HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Linke legt Machtkampf bei: Wagenknecht und Bartsch bleiben

Türkei lässt wieder Deutschen verhaften +++ Salmonellen in Aldi-Salami +++ Nordkorea warnt vor Ausbruch eines Atomkriegs +++ Haftbefehl gegen katalanische Separatistenanführer +++ Die Nachrichten des Tages.

Dietmar Bartsch und Sahra Wagenkneckt von der Linkspartei verlassen die Tagungsräume

Am Ende eines langen Tages: Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht werden auch künftig uneingeschränkt die Fraktion der Linkspartei im Bundestag führen.

Die aktuellsten Nachrichten des Tages für Sie im Überblick.

+++ 20.59 Uhr: Linke vermeidet Machtkampf - Wagenknecht und Bartsch führen Fraktion +++

Die Linkspartei hat eine Einigung in ihrem Machtkampf erzielt. Die Fraktionschefs Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch wurden am Dienstagabend auf einer Klausursitzung in Potsdam wiedergewählt, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Fraktionskreisen erfuhr. Zuvor hatten die beiden Parteichefs Bernd Riexinger und Katja Kipping versucht, die Macht der Fraktionschefs zu beschneiden. Auf der Fraktionsklausur waren Anträge beraten worden, mit denen den beiden Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger unter anderem ein Erstrederecht im Bundestag zugestanden werden sollte. Wagenknecht hatte den beiden Parteivorsitzenden in einem Brief an die Fraktionsmitglieder vorgeworfen, sie aus dem Amt drängen zu wollen. Der Machtkampf zwischen den Spitzen von Partei und Fraktion bei den Linken schwelt schon länger, brach aber erst nach der Bundestagswahl offen aus.


+++ 19.47 Uhr: Waldbrände in Portugal: Zahl der Todesopfer steigt auf 41 +++

Bei den verheerenden Waldbränden in Portugal sind mindestens 41 Menschen ums Leben gekommen. Die neue Zahl sei am Dienstagabend vom Zivilschutz bekanntgegeben worden, berichtete die Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf einen Sprecher der Behörde. Zuvor waren 37 Tote gezählt worden. Sechs der insgesamt sieben als vermisst gemeldeten Personen seien inzwischen lebend gefunden worden, hieß es auch. Besonders betroffen waren von den Waldbränden am Wochenende und am Montag die Bezirke Coimbra und Castelo Branco im Zentrum des Landes sowie weiter nördlich der Bezirk Viseu.

+++ 18.30 Uhr: Anschlagspläne auf Politiker? Zehn Festnahmen in Frankreich +++

Französische Anti-Terror-Ermittler haben nach Medienberichten wegen möglicher Anschlagspläne auf Politiker zehn Menschen festgenommen. Die 17- bis 25-Jährigen seien im Südwesten des Landes und in der Region Paris aufgegriffen worden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Dienstag unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Ermittlungen. Die Aktion stehe im Zusammenhang mit schon länger laufenden Ermittlungen zu einem jungen Mann aus der rechtsextremen Szene. Gegen den 21-Jährigen sei im Juli ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, nachdem er in den sozialen Netzwerken mit Angriffen auf Migranten gedroht hatte.

+++ 18.20 Uhr: Medien: Türkei lässt weiteren Deutschen festnehmen +++

Auf Betreiben der Türkei ist nach Medien-Informationen ein weiterer Deutscher festgenommen worden. Kemal K., der die deutsche und türkische Staatsangehörigkeit habe, sei bereits Mitte des Jahres in der Ukraine festgenommen worden und sitze seitdem dort fest, berichteten die "Süddeutsche Zeitung", der WDR und der NDR am Dienstag. Er dürfe das Land nicht verlassen, bis über eine Auslieferung in die Türkei entschieden sei. Die türkische Justiz werfe ihm eine Verstrickung in zwei Morde in der Türkei vor und habe über Interpol nach ihm fahnden lassen. Das Auswärtige Amt in Berlin war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Kemal K. sei 2007 nach Deutschland geflohen, habe politisches Asyl erhalten und sei 2016 eingebürgert worden. In der Türkei war er dem Bericht zufolge in der kommunistischen Partei TKP/ML aktiv. K. sei mit einer Ukrainerin verheiratet und aus privaten Gründen in das Land gereist, hieß es in dem Medienbericht weiter. Zuvor habe die Generalstaatsanwaltschaft Köln ihn vor einer Auslandsreise gewarnt.

Kemal K. sei 2007 in Baden-Württemberg für mehrere Monate inhaftiert gewesen, das Oberlandesgericht Karlsruhe habe seiner Auslieferung damals jedoch wegen "erheblicher Zweifel am Vorliegen eines hinreichenden Tatverdachts" nicht zugestimmt.

Erst vor wenigen Tagen hatte Spanien die Auslieferung des türkischstämmigen Deutschen Dogan Akhanli abgelehnt, der am 19. August während eines Spanien-Urlaubs in Granada aufgrund eines türkischen Haftbefehls festgenommen worden war.

Türkei: Präsident Recep Tayyip Erdogan

Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, bei einer Rede in Ankara (Archivbild)


+++ 17.48 Uhr: Freiburgs Trainer Christian Streich ist "Bücherfreund" 2017 +++

Fußballtrainer Christian Streich wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels als "Bücherfreund" des Jahres 2017 ausgezeichnet. Der Coach des SC Freiburg sei dafür bekannt, nicht nur im Fußball, sondern auch bei gesellschaftlichen Themen engagiert Position zu beziehen, heißt es in der Begründung der Jury vom Dienstag. Außerdem werbe der 52-Jährige in der Öffentlichkeit für das Lesen. Streich wird der Preis am 26. November im Freiburger Literaturhaus verliehen. Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld in Höhe von 5000 Euro wird auf Wunsch des SC Freiburg Schulen zur Förderung von Buch- und Leseprojekten zukommen. Der Landesverband Baden-Württemberg des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hatte den Preis ins Leben gerufen, Streich ist der erste Preisträger.

+++ 17.08 Uhr: 45 Tresore in Kanal gefunden - vermutlich von Dieben entsorgt +++

Unter einer Kanalbrücke in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) haben Taucher 45 geöffnete Tresore gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass sie aus Einbrüchen stammen und an der Brücke von den Dieben entsorgt wurden. Die Tresore hätten mindestens mehrere Wochen dort gelegen, sagte eine Polizeisprecherin. In einigen hätten sich noch Unterlagen befunden. Mit Hilfe der Papiere wollen die Ermittler nun mehr über die Herkunft zumindest einiger Tresore erfahren. Zeugen hatten vor einer Woche an der Brücke, die über den Rhein-Herne Kanal führt, kleine Geldschränke entdeckt und die Polizei informiert.

+++ 16.12 Uhr: 14-Jährige nach Bombendrohung gegen Berliner Einkaufszentrum vorübergehend festgenommen +++

Wegen einer Bombendrohung hat ein Einkaufszentrum in Berlin-Steglitz geräumt werden müssen. Eine 14-Jährige gestand nach Polizeiangaben ein, bei einer Art Mutprobe in einem Geschäft einer Kundin gegenüber gesagt zu haben, dass etwas passieren werde. Das Mädchen wurde vorläufig festgenommen. Sie räumte nach ihrer Festnahme einen "blöden Scherz" ein, wie eine Polizeisprecherin sagte. Gegen Mittag war der Polizeieinsatz wieder beendet, gefunden wurde in dem Einkaufszentrum nichts. Die 14-Jährige wurde ihren Eltern übergeben. Gegen sie wurde Strafanzeige wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten gestellt. Auch im thüringischen Jena gab es einen Polizeieinsatz nach einer telefonischen Bombendrohung. Das Klinikum wurde nicht evakuiert, allerdings kam es zu Straßensperrungen und einer Unterbrechung des Straßenbahnverkehrs.

+++ 15.49 Uhr: Verurteilter Sexualtäter vergewaltigt Justizangestellte bei begleitetem Freigang +++

Ein wegen sexueller Nötigung verurteilter Strafgefangener hat während eines Freigangs im niedersächsischen Delmenhorst eine Justizmitarbeiterin vergewaltigt. Der Mann habe die Frau bei einem begleiteten Ausgang in sein familiäres Umfeld in seine Gewalt gebracht und missbraucht, teilte das Justizministerium in Hannover mit. Anschließend tötete sich der Mann demnach selbst. Nach Angaben des Ministeriums hatte der Gefangene zuvor 50 begleitete Ausgänge absolviert, ohne dass es Auffälligkeiten gab. Er habe von Mai 2015 bis Februar 2017 zudem alle Module des Behandlungsprogramms für Sexualstraftäter absolviert. Der Vorgang werde derzeit im Justizministerium geprüft, hieß es. "Bislang sind Regelverstöße oder fachliche Fehler nicht zu erkennen." Die Entscheidung für Vollzugslockerungen beruhten auf einer "Prognoseentscheidung" der zuständigen Justizvollzugsanstalt (JVA). Dabei habe die Sicherheit der Justizmitarbeiter und der Bevölkerung "oberste Priorität".

+++ 15.44 Uhr: Ermittlungen gegen bayerische Gebirgsjäger eingestellt +++

Die von der Bundeswehr selbst veranlassten Ermittlungen gegen Soldaten der Gebirgsjäger im bayerischen Bad Reichenhall sind eingestellt worden. Mangels Tatnachweis seien die Vorwürfe des sexuell bezogenen Fehlverhaltens und der Volksverhetzung gegen insgesamt fünf Soldaten eingestellt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Traunstein. Der gegen zwei dieser Soldaten erhobene Vorwurf eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sei gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Der Sprecher bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Bayerischen Rundfunks. Die Ermittlungen waren von einem Obergefreiten ausgelöst worden, der von sexuellen Nötigungen zwischen November 2015 und September 2016 berichtet hatte. Im Anschluss an interne Ermittlungen informierte die Bundeswehr die Staatsanwaltschaft.

+++ 15.21 Uhr: Schleuser vor Gericht - mindestens sechs Kinder ertrunken +++

Drei mutmaßliche Schleuser müssen sich vor dem Landgericht im bayerischen Traunstein verantworten. Den Angeklagten wird vorgeworfen, während der Flüchtlingskrise im Herbst 2015 und Anfang 2016 Hunderte Flüchtlinge illegal nach Deutschland gebracht zu haben. Bei Bootsfahrten von der Türkei nach Griechenland ertranken mindestens sechs Kinder. Die Staatsanwaltschaft klagte die Männer aus Syrien und dem Irak im Alter zwischen 30 und 43 Jahren wegen gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern mit Todesfolge an. Die mutmaßlichen Schleuser sind nach den Ermittlungen der Justiz Teil einer vielköpfigen Bande, die über einen längeren Zeitraum Flüchtlinge über die Balkanroute bis zur bayerischen Grenze gebracht haben soll. Sie verlangte dafür bis zu 7500 Euro von jedem Asylbewerber. Verhandelt werden vor Gericht 23 Fälle.

+++ 15.04 Uhr: Frankreich nimmt 4700 von zugesagten 30.000 Flüchtlingen auf +++

Unter dem EU-Programm zur Umsiedlung von Flüchtlingen nimmt Frankreich insgesamt rund 4700 Menschen aus Griechenland und Italien auf. Das ist knapp ein Sechstel der vor zwei Jahren zugesagten 30.000 Flüchtlinge, wie aus einer Mitteilung der Pariser Einwanderungsbehörde OFII hervorgeht. Ein letzter Flug aus Griechenland wird laut OFII für Mittwoch in Frankeich erwartet. Damit sollen vor allem Syrer kommen. Insgesamt hat Frankreich damit seit dem Anlaufen des EU-Programms 2015 rund 4300 Menschen aus sogenannten Hotspots in Griechenland aufgenommen, weitere 377 kamen über Registrierungsstellen in Italien.

+++ 14.52 Uhr: Anti-IS-Allianz verkündet Befreiung von einstiger IS-Hochburg Raka +++

Nach vier Monaten heftiger Kämpfe haben syrische Rebellen die Befreiung von Raka aus den Händen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verkündet. Der Militäreinsatz in der einstigen IS-Hochburg im Norden Syriens sei beendet, "die Stadt ist vollständig unter Kontrolle", sagte ein Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte. Nach dem Fall der irakischen Stadt Mossul war Raka die letzte Großstadt unter IS-Kontrolle. Die IS-Kämpfer hatten Raka im Januar 2014 erobert und später zur inoffiziellen Hauptstadt ihres selbsternannten "Kalifats" gemacht. Die Dschihadisten errichteten in der jahrtausendealten Stadt im Euphrat-Tal eine Schreckensherrschaft. Von Raka aus plante der IS zudem Anschläge in der ganzen Welt.

+++ 14.38 Uhr: Kofferräuber sitzt selbst im Koffer +++

Die französische Polizei hat eine mysteriöse Diebstahlserie aufgeklärt: Ein Kofferräuber saß selbst in einem Koffer und konnte so in aller Seelenruhe die Gepäckfächer unter Flughafenbussen plündern, wie die Behörden mitteilten. Der Mann und sein Komplize, der ihn in die Busse schmuggelte, wurden zu Haftstrafen von acht und zwölf Monaten verurteilt. Dass die Kofferräuber der Polizei ins Netz gingen, ist einem aufmerksamen Busfahrer zu verdanken: Ihm fiel auf, dass eines der Gepäckstücke ungewöhnlich groß war und sich bewegte. Die Polizei fand in dem Koffer einen der beiden Männer, der sich mit einem Spezial-Reißverschluss von innen befreien konnte. Die Diebesbeute befand sich in einem Rucksack: Laptops, Geld und andere Wertobjekte.

+++ 13.48 Uhr: Drakonische Strafen für Raucher an Thailands Stränden +++

Der Umwelt zuliebe herrscht an vielen thailändischen Stränden ab November striktes Rauchverbot. Bei Missachtung der neuen Verordnung drohen Rauchern hohe Geldstrafen oder bis zu einem Jahr Haft, wie die thailändischen Behörden mitteilten. Fast 140.000 Zigarettenstummel fanden sich bei einer Aufräumaktion auf einem rund zweieinhalb Kilometer langen Strandabschnitt der Phuket-Insel. Damit soll nun Schluss sein. "Diese Strände zählen zu den schönsten in Südostasien und das sollen sie auch bleiben", erklärte der Chef der thailändischen Touristenbehörde, Yuthasak Supasorn. Das Rauchverbot soll ab November an den 20 beliebtesten Stränden des Landes gelten, darunter auch die Besuchermagneten Krabi, Koh Samui, Pattaya, Phuket und Phang Nga. Raucher müssen sich künftig in für sie ausgewiesene Bereiche zurückziehen. Wer sich nicht daran hält, muss laut der Tourismusbehörde mit einer Geldstrafe von 100.000 Baht (rund 2560 Euro) bis hin zu einer einjährigen Gefängnisstrafe rechnen.

+++ 13.13 Uhr: Einzigartige Langzeit-Studie: Zehn Jahre jünger durch Sport +++

Wer Sport treibt, ist motorisch gesehen im Schnitt zehn Jahre jünger als ein Bewegungsmuffel. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Langzeitstudie "Gesundheit zum Mitmachen", die am Karlsruher Institut für Sport und Sportwissenschaft des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) vorgestellt wurde. Diese untersuchte unter anderem Aktive und Nicht-Aktive im mittleren Erwachsenenalter. "An unseren Daten sieht man: Der 50-jährige Aktive ist so fit wie der 40-jährige Inaktive", erklärte Professor Klaus Bös, der die Studie gemeinsam mit Alexander Woll koordiniert. 

Außerdem lasse sich feststellen, dass mit fortschreitendem Alter zwar die Zipperlein zunähmen - die Gesundheitssportler seien allerdings deutlich seltener betroffen. Wer weniger als zweieinhalb Stunden pro Woche sportlich aktiv ist, erkranke zudem beispielsweise viermal so häufig an Diabetes. Für Studie werden seit dem Jahr 1992 in Schönborn (Kreis Karlsruhe) rund 500 Frauen und Männer zwischen 35 und inzwischen 80 Jahren begleitet.

+++ 12.59 Uhr: Jugendliche nach Bombendrohung gegen Berliner Einkaufszentrum festgenommen +++

Nach der Bombendrohung gegen ein Einkaufszentrum in Berlin-Steglitz ist nach Polizeiangaben ein Mädchen vorläufig festgenommen worden. Das Einkaufszentrum sei aufgrund der Drohung am Dienstag geräumt und abgesperrt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Verdacht richte sich womöglich gegen zwei Jugendliche. Nähere Details nannte die Polizei zunächst nicht.

Wie viele Menschen das Einkaufszentrum verlassen mussten, war noch unklar. Der Polizeieinsatz dauerte noch an. Womöglich habe es sich um einen "ganz schlechten Scherz" gehandelt, sagte die Sprecherin.

+++ 12.19 Uhr: Schlüssel verloren - Mann steckt kopfüber im Schacht fest +++

Rund 40 Minuten lang hat ein Mann in Hamburg-St. Pauli kopfüber in einem Schacht festgesteckt. Passanten alarmierten die Feuerwehr, die ihn aus seiner misslichen Lage befreiten. Nach Angaben der Retter hatte der Mann versucht, einen Schlüsselbund aus dem Schacht zu fischen und war dabei steckengeblieben. 23 Feuerwehrleute rückten an, um den Mann zu befreien und notärztlich zu versorgen. Mit Hilfe von Schlingen, die an die Drehleiter eines Feuerwehrwagens befestigt wurden, konnte der leichtverletzte Mann dann schließlich ins Freie gezogen werden.

+++ 11.44 Uhr: F-18-Kampfjet in Madrid abgestürzt +++

In der spanischen Hauptstadt Madrid ist ein Kampfflugzeug vom Typ F-18 abgestürzt. Dies teilte das spanische Verteidigungsministerium laut der Nachrichtenagentur Reuters mit. nach Informationen der spanischen Zeitung "El Pais" konnte sich der Pilot nicht mehr aus der Maschine retten. 

+++ 11.36 Uhr: Prozess gegen Peter Steudtner in der Türkei beginnt am 25. Oktober +++

Der Prozess gegen den in der Türkei inhaftierten Deutschen Peter Steudtner und zehn weitere Menschenrechtler wegen Terrorvorwürfen beginnt am Mittwoch kommender Woche. Das Gericht habe die Anklageschrift der Istanbuler Staatsanwaltschaft angenommen und als ersten Prozesstag den 25. Oktober benannt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag.

+++ 10.51 Uhr: Salmonellen in Salami bei Aldi - Rückruf +++

Wegen eines Salmonellen-Fundes ist die ausschließlich bei Aldi Nord verkaufte Salami Piccolini zurückgerufen worden. Vom Verzehr der Salami werde dringend abgeraten, teilte der Hersteller - die Hans Kupfer & Sohn GmbH & Co. KG mit.

Aldi ruft dazu auf, unabhängig von der Sorte und dem aufgedruckten Verfallsdatum die Artikel in die Filialen zurückzubringen. Aldi: "Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes haben wir den Artikel (...) vollständig aus dem Verkauf genommen. Der Artikel wird ab sofort von einem anderen Lieferanten geliefert." 

Eine Salmonellen-Erkrankung äußert sich innerhalb einiger Tage nach Infektion mit Durchfall, Bauchschmerzen sowie gelegentlich Erbrechen und leichtem Fieber.

Die Salami wurde bei Aldi in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen verkauft. 

+++ 10.21 Uhr: 75 Hochwasser-Tote in Vietnam - Weitere Überschwemmungen befürchtet +++

In Vietnam haben Retter die Leichen von drei weiteren Überschwemmungstoten geborgen. Damit stieg die Zahl der Todesopfer durch das Hochwasser im Zentrum und Norden des Landes auf 75, wie die Behörden des südostasiatischen Landes mitteilten. 28 Menschen werden noch vermisst.

Für Dienstag befürchten die Meteorologen erneut schwere Regenfälle, da sich das tropische Tiefdruckgebiet "Khanun" auf die Region zubewegt. Sturm "Khanun" hatte sich am Montagabend zu einem Tiefdruckgebiet abgeschwächt. Die Behörden wiesen die Besatzungen von etwa 80 000 Fischkuttern in der Region an, im Hafen zu bleiben oder gefährliche Gebiete im Südchinesischen Meer zu meiden.  

+++ 9.41 Uhr: Zentralkomitee der Katholiken offen für muslimische Feiertage +++

In der Debatte um die Einführung eines muslimischen Feiertags hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière Rückendeckung aus der katholischen Kirche erhalten. "In einer multireligiösen Gesellschaft kann in Gegenden mit hohem Anteil an frommen Muslimen ein islamischer Feiertag hinzukommen, ohne dass die christliche Tradition unseres Landes verraten würde", sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, der "Passauer Neuen Presse".

Der Festkalender sei "weder museal noch eine bloße Abfolge arbeitsfreier Tage, sondern Zeichen des Reichtums europäischer Traditionen". "Wo es einen nennenswerten Anteil an Muslimen gibt, sollte man auch deren Festkultur zur Kenntnis nehmen", sagte Sternberg. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist das höchste Gremium der katholischen Laien in Deutschland.

+++ 8 Uhr: Weltweit bekommen arme Mädchen dreimal so viele Kinder wie reiche +++

Weltweit bekommen arme Mädchen dreimal so viele Kinder wie reiche. Nach dem neuen Weltbevölkerungsbericht des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) werden Ungleichheiten auch bei der Geburtenrate in Entwicklungsländern deutlich, wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) mitteilte. Weitere Benachteiligungen zeigen sich im Geschlechtervergleich. So verdienen Frauen im weltweiten Durchschnitt nur 77 Prozent dessen, was Männer bekommen. Zudem sind rund zwei Drittel (63 Prozent) aller Analphabeten Frauen.

+++ 5.57 Uhr: Nordkorea: "Atomkrieg könnte jeden Moment beginnen" +++

Nordkoreas stellvertretender UN-Botschafter Kim In Ryong hat vor den Vereinten Nationen vor dem Ausbruch eines Atomkriegs gewarnt. Die Situation in Nordkorea habe einen "sehr riskanten Punkt erreicht und ein Atomkrieg könnte jeden Moment ausbrechen", sagte Kim In Ryong vor dem Abrüstungsausschuss der UN. "Kein anderes Land auf der Welt hat für so eine lange Zeit eine solch extreme und direkte nukleare Bedrohung von den USA hinnehmen müssen", sagte er.

Nordkorea unterstütze die Bemühungen der Vereinten Nationen um eine nukleare Abrüstung auf der Welt. Aufgrund der aktuellen Bedrohung durch die Vereinigten Staaten sei für sein Land eine Unterzeichnung des internationalen Atomwaffensperrvertrags jedoch nicht möglich, so Kim In Ryong. Er drohte den USA zudem damit, dass sie bei einem weiteren Vordringen in den militärischen Einzugsbereich Nordkoreas mit einem Vergeltungsschlag zu rechnen hätten.  

+++ 5.30 Uhr: Spanien erlässt Haftbefehl gegen katalanische Separatistenanführer +++

Die spanische Staatsanwaltschaft hat gegen zwei Anführer und Organisatoren der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung erlassen. Medienberichten zufolge verordnete die Justiz Untersuchungshaft gegen Jordi Sánchez und Jordi Cuixart wegen "aufrührerischen Verhaltens".

Bei den Vorwürfen gegen die Chefs zweier Organisationen der katalanischen Separatistenbewegung, Katalonische Nationalversammlung (ANC) und Omnium Cultural, geht es um eine Demonstration am 20. September im Vorfeld des Referendums. Dabei sollen Sánchez und Demonstranten dazu ermutigt haben, Angehörige der spanischen Polizeieinheit Guardia Civil einzukesseln. 

+++ 1.10 Uhr: US-Streitkräfte töten Dutzende IS-Mitglieder im Jemen +++

Bei einem Militärschlag auf zwei IS-Trainingscamps im haben US-Streitkräfte Dutzende Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat getötet. Der Einsatz in der Provinz Al-Baida habe die Ausbildung weiterer IS-Kämpfer unterbunden, wie das Pentagon mitteilte. Das Ministerium gab keine Auskunft zu der Art des Militärschlags. Die Terrormiliz habe die beiden Camps zur Ausbildung von Kämpfern für Terroranschläge mit verschiedenen Waffen wie Maschinengewehren und Raketenwerfern genutzt, hieß es weiter.

Laut dem Pentagon ist der Jemen ein zentrales Gebiet für die Rekrutierung, Ausbildung und den Transit von Terroristen, die "Anschläge gegen Amerika und seine Verbündeten weltweit" planen. Zusammen mit der jemenitischen Regierung unterstützen die US-Streitkräfte dort Anti-Terror-Einsätze gegen den Islamischen Staat

ivi/DPA/AFP

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren