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News des Tages: Mädchen sterben bei Unfällen in Duisburg und Dessau

Schiff rechtsextremer Aktivisten verfolgt Rettungsschiff "Aquarius" +++ Berlin-Attentäter Anis Amri in Tunesien beerdigt +++ Erdogan will einheitliche Kleidung für Putschisten +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

Ein Krankenwagen unterwegs zum Einsatz (Symbolbild)

Ein Krankenwagen unterwegs zum Einsatz (Symbolbild)

Die News des Tages im stern-Ticker.

+++ 21.28 Uhr: Tote nach Unwetter in Norditalien +++

Bei schweren Unwettern in Norditalien sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Am Wochenende starb eine Frau im Dolomiten-Ort Cortina d'Ampezzo, weil Geröllmassen ihr Auto verschütteten, teilte die Feuerwehr am Samstag mit. Auf dem Berg Marmolata ebenfalls in den Dolomiten wurde am Sonntag ein Mann von einem Blitz erschlagen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. In der Region Friaul wurde demnach vermutlich ein belgischer Tourist von einem Baum in seinem Zelt getötet. In der Lombardei sei eine Frau gestorben, weil sie auf einem nassen Wanderweg abgestürzt sei. Die Bergrettung sprach allgemein von mehreren Opfern und rief die Menschen auf, die Unwetterwarnungen ernst zu nehmen.

+++ 20.18 Uhr: Niedersachsen legt verschiedene Versionen von Weils Regierungserklärung offen +++

 In der Debatte über eine mögliche Einflussnahme des VW-Konzerns auf eine Regierungserklärung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) hat die Landesregierung versucht, Transparenz zu schaffen. Die Staatskanzlei veröffentlichte am Sonntag einen Vergleich des Redeentwurfs mit der von Weil im Oktober 2015 vor dem Landtag gehaltenen Rede. Zu erkennen sind dort zahlreiche Änderungen, die teils vom Hausanwalt der Regierung vorgenommen wurden, teils auf Anregung von VW.

Die inhaltlich schärfste Formulierung, mit der Weil Kritik an dem Autobauer übte, blieb demnach erhalten. Der Ministerpräsident sagte: "So erklärt es sich auch, dass wir alle tief betroffen und entsetzt sind zu erfahren, dass bei Volkswagen über etliche Jahre hinweg Abgaswerte manipuliert worden sind. Dieses Vorgehen ist unverantwortlich, völlig inakzeptabel und durch nichts zu rechtfertigen." Allerdings wurde im selben Absatz eine Passage über VW entpersonalisiert. Der Dokumentation der Landesregierung zufolge war zunächst die Formulierung vorgesehen: "Volkswagen hat damit gegen Gesetze verstoßen und Vertrauen missbraucht." Laut dem in der Dokumentation eingefügten Kommentar von Regierungssprecherin Anke Pörksen wurde daraus in einem angenommenen Änderungsvorschlag von VW der Satz: "Damit ist gegen Gesetze verstoßen und Vertrauen missbraucht worden."


+++ 19.29 Uhr: Mädchen rutscht in Rhein und stirbt +++

Ein neun Jahre altes Mädchen ist am Sonntag bei Duisburg in den Rhein gerutscht und untergegangen. Es sei wenig später in einem Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei mit. Das Mädchen war mit seiner 35-jährigen Mutter und seinem sechs Jahre alten Bruder am Rheinufer unterwegs. Die Neunjährige saß den Angaben nach bei Friemersheim auf einem Stein und rutschte plötzlich ins Wasser. Die Mutter habe sofort um Hilfe gerufen. Ein 51-Jähriger, der sich auf einem Sportboot in der Nähe befand, sprang laut Polizei ins Wasser und zog das Mädchen ans Ufer. Dort hätten Beamte der Wasserschutzpolizei die Neunjährige reanimiert. Sie wurde in eine Kinderklinik gebracht.

+++ 18.26 Uhr: Ehemalige Grünen-Abgeordnete Twesten soll schon im Juni über "unmoralisches Angebot der CDU" gesprochen haben +++

Die ehemalige niedersächsische Grünen-Abgeordnete Elke Twesten soll schon im Juni mit einem Parteikollegen über Avancen der CDU gesprochen haben. "Ich sprach mit ihr im Plenarsaal, weil sie die Abstimmung in ihrem Wahlkreis verloren hatte", sagte Helge Limburg, parlamentarischer Geschäftführer der Grünen, der Deutschen Presse-Agentur. Twesten habe dann zu ihm gesagt: "Du weißt, dass ich ein unmoralisches Angebot von der CDU habe?" Eine Konkretisierung, worin das Angebot bestehe, habe es aber nicht gegeben, sagte Limburg. Er habe das Ganze als abwegig betrachtet und sei nicht darauf eingegangen.

+++ 18.19 Uhr: Unbekannter verhindert Landung eines Rettungshubschraubers +++

Ein unbekannter Mann hat am Rheinufer in Remagen die Landung eines Rettungshubschraubers und Behandlung einer hilfsbedürftigen Person behindert, weil er das Geschehen filmte. Wie die Polizei am Abend mitteilte, hatten Polizei und Feuerwehr zuvor einen Menschen aus dem Uferbereich gerettet und den Hubschrauber zur Hilfe gerufen. Der Mann mittleren Alters filmte den Rettungseinsatz vom einzig möglichen Landeplatz des Hubschraubers aus und machte ihn erst nach mehrfacher Aufforderung widerwillig frei. Der Verdächtige, der in Begleitung einer Frau und eines Kindes war, beleidigte zudem den Piloten und entfernte sich dann unerkannt in Richtung Innenstadt. Die Polizei bat um Zeugenhinweise auf ihn. Nähere Angaben über die zu rettende Person machte die Polizei nicht.

+++ 17.34 Uhr: Syrische Truppen nehmen IS-Bastion ein +++

Syrische Regierungstruppen haben die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus ihrer letzten Bastion in der zentralen Provinz Homs vertrieben. Die nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstagabend eroberte Wüstenstadt Al-Suchna ist von strategischer Bedeutung, weil von ihr eine Straße zur IS-Hochburg Dair as-Saur im Osten des Landes führt. Die Route wurde den Menschenrechtlern zufolge nach der Eroberung vermehrt von syrischen und russischen Jets bombardiert.

+++ 17.22 Uhr: Betrunkener Autofahrer baut Unfall und legt sich schlafen +++

Ein betrunkener Autofahrer hat in Jena nach einer Karambolage fremden Menschen seinen Ausweis in die Hand gedrückt. Mit den Worten "Ich muss jetzt erst mal schlafen gehen. Ich bin so betrunken", verabschiedete sich der 32-Jährige am frühen Sonntagmorgen vom Unfallort, wie die Polizei berichtete. Doch der Mann hatte zunächst keine Gelegenheit mehr zu schlafen, er erhielt Besuch von der Polizei. Beamte hätten den erheblich alkoholisierten Mann zu Hause angetroffen, eine Blutentnahme veranlasst und ein Ermittlungsverfahren eröffnet, teilte die Polizei Jena mit.

Behörden bezeichnen Schaulustige als wachsendes Problem. Die Polizei in Bayern ging jetzt gegen Gaffer vor (Symbolbild)


+++ 17.12 Uhr: Interne Mail könnte Weil entlasten +++

Eine interne Mail könnte einem Medienbericht zufolge Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in der Debatte um mögliche Einflussnahme des VW-Konzerns auf seine Regierungserklärung entlasten. In dem Schreiben soll Weils Sprecherin Anke Pörksen im Oktober 2015 Regierungsmitarbeitern klare Anweisungen über Grenzen der Abstimmung mit VW gegeben haben, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. In der Mail aus der Staatskanzlei heißt es, man werde keinesfalls politische oder sonstige Äußerungen mit dem Konzern vorab abstimmen. "Es geht nur um konkrete Aussagen zu den Vorgängen, die jetzt Gegenstand von Gerichtsverfahren sind", heißt es in dem Schreiben weiter. Das solle dazu dienen, etwaige Falschmeldungen in der Sache und Schadenersatzforderungen zu verhindern. Dem Bericht zufolge soll diese Mail an alle mit VW und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigten Staatskanzleimitarbeiter gegangen sein sowie an das niedersächsische Landwirtschaftsministerium.

Eine Regierungserklärung Weils zur Diesel-Affäre war im Oktober 2015 vorab an VW verschickt worden. Laut "Bild am Sonntag" war der Text zugunsten des Unternehmens geschönt worden. Weils Staatskanzlei weist das strikt zurück.

+++ 16.52 Uhr: Klammeraffe büxt aus wie Tarzan +++

Nach Tarzan-Manier ist ein neugieriger kleiner Klammeraffe aus seinem Gehege im Zoo Osnabrück ausgebüxt. Doch dann wurde es ihm mulmig. "Besucher haben uns berichtet, der Affe hätte an einem Kletterseil auf der Anlage so stark geschaukelt, dass das Tier auf einen benachbarten Baum außerhalb der Insel abgesprungen ist", sagte Biologe Andreas Wulftange laut Mitteilung. "Sie war selbst erschrocken über den Ausflug und wollte zur Gruppe zurück", hieß es. Da das Tier auf dem gleichen Weg nicht wieder zurück ins Zuhause konnte, spannten Zoomitarbeiter ein zusätzliches Seil von einem nahestehenden Baum auf die Insel.

+++ 16.34 Uhr: Rechte Parolen an Asylunterkunft in Sachsen-Anhalt +++

Vier unbekannte Männer haben an die Eingangstüren einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Magdeburg fremdenfeindliche Parolen geklebt. Zudem bedrohten sie am Samstagabend zwei Wachmänner und riefen rechte Parolen. Das Quartett flüchtete mit einem Auto, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Ermittler entdeckten an der Unterkunft und an einem weiteren Gebäude in einem Gewerbegebiet zudem 13 Hakenkreuze.

+++ 16.16 Uhr: Sicherheitskräfte in Paris verhindern Messerattacke auf Soldaten +++

Sicherheitskräfte am Pariser Eiffelturm haben einen Messerangriff auf einen Soldaten verhindert: Ein in der Nacht an der Touristenattraktion festgenommener Mann habe einen Militärangehörigen angreifen wollen, verlautete von Seiten der Ermittler. Demnach zückte der junge Mann an einer Sicherheitskontrolle sein Messer und rief "Allah ist groß". Der Verdächtige habe Verbindungen zu einem Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). 

+++ 15.55 Uhr: Israel will TV-Sender Al Dschasira schließen +++

Israel will die Büros des arabischen Nachrichtensenders Al Dschasira im Land schließen. Wie das Kommunikationsministerium am Sonntag mitteilte, werfen die israelischen Behörden dem Sender mit Sitz im Golfemirat Katar vor, mit seiner Berichterstattung zur Gewalt anzustacheln.
Das Ministerium werde nun dafür sorgen, dass den für den Sender tätigen Journalisten die Akkreditierung entzogen werde. Überdies solle die Ausstrahlung per Kabel und Satellit unterbunden werden.

+++ 14.21 Uhr: Schiff rechtsextremer Aktivisten verfolgt Rettungsschiff "Aquarius" +++

Das von Rechtsextremisten für eine Kampagne gegen Flüchtlinge gecharterte Schiff "C-Star" hat vor der Küste Libyens ein Rettungsschiff verfolgt. Die "C-Star" traf am Samstag in einem Gebiet rund 20 Seemeilen vor Libyen ein und fuhr dort in geringem Abstand hinter dem Rettungsschiff "Aquarius" her, wie ein AFP-Reporter an Bord der "Aquarius" berichtete. Am Sonntag nahm die "C-Star" Kurs auf Tunesien. Die Besatzung der "C-Star" soll die libysche Küstenwache auf Flüchtlingsboote aufmerksam machen und sie drängen, die Flüchtlinge zurück nach Libyen zu bringen. 

+++ 13.40 Uhr: Berlin-Attentäter Amri in Tunesien beerdigt +++

Der Berlin-Attentäter Anis Amri ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Samstag in seiner Heimat in Tunesien beigesetzt worden. Amri wurde im Beisein seiner Familie ohne traditionelle Zeremonie beerdigt, wie ein Sprecher der lokalen Polizeibehörde in der zentralen Provinz Kairouan der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag sagte. Eine Anfrage der Familie, die Leiche des Mannes zunächst in dessen Elternhaus aufbahren zu dürfen, sei aus Sicherheitsgründen nicht gestattet worden.

Der 24-jährige Tunesier Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen gekaperten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin gesteuert. Beim bislang schwersten islamistischen Terroranschlag in Deutschland starben 12 Menschen, fast 70 wurden verletzt. Nach dem Attentat wurde Amri auf der Flucht von italienischen Polizisten erschossen.

+++ 13.33 Uhr: Rentner rauchend, ohne Fahrkarte und mit Haftbefehl gesucht in ICE unterwegs +++

Auffälliger geht es kaum: Die Polizei hat einen 72-jährigen Mann in Stendal in Sachsen-Anhalt aus einem Intercity geholt. Der Rentner rauchte, hatte keine Fahrkarte und wurde mit Haftbefehl gesucht. Wie die Bundespolizei am Sonntag in Stendal mitteilte erwartet der Mann nun eine weitere Anzeige - wegen Verstoßes gegen das Bundesnichtraucherschutzgesetz.

Den Polizeiangaben zufolge ist der Mann ein notorischer Schwarzfahrer und wurde deshalb zu einer Geldstrafe von 1000 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 100 Tagen verurteilt. Da er nicht gewillt war, die Geldstrafe zu zahlen, wurde er von der Staatsanwaltschaft Berlin per Haftbefehl gesucht.

+++ 13:25 Uhr: Zweijährige stirbt nach Fenstersturz +++

Ein zwei Jahre altes Mädchen ist in Dessau-Roßlau aus dem dritten Stock eines Wohnhauses gestürzt und an ihren Verletzungen gestorben. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von einem tragischen Unglücksfall aus, wie eine Sprecherin sagte. Die Staatsanwaltschaft habe zur Klärung der genauen Todesursache eine Obduktion der Leiche angeordnet. Die Eltern stünden unter Schock, sagte sie. Sie werden seelsorgerisch betreut.

Am Samstagnachmittag hatte eine Passantin das verletzte Kind vor dem Mehrfamilienhaus in der Stadt gefunden. Die Frau habe sofort reagiert und Hilfe geholt, wie die Sprecherin sagte. Rettungskräfte versuchten vergeblich, die Zweijährige zu reanimieren.

"Der Notarzt konnte leider nur noch den Tod des Mädchens feststellen", sagte die Sprecherin. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler war die 21 Jahre alte Mutter zum Zeitpunkt des Geschehens in der Wohnung. Die Polizei ermittelt, wie es dazu kommen konnte, dass die Kleine aus dem Fenster auf die Straße gestürzt ist.      

+++ 12.17 Uhr: 13-Jähriger liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei +++

Ein 13-jähriges Kind hat sich im Auto seiner Mutter eine Verfolgungsjagd mit der Polizei auf der Autobahn geliefert. In den frühen Morgenstunden am Freitag machten der Junge und drei Mitschüler im Alter von 15 und 16 eine Spritztour im Wagen durch das Münchner Stadtviertel Obermenzing. Als der Schüler Blaulicht entdeckte, bremste er abrupt ab und vollführte ein auffälliges Wendemanöver,  berichtete die Polizei am Sonntag.

So wurden die Beamten aufmerksam und wollten das Fahrzeug stoppen. Doch der Jugendliche versuchte zu fliehen. Sämtliche Verkehrsschilder ignorierend, fuhr er auf die Autobahn und raste er mit einer Geschwindigkeit bis zu 180 km/h teilweise auch auf der Gegenfahrbahn.

 Ein entgegenkommender Laster zwang den minderjährigen Fahrer zu einer Vollbremsung. Anschließend benutze er die dortige Autobahnausfahrt und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit durch ein Wohngebiet, bis er falsch abbog und in einer Sackgasse landete. Dort nahm die Polizei die vier Jugendlichen fest.  

+++ 12.12 Uhr: Hund aus dem Fenster geworfen - vermutlich Beziehungsstreit +++

Eine 32-jährige Frau hat die Hündin ihres Lebensgefährten aus dem Fenster im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses in Straubing geworfen. Das Tier brach sich dabei die linke Vorderpfote, erlitt Blutergüsse am ganzen Körper und eine schwere Gehirnerschütterung, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Frau war zur Tatzeit am Samstagabend stark alkoholisiert. Ob sie mit dem Hundehalter gestritten hat, war zunächst nicht geklärt. Zeugen hatten gesehen, dass das Tier aus dem Fenster geworfen wurde, und die Polizei alarmiert. Die Malteser-Hündin kam zu einem Tierarzt, wo sie zunächst bleibt. Ob sie dem Besitzer zurückgegeben wird, ist offen. Erst müsse geprüft werden, ob der Lebensgefährte der Tierquälerin an der Tat beteiligt war, sagte ein Polizeisprecher. Die Frau erwarte eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Malteser sind sehr kleine Hunde, sie haben weißes, langes Fell

Malteser sind sehr kleine Hunde - sie wiegen bis zu vier Kilo und sind meist nur 25 Zentimeter groß

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+++ 12.06 Uhr: Erdogan kündigt Gerichtskleidung für Putschverdächtige an +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut einheitliche Gerichtskleidung für alle des Terrorismus angeklagten Untersuchungshäftlinge angekündigt. Mutmaßliche Putschisten müssten in Zukunft in braunen Overalls vor Gericht erscheinen, sagte Erdogan laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag vor Anhängern der AKP im ostanatolischen Malatya. Alle anderen Terrorverdächtigen müssten im Gerichtssaal braune Hosen und Jacketts tragen. "Ab jetzt können sie nicht einfach kommen und anziehen, was sie wollen. Auf diese Weise werden sie der ganzen Welt bekannt gemacht", so Erdogan. Er beschrieb die geplanten Uniformen als "mandelfarbig".

+++ 11.55 Uhr: Grünen-Chef Özdemir kritisiert Weil wegen VW-Absprachen +++

In der VW-Affäre hat Grünen-Chef Cem Özdemir dem niedersächsischen Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wegen möglicher Absprachen mit dem Unternehmen einen Verstoß gegen marktwirtschaftliche Prinzipien vorgeworfen. "Wenn Ministerpräsident Weil eine Regierungserklärung von Volkswagen abnicken lässt, ist das Fundament unserer Marktwirtschaft bedroht", sagte Özdemir der Zeitung "Die Welt".

Die "Bild am Sonntag" berichtete, Mitarbeiter des Konzerns hätten im Oktober 2015 eine Regierungserklärung Weils zur Diesel-Affäre entschärft. Der Ministerpräsident weist dies zurück. Er sitzt auch im VW-Aufsichtsrat. In der Diesel-Krise zeige sich, "wie die Verquickung von Politik und Automobilwirtschaft unserem Wirtschaftsstandort schadet", so Özdemir.

+++  11.51 Uhr: Niederlande listen 170 Codes von Fipronil-Eiern auf  +++

Die niederländischen Lebensmittelüberwacher haben am Sonntag eine Liste von 170 Codes für mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier veröffentlicht. Dies bedeute nicht, dass 170 Herstellerbetriebe geschlossen seien, sagte ein Sprecher der Kontrollbehörde NVWA in Utrecht der Nachrichtenagentur dpa. Oft hätten Produzenten mehrere Ställe mit unterschiedlichen Identifizierungscodes.

+++ 11.37 Uhr: Bericht: London will der EU beim Brexit 40 Milliarden Euro zahlen +++

Die britische Regierung will einem Bericht zufolge der EU anbieten, beim Brexit über 40 Milliarden Euro zu zahlen. Im Gegenzug verlange Premierministerin Theresa May, dass die Europäische Union die Verhandlungen über ein künftiges Handelsabkommen öffne, berichtete der "Sunday Telegraph" unter Berufung auf Regierungskreise. Zudem könnte London einer Übergangsfrist von bis zu drei Jahren zustimmen, während der das Land nach dem Austritt aus der EU weiterhin Beiträge in den EU-Haushalt zahle. Die konservative britische Zeitung gilt als bestens vernetzt im Regierungsviertel der britischen Hauptstadt.

+++ 11.30 Uhr: Gericht spricht Frau eine Million wegen explodierten Sahnespenders zu +++

Ein französisches Gericht hat einer jungen Frau eine Million Euro Schmerzensgeld zugesprochen, weil sie durch die Explosion eines Sahnespenders schwer verletzt wurde. Der Importeur der mit Druckluft betriebenen Sprühdosen, F2J.com, und der Versicherungskonzern Axa müssen für den Unfall im Dezember 2013 geradestehen, wie aus dem am Samstag veröffentlichten Urteil des Gerichts in Montauban hervorgeht. Die Schmerzensgeldsumme ist für französische Zivilklagen ungewöhnlich hoch.

+++ 11.29 Uhr: Zweijährige stirbt nach Fenstersturz - Ursache noch unklar +++

Ein zwei Jahre altes Mädchen ist in Sachsen-Anhalt aus dem dritten Stock eines Wohnhauses gestürzt und gestorben. Wie die Polizei mitteilte, hatte eine Passantin das verletzte Kind am Samstagnachmittag vor dem Haus in Dessau-Roßlau gefunden. Reanimationsversuche durch Rettungskräfte blieben erfolglos. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Zweijährigen feststellen. Die 21 Jahre alte Mutter soll zum Zeitpunkt des Geschehens in der Wohnung gewesen sein. Die Polizei ermittelt, wie es zu dem Fenstersturz kommen konnte. Die Eltern des Kindes werden seelsorgerisch betreut.

+++ 11.27 Uhr: Venezuelas Staatschef entmachtet seine wichtigste Gegenspielerin +++

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hat seine wichtigste Gegenspielerin entmachtet: Die regierungstreue verfassunggebende Versammlung setzte am Samstag die Generalstaatsanwältin Luisa Ortega ab und kündigte an, die Juristin vor Gericht zu stellen. Ortega nannte ihre Absetzung einen "Staatsstreich gegen die Verfassung". Sie werde ihren Kampf nicht aufgeben. Oppositonsführer Leopoldo López wurde derweil aus dem Gefängnis entlassen und wieder in den Hausarrest überstellt.

Ortega war unter den Amtsträgern in Venezuela die wichtigste Kontrahentin von Maduro, dem sie Verfassungsbruch vorwirft. Sie hatte vergeblich versucht, die auch international umstrittene verfassunggebende Versammlung zu verhindern. Auch die Rechtmäßigkeit der von Manipulationsvorwürfen überschatteten Wahl zu der Versammlung wird von Ortegas Behörde angefochten.

+++ 11.15 Uhr: Ruandas Staatschef Kagame gewinnt erneut Präsidentschaftswahl +++

Wenig überraschend hat Staatschef Paul Kagame die dritte Präsidentschaftswahl in Ruanda nach dem Völkermord gewonnen. Der 59-Jährige habe 98,63 Prozent der Stimmen erhalten, teilte der Chef der Wahlbehörde, Kalisa Mbanda, am Samstag mit. Damit sicherte sich Kagame eine dritte siebenjährige Amtszeit. Der seit 2000 amtierende Präsident genießt Experten zufolge große Popularität und hat für Stabilität und Wirtschaftswachstum gesorgt. Allerdings regiert er das ostafrikanische Land zunehmend autoritär, Presse und Opposition werden nach Kräften gegängelt.

+++ 10.33 Uhr: Ex-"Dschungelkönig" Peer Kusmagk ist Vater geworden +++

Der Schauspieler und ehemalige "Dschungelkönig" Peer Kusmagk (42) ist Vater geworden. Seine Verlobte Janni Hönscheid (26), frühere deutsche Meisterin im Wellenreiten, brachte am Mittwoch in Berlin einen Jungen zu Welt, wie die "Bild am Sonntag" berichtete. "Wir haben das alles noch gar nicht realisiert, weil es so schnell ging", sagte Kusmagk dem Bericht zufolge. Das Paar hatte sich 2016 bei der RTL-Show "Adam sucht Eva" kennengelernt, für die sie nackt auf einer Südseeinsel lebten. Einige Zeit danach nahmen sie auch an der ProSieben-Show "Deutschland tanzt" teil. RTL II begleitete die Schwangerschaft in der Sendung "Janni & Peer... und ein Baby!".

+++ 10.07 Uhr: Frauenleiche nach Hochwasser bei Wernigerode gefunden +++

Die Leiche eine Frau ist am Samstag bei Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser bei Wernigerode in Sachsen-Anhalt entdeckt worden. Ob es sich dabei um eine 69-Jährige handelt, die seit dem 25. Juli vermisst wird, konnte die Polizei in Halberstadt nach Angaben vom Samstag nicht sagen.

Die Leiche war in dem Fluss Holtemme bei Derenburg gefunden worden und konnte laut Polizei aufgrund ihres Zustands nicht identifiziert werden. Ob es sich um die vermisste Frau handelt, soll nun die Rechtsmedizin klären.

+++ 3.15 Uhr: Fallschirm geht nicht auf - Mann stürzt aus Flugzeug in den Tod  +++

Ein 67-jähriger Fallschirmspringer ist in Mecklenburg-Vorpommern in den Tod gestürzt. Wie die Polizei mitteilte, öffnete sich sein Fallschirm nicht, nachdem er am Samstag in 3300 Meter Höhe aus dem Flugzeug gesprungen war. Der Mann schlug mit voller Wucht auf dem Flugplatz in Neustadt-Glewe auf und war sofort tot. Warum der Fallschirm nicht aufging, stand zunächst nicht fest.

+++ 0.39 Uhr: Bericht: BER-Eröffnung könnte sich bis Herbst 2019 verzögern +++

Der pannengeplagte Berliner Hauptstadtflughafen BER kann einem Zeitungsbericht zufolge frühestens in zwei Jahren in Betrieb gehen. Wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf vertrauliche Projekt-Unterlagen berichtete, werden sich die Bauarbeiten im Fluggastterminal bis September 2018 hinziehen. Eine Eröffnung sei so erst im Herbst 2019 möglich - acht Jahre nach dem geplanten Start.


anb / DPA / AFP