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News des Tages: Spur in AfD-Spendenaffäre führt zu deutsch-schweizerischem Milliardär

Spur in AfD-Spendenaffäre führt zu Immobilien-Milliardär +++ AfD-Kandidatin Harder-Kühnel erneut als Bundestags-Vize gescheitert +++ Crew von Ethiopian-Airlines-Flug folgte Notfallplan +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Alice Weidel im Bundestag

Alice Weidel im Bundestag

DPA

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Spur in AfD-Spendenaffäre führt zu Immobilien-Milliardär (19.26 Uhr)

  • US-Kongress fordert von Trump Ende des Militär-Engagements im Jemen (17.56 Uhr)

  • 136 Lottospieler haben fünf Richtige - schmale Gewinne für Tipper (16.56 Uhr)

  • AfD-Kandidatin Harder-Kühnel erneut als Bundestags-Vize gescheitert (15.33 Uhr)

  • Demokraten fordern Trumps Steuererklärungen (1.00 Uhr)

  • Unterhaus stimmt für Gesetz zu Brexit-Aufschub (0.36 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 22.04 Uhr: Barack Obama fordert konkrete Schritte im Kampf gegen Klimawandel +++

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat bei einem Auftritt in Köln ein entschiedeneres Eintreten gegen den Klimawandel gefordert und dabei das Engagement junger Menschen hervorgehoben. "Der Klimawandel ist nichts, was in 50 Jahren stattfindet, er geschieht genau jetzt", sagte Obama vor mehr als 14.000 Menschen in der Kölner Lanxess-Arena. Es gebe mehr Waldbrände, mehr Hitzeperioden und mehr Überschwemmungen, sagte Obama während eines einstündigen Interviews beim sogenannten World Leadership Summit in Köln. Den Kampf gegen die Klimaerwärmung könne "man nicht alten Leuten überlassen, auch nicht mir".

+++ 21.55 Uhr: Jeff Bezos bekommt nach Scheidung 75 Prozent der Amazon-Aktien +++

Die Ex-Frau von Amazon-Chef Jeff Bezos will dem Milliardär nach ihrer Scheidung 75 Prozent der gemeinsamen Aktien des Online-Versandriesen überlassen. MacKenzie Bezos teilte bei Twitter mit, sie habe sich mit ihrem Mann auf die Aufteilung ihres Vermögens geeinigt. Die Amazon-Aktien gehen demnach zu 75 Prozent an Jeff Bezos. Auch die Beteiligungen an der "Washington Post" und am Raumfahrtunternehmen Blue Origin gehen an den Amazon-Gründer. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC teilte Amazon mit, MacKenzie Bezos verfüge mit ihrem 25-Prozent-Anteil nun über vier Prozent aller Amazon-Aktien. Sie haben derzeit einen Wert von rund 36 Milliarden Dollar (32 Milliarden Euro). Die Stimmrechte an ihren Aktien hat MacKenzie Bezos nach eigenen Angaben aber an ihren Mann abgetreten.

Brexit: Bild mit Symbolcharakter: Dachschaden im Unterhaus – die Briten sind nicht mehr ganz dicht

+++ 20.50 Uhr: Venezuela rechnet mit weiteren Soldaten +++

Venezuela rechnet mit der Verlegung weiterer russischer Soldaten in das südamerikanische Land. "Sicher werden neue Missionen eintreffen, aber das geschieht alles im Rahmen der Vereinbarungen im Sicherheitsbereich", sagte Vize-Außenminister Yván Gil der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Bereits vor gut anderthalb Wochen waren 99 russische Militärs in Venezuela gelandet. Moskau hatte den Aufenthalt bestätigt. "Sie werden so lange bleiben wie nötig", sagte Gil.  Nach früheren Angaben des russischen Außenministeriums ist ein Aufenthalt von Soldaten in Venezuela in einem Abkommen zwischen beiden Ländern zur militärischen Zusammenarbeit geregelt und steht in "strikter Übereinstimmung" mit der venezolanischen Verfassung. Wie Interfax unter Berufung auf das Außenministerium schrieb,

+++ 19.26 Uhr: Medienbericht: Spur in AfD-Spendenaffäre führt zu deutsch-schweizerischem Milliardär Conle +++

Im Fall der mysteriösen Spende zugunsten der AfD-Fraktionschefin Alice Weidel führt Medienberichten zufolge eine Spur in das Umfeld des aus Duisburg stammenden, in der Schweiz und London lebenden Immobilien-Milliardärs Henning Conle. Dies ergaben Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR, WDR und dem Schweizer "Tages-Anzeiger". Ein mit der Angelegenheit Vertrauter habe das "Umfeld" des verschwiegenen Milliardärs als eigentlichen, bislang geheimen Spender bestätigt. Über die Züricher Pharmafirma PWS waren vor der Bundestagswahl 2017 rund 130.000 Euro auf das Konto des AfD-Kreisverbands Bodenseekreis geflossen, dem Weidel angehört. Als Verwendungszweck war "Wahlkampfspende Alice Weidel" angegeben. Das Geld wurde zurückgezahlt, allerdings erst Monate später. Die AfD übermittelte der Bundestagsverwaltung kürzlich die Namen von 14 Spendern, die hinter den Zuwendungen stehen sollen. Bei diesen soll es sich aber um Strohmänner handeln. Den neuen Recherchen zufolge arbeitet einer der Strohmänner, die die Herkunft der Spende verschleiern sollten, für die Immobiliengesellschaft Conimmo in Antwerpen. Diese wiederum gehöre mehrheitlich Henning Conle Senior, und auch sein Sohn gleichen Namens sei dort als Direktor eingetragen. 

+++ 19.22 Uhr: Trump droht Mexiko im Mauerstreit mit hohen Autozöllen +++

US-Präsident Donald Trump droht Mexiko statt mit einer baldigen Grenzschließung zunächst mit der Verhängung von Autozöllen. Trump sagte im Weißen Haus, die mexikanische Regierung müsse sowohl Migranten stoppen, die in die USA wollten, als auch Drogen, die in die Vereinigten Staaten geschmuggelt würden. Trump setzte Mexiko dafür eine Frist von einem Jahr. Wenn Mexiko bis dahin nicht entsprechende Schritte unternommen habe, "dann werden wir ihre Autos mit Zöllen belegen", sagte er. "Wenn das nicht funktioniert, werden wir die Grenze schließen." Trump fügte hinzu: "Ich werde das tun. Ich spiele keine Spiele."

+++ 19.03 Uhr: Verkehrsminister wollen härtere Strafen für Auto-Poser +++

Die Verkehrsminister der Länder haben sich für ein härteres Vorgehen gegen die sogenannten Auto-Poser ausgesprochen. Einstimmig habe man sich für eine deutliche Erhöhung der Strafen für überhöhte Geschwindigkeit sowie eine Absenkung der Schwelle für Fahrverbote und den Führerschein-Entzug bei erheblichen Tempoüberschreitungen ausgesprochen, teilte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfred Hermann (Grüne) bei der Frühjahrskonferenz in Saarbrücken mit. Begründet wurde dieser Beschluss laut Hermann damit, dass es beim aggressiven Zurschaustellen PS-starker Fahrzeuge, dem sogenannten Posing, einen dringenden Handlungsbedarf gebe. Höhere Strafen seien auch für die Verursachung unnötigen Lärms durch die Auto-Poser erforderlich. Nun müsse der Bund für schärfere Sanktionen sorgen.

17.56 Uhr: Kongress fordert von Trump Ende der US-Militärhilfe für saudische Jemen-Operation +++

Der US-Kongress will die US-Unterstützung für die von Saudi-Arabien geführte Militäroperation im Jemen beenden. Nach dem Senat stimmte auch das Abgeordnetenhaus mehrheitlich für eine Resolution, die US-Präsident Donald Trump anweist, alle Kräfte zur Unterstützung der umstrittenen Operation binnen 30 Tagen abzuziehen. Trump kann dagegen ein Veto einlegen - es wäre das zweite seiner Amtszeit. Um dieses Veto zu überstimmen, wäre in beiden Kongress-Kammern jeweils eine Zweidrittelmehrheit notwendig, die kaum zu erzielen sein dürfte. Die USA unterstützen die Koalition etwa mit Geheimdienstinformationen zur Ermittlung von Zieldaten. Im Jemen kämpfen Huthi-Rebellen seit mehr als vier Jahren gegen Anhänger der international anerkannten Regierung. Deren Truppen werden von einer von Saudi-Arabien geführten Koalition mit Luftangriffen unterstützt.

+++ 17.45 Uhr: Nato-Staaten verstärken wegen Russland Überwachung im Schwarzen Meer +++

Die Nato verstärkt nach der jüngsten Eskalation des Konflikts zwischen der Ukraine und Russland ihr Engagement für Sicherheit im Schwarzen Meer. Die Außenminister der 29 Mitgliedstaaten beschlossen in Washington, mehr für die Ausbildung von ukrainischen und georgischen Küstenschützern zu tun. Zudem solle es weitere Hafenbesuche von Nato-Schiffen, gemeinsame Übungen und einen verstärkten Informationsaustausch geben. "Gerade jetzt ist ein Marine-Einsatzverband der Nato zu einer Patrouille im Schwarzen Meer", sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Auslöser der jüngsten Eskalation im Ukraine-Konflikts war eine Konfrontation im Schwarzen Meer. Die russische Küstenwache hatte Ende November drei ukrainische Marineboote gewaltsam an der Fahrt durch die Meerenge von Kertsch ins Asowsche Meer gehindert. Die Boote samt Besatzung wurden festgesetzt. Die Seeleute sind bis heute in U-Haft.

+++ 17.33 Uhr: Straßburger Gericht fordert von Moskau Stellungnahme zu MH17-Abschuss +++

Russland muss dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Informationen zum Abschuss der Maschine auf Flug MH17 liefern. Die Beschwerden von 380 Angehörigen der Todesopfer seien den russischen Behörden übermittelt worden, teilte das Straßburger Gericht mit. Zu Beginn von Prozessen werden in aller Regel Stellungnahmen von den betroffenen Staaten erbeten.

Bei dem Abschuss im Juli 2014 über der umkämpften Ostukraine waren 298 Menschen getötet worden. Die meisten Opfer waren Niederländer. Die Niederlande und Australien sowie andere Länder machen Russland für das Unglück verantwortlich. Die strafrechtlichen Ermittlungen hatten ergeben, dass die Maschine mit einer Luftabwehrrakete vom Typ Buk abgeschossen worden war. Diese war von Russland in die Ostukraine gebracht worden. Russland hat bislang jegliche Verantwortung für den Abschuss der Maschine zurückgewiesen. 

+++ 17.21 Uhr: Brexit-Gefahr: Kunstwerk schnell nach Münster geholt +++

Der drohende Brexit zieht auch die Kunst in Bann: Wegen des möglichen Ausscheidens der Briten aus der Europäischen Union hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein tonnenschweres Kunstwerk frühzeitig nach Münster bringen lassen. Nach Angaben des Verbandes steht die elf Tonnen schwere Skulptur "More Shadow Stack" des irischen Künstlers Sean Scully seit Donnerstag vor dem Eingang des LWL-Museums für Kunst und Kultur am Domplatz in Münster. Die Ausstellung "Sean Scully. Vita Duplex" ist vom 5. Mai bis 8. September in Münster zu sehen. 

Laut LWL ist unklar, welche Folgen der Brexit für den internationalen Austausch von Kunstwerken hat. "Daher war es uns wichtig, die Kunstwerke noch vor dem Brexit nach Münster zu transportieren. So konnte gewährleistet werden, dass die Skulpturen von Scully auf jeden Fall zum Ausstellungsbeginn am 5. Mai vor Ort installiert sind", teilte ein Sprecher laut Mitteilung mit. Nach Angaben eines Beraters von Künstler Scully kommt es bei den britischen Behörden derzeit wegen des möglichen Brexits zu langen Verzögerungen bei den Genehmigungen für Ein- und Ausfuhren.

+++ 16.58 Uhr: IS-Kämpfer aus Oberhausen bereits 2018 in Syrien getötet +++

Ein 2017 wegen Anschlagsplänen auf ein Einkaufszentrum in Essen verdächtigter IS-Kämpfer aus Deutschland ist im vergangenen Jahr in Syrien getötet worden. Imran Rene Q. wurde zusammen mit einem weiteren Deutschen bei einem Luftangriff getötet. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung; nach dpa-Informationen starben die beiden im November 2018 bei einem Luftschlag.

Nach einer Terrorwarnung hatte die Polizei im März 2017 ein großes Einkaufszentrum in Essen schließen lassen und damit möglicherweise einen Bombenanschlag mehrerer Attentäter verhindert. In Sicherheitskreisen hieß es damals, der Auftrag zu dem Anschlag sei aus Syrien gekommen, von einem deutschen Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

+++ 16.56 Uhr: Jede Menge fünf Richtige - Lottospieler bekommen recht wenig Geld +++

Wegen einer wahren Flut von fünf Richtigen haben Tipper bei der Lottoziehung am Mittwoch nur schmale Gewinne einstreichen können. 136 Lottospieler mit richtig angekreuzten Fünfern und der korrekten Superzahl bekommen jeweils nur 2804,70 Euro, wie Lotto Rheinland-Pfalz in Koblenz mitteilte. Zum Vergleich: Eine Woche früher waren es nur 23 Gewinner gewesen.

Fünf Richtige ohne Superzahl wurden sogar von 1202 Tippern angekreuzt - sie müssen mit jeweils nur 952 Euro vorliebnehmen. Sonst gibt es für diese Gewinnklasse rund 4000 Euro. Grund der schwachen Quoten war laut dem Koblenzer Lottosprecher Clemens Buch die Kombination der gezogenen Zahlen: 2, 5, 7, 9, 13 und 22 - alles Zahlen, die Geburtstagsdaten sein könnten und daher von besonders vielen Tippern gerne angekreuzt würden. 

+++ 16.43 Uhr: Nach Schlappe für AfD-Kandidatin Harder-Kühnel Sitzung unterbrochen +++

Nach der dritten Schlappe für die AfD-Kandidatin Mariana Harder-Kühnel bei der Wahl zur Vizepräsidentin des Bundestages ist die Plenarsitzung für 30 Minuten unterbrochen worden. Die AfD wollte die erneute Abstimmungsniederlage unmittelbar nach dem Wahlgang bei einer kurzfristig anberaumten Fraktionssitzung erörtern, hieß es. Nachdem die Abgeordneten mit ihrer Mehrheit dies zunächst abgelehnt hatten, stimmten sie nach einem neuerlichen Antrag doch einer halbstündigen Sitzungsunterbrechung zu. 

Die 44-jährige Harder-Kühnel hatte zuvor in geheimer Abstimmung nur 199 Ja-Stimmen erhalten, 423 Abgeordnete votierten gegen sie, 43 enthielten sich. Im dritten Wahlgang wäre nur die Mehrheit der abgegebenen Stimmen nötig gewesen.

+++ 16.29 Uhr: Nato-Staaten erneuern Versprechen zu Verteidigungsausgaben +++

Unter dem Druck der USA haben Deutschland und die anderen Nato-Verbündeten ein neues Bekenntnis zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben abgegeben. "Wir haben wesentliche Fortschritte erzielt, aber wir können, müssen und werden mehr tun", heißt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer von den Außenministern in Washington verabschiedeten Erklärung zum 70. Jahrestag der Bündnisgründung.

+++ 16.16 Uhr: Merkel trifft Regierungschef Varadkar in Irland +++

Inmitten der Brexit-Krise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihren Besuch in Irland begonnen. In Dublin wurde sie vom irischen Regierungschef Leo Varadkar empfangen. Nach Angaben von Merkel soll es bei dem Treffen vor allem um die Grenzsituation zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland gehen. Merkel hatte am Mittwoch gesagt, es gehe "um den Frieden in Irland". Sie griff damit die Befürchtung vieler Iren auf, dass durch den Brexit wieder eine "harte" Grenze zur britischen Provinz Nordirland entstehen könnte. 

+++ 16.05 Uhr: Nach Foltervideos mehrjährige Haftstrafe für Syrer +++

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat einen Syrer als Kriegsverbrecher zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, der im Bürgerkrieg zwei Männer gefoltert hat. Sie seien geschlagen und dabei gefilmt und die Filme anschließend weltweit auf Youtube verbreitet worden, erklärte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. "Die Opfer wurden in besonderer Weise erniedrigt."

Die zwei kurzen Video-Clips waren Anfang 2013 auf der Internetplattform veröffentlicht worden. Sie zeigen, wie der heute 29-Jährige jeweils einen der entkleideten Männer mit einem Seil auspeitscht, teils mit großer Wucht. Die Taten ereigneten sich laut Anklage zwischen Januar 2012 und Januar 2013. Die Opfer sollen aufseiten der syrischen Regierung gekämpft haben. Der Angeklagte soll dagegen der oppositionellen Freien Syrischen Armee (FSA) angehört haben. Im September 2015 war er als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Seit vergangenem Juni sitzt er in Untersuchungshaft. 

+++ 15.57 Uhr: Krebsrisiko: Frankreich verbietet bestimmte Brustimplantate +++

Wegen des Verdachts auf eine krebserregende Wirkung werden in Frankreich bestimmte Brustimplantate verboten. Die Vorsichtsmaßnahme betreffe Produkte von sechs Herstellern, teilte die nationale Agentur für Medikamente und Gesundheitsprodukte in Saint-Denis bei Paris mit. 

In Frankreich hatten rund 400.000 Frauen im vorvergangenen Jahr Brustimplantate. Seit 2011 seien 59 Fälle von Lymphdrüsenkrebs in Verbindung mit Brustimplantaten registriert worden. Die Agentur sprach von Anaplastisch-großzelligen Lymphomen (ALCL). Verboten werde vom Freitag an das Inverkehrbringen, Verteilen und Verwenden der betroffenen Implantate. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte mit Blick auf die erwarteten Beschluss in Frankreich gesagt, Deutschland werde - zum jetzigen Zeitpunkt - nicht folgen.

+++  15.33 Uhr: Mariana Harder-Kühnel schafft es nicht, zur Bundestags-Vizepräsidentin gewählt zu werden +++

Die AfD-Abgeordnete Mariana Harder-Kühnel ist auch im dritten Wahlgang zur Vizepräsidentin des Bundestages durchgefallen. Die 44-Jährige bekam in geheimer Abstimmung nur 199 Ja-Stimmen, 423 Abgeordnete votierten gegen sie. 

Harder-Kühnel

+++ 15.02 Uhr: Auto stößt Fußgänger in mehrere Meter tiefe Baugrube +++

Ungewöhnlicher Verkehrsunfall in Düsseldorf: Ein 38-jähriger Autofahrer hat mit seinem Wagen einen 23-jährigen Fußgänger erfasst und in eine vier bis fünf Meter tiefe Baugrube gestoßen. Anschließend stürzte auch der Pkw mitsamt Fahrer in die Grube, wie die Düsseldorfer Polizei mitteilte.

+++ 14.40 Uhr: Junger Mann beim Waffenkauf festgenommen - Tötungen geplant +++

Die Polizei hat in Wiesbaden einen 18-Jährigen festgenommen, der eine scharfe Schusswaffe kaufen wollte. Der junge Mann habe laut eigener Aussage geplant, damit Menschen zu töten, die ihn "mobben" würden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Eine psychische Erkrankung des Deutsch-Iraners, der rechtsgerichtetes Gedankengut habe erkennen lassen, sei nicht auszuschließen.

+++ 13.36 Uhr: Frau in Düsseldorf ermordet - Lebenslange Haft für Täter +++

Für den Mord an einer Bekannten auf offener Straße ist der 44-jährige Ali S. in Düsseldorf zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach ihn schuldig - er habe die 36-jährige Frau mit 27 Messerstichen heimtückisch umgebracht, weil sie nicht seine Freundin werden wollte. Die Tat sei "extrem eigensüchtig" gewesen und habe eine "besonders verachtenswerte Einstellung" gezeigt, so der Richter. Der Iraner hatte gestanden, die Frau im August 2018 in der Düsseldorfer Innenstadt erstochen zu haben. Zuvor hatte er ihr Geschenke und Komplimente gemacht - sie hatte sich seine Annäherungsversuche aber ausdrücklich verbeten.

+++ 13.27 Uhr: Heilpraktiker soll kinderpornografische Fotos in Praxis gemacht haben +++

Ein Physiotherapeut und Heilpraktiker aus dem westfälischen Bad Oeynhausen soll in seiner Praxis bei Behandlungen mehrfach pornografische Fotos von zwei Kindern gemacht haben. Daneben soll der 60-Jährige zahlreiche kinder- und jugendpornografische Bilder besessen haben. Wegen Wiederholungsgefahr befinde sich der Mann seit einer Woche in Untersuchungshaft, teilte die Polizei Dortmund mit. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld ermittelt gegen den Therapeuten wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern und des Besitzes von Kinderpornografie.

+++ 11.50 Uhr: EU-Parlament stimmt Visumsfreiheit für Briten nach Brexit zu +++ 

Britische Staatsangehörige sollen auch bei einem harten Brexit anschließend für kurze Aufenthalte in der EU kein Visum benötigen. Das EU-Parlament bestätigte eine entsprechende Einigung des Innen- und Justizausschusses vom Mittwoch. Vorausgesetzt, dass Großbritannien ähnliche Regeln für EU-Bürger beschließt, könnten sich britische Staatsbürger demnach bis zu 90 Tage lang ohne Visum in der EU aufhalten. Die EU verlangt bis zum 12. April eine Entscheidung von der Regierung in London, ob Großbritannien an der Europawahl Ende Mai teilnimmt oder nicht. Je nach Beschluss ist ein sofortiger ungeordneter Austritt ebenso möglich wie ein längerer oder gar dauerhafter Verbleib in der EU.

+++ 11.42 Uhr: BGH-Urteil: Sportlehrer müssen fit in Erster Hilfe sein +++ 

Sportlehrer müssen fit in Erster Hilfe sein. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Lehrer könnten sich nicht auf das "Haftungsprivileg" berufen, das spontane Ersthelfer vor Haftungsansprüchen schützt. Danach müssen allerdings verunglückte Schüler beweisen, dass unterlassene Hilfe für Folgeschäden verantwortlich ist. Im entschiedenen Fall war ein seinerzeit 18-jähriger Schüler Anfang 2013 beim Aufwärmtraining im Sportunterricht zusammengesunken. Acht Minuten später traf der Notarzt ein und begann mit der Reanimation. Der Schüler ist wegen der damals mangelnden Sauerstoffversorgung heute zu 100 Prozent schwerbehindert. In seiner Klage argumentiert er, die Lehrerin habe nicht auf die Rettungskräfte warten dürfen, sondern hätte sofort Erste Hilfe leisten müssen. Daher verlangt er Schmerzensgeld, Schadenersatz und eine monatliche Rente. Landgericht und Oberlandesgericht (OLG) hatten die Klage abgewiesen, dies rügte der BGH nun.

+++ 11.29 Uhr: Dänisches Terrornetzwerk bestellte Drohnenteile für IS +++ 

Ein Terrornetzwerk in Dänemark hat nach Recherchen des dänischen Rundfunks Drohnenbestandteile für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) beschafft. Die dänische Polizei habe die Verdächtigen bereits seit 2013 beobachtet, aber erst nach jahrelangen Ermittlungen eingegriffen, berichtete die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt DR. Fünf Personen stünden im Verdacht, in den Jahren 2013 bis 2017 Drohnenteile über ausländische Webseiten und in dänischen Geschäften gekauft und damit den IS versorgt zu haben. Drei der Personen sitzen demnach in Dänemark in Untersuchungshaft, zwei befinden sich im Ausland. Alle fünf bestreiten laut DR, Straftaten begangen zu haben. 

+++ 10.24 Uhr: Crew von äthiopischem Unglücks-Maschine folgte Boeing-Notfallplan +++ 

Die Piloten der in Äthiopien abgestürzten Boeing 737 Max der Ethiopian Airlines haben alle vom Hersteller vorgesehenen Verfahren befolgt, konnten das Flugzeug aber dennoch nicht unter Kontrolle bringen. Dies ergab ein vorläufiger Untersuchungsbericht zu dem Unglück vom 10. März, wie die äthiopische Transportministerin Dagmawit Moges in Addis Abeba mitteilte. Die Ermittler haben Anzeichen dafür gefunden, dass die Nase der Maschine nach unten gedrückt wurde, sagte sie. Die äthiopische Regierung forderte den Flugzeugbauer Boeing daher dazu auf, das Steuerungssystem für die Boeing 737 Max zu überarbeiten. Bei dem Flugzeugabsturz starben 157 Menschen. 

+++ 10.05 Uhr: Wirtschaftsforscher senken Wachstumsprognose für 2019 auf 0,8 Prozent +++ 

Video: Institute senken Wachstumsprognose für Deutschland

Die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wachstum im laufenden Jahr deutlich von 1,9 auf 0,8 Prozent abgesenkt. "Der langjährige Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist zu Ende", heißt es im Frühjahrsgutachten der Experten. Grund dafür sei unter anderem, dass die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich wegen politischer Risiken weiter eingetrübt hätten. 

+++ 9.37 Uhr: Immer mehr fahren Bus und Bahn +++ 

In Deutschland wird immer mehr mit Bus und Bahn gefahren. Die Zahl der Fahrten im Linienverkehr stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf die Rekordmarke von rund 11,6 Milliarden, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Nach diesen vorläufigen Zahlen der Wiesbadener Behörde gab es im vergangenen Jahr pro Tag bundesweit durchschnittlich fast 32 Millionen Fahrten im Nah- und Fernverkehr. Überdurchschnittliche Zuwächse gab es dabei im Fernverkehr - und dabei vor allem bei Bahnreisen. Die mit Abstand meisten Fahrten gab es erneut im Nahverkehr: 11,4 Milliarden waren es 2018 und damit 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 

+++ 8.41 Uhr: Fast zwei Millionen Menschen in Deutschland tablettensüchtig +++ 

In Deutschland sind fast zwei Millionen Menschen tablettensüchtig. Von den insgesamt 1,96 Millionen Betroffenen sind allein 1,6 Millionen abhängig von Schmerzmitteln, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage hervorgeht, die der "Bild"-Zeitung vorlag. Weitere 361.000 Menschen sind abhängig von Schlafmitteln, andere wiederum sind süchtig nach Aufputschpillen. Wie die Daten weiter zeigen, sind überwiegend ältere Männer und jüngere Frauen tablettensüchtig. Die durch Medikamentenmissbrauch entstehenden volkswirtschaftlichen Folgekosten schätzt die Bundesregierung unter Berufung auf die Bundesärztekammer auf rund 14 Milliarden Euro jährlich. 

+++ 8.33 Uhr: Australien stellt Verbreitung von Terror-Videos unter Strafe +++ 

Australien hat nach dem rassistisch motivierten Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland, der live ins Internet übertragen wurde, seine Gesetze verschärft. Künftig können Internet-Unternehmen, die solche Videos verbreiten, mit hohen Geldstrafen und deren Manager sogar mit Haft bestraft werden. Die neuen Regelungen wurden am Donnerstag vom Parlament in der Hauptstadt Canberra verabschiedet. Nach Regierungsangaben ist Australien weltweit das erste Land mit solch strengen Gesetzen. In Australien müssen Konzerne künftig mit Strafen rechnen, wenn sie solche Aufnahmen nicht unterbinden. Theoretisch sind Geldbußen in Höhe von zehn Prozent des Umsatzes möglich. Zudem drohen den verantwortlichen Managern bis zu drei Jahre Haft. 

+++ 6.06 Uhr: Polizei legt mutmaßlichem Christchurch-Täter 50-fachen Mord zur Last +++ 

Der mutmaßliche Attentäter von Christchurch soll sich wegen 50-fachen Mordes vor Gericht verantworten müssen. Dies teilte die Polizei knapp drei Wochen nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Großstadt mit. Gegen den 28 Jahre alten Rechtsextremisten aus Australien soll an diesem Freitag zudem Anklage wegen versuchten Mordes in 39 Fällen erhoben werden. Brenton T. soll dazu vor einem Richter in Christchurch selbst Stellung nehmen. Dazu wird er allerdings nicht persönlich erscheinen, sondern per Videoschaltung aus einem Hochsicherheitsgefängnis befragt. Bei einer Verurteilung droht dem 28-Jährigen lebenslange Haft.

+++ 5.21 Uhr: US-Außenministerium hat neue Sprecherin +++ 

Das US-Außenministerium hat eine neue Pressesprecherin mit guten Verbindungen Nachrichtensender Fox News. Außenminister Mike Pompeo stellte Morgan Ortagus als neue Sprecherin seines Ministeriums vor. Sie trat bislang bei Fox News, dem Lieblingssender von US-Präsident Donald Trump, als Kommentatorin zu Themen der nationalen Sicherheit auf. Ortagus' Vorgängerin Heather Nauert war vor ihrer Berufung ins Außenministerium Moderatorin von Fox News. Ortagus hat in der Vergangenheit unter anderem als Analystin für Geheimdienstinformationen für das US-Finanzministerium und in der Presseabteilung der Hilfsorganisation USAID gearbeitet. Während des Präsidentschaftswahlkampfes kritisierte sie zwar Trumps außenpolitische Ansichten; später verteidigte sie seine Politik aber.

+++ 3.46 Uhr: Mindestens 23 Verletzte bei Wohnhausbrand in Brooklyn +++ 

Beim Brand eines Wohnhauses im New Yorker Stadtteil Brooklyn sind am Mittwoch (Ortszeit) mindestens 23 Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten waren 19 Feuerwehrleute, berichteten die örtlichen Medien. Die Verletzungen wurden als "nicht lebensgefährlich" eingestuft. Das Feuer war in der obersten Etage des sechsstöckigen Gebäudes aus noch unbekannter Ursache ausgebrochen und hatte das Dach zum Einsturz gebracht. Mindestens 200 Feuerwehrleute und Sanitäter waren im Einsatz.

+++ 3.05 Uhr: Automanager Ghosn in Japan erneut festgenommen +++ 

Der frühere Nissan- und Renault-Chef Ghosn ist in Japan erneut festgenommen worden. Der Automanager wurde in Tokio wegen neuer Vorwürfe verhaftet. Der 65-Jährige war erst Anfang März nach mehr als 100 Tagen gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Seine erneute Festnahme bezeichnete er als "ungeheuerlich und willkürlich". Medien hatten berichtet, Ghosn drohe wegen neuer Vorwürfe eine Ausweitung der Anklage. Der Automanager ist bereits in drei Punkten wegen finanziellen Fehlverhaltens angeklagt. Bei den neuen Vorwürfen soll es um den Verdacht der schweren Untreue gehen: Ghosn soll jahrelang Gelder von Nissan für private Zwecke abgezweigt haben.

+++ 1.53 Uhr: Festakt zu Nato-Geburtstag in Washington begonnen +++ 

Überschattet von scharfer Kritik der USA an Deutschland haben in Washington die Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen der Nato begonnen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erinnerte bei einem Festakt an die Errungenschaften des Bündnisses. Die Verbündeten stünden weiterhin Seite an Seite, um sich den Herausforderungen der heutigen Zeit zu stellen. US-Vizepräsident Mike Pence hatte im Vorfeld des Festakts zu einem neuen Rundumschlag gegen Deutschland ausgeholt: Er kritisierte die deutschen Verteidigungsausgaben und rügte Deutschlands Kooperation mit Russland beim Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2. 

Video: Nato-Chef warnt im US-Kongress vor Russland

+++ 1.04 Uhr: Sigmar Gabriel schenkt Kim Jong Un ein Buch über Goslar +++ 

Der ehemalige deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hat bei seinem Besuch in Nordkorea Machthaber Kim Jong Un ein Buch über seine Heimatstadt Goslar geschenkt. Das sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel". Er habe das Buch zusammen mit einem weiteren Band dem Vorsitzenden des auswärtigen Ausschusses des Landes überreicht. Gabriel traf Kim nicht persönlich. Der Bundestagsabgeordnete der SPD war in der vergangenen Woche in Nordkorea. Er berichtete im "Tagesspiegel" von erschütternden Eindrücken. "Die Menschen bearbeiten dort den Boden mit einfachsten Geräten und mit den Händen. Statt Traktoren sieht man Ochsen, die den Pflug ziehen. Und jeder Quadratmeter wird bearbeitet, weil das Land ständig in Gefahr ist, in einer Hungersnot zu landen." Gleichzeitig verteidigte er die einwöchige Reise. Es habe sich um eine "Privatreise" gehandelt.

+++ 1.00 Uhr: Demokraten fordern offiziell Herausgabe von Trumps Steuererklärungen +++ 

Die Demokraten erhöhen im US-Kongress den Druck auf US-Präsident Donald Trump und verlangen offiziell die Offenlegung seiner Steuererklärungen der vergangen Jahre. Der Vorsitzende des Finanz- und Steuerausschusses im US-Repräsentantenhaus, der Demokrat Richard Neal, forderte von der US-Steuerbehörde IRS formal die Steuererklärungen von Trump und mehrerer seiner Firmen für die Steuerjahre 2013 bis 2018 an. Als Frist für die Herausgabe der Dokumente nannte er den 10. April. Trump hat - entgegen der üblichen Gepflogenheiten - seine Steuererklärungen bislang nie veröffentlicht. Trump sagte als Reaktion auf das Schreiben aus dem Kongress, es gebe seit langem laufende Steuerprüfungen zu seinen Finanzen. Solange diese im Gange seien, sei er nicht geneigt, seine Steuererklärungen offenzulegen.

+++ 0.36 Uhr: Unterhaus peitscht Gesetz zu Brexit-Aufschub gegen Mays Willen durch +++ 

Das britische Unterhaus hat ein Gesetz gebilligt, das die Regierung zu einem weiteren Brexit-Aufschub verpflichten soll. Der Gesetzesvorschlag durchlief an nur einem Tag alle drei Lesungen im Unterhaus. Er wurde in dritter Lesung mit 313 zu 312 Stimmen angenommen. Bevor er zum Gesetz wird, muss er aber noch vom Oberhaus abgesegnet werden. Eine überparteiliche Gruppe von Abgeordneten will damit verhindern, dass es zu einem Ausscheiden des Landes aus der EU ohne Vertrag kommt.

rw / fs / AFP / DPA