefe. Ein Nachbeben der Stärke 5,3 erschütterte die Region nur wenig später.

+++ 2.47 Uhr: Mehr als 150 Bewaffnete greifen Polizei in Mexiko an - ein Toter +++

Mehr als 150 schwer bewaffnete Männer haben im Süden Mexikos eine Polizeistation angegriffen. Bei dem Überfall in La Laguna im Bundesstaat Guerrero wurde ein Polizist getötet, zwei weitere wurden verletzt. Die Verletzten befanden sich in einem kritischen Zustand, wie der Sprecher Staatssicherheit Guerreros, Roberto Álvarez Heredia, sagte. Laut Augenzeugen ereignete sich der Angriff am Mittwochmorgen. Die Männer seien mit Maschinengewehren und Schrotflinten bewaffnet gewesen. 

tis/fs / DPA / AFP