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News des Wochenendes: Tarnkappenbomber F-35 erstmals abgestürzt - Pilot kann sich mit Schleudersitz retten

Tarnkappenbomber F-35 erstmals abgestürzt +++ Erdbeben und Tsunami: hunderte Tote in Indonesien +++ RWE-Chef schließt Kompromiss um Hambacher Forst aus +++ Tödliche Auseinandersetzung auf Oktoberfest +++ Die Nachrichten des Wochenendes im stern-Ticker.

Tarnkappenjet vom Typ F-35

Tarnkappenjet vom Typ F-35

Picture Alliance

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • 14.26 Uhr: Tarnkappenbomber F-35 erstmals abgestürzt - Pilot kann sich mit Schleudersitz retten
  • 13.18 Uhr: Flixbus-Unfall auf A5: viele Verletzte
  • 9.54 Uhr: Zahl der Toten nach Erdbeben und Tsunami steigt auf 384
  • 5.02 Uhr: RWE-Chef schließt Kompromiss um Hambacher Forst aus
  • 0.11 Uhr: Tödliche Auseinandersetzung auf Oktoberfest

Die News des Wochenendes:

+++ 15.06 Uhr: Zahlreiche Tote durch gepanschten Alkohol im Iran +++

Im Iran sind 22 Menschen nach dem Konsum von gepantschtem Alkohol ums Leben gekommen, mehr als hundert weitere mussten wegen einer Vergiftung behandelt werden. Wie die Nachrichtenagentur Isna am Samstag unter Berufung auf die Behörden berichtete, wurden allein in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas 168 Menschen wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gebracht. 16 von ihnen seien gestorben, während acht weitere in Lebensgefahr schwebten. Demnach wurden die beiden Produzenten und ein Verkäufer des Alkohols festgenommen.

Bei einem zweiten ähnlichen Fall in der nordiranischen Provinz Albors starben laut dem Bericht drei Menschen an einer Alkoholvergiftung, 23 weitere waren in Behandlung. Auch in der nordöstlichen Region Chorassan gab es 25 Fälle von Alkoholvergiftung, wobei drei Menschen starben. 31 Menschen wurden wegen illegaler Alkoholproduktion festgenommen, wie Isna berichtete.

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+++ 14.26 Uhr: Tarnkappenbomber F-35 erstmals abgestürzt - Pilot kann sich mit Schleudersitz retten +++

Nur einen Tag nach dem ersten Kampfeinsatz des Modells ist ein Tarmkappenbomber vom Typ F-35 der US-Streitkräfte abgestürzt. Das berichten mehrere US-Medien übereinstimmend.

Das Unglück ereignete sich demnach in der Nähe einer Militärbasis bei Beaufort im Bundesstaat North Carolina. Der Pilot habe sich mit dem Schleudersitz rechtzeitig retten können, sagte ein Marinesprecher dem Sender CNN und werde medizinisch untersucht. Weiter Verletzte habe es nicht gegeben. Experten ermitteln jetzt die Absturzursache.

Der umgerechnet rund 100 Millionen Euro teure Jet ist ein Prestigeobjekt des Herstellers Lockheed Martin. Die Entwicklung des Flugzeugtyps war immer wieder von Pannen und Verzögerungen begleitet. Das Modell ist auch als möglicher Nachfolger für die Tornados der Bundeswehr im Gespräch.

+++ 13.36 Uhr: 9000 Menschen bei Anti-Rassismus-Parade in Hamburg +++

Rund 9000 Menschen sind nach Angaben der Polizei zum Auftakt einer Parade gegen Rassismus in Hamburg gekommen. Unter dem Motto "United against Racism" ("Gemeinsam gegen Rassismus") hatte dazu ein Bündnis von mehr als 450 Gruppen aufgerufen, darunter Initiativen wie Sea-Watch und "Laut gegen Nazis". Die Demonstranten fordern unter anderem, dass Hamburg zu einem sicheren Hafen für geflüchtete und gerettete Menschen erklärt wird. Zum Auftakt sammelten sich 40 bunte Trucks. Die Demonstration soll gegen 18.00 Uhr mit einem Konzert am Hafen enden. Erwartet wurden rund 25.000 Teilnehmer.

+++ 13.27 Uhr: Nach Messerangriff in Ravensburg: Opfer nicht mehr in Lebensgefahr +++

Nach dem Messerangriff in der Ravensburger Innenstadt geht es dem lebensgefährlich verletzten Opfer besser. Es befinde sich mittlerweile außer Lebensgefahr, teilte die Polizei per Twitter mit.

Nach dem Messerangriff mit drei Verletzten am Freitagnachmittag sucht die Polizei nach dem Motiv des Täters. Festgenommen wurde ein 19 Jahre alter Asylbewerber aus Afghanistan. Bei den Opfern handelt es sich um zwei junge syrische Asylbewerber und einen 52-jährigen Deutschen. Die Polizei untersucht nun den genauen Hergang der Taten.

+++ 13.18 Uhr: Flixbus-Unfall auf A5: viele Verletzte +++

An der Ausfahrt zu einer Raststätte ist auf der Autobahn 5 (Baden-Württemberg) ein Fernbus ungebremst gegen eine Leitplanke gekracht. Der Busfahrer und zwei Fahrgäste wurden am Morgen schwer verletzt, mindestens 15 weitere Insassen erlitten leichte Verletzungen, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Bus des Unternehmens Flixbus war auf dem Weg nach Straßburg. Der Busfahrer ist ein 30 Jahre alter Franzose. 

Warum es zu dem Unfall bei Bruchsal kam, war zunächst noch unklar. "Die Sekundenschlaf-Problematik ist immer eine Möglichkeit", sagte ein Polizeisprecher. Es gebe allerdings noch keine eindeutigen Hinweise darauf, dass der Fahrer dieses Fernbusses hinter dem Steuer eingeschlafen ist. 

+++ 13.14 Uhr: Hunderte Häftlinge nach Naturkatastrophe in Indonesien geflohen +++

Das schwere Erdbeben auf der indonesischen Insel Sulawesi hat die Mauern eines Gefängnisses in der Stadt Palu zum Einsturz gebracht. Mehrere hundert Häftlinge hätten daraufhin die Gelegenheit genutzt und seien geflohen, berichteten örtliche Medien. In der Haftanstalt saßen 560 Menschen ein, mehr als die Hälfte entkam, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur Antara den Chef der Gefängniswärter, Adhi Yan Ricoh. Bei dem Beben und dem davon ausgelösten Tsunami vom Freitag starben nach bisherigen Erkenntnissen mehr als 380 Menschen.

+++ 12.05 Uhr: Trauer in Ruanda um Tod eines bekannten Elefanten +++

Einer der bekanntesten Elefanten im ostafrikanischen Ruanda ist tot. "Mit großer Traurigkeit teilen wir mit, dass "Mutware" (...) gestorben ist", schrieb der Akagera-Nationalpark auf Twitter.

Der Dickhäuter starb am Donnerstag im Alter von 48 Jahren aus natürlichen Gründen, wie die ruandische Zeitung "The New Times" berichtete. Er sei für Parkbesucher leicht zu erkennen gewesen, weil er seine Stoßzähne vor Jahren bei einem Angriff von Wilderern verloren habe, schrieb sie weiter. "Mutware" bedeutet nach Angaben der Zeitung "Chef".

Vor der Einzäunung des Parks sei Mutware allerdings eher unrühmlich aufgefallen: So sei er oft vom Gelände ausgebüxt und habe das Eigentum von am Park lebenden Menschen zerstört, so die Zeitung weiter.

+++ 11.55 Uhr: Hambacher Forst: Polizei sieht sich im "Endspurt" +++

Im Hambacher Forst steht die Polizei nach eigener Einschätzung vor einem baldigen Abschluss ihrer Räumungsarbeiten. "Wir sind im Endspurt", sagte eine Sprecherin in Aachen. Die Beamten kämen voran, die Lage sei ruhig. Wann genau die letzten Bauten von Rodungsgegnern beseitigt seien, könne aber noch nicht gesagt werden. Die Beamten hatten vor gut zwei Wochen mit einem massiven Aufgebot mit der Räumung begonnen. In dem Wald leben seit Jahren Umweltaktivisten, die gegen die geplante Abholzung durch den Tagebau-Betreiber RWE protestieren. 

Für den Kohleabbau sind von ursprünglich 4100 Hektar Wald nach Angaben des Energiekonzerns bislang 3900 Hektar gerodet worden. Nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat der Hambacher Forst eine 12.000 Jahre lange Geschichte und ist Heimat mehrerer streng geschützter Tierarten. RWE hält die Rodung für unerlässlich, um die Stromproduktion in den Braunkohlekraftwerken zu sichern.

+++ 9.54 Uhr: Zahl der Toten nach Erdbeben und Tsunami steigt auf 384 +++

Bei den schweren Erdbeben und dem folgenden Tsunami sind auf der indonesischen Insel Sulawesi mindestens 384 Menschen ums Leben gekommen. Dies teilte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde des Landes mit. Mindestens 29 Menschen werden noch vermisst. Zudem gibt es mehr als 500 Verletzte.

Die Insel war am Freitag von zwei Erdbeben erschüttert worden. Das erste Beben hatte die Stärke 5,9, das zweite die Stärke 7,4. Anschließend brach eine meterhohe Tsunamiwelle über die Westküste von Sulawesi herein, eine der größten indonesischen Inseln. Befürchtet wird, dass die Opferzahlen noch deutlich in die Höhe gehen.

Die Zahlen stammen bislang nur aus der Küstenstadt Palu. Betroffen sind aber auch zahlreiche andere Gemeinden entlang von Sulawesis Westküste. Auch Kommunikations- und Verkehrsverbindungen sind beschädigt. Deshalb wird es möglicherweise noch Tage dauern, bis das genaue Ausmaß der Katastrophe klar wird.

Die Rettungskräfte rechnen damit, dass die Zahl der Toten noch steigen wird

Die Rettungskräfte rechnen damit, dass die Zahl der Toten noch steigen wird

DPA

+++ 8.14 Uhr: Erdbeben und Tsunami: Indonesische Behörden melden mindestens 48 Tote +++

In Indonesien sind nach einer Naturkatastrophe erneut dutzende Menschen ums Leben gekommen. Bei einem Tsunami auf der Insel Sulawesi seien mindestens 48 Menschen getötet und weitere 356 verletzt worden, meldete die indonesische Katastrophenbehörde. Die Zahl der Todesopfer werde sich voraussichtlich noch erhöhen, warnte die Behörde. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete von dutzenden Leichen in den Straßen der 350.000 Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Palu.    

Die bis zu 1,50 Meter hohe Flutwelle war am Freitag von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,5 vor der Küste von Sulawesi ausgelöst worden. Das Epizentrum lag knapp 80 Kilometer nördlich von Palu, der Hauptstadt der Provinz Zentralsulawesi in nur und zehn Kilometer Tiefe. 

+++ 5.02 Uhr: RWE-Chef schließt Kompromiss um Hambacher Forst aus: "Keine Chance, den Wald stehen zu lassen" +++

Im Ringen um die Zukunft des Hambacher Forsts sieht der Energiekonzern RWE keine Spielräume für einen Kompromiss mit Umweltschützern und Braunkohlegegnern. "Es gibt keine Chance, den Wald stehen zu lassen", sagte RWE-Vorstandschef Rolf Martin Schmitz dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Eine Lösung, bei der ein Teil des Forsts stehen bleibe, sei technisch unmöglich. "Wir brauchen die Erdmassen unter dem Restwald, um die Böschungen stabil zu halten."

Weiter sagte Schmitz: "Der Hambacher Forst ist nicht zu retten, egal was die Kohlekommission entscheidet." Er fühle sich auch nicht an Entscheidungen des Gremiums gebunden, das bis Ende 2018 eine Strategie zum Ausstieg aus der Kohleverstromung entwickeln und Wege für den Strukturwandel in den betroffenen Regionen aufzeigen soll. Die Verantwortung für ein Ausstiegsdatum trage alleine die Bundesregierung, betonte Schmitz, und am Ende entscheide das Parlament über Gesetze. "Das finde ich auch richtig, bei Themen mit dieser Tragweite."

+++ 3.46 Uhr: Mindestens 30 Tote durch Erdbeben und Tsunami in Indonesien +++

Die jüngsten Erdbeben und der dadurch ausgelöste Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi haben mindestens 30 Menschen das Leben gekostet. So viele Leichen lägen alleine in seinem Krankenhaus, sagte der Direktor der Undata-Klinik in der Inselhauptstadt Palu, Komang Adi Sujendra, dem Sender CNN Indonesia. Weitere zwölf Menschen würden stationär behandelt.

Über die Uferpromenade der Küstenstadt Palu, die 350.000 Einwohner zählt, war am Freitag nach einem starken Erdbeben eine hohe Welle hereingebrochen. Nach Angaben der Behörden riss sie Dutzende Häuser mit. Viele Anwohner gerieten in Panik. Betroffen waren auch andere Ortschaften auf Sulawesi, einer der größten indonesischen Inseln.

+++ 3.00 Uhr: Jefferson-Airplane-Gründer Marty Balin gestorben +++

Der amerikanische Rockmusiker Marty Balin, Mitbegründer der Band Jefferson Airplane, ist tot. Der Musiker starb am Donnerstag im Alter von 76 Jahren, wie sein Sprecher Ryan Romenesko mitteilte. Balins Frau Susan Joy sei an seiner Seite gewesen. Die Todesursache wurde zunächst nicht bekannt.

Balin hatte Mitte der 1960er Jahre zusammen mit Musikern wie dem 2016 gestorbenen Paul Kantner und Grace Slick die legendäre Band Jefferson Airplane in San Francisco gegründet. Sie wurden für ihren psychedelischen Blues-Rock und Hits wie "Somebody to Love" und "White Rabbit" bekannt. Beim Rockfestival von Woodstock trat die Band 1969 neben Musikgrößen wie Janis Joplin, Jimi Hendrix, Joan Baez und The Who auf.

+++ 2.51 Uhr: Dutzende Tote bei Tsunami in Indonesien +++

Bei einem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi sind dutzende Menschen ums Leben gekommen. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP sah in der Provinzhauptstadt Palu zahlreiche Leichen. Die Flutwelle war am Freitag von einem schweren Erdbeben ausgelöst worden. Das Erdbeben der Stärke 7,5 hatte sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte vor der Küste von Sulawesi in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern ereignet. Das Epizentrum lag knapp 80 Kilometer nördlich von Palu, der Hauptstadt der Provinz Zentralsulawesi. 

+++ 1.04 Uhr: Dobrindt erteilt Zusammenarbeit zwischen Union und AfD klare Absage +++

Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt Spekulationen über eine Zusammenarbeit zwischen Union und AfD eine klare Absage erteilt. "Die AfD ist unser erklärter politischer Gegner", sagte Dobrindt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (u.a. "Berliner Morgenpost" ). "Wir haben im Bundestag eine Zusammenarbeit mit der AfD per Fraktionsbeschluss ausgeschlossen. Wer zu einem anderen Ergebnis kommt, hat nicht alle Latten am Zaun."

Er reagierte damit auf Äußerungen des neuen Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen, Christian Hartmann, der eine Koalition mit der AfD nach der Landtagswahl im kommenden Jahr offengelassen hatte. CDU-Chefin Merkel hatte sich davon scharf abgegrenzt: "Das kann ich kategorisch ausschließen", sagte sie. 

Dobrindt sprach sich dafür aus, die AfD teilweise vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Die Partei bewege sich immer mehr nach Rechtsaußen und reiße "die Grenzen zum Rechtsextremismus" ein, sagte er. "AfD-Politiker marschieren Seit an Seit mit Hooligans und Rechtsextremisten."

+++ 0.11 Uhr: Tödliche Auseinandersetzung auf Oktoberfest +++

Bei einem Streit auf dem Münchner Oktoberfest ist ein Mann tödlich verletzt worden. Wie die Polizei über Twitter mitteilte, waren am Abend in einem Zelt zwei Männer aneinandergeraten. Der eine streckte den anderen nieder und verletzte ihn so schwer, dass er kurz darauf starb. Die Fahndung nach dem Täter läuft. Die Polizei sucht Zeugen, die den Streit im Augustiner-Zelt beobachtet haben.

+++ 0.02 Uhr: Abstimmung über Trumps Richterkandidat Kavanaugh verschiebt sich wegen FBI-Untersuchung +++

Die Abstimmung des US-Senats über den umstrittenen Richterkandidaten Kavanaugh wird verschoben. US-Präsident Trump ordnete eine erneute Untersuchung der Bundespolizei FBI zu seinem Wunschkandidaten an, wie das Weiße Haus mitteilte. Er kam damit einer Aufforderung des US-Senats nach. Der Justizausschuss hatte sich für eine zusätzliche Untersuchung ausgesprochen, die sich auf die "glaubwürdigen Anschuldigungen" gegen den Kandidaten beschränken und höchstens eine Woche dauern soll. Der Justizausschuss hatte Kavanaughs Nominierung für einen frei gewordenen Posten am Obersten Gericht zuvor zugestimmt. Mehrere Frauen hatten Kavanaugh in den vergangenen Tagen sexuelle Übergriffe vorgeworfen.

Anhörung zu Missbrauchsvorwürfen: Diese fünf Momente brachten Kavanaugh aus der Fassung
wue / DPA / AFP