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News des Tages: Schlepper töten 22 Flüchtlinge, weil sie wegen schlechten Wetters nicht an Bord wollten

Entführer von Aldi-Inhaber laut Medienbericht kurz nacheinander gestorben +++ Österreich fordert Mittelkürzungen für Osteuropäer +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Flüchtlinge werden nördlich von Sabratha (Lybien) aus einem Schlauchboot gerettet (Symbolbild)

Nach Angaben der IOM sind zwischen Anfang Januar und Anfang März bereits 521 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer umgekommen (Symbolbild)

Die aktuellsten Nachrichten für Sie im Überblick.

+++ 22.54 Uhr: Mindestens 30 Tote bei Selbstmordanschlag auf Hochzeit im Irak +++

Bei zwei Selbstmordanschlägen auf eine Hochzeitsgesellschaft im Irak sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Mindestens 26 weitere Menschen wurden bei der Attacke nördlich der Stadt Tikrit verletzt, wie Sicherheitsbeamte und Klinikmitarbeiter berichteten.

+++ 20.56 Uhr: Von der Leyen hält höhere Militärausgaben für machbar +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hält die von den USA geforderte Erhöhung der Militärausgaben der Nato-Mitglieder für machbar. Deutschland stehe zu dem 2014 von der Nato vereinbarten Ziel, bis Mitte des nächsten Jahrzehnts die Ausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu steigern. "Das ist realistisch, das ist besonnen - auch machbar", sagte die CDU-Politikerin bei einem Podiumsgespräch der "Stuttgarter Nachrichten".

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte das Ziel zuletzt als "unrealistisch" kritisiert. Derzeit gibt Deutschland 1,2 Prozent des BIP für Verteidigung aus. Um die zwei Prozent zu erreichen, müssten die Ausgaben nach Darstellung von Gabriel um 25 bis 30 Milliarden Euro pro Jahr erhöht werden. 

+++ 18.31 Uhr: Türkischer Tourismusminister sagt Wahlkampfauftritt in Berlin ab +++

Der türkische Tourismusminister Nabi Avci hat einen für Mittwochabend geplanten Auftritt in einem Hochzeitssaal in Berlin-Kreuzberg abgesagt. Die Gründe waren zunächst unbekannt. Stattdessen nahm Avci am Abend einen Termin in der türkischen Botschaft wahr. Der Minister hatte in dem Festsaal vor Botschafts-Mitarbeitern und in Deutschland lebenden Türken sprechen und dabei auch für das umstrittene Verfassungsreferendum in seinem Land werben wollen.

Das "Internationale Wahlkampf-Koordinierungszentrum" der türkischen Regierungspartei AKP hatte die Veranstaltung unter anderem über Facebook angekündigt. Am Mittwoch, wenige Stunden vor Beginn, folgte dann die Absage: "Der Tourismusminister wird in der Botschaft sprechen", teilte das Wahlkampfzentrum knapp mit. Laut Berliner Polizei war die Veranstaltung zuvor rechtmäßig angemeldet worden. Bedenken der Sicherheitsbehörden habe es nicht gegeben.

+++ 18.28 Uhr: Mindestens 15 Tote bei Brand in Jugendheim in Guatemala +++

Bei einem Feuer in einem Heim für Kinder und Jugendliche in Guatemala sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das Sozialamt des mittelamerikanischen Landes mit. Mehrere Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht. Präsident Jimmy Morales bat bei einer Veranstaltung am Mittwoch um eine Schweigeminute für die Opfer. Die Jugendeinrichtung in der Ortschaft San José Pinula nahe Guatemala-Stadt wird von der staatlichen Wohlfahrt betrieben. In dem Haus leben Kinder und Jugendliche, die wegen häuslicher Gewalt aus ihren Familien genommen wurden. Medienberichten zufolge kam es in der Einrichtung zum Streit und die Minderjährigen steckten Matratzen in Brand. Das Feuer breitete sich danach auf den Rest der Einrichtung aus.

+++ 18.01 Uhr: Terrorpläne in Düsseldorf: Anklage gegen mutmaßliche IS-Zelle erhoben +++

Ein Prozess gegen die Mitglieder einer mutmaßlichen Zelle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wegen Anschlagsplänen in Düsseldorf rückt näher. Die Bundesanwaltschaft hat nun Anklage gegen drei der Männer erhoben, wie in Karlsruhe mitgeteilt wurde. Sie sollen sich vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf verantworten. Die im Juni 2016 aufgeflogene Gruppe wollte nach den Erkenntnissen der Ermittler in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ein Blutbad anrichten. Geplant war demnach, dass sich in der belebten Altstadt zunächst zwei Selbstmordattentäter in die Luft sprengen und dann weitere Terroristen möglichst viele flüchtende Menschen erschießen. Der vierte Beschuldigte ist laut Bundesanwaltschaft weiter dringend verdächtig. Ihm soll aber gesondert der Prozess gemacht werden.

+++ 17.57 Uhr: Deutsche Waffen gegen Jesiden - Berlin prüft Vorwürfe +++

Das Auswärtige Amt will Vorwürfe aufklären, wonach kurdische Kämpfer im Irak mit deutschen Waffen gegen Jesiden vorgegangen sein sollen. "Sie dürfen großes Vertrauen haben in die Bundesregierung, wie wir uns um dieses Thema kümmern", versicherte Staatsministerin Maria Böhmer bei der Regierungsbefragung im Bundestag. "Es ist für uns ganz zentral, dass die Waffen so eingesetzt werden, wie es vereinbart ist - das heißt im Kampf gegen den IS."

In den kurdischen Gebieten im Nordirak waren am Freitag Kämpfe ausgebrochen - dem Vernehmen nach zwischen syrische Kurden und einer Jesiden-Miliz. Mindestens ein Mensch wurde getötet. Einem "Spiegel"-Bericht zufolge kamen dabei auch deutsche Waffen wie das Sturmgewehr G36 zum Einsatz.

+++ 16.42 Uhr: Erste Leichenteile nach Ermordung von Familie in Frankreich entdeckt +++

Nach der brutalen Ermordung einer vierköpfigen Familie in Frankreich hat die Polizei auf dem Grundstück des mutmaßlichen Täters erste Leichenteile gefunden. Bei Durchsuchungen auf dem Bauernhof im bretonischen Pont-de-Buis wurden Körperteile sowie Schmuck der ermordeten Familie Troadec gefunden, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Der mutmaßliche Mörder Hubert Caouissin sei "kooperativ".

Caouissin hat gestanden, seinen Schwager, dessen Frau und die beiden Kinder des Paares mit einer Brechstange erschlagen zu haben. Hintergrund für die Bluttat war offenbar ein jahrelanger Erbschaftsstreit. Die Leichen seiner Opfer soll der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft "zerstückelt, zum Teil verscharrt und zum Teil verbrannt" haben. Der Fall hat in Frankreich für Entsetzen gesorgt. Die Familie Troadec wurde Mitte Februar zunächst vermisst gemeldet, schnell verdichteten sich aber die Anzeichen auf ein Gewaltverbrechen. Am Montag schließlich gestand der aufgrund von DNA-Spuren in Verdacht geratene Caouissin die Tat.

+++ 16.20 Uhr: Schlepper töten 22 Flüchtlinge an libyscher Küste +++

Schlepper haben 22 afrikanische Flüchtlinge an einem Strand in Libyen getötet. Die Flüchtlinge wollten sich vom westlibyschen Sabrata aus auf die gefährliche Reise über das Mittelmeer machen, wie Sicherheitskreise der Nachrichtenagentur AFP mitteilten. Demnach wollten die Flüchtlinge dann jedoch wegen schlechten Wetters nicht an Bord gehen und wurden deshalb getötet.

Der libysche Rote Halbmond bestätigte die Tötungen vom Wochenende, konnte aber keine genaueren Angaben zu den Umständen machen. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf erklärte, es habe möglicherweise einen Schusswechsel zwischen den Schmugglern gegeben, wobei die Flüchtlinge umgekommen seien. Nach Angaben der IOM sind zwischen Anfang Januar und Anfang März bereits 521 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer umgekommen. In der gleichen Zeit seien 20.000 Menschen an der europäischen Küste angekommen. 

+++ 15.58 Uhr: Fahndung nach Kindermord in Herne: Polizei beendet Einsatz an Schule +++

Bei der Fahndung nach dem mutmaßlichen Kindermörder Marcel H. aus Herne hat die Polizei ihren Einsatz an einer Schule in Wetter (Ruhr) beendet. Einsatzkräfte hatten nach einem Hinweis auf den 19-Jährigen das Gymnasium durchsucht und die Schüler nach und nach aus dem Gebäude geholt. "Allen geht es gut", sagte eine Polizeisprecherin nach dem sechseinhalb Stunden dauernden Einsatz. Ein Passant will Marcel H. zuvor in der Nähe der Schule im mehr als 25 Kilometer von Herne entfernten Wetter gesehen haben.

+++ 15.43 Uhr: Großlawine in der Schweiz für Forscher ausgelöst +++

Vor den Augen von Lawinenforschern ist im Schweizer Kanton Wallis eine Großlawine abgegangen. Die Lawine wurde absichtlich in einem abgesperrten Testgelände ausgelöst, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung berichtete. Es sei dort die größte Lawine seit elf Jahren gewesen. Mitarbeiter warfen aus einem Hubschrauber einige Sprengkapseln. Die Detonation erzeugte eine Druckwelle. Der Schnee sei auf einer Breite von 400 bis 500 Metern abgegangen. Die Forscher wollen anhand der Videos sowie von Messdaten aus Thermobildkameras, Laserscannern und anderen Geräten nun studieren, wie sich große Lawinen bewegen und wie Dörfer und Straßen am besten zu schützen sind.

+++ 15.23 Uhr: Rätsel um totes Krokodil aus Straßengraben in hessischem Schlitz gelöst +++

Das vor etwa drei Wochen in einem Straßengraben im hessischen Schlitz gefundene tote Krokodil war tatsächlich ein Brillenkaiman und stammte aus der Haltung eines privaten Reptilienfreunds. Dies berichteten Polizei und Veterinärbehörden nach dem Ende ihrer Untersuchungen in Lauterbach und Gießen. Gegen den 39-jährigen Halter erstatteten die Ermittler demnach Anzeigen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.

Ein zehnjähriger Junge hatte den etwa einem Meter langen Kadaver beim Spielen entdeckt und so entsprechende Nachforschungen ausgelöst. Vor wenigen Tagen meldete sich nach Angaben der Behörden der Besitzer. Er gab an, das Tier vor etwa vier Jahren in einer Zoohandlung gekauft zu haben. Als es Mitte Februar starb, habe er es in dem Graben abgelegt.

+++ 15.03 Uhr: Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßliches IS-Mitglied +++

Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf Anklage gegen ein 31-jähriges mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erhoben. Der im vergangenen Sommer festgenommene Mann soll sich vor seiner Einreise nach Deutschland in Syrien dem IS angeschlossen haben, wie die Anklagebehörde in Karlsruhe erklärte. Das OLG muss entscheiden, ob es zum Prozess kommt. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen tadschikischen Staatsbürger, der laut Bundesanwaltschaft im April 2015 aus seiner Heimat nach Syrien reiste, wo ihn der IS militärisch ausbildete und unter anderem als "Wachmann" einsetzte. Er verschickte in dieser Zeit demnach darüber hinaus mindestens fünf Videobotschaften, in denen er insbesondere seine tadschikischen Landsleute aufforderte, es ihm gleich zu tun.

+++ 14.55 Uhr: Todesfahrt in Heidelberg: Klärung der Schuldunfähigkeit zieht sich +++

Die Ermittlungen zu einer tödlichen Autofahrt in eine Menschengruppe in Heidelberg dürften sich nach Einschätzung der Justiz noch länger hinziehen. "Die Wohnung wurde durchsucht, das Umfeld befragt, aber er selbst äußert sich weiterhin nicht", sagte Oberstaatsanwalt Romeo Schüssler in Heidelberg. Betrunken sei der Mann zur Tatzeit nicht gewesen. "Ein Alkoholgehalt von etwa 0,16 Promille wurde im Blut gemessen, der Befund für Betäubungsmittel steht aus." Mittlerweile sei ein Pflichtverteidiger bestellt worden. Hinweise auf ein religiöses oder politisches Motiv gebe es nicht.

+++ 14.52 Uhr: Fahrrad auf Gleise geworfen - 53 Züge mit Verspätung +++

Wegen eines auf die Gleise geworfenen Fahrrads bei Dessau haben 53 Züge eine Verspätung von zusammen mehr als 3500 Minuten angehäuft. Ein Güterzug überrollte das Fahrrad am Dienstagabend, wie die Bundespolizei in Sachsen-Anhalt mitteilte. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich auch der Fahrer des Rades noch im Gleisbereich befand, wurde die Strecke komplett gesperrt. Feuerwehr und Bundespolizei suchten mehrere Stunden, fanden jedoch niemanden. Die Beamten gehen davon aus, dass das Fahrrad von einer Brücke auf die Gleise geworfen wurde. Es werde wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

+++ 14.33 Uhr: Razzia von tausend Ermittlern gegen illegalen Onlinemarktplatz +++

Mehr als tausend Ermittler sind in ganz Deutschland gegen die Verantwortlichen eines inzwischen abgeschalteten Onlinemarktplatzes vorgegangen. Bei der Razzia vom Dienstagabend seien über 120 Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht worden, erklärte das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden. Die Beschuldigten sollen in dem inzwischen abgeschaltete Forum namens Ccrimenetwork.biz mit illegalen Waren und Dienstleistungen gehandelt haben. Der Onlinemarktplatz ist bereits seit Mai vergangenen Jahres offline, es war laut BKA in Deutschland das bekannteste Forum dieser Art. Bei der Razzia sei umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt worden, das nun ausgewertet werden solle.

+++ 14.28 Uhr: Disziplinarverfahren gegen Polizeigewerkschafts-Chef Wendt +++

Gegen den Vorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, soll ein Disziplinarverfahren eingeleitet werden. Das NRW-Innenministerium habe das Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei (LAFP) aufgefordert, ein solches Verfahren einzuleiten, teilte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf mit. Hintergrund sei seine Aufsichtsratstätigkeit für einen Versicherungskonzern. "Spiegel online" und "Deutschlandfunk" hatten zuerst darüber berichtet. Zuvor hatten unter anderem der "Kölner Express" und die "Rheinische Post" über die Zahlungen geschrieben.

+++ 13.54 Uhr: Drei Klinikmitarbeiter müssen wegen Patientenmorden von Niels H. vor Gericht +++

Das Oldenburger Landgericht hat Anklagen gegen drei leitende Krankenhausmitarbeiter wegen der Mordserie des Krankenpflegers Niels H. an schwerkranken Intensivpatienten zugelassen. Zwei frühere Oberärzte und ein Stationsleiter des Klinikums Delmenhorst im Alter von 59 bis 67 Jahren müssen sich einem Prozess wegen Totschlags durch Unterlassen stellen, erklärte das Gericht. Die Anklagen gegen drei weitere Mitarbeiter wiesen die Richter dagegen ab. Der von der Staatsanwaltschaft dargestellte Sachverhalt lasse nicht mit hinreichender Gewissheit erkennen, dass sie den Tod von Patienten billigend in Kauf genommen hätten, hieß es.

+++ 13.13 Uhr: Mehr als 30 Tote bei Angriff auf Krankenhaus in Kabul +++

Bei dem Angriff auf ein Militärkrankenhaus in Kabul sind mehr als 30 Menschen getötet worden. Etwa 50 weitere wurden nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums verletzt, als Angreifer der Dschiadistenmiliz Islamischer Staat (IS) das größte Militärkrankenhaus der afghanischen Hauptstadt stürmten. Die meisten Opfer seien Patienten, Ärzte und Pfleger, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Angriff dauerte insgesamt fast sechs Stunden.

+++ 12.41 Uhr: Razzia gegen Verein aus Reichsbürgerumfeld in Nordrhein-Westfalen +++

Mit einer Razzia in sieben Objekten ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen gegen einen der sogenannten Reichsbürgerbewegung nahe stehenden Verein vorgegangen. Es seien sechs Wohnungen in Voerde, Dinslaken und Essen sowie der Sitz des Vereins für bioenergetisches Leben in einer ehemaligen Gaststätte in Hünxe durchsucht worden, erklärten die Beamten in Duisburg. Ermittelt werde wegen Betrugs und illegalen Waffenbesitzes.

An den Durchsuchungen in Essen und Hünxe seien auch Beamte von Spezialeinsatzkommandos beteiligt gewesen, erklärte die Polizei. "Diverse Kommunikationsmittel und schriftliche Unterlagen" sowie "drei Schusswaffen, darunter eine Schrotflinte, griffbereit neben der Eingangstür", seien bei den Einsätzen beschlagnahmt worden. Auch "selbst gebaute Schussapparate, Schwarzpulver und Munition" fanden die Beamten demnach.

+++ 12.39 Uhr: Spanische Polizei nimmt Verdächtigen wegen "Massen-Zechprellerei" fest +++

Die spanische Polizei hat den mutmaßlichen Anführer einer großen Gruppe von Zechprellern festgenommen. Der 48-Jährige wurde in der nordwestlichen Stadt Ponferrada in der Provinz León gefasst, wie das Innenministerium mitteilte. Die Polizei hatte Ermittlungen aufgenommen, nachdem Ende Februar eine Gruppe von mehr als einhundert Gästen in einem Restaurant ein festliches Essen genossen und danach die Flucht ergriffen hatte.

Die Zechpreller, die angeblich eine Taufe gefeiert hatten, hinterließen eine offene Rechnung von 2000 Euro. Innerhalb einer Minute seien alle Gäste plötzlich verschwunden, berichtete der Restaurantbesitzer des Hotels "Carmen" in Bembibre. Wenig später wurde bekannt, dass kurz zuvor ein anderes Restaurant nach demselben Schema ausgetrickst worden war: Dieses Mal behaupteten die Zechpreller, sie feierten eine Hochzeit. Rund 200 Menschen speisten in Ponferrada für bis zu 12.000 Euro - um dann mit einem Mal zu verschwinden.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich laut Polizei um einen Rumänen. Der Mann sollte am Mittwoch dem Richter vorgeführt werden. Ein zweiter Verdächtiger wird noch gesucht.

+++ 12.08 Uhr: Nach Kindermord in Herne - Polizei sperrt Schule ab +++

Bei der Großfahndung nach dem Mordverdächtigen Marcel H. aus Herne hat die Polizei am Mittwochmorgen eine Schule in dem etwa 15 Kilometer entfernten Wetter (Ruhr) abgesperrt. Einsatzkräfte durchsuchten das Gymnasium und forderten die Schüler auf, in ihren Klassen zu bleiben, sagte eine Polizeisprecherin. Sie sprach von einer reinen Vorsichtsmaßnahme. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich der mutmaßliche Mörder des neunjährigen Jungen aus Herne tatsächlich im Gebäude aufhalte. 

Ein Passant will Marcel H. zuvor in der Nähe der Schule gesehen haben. Er alarmierte die Polizei. Etwa 30 Einsatzkräfte waren demnach im Einsatz. Nach Angaben der Polizei hat sich der Verdacht bislang nicht bestätigt. Die Absperrung der Schule solle auch dazu dienen, um Schüler und Eltern zu beruhigen.


+++ 11.15 Uhr: Mann stiehlt Katzen und isst sie auf - als Tierquäler verurteilt +++ 

Weil er mehrere Katzen gestohlen, geopfert und gegessen hat, ist ein Mann in Kolumbien zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Unter den Katzen war auch ein Tier, das dem Pastor des kleinen Ortes Amagá nahe Medellín gehörte, wie die kolumbianische Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Es war demnach die erste Verurteilung unter einem neuen Gesetz des südamerikanischen Landes gegen Tierquälerei. Der 31-Jährige wurde zudem des schweren Diebstahls schuldig gesprochen.

Der Mann war bereits im vergangenen September dabei erwischt worden, wie er bei sich zu Hause Katzenfleisch gegessen hatte. Ermittler fanden dort zudem einen Schädel und fünf Häute von gestohlenen Katzen. Den Angaben zufolge wurde dem Mann ein Teil der Strafe zur Bewährung ausgesetzt, weil er am Rande der Gesellschaft lebe.

+++ 11.09 Uhr: Kein Zusammenhang zwischen Mordfall Peggy und Böhnhardt +++

Zwischen dem Mordfall Peggy und dem NSU-Mitglied Uwe Böhnhardt gibt es keinen Zusammenhang. Der Fund einer DNA-Spur Böhnhardts am Fundort des Leichnams des 2001 verschwundenen neunjährigen Mädchens sei eine "Trugspur" durch ein Textilteichen gewesen, sagte Staatsanwalt Daniel Götz am Mittwoch in Bayreuth. Dieses Teilchen sei durch Polizeigerät vom Fundort der Leiche Böhnhardts in Eisenach 2011 im Juli vergangenen Jahres an den Fundort von Peggys Leichnam gebracht worden. Es habe inzwischen zweifelsfrei einem Kopfhörer Böhnhardts zugeordnet werden können.

Damit bleibt weiter unklar, wer das aus dem oberfränkischen Lichtenberg stammende Mädchen tötete. Götz sagte, die Ermittlungen sollten "intensiv" und "in alle Richtungen" weiter geführt werden. Der Fall gilt als einer der mysteriösesten Kriminalfälle in Deutschland. Ein ursprünglich als Peggys Mörder verurteilter geistig behinderter Mann wurde in einem Wiederaufnahmeverfahren rechtskräftig von dem Tatvorwurf freigesprochen. Die sterblichen Überreste des Kinds waren zufällig in einem Waldstück gefunden worden.

+++ 10.56 Uhr: EU-Betrugsbehörde fordert von Großbritannien zwei Milliarden Euro an Zöllen +++

Die EU-Betrugsbehörde Olaf hat von Großbritannien die Nachzahlung von fast zwei Milliarden Euro an Zöllen gefordert. Über das Vereinigte Königreich waren zwischen 2013 und 2016 chinesische Textilien und Schuhe massiv unter Wert importiert worden, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Olaf empfahl der EU-Kommission, den Verlust von Großbritannien einzufordern.

+++ 10.56 Uhr: Ehepaar vergisst Schecks über 166.000 Dollar in Flugzeug nach München +++

Drei Schecks im Gesamtwert von rund 166.000 Dollar hat ein Ehepaar in einem Flugzeug nach München vergessen. Nur dank ehrlicher Reinigungskräfte, die die zusammen mit den Reisepässen verpackten Schecks im Gepäckfach des Fliegers fanden und abgaben, kam das aus der Oberpfalz stammende Paar wieder an das Vermögen, wie die Bundespolizei am Mittwoch in München mitteilte.

Da der 69-jährige Ehemann gegenüber dem Zoll nachweisen konnte, dass es sich bei den Schecks um das Erbe seiner zuletzt in den USA lebenden Mutter handelte, konnte die Polizei die Fundstücke aushändigen.

+++ 10.49 Uhr: Zwei Lawinen-Tote und zwei Vermisste in den französischen Alpen +++

Bei Lawinen in den französischen Alpen sind zwei Menschen getötet worden. Ein Niederländer wurde bereits am Dienstagabend tot in der Nähe des Skiortes Valfréjus nahe der italienischen Grenze gefunden, wie die örtliche Gendarmerie bestätigte. Seine zwei Begleiter, ebenfalls Niederländer, wurden am Mittwoch noch vermisst. Die Wintersportler seien abseits der Pisten unterwegs gewesen. Die Gendarmerie wurde am Abend alarmiert und fand den Toten, musste die Suche dann aber wegen schlechter Wetterbedingungen über Nacht unterbrechen.

Nach Informationen der Regionalzeitung "Le Dauphiné Libéré" waren die drei Niederländer mit Snowboards unterwegs. Valfréjus liegt in der Savoyen-Region. Weiter südlich starb ein weiterer Wintersportler bei einer Lawine zwischen den Wintersportorten Vars und Risoul, wie die Präfektur des Verwaltungsbezirks Hautes-Alpes bestätigte.

+++ 10.01 Uhr: Wilder Elefant tötet 18-Jährigen in Nepal +++

Ein wilder Elefant hat in Südnepal einen 18-jährigen Mann getötet. Wie die örtliche Polizei am Mittwoch bestätigte, kam es am Dienstagabend beim Dorf Ranipur in der Nähe des Bardiya-Nationalparks zu dem Zusammenstoß. Demnach attackierte der Elefant den Mann, als dieser versuchte, ihn davon abzuhalten, Pflanzen auf einem Feld zu zerstören. In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Zusammenstöße zwischen Menschen und wilden Tieren in Nepal. Vor zwei Monaten tötete eine Herde wilder Elefanten in der gleichen Gegend eine 31-jährige Frau, als sie sich in ihr Dorf verirrt hatten. Auch Nashörner und verschiedene Raubkatzen gerieten immer wieder in von Menschen besiedeltes Gebiet - mit teilweise tödlichen Folgen.

+++ 9.46 Uhr: IS bekennt sich zu Angriff auf Militärklinik in Kabul +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Angriff auf ein großes Militärkrankenhaus in der afghanischen Hauptstadt Kabul bekannt. IS-Kämpfer hätten das Krankenhaus angegriffen, teilte das IS-Sprachrohr Amak am Mittwoch in einer nur aus einem Satz bestehenden Botschaft mit. Die Gefechte in der Klinik dauern zur Zeit noch an. Zwei Menschen sind nach Angaben der Sicherheitsbehörden bislang getötet und 25 weitere verletzt worden. In der Klinik gibt es rund 400 Betten.

Bewaffnete Männer hatten das Militärkrankenhaus im zentralen Stadtteil Wasir Akbar Khan kurz nach 9.00 Uhr (Ortszeit) angegriffen. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri, sprach von vier Angreifern. Einer habe sich am Tor in die Luft gesprengt, drei weitere seien in das Krankenhaus eingedrungen und hätten sich auf mehreren Stockwerken verschanzt. "Einer der drei wurde erschossen, aber zwei kämpfen noch", sagte Wasiri.

+++ 9.01 Uhr: Zug kollidiert in USA mit Bus - Vier Tote und 40 Verletzte +++

Beim Zusammenstoß eines Güterzugs mit einem Reisebus im US-Bundesstaat Mississippi sind vier Menschen ums Leben gekommen und 40 verletzt worden. Das teilte die Stadt Biloxi am Dienstag (Ortszeit) mit. Drei Menschen starben demnach am Unfallort, ein weiterer im Krankenhaus. Acht Verletzte seien in kritischem Zustand. Der Zug prallte am Dienstagnachmittag im Zentrum der Stadt an der Küste des Golfes von Mexiko gegen den Bus, der auf den Schienen stand. Nach Angaben des Polizeichefs John Miller war zunächst unklar, warum er dort angehalten hatte. Man prüfe, ob der Motor ausgegangen sei.

+++ 8.58 Uhr: Polizei sucht auf Bauernhof in Frankreich nach Leichen ermordeter Familie +++

Nach der Ermordung einer vierköpfigen Familie in Frankreich ist am Mittwoch der Bauernhof des Hauptverdächtigen durchsucht worden. Der Verdächtige, bei dem es sich um den Schwager des ermordeten Familienvaters handelt, war dabei anwesend, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Gesucht wurden die sterblichen Überreste der Familienmitglieder.

Der Schwager, Hubert Caouissin, wurde am Morgen in einem Auto mit getönten Scheiben zu dem Bauernhof gebracht. Zahlreiche Sicherheitskräfte waren im Einsatz und riegelten den Zugang zu dem Gelände im äußersten Westen Frankreichs ab. Caouissin wird verdächtigt, die vierköpfige Familie ermordet zu haben. Er wurde Anfang der Woche in Untersuchungshaft genommen und formal des mehrfachen Mordes beschuldigt.

+++ 8.25 Uhr: Australien verklagt VW-Tochter Audi im Abgasskandal +++

Volkswagen droht im Abgasskandal weiteres Ungemach in Australien. Die Verbraucherschutzbehörde ACCC verklagte am Mittwoch die Konzerntochter Audi im Skandal um manipulierte Abgaswerte. Demnach wirft die Behörde dem Mutterkonzern VW vor, in 12.000 Fahrzeugen eine Software eingebaut zu haben, die bei standardisierten Tests für einen niedrigeren Ausstoß von schädlichen Stickoxiden sorgt. Volkswagen habe für Entwicklung und Einbau der Software in die Audi-Fahrzeuge gesorgt, lautet der Vorwurf.

Die australische Behörde erklärte, Verbraucher vertrauten darauf, dass es eine Verbindung zwischen den Autos gebe, wie sie angepriesen würden und wie sie im Alltag funktionierten. Wenn dies auseinandergehe, sei das eine Verletzung des australischen Verbraucherschutzgesetzes. Die Behörde forderte Entschädigungszahlungen sowie eine korrigierte Werbung für die Audi-Fahrzeuge.

+++ 7 Uhr: Beide Entführer des Aldi-Inhabers Albrecht laut "Bild" gestorben +++

Die beiden Aldi-Entführer, die 1971 mit ihrer spektakulären Tat ein Millionen-Lösegeld erbeuteten, sind einem Bericht zufolge kürzlich innerhalb weniger Tage gestorben. Heinz Joachim Ollenburg sei am 7. Februar mit 93 Jahren in seinem Wohnort in Brandenburg gestorben, sein Komplize Paul Kron - genannt "Diamanten-Paule" einige Tage zuvor mit 87 Jahren in einem Pflegeheim in Bochum, berichtete die "Bild".

Die beiden waren wegen der Entführung des Supermarkt-Milliardärs Theo Albrecht zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die Aldi-Entführung war einer der spektakulärsten Entführungsfälle in der Geschichte der Bundesrepublik. Aldi-Inhaber Theo Albrecht wurde 17 Tage lang in einem Kleiderschrank in Düsseldorf gefangen gehalten. Sieben Millionen Mark - nach heutiger Kaufkraft würde die Summe weitaus höher liegen - erbeuteten die Kidnapper, nach der Übergabe des Lösegelds ließen sie ihr Opfer frei. Die Hälfte der Beute ist laut "Bild" bis heute verschwunden.

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+++ 6.51 Uhr: Bewaffnete greifen größtes Militärkrankenhaus in Afghanistan an +++

Bewaffnete haben am Mittwoch in Kabul das größte Militärkrankenhaus Afghanistans angegriffen. Die Angreifer seien in das Sardar Daud Chan-Krankenhaus eingedrungen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Daulat Wasiri, der Nachrichtenagentur AFP. Genauere Angaben konnte er zunächst nicht machen. Im Diplomatenviertel, wo sich die Klinik befindet, waren demnach Explosionen und Schüsse zu hören.

Ein Mitarbeiter des Krankenhauses schrieb beim Sozialnetzwerk Facebook: "Angreifer sind im Hospital. Betet für uns." Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand.  Erst am vergangenen Mittwoch hatten islamistische Taliban in Kabul fast zeitgleich zwei Selbstmordanschläge verübt.

+++ 6.16 Uhr: Sechs Leichen in Plastiktüten im Süden von Mexiko entdeckt +++

Im Süden von Mexiko hat die Polizei sechs zerstückelte Leichen am Rande einer Landstraße entdeckt. Die menschlichen Überreste seien in 13 Plastiktüten in der Ortschaft Chilapa gefunden worden, sagte ein Sprecher der Regierung des Bundesstaates Guerrero am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Leichen seien schon stark verwest gewesen. Kriminaltechniker untersuchten die Körperteile.

Hintergrund der Gewalttaten dürften ersten Ermittlungen zufolge Revierkämpfe zwischen verfeindeten Banden gewesen sein. In der Region wird Opium und Marihuana hergestellt. Verschiedene Verbrechersyndikate kämpfen um die Kontrolle über den Anbau und den Verkauf der Drogen. Die Banden Los Ardillos und Los Rojos sollen in den vergangenen Jahren zahlreiche Menschen verschleppt und getötet haben. Bereits am Montag hatten die Behörden nahe der Provinzhauptstadt Chilpancingo drei zerstückelte Leichen in Plastiktüten entdeckt.

+++ 3.49 Uhr: Umfrage: Deutsche wollen eine andere EU +++

Die Europäische Union sollte aus Sicht der Deutschen nicht so weitermachen wie bisher. Über den Reformweg gibt es aber keine Einigkeit. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von YouGov hervor, in der 1032 Deutsche zu den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Strategien zur Zukunft der EU befragt worden. Die Strategie "Weiter so" fand dabei die wenigsten Unterstützer: Nur 7 Prozent fanden diese Möglichkeit gut, ganze 42 Prozent hielten es für die unattraktivste Lösung.

Von den fünf vorgeschlagenen Strategien stieß keine auf eine klare Mehrheit der Deutschen. Die relativ größte Zustimmung erhielt der Vorschlag einer umfassenden Erweiterung der Zusammenarbeit in allen Politikbereichen. 29 Prozent der Befragten sahen das als besten Weg für die Zukunft der EU. Doch 21 Prozent sprachen sich für eine Rückführung der EU auf einige wenige Kernkompetenzen aus, die es noch zu bestimmen gilt. 

+++ 2.06 Uhr: Österreich fordert Mittelkürzungen für Osteuropäer  +++

Österreichs Bundeskanzler Christian Kern hat eine drastische Kürzung der finanziellen Unterstützung für mittel- und osteuropäische Länder gefordert, falls sie sich weiterhin einer Aufnahme von Flüchtlingen widersetzen sollten. Vor dem EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag sagte Kern der Tageszeitung "Die Welt": "Sollten sich Länder bei der Lösung der Migrationsfrage weiterhin konsequent wegducken oder Steuerdumping auf Kosten der Nachbarn betreiben, so dürfen sie künftig nicht mehr Nettozahlungen in Milliardenhöhe aus Brüssel erhalten."
Am Donnerstag beginnt ein zweitägiger EU-Gipfel in der belgischen Hauptstadt, bei dem es auch um die Flüchtlingspolitik in der EU geht. Die Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb Europas lehnt etwa die Visegrad-Gruppe aus Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn strikt ab.


ivi / AFP / DPA