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Tag im Ticker: SPD-Abgeordnete Petra Hinz: "Habe mir letzten Rest Würde verdient"

Petra Hinz gibt erstes Interview nach Aufdeckung ihres gefälschten Lebenslaufes +++ Pilotin stirbt bei Absturz in Brandenburg +++ Erdogan reist zu Putin +++ Die Nachrichten des Tages im Überblick.

Petra Hinz

Petra Hinz will nach ihren Krankenhausaufenthalt ihr Bundestagsmandat zurückgegeben

Lesen Sie hier die Nachrichten des Tages im Überblick:

+++ 19.36 Uhr: UN-Mitarbeiter wegen Unterstützung von Hamas in Israel angeklagt +++

Israel hat einen UN-Mitarbeiter festgenommen und wegen mutmaßlicher Unterstützung der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen angeklagt. Waheed Borsh, der seit 2003 für das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) arbeitet, sei festgenommen und angeklagt worden, erklärte die israelische Regierung. Das UNDP zeigte sich "zutiefst besorgt" angesichts der Vorwürfe, während die Nichtregierungsorganisation World Vision ähnliche Vorwürfe anzweifelte. Der 38-jährige Borsh wurde israelischen Angaben zufolge bereits Mitte Juli festgenommen und am Dienstag schließlich angeklagt.

Demnach wurde er von einem ranghohen Hamas-Mitglied beauftragt, seine Arbeit beim UNDP zu nutzen, um den "militärischen Interessen der Hamas" zu dienen. Er soll der Regierungserklärung zufolge eine Reihe von Vorwürfen eingeräumt haben - unter anderem die Abzweigung von Bauschutt.
Dem UN-Mitarbeiter wird außerdem vorgeworfen, Verantwortliche des UNDP davon überzeugt zu haben, den Häuserbau in Gegenden zu bevorzugen, in denen Hamas-Mitglieder wohnen. Unklar blieb, wieviel Geld Borsh möglicherweise abzweigte.

+++ 18.49 Uhr: Petra Hinz: "Habe auch letzten Rest Würde verdient" +++

Die Essener SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz hält in der Affäre um ihren gefälschten Lebenslauf an ihrem Zeitplan für den Mandatsverzicht fest. In ihrem ersten Interview seit Bekanntwerden des Skandals sagte Hinz mehreren nordrhein-westfälischen Zeitungen, sie werde den Verzicht gegenüber Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) erklären, sobald sie aus der stationären Behandlung in einer Klinik entlassen werde. Wann das sei, würden ihre Ärzte entscheiden.

Die Abgeordnete machte dem Essener SPD-Unterbezirksvorsitzenden und nordrhein-westfälischen Justizminister Thomas Kutschaty Vorwürfe. Laut vorab verbreiteten Interviewäußerungen erklärte Hinz, sie habe ihr Vorgehen beim Mandatsverzicht mit Kutschaty abgeklärt. Dieser habe aber mehrfach Absprachen gebrochen.

"Kutschaty hat mich endgültig zum Abschuss freigegeben. Ich bin mir meiner Schuld absolut bewusst und ziehe die Konsequenzen, aber ich habe auch einen letzten Rest Würde verdient", sagte die SPD-Politikerin der "Westdeutschen Zeitung", dem "Solinger Tageblatt", dem "Remscheider Generalanzeiger", den "Aachener Nachrichten" und der "Aachener Zeitung".

Hinz hatte Mitte Juli eingeräumt, Abitur und einen Jura-Studienabschluss in ihrem Lebenslauf erfunden zu haben.

+++ 17.33 Uhr: Baby in Texas stirbt an Zika-Infektion +++

Im US-Bundesstaat Texas ist ein Neugeborenes an den Folgen einer Infektion mit dem Zika-Virus gestorben. Es sei der erste Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus in Texas, teilte die Gesundheitsbehörde des Südstaats mit. Das Baby starb demnach kurz nach der Geburt im Raum Houston. Die Mutter habe sich während der Schwangerschaft in Lateinamerika angesteckt, woraufhin sich das Baby im Mutterleib infiziert habe, hieß es. Die Gefahr weiterer Übertragungen bestehe nicht. Insgesamt wurden in Texas bisher 99 Zika-Fälle gemeldet.

+++ 17.10 Uhr: Türkische Religionsbehörde entlässt mehr als 2500 weitere Mitarbeiter +++

Im Zusammenhang mit dem Putschversuch in der Türkei hat die staatliche Religionsbehörde Diyanet hunderte weitere Mitarbeiter entlassen. Wie die Behörde am Dienstag mitteilte, wurden 2560 Mitarbeiter entlassen, womit sich die Gesamtzahl der nach dem Putschversuch geschassten Mitarbeiter auf 3672 erhöhe. Die Entlassungen erfolgten im Zuge des Vorgehens der türkischen Regierung gegen mutmaßliche Anhänger des Predigers Fethullah Gülen.

+++ 17.05 Uhr: Terrorverdächtiger in Rheinland-Pfalz festgenommen +++

Ein Terrorverdächtiger ist in Rheinland-Pfalz vorläufig festgenommen worden. Das bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums in Mainz. Es bestehe der Verdacht, dass es sich um einen hohen Repräsentanten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) handle. Der Mann soll bei einer Überprüfung aufgegriffen worden sein. Zuvor sei ein Hinweis aus einem Gefängnis in Nordrhein-Westfalen gekommen. Am Einsatz in Mutterstadt war nach Angaben des Sprechers das Landeskriminalamt (LKA) Rheinland-Pfalz beteiligt.

+++ 15.17 Uhr: 21-Jährige soll 40 Jahre älteren Ehemann erschossen haben +++

Weil sie mit ihrem Liebhaber ungestört in den Urlaub fahren wollte, soll eine 21-Jährige aus Niedersachsen ihren 62 Jahre alten Ehemann erschossen haben. Gegen die Frau aus Algermissen bei Hannover sei Haftbefehl wegen heimtückischen Mordes erlassen worden, teilte die Staatsanwaltschaft Hildesheim mit. Die Frau bestreite die Vorwürfe.

Der Tote war am 30. Juli von einem Bekannten in einem Wohncontainer in Algermissen entdeckt worden. Wegen des Zustands der Leiche war eine zweifelsfreie Identifizierung zunächst nicht möglich. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde der 62-Jährige bereits am 23. Juli getötet.

Der Tat soll ein Streit zwischen dem Ehepaar über den Urlaub der 21-Jährigen vorausgegangen sein, berichtete die Staatsanwaltschaft. Die junge Frau soll ihrem eifersüchtigen Ehemann erzählt haben, sie wolle einen Auslandsurlaub mit Freundinnen verbringen. Tatsächlich habe sie vorgehabt, mit ihrem Liebhaber zu verreisen.

Nachdem der Ehemann sich zum Schlafen auf ein Sofa gelegt habe, soll die 21-Jährige eine Waffe ergriffen und mehrere Schüsse abgefeuert haben, um den 62-Jährigen zu töten. Am nächsten Morgen soll die Frau dann wie geplant mit ihrem Liebhaber einen zweiwöchigen Auslandsurlaub angetreten haben.

Nach der Rückkehr war die 21-Jährige am Montag dieser Woche freiwillig bei der Polizei erschienen und nach einer ersten Vernehmung festgenommen worden.

+++ 14.23 Uhr: Pilotin stirbt bei Absturz in Brandenburg +++

Ein Segelflugzeug ist auf einem Flugplatz in Brandenburg kurz nach dem Start abgestürzt. Die Pilotin, die allein im Cockpit saß, kam dabei ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Ersten Erkenntnissen zufolge stürzte der Segelflieger aus 50 Metern bei Bad Belzig in die Tiefe. Der Flugbetrieb wurde vorerst eingestellt.

+++ 14.19 Uhr: 22-Jähriger klettert über Sicherheitszaun des Buckingham Palace +++

Ein Mann hat versucht, auf das Gelände des Buckingham-Palasts vorzudringen. Wie Scotland Yard mitteilte, wurde der 22-Jährige in den frühen Morgenstunden in einer Sicherheitszone verhaftet. Einen ersten Zaun hatte der Mann bereits überwunden. Der Betrunkene habe den Palast aber nicht erreicht, ließ die Polizei wissen. Er sei nicht bewaffnet gewesen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es keine. Queen Elizabeth II. hält sich zurzeit in Schottland auf. Wie jedes Jahr verbringt sie ihren Urlaub in der Sommerresidenz Balmoral Castle.

+++ 12.56 Uhr: Mutiger Polizist fängt Riesenspinne in Supermarkt +++

Ein beherzter Polizist hat in einem Einkaufsmarkt im baden-württembergischen Lörrach eine Riesenspinne eingefangen. Erschrockene Mitarbeiter des Geschäfts hatten das behaarte Krabbeltier am Dienstagmorgen beim Aufbau von Bananenkörben unter einer Palette verschwinden sehen und die Polizei alarmiert, wie die Ordnungshüter mitteilten. Herbeigeeilte Streifenbeamte "umstellten" daraufhin die Palette und forderten Verstärkung durch einen spinnenkundigen Polizisten an.

Nach kurzer Lagebesprechung schritt der Beamte zur Tat und fing die Spinne ein. Einer ersten Begutachtung zufolge handelt es sich laut Polizei vermutlich um eine Riesenkrabbenspinne mit dem wissenschaftlichen Namen Heteropoda Venatoria mit einem Durchmesser von rund zehn Zentimetern. "Sie soll ungefährlich, ihr Biss aber schmerzhaft sein", hieß es im Polizeibericht. Offenbar war das Tier mit der Bananenlieferung eingeschleppt worden.

+++ 12.51 Uhr: Autofahrer fährt Wagen zwischen Leitplanken fest +++

Ein Autofahrer hat sich bei Düsseldorf in eine kuriose Notlage gebracht: Er fuhr mit seinem Wagen zwischen zwei Leitplanken entlang, bis es dort zu eng wurde.

Der Mann hatte, wie die Feuerwehr am Dienstag berichtete, am Montag eine Ausfahrt einer Schnellstraße verpasst. Deshalb wendete er unmittelbar dahinter und verließ die Schnellstraße über die eigentlich für auffahrende Autos gedachte Fahrspur. Dabei kam er jedoch zur Seite ab und geriet auf einen Grünstreifen zwischen Auf- und Abfahrt, der schließlich auf beiden Seiten von Leitplanken gesäumt wird. Zwischen denen fuhr der 64-Jährige solange weiter, bis sich sein Wagen völlig verkeilte. Der laut Polizei verwirrt wirkende Mann konnte das Auto selbstständig verlassen, wurde aber in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 12.48 Uhr: Würzburg-Attentäter kann bestattet werden +++

Der Leichnam des Würzburger Axt-Attentäters kann bestattet werden. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Würzburg bestätigte am Dienstag, die Leiche werde in Rücksprache mit der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe nicht mehr benötigt und sei freigegeben. Der 17-jährige Attentäter hatte vor drei Wochen in einem Regionalzug mit einer Axt und einem Messer fünf Menschen schwer verletzt. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei erschoss den Jugendlichen kurz nach der Tat. In einem Video hatte er sich zur Terrormiliz Islamischer Staat bekannt.

Die "Main-Post" (Dienstag) berichtete ohne Nennung von Quellen, die Behörden arbeiteten auf eine anonyme Bestattung des Täters hin. Die Verantwortlichen suchten "nach einer Stadt, die größer ist als Würzburg". Dort sei mehr Anonymität gewährleistet.

Darüber hinaus hatten nach Auskunft der Staatsanwaltschaft afghanische Angehörige über die deutsche Botschaft in Kabul um eine Überführung des Leichnams gebeten. Ein formaler Antrag dazu lag in Würzburg am Dienstag nicht vor.

+++ 11.41 Uhr: Erdogan auf dem Weg zu Putin +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist zu Gesprächen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin nach St. Petersburg gereist. Er sei vom Flughafen der Hauptstadt Ankara abgeflogen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Das Treffen soll eine monatelange schwere Krise zwischen den Ländern endgültig beenden, die der Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges Ende November ausgelöst hatte. 

+++ 11.30 Uhr: Frau stürzt im Klettersteig 100 Meter tief und stirbt +++

Eine 51 Jahre alte Bergsteigerin ist in einem Klettersteig in den Allgäuer Alpen tödlich verunglückt. Wie die Polizei mitteilte, war die Frau aus dem Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz am Vortag zusammen mit ihrem Mann im Mindelheimer Klettersteig unterwegs. Das bergerfahrene Paar war den Angaben zufolge mit einem Klettersteig-Set ausgerüstet. An einer nicht gesicherten Stelle stürzte die Frau rund 100 Meter in die Tiefe und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. Sie wurde mit einem Hubschrauber geborgen. Wie es zu dem Sturz kam, war zunächst unklar. Der 46-jährige Mann ging voraus und blieb unverletzt. Er wurde nach dem Unfall von einem Kriseninterventionsteam betreut. 

+++ 10.31 Uhr: Zwei Jahre Haft wegen Betrachtens radikaler Webseiten in Frankreich +++

Ein französisches Gericht hat einen 31-jährigen Mann wegen wiederholten Betrachtens radikaler Internetseiten zu zwei Jahren Haft verurteilt. Das Gericht in Chartres südwestlich von Paris ging damit über die Forderung der Staatsanwaltschaft von einem Jahr Gefängnis hinaus, wie am Dienstag aus Justizkreisen verlautete. Dem Mann wird vorgeworfen, immer wieder Internetseiten aufgerufen zu haben, auf denen Anschläge verherrlicht werden.

Auf seiner Facebook-Seite habe er zudem gepostet, dass er das Pariser Hochhaus Tour Montparnasse am liebsten zerstört sähe. "Die Ermittler haben keine Hinweise darauf, dass es sich dabei um ein konkretes Projekt handelte", hieß es aus den Justizkreisen. Bisher war der Mann den Behörden nicht als sogenannter Gefährder bekannt. Vielmehr soll es sich um einen Einzelgänger handeln, der die Verbindungen zu seiner Familie abgebrochen hat.

+++ 9.48 Uhr: Angehörige von Bengasi-Opfern verklagen Hillary Clinton +++

Angehörige zweier Todesopfer eines Angriffs auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi im Jahr 2012 verklagen nach Medienberichten die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Die Mutter eines damals getöteten Amerikaners und der Vater eines zweiten US-Bürgers reichten am Montag an einem Bundesgericht gemeinsam Klage wegen widerrechtlicher Tötung und Verleumdung gegen Clinton ein, wie US-Medien unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichteten. Patricia Smith und Charles Woods werfen Clinton demnach unter anderem vor, die Nutzung eines privaten Servers für zum Teil vertrauliche Dienst-Emails durch die damalige Außenministerin habe die Terrorattacke direkt verursacht.

+++ 9.46 Uhr: Nach Reihe von Gewalttaten in Magdeburg Angreifer weiter flüchtig +++

Nach mehreren Angriffen auf Passanten in Magdeburg sucht die Polizei weiter nach dem Täter. Es gebe bislang noch keine Spur von dem Mann, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Der Unbekannte soll am Montag eine 64-jährige Frau in Magdeburg auf offener Straße niedergestochen haben. Sie kam ins Krankenhaus, ihre Verletzungen sind den Angaben zufolge aber nicht lebensbedrohlich. Bereits zuvor soll der Angreifer versucht haben, einem 14-jährigen Jugendlichen das Handy zu stehlen, was aber misslang. Dann wollte der Täter einem 63-jährigen Magdeburger das Fahrrad entreißen, vermutlich um damit zu flüchten. Auch dies scheiterte. Kurze Zeit später folgte die Messerattacke.

+++ 8.33 Uhr: Kreditkartenleser in Hotels und Restaurants weltweit gehackt +++

Mutmaßlich russische Hacker haben die Software von Kreditkartenlesern in Hotels und Restaurants weltweit angegriffen. Der US-Softwarekonzern Oracle teilte am Montag in einem Kundenbrief mit, er habe in einigen Micros-Softwaresystemen einen Virus entdeckt und "sich darum gekümmert". Oracle hatte Micros vor zwei Jahren für umgerechnet 4,7 Milliarden Euro gekauft - damals wurde die Software der Firma in mehr als 330.000 Hotels, Restaurants und Geschäften in 180 Ländern genutzt.

+++ 7.32 Uhr: Reizgas in Bremer Einkaufszentrum versprüht - zwölf Verletzte +++

In einem Bremer Einkaufszentrum sind zwölf Menschen durch versprühtes Reizgas verletzt worden. Zwei von ihnen kamen mit Rettungswagen ins Krankenhaus, wie die Feuerwehr weiter mitteilte. Etwa 20 Menschen seien am Montagabend mit dem Reizgas in Kontakt gekommen, hieß es. Ein Angestellter eines Geschäfts in dem Zentrum hatte die Rettungskräfte alarmiert. "Wir wissen nicht, wer das Gas versprüht hat", sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

+++ 5.44 Uhr: Gauner in USA kassieren bei Telefonkunden ab +++

Der US-Telefonkonzern AT&T muss seine Kunden für betrügerische Abrechnungen entschädigen. Die Telekommunikationsbehörde FCC setzte die Entschädigungs- und Strafsumme am Montag (Ortszeit) auf insgesamt 7,5 Millionen Dollar fest. Einem Teil der Kunden seien pro Monat neun Dollar für eine nicht existente "Servicegebühr" berechnet worden; das Geld sei direkt in die Taschen von Gaunern mit Verbindungen ins Drogenmilieu geflossen.

Hinter dem Betrug stehen den Angaben zufolge zwei Unternehmen aus der Region Cleveland, die für den Konzern die Rechnungen ausstellten. "Telefonkonzerne wie AT&T haben die Pflicht sicherzustellen, dass von Drittparteien ausgestellte Rechnungen legitim sind", erklärte die Behörde FCC. "Eine Telefonrechnung sollte nicht Drogenhändlern und Geldwäschern dienen."

+++ 4.23 Uhr: Mächtiger Verbrecherboss in Kolumbien gefasst +++

Die kolumbianische Kriminalpolizei hat einen der meist gesuchten Verbrecher des Landes verhaftet. Luis Hernández alias "R-15" von der kriminellen Organisation Los Urabeños sei bei einem Einsatz im Department Antioquia gefasst worden, teilte die Polizei am Montag mit. Er soll in Drogenhandel, Schutzgelderpressung und illegalen Bergbau verwickelt und für mehrere Morde verantwortlich sein. "Das ist ein weiterer Schlag ins Herz des Drogenhandels. R-15 blickt auf eine kriminelle Karriere von über 15 Jahren im Dienst von Drogenbanden zurück", sagte Polizeichef Jorge Nieto. 

Die Urabeños - auch Golf-Clan oder Clan Úsuga genannt - sind das mächtigste Verbrechersyndikat Kolumbiens.

+++ 3.48 Uhr: Japan gedenkt der Opfer des Atombombenabwurfs auf Nagasaki +++

Japan hat am Dienstag der Opfer des Atombombenabwurfs auf die Stadt Nagasaki durch die US-Luftwaffe vor 71 Jahren gedacht. Die Amerikaner hatten am 9. August 1945 eine Atombombe auf die Großstadt abgeworfen, nachdem drei Tage zuvor Hiroshima durch eine Atombombe mit geringerer Sprengkraft verwüstet worden war. Allein in Nagasaki wurden etwa 70.000 Menschen durch direkte Einwirkung getötet, 75.000 weitere verletzt.Unter dem Eindruck der Zerstörungen kapitulierte das Kaiserreich Japan am 15. August 1945. Hiroshima und Nagasaki wurden als die beiden von einer Atombombe verwüsteten Städte weltweit als Symbol für den Frieden bekannt.

+++ 2.54 Uhr: Bauern fordern wegen tiefer Milchpreise neue Hilfen der Regierung +++

Wegen der weiter sinkenden Milchpreise fordern Bauernverbände dringende neue Hilfen für die Erzeuger. Der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), Romuald Schaber, forderte, "dass die Bundesregierung den deutschen Milchbauern noch einmal die gleiche Summe wie die EU - nämlich 58 Millionen - zahlt". Der "Bild" (Dienstagsausgabe) sagte Schaber: "Deutschlands Milchbauern bluten weiter aus."

Joachim Rukwied, der Präsident des Deutschen Bauernverbands, sagte der Zeitung, bei den derzeitigen Preisen "schreiben unsere Bauern weiterhin tiefrote Zahlen". Die EU und die Bundesregierung müssten nun dafür sorgen, dass das beschlossene Hilfsprogramm "schnell und unbürokratisch" auf den Höfen ankomme. "Nur dann sind die Existenzen zahlreicher Milchbauern zu erhalten", sagte Rukwied.

Nach "Bild"-Informationen liegt der durchschnittliche Milchpreis derzeit bei 22,8 Cent je Liter. Das seien noch einmal 0,3 Cent weniger als beim bisherigen Tiefststand im Frühjahr.

+++ 1.12 Uhr : USA kritisieren Dutertes Feldzug gegen mutmaßliche Drogenhändler +++

Das US-Außenministerium hat den philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte zu einer Abkehr von seinem gewaltsamen Anti-Drogen-Kampf aufgerufen. Die Festnahme und Tötung hunderter mutmaßlicher Drogenhändler in dem Inselstaat sei besorgniserregend, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag in Washington. Sie mahnte rechtsstaatliche Verfahren und die Einhaltung der Menschenrechte an. Nur so könne langfristig Sicherheit erreicht werden.

Duterte hatte die Präsidentschaftswahl im Mai mit dem Versprechen gewonnen, einen Feldzug gegen Drogenhändler und andere Kriminelle zu führen. Der langjährige Bürgermeister von Davao ordnete die Polizei an, Drogenhändler zu erschießen. Laut dem Fernsehsender ABS-CBN wurden seit seiner Wahl bereits 852 mutmaßliche Drogenkriminelle getötet. Kritik von Menschenrechtlern weist Duterte zurück. 

+++ 0.24 Uhr: Familie von muslimischem Uhrenbastler verklagt US-Schule +++

Die Familie eines zu Unrecht in den USA als Bombenbauer beschuldigten Teenagers hat die frühere Schule des Jugendlichen auf Schadenersatz verklagt. Durch das Vorgehen der Schule gegen den damals 14-jährigen Muslim Ahmed Mohammed seien dessen Bürgerrechte verletzt worden, erklärte am Montag die Anwältin der Familie, Susan Hutchison. Eine Entschädigungssumme wird in der Klage nicht genannt.

Bis heute habe die Familie von der MacArthur-High School in Irving im Bundesstaat Texas keine Entschuldigung erhalten, sagte Hutchison. Auch sei die frühere Forderung der Familie nach einer Entschädigung in Gesamthöhe von 15 Millionen Dollar (13,5 Millionen Euro) zurückgewiesen worden.

Der Fall hatte für weltweites Aufsehen gesorgt. Ahmed, ein Sohn sudanesischer Einwanderer, hatte Mitte September einen selbst gebauten Wecker mit in die Schule gebracht. Statt jedoch dafür gelobt zu werden, wurde er von der Polizei in Handschellen abgeführt. Ein Lehrer hatte den Wecker für eine Bombe gehalten.

amt/kis/tkr / DPA / AFP