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News des Tages: SPD-Generalsekretär brüllt ins Netz: "DU SOLLST NICHT AUS DEN VERHANDLUNGEN TWITTERN!"

Schiedsrichter nach Tritt gegen Spieler gesperrt +++ SPD auf Rekordtief +++ China: Brennender Lastwagen rast in Passanten - Unfall +++ Schüsse an US-Schule: Polizei nimmt Zwölfjährige fest +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

SPD-Generalsekretär mahnt auf Twitter

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat auf Twitter Dampf abgelassen

DPA

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Das GroKo-Schweigegebot bröckelt (21.02 Uhr)

  • Schlaganfall am Steuer - Busfahrer fährt noch 15 Kilometer (17.36 Uhr)

  • BVB-Prozess: Angeklagter bietet Schmerzensgeldzahlung an (12.08 Uhr)

  • Bundesrat will der NPD Staatsgeld entziehen (10.20 Uhr)
  • Französischer Schiedsrichter nach Tritt gegen Spieler gesperrt (06.55 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 23.15 Uhr: Venezuelas Regierungspartei nominiert Staatschef Maduro für Wiederwahl +++

Die regierende Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas (PSUV) hat Staatschef Nicolás Maduro offiziell zu ihrem Kandidaten bei der anstehenden Präsidentschaftswahl nominiert. Der von seiner Frau Cilia Flores begleitete Maduro nahm die per Akklamation erfolgte Nominierung an. Hunderte Parteimitglieder riefen "Ja". Der Vizechef der Partei, Diosdado Cabello, nannte den 55-jährigen Maduro einen "Genossen mit untadeligem revolutionären Verhalten". Er fügte hinzu: "Ich habe keinerlei Zweifel, dass wir siegen werden."

In dem wirtschaftlich schwer gebeutelten Ölstaat tobt seit Monaten ein erbitterter Machtkampf zwischen Maduros linksnationalistischer Regierung und der Mitte-rechts-Opposition. Bei gewaltsamen Zusammenstößen von Regierungsgegnern mit den Sicherheitskräften wurden im vergangenen Jahr 125 Menschen getötet. 

+++ 23.02 Uhr: Klingbeil: Große Schritte vorangekommen - aber weiter Konflikte +++

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat ein positives Fazit der ersten Beratungen in der großen Runde der Koalitions-Unterhändler von CDU, CSU und SPD gezogen. "Wir sind heute große Schritte vorangekommen", sagte Klingbeil in Berlin. Beispielsweise habe man ein riesiges Paket gegen Kinderarmut geschnürt. "Die entscheidenden Tage liegen jetzt vor uns", ergänzte er und verwies auf weiter bestehende Konflikte etwa in den Bereichen Wohnen und Arbeitsmarktpolitik. Bei den Beratungen an diesem Samstag in der CDU-Zentrale wolle man versuchen auch bei diesen Themen voranzukommen. 

+++ 23.00 Uhr: Bericht: Nestle zieht sich aus dem Rennen um Merck-Sparte zurück +++

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck stößt einem Medienbericht zufolge auf schwindendes Interesse an seinem zum Verkauf stehenden Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten. Der Schweizer Nestle-Konzern habe sich aus dem Rennen zurückgezogen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Kreise. Auch der britische Konzern Reckitt Benckiser interessiere sich inzwischen mehr für das Consumer Health-Geschäft des US-Konzerns Pfizer.

Ein Merck-Sprecher sagte dazu auf Nachfrage, der Konzern prüfe weiterhin Optionen für die Sparte und dieser Prozess laufe wie gehabt weiter. Zu einzelnen möglichen Interessenten wollte er sich nicht äußern. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte noch im Januar berichtet, Nestle sei der wahrscheinlichste Käufer für das Merck-Geschäft. Der Schweizer Konzern habe mit gut 4 Milliarden Euro am meisten geboten.

+++ 22.41 Uhr: Dank Batshuayi-Doppelpack und Schürrle: Dortmund siegt in Köln +++

Dank eines Traumdebüts von Neuzugang Michy Batshuayi und Matchwinner André Schürrle hat Borussia Dortmund den ersten Sieg im neuen Jahr erkämpft. Bei der Rückkehr von Trainer Peter Stöger an seine alte Wirkungsstätte setzte sich der BVB mit 3:2 (1:0) beim Tabellenschlusslicht 1. FC Köln durch. Schürrle machte in der 84. Minute den wichtigen Dreier perfekt. Der Belgier Batshuayi hatte die Gäste zweimal in Führung gebracht (35./62.), aber Simon Zoller (60.) und Jorge Meré (69.) mit seinem ersten Torschuss in der Fußball-Bundesliga konnten zunächst ausgleichen. Zum Auftakt des 21.
Spieltags kletterte Dortmund mit nunmehr 34 Punkten zumindest über Nacht auf Platz zwei hinter Spitzenreiter Bayern München (50).

+++ 22.24 Uhr: Brasiliens verurteilter Ex-Staatschef Lula darf wieder ausreisen +++

Brasiliens wegen Korruption verurteilter Ex-Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva darf wieder das Land verlassen. Ein Richter in Brasília hob ein jüngst von einem anderen Gericht verhängtes Ausreiseverbot auf, wie das Nachrichtenportal "Globo" berichtete. Zurzeit gebe es keine Hinweise auf Fluchtgefahr, hieß es zur Begründung.

Der zurzeit beliebteste Politiker des Landes muss sich aber weiterhin auf harte Zeiten gefasst machen. Vergangene Woche hatte ein Berufungsgericht eine Verurteilung Lulas wegen Korruption bestätigt und die Haftstrafe der ersten Instanz sogar von neuneinhalb auf zwölf Jahre und einen Monat erhöht. Bis zur Ausschöpfung weiterer Rechtsmittel bleibt Lula noch auf freiem Fuß.

+++ 22.19 Uhr: Temptations-Leadsänger Dennis Edwards gestorben +++

US-Soulsänger Dennis Edwards, der mit den Temptations Hits wie "Papa Was A Rollin Stone" und "Cloud Nine" sang, ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Der aus Detroit stammende Musiker sei in Chicago gestorben, bestätigte seine Familie dem TV-Sender CBS. Edwards wäre am Samstag 75 Jahre alt geworden.

Die Temptations wurden nicht nur für ihren Motown-Sound nach dem gleichnamigen Label aus Detroit bekannt, sondern später auch für ihren Mix aus Funk und Disco. Die Gruppe trennte sich 1977 von Edwards, 1980 kehrte er aber zurück. 1984 startete er eine Solo-Karriere und schaffte es mit dem Album "Don't Look Any Further" in obere Chart-Platzierungen. 

+++ 21.52 Uhr: Kreise: Union und SPD räumen Streitpunkt Migrationspolitik ab +++

Auf der Zielgeraden ihrer Koalitionsverhandlungen haben Union und SPD letzte Streitpunkte in der Migrations- und Flüchtlingspolitik abgeräumt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen. Demnach wurden in der großen Verhandlungsrunde auch letzte Dissenspunkte über die Auslegung eines Maximalwerts für die Zuwanderungszahlen beigelegt. Es bleibe bei den Verabredungen aus dem gemeinsamen Sondierungspapier, hieß es.

+++ 21.38 Uhr: Ermittlung gegen Islamwissenschaftler nach Vergewaltigungsvorwürfen +++

Nach Vergewaltigungsvorwürfen haben französische Behörden ein Ermittlungsverfahren gegen den bekannten Islamwissenschaftler Tariq Ramadan eröffnet. Ihm werden Vergewaltigung sowie Vergewaltigung einer schutzbedürftigen Person vorgeworfen, hieß es aus Justizkreisen. Ramadan sei festgenommen worden. Ob er in Untersuchungshaft komme, werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Bereits zwei Tage zuvor war Ramadan in Polizeigewahrsam genommen worden.

Ermittler hatten voriges Jahr eine Untersuchung gegen den aus der Schweiz stammenden Theologen eingeleitet. Ihnen liegen zwei Anzeigen von Frauen gegen Ramadan vor. Bei der Untersuchung geht es um Vorwürfe von Vergewaltigungen und vorsätzlichen Gewalttätigkeiten, wie es aus den Justizkreisen hieß. Ramadan hatte im Gegenzug Anzeige wegen falscher Anschuldigung gestellt und von einer "Verleumdungskampagne" gesprochen, die von seinen "langjährigen Gegnern" orchestriert werde. 

+++ 21.30 Uhr: Eurojackpot mit 90 Millionen Euro nicht geknackt +++

Lottospieler bekommen eine neue Chance, den deutschen Rekordgewinn einzustellen: Der mittlerweile mit 90 Millionen Euro gefüllte und bei dieser Summe gedeckelte Eurojackpot ist auch bei der zehnten Ziehung hintereinander in Helsinki nicht geknackt worden. Gezogen wurden die Gewinnzahlen 15-24-29-33-41 plus die Zusatzzahlen 7 und 8. Das teilte Westlotto am Abend in Münster mit. In der zweiten Gewinnklasse seien damit bei der nächsten Ziehung zusätzlich 27 Millionen Euro zu vergeben.

Dennoch gibt es bereits jetzt neue Millionäre: Sieben Spieler oder Tippgemeinschaften - davon vier aus Deutschland - bekommen jeweils rund 2,9 Millionen Euro aus der zweiten Gewinnklasse. Sie hatten fünf Richtige plus eine Zusatzzahl. Zwei der deutschen Gewinner kommen aus Bayern, je einer aus Hessen und aus Nordrhein-Westfalen. Die weiteren glücklichen Tipper spielten in Dänemark, Norwegen und Finnland.

+++ 21.25 Uhr: US-Regierung will neue Atomwaffen mit geringer Sprengkraft +++

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump macht sich für die Entwicklung von Atomwaffen mit einer geringeren Sprengkraft stark. Man wolle eine "kleine Zahl" existierender Atomsprengköpfe von U-Boot gestützten Langstreckenraketen umrüsten, um über eine Variante mit geringerer Sprengkraft zu verfügen, heißt es in einem veröffentlichten Bericht zur neuen Nuklearstrategie der US-Regierung. Auf lange Sicht solle zudem ein atombestückter Marschflugkörper entwickelt werden, der ebenfalls U-Boot gestützt ist.

Die Entwicklung der beiden Typen ist Teil einer ganzen Reihe von Empfehlungen des Berichts. Zentralen Raum nimmt in dem Papier die Frage ein, wie die US-Regierung auf die militärischen Strategien von Russland und China reagieren sollte. "Während die USA die Anzahl und den Stellenwert ihrer Atomwaffen verringert haben, haben andere, darunter Russland und China, sich in die entgegengesetzte Richtung bewegt", heißt es in dem 74-seitigen Bericht. Beide Länder hätten ihren Arsenalen neue Typen hinzugefügt und würden sich zunehmend aggressiv verhalten. 

+++ 21.12 Uhr: Comey: Anti-FBI-Veröffentlichung "unehrlich und irreführend" +++

Der von Präsident Donald Trump entlassene Ex-FBI-Chef James Comey hat die Veröffentlichung geheimer Inhalte in einem umstrittenen Memorandum als "unehrlich und irreführend" bezeichnet. Das mit Zustimmung von Trump veröffentlichte Papier versuche, das Vertrauen in die Geheimdienstarbeit zu zerstören, schrieb Comey in einer Notiz auf Twitter. "Wofür?", fragte Comey. "Justizministerium und FBI müssen ihren Job machen."

Trumps Sprecherin Sarah Sanders verteidigte die höchst umstrittene Veröffentlichung. Das Papier werfe ernste Fragen über das Vorgehen an höchster Stelle im Justizministerium und FBI auf. Trump habe der Veröffentlichung nicht leichtfertig zugestimmt, sondern habe Mitglieder seines Sicherheitsteams zu Rate gezogen, darunter auch Geheimdienstleute. Mit der Veröffentlichung versucht das Trump-Lager nach Einschätzung von Kritikern, die Untersuchungen in der Russland-Affäre zu untergraben. Er erntet dafür Kritik auch von Seiten der Republikaner und teilweise aus seiner eigenen Regierungsmannschaft.

+++ 21.01 Uhr: Das GroKo-Schweigegebot bröckelt +++

In Internetchats bedeuten Wörter in Großbuchstaben, dass jemand laut wird. Lars Klingbeil von der SPD hat also virtuell geschrien oder zumindest gerufen, als er am Freitag twitterte: "DU SOLLST NICHT AUS DEN VERHANDLUNGEN TWITTERN! Dein Generalsekretär."

Die - wohl auch augenzwinkernd gemeinte - Mahnung ging an Parteifreund Carsten Scheider, den Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD im Bundestag, der auf Twitter daran erinnert hatte, dass die GroKo-Arbeitsgruppe zu Finanzen noch tage - und deswegen "euphorische" Meldungen anderer Verhandlungsgruppen unter Vorbehalt stünden.

Union und SPD haben sich vorgenommen, keine Papiere an die Presse durchzustechen oder Zwischenstände der Verhandlungen über eine große Koalition zu kommentieren - das klappt mäßig gut. Auch SPD-Vize Ralf Stegner und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) haben sich schon einen Rüffel eingeholt, und zwar von Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann (SPD). Die beiden gingen direkt von den Verhandlungen in eine Talkshow, stellte Oppermann fest. "So wird es nichts."

+++ 20.32 Uhr: Volksbegehren für Rauchverbot in Österreich angemeldet +++

Die österreichische Ärztekammer hat beim Innenministerium in Wien das von ihr initiierte Volksbegehren für ein Rauchverbot in der Gastronomie angemeldet. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres erklärte, Österreich sei eines der letzten Länder in Europa, das über kein solches Rauchverbot verfüge. Dabei sei bekannt, dass ein Rauchverbot zu einer unmittelbaren Verbesserung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung führe.

Die Angst vor Umsatzverlusten der Gastronomiebetriebe sei nur ein Scheinargument, ergänzte der Präsident der Österreichischen Krebshilfe, Paul Sevelda. In Bayern habe es beispielsweise nach zwei bis drei Monaten der Umstellung sogar eine Zunahme der Gastronomieumsätze gegeben. Die vorherige österreichische Regierung aus konservativer Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und Sozialdemokraten (SPÖ) hatte sich 2015 auf ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie ab Mai 2018 geeinigt

+++ 20.00 Uhr: Mexiko hofft auf gute Resultate für alle bei Nafta-Verhandlungen +++

Die Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) kann nach Einschätzung der mexikanischen Regierung Verbesserungen für alle Beteiligten bringen. "Wir sehen die Chance, dass alle drei Länder dabei gewinnen können", sagte Mexikos Außenminister Luis Videgaray nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson und der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland. "Das ist kein Null-Summen-Spiel."

Die drei Länder verhandeln das Nafta-Abkommen derzeit auf Druck der Vereinigten Staaten neu. US-Präsident Donald Trump sieht sein Land in dem Abkommen benachteiligt und hat bei einem Scheitern der Gespräche mit einem Ausstieg der USA aus Nafta gedroht.

+++ 19.49 Uhr: Union und SPD wollen das Kindergeld um 25 Euro +++

Union und SPD wollen das Kindergeld erhöhen: Im Laufe der kommenden Legislaturperiode soll die Zahlung pro Kind um insgesamt 25 Euro monatlich erhöht werden. Die erste Erhöhung ist im kommenden Jahr geplant, wie Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) und die Verhandlerinnen der Union, Annette Widmann-Mauz (CDU) und Angelika Niebler (CSU) ankündigten. Gleichzeitig soll der steuerliche Kinderfreibetrag entsprechend steigen.

+++ 19.32 Uhr: UN-Chef kündigt Schritte gegen sexuelle Übergriffe an +++

UN-Generalsekretär António Guterres will sexuellen Übergriffen innerhalb der Vereinten Nationen ein Ende bereiten. "Wir werden sexuelle Belästigung niemals hinnehmen, nirgendwo", sagte Guterres. Die Führung der 193 Mitgliedstaaten zählenden Weltorganisation habe bei diesem Thema "null Toleranz".

Jeder Vorwurf werde ernst genommen, sagte Guterres. Innerhalb des UN-Sekretariats werde diesen Monat auch eine neue Telefon-Hotline eingerichtet, um Opfer vertraulich beraten zu können. Opfer und auch diejenigen, die bei sexuellen Übergriffen Hinweise gäben, würden künftig besser geschützt, sagte Guterres. Die UN-Spitze sei zudem erstmals zu gleichen Teilen von Frauen und Männern besetzt - in den rund 50 UN-Führungspositionen arbeiteten heute sogar etwas mehr Frauen als Männer.

+++ 19.24 Uhr: US-Modeverband will sexuelle Übergriffe bei Fashion Week in New York verhindern +++

Wenige Tage vor Beginn der New Yorker Fashion Week hat der US-Verband der Modedesigner (CFDA) Empfehlungen zur Verhinderung von sexuellen Übergriffen herausgegeben. In einem veröffentlichten Schreiben von Verbandspräsidentin Diane Von Furstenberg an Branchenvertreter werden verschiedene Vorsichtsmaßnahmen angeregt. Zuletzt waren mehrere große Modefotografen mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert worden.

Unter den Adressaten der CFDA-Handreichung waren Designer, Fotografen und Produzenten von Modeschauen. Diese sollten beispielsweise Bereiche bereitstellen, wo Models sich "vor Blicken geschützt" umziehen können, hieß es in dem Papier. Wer sich "auf die eine oder andere Weise bedroht oder in Gefahr fühlt", solle sich bei der New Yorker Polizei oder bei der Interessenvertretung The Model Alliance melden.

+++ 19.12 Uhr: Union und SPD setzen Koalitionsgespräche fort +++

CDU, CSU und SPD setzen ihre Koalitionsgespräche fort. Die Verhandlungsteams um die Parteichefs Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Martin Schulz (SPD) kommen in der CDU-Parteizentrale in Berlin zusammen (ab 10.00 Uhr). Union und SPD streben an, ihre Gespräche über eine erneute große Koalition bis Sonntag abzuschließen.

Sollte es am Wochenende keinen Durchbruch geben, sind Montag und Dienstag als Reservetage vorgemerkt. Im Anschluss sollen die SPD-Mitglieder über einen Eintritt ihrer Partei in eine erneute große Koalition abstimmen. Die Sozialdemokraten sind in der Frage einer erneuten Regierung mit den Unionsparteien tief gespalten.

+++ 19.05 Uhr: Trump empfängt nordkoreanische Überläufer im Weißen Haus +++

US-Präsident Donald Trump hat eine Gruppe nordkoreanischer Überläufer in seinem Amtszimmer empfangen. An dem Treffen im Oval Office nahmen ein früherer politischer Gefangener, ein nordkoreanischer Ex-Banker und vier weitere Flüchtlinge teil. Ihre Geschichten seien "unglaublich und inspirierend", sagte Trump. Der Empfang für die Nordkoreaner im Weißen Haus ist eine weitere Spitze des Präsidenten gegen die nordkoreanische Führung, mit der er sich seit Monaten einen verbalen Schlagabtausch bis hin zu Kriegsdrohungen liefert.

+++ 18.52 Uhr: Queen-Enkelin Prinzessin Eugenie heiratet am 21. Oktober +++

Die Queen-Enkelin Prinzessin Eugenie, 27, will ihren langjährigen Freund und Verlobten Jack Brooksbank, 31, am 12. Oktober heiraten. Das teilte Eugenies Vater, Prinz Andrew, per Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Das Paar hatte seine Heiratspläne schon vor einigen Wochen bekannt gegeben, das genaue Datum stand aber noch aus. Es ist die zweite Hochzeit bei den Royals in diesem Jahr. Am 19. Mai wollen sich Prinz Harry, 33, und die US-Schauspielerin Meghan Markle, 36, das Ja-Wort geben. Beide Hochzeiten sollen auf Schloss Windsor vor den Toren Londons stattfinden. Prinzessin Eugenie ist die zweitälteste Tochter von Prinz Andrew und seiner Ex-Frau Sarah Ferguson. Sie ist Nummer acht in der britischen Thronfolge. Königin Elizabeth II. (91) und ihr Mann Prinz Philip (96) hatten sich über die Verlobung erfreut gezeigt. 

+++ 18.40 Uhr: Trump erlaubt Veröffentlichung von umstrittenem Memo zum FBI +++

US-Präsident Donald Trump hat die Veröffentlichung eines umstrittenen Memos über angebliche Verfehlungen der Bundespolizei FBI und des Justizministeriums erlaubt. Dies gab Trump im Weißen Haus bekannt. Das von den Republikanern im Repräsentantenhaus stammende Papier bezieht sich auf die Ermittlungen zur Russland-Affäre und wird von den oppositionellen Demokraten als Versuch kritisiert, die Arbeit des Sonderermittlers Robert Mueller in Verruf zu bringen.

+++ 18.30 Uhr: US-Regierung verhängt Sanktionen gegen Hisbollah +++

Die US-Regierung hat Sanktionen gegen die vom Iran unterstützte Schiitenmiliz Hisbollah verhängt. Sie richten sich gegen sechs Personen und sieben Unternehmen, wie das Finanzministerium mitteilte.

"Die Hisbollah ist eine Terrororganisation, die für den Tod von Hunderten von Amerikanern verantwortlich ist", erklärte Finanzminister Steven Mnuchin. "Sie ist zudem Irans primärer Erfüllungsgehilfe, um legitime arabische Regierungen im Nahen Osten zu untergraben." Die Sanktionen zielen auf Unternehmen im Libanon, Ghana, Sierra Leone und Liberia, die laut dem Finanzministerium mit dem Hisbollah-Finanzier Adham Tabaja in Verbindung stehen sollen.  

+++ 18.20 Uhr: Drillinge im Gazastreifen heißen Jerusalem, Hauptstadt und Palästina +++

Auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt haben viele Palästinenser mit Straßenprotest reagiert. Ein junges Paar in Chan Junes im Gazastreifen hatte eine andere Idee: Islam al-Saikli und ihr Mann Nidal nannten ihre im Dezember geborenen Drillinge Jerusalem, Hauptstadt und Palästina, wie die 25-jährige Mutter der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Der 30-jährige Vater der Babys bekräftigte: "Trumps Entscheidung hat keinerlei Wert. Jerusalem ist die ewige Hauptstadt der Palästinenser." Die Drillinge - die beiden Jungen Jerusalem und Palästina sowie das Mädchen Hauptstadt - wurden zwei Wochen nach Trumps Entscheidung geboren.

+++ 18.05 Uhr: Bericht: Schutzstatus für mutmaßlichen Putsch-Anführer aus Türkei +++

Ein mutmaßlicher Anführer des gescheiterten Militärputsches in der Türkei vom Juli 2016 hat einem Bericht zufolge Flüchtlingsschutz in Deutschland erhalten. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete, die deutschen Behörden hätten Oberst Ilhami P. und drei weiteren Militärs Flüchtlingsschutz gewährt. P. gelte der türkischen Justiz als wichtiger Anführer des Putsches. P. war laut Bericht damals Stabschef an der Militärakademie in Ankara, die von den Putschisten besetzt wurde. Die Staatsanwaltschaft werfe ihm Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und Landesverrat vor.

Das Bundesinnenministerium wollte auf dpa-Anfrage keine Stellung nehmen. Es verwies darauf, dass man sich zu Einzelfällen aufgrund des Persönlichkeits- und Datenschutz grundsätzlich nicht äußere.

+++ 18.03 Uhr: Dopingverdacht: Spaniens 5000-Meter-Europameister suspendiert +++

Der spanische Leichtathletik-Europameister Ilias Fifa ist von der nationalen Anti-Doping-Agentur AEPSAD vorläufig suspendiert worden. Wie die Zeitung "El Mundo" unter Berufung auf die Behörde berichtete, wurde ein Verfahren gegen den 28-Jährigen mit marokkanischen Wurzeln eingeleitet. Fifa ist seit 2015 in Spanien startberechtigt und hatte 2016 bei der EM in Amsterdam Gold über 5000 Meter geholt.

Im Oktober 2017 waren bei einer Razzia in seinem Haus in Santa Coloma de Gramanet in der Nähe von Barcelona mehrere leistungssteigernde Substanzen sichergestellt worden. Fifa war daraufhin vorläufig festgenommen worden.

+++ 17.47 Uhr: Juso-Chef lehnt Große Koalition weiterhin strikt ab +++

Auch nach ersten Einigungen von Union und SPD auf gemeinsame Regierungsvorhaben lehnt der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert eine erneute große Koalition weiter ab. "Wir präferieren immer noch die Lösung einer Minderheitsregierung", sagte Kühnert am Rande der Koalitionsverhandlungen in der Berliner SPD-Zentrale dem Sender RTL. Und wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dies nicht wolle, "kann das auch jemand anderes anführen".

Spätestens in einem dritten Wahlgang könne auch die SPD einen Kandidaten im Bundestag zu Wahl stellen, fügte Kühnert hinzu. "Da könnte sich beispielsweise auch Martin Schulz zum Kanzler einer Minderheitsregierung wählen lassen." Schließlich sei der SPD-Vorsitzende ja bei der Bundestagswahl dafür angetreten, Kanzler zu werden. "Und besser als Angela Merkel würde er das allemal hinbekommen", sagte der Juso-Vorsitzende.

+++ 17.36 Uhr: Schlaganfall am Steuer - Busfahrer fährt noch 15 Kilometer +++

Mit 73 Schülern und Lehrern an Bord ist ein wohl durch einen plötzlichen Schlaganfall gehandicapter Busfahrer in Baden-Württemberg noch knapp 15 Kilometer weit gefahren. "Er war total weggetreten, ist aber sicher und souverän gefahren", sagte ein Polizeisprecher über die gefährliche Tour, die eigentlich in einem Skigebiet enden sollte. Nach Polizeiangaben vom war der Reisebus am Morgen von einer Schule in Backnang losgefahren. Lehrkräfte im Bus bemerkten kurz darauf, dass die Gepäckklappen noch offen standen. Als sie den Fahrer darauf ansprachen, reagierte dieser nicht, ebenso wenig auf laute Rufe. Ein Lehrer informierte die Polizei. Ein Polizeiwagen setzte sich vor den Bus - auch darauf reagierte der Fahrer nicht. Erst bei der Ausfahrt Waiblingen-Mitte schafften es die Lehrer, den Fahrer zum Anhalten zu bringen.

+++ 16.59 Uhr: Dieb in China stiehlt 800 Meter Straße +++

Allzu wörtlich hat ein Krimineller in China das Wort Straßendieb genommen: Er stahl einen 800 Meter langen Straßenabschnitt aus Beton. Verwunderte Bewohner des Dorfes Sankeshu in der Provinz Jiangsu alarmierten die Polizei, nachdem eine Straße nahe dem Dorf auf rätselhafte Weise verschwunden war, wie die Nachrichtenagentur China News Service berichtete.

Die Ermittler fanden rasch heraus, dass ein Mann namens Zhu einen Bagger gemietet und damit die Straße aufgerissen hatte, um die Betonteile an eine Fabrik zu verkaufen. 

+++ 14.49 Uhr: Anwältin getötet - Haftbefehl gegen 79-Jährigen wegen Mordes erlassen +++

Einen Tag nach dem gewaltsamen Tod einer Anwältin in Waren an der Müritz hat das zuständige Amtsgericht Haftbefehl gegen einen Tatverdächtigen erlassen. Es bestehe der Verdacht des Mordes, sagte eine Sprecherin des Warener Amtsgerichtes. Der 79-Jährige soll die Anwältin am Donnerstag in ihrer Kanzlei aufgesucht und sie dort gegen Mittag erschossen haben. Die Polizei hatte den Mann noch am selben Abend in seiner Wohnung etwa zwei Kilometer vom Tatort entfernt festgenommen. Es bestehe Fluchtgefahr hieß es. Die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden. Der Rentner bestreitet die Tat, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

+++ 14.33 Uhr: Verschollener Quiksilver-Chef für tot erklärt +++

Der auf dem Atlantik verschollene Chef der Modemarke Quiksilver, Pierre Agnes, ist für tot erklärt worden. Man habe die Suche nach dem 54-Jährigen eingestellt, teilte Quiksilvers Mutterfirma Boardriders mit. Agnes' Tod sei ein "tragischer Verlust".

Der Franzose war am Dienstag im Südwesten Frankreichs nicht von einem Angelausflug zurückgekehrt. Sein angespültes Boot wurde ohne ihn am Strand von Hossegor gefunden. Trotz einer groß angelegten Suchaktion der Seenotrettung und der Gendarmerie mit Jetskis, Booten und Hubschraubern konnte Agnes nicht gefunden werden.

+++ 14.18 Uhr Phil hat einen Schatten - Murmeltier prophezeit langen Winter +++

Das wohl berühmteste Murmeltier der Welt hat einem baldigen Frühling in den USA eine Absage erteilt. Wie in jedem Jahr am 2. Februar wurde der Nager Phil aus seinem Bau in einem Wäldchen bei Punxsutawney (Pennsylvania) gezogen und ins Licht gehalten. Dabei sah man seinen Schatten - der Legende zufolge bedeutet das sechs weitere Wochen Winterwetter in den USA.

Die Prognosen des Murmeltiers entpuppten sich allerdings oft als falsch. Der US-Wetterdienst weist sogar eigens darauf hin, dass Phil "keine Vorhersagefähigkeiten" besitzt.

Weltberühmt wurde die Prozedur 1993 mit der Filmkomödie "Und täglich grüßt das Murmeltier" mit Bill Murray und Andie MacDowell in den Hauptrollen.

+++ 14.16 Uhr: Mehr neue Autos in Deutschland verkauft +++

Die Deutschen haben im Januar deutlich mehr Autos gekauft als im Vorjahresmonat. Gut 269.000 Wagen wurden neu zugelassen, was einem Plus von etwa zwölf Prozent entspricht, wie der Verband der Automobilindustrie in Berlin mitteilte. 

+++ 14.21 Uhr: Verkauf der "Schumi-Kartbahn" beschlossen - Weg frei für Tagebau +++

Das Ende der berühmten "Schumi-Kartbahn" in Kerpen wegen des Braunkohle-Tagebaus ist besiegelt. Der Kart-Club Kerpen will das vorliegende Entschädigungsangebot von RWE Power annehmen, sagte ein Club-Sprecher. Das hätten die Mitglieder am Donnerstagabend auf ihrer Jahreshauptversammlung beschlossen.

Die früheren Formel-1-Piloten Michael und Ralf Schumacher hatten auf dem "Erftlandring" einst ihre Karrieren gestartet. Seit Jahren ist bekannt, dass das Gelände für den rheinischen Braunkohletagebau Hambach gebraucht werden soll.

+++ 13.57 Uhr: Paritätische Finanzierung der Krankenkassen ab 2019 +++

Mehr Geld für Kliniken, mehr Landärzte und eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassen bereits ab 2019 - darauf haben sich SPD und Union bei  Gesundheit und Pflege geeinigt. Das geht aus dem achtseitigen Papier der entsprechenden Koalitionsarbeitsgruppe hervor. Außerdem soll Außenwerbung für Zigaretten verboten werden.

Die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen soll bereits zum 1. Januar 2019 kommen. Schon bei ihren Sondierungen hatten sich beide Seiten darauf verständigt, dass die Beiträge wieder zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bezahlt werden sollen. 

+++ 13.54 Uhr: Tattoo als Dauerkarte: Kuriose Werbeaktion von Hertha BSC +++

Hertha BSC will seine Fans mit einer kuriosen Werbeaktion zu einem dauerhaften Treuebekenntnis bewegen. Wenn sich ein Anhänger die blau-weiße Fahne, die Stadtgrenzen von Berlin und die Silhouette des Olympiastadions auf den Arm tätowieren lässt, erhält dieser lebenslang freien Eintritt zu allen Bundesligaspielen der Hertha. Das teilte der Club am Donnerstagabend mit. Die Anhänger können sich bis zum 8. Februar bewerben, um vom Verein ausgewählt zu werden. Danach wird auch ein so genannter QR-Code tätowiert - dieser gilt anschließend als Dauerkarte. Bis Freitagmittag erhielt die Hertha 300 Bewerbungen via E-Mail.

+++ 13.08 Uhr: Uni-Klinik verteidigt Schadstoff-Studie als wissenschaftlich korrekt +++

Das Universitätsklinikum Aachen hat seine kritisierten Stickstoffdioxid-Tests an Menschen als wissenschaftlich korrekte Studie für die Arbeitsmedizin verteidigt. Die Lobbyorganisation von Autobauern EUGT habe die experimentellen Untersuchungen mit Arbeitsstoffbelastung zwar gefördert, aber keine Bedingungen daran geknüpft, teilte das Universitätsklinikum mit. Die Forscher hätten wissenschaftlich sauber, "höchstwertig" und korrekt gehandelt, sagte der zuständige Institutsleiter Professor Thomas Kraus. 

+++ 13.00 Uhr: Vorbestrafter Sexualstraftäter soll 13-Jährige vergewaltigt haben +++

Ein 18 Jahre alter vorbestrafter Sexualstraftäter soll in Esslingen eine 13-Jährige vergewaltigt haben. Der junge Mann soll sich am Montag in seiner Wohnung an dem Mädchen vergangen haben, teilten Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Polizei in Reutlingen mit. Dort habe die 13-Jährige den Verdächtigen nach kurzer Bekanntschaft besucht. Das Mädchen habe angegeben, dass der afghanische Asylbewerber gegen seinen Willen Geschlechtsverkehr mit ihm gehabt habe. Der Mann bestreitet die Tat. Er kam in Untersuchungshaft.

+++ 12.30 Uhr: Zwei Tote und vier Verletzte bei Frontalzusammenstoß  +++

Bei einem Frontalzusammenstoß von zwei Autos in Neustadt am Rübenberge bei Hannover sind zwei Erwachsene getötet und vier Menschen verletzt worden, darunter ein Kind. "Die beiden Wagen sind bei einem Überholmanöver frontal zusammengeprallt", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Zwei Rettungshubschrauber und vier Rettungswagen brachten die Verletzten in eine Klinik. Für zwei Erwachsene kam aber jede Hilfe zu spät. Zum Alter der Unfallopfer konnten zunächst keine Angaben gemacht werden.

+++ 12.29 Uhr: Zahl der Apotheken auf tiefsten Stand seit 1987 gesunken +++

Die Zahl der Apotheken in Deutschland geht weiter zurück. Ende 2017 sank die Zahl auf bundesweit 19.748 Apotheken, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang um 275 Apotheken. Nach einem Minus von 226 Apotheken 2016 und einer Abnahme um 192 im Jahr 2015 habe sich der Rückgang damit "weiter beschleunigt", erklärte die Abda.

Die aktuelle Zahl markiert demnach den tiefsten Stand seit 30 Jahren - 1987 gab es in Ost- und Westdeutschland zusammen mit 19.637 letztmalig noch weniger Apotheken. 

+++ 12.08 Uhr: BVB-Prozess: Angeklagter bietet Schmerzensgeldzahlung an +++

Der mutmaßliche BVB-Attentäter Sergej W. hat den beiden Verletzten des Sprengstoffanschlags vom 11. April 2017 Schmerzensgeldzahlungen angeboten. Am sechsten Verhandlungstag im Prozess vor dem Dortmunder Schwurgericht erklärte Verteidiger Carl Heydenreich: "Wir bieten dem Spieler Marc Bartra und dem verletzten Polizeibeamten einen Täter-Opfer-Ausgleich an." Das sei mit der Familie von Sergej W. besprochen worden.

Ein Täter-Opfer-Ausgleich wird bei der Urteilsfindung in der Regel strafmildernd gewertet. Sergej W. hat zugegeben, den Anschlag am 11. April 2017 verübt zu haben. Er habe aber niemanden töten oder schwer verletzen wollen.

+++ 11.31 Uhr: Flüchtlingsboot vor Libyen gekentert - 90 Tote befürchtet +++

Vor der Küste Libyens ist nach Informationen der Organisation für Migration (IOM)  ein Boot mit mehr als 90 Flüchtlingen und Migranten an Bord gekentert. Zwei Menschen hätten an Land schwimmen können, einer sei von Fischern gerettet worden, berichtete IOM-Sprecherin Olivia Headon aus Tunis. Die Organisation fürchte, dass rund 90 Menschen ertrunken sein könnten.

+++ 11.20 Uhr: Mehr als 200 verwahrloste Hunde in Tschechien befreit +++

Die Behörden in Tschechien haben mehr als 200 völlig verwahrloste Hunde aus dem Haus einer Züchterin befreit. Die Tiere, darunter viele Chihuahuas, seien in dem älteren Einfamilienhaus in der Stadt Kamenice nad Lipou in Käfigen gehalten worden, berichtete der öffentlich-rechtliche tschechische Rundfunk. Die Hunde seien auf Tierheime im ganzen Land verteilt worden

+++ 11.00 Fünf Tote bei Absturz von zwei Militärhubschraubern in Südfrankreich +++

Beim Absturz von zwei Militärhubschraubern in Südfrankreich sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Die beiden Helikopter waren am See von Carcès rund 50 Kilometer nordwestlich von Saint-Tropez aus zunächst ungeklärter Ursache zusammengestoßen, wie die französische Polizei mitteilte. An Bord seien insgesamt fünf Besatzungsmitglieder gewesen, sagte ein Vertreter der Gendarmerie in Brignoles. Alle seien tot.

+++ 10.34 Uhr: Bundespolizei klagt über immer mehr Wildpinkler an Münchner Bahnhöfen +++

Eine steigende Zahl von Wildpinklern an Münchner Bahnhöfen hat die zuständige Bundespolizei beklagt. "Dass bei und an Einsatzfahrzeugen vor der Wache der Bundespolizei an der Arnulfstraße uriniert wird, daran haben sich die Beamten mittlerweile fast zwangsläufig gewöhnen müssen", erklärten die Ordnungshüter. "Doch in letzter Zeit häuft sich das 'Bieseln' im Haupt- und auch Ostbahnhof - meist unter Alkoholeinfluss", fügten sie hinzu.

+++ 10.20 Uhr: Bundesrat will der NPD Staatsgeld entziehen +++

Die Bundesländer wollen einen Ausschluss der rechtsextremistischen NPD von der staatlichen Parteienfinanzierung erreichen. Sie beschlossen im Bundesrat in Berlin einstimmig, einen entsprechenden Antrag beim Bundesverfassungsgericht zu stellen.

Das Gericht hatte die NPD als verfassungsfeindlich eingestuft, aber einen Verbotsantrag des Bundesrats abgewiesen, weil die NPD derzeit zu unbedeutend erscheint. Die Richter hatten aber auf die Möglichkeit hingewiesen, die staatliche Parteienfinanzierung zu ändern. Der Bundestag beschloss daraufhin 2017 eine Änderung des Grundgesetzes.

Hans-Ulrich Jörges' "Klartext": AfD und NPD: die rechten Schwestern

+++ 10.11 Uhr: Flüchtiger Autofahrer rammt in Baden-Württemberg Streifenwagen +++

Ein flüchtender Autofahrer hat in Baden-Württemberg einen Streifenwagen gerammt und zwei Polizisten verletzt. Die beiden 20 und 24 Jahre alten Beamten seien vorerst dienstunfähig, teilte die Polizei in Aalen mit. Der 30-jährige Mann und eine bislang unbekannte Begleiterin hatten zuvor in Aalen andere Autofahrer beleidigt und einen Wagen beschädigt. Bei der anschließenden Verfolgung bremste der Mann die Polizisten mehrfach aus und versuchten, den Streifenwagen von der Straße zu drängen. Als der Fluchtwagen wegen dreier platter Reifen stoppte, stellten die Beamten ihren Wagen quer und stiegen aus. Plötzlich beschleunigte der 30-Jährige sein Fahrzeug, rammte das Polizeiauto und flüchtete zu Fuß. Die Beamten konnten den Mann, der heftigen Widerstand leistete, überwältigen.

+++ 09.15 Uhr: Lebenslange Haft für Dreifachmörder +++

Für die Morde an zwei Polizisten und seiner Großmutter in Ostbrandenburg ist ein 25-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Diese Strafe verhängte das Landgericht Frankfurt (Oder). Der Deutsche hatte im Februar 2017 zuerst seine 79-jährige Großmutter im gemeinsamen Wohnhaus in Müllrose erstochen und danach auf der Flucht vor der Polizei die beiden Beamten an einer Bundesstraße mit überhöhter Geschwindigkeit totgefahren. Die beiden Männer sollten das Fluchtauto mit einem Nagelbrett stoppen. Sie starben sofort nach dem Aufprall.

+++ 06.55 Uhr: Französischer Schiedsrichter nach Tritt gegen Spieler gesperrt +++

Der französische Schiedsrichter Tony Chapron ist nach seinem Tritt gegen einen Spieler für drei Monate gesperrt worden. Das teilte der Französische Fußball-Verband FFF mit. Der 45 Jahre alte Chapron hatte in der Partie zwischen dem FC Nantes und Paris Saint-Germain am 14. Januar Nantes-Akteur Diego Carlos im Fallen einen Tritt versetzt und anschließend diesen mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Der FFF suspendierte Chapron zunächst und sprach nun nach gut zweistündiger Anhörung drei Monate Sperre und drei weitere Monate auf Bewährung aus. 

+++ 05.25 Uhr: Hunderte Arbeiter aus südafrikanischer Goldmine zurück an der Erdoberfläche +++

Nach dem Stromausfall in einer Goldmine in Südafrika sind hunderte der unter Tage eingeschlossenen Arbeiter wieder an die Erdoberfläche zurückgekehrt. Die Stromversorgung sei wieder hergestellt worden, daraufhin hätten die Aufzüge wieder funktioniert, teilte ein Sprecher des Bergbauunternehmens Sibanye Gold mit. Insgesamt waren 955 Bergleute seit Mittwochabend unter Tage eingeschlossen. In der Nacht zum Donnerstag war ein Sturm über das Gebiet gezogen, in dem sich die Mine befindet. Der Sturm hatte zwei Stromleitungen in Mitleidenschaft gezogen und zu einem kompletten Stromausfall in der Mine geführt.

+++ 05.22 Uhr: Lieferwagen fährt in Shanghai in Passanten - mindestens 18 Verletzte +++ 

Ein Lieferwagen mit Gasflaschen ist in Shanghai laut Augenzeugen brennend und mit hoher Geschwindigkeit in Passanten gefahren und hat mindestens 18 Menschen verletzt. Drei wurden schwer verletzt, berichtete die Stadtregierung. Nach Polizeiangaben handelte es sich um einen Unfall. Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge habe der Fahrer geraucht, obwohl er "gefährliche Substanzen" transportiert habe. Diese hätten Feuer gefangen, woraufhin der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren habe.

+++ 04.04 Uhr: SPD rutscht auf Rekordtief ab +++ 

Kurz vor Ende der Verhandlungen über eine erneute große Koalition ist die SPD im neuen ARD-"Deutschlandtrend" auf 18 Prozent gefallen - den schlechtesten hier jemals gemessenen Wert. In der Partei fürchten gerade die Jusos einen beschleunigten Absturz und Profilverlust, wenn man zum dritten Mal seit 2005 CDU-Chefin Angela Merkel zur Kanzlerin wählen sollte. 

+++ 03.58 Uhr: Flugzeug-Suche nach vermisster Fähre im Pazifik eingestellt +++

Zwei Wochen nach dem Verschwinden einer vollbesetzten Fähre im Pazifik ist die Suche aus der Luft nach Überlebenden eingestellt worden. Dies teilten die neuseeländischen Behörden mit. Vermutet wird, dass die "Butiraoi" mit mindestens 88 Menschen an Bord untergegangen ist. Bei der "Butiraoi" handelt es sich um einen Katamaran, der bereits am 18. Januar auf der 2000-Leute-Insel Nonouti ausgelaufen war. 

+++ 03.04 Uhr: Hamburg will nach G20-Foto-Fahndung aufs Ausland ausweiten +++

Die umstrittene Öffentlichkeitsfahndung nach Randalierern und Plünderern beim G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg soll deutlich ausgeweitet werden. "Wir arbeiten derzeit daran, mit entsprechendem Bildmaterial auch im europäischen Ausland öffentlich zu fahnden", sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) dem "Hamburger Abendblatt" (Freitag). Mit der Aktion betrete man "Neuland". Die Fahndungsbilder sollen etwa in Spanien und Italien verbreitet werden. Die am 18. Dezember gestartete Öffentlichkeitsfahndung in Deutschland verlaufe erfolgreich, sagte Grote. 

+++ 00.59 Uhr: Schüsse an Schule in Los Angeles: Polizei nimmt 12-Jährige fest +++

Nach Schüssen an einer Schule in Los Angeles hat die Polizei ein 12-Jähriges Mädchen festgenommen. Zwei Schüler im Alter von 15 Jahren seien in einem Klassenzimmer der Mittelschule von den Schüssen getroffen worden, berichtete die Polizei. Ein Junge sei am Kopf verletzt und befinde sich in kritischem aber stabilen Zustand, ein Mädchen wurde weniger schwer am Handgelenk getroffen. 

+++ 00.27 Uhr: Mögliche neue große Koalition will Manager-Boni offenbar nicht antasten +++

Auch nach der jüngsten Aufregung um die Milliarden-Boni-Zahlungen der Deutschen Bank will eine mögliche neue große Koalition offenbar nicht gegen unangemessene Vorstandsgehälter und Pensionen vorgehen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtete, weigerte sich die Union, einen entsprechenden Vorschlag der SPD in den Entwurf des Koalitionsvertrages aufzunehmen. Er sei daraufhin aus dem Entwurf des Koalitionsvertrages gestrichen worden. Die SPD habe vorgeschlagen, dass Aktiengesellschaften besonders hohe Vergütungen nicht mehr gewinnbringend von der Steuer absetzen dürften. 

+++ 00.16 Uhr: Mehrere Schwerverletzte bei Massenschlägereien unter Migranten in Calais +++

Bei Massenschlägereien unter Migranten in der französischen Stadt Calais sind mehrere Menschen schwer verletzt worden. Fünf Flüchtlinge hätten lebensbedrohliche Schusswunden erlitten, 18 weitere seien durch Schläge mit Eisenstangen verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zu den ersten gewaltsamen Zusammenstößen kam es nach Polizeiangaben am Nachmittag: Rund hundert Migranten aus Eritrea und rund 30 Afghanen gingen bei der Essensausgabe aufeinander los, nachdem ein Afghane Schüsse abgefeuert hatte. In Calais halten sich nach Schätzung von Hilfsorganisationen derzeit rund 800 Migranten auf, die örtlichen Behörden sprechen von bis zu 600 Flüchtlingen. 

12-jähriger Flüchtling in Istanbul: Muhammed putzt Schuhe in den Straßen, dann macht jemand dieses Foto
pg/fs / AFP / DPA