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+++ News des Tages +++ Putin verkündet Sieg von Einiges Russland bei Duma-Wahl


+++ Autofahrer flüchtet zu Fuß - Beifahrer tot im Autowrack  +++ Gedenktafel für David Bowie in Berlin-Schöneberg weg +++ Jungs ohne Führerschein fahren in Dortmund-Ems-Kanal - zwei Tote +++ Diese und weitere Nachrichten im stern-Ticker.

+++ 20.26 Uhr: Duma-Wahl in Russland - Kreml-Partei Einiges Russland siegt deutlich +++

Die Kreml-Partei Einiges Russland hat die Parlamentswahl mit 44,5 Prozent deutlich gewonnen. Dies geht aus einer am Sonntagabend nach Schließung der letzten Wahllokale veröffentlichten Prognose des Instituts Vziom hervor. Russland Präsident Wladimir Putin verkündete den Sieg bereits. Bei den Wahlen 2011 hatte die Partei 49 Prozent der Stimmen erhalten. Direkt hinter der Kreml-Partei lagen der Prognose zufolge die rechtsextreme LDPR von Wladimir Schirinowski mit 15,3 Prozent und die Kommunistische Partei mit 14,9 Prozent. Die Partei Gerechtes Russland kam demnach auf 8,1 Prozent. Die vier Parteien, die neben einem einzigen oppositionellen Abgeordneten auch bisher schon in der Duma sitzen, unterstützen alle die Politik Putins. Die Wahl, bei der erstmals die Hälfte der 450 Abgeordneten nach dem Mehrheitswahlrecht bestimmt wurden, traf allgemein auf wenig Interesse. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 40 Prozent.

+++ 18.46 Uhr: Haftbefehl gegen Terrorverdächtigen in Belgien +++

Wegen Terrorverdachts hat die belgische Justiz Haftbefehl gegen einen Mann erlassen, der bei Razzien vergangene Woche festgenommen worden war. Dies ließ die Staatsanwaltschaft verlauten. Eine mit dem Verdächtigen gefasste Begleiterin sei gegen Auflagen wieder auf freiem Fuß. Auch ihr werde aber Beteiligung an Aktivitäten einer Terrorgruppe vorgeworfen. Die Razzien in Brüssel und in Lüttich hatte die Staatsanwaltschaft am Freitag gemeldet. Dem jetzt verhafteten 28-Jährigen werden Waffentraining und dschihadistische Propaganda vorgehalten.

+++ 17.10 Uhr: IS-Miliz reklamiert Messerangriff von Minnesota für sich +++

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Messerangriff im US-Bundesstaat Minnesota bekannt, bei dem am Samstag acht Menschen verletzt worden waren. Der Angreifer sei ein "Soldat des Islamischen Staats" gewesen, der dessen Aufrufen zu Angriffen in Mitgliedstaaten der Anti-IS-Koalition gefolgt sei, meldete die IS-nahe Agentur Amaq am Sonntag. Der Angreifer hatte am Samstagabend in einem Einkaufszentrum von St. Cloud acht Menschen mit einem Messer verletzt. Nach Angaben der Polizei trug der Angreifer die Uniform eines Sicherheitsdienstes, als er am Abend das Einkaufszentrum betrat, und bezog sich in seinen Äußerungen auf "Allah". Er wurde schließlich von einem Polizisten außer Dienst erschossen. Einer der Verletzten musste stationär im Krankenhaus behandelt werden. Unklar war, ob es einen Zusammenhang mit den Bombenexplosionen in New York und New Jersey gab.

+++ 16.40 Uhr: Manhattan - Bombe, aber kein Terroranschlag +++

Die Explosion in Manhattan, bei der am Samstag 29 Menschen verletzt wurden, ist durch eine Bombe ausgelöst worden. Es gebe aber "keine Verbindung zum internationalen Terrorismus", teilte der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, am Sonntag mit. Nachdem die Explosion am Samstagabend das New Yorker Ausgehviertel Chelsea erschüttert hatte, hatten sich die Behörden bei der Einschätzung der Ursache zunächst zurückhaltend geäußert.

+++ 15.49 Uhr: Vermutlich illegales Autorennen - 20-Jähriger prallt gegen Baum +++

Vermutlich bei einem illegalen Autorennen ist ein 20-Jähriger in Bonn gegen einen Baum geprallt und lebensgefährlich verletzt worden. Zeugen hätten beobachtet, wie sich der junge Mann in der Nacht ein Rennen mit dem Fahrer eines roten Autos mit schwarzen Flammen auf der Seite lieferte, teilte die Polizei mit. Auf der nassen Fahrbahn habe der 20-Jährige dann die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Sein Zustand habe sich aber inzwischen stabilisiert. Der mutmaßliche Gegner bei dem Autorennen habe an der Unfallstelle kurz angehalten, sei dann aber weitergefahren.

+++ 15.27 Uhr: Autofahrer flüchtet zu Fuß - Beifahrer tot im Autowrack +++

Ein 27-jähriger Autofahrer soll in Büren (Kreis Paderborn) nach einem schweren Unfall mit Überschlag seinen Beifahrer tot oder sterbend im Auto zurückgelassen haben. Bevor er - ohne Hilfe zu holen - zu Fuß flüchtete, habe er noch die Kennzeichen abmontiert, berichtete die Polizei in Paderborn. Die Polizisten hatten nach dem Hinweis eines Zeugen den auf dem Dach liegenden Wagen und darin die Leiche eines 22-Jährigen entdeckt. Stunden später stellte sich der mutmaßliche Unfallfahrer - unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehend - der Polizei. Den Spuren zufolge war er auf abschüssiger Strecke in einer Kurve von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Die Polizei hatte noch in der Nacht eine Suchaktion gestartet, weil nicht auszuschließen war, dass der Fahrer unter Schock stehend und verletzt umherirrt.

+++ 14.30 Uhr: Gedenktafel für David Bowie verschwunden +++

Die Berliner Gedenktafel für den britischen Sänger David Bowie ist verschwunden. Die Tafel aus weißem Porzellan hing erst seit Ende August an der Wand eines Hauses, in dem Bowie einige Jahre gelebt hatte. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung.
Bisher gebe es jedoch keine Hinweise auf gewalttätige Einwirkungen, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Die Tafel erinnerte an Bowies Lebensdaten (1947-2016) und seine drei Alben "Low", "Heroes" und "Lodger", die der Brite in Berlin entworfen und teilweise in den Hansa-Studios nahe der damaligen Mauer aufgenommen hatte.

+++ 14.17 Uhr: Polizei verhindert auf Wiesn Vergewaltigung - Taschendiebe gestellt +++

Die Polizei hat gleich nach der Eröffnung des Oktoberfests Taschendiebe festgenommen und eine Vergewaltigung verhindert. Nur wenige Stunden nach dem Start des Volksfestes am Samstag versuchte ein 32-Jähriger hinter den Bierzelten auf einer Wiese eine schon stark betrunkene Frau zu küssen und zu vergewaltigen. Die 21-Jährige sei aufgrund ihrer Alkoholisierung offensichtlich nicht in der Lage gewesen, die Situation zu begreifen, berichtete die Polizei am Sonntag. Der Mann wurde festgenommen. Später am Abend legten Taschendiebfahnder aus Zürich und Frankfurt am Main gemeinsam zwei Taschendieben das Handwerk. Die besonders geschulten Beamten hatten die beiden Männer beobachtet, wie sie "auf sehr professionelle Weise" die Geldbörse aus der Hosentasche einer 21 Jahre alten brasilianischen Touristin entwendeten. Die Polizei vermutet, dass die beiden russischen Staatsangehörigen extra zum Oktoberfest angereist waren. Denn das Volksfest lockt regelmäßig nicht nur friedliche Besucher, sondern auch Langfinger aus aller Welt an. Auch Falschgeld wurde sichergestellt - im Trubel der Zelte meint mancher, die Blüten besser unters Volk bringen zu können. Auch hier gab es eine Festnahme.

+++ 14.08 Uhr: Polizei entdeckt Drogen-Abschussrampe an US-Grenze +++

Ein Fahrzeug mit einer Abschussrampe für Drogenpakete hat die mexikanische Polizei an der Grenze zu den USA sichergestellt. Der Pickup mit dem drei Meter langen Abschussrohr wurde in der Stadt Agua Prieta im Bundesstaat Sonora nahe der US-Stadt Douglas (Arizona) entdeckt, wie die Polizei mitteilte. An der Grenze zwischen beiden Staaten probieren kriminelle Banden seit Jahren alles mögliche aus, um die Drogen in die Vereinigten Staaten zu bekommen - von Tunneln über Drohnen bis hin zum Transport von Drogen in Plastikgurken oder versteckt in Obstlieferungen.

+++ 12:56 Uhr: Vier Tote bei Zusammenstoß zweier Kleinflugzeuge +++

Beim Zusammenstoß zweier Kleinflugzeuge sind in der Nähe von Budapest vier Menschen getötet worden. In dem einen Flugzeug kamen drei Menschen, im anderen eine Person ums Leben, berichtete die Nachrichtenagentur MTI unter Berufung auf den örtlichen Katastrophenschutz. Unter den Opfern war demnach auch ein Kind. Die Ursache für das Unglück war zunächst unklar. Es ereignete sich nahe Gödöllö, 30 Kilometer nordöstlich von Budapest.

+++ 11.45 Uhr: Frankreichs Ex-Präsident Chirac mit Lungeninfekt ins Krankenhaus eingeliefert +++

Der frühere französische Präsident Jacques Chirac ist am Sonntag wegen eines Lungeninfekts in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der 83-Jährige wird in der Pariser Klinik Pitié-Salpêtrière behandelt und soll dort einige Tage bleiben, wie sein Schwiegersohn Frédéric Salat-Baroux mitteilte. Zuvor hatte sich Chirac mit seiner Frau Bernadette in Marokko aufgehalten, nach dem Rückflug nach Paris kam er ins Krankenhaus. Aus dem Umfeld des früheren Präsidenten hieß es weiter, Chirac sei bei Bewusstsein. Der konservative Politiker stand zwischen 1995 und 2007 an der französischen Staatsspitze und war bekannt für seine robuste Gesundheit. Im September 2005 erlitt er aber einen Schlaganfall, von dessen Folgen er sich nie ganz erholte. 

 

+++ 11.28 Uhr: Jungs ohne Führerschein fahren in Kanal - zwei Tote +++

Eine nächtliche Autofahrt ohne Führerschein endete für zwei 14 und 15 Jahre alte Jungen tödlich. Sie waren in Ibbenbüren bei Münster in den Dortmund-Ems-Kanal gestürzt und ertrunken. Ein 17-Jähriger, der mit im Wagen saß, habe sich befreien können, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Wer von ihnen in der Nacht zum Sonntag am Steuer saß und woher sie das Auto hatten, sei unklar. Sicher sei nur, dass keiner der drei einen Führerschein hatte. Der 17-jährige wurde stationär im Krankenhaus behandelt. Was genau die Jungs vorhatten und wie es zu dem Unfall kam, war für die Ermittler noch unklar. Taucher orteten das Fahrzeug unter Wasser. Eine Spezialfirma zog es ans Ufer.

+++ 10.19 Uhr: Auto rammt Reisebus - vier Menschen sterben in Tschechien +++

In Tschechien sind beim Frontalzusammenstoß eines Autos mit einem Reisebus vier Menschen ums Leben gekommen. Die Fahrzeuge waren am Samstagabend aus noch ungeklärter Ursache in der Stadt Zabreh frontal zusammengestoßen, wie eine Feuerwehrsprecherin mitteilte. Ein fünfter Autoinsasse wurde demnach im Wagen eingeklemmt und wurde von den Einsatzkräften herausgeschnitten. Er kam schwer verletzt in eine Klinik. Von den 47 Menschen im Reisebus trug nur einer leichte Verletzungen davon, die ambulant behandelt wurden. Zabreh (Hohenstadt an der March) liegt rund 40 Kilometer nordwestlich von Olomouc (Olmütz).

+++ 8.42 Uhr: Mehrere Verletzte bei Explosion in Manhattan +++

Im New Yorker Stadtteil Manhattan sind am Abend bei einer Explosion 29 Menschen verletzt worden. Nur wenige Straßen weiter wurde später ein Dampfdrucktopf mit Kabeln gefunden. Außerdem sei außen ein schwarzer Gegenstand mit Klebeband an dem Topf angebracht, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf die Polizei. Es sei unklar, was in dem Topf war und ob dieser Fund etwas mit der Explosion im Manhattaner Bezirk Chelsea zu tun hatte. Nach Angaben von Bürgermeister Bill de Blasio war die Ursache zunächst noch ungeklärt, aber man gehe von einem "vorsätzlichen Akt" aus. De Blasio betonte zugleich, dass es keine Hinweise auf eine Verbindung zum Terrorismus gebe.

Es bestehe nach bisherigen Erkenntnisse auch kein Zusammenhang mit einer Bombenexplosion am Samstagmorgen an einer Renn-Strecke in Seaside Park in New Jersey. Den Angaben zufolge ereignete sich der Vorfall an einer Straße im Manhattaner Bezirk Chelsea. 24 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, eine der Verletzungen wurde als "ernst" beschrieben. In Seaside Park waren am Morgen drei miteinander verbundene Rohrbomben in einer Mülltonne an einer Strecke deponiert, an der ein Rennen der Marineinfanterie mit schätzungsweise mehr als 5000 Teilnehmern stattfinden sollte. Aber nur einer der Sprengsätze explodierte - und das vor der Veranstaltung, deren Beginn sich verzögert hatte. Daher wurde niemand verletzt. Auch in diesem Fall blieb zunächst ungeklärt, wer hinter der Tat steckt und was das Motiv war.

+++ 8.35 Uhr: Acht Verletzte bei Messerattacke in Minnesota - Täter rief "Allah" +++

Ein Mann hat in einem Einkaufszentrum in St. Cloud im US-Bundesstaat Minnesota acht Menschen mit einem Messer verletzt. Ein Polizist habe den Mann am Abend erschossen, berichtete der Sender CNN. Augenzeugenberichten zufolge habe der Mann "Allah" gerufen und Kunden in dem Einkaufszentrum etwa 70 Kilometer nordwestlich von Minneapolis gefragt, ob sie Muslime seien. Die Identität des Täters und seine Motive waren zunächst unbekannt.

+++ 8.04 Uhr: 14-jähriger Autofahrer flüchtet mit Papas Auto vor der Polizei +++

Ein 14-Jähriger hat sich in Köln mit Papas Auto eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Der Jugendliche sei in der Nacht zum Samstag durch seine unsichere Fahrweise aufgefallen, teilte die Polizei mit. Als die Beamten ihn stoppen wollten, gab der Junge Vollgas und fuhr rasant und ohne Licht auf die Autobahn 3 Richtung Frankfurt. Nach einigen Kilometern überlegte er es sich aber plötzlich anders, hielt auf dem Seitenstreifen an und schaltete das Warnblinklicht ein. Die Polizisten nahmen ihn mit auf die Wache und übergaben ihn dort seiner Mutter.

+++ 8.03 Uhr: Frau bringt im Flugzeug Jungen zur Welt +++

In einem Flugzeug hat eine syrische Frau in der Nacht zum Samstag ein Kind geboren. Das berichtete die schwedische Zeitung "Expressen". Die Maschine der Airline Pegasus war auf dem Weg von Istanbul nach Stockholm, als bei der Frau die Wehen einsetzen. Die Besatzung habe Panik bekommen und in der Ukraine zwischenlanden wollen, doch die Frau wollte der Zeitung zufolge mit ihren drei Kindern unbedingt nach Schweden. Mit Hilfe einer Krankenschwester, die zufällig an Bord war, sei 45 Minuten vor der Landung ein Junge zur Welt gekommen. Am Flughafen in Stockholm wurde die Syrerin von einem Krankenwagen in Empfang genommen. Ob sie in Schweden Asyl beantragen wollte, wurde nicht bekannt.  

+++ 8 Uhr: Abgeordnetenhauswahl in Berlin beginnt +++

In Berlin öffnen zur Stunde die Wahllokale für die Abgeordnetenhauswahl. Rund 2,48 Millionen Menschen sind aufgerufen, über die mindestens 130 Sitze im Landesparlament zu entscheiden. Parallel dazu werden auch die Kommunalparlamente in den zwölf Berliner Stadtbezirken gewählt. Alle Meinungsumfragen sehen die SPD mit Regierungschef Michael Müller trotz starker Verluste vorn. Eine Fortsetzung der Koalition mit der CDU wird demnach aber voraussichtlich nicht möglich sein. Nach den Umfragen wird es keine Mehrheit für irgendeine Zweierkoalition geben. Stattdessen könnte das bundesweit erste rot-grün-rote Bündnis unter Führung der SPD gebildet werden. Die AfD wird voraussichtlich mit zweistelligen Werten in das Landesparlament einziehen.

+++ 6.24 Uhr: Kontowechsel für Bankkunden künftig leichter +++

Für Bankkunden wird ein Kontowechsel zu einem anderen Institut leichter. Künftig muss die neue Bank Versicherungen, Telefon- oder Stromanbieter über die geänderte Kontoverbindung informieren. Das sehen gesetzliche Bestimmungen vor, die am Sonntag in Kraft treten. "Aufwändige und langwierige Verfahren standen vielen dabei im Weg, das für sie günstigste Angebot am Markt auszuwählen", sagte der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Gerd Billen. Der neue verpflichtende Service erhöhe auch den Wettbewerb unter den Banken. Künftig müssen alte und neue Bank bei einem Wechsel zusammenarbeiten. So muss das neue Institut ein- und ausgehende Überweisungen sowie Lastschriften übernehmen. Die bisherige Bank hat dazu dem neuen Institut und dem Kunden eine Liste der bestehenden Aufträge der vorangegangenen 13 Monate zu übermitteln. 

+++ 5.44 Uhr: Verbraucherzentralen pochen auf Wiedergutmachung für VW-Kunden +++

Ein Jahr nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei Volkswagen pochen die Verbraucherzentralen auf Wiedergutmachung für betroffene Autobesitzer. Die Kunden warteten immer noch vergeblich auf einen Ausgleich für die Manipulation an der Abgasreinigung ihrer Fahrzeuge, sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist ein Skandal nach dem Skandal." Ein freundlicher Brief und eine kostenlose Umrüstung reichten als Wiedergutmachung nicht aus. Am 18. September 2015 hatte die US-Umweltbehörde EPA bekannt gemacht, dass Volkswagen den Schadstoffausstoß von Diesel-Autos in Tests mit einer Software gezielt drückt. In Deutschland muss die Software aus 2,4 Millionen Autos entfernt werden. Entschädigungszahlungen hat der Konzern bisher nur seinen Kunden in den USA angeboten.  

+++ 5.35 Uhr: SPD-Politiker Lischka fordert von de Maizière Aufklärung zu Vorwürfen gegen Bamf +++

Der SPD-Innenpolitiker Konrad Lischka verangt von Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Aufklärung der gegen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) erhobenen Vorwürfe einer mangelhaften Kontrolle von Ausweispapieren. "Der Bundesinnenminister soll erklären, wie es dazu kommen konnte, dass beim Bamf offenbar nicht sorgfältig gearbeitet wurde", sagte Lischka den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Jeder Fall eines mit falschen Papieren eingereisten Flüchtlings ist einer zu viel", sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. "Wir müssen wissen, wer bei uns im Land ist." Zuvor waren Vorwürfe aus den Bundesländern laut geworden, wonach das Bamf offenbar Pässe von Flüchtlingen als echt eingestuft hatte, die sich bei einer erneuten Überprüfung als Fälschung herausstellten.

+++ 5.03 Uhr: Kanada siegt 6:0 gegen Tschechien zum Auftakt des World Cups of Hockey +++

Olympiasieger und Weltmeister Kanada ist glänzend in den World Cup of Hockey gestartet. Die Eishockey-Stars aus der NHL bezwangen am Samstag (Ortszeit) im heimischen Air Canada Centre von Toronto den sechsfachen Weltmeister Tschechien ohne Probleme mit 6:0 (3:0,2:0,1:0). Am Dienstag (Ortszeit) kommt es zum Klassiker gegen die USA. Die Tschechen müssen einen Tag früher gegen die Europa-Auswahl ran. Überragender Spieler gegen Tschechien war Superstar Sidney Crosby von Stanley-Cup-Sieger Pittsburgh Penguins. Der Kapitän erzielte in der 9. Minute den ersten Treffer und bereitete das 2:0 durch Brad Marchand (18.) und das 4:0 durch Joe Thornton (28.) vor. Die weiteren Torschützen: Patrice Bergeron (20.) zum 3:0, Jonathan Toews (35.), und Alex Pietrangelo (54.), der den 6:0-Endstand markierte.

+++ 4.19 Uhr: SPD-Spitze erwartet grünes Licht für Ceta-Abkommen +++

Vor dem SPD-Parteikonvent zum Handelsabkommen Ceta zwischen der EU und Kanada geben sich führende Sozialdemokraten zuversichtlich, dass die Parteibasis grünes Licht geben wird. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erwartet ein eindeutiges positives Votum. "Ich rechne damit, dass sich der Parteikonvent mit klarer Mehrheit dafür aussprechen wird", sagte er der "Welt am Sonntag". Die SPD habe erfolgreich für Verbesserungen gekämpft. "Dem Einsatz von Sigmar Gabriel und vielen anderen in der SPD - auch Ceta-Kritikern - ist es zu verdanken, dass Ceta ein sehr gutes, wegweisendes Freihandelsabkommen werden kann."

+++ 4.08 Uhr: Müller: Hälfte der syrischen Flüchtlinge kehrt in Heimat zurück +++

Entwicklungshilfeminister Gerd Müller rechnet damit, dass die Hälfte der nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge aus Syrien nicht dauerhaft hier bleiben wird. "Von den Kriegsflüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien sind mehr als 50 Prozent innerhalb von wenigen Jahren zurückgekehrt", sagte der CSU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Bei den syrischen Kriegsflüchtlingen werden es auch mindestens 50 Prozent sein."

+++ 2.32 Uhr: Schweres Zerwürfnis zwischen USA und Russland nach Syrien-Luftangriff +++

Der von der US-Koalition geführte, wohl irrtümliche Luftangriff auf Regierungstruppen in Syrien hat zu einem schweren Zerwürfnis zwischen den USA und Russland geführt. Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin verlies eine kurzfristig einberufene Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats am Abend bei Ankunft seiner amerikanischen Kollegin Samantha Power. Zudem bezeichnete er den Angriff, bei dem mindestens 60 Menschen ums Leben kamen und 100 weitere verletzt wurden, als möglicherweise gewollt. Es sei möglich, dass der "rücksichtslose" Luftangriff ausgeführt wurde, um die Umsetzung der mühsam ausgehandelten Syrien-Vereinbarung zu behindern, sagte Tschurkin. Zur aus seiner Sicht von den USA verletzten Einhaltung der Waffenruhe sagte er: "Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was der nächste Schritt sein wird." Als endgültig gescheitert bezeichnete die Vereinbarung aber nicht. 

+++ 2.31 Uhr: Rohrbombe vor Beginn von Wohltätigkeitslauf in den USA explodiert +++

Kurz vor dem Beginn eines Wohltätigkeitslaufs im US-Bundesstaat New Jersey ist entlang der Rennstrecke eine Rohrbombe explodiert. Nach Angaben eines Behördensprechers wurde niemand verletzt - die angemeldeten Läufer hatten offenbar Glück, dass sich der Beginn des Rennens verzögert hatte. Der von der US-Marineinfanterie organisierte Lauf, zu dem sich fast 3000 Menschen angemeldet hatten, wurde abgesagt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft des Bezirks Ocean, Al Della Fave, sagte dem Sender CNN, die Rohrbombe sei in einer Mülltonne explodiert. In der Mülltonne hätten sich insgesamt vier mit Zeitzündern versehene selbstgebaute Sprengsätze befunden, doch nur einer von ihnen sei detoniert. Der Lauf hatte ursprünglich um neun Uhr Ortszeit beginnen sollen, war jedoch um anderthalb Stunden verschoben worden. "Ohne diese Verzögerung hätten sich vermutlich viele Läufer in der Nähe der Mülltonne befunden", sagte Fave. Warum der Start des Rennens verschoben wurde, sagte er nicht. Der Hintergrund des Anschlagsversuchs war nach Angaben des Sprechers zunächst unklar. "Aber es sollte eindeutig das Rennen getroffen werden." 

+++ 1.29 Uhr: 8,21 Meter im Weitsprung: Markus Rehm holt Gold mit Rekord +++

Leichtathletik-Star Markus Rehm hat bei den Paralympics in Rio de Janeiro seine zweite Goldmedaille gewonnen. Der Weltrekordhalter und Titelverteidiger gewann am Abend den Weitsprung mit dem paralympischen Rekord von 8,21 Metern vor dem Niederländer Ronald Hertog (7,29). Rehms Staffelkollege Felix Streng wurde mit der persönlichen Bestleistung von 7,13 Metern überraschend Dritter. Beide hatten am Montag bereits Gold mit der deutschen 4 x 100 Meter-Staffel geholt. Weitsprung ist jedoch die Spezialdisziplin des 28 Jahre alten Rehm. Dort hatte der mit einer Unterschenkelprothese springende Athlet auch die Weltmeister-Titel 2011, 2013 und 2015 gewonnen.

+++ 1.15 Uhr: Juncker stellt Fahrplan für europäische Verteidigungspolitik vor +++

Nur kurz nach dem Sondergipfel der Europäischen Union hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker einen Fahrplan für eine mögliche gemeinsame europäische Verteidigungspolitik vorgestellt. "Für die kommenden Monate sehe ich drei konkrete Projekte, auf die wir hinarbeiten sollten: ein gemeinsames Hauptquartier für militärische Operationen, den Einsatz von EU-Battle-Groups in Krisengebieten und einen europäischen Verteidigungsfonds, der unsere Verteidigungsindustrie fördert", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. 

+++ 1 Uhr: Russische Parlamentswahl im Fernen Osten des Landes begonnen +++

Im Fernen Osten Russlands haben die Wahllokale für die Parlamentswahl geöffnet. Die Wahlberechtigten in den östlichsten Regionen des mehrere Zeitzonen umfassenden Staates können seit 22 Uhr MESZ an die Urnen gehen, um über die Zusammensetzung der Duma in Moskau abzustimmen. Die meisten der insgesamt 110 Millionen wahlberechtigten Russen dürfen ab 7 Uhr MESZ ihre Stimme abgeben, darunter die Bewohner von Moskau und St. Petersburg. Die letzten Wahllokale schließen um 20.00 Uhr MESZ in der Exklave Kaliningrad, kurz danach werden die ersten Prognosen zum Wahlausgang erwartet. Mehr als 6500 Kandidaten konkurrieren um die 450 Sitze im Parlament. Ein haushoher Sieg der Kreml-Partei Einiges Russland gilt als sicher. Erstmals nehmen auch die Bewohner der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim an der russischen Parlamentswahl teil. 

+++ 0.45 Uhr: Ende der Eiszeit: IWF kehrt nach Argentinien zurück +++

Nach zehn Jahren und einen erbitterten Streit reist eine Expertengruppe des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Analyse der Staatsfinanzen erstmals wieder nach Argentinien. Von Montag wird die Delegation Regierungsmitglieder und Ökonomen treffen, um auf dieser Basis einen Bericht vorzulegen, der auch als Basis für neue Kredite dienen kann. Unter der Regierung des linksorientierten Peronisten Néstor Kirchner waren 2006 die Beziehungen mit dem IWF abgebrochen worden. Argentinien bediente Auslandschulden nicht mehr, was zu einem milliardenschweren Rechtsstreit mit Gläubigern führte. Der IWF wurde am zum Feindbild, man warf der Institution vor, das südamerikanische Land zu unliebsamen Einschnitten zu zwingen. Unter dem neuen liberalen Präsidenten Mauricio Macri hat sich das Klima deutlich gewandelt; Investoren sollen wieder angelockt werden. 

+++ 0.14 Uhr: Gabriel: Gemeinsamkeiten in der CDU/CSU sind aufgebraucht +++

CDU und CSU sind wegen ihres Dauerstreits aus Sicht des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel nicht mehr regierungsfähig. "CDU und CSU verbindet nicht mehr genug, um ein Land wie Deutschland zukunftsfähig zu regieren", sagte der Vizekanzler der "Bild am Sonntag". "Die Gemeinsamkeiten innerhalb der CDU/CSU und mit der Bundeskanzlerin sind aufgebraucht. Die großen Meinungsunterschiede können nur noch mühsam und immer nur für Tage übertüncht werden." Die Union habe "bundesweit ihren Zenit überschritten", sagte Gabriel. "Das bedeutet, dass es eine Mehrheit diesseits der Union braucht, wie Willy Brandt mal gesagt hat. Denn Deutschland kann nicht auf Dauer im Streit regiert werden."

jek DPA AFP

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