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News des Tages: US-Senat handelt Haushaltsgesetz aus - Regierungsstillstand abgewendet?

USA wenden Regierungsstillstand ab +++ 80-Jährige mit Messer getötet - Schwiegersohn vor Gericht +++ Brand in Luxushotel am Potsdamer Platz in Berlin +++  Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Kongress Washington

Kongress-Gebäude in Washington

Die wichtigsten Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Zweijähriges Haushaltsgesetz im US-Senat ausgehandelt (19.25 Uhr)

  • Türkische Armee meldet fast tausend "neutralisierte" YPG-Kämpfer (14.45 Uhr) 

  • Mercedes entschuldigt sich in China für Werbung mit Dalai Lama (14.43 Uhr) 

  • Brand in Luxus-Hotel am Potsdamer Platz - Keine Verletzten (13.05 Uhr)

  • Hochschwangere Frau stirbt in Australien durch Schlangenbiss (7:48 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker:

+++ 20.50 Uhr: Frau in Tiefgarage zwischen Auto und Wand eingeklemmt - tot +++

Eine Frau ist in einer Tiefgarage zwischen einem Auto und einer Wand eingeklemmt und getötet worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist das Auto in der Tiefgarage die Abfahrt heruntergerollt und hat die Frau dann eingeklemmt. Wie es dazu kommen konnte, war noch unklar. Die Feuerwehr konnte die Frau mit schwerem Gerät aus ihrer Lage befreien - sie starb allerdings noch an der Unfallstelle.

+++ 20.30 Uhr: Unicef bittet um 17 Millionen Euro für Kinderkrankenhäuser im Irak +++

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef hat Hilfen in Höhe von 17 Millionen Dollar (13,7 Millionen Euro) für den Wiederaufbau von Gesundheitseinrichtungen für Kinder im Irak gefordert. "Der Zustand von Iraks Gesundheitssystem ist alarmierend", erklärte der Unicef-Vertreter im Irak, Peter Hawkins. "Für Schwangere, Neugeborene und Kinder können vermeidbare und leicht behandelbare Erkrankungen schnell zu einer Frage von Leben und Tod werden", erklärte Hawkins nach einem Besuch in Mossul. Die jahrelang unter Kontrolle der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) stehende Stadt im Nordirak war im Juli mit internationaler Unterstützung von der irakischen Armee aus der Hand der Dschihadisten befreit worden. Laut Unicef ist es für 750.000 Kinder in der Region um Mossul schwierig, grundlegende Gesundheitsleistungen in Anspruch zu nehmen. Weniger als zehn Prozent der Gesundheitseinrichtungen in der Provinz seien vollständig nutzbar. 


+++ 19.36 Uhr: "Landungstag" bei Simulation von Marsflug in der Wüste +++

Ein internationales Forscherteam simuliert am Donnerstag im Golfstaat Oman eine Landung auf dem Mars. Am sogenannten Landungstag wird in der Wüste von Dhofar in der Simulation ein bemanntes Raumschiff auf dem Roten Planeten aufsetzen. Drei Wochen lang werden 15 Wissenschaftler aus acht Ländern dann so tun, als seien sie auf dem Mars. Federführend bei dem Experiment Amadee-18 ist das Österreichische Weltraumforum. Die Wissenschaftler wollen Ausrüstung und Marsfahrzeuge testen, untersuchen, ob in einem aufblasbaren Treibhaus Gemüse wächst und herausfinden, wie sie unter den extremen Bedingungen miteinander zurechtkommen. Bei Problemen sind sie auf sich allein gestellt, einziger Kontakt nach außen ist das Kontrollzentrum in Innsbruck. Den Großteil des rund eine halbe Million Euro teuren Projekts finanzierten Partner aus der Industrie und private Spender.

+++ 19.25 Uhr: Zweijähriges Haushaltsgesetz im US-Senat ausgehandelt +++

In den schwierigen Verhandlungen um den US-Bundeshaushalt ist eine Vereinbarung im Senat ausgehandelt worden. Die Chefs der Republikaner und Demokraten in der Kongresskammer, Mitch McConnell und Chuck Schumer, gaben in Washington bekannt, sich auf ein Haushaltsgesetz geeinigt zu haben, das sich über zwei Jahre erstrecken soll. Der Deal stellt allerdings noch keinen Durchbruch dar. Denn die Vereinbarung bedarf auch der Zustimmung des Repräsentantenhauses. Die Verhandlungen stehen unter großem Zeitdruck. Ohne ein neues Haushaltsgesetz würde ab Donnerstagmitternacht erneut eine Haushaltssperre für die Bundesbehörden verhängt. Eine solche Sperre war bereits Ende Januar über drei Tage hinweg in Kraft. 

+++ 17.08 Uhr: Will Smith parodiert Sohn Jaden mit Musikvideo +++

Schauspieler und Musiker Will Smith ("Suicide Squad") hat seinen 19 Jahre alten Sohn Jaden und dessen Musikvideo zum Song "Icon" in einer Parodie ordentlich aufs Korn genommen. Im eigenen Video rappt Jaden Smith mit blondierten Haaren, schwerer Goldkette um den Hals und zerrissener Jeansjacke vor einem Sportwagen. Der Titel wurde beim Musik-Streamingdienst 100 Millionen Mal abgespielt.

Diese Marke nahm Jadens 49-jähriger Vater zum Anlass, das Video nachzustellen. Darin rappt Will Smith mit ähnlich verschlafenem Gesichtsausdruck und in ähnlicher Kleidung wie sein Sohn in die Kamera, trägt dazu allerdings auch kurze Hosen und Hausschuhe. Aus diesen rutscht er heraus, als er Jadens Tanzschritte nachmacht. Der kurze Clip endet aber im Guten: "Ich bin stolz auf dich, Baby", sagt Smith an seinen Sohn gerichtet und gratuliert ihm zum Erfolg.

+++ 16.44 Uhr: 80-Jährige mit Messer getötet - Schwiegersohn vor Gericht +++

Weil er seine 80 Jahre alte Schwiegermutter mit einem Messer getötet haben soll, muss sich ein 58-Jähriger vor dem Landgericht Paderborn verantworten. Der Angeklagte räumte die Vorwürfe zum Prozessauftakt am Mittwoch ein, berief sich aber auf Notwehr. Die 80-Jährige habe ihm mit einem Messer in der Hand im Flur aufgelauert und gesagt, sie werde ihn töten. Bei dem Versuch, sie zu entwaffnen, seien beide die Kellertreppe hinunter gestürzt. Danach habe er der Frau die Kehle durchgeschnitten. Aus Verzweiflung über die Tat habe er anschließend versucht, sich das Leben zu nehmen. Beide wurden von der Ehefrau des Angeklagten gefunden.

+++ 16.35 Uhr: 21-Jähriger soll Eltern schwer verletzt haben +++

Ein 21-Jähriger soll seine Eltern in Mönchengladbach schwer verletzt haben. Er wurde als Tatverdächtiger vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Mittwoch wurde die 58 Jahre alte Mutter schwer und der 62-jährige Vater möglicherweise lebensgefährlich verletzt. Ein Zeuge hatte die Polizei am Vormittag über den Notruf alarmiert. Als die Beamten eintrafen, war der Sohn noch in der Wohnung. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben.

+++ 16.07 Uhr: Nach Nazi-Vergleich verliert Pole Posten EU-Parlaments-Vize +++

Es ist eine der schlimmsten Beleidigungen, die man jemandem in Polen an den Kopf werfen kann: "Szmalcownik". Der Begriff bezeichnet Menschen, die in der Nazi-Zeit Helfer von Juden erpressten oder sie an die Nationalsozialisten verrieten. Genau dieses Wort hat der polnische Europapolitiker Ryszard Czarnecki gegenüber einer ebenfalls polnischen EU-Abgeordneten gebraucht - und bekommt nun Konsequenzen zu spüren.

Der Politiker verlor seinen Posten als Vizepräsident des EU-Parlaments. Die Europaabgeordneten stimmten mit großer Mehrheit für die Absetzung des nationalkonservativen Politikers der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Es ist das erste Mal in der Geschichte des EU-Parlaments, dass ein Amtsträger nach Artikel 21 der Geschäftsordnung aus seiner Position entfernt wird. Die Fraktionsvorsitzenden mehrerer Europa-Parteien hatten darauf gepocht. 

+++ 15.06 Uhr: Opernball-Stargast Melanie Griffith schmeichelt Richard Lugner +++

Richard "Mörtel" Lugner darf auf einen harmonischen Opernball mit seinem Stargast Melanie Griffith hoffen. Die 60-jährige US-Schauspielerin ("Die Waffen der Frauen") gab sich beim ersten gemeinsamen Pressetermin mit dem österreichischen Unternehmer zugewandt, charmant und unkompliziert. Sie könne zwar keinen Walzer, aber hoffe auf einen Tanz, meinte Griffith. "Wir tanzen etwas Einfacheres", versprach der 85-Jährige. Im Gegensatz zu manch anderen von Lugner bezahlten Gästen wirkte der Hollywood-Star voller Vorfreude auf das Ereignis.

+++ 14.45 Uhr: Türkische Armee meldet fast tausend "neutralisierte" YPG-Kämpfer +++

Mehr als zwei Wochen nach Beginn der türkischen Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordwestsyrien liegen die Angaben über Opfer und Verluste weit auseinander. Das türkische Militär erklärte am Mittwoch, seit dem 20. Januar seien 999 gegnerische Kämpfer außer Gefecht gesetzt worden. Das heißt in der Regel getötet, kann aber auch gefangen genommen oder verletzt bedeuten.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bislang 123 YPG-Kämpfer oder mit ihr verbündete Milizen getötet. Außerdem seien unter anderem durch türkische Luftschläge insgesamt 68 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter 21 Kinder. Die türkische Führung dagegen behauptet, dass durch die Offensive keine Zivilisten zu Schaden kämen. 


+++ 14.43 Uhr: Mercedes entschuldigt sich in China für Werbung mit Dalai Lama +++ 

Ein Werbefoto bei Instagram hat dem Autobauer Mercedes-Benz empörte Reaktionen in China beschert. Nachdem Mercedes in dem Online-Bilderdienst den Dalai Lama zitiert hatte, bat das Unternehmen am Dienstag um Entschuldigung dafür, die Gefühle von Menschen in China verletzt zu haben. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter ist für die Führung in Peking ein rotes Tuch.

+++ 14.28 Uhr:  Kölns Ex-Polizeichef Albers verliert Streit um Ruhestand +++

Der frühere Kölner Polizeichef Wolfgang Albers hat eine Klage gegen seine Versetzung in den einstweiligen Ruhestand kurz nach den Silvesterübergriffen 2015/16 verloren. Zu der Begründung des Kölner Verwaltungsgerichts sagte eine Sprecherin am Mittwoch, Albers sei damals ein politischer Beamter gewesen. Damit sei "ein sehr breites Ermessen" gegeben. Die Verunsicherung der Bevölkerung und das Ziel eines Neuanfangs seien ausreichend gewesen für den Schritt. Auf die Frage nach persönlichem Verschulden komme es nicht an. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" hatte zuerst darüber berichtet.


+++ 14:27 Uhr: NSU-Prozess: Befangenheitsantrag abgelehnt - Plädoyers gehen weiter +++

 Im NSU-Prozess ist am Mittwoch ein Befangenheitsantrag gegen die Richter abgelehnt worden. Damit können die Schlussvorträge in dem seit fast fünf Jahren dauernden Prozess weitergehen. In den nächsten Verhandlungstagen sollen zunächst die letzten der Opfer und deren Anwälte ihre Plädoyers halten. Anschließend sollen die Angeklagten und ihre Verteidiger das Wort erhalten. 

+++ 14:19 Uhr: Sucht nach Videospielen kommt auf Krankheitskatalog der WHO +++

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt die Sucht nach Videospielen in ihren Katalog von psychischen Krankheiten auf. Das bestätigte der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Der neue Katalog wird im Juni aufgelegt. Darauf stützen sich etwa nationale Gesundheitsbehörden und Versicherungen.

Die Diagnose "Gaming Disorder" geht über stundenlanges Videospielen hinaus. Vielmehr sind Menschen gemeint, deren Leben durch die Sucht nachhaltig verändert wird und die nicht aufgeben können. "Diese Sucht beeinträchtigt auch körperliche Funktionen", sagte Tedros. Er nannte etwa das Augenlicht und die Fitness. Die Aufnahme in den Katalog sei ein erster Schritt, dann entwickele die WHO Richtlinien für Behandlungsmöglichkeiten.

+++ 13:05 Uhr: Brand in Luxus-Hotel am Potsdamer Platz - Keine Verletzten +++

Rauchwolke über dem Potsdamer Platz in Berlin: Im Sauna- und Wellnessareal eines Luxus-Hotels ist am Mittwoch ein Feuer ausgebrochen. Etwa 40 Feuerwehrmänner waren am Vormittag im Einsatz, um den Brand im 11. Stock des Gebäudes unter Kontrolle zu bringen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Die Leitung des Fünf-Sterne-Hotels "The Mandala" hatte demnach vorsorglich dafür gesorgt, dass alle Gäste das Gebäude verließen. Was den Brand auslöste, war zunächst unklar.


+++ 12.53: Benedikt XVI. bereitet sich auf den Tod vor +++

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. bereitet sich auf den Tod vor. In einem Leserbrief an den "Corriere della Sera" schrieb der 90-Jährige, im "langsamen Schwinden seiner körperlichen Kraft" befinde er sich auf der "Pilgerfahrt zum Haus" des Herrn. Das ehemalige Oberhaupt der Katholiken zeigte sich in dem Brief bewegt darüber, dass "so viele Leser wissen möchten", wie sein "letzter Lebensabschnitt" verlaufe.

Aus dem Vatikan verlautet, Benedikt zelebriere jeden Tag die Messe, bete viel, empfange ab und zu Besucher und beantworte seine umfangreiche Korrespondenz. Am Abend hört er demnach Fernsehnachrichten, außerdem erhalte er mehrere katholische Tageszeitungen und theologische Publikationen. Seinen 91. Geburtstag feiert der im bayerischen Marktl geborene Benedikt am 16. April.

+++ 12.15 Uhr: Ein Todesurteil in Pakistan nach Mord eines Studenten +++

Rund zehn Monate nach dem brutalen Lynchmord an einem pakistanischen Studenten wegen falscher Blasphemievorwürfe hat ein Gericht nach Medienberichten einen der insgesamt 61 Angeklagten zum Tode verurteilt. Fünf Menschen müssten für 25 Jahre ins Gefängnis, 25 Angeklagte hätten vierjährige Haftstrafen erhalten und 26 seien freigelassen worden, berichtete der Sender Geo TV. Mehrere Angeklagte waren vor dem Prozess geflohen.

Der Mord hatte landesweit, aber auch international eine Debatte über den Missbrauch der strengen Blasphemiegesetze des Landes ausgelöst, die unter Umständen sogar die Todesstrafe für angemessen halten.

+++ 12.09 Uhr: Weitere Norovirus-Fälle in der Umgebung von Olympia-Stätten +++

In der Umgebung der Wettkampfstätten für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang sind weitere Norovirus-Fälle aufgetreten. Bis heute sei die Zahl der bestätigten Fälle auf 86 gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden in Südkorea mit. Gestern war von 32 Infektionen die Rede. 

Die Fälle seien im Landkreis Pyeongchang und der Küstenstadt Gangneung aufgetreten, sagte der Leiter des Zentrums für die Kontrolle von Infektionserkrankungen, Kim Hyun Jun. Die beiden olympischen Dörfer für die Athleten in Pyeongchang und Gangneung seien nicht betroffen. In der Küstenstadt finden die Eiswettbewerbe statt. Das Norovirus verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden.

+++ 11.53 Uhr: Deutsche Fleischer schlachten weniger Tiere +++

Die Fleischer in Deutschland haben 2017 weniger Tiere geschlachtet als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sank die Fleischproduktion um zwei Prozent auf insgesamt 8,11 Millionen Tonnen. Knapp 57,9 Millionen Schweine wurden vergangenes Jahr geschlachtet, das waren 1,5 Millionen weniger als 2016. 54 Millionen davon stammten aus Deutschland. Insgesamt produzierten die Metzgereien 5,45 Millionen Tonnen Schweinefleisch, ein Minus von 2,3 Prozent.

2017 kamen auch weniger Rinder in die Schlachthöfe: 3,5 Millionen Tiere, also 111.000 weniger als 2016. Sie lieferten 1,12 Millionen Tonnen Rindfleisch, ebenfalls 2,3 Prozent weniger. Die Menge an Geflügelfleisch sank um 0,8 Prozent auf 1,51 Millionen Tonnen.

+++ 11.26 Uhr: Rebellen im Südsudan lassen mehr als 300 Kindersoldaten frei +++

Rebellengruppen im Bürgerkriegsland Südsudan haben mehr als 300 Kindersoldaten freigelassen. Die 224 Jungen und 87 Mädchen wurden von zwei bewaffneten Gruppen in Yambio im Südwesten des Landes den Behörden und Hilfsorganisationen übergeben, wie die UN-Mission im Südsudan mitteilte. Insgesamt sollen demnach in den kommenden Wochen rund 700 Kindersoldaten freikommen.

In dem Bürgerkrieg in dem ostafrikanischen Land setzen seit 2013 Rebellengruppen sowie Regierungskräfte Kinder ein. Viele müssen kämpfen, etliche werden aber auch etwa als Köche, Spione, Boten oder Sex-Sklavinnen genutzt. Dem UN-Kinderhilfswerk zufolge gehören derzeit im Südsudan etwa 19.000 Kinder bewaffneten Gruppen an.

+++ 10.20 Uhr: US-Milliardär Wynn tritt nach Missbrauchsvorwürfen von Kasino-Leitung +++

Nach Berichten über jahrzehntelange sexuelle Übergriffe ist der US-Milliardär Steve Wynn von der Leitung seines Kasino-Imperiums zurückgetreten. Er könne seine Funktion als Geschäftsführer des Unternehmens in Las Vegas wegen der "Lawine aus negativen Berichten" nicht mehr erfüllen, teilte er am Dienstag mit. Zuvor war der 76-Jährige bereits als Finanzchef der republikanischen Partei von US-Präsident Donald Trump zurückgetreten.

Wynn soll laut einem Bericht des "Wall Street Journal" vom Januar jahrelang Angestellte seines Unternehmens Wynn Resorts sexuell belästigt haben. Die Zeitung berief sich auf Interviews mit Dutzenden Angestellten, die für den Milliardär arbeiteten oder noch arbeiten. Die Frauen hätten sich angesichts von Wynns Macht und aus Angst um ihre gutbezahlten Jobs nicht getraut, sich zu widersetzen. Der Milliardär hatte die Berichte als "absurd" bezeichnet. Er beschuldigte seine Ex-Frau Elaine, hinter den Vorwürfen zu stehen. Diese seien Teil eines "hässlichen" Rechtsstreits über ihre alten Scheidungsvereinbarungen.

+++ 10:13Union und SPD einig über Minister-Posten +++

Union und SPD sind sich bei ihren Verhandlungen über eine Neuauflage der Großen Koalition über die Ämter-Verteilung einig geworden.

Die SPD soll in einer künftigen Großen Koalition nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die drei wichtigen Ministerien Außen, Finanzen sowie Arbeit und Soziales besetzen. Darauf hätten sich die Unterhändler am Mittwoch in Berlin geeinigt, hieß es. Horst Seehofer (CSU) soll laut Informationen der "Bild"-Zeitung Bundesinnenminister werden. Die CSU solle damit ein um den Bereich Heimat aufgewertetes Innenministerium erhalten.

Die CDU soll laut "Bild"-Zeitung unter anderem das Wirtschafts- und das Verteidigungsministerium besetzten.

In den Verhandlungen hatte es zuletzt vor allem in der Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik gehakt. Die Spitzenrunde der Unterhändler tagte am Mittwochmorgen allerdings noch. Zum Abschluss der Verhandlungen soll die große Runde von CDU, CSU und SPD noch einmal zusammenkommen. Die drei Parteien wollten vor Weiberfastnacht an diesem Donnerstag den Koalitionsvertrag stehen haben.

+++ 10:03 Uhr: Lastwagen überrollt beide Füße von 81-Jährigem +++

Ein Lastwagenfahrer hat in Karlsruhe beide Füße eines 81 Jahre alten Mannes überrollt und dabei erst den rechten und beim Rückwärtsfahren auch noch den linken Fuß des Seniors erwischt. Der Mann hatte Glück im Unglück wie die Polizei am Mittwoch weiter berichtete. Der 81-Jährige kam nach dem Vorfall vom Dienstag mit Prellungen ins Krankenhaus, erlitt ersten Angaben zufolge aber keine Brüche. Der Unfall ereignete sich, als der Lastwagen seine Ladung abkippte, ein Stück nach vorne fuhr und dabei ausgerechnet auf dem Fuß des Fußgängers zum Stehen kam. Als Zeugen den Fahrer darauf aufmerksam machten, fuhr er sofort rückwärts - und auch noch über den linken Fuß des Seniors.

+++ 9:30 Uhr: Mehr als 200 nordkoreanische Cheerleader für Olympia in Südkorea angekommen +++

Einen Tag nach einer Künstler-Delegation sind mehr als 200 Cheerleader aus Nordkorea anlässlich der Olympischen Winterspiele nach Südkorea gereist. Die jungen Frauen überquerten die Grenze zwischen den verfeindeten Staaten am Mittwoch als Teil einer 280-köpfigen Delegation. Sie sollen bei den Spielen in Pyeongchang Athleten aus dem Norden, aber auch aus dem Süden sowie ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam unterstützen.

+++ 7:48 Uhr: Hochschwangere Frau stirbt in Australien durch Schlangenbiss +++

Eine hochschwangere Frau ist in Australien durch den Biss einer Giftschlange getötet worden. Die 27-Jährige wurde vor dem Haus ihrer Mutter in der abgelegenen Gemeinde Meekatharra im Westen des Landes, wo sie gerade zu Besuch war, gebissen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Sie brach zusammen und erlitt einen Herzinfarkt. Alle Versuche, sie wiederzubeleben, blieben ohne Erfolg. Auch das Kind in ihrem Bauch konnte nicht gerettet werden.

Vermutet wird, dass die Frau einer Braunschlange (Pseudonaja nuchalis) zum Opfer fiel, eine der gefährlichsten Giftschlangen der Welt.


 +++ 7:48: Euro-Kurs bei 1,2383 US-Dollar +++

Der Kurs des Euro hat sich am Mittwochmorgen nur wenig verändert. Die Gemeinschaftswährung wurde zunächst bei 1,2383 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend.

+++ 7:34 Schnee und Eis: Verkehrschaos im Pariser Berufsverkehr +++

Schnee und Eis haben erneut den Berufsverkehr der Millionenmetropole Paris erheblich behindert. Autos stauten sich am Mittwoch auf Straßen und Autobahnen im Umland der Hauptstadt, einige Verkehrsachsen waren komplett gesperrt, wie der Radionachrichtensender Franceinfo berichtete.


 +++ 6:37 Uhr: Philippinen lassen Luxus-Autos mit Millionenwert verschrotten +++

Mehr als zwei Dutzend eingeschmuggelte Luxus-Autos mit Millionen-Gesamtwert hat Präsident Rodrigo Duterte auf den Philippinen verschrotten lassen. Die Limousinen - darunter auch Modelle von Audi, Mercedes und BMW - wurden mit Bulldozern regelrecht plattgemacht. Bislang wurde solches Schmuggelgut oft versteigert, was jedoch dazu führte, dass korrupte Beamte dadurch zusätzliches Geld kassierten.


+++ 6:08 Uhr: Israel greift syrisches Forschungszentrum an +++

Israel hat nach Darstellung aus Damaskus erneut Raketen auf ein Ziel in Syrien abgefeuert. Die Geschosse schlugen am Mittwochmorgen in einer Einrichtung in der Nähe der Hauptstadt Damaskus ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die syrische Armee berichtete. Nach Angaben aus Regierungskreisen in Damaskus handelte es sich bei dem Ziel um ein Forschungszentrum im Ort Dschamraja, direkt nördlich der Hauptstadt.

+++ 5:41 Uhr: Daimler in China wegen Dalai-Lama-Zitat unter Druck +++

Der deutsche Autobauer Daimler hat eine Kontroverse ausgelöst, weil er sich in China für die Nutzung eines Dalai-Lama-Zitates entschuldigt hat. Die Menschenrechtsorganisation  International Campaign for Tibet (ICT) bezeichnete die Entschuldigung in einer Mitteilung am späten Dienstagabend als einen "beschämenden Kotau vor der Diktatur." 

Daimler hatte zuvor auf Instagram ein Bild eines Mercedes zusammen mit dem Schriftzug "Betrachte Situationen von allen Seiten und Du wirst offener" veröffentlicht, ein Zitat des tibetischen Führers. Eine Sprecherin des Autobauers bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Beitrag gelöscht wurde, nachdem es Beschwerden chinesischer Internetnutzer gab. 

+++ 5:26 Uhr: Koalitionsgespräche in den frühen Morgenstunden noch ohne Einigung +++

Union und SPD haben bis in die frühen Morgenstunden keine Einigung in ihren Koalitionsgesprächen erreicht. Auch nach mehr als 19-stündigen Beratungen in wechselnden Runden dauerten die Verhandlungen am Mittwoch an. "Der Fortschritt ist eine Schnecke", beschrieb SPD-Vizechef Ralf Stegner im Verlauf des Abends den Fortgang der Gespräche.

+++ 1:29 Uhr: Weltweit stärkste Weltraumrakete zu Jungfernflug gestartet +++

Die weltweit stärkste Raumfahrtrakete ist zu ihrem Jungfernflug gestartet. Die 70 Meter lange Mega-Rakete "Falcon Heavy" der privaten US-Raumfahrtfirma SpaceX hob am Dienstagnachmittag (Ortszeit) unter riesigem Jubel vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ab. Mit an Bord: Ein knallroter Tesla-Elektrowagen, am Steuer eine Puppe im Astronautenanzug. Ziel der Schwerlastrakete ist eine Umlaufbahn um die Sonne, die in Teilen in der Nähe des Mars entlang führt. 


+++ 0:38 Uhr: Zwei Tote und mehr als 200 Verletzte bei starkem Erdbeben in Taiwan +++

Bei dem starken Erdbeben an der Ostküste Taiwans sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl der Verletzten stieg auf mehr als 200, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Mehrere Menschen waren demnach noch unter Trümmern eingeschlossen. Nach taiwanischen Behördenangaben hatte das Beben eine Stärke von 6,4.


anb / DPA / AFP