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+++ News des Tages +++: Mann aus Baden-Württemberg knackt 90-Millionen-Jackpot

Mann gewinnt Rekordsumme im Lotto +++ Moderator setzt Belohnung für "Vergewaltiger"-Rufe gegen Bill Clinton aus +++ Antalya mit Raketen beschossen +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Der Eurojackpot ist von einem Mann aus Baden-Württemberg geknackt worden

Auf einmal unendlich reich: Noch ist der Gewinner des Eurojackpots nicht bekannt

Die News des Tages im Überblick:

+++ 21.57 Uhr: Mann aus Baden-Württemberg knackt 90-Millionen-Jackpot +++

Der Eurojackpot ist geknackt und Deutschland hat einen neuen Lotto-Millionär der Superlative. Der Gewinn von 90 Millionen Euro geht nach Baden-Württemberg. Die Zahlen 7-10-25-39-42 plus die zwei Zusatzzahlen 3 und 6 stehen für einen Rekordgewinn in der deutschen Lottogeschichte, wie Westlotto am Freitag in Münster mitteilte. Damit ist auch der bisherige Rekord für alle 17 Teilnehmerländer im Eurojackpot mit 90 Millionen Euro aus dem Jahr 2015 eingestellt. Gewinner war damals ein Tipper aus Tschechien.

Den Rekord für Deutschland hielt bislang ein Spieler aus Nordhessen. Der Angestellte hatte sich Anfang August 2016 einen Megagewinn von 84,8 Millionen Euro gesichert.

Acht weitere Tipper - davon fünf aus Deutschland - hatten am Freitagabend fünf Richtige und eine korrekte Zusatzzahl: Sie bekommen jeweils rund 2,8 Millionen Euro. Diese deutschen Gewinner kommen aus Bayern (2x), Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen.

Die neuen Zahlen waren in Helsinki gezogen worden. Zehn Ziehungen hintereinander war der Jackpot zuvor nicht geknackt worden und so auf die Höchstsumme angewachsen.

+++ 21.03 Uhr: Laut Medienberichten spähte Al-Bakr Berliner Flughafen aus +++

Der Terrorverdächtige Jaber al-Bakr hat Berichten zufolge einen Berliner Flughafen als mutmaßliches Anschlagsziel ausgespäht. Der 22-jährige Syrer, der am Mittwochabend in seiner Gefängniszelle Suizid beging, habe sich sich in der zweiten Septemberhälfte in Berlin aufgehalten und eine Nacht in der Hauptstadt verbracht, berichteten der RBB und die "Berliner Morgenpost" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Dabei habe er auch eine Kontaktperson getroffen. Der Aufenthalt in Berlin soll für die Planung des Anschlages eine wichtige Rolle gespielt haben, heißt es in den Berichten.

+++ 20.50 Uhr: Für Obama steht bei US-Wahl Demokratie auf dem Spiel +++

US-Präsident Barack Obama hat mit eindringlichen Worten vor einem Sieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl Anfang November gewarnt. "All der Fortschritt, den wir in den vergangenen acht Jahren gemacht haben, steht auf dem Spiel", sagte Obama am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung für die Demokratin Hillary Clinton in Cleveland. "Die Demokratie an sich steht jetzt auf dem Spiel." 

+++ 19.14 Uhr: Netzwerk zum Diebstahl von Luxusautos zerschlagen +++

Bei einer gemeinsamen Polizeiaktion sind in Deutschland und Frankreich 15 mutmaßliche Mitglieder einer Bande zum Diebstahl von Luxusautos festgenommen worden. Wie die EU-Justizbehörde Eurojust mitteilte, wurden außerdem 24 Häuser durchsucht und elf Luxusautos beschlagnahmt. Die teuren Fahrzeuge wurden demnach in Frankreich gestohlen, nach Deutschland gebracht und dort weiterverkauft.

Die Ermittlungen zu dem Netzwerk liefen bereits seit Juni. Bei den nun festgenommenen Verdächtigen hatte den Angaben zufolge jeder seine feste Rolle: Einige brachen demnach in die Wohnungen der Autobesitzer ein und stahlen die Schlüssel, andere fälschten die nötigen Dokumente und wieder andere fuhren die Autos nach Deutschland. Eurojust schätzt, dass das Netzwerk in den Diebstahl von insgesamt rund hundert Fahrzeugen verwickelt ist.

+++ 18.39 Uhr: 90-Jähriger droht in Arztpraxis - Waffe im Rollator +++

Wegen eines Streits um Medikamente hat ein 90 Jahre alter Patient den Mitarbeitern einer Arztpraxis gedroht und einen Polizeieinsatz ausgelöst. Der erboste Senior fuchtelte in der Praxis in Kaiserslautern nach Angaben der Beschäftigten zunächst mit einem Stock herum, wie die Polizei mitteilte. Anschließend habe er behauptet, eine Waffe zu haben und gedroht, sich sowie der Mitarbeiterin eines Pflegedienstes etwas anzutun. Hintergrund des Auftritts war nach Angaben der Polizei, dass der Mann gewünschte Medikamente nicht bekommen hatte.

Nachdem der 90-Jährige die Praxis verlassen hatte, starteten Polizei und Ordnungsdienst eine zuerst vergebliche Suche. Erst am Nachmittag tauchte der Mann wieder in seiner Wohnung auf. Dort fand die Polizei schließlich mehrere Schreckschusswaffen. Eine davon habe durchgeladen im Rollator gelegen. Der 90-Jährige musste sie abgeben.

+++ 18.36 Uhr: Radiomoderator setzt Belohnung für "Vergewaltiger"-Rufe gegen Bill Clinton aus +++

Der US-Radiomoderator Alex Jones hat eine Belohnung für die öffentliche Beschimpfung von Ex-Präsident Bill Clinton ausgesetzt. Wer ein T-Shirt mit dem Konterfei Clintons und dem Slogan "Vergewaltigung" trage, erhalte 1000 Dollar, heißt es in dem Aufruf des rechten Aktivisten. Voraussetzung sei, dass das Kleidungsstück mindestens fünf Sekunden lang im Fernsehen zu sehen sei. Wer darüber hinaus "Bill Clinton ist ein Vergewaltiger" ruft, soll demnach 5000 Dollar bekommen.

Der 42-jährige Jones ist ein Anhänger des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und gilt als Verschwörungstheoretiker. US-Präsident Barack Obama und Trumps demokratische Rivalin Hillary Clinton bezeichnete er als "vom Teufel besessen". Nach eigenen Angaben hat Jones die für die Kampagne vorgesehene Summe von 100.000 Dollar bereits zu 80 Prozent ausgezahlt. Bei einer Rede von Obama bei einer Wahlkampfveranstaltung für Clinton trugen Demonstranten vor einigen Tagen T-Shirts mit der Aufschrift "Bill Clinton Vergewaltiger".

+++ 17.42 Uhr: Google baut Hinweis auf Faktenchecks in Nachrichtensuche ein +++

Der US-Internetriese Google will mit einer neuen Funktion gegen Falschmeldungen und unzutreffende Behauptungen im Internet vorgehen. Falls Faktenchecks zu bestimmten Themen vorliegen, werden Nutzern von Google News bei ausgewählten Nachrichten künftig die entsprechenden Links angezeigt, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Hinweis "Fact Check" wird zunächst in den USA und Großbritannien eingeführt.  Google verlinkt dabei nach eigenen Angaben nur auf Faktenchecks, welche die "allgemein akzeptierten Kriterien" erfüllen. Die neue Funktion solle auch dabei helfen, die in sozialen Medien grassierenden Falschmeldungen zu entlarven, hieß es. 

+++ 17.19 Uhr: Russland offen für Lieferung von Luftabwehrsystem an die Türkei +++

Russland ist offen für die Lieferung eines Luftabwehrsystems an die Türkei. Bei einem Gespräch zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan am vergangenen Montag in Istanbul sei auch die Lieferung von Luftabwehrsystemen an die Türkei angesprochen worden, sagte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag russischen Nachrichtenagenturen. "Wenn die türkische Seite dies wünscht, könnte Russland die Möglichkeit erwägen, die Türkei auf verschiedenen Wegen zu beliefern."

+++ 17.09 Uhr: Russe nach dreijähriger Gefangenschaft in Syrien frei +++

Nach dreijähriger Gefangenschaft im Bürgerkriegsland Syrien ist ein russischer Abenteuer-Urlauber wieder frei. Konstantin Schurawlew sei vermutlich mit Hilfe der Regierung in Damaskus ausgetauscht worden, meldete die Agentur Interfax am Freitag in Moskau. Der heute 25-Jährige war im Oktober 2013 von der Türkei aus nach Syrien eingereist, wo sich seine Spur verlor.

+++ 16.53 Uhr: Thüringer Polizei bildet Soko wegen ungeklärter Kindsmorde +++

Bei der Thüringer Polizei soll eine neue Sonderkommission ungeklärte Fälle von Kindstötungen seit 1990 neu untersuchen. Damit ziehen die Ermittler die Konsequenzen aus dem Fund einer DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt in der Nähe der sterblichen Überreste der getöteten neunjährigen Peggy aus Bayern, wie Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) mitteilte. "Jetzt ergibt sich durch den Fund die Chance, bei den wenigen unaufgeklärten Fällen den Faden wieder aufzunehmen", erklärte er. Die Sonderkommission bei der Landespolizei Jena soll ihre Arbeit am kommenden Montag beginnen und mit der Staatsanwaltschaft Gera zusammenarbeiten.

+++ 16.50 Uhr: Mexiko will Drogenboss "El Chapo" Anfang 2017 an USA ausliefern +++

Die mexikanische Regierung will Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán Anfang kommenden Jahres an die USA ausliefern. Er rechne damit, dass der Chef des Sinaloa-Kartells im Januar oder Februar 2017 an die Vereinigten Staaten überstellt werden könne, sagte der nationale Sicherheitsbeauftragte Renato Sales im Fernsehsender Televisa. "El Chapo" ist bereits zweimal aus einem Hochsicherheitsgefängnis ausgebrochen. Im Januar wurde der einst wohl mächtigste Drogenhändler der Welt erneut gefasst. In den USA werden ihm Mord, Drogenhandel, organisierte Kriminalität und Geldwäsche vorgeworfen. Derzeit sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis in Ciudad Juárez an der Grenze zu den Vereinigten Staaten ein.

+++ 16.46 Uhr: Erdogan: Wiedereinführung der Todesstrafe "berechtigte Forderung" +++

Drei Monate nach dem Putschversuch in der Türkei hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erneut die Wiedereinführung der Todesstrafe ins Spiel gebracht. Die Rufe aus dem Volk danach seien "eine berechtigte Forderung", sagte Erdogan bei einem Auftritt in der zentralanatolischen Stadt Konya. Unter frenetischem Beifall von Tausenden Anhängern fügte er hinzu: "Was der Westen dazu sagt, interessiert mich nicht. Mich interessiert mein Volk."

+++ 16.36 Uhr: Staatsanwaltschaft durchsucht Wohnung von AfD-Politiker +++

Nach mehreren Strafanträgen wegen Beleidigung hat die Staatsanwaltschaft die Wohnung eines AfD-Politikers in Freiburg durchsucht. Dabei sei ein Laptop beschlagnahmt worden, sagte ein Sprecher der Karlsruher Behörde. Den Namen des Politikers nannte er nicht. Nach Angaben der AfD Baden-Württemberg handelt es sich um Dubravko Mandic. 

Hintergrund der Durchsuchung vom Donnerstag waren fünf Strafanträge wegen Beleidigung, unter anderem von den Grünen-Politikern Claudia Roth, Cem Özdemir und Anton Hofreiter. Die Behörde habe ein Bild erhalten, dass das Kriegsverbrechertribunal von Nürnberg zeige - aber einige Gesichter darauf seien gegen die "aktueller Personen" ausgetauscht worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Betroffenen hätten daraufhin Strafantrag gestellt.

+++ 16.15 Uhr: Schweden: "Killer-Clown" unterwegs +++

Grusel-Attacke in Schweden: Eine mit einer Clownsmaske vermummte Person hat mit einem Messer auf einen Jugendlichen eingestochen. Nach dem Vorfall am späten Donnerstagabend rannte der Angreifer davon, wie die Polizei in der westschwedischen Provinz Halland berichtete.

Die Ermittler suchen nun nach einem Mann in einer gelben Jacke, Jeans und Maske. Das Opfer, ein 1997 geborener Jugendlicher, wurde nach Polizeiangaben leicht an der Schulter verletzt. Zuvor hatte die Boulevardzeitung "Aftonbladet" berichtet, eine Person mit einer Clownsmaske habe zwei junge Frauen in der schwedischen Stadt Linköping erschreckt.

In mehreren Ländern, etwa in den USA, werden derzeit vermehrt sogenannte Killer-Clowns gesichtet. Ein zweifelhafter Trend: Maskierte erschrecken dabei andere Menschen oder schüchtern sie ein. Ob blöder Streich oder ernsthafte Gefahr war bisher kaum ersichtlich.


+++ 15.43 Uhr: Betrunkener warnt vor "Zombie-Apokalypse" +++

Mit einer Luftdruckpistole in der Hand hat ein Betrunkener in Rheinland-Pfalz vor einer angeblichen "Zombie-Apokalypse" gewarnt - doch statt der Untoten kam die Polizei. Der 30-Jährige habe mit seiner Pistole in einem Café in Pirmasens die Gäste aufgefordert, sich auf den Boden zu legen, teilte die Polizei am Freitag mit. Die Beamten hätten den Mann nach dem Vorfall am Donnerstagabend festgenommen. Der Mann gab demnach an, er habe an einem Spiel teilgenommen, bei dem mehrere Personen als Zombies verkleidet durch die Stadt laufen. Die Polizei stellte dazu fest, sie habe keine Zombies in Pirmasens gesehen. Der Mann wurde mit einem Alkoholwert von 1,8 Promille in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 14.06 Uhr: Der Papst gibt seine Sommerresidenz auf +++

Der deutsche Papst Benedikt XVI. hat es gehalten wie die meisten seiner zahlreichen Vorgänger: Zur Sommerfrische ging es nach Castel Gandolfo südlich von Rom. Dort konnte der Pontifex wann immer möglich der Hitze der Stadt entfliehen und den Blick auf Albaner See und Berge genießen. Jahrhundertelang hielt es das jeweilige Oberhaupt der katholischen Kirche so. Papst Franziskus, der seit seinem Amtsbeginn zur Bescheidenheit mahnt, bricht nun mit dieser Praxis und gibt die päpstliche Sommerresidenz nun auf. Schon kommenden Freitag werden die privaten Gemächer des Kirchenoberhaupts für das Publikum geöffnet und die Residenz damit zu einem Museum umgewandelt. Den Apostolischen Palast konnte man auch bisher schon besichtigen, allerdings nicht die Privatgemächer des Papstes. Franziskus hat die Residenz nie genutzt. Seine Nachfolger müssen dem Beispiel übrigens nicht folgen.

+++ 13.44 Uhr: Bund und Länder schließen neuen Finanzpakt +++

Bund und Länder haben sich nach jahrelangen Verhandlungen auf einen neuen Finanzpakt geeinigt. Vom Jahr 2020 an sollen bei der Umverteilung der Milliarden-Hilfen unter "reichen" und "armen" Ländern sowie zwischen Bund und Ländern neue Regeln gelten. Das am Freitag von Kanzlerin Angela Merkel und den 16 Ministerpräsidenten nach nochmals zähen Schlussverhandlungen in Berlin vereinbarte Paket sieht jährlich leicht steigende Hilfen des Bundes vor, aber auch mehr Kompetenzen für den Bund.

Der erzielte Kompromiss basiert dem Vernehmen nach im Wesentlichen auf dem Ländermodell, das eine radikale Neuordnung vorsieht. Der Bund soll ab 2020 den Ländern jährlich gut 9,5 Milliarden Euro Ausgleichszahlungen überweisen. Die Länder hatten knapp 9,7 Milliarden Euro gefordert. Sie konnten sich mit der Forderung nach jährlich steigenden Ausgleichszahlungen des Bundes zwar durchsetzen.
Allerdings werde diese Dynamisierung begrenzt, hieß es. Mit etwa 1,4 Milliarden Euro werde nur ein Teil der Summe jährlich angepasst.

+++ 13.37 Uhr: Merkel zu Ukraine-Gipfel mit Putin in Berlin bereit +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist grundsätzlich bereit, den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Ukraine-Gipfel nach Berlin einzuladen. Regierungssprecher Steffen Seibert betonte am Freitag in Berlin, wie wichtig es sei, die Gespräche über die Minsker Friedensvereinbarung für die Ost-Ukraine fortzusetzen. "Das kann zu gegebenem Zeitpunkt, wenn die Voraussetzungen für Fortschritte gegeben sind, auch ein direktes, persönliches Gipfeltreffen hier in Berlin sein."

Die Regierung in Moskau hatte in den vergangenen Tagen ein Gipfeltreffen am 19. Oktober in Berlin mit Merkel, Putin, dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und dem französischen Staatschef François Hollande (Normandie-Format) ins Gespräch gebracht. Die Bundesregierung hatte die Pläne bisher nicht bestätigt. 

+++ 13.33 Uhr: Türkische Justiz stellt Haftbefehle gegen 189 Richter und Staatsanwälte aus +++

Im Zuge der Ermittlungen zum gescheiterten Militärputsch in der Türkei hat die türkische Justiz am Freitag Haftbefehle gegen 189 Richter und Staatsanwälte ausgestellt. Den Beschuldigten wird nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu vorgeworfen, die Smartphone-App ByLock verwendet zu haben. Diese wird den Behörden zufolge von Anhängern des islamischen Predigers Fethullah Gülen benutzt und dient ihnen als Kommunikationsmittel. Gülen wird für den Putschversuch verantwortlich gemacht.

Die Verdächtigen arbeiten Anadolu zufolge unter anderem im Justizministerium, am Obersten Gerichtshof sowie an weiteren Gerichten in der Türkei. Derzeit laufe ein Einsatz zur Festnahme von 30 Justizangestellten in Istanbul, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur, es blieb aber zunächst unklar, ob es bereits Festnahmen unter den übrigen Verdächtigen gab. 

+++ 13.20 Uhr: Flugbegleitergewerkschaft: Gespräche mit Eurowings gescheitert +++

Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa-Tochter Eurowings werden Streiks des Kabinenpersonals wieder wahrscheinlicher. Die Gespräche am Mittwoch und Donnerstag unter Leitung eines Moderators seien ergebnislos beendet worden, sagte der Tarifexperte der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, am Freitag auf Anfrage. Sollte das Unternehmen ein verbessertes Angebot vorlegen, seien Verhandlungen jederzeit möglich. "Ansonsten bereiten wir Arbeitskampfmaßnahmen vor. Ab spätestens nächster Woche kann es losgehen."

+++ 12.50 Uhr: Erdogans Beschwerde gegen Einstellung von Böhmermann-Ermittlungen zurückgewiesen +++

Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat die Beschwerde des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens im Fall des ZDF-Moderators Jan Böhmermann zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft Mainz habe eingehend begründet, warum aus ihrer Sicht das Schmähgedicht Böhmermanns keine strafrechtlich relevante Beleidigung Erdogans sei, teilte die Behörde am Freitag mit. Im Fall einer Anklageerhebung sei eine Verurteilung nicht wahrscheinlicher als ein Freispruch.

Der Satiriker hatte Ende März in der ZDF-Sendung "Neo Magazin Royale" ein umstrittenes Schmähgedicht auf Erdogan verlesen. Die Mainzer Ermittler kamen Anfang Oktober letztlich zu dem Schluss, dass er damit den türkischen Staatspräsidenten strafrechtlich nicht beleidigt hatte.

+++ 12.26 Uhr: Touristenort Antalya mit Raketen beschossen +++

Unbekannte haben in der südtürkischen Urlauberregion Antalya einem Medienbericht zufolge einen Raketenangriff verübt, bei dem niemand verletzt oder getötet wurde. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, nicht näher definierte Terroristen hätten am Freitag aus den umliegenden Bergen zwei Raketen abgefeuert, die in dem Ort Calticak im Bezirk Konyaalti eine Fischerei-Lagerhalle und Brachland getroffen hätten.

Auch die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, auf der Straße zwischen den Städten Antalya und Kemer sei es zu einer Detonation gekommen, deren Ursache aber unklar sei. Calticak liegt etwa eine halbe Stunde Fahrt von Antalya-Stadt entfernt an der Küste.

+++ 11.38 Uhr: Internet-Angebot: Eltern des Duisburger Babys weisen Vorwürfe zurück +++

Die Eltern eines Babys aus Duisburg bestreiten, ihre Tochter im Internet zum Verkauf angeboten zu haben. Bei der Vernehmung habe das Paar entsprechende Vorwürfe zurückgewiesen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Das 40 Tage alte Kind war aus der Familie genommen und in die Obhut des Jugendamtes gegeben worden. Es soll nach Überzeugung der Polizei für 5000 Euro auf der Verkaufsplattform Ebay angeboten worden sein. Die Ermittler sind sich sicher, dass es sich bei dem Mädchen um das Kind aus dem Online-Inserat handelt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Menschenhandel.

Ein Verkäufer mit dem Internet-Namen "Kühlschrank" hatte die Anzeige am Dienstag veröffentlicht. Diese war Ebay-Mitarbeitern aufgefallen und schnell gesperrt worden, wie ein Sprecher von Ebay Kleinanzeigen sagte. Unklar war auch am Freitag, wer hinter dem Decknamen "Kühlschrank" steckt. Der Internet-Anschluss könne auch von anderen Familienmitgliedern genutzt werden, gab der Polizeisprecher zu bedenken. Geprüft werde noch, ob das Angebot ernst gemeint war.

+++ 10.31 Uhr: Al-Bakrs Überwältiger erhalten nach eigenen Angaben Morddrohungen von IS-Anhängern +++

Die drei Syrer, die den Terrorverdächtigen Jaber al-Bakr gefesselt der Polizei in Leipzig übergaben, erhalten nach eigenen Angaben Morddrohungen von Sympathisanten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Polizei schütze sie aber nicht, sagten die Männer der "Bild"-Zeitung aus Berlin vom Freitag.

Zu Angaben, nach denen al-Bakr vor seinem Suizid in der Untersuchungshaft noch sagte, die Syrer hätten von seinen Anschlagsplänen gewusst, erklärte einer von ihnen, al-Bakr habe sich an ihnen rächen wollen, weil sie ihn der Polizei übergeben hatten. Die Ermittler hatten die Männer am Montag vernommen und freigelassen.

Al-Bakr erhängte sich am Mittwoch in seiner Gefängniszelle in Leipzig. Er war nach einer bundesweiten Fahndung in der Nacht zum Montag wegen mutmaßlicher Anschlagspläne festgenommen worden.

+++ 10.11 Uhr: Weltstrafgericht warnt Philippinen wegen Massen-Gewalt +++

Die Anklage des Internationalen Strafgerichtshofes hat die Philippinen wegen der massenhaften Tötung von mutmaßlichen Drogendealern vor einem Strafverfahren gewarnt. Chefanklägerin Fatou Bensouda äußerte sich "sehr beunruhigt" über Berichte, dass in drei Monaten mehr als 3000 Menschen von Sicherheitskräften getötet worden seien.

Erklärungen von hohen Beamten "scheinen diese Tötungen zu billigen und staatliche Einheiten und Bürger zu weiteren Übergriffen zu ermutigen", heißt es in einer in der Nacht zum Freitag in Den Haag verbreiteten Erklärung der Anklägerin. Wer zu Massengewalt aufrufe oder sich daran beteilige, "kann von dem Gericht strafrechtlich verfolgt werden", warnte Bensouda. 

+++ 09.55 Uhr: Malediven verlassen den Commonwealth +++

Die Malediven wollen nicht mehr zum Commonwealth of Nations gehören. Die Entscheidung, die lose Gemeinschaft von bisher 53 Staaten zu verlassen, sei "schwer, aber unvermeidbar" gewesen, teilte das Außenministerium der kleinen Inselnation am Donnerstag mit. Zum Commonwealth gehören maßgeblich Großbritannien und dessen früheren Kolonien. Die Malediven warfen dem Commonwealth vor, sich zu sehr in die einheimische Politik einzumischen. Erst im September hatte die Gemeinschaft den Inselstaat im Indischen Ozean vor einem Ausschluss gewarnt, sollte sich die Lage von Demokratie und Menschenrechten im Land nicht bessern.

Die Generalsekretärin des Commonwealth, Patricia Scotland, bedauerte den Entschluss der Malediven: Man hoffe, dass es sich um eine vorübergehende Trennung handele und die Malediven im Stande seien, in die Commonwealth-Familie zurückzukehren. 

+++ 9.02 Uhr: Samsung rechnet wegen Note 7 mit weiterem Gewinneinbruch in Milliardenhöhe +++

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung rechnet mit weiteren milliardenschweren Folgen des Desasters um das explosionsgefährdete Smartphone Galaxy Note 7. Im vierten Quartal werde der Gewinn voraussichtlich um rund 2,5 Billionen Won (zwei Milliarden Euro) gedrückt, von Januar bis März dann noch einmal um eine Billion Won, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Zugleich kündigte Samsung an, nach vorne blicken und die Aktivitäten in der Mobilsparte "normalisieren" zu wollen.

Der Smartphone-Hersteller hatte am Dienstag wegen anhaltender Probleme mit dem Akku die Notbremse gezogen und die Produktion des Galaxy Note 7 komplett eingestellt. Am Mittwoch veröffentlichte das Unternehmen bereits eine Gewinnwarnung für das dritte Quartal. In der Mitteilung vom Freitag versprach Samsung, das Unternehmen werde sich "darauf konzentrieren, die Produktsicherheit für Kunden zu verbessern". Dies solle durch "weitreichende Veränderungen im Qualitätssicherungsprozess" geschehen.

+++ 8.19 Uhr: Herabstürzendes Eisenrohr erschlägt Fußgänger in Tokio +++

Ein in Tokio von einer Baustelle herabstürzendes Eisenrohr hat einen älteren Mann beim Vorbeigehen erschlagen. Das 1,8 Meter lange und drei Zentimeter dicke Rohr war dem 77 Jahre alten Japaner vom etwa neunten Stockwerk aus genau auf den Kopf gefallen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag meldete. Die Rettungskräfte mussten das Rohr aus dem Schädel des Opfers schneiden, bevor sie den Senioren ins Krankenhaus bringen konnten. Dort konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Die Frau des Mannes habe den Unfall ohne größere Verletzungen überlebt. Das Unglück ereignete sich am Morgen in dem auch unter ausländischen Besuchern beliebten Stadtteil Roppongi, als Bauarbeiter gerade ein Gerüst abmontierten. Solche Unfälle sind in Japan, wo auch die kleinsten Baustellen stets von zahlreichen Aufsehern umringt sind und Warnschilder Arbeiter zu höchster Sicherheit ermahnen, ungewöhnlich.

+++ 6.50 Uhr: Linke attackieren sächsische Staatsregierung: "Sicherheitsrisiko für das ganze Land" +++

Nach dem Suizid des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in einem Leipziger Gefängnis hat Linken-Chefin der sächsischen Regierung völliges Versagen vorgeworfen. Der Skandal des Selbstmords von Dschaber al-Bakr sei zum völligen Fiasko der sächsischen Landesregierung geworden, sagte die Dresdner Politikerin in Berlin. "Der Justizminister wiegelt ab und flüchtet sich in absurdeste Erklärungsversuche, anstatt einfach mal die Verantwortung zu übernehmen - und zu gehen", sagte Kipping. "Schlimmer noch, der Selbstmord verhindert die so wichtige Aufklärung über die möglichen Hintermänner des vermeintlichen Attentäters und seine Pläne und Ziele", so Kipping. "Die CDU-Sachsen redet immer von Recht und Ordnung, ist aber in Wahrheit ein Sicherheitsrisiko für das ganze Land."

+++ 4.31 Uhr: Zehn Tote bei schwerem Busunfall in Südkorea +++

Bei einem Busunfall in sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere Insassen wurden bei dem Unglück am späten Donnerstagabend nahe der südöstlichen Stadt Ulsan verletzt, wie südkoreanische Fernsehsender am Freitag berichteten. Nach einem plötzlichen Reifenplatzer mitten auf der Autobahn sei der Reisebus gegen die Leitplanke geprallt und in Brand geraten. Die Menschen im Bus waren den Berichten zufolge eingeschlossen, weil die Tür offensichtlich blockiert war. Zehn Insassen konnten sich demnach durch eingeschlagene Fenster retten.      In dem Bus befanden sich 20 Menschen. Die meisten Fahrgäste waren Rentnerehepaare, die nach der Rückkehr von einer Reise nach China vom Flughafen in Daegu nach Ulsan unterwegs waren. 

+++ 4.21 Uhr: DNA-Spur von NSU-Mitglied heizt Spekulationen im Fall Peggy an +++

Nach dem Fund einer DNA-Spur des mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt prüfen die Ermittler eine Verbindung zum Kriminalfall Peggy. Der genetische Fingerabdruck Böhnhardts war am Fundort des Skeletts von Peggy sichergestellt worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend mitteilten. Noch ist offen, ob es sich dabei um einen Zufallsfund handelt oder ob es einen direkten Zusammenhang zu dem 2001 verschollenen Mädchen gibt. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Die damals neunjährige Peggy war am 7. Mai 2001 im nordbayerischen Lichtenberg auf dem Heimweg von der Schule verschwunden. Am 2. Juli dieses Jahres fand ein Pilzsammler Teile ihres Skeletts in einem Waldstück im Saale-Orla-Kreis - nur rund 15 Kilometer vom Heimatort des Mädchens entfernt.

+++ 3.39 Uhr: Sarkozy warnt vor neuem Terroranschlag +++

Nach der beispiellosen Terrorserie in Frankreich warnt der konservative Altpräsident vor einem neuen Anschlag. Die Frage sei nicht, "ob es ein nächstes Attentat geben wird, sondern wann", sagte Sarkozy am Donnerstag in der ersten TV-Debatte mit seinen sechs Konkurrenten für die Präsidentschafts-Vorwahl bei der bürgerlichen Rechten. Unter den Anwärtern ist auch Ex-Premier Alain Juppé, der in Umfragen deutlich führt und Sarkozy schlagen könnte. Sarkozy tritt wegen der Terrorgefahr dafür ein, besonders gefährliche mutmaßliche Islamisten vorsorglich zu internieren, auch wenn sie sich nicht strafbar machten.

+++ 2.49 Uhr: Autorin J. K. Rowling kündigt fünf "Fantastic Beasts"-Filme an +++

Die geplante Film-Trilogie "Fantastic Beasts And Where To Find Them" (dt. Titel: "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind") wird zum Fünfteiler. "Harry Potter"-Autorin Joanne K. Rowling (51), die die Drehbücher zu der Spin-Off-Serie schreibt, überraschte ihre Fans am Donnerstag mit der Ankündigung, dass es fünf Filme geben werde. Rowling war zu Gast bei einer Live-Veranstaltung in London, zu der Schauspieler und Fans aus Los Angeles, Rom und anderen Städten zugeschaltet wurden.

tim/DPA/AFP