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News des Tages: Flugzeug mit 80 Passagieren nach dem Start in Mexiko abgestürzt

In Mexiko hat es einen Flugzeugabsturz gegeben +++ Autofahrer schlägt Busfahrer krankenhausreif ++++ US-Luftwaffe im Niger im Einsatz gegen Terroristen +++ Die Nachrichten des Tages.

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Facebook löscht mutmaßliche russische Propaganda-Accounts (20.24 Uhr)

  • Unruhe wegen Wartezeit in überfüllten Freibädern (17.35 Uhr) 

  • Sami A. darf nicht nach Deutschland ausreisen (15.45 Uhr)

  • Glas an Seil geklebt: Kind verletzt sich beim Spielen (13.55 Uhr)

  • Gruppenvergewaltigung: Vier Männer verurteilt (10.15 Uhr)

  • Iran stellt Bedingungen für Treffen mit Trump (7.05 Uhr)

Die Nachrichten des Tages:  

+++ 23.25 Uhr: Flugzeug mit mindestens 80 Passagieren an Bord in Mexiko abgestürzt +++

Im Norden Mexikos ist eine Passagiermaschine mit dutzenden Insassen verunglückt. Nach Angaben des Gouverneurs des Bundesstaats Durango waren rund 80 Menschen an Bord. In Medienberichten war von rund 100 Passagieren die Rede, mehrere von ihnen seien verletzt worden. Angaben zu Todesopfern gab es zunächst nicht.

Das Flugzeug sei auf dem Weg vom internationalen Flughafen Guadalupe Victoria nach Mexiko-Stadt gewesen, sagte Gouverneur José Aispuro am Dienstag im mexikanischen Fernsehen. Der Pilot der Maschine habe vermutlich wegen des Wetters den Start abbrechen müssen. "Es hat geregnet, es gab einen Sturm, ich glaube, sie wollten abbrechen", sagte Aispuro. Es habe ein Feuer gegeben und die Maschine sei beschädigt worden. Nähere Angaben zum Unfall gab es zunächst nicht.

Man habe Kenntnis von einem Vorfall in Durango, teilte die Fluggesellschaft Aeroméxico auf Twitter mit. Informationen zu dem Unfall würden geprüft. Einsatz- und Sicherheitskräfte seien auf dem Weg zur Unglücksstelle, teilte Aispuro auf Twitter mit.

Auf ersten Fotos der Unfallstelle war die Passagiermaschine auf einem Feld zu sehen. Rauchwolken stiegen auf. Der TV-Sender Milenio zeigte Bilder von Einsatzkräften, die Passagiere versorgten. Einige der Menschen konnten die Maschine demnach aus eigener Kraft verlassen. Am Flughafen in Durango stünden zudem Psychologen für die Angehörigen der Passagiere bereit, hieß es.

+++ 21.07 Uhr: Fischblasen von extrem bedrohter Fischart in Mexiko sichergestellt +++ 

Mexikanische Behörden haben ein Paket mit 21 Schwimmblasen der vom Aussterben bedrohten Totoaba-Fische beschlagnahmt. Das Paket sei für den Versand von der Küstenstadt Mazatlán über Mexiko-Stadt nach China vorgesehen gewesen, erklärte die mexikanische Umweltbehörde (Profeba). Die Ware sei im Postverteilungszentrum am Flughafen der Hauptstadt des lateinamerikanischen Landes entdeckt worden. Auf dem Paket sei lediglich angegeben gewesen, dass sich darin Fisch befand, so Profeba. Durch das Organ Schwimmblase können viele Fische regungslos im Wasser verharren, ohne auf den Boden zu sinken. Der Totoaba lebt nur im Golf von Kalifornien und ist eine geschützte Art. Der Fisch gilt als äußerst selten und teuer, in asiatischen Ländern werden seiner Schwimmblase aphrodisierende und heilende Fähigkeiten zugeschrieben.

+++ 20.24 Uhr: Facebook löscht Propaganda-Fake-Accounts +++

Im Kampf gegen Fehlinformationen hat Facebook nach eigenen Angaben eine Reihe von Seiten gelöscht, bei denen es sich offenbar um gefälschte Accounts handelte. Wie das Unternehmen mitteilte, entfernte es 32 Seiten auf Facebook und Instagram. Sie sollen verdächtige Aktivitäten an den Tag gelegt haben. 

Facebook unterstrich, dass man noch in einem sehr frühen Stadium der Ermittlungen sei und noch nicht alle Fakten kenne. Dazu gehöre auch, wer hinter den Seiten stecke. Das Unternehmen verglich die verdächtigen Aktivitäten aber mit der mutmaßlich russischen Propaganda zur Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl 2016. Allerdings sei das Vorgehen diesmal wesentlich ausgeklügelter gewesen, hieß es in der Mitteilung. 

Man habe Hinweise, dass die gefundenen Seiten einige Verbindungen zu Konten der in Russland ansässigen Internet Research Agency gehabt hätten. Diese gilt seit Jahren als Basis für russische Kampagnen in sozialen Medien. Die Gruppe wird beschuldigt, während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 in großem Stil versucht zu haben, über gefälschte Facebook-Profile soziale Spannungen in den USA zu verschärfen und Stimmung für den schließlich siegreichen Kandidaten Donald Trump zu machen.

+++ 20.13 Uhr: Polizisten dürfen wegen Hitze Dienstmützen abnehmen +++

Polizisten in Schleswig-Holstein dürfen wegen der Hitze derzeit ihre Dienstmützen abnehmen. Wie die "Kieler Nachrichten" (Online-Ausgabe) berichten, hat der Landespolizeidirektor Joachim Gutt den Beamten per Rundschreiben freigestellt, ob sie diese Kopfbedeckung tragen oder nicht. Die Polizisten sollten dabei dem Schreiben nach "in Abwägung zum jeweiligen Einsatzzweck (Eigensicherung, Amtsautorität)" entscheiden. In der vergangenen Woche hatte es Kritik an den Mützen gegeben: Ihr Kunstlederbezug heize sich bei dem Wetter stark au

+++ 19.38 Uhr: Iran kritisiert Trump, lehnt Gesprächsangebot aber nicht ab +++

Der Iran hat erneut Kritik an US-Präsident Donald Trump geübt, dessen jüngstes Gesprächsangebot aber zunächst nicht ausgeschlagen. "Wie kann Trump beweisen, dass das Angebot diesmal ernst gemeint und nicht wieder ein Täuschungsmanöver ist?", fragte der iranische Außenamtssprecher Bahram Ghassemi laut der Nachrichtenagentur ILNA. Der Iran habe in den vergangenen Jahren bewiesen, dass das Land grundsätzlich für Dialog und Diplomatie stehe. "Die Frage ist aber, ob auch Trump dies behaupten kann."

+++ 19.26 Uhr: Umstrittene Neuregelung zum Familiennachzug bei Flüchtlingen tritt in Kraft  +++

Die Neuregelung zum Familiennachzug bei Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutz tritt am Mittwoch in Kraft. Sie sieht vor, dass monatlich 1000 Angehörige von subsidiär geschützten Flüchtlingen nach Deutschland kommen dürfen. Nachgeholt werden kann die Kernfamilie - das sind Ehegatten, minderjährige ledige Kinder und Eltern von minderjährigen Kindern, die ohne sorgeberechtigtes Elternteil in Deutschland leben.

+++ 19.24 Uhr: Autofahrer schlägt Busfahrer krankenhausreif +++

Ein Busfahrer ist in Gelsenkirchen von einem Autofahrer verfolgt und vor den Augen der entsetzten Fahrgäste brutal attackiert worden. Nach einem Disput über die Vorfahrt sei der junge Mann mit seinem Auto hinter dem Bus hergefahren und habe an einer Haltestelle die Vordertür des stehenden Busses eingetreten, teilte die Polizei mit. Dann soll der 23-Jährige den Busfahrer mit einem Messer bedroht und ihn mit einem Faustschlag und Fußtritten traktiert haben. Fahrgäste alarmierten die Polizei. Bevor er mit seinem Auto davonfuhr, habe der junge Mann noch mit seinem Messer in einen Reifen des Busses gestochen. Polizisten nahmen den mutmaßlichen Täter fest. Der verletzte Busfahrer kam ins Krankenhaus.

+++ 18.13 Uhr: US-Luftwaffe seit Januar auch im Niger gegen Terroristen im Einsatz +++

Im Kampf gegen Terrorgruppen in Afrika ist die US-Luftwaffe nun auch im Niger mit Überwachungs- und Aufklärungsflugzeugen im Einsatz. Diese würden seit Anfang des Jahres die Anti-Terror-Bemühungen in dem westafrikanischen Land unterstützen, sagte ein Sprecher der US-Kommandozentrale für Einsätze in Afrika (Africom). Ob es sich dabei um bemannte Flugzeuge oder Drohnen handelt, sagte er am Dienstag nicht. Auch war unklar, ob bislang bereits Ziele angegriffen wurden. Die Einsätze werden Africom zufolge mit der nigrischen Regierung koordiniert.

+++ 17.55 Uhr: Einbrecher versetzt 19-Jährige in Angst und Schrecken +++

Ein Einbrecher hat eine 19-Jährige in Bayern in Angst und Schrecken versetzt. Er klingelte zunächst eine Viertelstunde lang immer wieder an der Tür des Einfamilienhauses, wie die Polizei mitteilte. Aus Angst versteckte sich die 19-Jährige in ihrem Zimmer im ersten Stock. Als sie kurz darauf Schläge aus dem Erdgeschoss hörte, versperrte sie ihre Zimmertür und verständigte Mutter und Tante.

Der Mann hatte mittlerweile die Terrassentür eingetreten und durchwühlte Schränke. Schließlich sah die junge Frau, wie sich die Klinke an ihrer Zimmertür nach unten bewegte. Etwa 15 Minuten später verließ der Täter das Haus. Die Mutter der jungen Frau hatte unterdessen die Polizei verständigt, die eine Fahndung nach dem flüchtigen Einbrecher einleitete - mit Erfolg. Ein Polizist nahm einen tatverdächtigen 31-Jährigen wenig später fest. Es wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen.

+++ 17.35 Uhr: Unruhe wegen überfüllter Freibäder +++

Wegen hoher Besucherzahlen haben die Berliner Bäderbetriebe zeitweilig den Einlass an mehreren Schwimmbädern gestoppt. Deshalb komme es teilweise auch zu längeren Wartezeiten am Einlass, teilte ein Sprecher mit. 

Vor einem Bad im Bezirk Pankow war auch die Polizei im Einsatz, da es dort Unruhe und "Unmutsäußerungen" zahlreicher Menschen gab, die Einlass ins Bad begehrten, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zur Zahl der Beamten und der Wartenden gab es zunächst keine Angaben. Auch vor einem Badeschiff an der Spree bildeten sich lange Schlagen. Auf einem Schild davor war zu lesen, dass die Wartezeit 120 Minuten betrage.

Die Einlass-Stopps seien nötig, weil die Schwimmbadtechnik bei hohen Besucherzahlen an der Kapazitätsgrenze arbeite - nur mit dem Stopp könne man die Wasserqualität garantieren, erklärten die Bäderbetriebe. Auch für die kommenden Tage wurden Badewillige aufgerufen, frühzeitig zum Besuch der Bäder aufzubrechen.

+++ 16.55 Uhr: 15 Tote bei Angriff auf Regierungsgebäude im ostafghanischen Dschalalabad +++

Bei dem bewaffneten Angriff auf ein Regierungsgebäude im ostafghanischen Dschalalabad sind nach amtlichen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Bei dem stundenlangen Angriff gab es zudem 15 Verletzte, wie ein Sprecher der Provinzregierung von Nangarhar sagte. In der Nähe des Gebäudes befinden sich auch die Büros zahlreicher internationaler Organisationen.

Der Sprecher Attaulla Chogiani hatte zuvor mitgeteilt, vor dem Angriff hätten sich Vertreter ausländischer Organisationen und ausländische Geber in dem Gebäude mit Behördenmitarbeitern getroffen. Eine "große Anzahl" Mitarbeiter sei gerettet worden, aber es sei unklar, wie viele Menschen sich noch im Inneren befänden.

+++ 16.45 Uhr: Tadschikistan macht Opposition für Tod von Touristen verantwortlich +++

Tadschikistan hat eine verbotene islamistische Oppositionspartei für den tödlichen Angriff auf westliche Radtouristen verantwortlich gemacht. Das Innenministerium in Duschanbe warf der Partei der Islamischen Wiedergeburt Tadschikistans vor, den Angriff angeordnet zu haben, und bezichtigte den Iran, er habe den Drahtzieher ausgebildet. Die Regierung in Teheran wies die Vorwürfe zurück.

Die Angreifer hatten am Sonntag eine Gruppe Radfahrer im Bezirk Danghara rund hundert Kilometer südöstlich der Hauptstadt Duschanbe zunächst mit dem Auto angefahren, bevor sie die Touristen mit Messern angriffen. Zwei US-Bürger, ein Schweizer und ein Niederländer wurden bei dem Angriff in dem Berggebiet getötet, ein weiterer Niederländer und ein Schweizer wurden verletzt. Ein Franzose kam unversehrt davon. Bei der Jagd nach den Angreifern töteten die Polizei nach eigenen Angaben vier Männer, die sich der Festnahme widersetzten. Vier weitere Verdächtige wurden festgenommen. Am Montag beanspruchte die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) den Angriff für sich, doch erklärte die tadschikische Polizei, der Angriff sei von einem "aktiven Mitglied" der Partei der Islamischen Wiedergeburt Tadschikistans angeführt worden.

+++ 16.10 Uhr: Parkplatz verpasst - Autofahrer wendet auf Autobahn +++

Weil er einen Parkplatz verpasst hatte, hat ein Autofahrer mitten auf der A9 (Berlin-München) in Thüringen gewendet. Der 52-Jährige, der Richtung München unterwegs war, fuhr nahe der Abfahrt Görkwitz etwa 200 Meter als Geisterfahrer auf der Überholspur, wie die Polizei berichtete. Als er schließlich auf den Parkplatz einbog, mussten mehrere Fahrzeuge bremsen oder ausweichen. Das gefährliche Manöver am Montagabend ging aber glimpflich aus. Den Führerschein des Verkehrssünders kassierte die Polizei ein. Er hat sich außerdem eine Anzeige wegen Verkehrsgefährdung eingehandelt.

+++ 15.45 Uhr: Tunesische Behörden: Sami A. darf nicht nach Deutschland ausreisen +++

Das Gelsenkirchener Verwaltungsgericht wird trotz seiner Fristsetzung vorerst vergeblich auf die Rückkehr des abgeschobenen Islamisten Sami A. warten. Nach Angaben tunesischer Behörden kann Sami A. zurzeit nicht nach Deutschland reisen. Sein Pass sei weiter im Besitz der Behörden und werde untersucht, sagte der Sprecher der Anti-Terror-Behörde in Tunis, Sofiane Sliti. Außerdem ermittle Tunesien weiterhin gegen den mutmaßlichen Ex-Leibwächter des 2011 getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden. 

Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte die Ausländerbehörde in Bochum unter Androhung eines Zwangsgeldes von 10 000 Euro aufgefordert, Sami A. spätestens bis zum Dienstagabend aus dem nordafrikanischen Land zurückzuholen. Der Tunesier war am 13. Juli aus Deutschland abgeschoben worden, obwohl das Gericht am Abend zuvor entschieden hatte, dass dies wegen Foltergefahr in Tunesien nicht zulässig sei. Der Beschluss war aber erst übermittelt worden, als die Chartermaschine bereits in der Luft war. 

+++ 15.24 Uhr: Hitzerekord 2018 für Deutschland geknackt +++

In Bernburg in Sachsen-Anhalt ist die bisher höchste Temperatur dieses Sommers in Deutschland gemessen worden - und es kann noch heißer werden. Um 14.00 Uhr betrug die Temperatur dort 39,2 Grad, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Das sei zugleich der höchste Wert, der seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Sachsen-Anhalt gemessen worden sei. Auch bei der Messung um 14.30 sei der Wert noch unverändert gewesen. Allerdings sei nicht auszuschließen, dass bei der noch steigender Hitze hier oder an einer anderen Messstelle in Deutschland sogar der Hitzerekord im fränkischen Kitzingen ins Wanken gerate. Dort waren 2015 am 5. Juli und am 7. August 40,3 Grad gemessen worden. Ganz genau können das die Meteorologen für ganz Deutschland erst am Dienstagabend sagen.

+++ 15.22 Uhr: 38-Jähriger wegen Beschädigung von Deutschlandflagge zu Bußgeld verurteilt +++

Für die Beschädigung einer Deutschlandfahne hat ein Berliner Strafgericht einen 38-jährigen Mann zu einer Geldstrafe von insgesamt 2500 Euro verurteilt. Der Mann muss 50 Tagessätze zu 50 Euro zahlen, wie ein Gerichtssprecher sagte. Daniel S. hatte Anfang Juni in seinem Büro in Berlin eine Deutschlandflagge zerschnitten und den goldenen Streifen entfernt. Verurteilt wurde er nun wegen Verunglimpfung des Staats und seiner Symbole. Mit dem Zerschneiden habe S. seine "Verachtung für die mit der Flagge symbolisierte staatliche Ordnung zum Ausdruck gebracht", erklärte das Gericht. Nachdem er die nun schwarz-rote Fahne gut sichtbar für seine Kollegen aufgehängt hatte, stellte er Fotos davon in soziale Netzwerke.

+++ 15.14 Uhr: Mann sprengt sich in Ostbelgien auf leerem Fußballfeld in die Luft +++

In der belgischen Stadt Verviers nahe der deutschen Grenze hat sich ein Mann auf einem leeren Fußballfeld in die Luft gesprengt. Ein Mitarbeiter des Bürgermeisteramts sagte, derzeit werde von Suizid ausgegangen, denn anderenfalls hätte der Mann andere Menschen mit in den Tod gerissen. Bei dem Toten handele es sich möglicherweise um einen etwa 50 Jahre alten Berufssoldaten. Belgiens für Terrordelikte zuständige Bundesstaatsanwaltschaft erklärte sich auf Anfrage nicht zuständig für den Fall.

+++ 15 Uhr: Instagram-Account der Katzen von Ed Sheeran kommt gut an +++

Der britische Superstar Ed Sheeran hat einen eigenen Instagram-Account für seine Katzen eingerichtet. Mehr als 260.000 Follower haben die Samtpfoten namens Calippo und Dorito schon. Der 27 Jahre alte Musiker ("Perfect", "Shape of You") nennt seine Tiere auch Squish und Pusslé. Die Beiträge zeigen die verspielten Katzen beim Sonnenbad, in der Badewanne oder beim Spielen. "Calippo hat gerade zum ersten Mal einen Donner gehört", heißt es unter einem Beitrag, auf dem eines der Tiere erschrocken hochblickt.

+++ 14.35 Uhr: Einbetonierter Kater in Baden-Württemberg befreit +++

Mit Bohrhammer und schwerem Gerät haben Helfer im baden-württembergischen Bretten einem einbetonierten Kater den Weg in die Freiheit gebahnt. Das Tier saß mehrere Tage lang gefangen in einem Hohlraum unter der Mauer eines Garagenneubaus, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe sagte. Dahin war der Kater offenbar geflüchtet, als vor einigen Tagen Bauarbeiter den Boden betonierten.

Die Polizei fand "Jimmy", nachdem eine Anwohnerin von einem tagelangen nächtlichem Jammern und Jaulen berichtet hatte. Die Besitzerin der Maine-Coon-Katze hatte bereits seit knapp zwei Wochen in der Gegend mit Flyern nach ihrem Liebling gesucht. Obwohl der neugeschaffene Spalt für Jimmy groß genug war, traute er sich anfangs nicht aus dem Hohlraum heraus - selbst als sein Frauchen ihn mit feinsten Leckereien lockte, berichtete die Polizei.

+++ 14.30 Uhr: Ukraine verurteilt 84-jährigen Rentner wegen Hochverrats +++

In der Ostukraine hat ein Gericht einen 84 Jahre alten Mann wegen angeblichen Hochverrats zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Der pensionierte Wissenschaftler aus der Millionenstadt Charkiw habe Geheiminformationen über Rüstungsaufträge von Forschungszentren gesammelt, teilte die Staatsanwaltschaft in Kiew mit. Diese sollten später an Vertreter Russlands übergeben werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Kiew sieht sich seit der Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim 2014 und der Unterstützung ostukrainischer Separatisten durch Moskau im Krieg mit dem Nachbarstaat.

+++ 14.08 Uhr: Ausländische Straftäter meist in Deutschland in Haft +++

Ausländische Straftäter verbüßen ihre Haftstrafen meist in deutschen Gefängnissen. Seit 2012 wurden weniger als 200 Verurteilte pro Jahr in ihr jeweiliges Heimatland gebracht. Demgegenüber waren im vergangenen Jahr fast 16.000 ausländische Staatsbürger in Deutschland inhaftiert. Das geht aus der Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der FDP hervor. Die Partei sieht in diesen Zahlen eine unnötige Belastung der deutschen Justiz. Die vorhandenen gesetzlichen Instrumente, nach denen Ausländer ihre Haftstrafe im Heimatstaat verbüßen können, würden "viel zu selten genutzt", bemängelte Fraktionsvize Stephan Thomae.

Nach dem Aufenthaltsgesetz ist ein Ausländer auszuweisen, wenn das öffentliche Interesse an der Ausreise das Interesse des Betroffenen am Verbleib in Deutschland überwiegt. Das gilt unter anderem dann, wenn der ausländische Staatsbürger zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt worden ist.

+++ 14.03 Uhr: Mann besprüht in Halle rumänische Familie und fordert sie zum Verschwinden auf +++

Bei einem ausländerfeindlichen Übergriff hat ein Mann in Halle in Sachsen-Anhalt einer 26 Jahre alten Rumänin gegen den Knöchel getreten und sie und ihre ein und neun Jahre alten Kinder zum Verschwinden aufgefordert. Nach dieser Attacke sei der 36-Jährige in eine nahe Drogerie gegangen, habe dort ein Spray gekauft und die Frau und ihre Kinder damit besprüht, teilte die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd mit.

Zwei junge Mädchen hatten den Mann bereits nach dem Treten aufgefordert, dies zu unterlassen. Nach der Sprühattacke seien weitere Passanten eingeschritten, der Mann sei geflohen. Die Polizei habe den Tatverdächtigen aber ermitteln können, gegen ihn sei ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung aufgenommen worden.

+++ 14.01 Uhr: Ex-Radprofi Kappes stirbt mit 52 Jahren +++

Der frühere Radprofi Andreas Kappes ist tot. Der 52 Jahre alte sportliche Leiter der Tour de Neuss und ehemalige Top-Rennfahrer starb in der Nacht, wie der Vorsitzender des Neusser Radfahrervereins, Stephan Hilgers, unter Berufung auf die Familie bestätigte. Kappes hatte zuletzt die sportliche Leitung der Tour de Neuss inne, die morgen stattfinden soll. "Der Schock ist extrem tief", sagte Hilgers. "Alle Rennfahrer werden einen Trauerflor tragen." An dem Hauptrennen werden unter anderen der deutsche Spitzensprinter André Greipel und Rick Zabel teilnehmen.

Kappes feierte in seiner aktiven Karriere vor allem auf der Bahn, aber auch auf der Straße Erfolge. Der gebürtige Bremer fuhr unter anderem für das Team Telekom und Gerolsteiner, gewann Etappen bei der Tour de Suisse, beim Giro d'Italia sowie Paris-Nizza und nahm fünfmal an der Tour de France teil. Auf der Bahn feierte er 24 Siege bei Sechstagerennen.

+++ 13.55 Uhr: Kind verletzt sich beim Spielen an mit Scherben präpariertem Seil +++

Ungeheuerlicher Anschlag auf Kinder auf einem Spielplatz in Waghäusel bei Karlsruhe:  Ein unbekannter Täter hat spitze Glassplitter an die Rückseite eines Seils am Kletterhaus geklebt. Ein Junge habe sich an dem mit Glasscherben präparierten Kletterseil verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Vierjährige erlitt demnach tiefe Schnittwunden, als er sich an dem Seil festhalten wollte. Die Polizei schließt nicht aus, dass weitere Spielgeräte in der Region präpariert sind und rät Eltern, Spielgeräte zu überprüfen. Wer Hinweise auf den Täter geben kann, oder entsprechende Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich beim Polizeiposten Bruhrain, Telefon 07254 9855970, zu melden.

+++ 13.27 Uhr: Känguru bricht in Haus in Melbourne ein und richtet Chaos an +++

Ein Känguru hat bei einer Familie im australischen Melbourne ein ganz schönes Chaos angerichtet: Am Wochenende sei in der Nacht ein Känguru durch eine Fensterscheibe in sein Haus eingedrungen und habe dabei einige blutende Wunden davongetragen, sagte Mafi Ahokavo dem australischen Fernsehsender Channel Nine. Er, seine Frau und sein dreijähriger Sohn hätten gerade geschlafen "und aus dem Nichts hörten wir einen großen Knall". Das Känguru zog sich demnach durch die Glasscherben einige Schnittwunden zu, hüpfte panisch im Haus herum und machte eine Menge Unordnung, bevor es erschöpft im Badezimmer niedersank. Ahokavo gelang es, dass Beuteltier dort einzuschließen, bis Rettungskräfte eintrafen.

Die Rettungskräfte versorgten die Wunden des Kängurus und gaben ihm den Namen Norman. Einer der Rettungskräfte, Manfred Zabinskas, schrieb auf Facebook: "Der arme Norman war gar nicht so weit weg vom freien Feld, hat aber eine falsche Abzweigung genommen (...) und konnte dann nicht mehr nach Hause zurückfinden." Zwischen den vielen Häusern und Zäunen habe das Tier "das Fenster als seinen einzigen Ausweg gesehen". Norman wurde wegen diverser Fleischwunden weiter behandelt. Nach dem Einbruch folgte heute aber der Ausbruch: Das Känguru hüpfte über den Zaun seines Geheges und ward nicht mehr gesehen.

Gepostet von Manfred Zabinskas am Sonntag, 29. Juli 2018

+++ 13.05 Uhr: Mutter erdrosselt - Zehn Jahre Haft für 21-Jährigen +++

Weil er seine Mutter mit einem Verlängerungskabel erdrosselt hat, ist ein 21-Jähriger wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Heilbronn sah es als erwiesen an, dass er seine Mutter im Oktober vergangenen Jahres getötet hat. Der Tat war ein heftiger Streit vorausgegangen. Anlass war demnach, dass die damals 52-Jährige ihre eigene Wohnung in Heilbronn zurückhaben wollte, der Sohn sich jedoch weigerte, auszuziehen.

Als besonders verwerflich bezeichnete Richter Roland Kleinschroth das Verhalten des Mannes nach der Tat. Er habe versucht, "seine Mutter wie einen Müllsack zu entsorgen". Der 21-Jährige hatte mit Unterstützung seiner damaligen Freundin die Leiche in eine Decke gewickelt und in ein Auto verfrachtet. 20 Kilometer von Heilbronn entfernt hatte er sie nach eigener Aussage die Neckarböschung hinunterrollen lassen, wo sich die Leiche jedoch im Ufer verfing.

+++ 13.03 Uhr: Bundeswehr setzt A400M jetzt auch als "fliegende Intensivstation" ein +++

Die Bundeswehr kann ihr Transportflugzeug A400M jetzt auch als "fliegende Intensivstation" für die Rettung von Verletzten aus Krisengebieten einsetzen. Die Luftwaffe stellte einen als Sanitätsflugzeug ausgerüsteten Flieger in Berlin vor. Darin können bei einem Evakuierungseinsatz bis zu sechs Patienten behandelt werden.  

Die A400M gilt zwar als modernster Militär-Transporter der Welt, bei der Entwicklung und auch nach Auslieferung der ersten Flieger an die Bundeswehr ab Dezember 2014 gab es aber immer wieder technische Probleme. Deutschland hat insgesamt 53 Maschinen beim Hersteller Airbus bestellt, um die ein halbes Jahrhundert alten Transportflugzeuge vom Typ Transall zu ersetzen.

+++ 12.51 Uhr: Tod von norwegischer Langläuferin: Hauptursache wohl schlechte Sicht +++

Die Hauptursache für den tödlichen Jetski-Unfall der früheren norwegischen Langläuferin Vibeke Skofterud war offenbar schlechte Sicht. Dies teilte die Polizei in Norwegen mit. Die Staffel-Olympiasiegerin von 2010 war am Sonntag auf der Insel St. Helena im Süden Norwegens tot aufgefunden worden. Zuvor war die 38-Jährige, die mit der Staffel 2005 und 2011 auch WM-Gold gewonnen hatte, am Samstagabend von ihrer Lebenspartnerin als vermisst gemeldet worden.

In der Nähe ihrer Leiche befand sich auch der Jetski. Nach Polizei-Angaben war die Norwegerin alleine unterwegs. Die Ergebnisse der Autopsie sowie ein technischer Bericht über das Gefährt stehen noch aus.

+++ 12:42 Uhr: Domplatz in Regensburg aus Terrorsorge geräumt - Drähte waren Kopfhörerkabel +++

Ein wegen vermeintlicher Drähte und einer Auswölbung an der Kleidung verdächtiger Mann mit arabischen Aussehen hat zur Räumung und Sperrung des Domplatzes in Regensburg geführt. Wie die Polizei mitteilte, konnten die Ermittler den von einem Passanten gemeldeten Verdacht nicht auf Anhieb ausräumen. Sie entschlossen sich deshalb zu den Sicherheitsmaßnahmen.

Tatsächlich habe es sich aber um einen Fehlalarm gehandelt. Die Drähte seien die Verkabelung eines Kopfhörers gewesen, die Auswölbung an der Kleidung eine Trinkflasche. Bei dem vermeintlichen Verdächtigen handle es sich um einen Afghanen, der in Niederbayern lebt.

Ein Polizeisprecher betonte, trotz des Fehlalarms sei die Alarmierung durch den Passanten richtig gewesen. Auch für die Polizisten seien die Kabel des Kopfhörers nicht auf Anhieb als solche zu erkennen gewesen.

+++ 12.36 Uhr: Fallschirmspringer bei Landung lebensgefährlich verletzt +++

Ein Fallschirmspringer hat bei seiner Landung auf dem Flugplatz Stadtlohn-Wenningfeld im westlichen Münsterland lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei in Nordrhein-Westfalen wollte der 31-Jährige wie auch andere Teilnehmer aus seiner Gruppe gestern Abend ein besonderes Landemanöver ausführen, das eine schnelle Landung ermöglicht. Dabei sei es jedoch zu dem schweren Unfall gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann stürzte demnach aus etwa 80 Metern Höhe während des Landeanflugs fast ungebremst auf den Boden. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen der Polizei nicht vor.

+++ 12.25 Uhr: Schreie von vier gleichzeitig gebärenden Frauen führen zu Polizeieinsatz +++

Schmerzensschreie und Hilferufe von vier gleichzeitig in einem Aachener Krankenhaus gebärenden Frauen haben in der Nacht einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Polizei veröffentlichte ihr Protokoll zu dem ungewöhnlichen Einsatz. Demnach gingen um 03.57 Uhr zeitgleich unter dem Notruf 110 mehrere Anrufe ein, weil die Anrufer Hilferufe einer Frau meldeten. "Das hört sich nicht nach Spaß an", meldete demnach ein Anrufer. Nur fünf Minuten nach der Erstmeldung trafen die ersten Einsatzkräfte auf Passanten in der Nähe des vermeintlichen Tatorts, die die Schreie auch gehört hatten. Wenig später hörte eine Streifenwagenbesatzung ebenfalls Schreie, eine andere Streife konnte sie "aus Richtung Kirche" kommend verorten. Zehn Minuten nach den ersten Notrufen kam dem Funkprotokoll zufolge einem der Ermittler der Verdacht, dass die Rufe aus dem benachbarten Marienhospital kommen könnten. Um 04.09 Uhr meldete "Robert 11/21" per Funk aus dem Krankenhaus: "Schreie kommen aus dem Kreißsaal - alles gut." Vier Minuten später gab er "vier Geburten gleichzeitig" als Information an seine Kollegen durch.

Die Aachener Polizei gratulierte den unter offensichtlich größten Anstrengungen werdenden Müttern mit einem "herzlichen Glückwunsch". Dass so viele Menschen die nächtlichen Geburten hörten, lag nach den Worten eines Polizeisprechers auch an der Sommerhitze: Sowohl im Kreißsaal als auch bei vielen Anwohnern waren deshalb auch nachts die Fenster geöffnet.

+++ 12.07 Uhr: Polizeihunde in Zürich tragen wegen Hitze Schuhe +++

Ein Polizeihund trägt "Schuhe" zum Hitze-Schutz

Ein Polizeihund trägt "Schuhe" zum Hitze-Schutz

DPA

Die Polizeihunde in Zürich tragen nach Auskunft der Behörden wegen der heißen Straßen nun Schuhe. Jeder Hundeführer entscheide aber selbst, ob er den Vierbeinern das Schuhwerk anziehe, sagte eine Sprecherin der Stadtpolizei. Grundsätzlich raten die Ordnungshüter den Herrchen und Frauchen, großen Hunden so einen Hitze-Schutz zu gönnen und kleine Hunde auf den Arm zu nehmen. Die Spezialisten des Diensthunde-Kompetenzzentrums haben während ihrer aktuellen Patrouillen die Hundehalter im Blick und weisen sie auf die hohen Asphalttemperaturen hin. Sie empfehlen die Fühlprobe: Handrücken für fünf Sekunden auf den Asphalt - zu heiß? Dann die Strecken meiden oder die empfindlichen Hundepfoten schützen.

Das Tragen von Schuhen sei für die Polizeihunde seit Jahren eine gewohnte Sache, hieß es. Bei Einsätzen, bei denen die Gefahr von Glassplittern auf dem Boden bestehe, werde Schuhwerk getragen. Auch wenn Hunde Autos zum Beispiel auf der Suche nach Drogen durchstöberten, trügen sie Schuhe. In dem Fall um die Inneneinrichtung vor Schäden durch Hundekrallen zu bewahren.

+++ 11.58 Uhr: Stadt schickt Mitarbeiter wegen kaputter Büro-Jalousien früher heim +++

Wegen eines Defekts der Jalousien in den Büros dürfen Mitarbeiter der Stadtverwaltung Weimar vorzeitig Feierabend machen. An der Südseite eines Verwaltungsgebäudes ließen sich die Vorrichtungen an den Fenstern seit dem Morgen nicht mehr schließen, in den Zimmern herrsche brütende Hitze, teilte Stadtsprecher Ralf Finke mit. "Über 35 Grad sind es bestimmt." Deswegen dürfen die Beschäftigten bereits um 14.30 Uhr nach Hause gehen. Ausgenommen ist nur das Bürgerbüro.

Das Verwaltungsgebäude liegt genau gegenüber dem Freibad. Abkühlen können sich die Beschäftigten dort allerdings nicht: Ausgerechnet im seit Jahren heißesten Sommer ist es wegen Sanierung geschlossen.

+++ 11.43 Uhr: Bestatter hebt Leiche und verletzt sich - Gericht: Arbeitsunfall +++

Ein Bestatter hat sich beim Heben einer Leiche derart schwer verletzt, dass er vier Wochen krank gewesen ist. Dieser Unfall ist nach Auffassung des Landessozialgerichts Stuttgart ein Arbeitsunfall - der Mann stehe deshalb unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. "Das Urteil gilt grundsätzlich für alle, die während der Arbeit schwere Dinge hochheben müssen", sagte ein Gerichtssprecher. 

Im konkreten Fall sollte ein 39-Jähriger im August 2016 mit einem Kollegen ein tote Frau abholen. Als die beiden die Leiche vom Bett hoben, "verspürte der Kläger ein "Knacken" im rechten Oberarm und einen brennenden Schmerz direkt oberhalb des Ellenbogens". Er erlitt ein sogenanntes Verhebetrauma. Die Versicherung lehnte ab, den Unfall als Arbeitsunfall anzuerkennen. Der Mann zog dagegen vor das Sozialgericht Reutlingen und bekam Recht. Die Versicherung ging in Berufung und verlor nun vor dem Landessozialgericht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 11.17 Uhr: Siebenjährige in Neuseeland verbannt Männer von Verkehrsschild +++

In Neuseeland hat ein siebenjähriges Mädchen dafür gesorgt, dass ein Verkehrsschild jetzt geschlechtsneutral formuliert ist. Die kleine Zoe Carew hatte sich bei einer Fahrt zu ihren Großeltern darüber gewundert, dass auf einem Hinweisschild Streckenarbeiter "Linemen" stand - obwohl doch nicht nur Männer, sondern auch Frauen an den Leitungen arbeiten. Daraufhin schrieb sie einen Beschwerdebrief an die zuständige Behörde, dass dies "falsch und unfair" sei.

Jetzt kam die Antwort: Der Chef der New Zealand Transport Agency (NZTA), Fergus Gammie, bedankte sich freundlich und kündigte an, dass auf dem Schild künftig "Linecrew" ("Streckencrew") stehen wird. In einer Nachricht, die er auf Twitter veröffentlichte, heißt es: "Wir nehmen Zoes Vorschlag gern auf. Großartige Ideen können von jedem kommen, auch von Siebenjährigen." Zoes Mutter Caitlin Carew - selbst erklärte Feministin - meldete sich ebenfalls zu Wort: "So stolz auf meine Siebenjährige."

+++ 11.03 Uhr: Hitze führt zu großem Fischsterben in Hamburg +++

Wegen der anhaltenden Hitzewelle sind am Wochenende tonnenweise Fische im Hamburger Gewässern verendet. Seit Freitagnachmittag wurden zwischen viereinhalb und fünf Tonnen tote Fische gesammelt und in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt, wie die Umweltbehörde mitteilte. "Eine Besserung ist nicht in Sicht", sagte ein Sprecher. Ohne Niederschläge könnten die stehenden Gewässer "kaum durchgespült werden", auch die Elbe liefere nur wenig Wasser.

Grund für das Fischsterben sind die hohen Temperaturen, die den Sauerstoffgehalt vor allem in stehenden Gewässern drastisch senken. Bei Wassertemperaturen von über 24 Grad Celsius verschlechtern sich laut Umweltbehörde mittlerweile auch in der Elbe und der Alster die Bedingungen für Fische. Die Wettervorhersage für die kommenden Tage verspricht keine Besserung: Selbst in der Nacht sollen die Temperaturen nicht auf unter 20 Grad sinken. Das Fischsterben könnte also weitergehen.

+++ 11.01 Uhr: Anwältin erschossen - 80-jähriger Angeklagter gesteht +++

Ein Rentner soll in Waren an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern eine Rechtsanwältin erschossen haben. Zu Beginn des Prozesses legte Der Angeklagte ein Geständnis ab. Die Schüsse seien während einer Auseinandersetzung gefallen, sagte der 80-Jährige am Landgericht Neubrandenburg. Es tue ihm leid. Als Motiv gab er an, dass sich der Mann der Anwältin über Jahre hinweg mehr als 90.000 Euro unter falschen Angaben bei ihm geborgt und nicht zurückgezahlt habe. Darüber sei es bei der Auseinandersetzung gegangen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Rentner Mord aus Heimtücke vor. Er soll die 67-jährige Juristin am 1. Februar mit drei Schüssen getötet haben und geflohen sein. Der Mann wurde noch am Tatabend in seiner Wohnung festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft liegen umfangreiche Spuren und Indizien vor, die ihn belasten.

+++ 10.15 Uhr: Vier Männer wegen Gruppenvergewaltigung verurteilt +++

Nach einer gemeinsamen Vergewaltigung einer Flaschensammlerin in Sachsen-Anhalt sind vier junge Männer zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Dessau-Roßlau sprach das Quartett der Vergewaltigung im besonders schweren Fall und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig und verhängte Strafen zwischen sechs und acht Jahren. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass die Männer aus Eritrea im August 2017 eine 56-Jährige hinter einer leeren Berufsschule in Dessau-Roßlau ansprachen, als diese Flaschen sammelte. Anschließend bedrohten sie die Frau mit einem abgebrochenen Flaschenhals, vergewaltigten sie mehrfach und demütigten sie. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen und ist bis heute arbeitsunfähig.

Um die Frau zu schützen, schloss das Gericht während des Prozesses mehrfach die Öffentlichkeit aus, zuletzt am Montag bei den Plädoyers. Der Staatsanwalt hatte bis zu neun Jahre Haft gefordert. Die Verteidiger plädierten auf Strafen zwischen drei und fünf Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

+++ 10 Uhr: Arbeitslosenzahl steigt im Juli auf 2,325 Millionen +++

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli im Vergleich zum Vormonat um 49.000 auf 2,325 Millionen gestiegen. Verglichen mit dem Vorjahr ging die Zahl der Jobsucher um 193.000 zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 5,1 Prozent.

+++ 9.55 Uhr: Katze beim Betonieren unter Garage übersehen +++

Eine Katze ist in Baden-Württemberg bei Bauarbeiten übersehen und unter einer Garage einbetoniert worden. Am Morgen begann in Bretten bei Karlsruhe eine Rettungsaktion, um das noch lebende Tier namens Jimmy zu befreien. Wie die Polizei mitteilte, hatten Anwohner in den vergangenen Tagen immer wieder das Jammern und Jaulen der Maine-Coon-Katze gehört, die schon von ihren Besitzern mit Fotos gesucht worden war. Entdeckt wurde sie schließlich gestern Abend. "Sie hatte noch Bewegungsfreiheit, konnte sich aber aufgrund eines sehr schmalen Spaltes nicht selbst befreien", teilte die Polizei mit.

In der Nacht wurde Jimmy, der bereits seit dem 18. Juli vermisst wurde, durch den Spalt mit Futter und Wasser versorgt. Heute soll die Öffnung vergrößert werden, um die Katze zu retten.

+++ 9.51 Uhr: Berliner Polizei angelt Drogen aus Dachrinne +++

Wenn es sein muss, greift die Berliner Polizei auch zur Angel - so geschehen am Freitag, als die Beamten ein Päckchen Rauschgift aus einer Dachrinne fischten. Eigentlich waren die Polizisten angerückt, um einem Verkehrssünder die Fahrerlaubnis zu entziehen. Als sie bei dem 26-Jährigen im Stadtteil Neukölln klingelten, bemerkten sie jedoch ein verdächtiges Päckchen, das aus dem Fenster der Dachgeschosswohnung flog und in der Dachrinne landete.

In der Wohnung des Tatverdächtigen befand sich praktischerweise eine Angel, die die Beamten zur Bergung des Päckchens nutzten. Angefeuert von Anwohnern gelang es ihnen, etwa 1,2 Kilogramm Rauschgift sicherzustellen, wie in einem Video zu sehen ist. Dabei handelt es sich vermutlich um Marihuana. Am Ende beschlagnahmten die Polizisten sowohl die Drogen als auch den Führerschein des Mannes. Für ihn endete der spektakuläre Einsatz in Untersuchungshaft.

+++ 9.49 Uhr: Streunender Hund gewinnt Medaille bei Halbmarathon +++

Ein streunender Hund namens Stormy ist für seine spontane Teilnahme an einem Halbmarathon im westaustralischen Outback mit einer Medaille geehrt worden. "Die Leute waren sehr amüsiert. Ein sehr freundlicher Hund, der vor dem Start herumging und die Leute begrüßte. Und dann ist er mitgelaufen", sagte Grant Wholey, Veranstalter des Goldfields Pipeline Marathon. "An den Versorgungsstopps lief er immer ein bisschen umher und begrüßte die Freiwilligen und die Läufer." Anschließend habe sich der kleine Streuner immer einem Läufer angeschlossen, um mit der Menge weiterzulaufen. Nach zweieinhalb Stunden kam er ins Ziel - eine durchschnittliche Zeit, aber beachtlich für den schwarz-braunen Vierbeiner mit kaum längeren Beinen als ein Dackel.

Wholey sagte, er habe den Hund letzte Woche besucht und ihm eine Teilnehmermedaille verliehen in der Hoffnung, dass sich ein Halter melden würde. Nach dem Rennen nahmen sich zunächst Wildhüter des Tieres an, weil kein Halter gefunden werden konnte. Nach Angaben des Veranstalters kommt Stormy ursprünglich aus einer nahegelegenen Aborigines-Siedlung. Wenn sich nicht bald ein Besitzer meldet, soll Stormy nach einer Woche zur Adoption freigegeben werden. Einige der Läufer hätten Interesse angemeldet, sagte Wholey. "Er scheint ein sehr freundlicher, liebenswürdiger Hund zu sein. Er wird jemandem ein guter Begleiter sein."

+++ 9.39 Uhr: 18 Jahre nach Wehrhahn-Anschlag: Freispruch für Angeklagten +++

Im Prozess um den Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn vor rund 18 Jahren ist der Angeklagte freigesprochen worden. Das Landgericht in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt sah eine Schuld des als Neonazi bekannten Ralf S. nicht als erwiesen an. Bei dem Anschlag waren im Jahr 2000 zehn Zuwanderer verletzt worden, eine junge Frau verlor ihr ungeborenes Kind.

Die Anklage hatte S. mehrfachen Mordversuch vorgeworfen. Im Mai entließen ihn die Richter aber aus der Untersuchungshaft und teilten mit, dass sie ihn ihn nicht länger als dringend tatverdächtig betrachten. Zur Begründung verwies das Gericht auf nicht ausreichend belastbare Zeugenaussagen. Die Staatsanwaltschaft forderte lebenslange Haft, die Verteidigung einen Freispruch.

+++ 9.24 Uhr: Mehr als 17 Jahre Haft für Terrorplaner in Australien +++

Wegen der Vorbereitung eines Selbstmordanschlags ist ein Islamist in Australien zu 17 Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Brisbane sprach den 25-Jährigen schuldig, 2014 auf australischem Boden ein Attentat geplant zu haben. Der Mann hatte ein Geständnis abgelegt. In seiner Wohnung hatte die Polizei unter anderem ein geladenes Gewehr, mehrere Schwerter und Material zum Bau von Molotow-Cocktails sichergestellt. Zudem wurde dort islamistische Literatur entdeckt. Im Schlafzimmer hing eine Flagge der Terrorgruppe Islamischer Staat an der Wand.

+++ 8.34 Uhr: Polizei in NRW nimmt mutmaßlichen Brandstifter an Feld fest +++

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat an einem Feld in Dinslaken einen mutmaßlichen Brandstifter festgenommen. Wie die Beamten in Wesel mitteilten, war der 16-Jährige "mit einem brennendem Gegenstand, ähnlich einer Fackel", unterwegs und wurde von Zeugen beobachtet. Diese informierten die Polizei, als sie kurz darauf Flammen sahen.

Das Feuer vernichtete einen Acker und Teile einer Baumschule auf einer Fläche von rund zwei Hektar. Die Schadenshöhe ist noch unklar. Bei den Löscharbeiten trugen vier Feuerwehrleute leichte Verletzungen davon. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ 7.55 Uhr: ARD plant nicht mehr mit Lahm als TV-Experten +++

Die ARD plant keine weiteren Einsätze des ehemaligen Fußballprofis Philip Lahm als TV-Experte. Der Vertrag mit dem ehemaligen Nationalmannschafts-Kapitän ist ausgelaufen und soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nicht erneuert werden. Hingegen soll Thomas Hitzelsperger auch zukünftig für den Sender arbeiten.

"Es gibt eine Runde der Sportchefs im September, auf der darüber gesprochen wird", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky zu den Personalien. Balkausky hatte nach der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland Lahm kritisiert. Der als ARD-Experte eingesetzte Ex-Profi hatte seine deutliche Kritik auch an Bundestrainer Joachim Löw im sozialen Netzwerk LinkedIn und nicht bei einer Sendung im Ersten geäußert.

+++ 7.35 Uhr: Wladimir Klitschko: "Ich war der Loser der Klitschko-Brüder" +++

Der ehemalige Box-Weltmeister Wladimir Klitschko hat die Niederlagen gegen Corrie Sanders und Lamon Brewster als Tiefpunkte seiner Karriere bezeichnet. "Ich war der Champion - und dann kamen plötzlich zwei Niederlagen innerhalb eines Jahres", sagte der 42-Jährige dem Internetportal t-online.de. "Ich war der Loser der Klitschko-Brüder. Die Zeiten waren brutal schwer. Mein eigener Bruder sagte mir: 'Du musst mit dem Boxen aufhören.'"

Nach den Niederlagen 2003 und 2004 feierte der jüngere Bruder von Vitali Klitschko noch zahlreiche Siege. Seine Karriere beendete er erst im August 2017.

+++ 7.05 Uhr: Iran stellt Bedingungen für Treffen mit Trump +++

Vor einem etwaigen Treffen mit der iranischen Staatsführung müsste US-Präsident Donald Trump aus Sicht der Islamischen Republik erst einmal seinen Ausstieg aus dem Atomabkommen revidieren und die neuen Sanktionen gegen Teheran außer Kraft setzen. Das teilte der Berater des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani, Hamid Abutalebi, mit. "Zurück zum Atomdeal, Ende der Feindseligkeiten und Respekt fürs iranische Volk (...) und dann könnte man den Weg ebnen, um aus dem jetzigen Dilemma herauszukommen", schrieb Abutalebi auf Twitter.

Trump und die iranische Führung hatten sich in den vergangenen Tagen gegenseitig mit Drohungen überzogen. Am Montag erklärte sich der US-Präsident dann ohne Vorbedingungen zu einem Treffen mit Ruhani bereit. "Ich würde mich sicherlich mit dem Iran treffen, wenn sie sich treffen wollten", sagte Trump im Weißen Haus. "Ich weiß nicht, ob sie schon bereit dazu sind." Der US-Präsident fügte hinzu: "Keine Vorbedingungen." Trump sagte, er sei "jederzeit" zu einem Gespräch bereit, wann immer die iranische Führung ein solches Treffen wolle.

+++ 5.51 Uhr: Mindestens zehn Tote bei Anschlag auf Philippinen +++

Bei einem mutmaßlich islamistischen Selbstmordanschlag auf den Philippinen sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Bombe detonierte an einem Kontrollpunkt der Armee auf der Insel Basilan im Süden des Inselstaates, wie ein Militärsprecher mitteilte. Der Sprengsatz war in einem Lastwagen versteckt. Es gab auch mehrere Verletzte. Unter den Toten sind nach diesen Angaben sechs Soldaten sowie vier Zivilisten. Auch der mutmaßliche Attentäter, der am Steuer des Lastwagens saß, wurde getötet. Die Insel Basilan - etwa 900 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila - gilt als eine der Hochburgen der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf. Die Gruppe hatte mehrfach mit der Entführung von Ausländern Schlagzeilen gemacht.

Die Philippinen mit ihren mehr als 100 Millionen Einwohnern sind in Südostasien das einzige Land mit einer christlichen Bevölkerungsmehrheit.

+++ 4.59 Uhr: Nordkorea stellt angeblich neue Raketen her +++

Die US-Geheimdienste gehen offenbar davon aus, dass Nordkorea neue Interkontinentalraketen baut. Satellitenaufnahmen deuteten darauf hin, dass im Forschungszentrum Sanumdong weiterhin an mindestens einer Interkontinentalrakete vom Typ Hwasong-15 gearbeitet werde, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf Beamte, die mit den Geheimdiensterkenntnissen vertraut sind. "Wir sehen, dass sie arbeiten, wie zuvor auch", sagte ein US-Beamter dem Blatt.

Das Singapurer Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un war mit einem vagen Bekenntnis Kims zur "Denuklearisierung" zu Ende gegangen. Kim sagte öffentlich aber nicht zu, die Arbeiten in den Atom- und Raketenzentren einzustellen. Trump hatte nach dem Gipfeltreffen im Juni verkündet, es gebe "keine nukleare Bedrohung durch Nordkorea mehr". Erst letzte Woche hatte US-Außenminister Mike Pompeo bei einer Anhörung vor dem US-Senat gesagt, Nordkorea stelle weiterhin Atommaterial her. Die laufenden Gespräche mit Pjöngjang bezeichnete er jedoch als "produktiv". Es gebe "Fortschritte".

+++ 4.29 Uhr: Mehr als 500 Wanderer von aktivem Vulkan auf Lombok gerettet +++

Auf der indonesischen Ferieninsel Lombok sind mehr als 500 Wanderer von einem aktiven Vulkan gerettet worden, wo sie nach einem Erdbeben zunächst festgesessen hatten. 543 Wanderer seien in Sicherheit gebracht worden, sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Sechs weitere sitzen demnach noch fest, allen gehe es aber gut.

Die Touristen und ihre Bergführer hatten nach dem Erdbeben vom Sonntag am Vulkan Rinjani festgesessen. Ihnen war nach Erdrutschen der Weg abgeschnitten worden. An dem Berg befinden sich zahlreiche Wanderwege, die bei Touristen beliebt sind. Unter den betroffenen Touristen waren auch Deutsche.

+++ 4.20 Uhr: Extremsportler will Rekord mit Bobby-Car aufstellen +++

Dirk Auer mit seinem düsenbetriebenen Bobbycar

Ein kräftiger Feuerstoff kommt beim Anlaufen der Triebwerke aus den Düsen: Dirk Auer will mit einem düsenbetriebenen Bobbycar in 2,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

DPA

Mit einem düsengetriebenen Bobby-Car will der Extremsportler Dirk Auer aus Groß-Gerau bei Darmstadt Anfang August einen Weltrekord aufstellen. Sein umgebautes Kinderspielzeug wird dabei von drei Turbinen mit insgesamt rund 180 PS angetrieben. Ein Triebwerk ist direkt am Bobbycar verbaut, zwei weitere an Armhaltungen montiert. Der Rekordversuch im Rahmen des Geschwindigkeitsevents "Race at Airport" ist für den 5. August geplant. Auf einem Flugplatz im nordrhein-westfälischen Bottrop-Kirchhellen muss Auer dafür auf einer Strecke von 400 Metern mindestens 109 Stundenkilometer schnell sein. "Mein Ziel wären 150 bis 180 km/h", sagte Auer. Dazu will er in 2,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

Auer hat bereits mehrere Geschwindigkeitsweltrekorde auf Inlineskates aufgestellt. Hinter einem Rennwagen schaffte der Kunststofftechnik-Ingenieur bislang 307 Stundenkilometer. Von einem Motorrad gezogen erreichte er 291 Stundenkilometer. 1995 fuhr Auer auf Inlineskates in 24 Stunden die insgesamt 521 Kilometer von Frankfurt nach München.

+++ 4.20 Uhr: Klage gegen Veröffentlichung von Waffenplänen für 3D-Drucker +++

In den USA wächst der Widerstand gegen die bevorstehende Veröffentlichung von Plänen im Internet für die Herstellung von Schusswaffen auf 3D-Druckern. Der Generalstaatsanwalt des Bundesstaats Washington, Bob Ferguson, teilte mit, er verklage die Regierung von US-Präsident Donald Trump vor einem Bundesgericht in Seattle. Sieben Bundesstaaten und der Hauptstadtdistrikt Washington hätten sich angeschlossen.

Cody Wilson und sein "Liberator", eine Plastikpistole aus dem 3D-Drucker

Die Klage richtet sich gegen einen außergerichtlichen Vergleich, den die US-Regierung mit einer Organisation geschlossen hat. Dieser Organisation namens Defense Distributed wird damit die Veröffentlichung von Plänen zur Herstellung von Waffen auf 3D-Druckern erlaubt. Defense Distributed aus Texas hat angekündigt, die Pläne von diesem Mittwoch an zum Herunterladen anzubieten. Ferguson kritisiert, dadurch erhielten "Kriminelle und Terroristen Zugang zu herunterladbaren, nicht verfolgbaren und nicht aufspürbaren 3D-gedruckten Waffen". 

+++ 4.04 Uhr: Stillen in den ersten Lebensminuten rettet laut WHO Baby-Leben +++

Millionen Babys weltweit werden mangels besseren Wissens in den ersten Lebensminuten noch mit Honig, Zuckerwasser oder künstlicher Babynahrung gefüttert. Dabei könne es lebensgefährlich sein, wenn Neugeborene nicht sofort zum Säugen an die Mutterbrust gelegt werden, warnen die Weltgesundheitsorganisation und das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Das sofortige Stillen nach der Geburt sei besonders in ärmeren Ländern eine Lebensversicherung für Babys. Drei von fünf Babys - weltweit 78 Millionen - profitierten davon aber nicht. Die Studie bezieht sich auf Länder mit niedrigen oder mittleren Einkommen. Vergleichswerte aus Europa, Nordamerika oder Australien sind darin nicht berücksichtigt.

Babys sollten unbedingt sofort nach der Geburt zum Stillen an die Brust gelegt werden. Studien hätten gezeigt, dass Babys sonst ein höheres Infektionsrisiko oder häufiger Probleme mit der Atmung bekommen. Schon nach einer Stunde sei wertvolle Zeit vertan und das Sterberisiko steige rasant, so der Bericht. Bei Babys, die erst am Tag nach der Geburt erstmals gestillt werden, sei das Sterberisiko mehr als doppelt so hoch wie bei den Frühstillern.

+++ 3.34 Uhr: LKA stellt mehr Ermittler zur Aufarbeitung der Abgas-Affäre ab +++

Die Ermittlungsgruppe des baden-württembergischen Landeskriminalamtes zur Aufklärung der Dieselaffäre rund um die Autobauer Daimler und Porsche sowie den Zulieferer Bosch bekommt zusätzliches Personal. "Derzeit laufen Bemühungen, Personal zu rekrutieren, um unsere Ermittlungsgruppe zur Dieselaffäre aufzustocken. Wir passen sie der Auftragslage an und werden um eine Verstärkung nicht umhin kommen", sagte der Abteilungsleiter Wirtschaftskriminalität beim LKA, Thomas Lutz, in Stuttgart. Die im Mai 2016 eingerichtete Ermittlungsgruppe "Nox" umfasse aktuell 15 bis 20 Mitarbeiter.

Im Zuge der Ermittlungen hätten sich die Beamten viel technisches Fachwissen aneignen müssen, sagte Lutz. "So wurde uns das Funktionsprinzip der Motorsteuerung von Ingenieuren erklärt, um verstehen zu können, wie Abschalteinrichtungen funktionieren und wodurch eine mutmaßlich verbotene Manipulation zustande kommt."

+++ 3.25 Uhr: Einsatzkräfte in Kalifornien melden Fortschritte im Kampf gegen Buschbrände +++

Bei starker Sommerhitze und Trockenheit in Kalifornien geht der Kampf gegen mehr als ein Dutzend Buschfeuer weiter. Die Feuerwehr meldete erste Fortschritte beim Versuch, die verheerenden Brände im Norden des Westküstenstaates unter Kontrolle zu bringen. Das sogenannte Carr-Feuer, das Teile der Ortschaft Redding zerstört hatte, sei jetzt zu 20 Prozent eingedämmt, teilten die Behörden mit. Vor den Flammen geflüchtete Anwohner durften erstmals in die Brandgebiete zurückkehren. Viele fanden allerdings nur noch verkohlte Reste vor. Das Feuer, das in den letzten Tagen sechs Menschen das Leben kostete, hat mehr als 700 Gebäude zerstört.

Das Ferguson-Feuer am Fuße der Sierra Nevada war am Montag zu 30 Prozent eingedämmt. Bei Löscharbeiten in dem teils schwer zugänglichen Gelände waren zwei Helfer ums Leben gekommen. Starker Rauch hatte zur mehrtägigen Schließung des berühmten Yosemite-Tals geführt. Erst an diesem Freitag sollen Besucher wieder zugelassen werden. Nach Angaben der Feuerwehr wüten derzeit 17 größere Brände zwischen San Diego am Südrand Kaliforniens und der nördlichen Grenze zum Nachbarstaat Oregon. Rund 50.000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen.

+++ 2.40 Uhr: Heute könnte es der heißeste Tag des Jahres werden +++

Heute werden in Deutschland voraussichtlich an vielen Orten Hitzerekorde gebrochen. "Regional wird das sicherlich der heißeste Tag des Jahres", sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am frühen Morgen. "In der Mitte und im Osten Deutschlands können es sogar bis zu 39 Grad werden." Damit wäre der 31. Juli der bislang heißeste Tag 2018. Bisher lag der Rekord laut DWD bei 38,0 Grad, aufgestellt am 26. Juli in Duisburg-Baerl.

Im äußersten Westen und Nordwesten bleibt es hingegen wolkig. Die Temperaturen klettern dort nicht auf Rekordwerte.

Die Nacht blieb nach Auskunft des DWD überwiegend ohne Gewitter und trocken. Nur vereinzelt und oft in höheren Lagen fielen die Temperaturen unter 20 Grad. "Es ist eine Tropennacht", so die Expertin.

+++ 2.30 Uhr: Zahl der angestellten Zeitungsjournalisten in den USA dramatisch gesunken +++

Die Zahl der angestellten Zeitungsjournalisten in den USA ist einer Studie zufolge in den letzten zehn Jahren um 45 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Angestellten in Zeitungsredaktionen sei von 71.000 im Jahr 2008 auf 39.000 im Jahr 2017 gesunken, heißt es in der Studie des Pew Research Center, die sich auf Zahlen des US-Arbeitsministeriums stützt. Insgesamt fiel die Zahl der in Redaktionen beschäftigten Journalisten - alle Medien eingeschlossen - in dem Zeitraum den Angaben zufolge um 23 Prozent von 114.000 auf 88.000. Ein Anstieg wurde demnach lediglich bei Online-Medien verzeichnet, bei denen sich die Zahl der angestellten Journalisten von rund 7000 im Jahr 2008 auf 13.000 im Jahr 2017 fast verdoppelte.

Die US-Zeitungsbranche hatte in den vergangenen Jahren stark unter sinkenden Auflagen und Werbeeinnahmen zu leiden, es folgten Entlassungswellen. 

+++ 0.59 Uhr: IS bekennt sich zu Angriff auf Rad-Touristen in Tadschikistan +++

Der sogenannte Islamische Staat hat sich zu dem tödlichen Angriff auf eine Touristengruppe im zentralasiatischen Tadschikistan bekannt. Die Attacke habe "Bürgern aus Ländern der Kreuzfahrer-Allianz" gegolten, teilten die Terroristen über ihr Sprachrohr Amak mit, wie die auf Auswertung dschihadistischer Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group meldet. Mit "Kreuzfahrern" meint der IS das US-geführte Bündnis, das die Extremisten im Irak und in Syrien bekämpft.

Bei dem Angriff auf die Touristengruppe wurden am Sonntag mindestens vier Radfahrer aus der Schweiz, den USA und den Niederlanden getötet. Drei weitere Touristen wurden verletzt. Ein Auto sei auf einer Landstraße in die Gruppe mit Ausländern gerast, ein Radfahrer zusätzlich mit Messerstichen verletzt worden, teilte das Innenministerium der Ex-Sowjetrepublik mit. Die tadschikische Polizei fahndete mit einem Großaufgebot in der Region Danghara - rund 130 Kilometer von der Hauptstadt Duschanbe entfernt - nach den Tätern. Nach Behördenangaben wurden drei Männer bei der Festnahme getötet. Die Angreifer hätten Messer und Schusswaffen bei sich gehabt.

mad / DPA / AFP