HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Tote und Vermisste bei Fluchttragödie im Mittelmeer

Nasa-Astronaut John Young gestorben +++ Schnee in Saudi-Arabien +++ Vierter Plötzensee-Ausbrecher festgenommen +++ Union will antisemitische Zuwanderer ausweisen +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Flüchtling Libyen

Einsatz der deutschen Sea-Watch vor Libyen im November 2017

Die Meldungen im Kurz-Überblick:

  • Tote und Vermisste bei Flüchtlingsdrama im Mittelmeer (18.11 Uhr)
  • Zweites deutsches Lawinen-Opfer in Tirol geborgen (12.32 Uhr)
  • Vierter Plötzensee-Ausbrecher festgenommen (11.08 Uhr)
  • Union will antisemitische Zuwanderer ausweisen (1.34 Uhr)
  • Ex-Bundestagspräsident Philipp Jenninger gestorben (0.00 Uhr)

+++ 20.15 Uhr: Nasa-Astronaut John Young mit 87 Jahren gestorben +++

US-Astronaut John Young, der als erster Mensch sechs Raumflüge absolvierte, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Wie die US-Weltraumbehörde Nasa mitteilte, starb er am Vortag an den Folgen einer Lungenentzündung. Die Nasa und die Welt hätten einen der frühen Raumfahrt-Pioniere verloren, teilte Verwalter Robert Lightfoot mit. Nach sechs Flügen ins Weltall und über vier Jahrzehnten im Dienst der Nasa war Young im Jahr 2004 in den Ruhestand gegangen. Er hatte als einziger US-Astronaut an allen drei Weltraumprogrammen der Nasa - Gemini, Apollo und Spaceshuttle - teilgenommen. Als Kommandant von "Apollo 16" verbrachte Young im April 1972 drei Nächte auf der Mondoberfläche. "Der Mond ist ein netter Platz", beschrieb der Astronaut damals lakonisch seinen Aufenthalt.

+++ 19.47 Uhr: Touristin rutscht auf slowakischem Berghang aus und stirbt +++

Zu Fuß ist eine Skifahrerin in der Slowakei auf einem vereisten Berghang ausgerutscht und in den Tod gestürzt. Das berichtete eine Sprecherin des Rettungshubschrauber-Dienstes Air Transport Europe der Nachrichtenagentur TASR. Die 30-Jährige sei auf dem Steilhang mehrere Meter in die Tiefe geschlittert und gegen den Mast eines Skilifts geschleudert worden. Trotz rasche Wiederbelebungsversuche durch freiwillige Helfer und eine per Rettungshubschrauber eingeflogene Notärztin sei die Frau noch am Skihang gestorben. Die junge Mutter war demnach mit ihrem Mann und ihren Kindern auf Skiausflug im Gebirgsteil Belianske Tatry (Beler Kalkalpen) am Nordostrand der slowakischen Hohen Tatra. Sie hatte gerade ihre Skier abgelegt, als sie stürzte.

+++ 18.34 Uhr: Saudi-Araber im Nordwesten des Landes freuen sich über Schnee +++

Saudi-Araber im Nordwesten des Wüstenlandes können sich über den ersten Schnee dieses Winters freuen. Bilder in sozialen Medien zeigten eine dünne Schneeschicht auf Hängen und Straßen des Berges Dschabal al Laus im Gebiet westlich der Stadt Tabuk, wie der von finanzierte TV-Kanal al Arabija meldete. Auf dem mehr als 2500 Meter hohen Berg können die Temperaturen im Winter unter den Gefrierpunkt fallen, so dass dort immer wieder Schnee fällt. Allerdings hält das Vergnügen, das auch Schaulustige anlockt, meist nur kurz an.

+++ 18.24 Uhr: 26-Jährige beim Gassigehen von Auto erfasst und tödlich verletzt +++

Eine 26 Jahre alte Fußgängerin ist bei Hettstadt in von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden. Die junge Frau war mit ihrem Hund an der Straße unterwegs. Ersten Ermittlungen zufolge war der 30-jährige Fahrer des Wagens von der Straße abgekommen, wie die Polizei mitteilte. Der Grund war zunächst unklar. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

+++ 18.11 Uhr: Tote und Vermisste bei Flüchtlingsdrama im Mittelmeer +++

Bei der ersten Flüchtlingstragödie des neuen Jahres im sind vor der libyschen Küste mindestens acht Menschen ums Leben gekommen, Dutzende weitere wurden vermisst. 84 Migranten konnten nach Angaben der italienischen Küstenwache gerettet werden. Die Migranten waren in einem Schlauchboot unterwegs und wurden am Morgen gesichtet, wie die Küstenwache mitteilte. An der Rettungsaktion sei auch die italienische Marine beteiligt gewesen. Die Seenotretter der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch twitterten, bei dem Unglück seien vermutlich mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Ein Boot sei unterwegs zum Unglücksort. 


+++ 16.01 Uhr: Judenretterin Elza Brandeisz mit 110 Jahren gestorben +++

Die Ungarin Elza Brandeisz, die in der Zeit des Nationalsozialismus mehreren Juden das Leben gerettet hatte, ist im Alter von 110 Jahren in ihrer westungarischen Heimatstadt Sopron gestorben. Dies berichtete das lokale Portal "kisalfold.hu". Brandeisz wird seit 1995 von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als "Gerechte unter den Völkern" geehrt. Unter anderen rettete sie den späteren US-Milliardär und Philanthropen George Soros vor dem Holocaust. Den damals 13-Jährigen und seine Mutter versteckte sie in ihrem Sommerhaus am Plattensee.

+++ 14.21 Uhr: Kerber und Zverev verlieren Hopman-Cup-Finale +++

Das deutsche Tennis-Team hat den erstmaligen Gewinn des Hopman Cups seit 23 Jahren verpasst. Angelique und Alexander Zverev unterlagen im Finale der inoffiziellen Mixed-WM in Perth im entscheidenden Mixed gegen die Schweizer Belinda Bencic und Roger Federer am Samstag mit 3:4 (3:5), 2:4. Damit setzte sich das Schweizer Duo im Endspiel in Australien mit 2:1 Siegen durch und gewann den Wettbewerb bei der vierten Endspielteilnahme bereits zum dritten Mal.

+++ 14.12 Uhr: Weber bedauert Äußerung "Finale Lösung der Flüchtlingsfrage" +++

CSU-Vize Manfred Weber bedauert seine Äußerung über eine "finale Lösung der Flüchtlingsfrage". "Ich bedauere meine missglückte Wortwahl gestern", teilte Weber am Samstag über den Kurzbotschaftendienst mit. Wer ihm dabei allerdings "irgendwelche Assoziationen" unterstelle, sei "unredlich". Das Zitat hatte empörte Reaktionen in den sozialen Netzwerken aus gelöst. Kritiker warfen Weber vor, seine Formulierung erinnere an die von den Nationalsozialisten propagierte "Endlösung der Judenfrage".


+++ 13.58 Uhr: Ägypten - Vier Festnahmen nach Unglück mit Heißluftballon +++

Nach der missglückten Notlandung eines Heißluftballons in Ägypten mit einem Toten sind vier Menschen in Untersuchungshaft genommen worden. Unter ihnen sei der Pilot des verunglückten Ballons, hieß es am Samstag aus Justizkreisen. Festgenommen wurden demnach auch zwei Mitarbeiter der Betreiberfirma sowie der Leiter des Ballonflugplatzes in der Stadt Luxor. In dem bei Touristen sehr beliebten Ort war am Freitag ein Heißluftballon mit 20 Urlaubern an Bord von starkem Wind überrascht und zu einer Notlandung gezwungen worden. Dabei prallte er auf den Boden. Ein 34 Jahre alter Mann aus Südafrika kam ums Leben, 15 weitere Menschen wurden verletzt, die meisten von ihnen Touristen. 

+++ 13.40 Uhr: Lindner will notfalls gegen den Soli klagen +++

FDP-Chef Christian Lindner hat auf dem traditionellen Dreikönigstreffen seiner Partei in Stuttgart den Ausstieg aus den "Jamaika"-Sondierungen verteidigt. "Wir haben aus staatspolitischer Verantwortung die Oppositionsrolle gewählt", sagte Lindner. Was den Solidaritätszuschlag angeht - eines der Hauptanliegen der FDP auch während der "Jamaika"-Verhandlungen - werde man notfalls vor dem Bundesverfassungsgericht klagen. Es gebe die Zusage, dass diese zweckgebundene Steuer abgeschafft werde, wenn der eigentliche Zweck entfalle. Das sei in den nächsten Jahren soweit.

+++ 13.40 Uhr: Fast 1000 Boko-Haram-Kämpfer ergeben sich in Nigeria +++

Knapp 1000 Kämpfer der islamistischen Terrororganisation Boko Haram haben sich den nigerianischen Streitkräften zufolge ergeben. Nach Einsätzen gegen die sunnitischen Fundamentalisten im nordöstlichen Bundesstaat Borno hätten sich rund 700 Kämpfer in der Region Monguno, 250 weitere im Gebiet des Tschadsees der Armee gestellt, erklärte Militärsprecher Onyema Nwachukwu. Es gab zunächst allerdings keine unabhängige Bestätigung für die Angaben des Militärs. Auch der Zeitraum, in dem sich die Kämpfer gestellt haben, ist noch unklar.

+++ 13.36 Uhr: Saudische Prinzen nach Protest festgenommen +++

Wegen eines Protests gegen Sparmaßnahmen haben Sicherheitskräfte in Saudi-Arabien einem Medienbericht zufolge elf Prinzen festgenommen. Sie hätten vor dem historischen Regierungspalast in der Hauptstadt Riad dagegen demonstriert, dass die Regierung die Strom- und Wasserrechnungen von Angehörigen der Königsfamilie nicht mehr bezahle, meldete die saudische Nachrichtenseite Sabq. Die Festgenommenen sollten vor Gericht gestellt werden, hieß es. Saudi-Arabien hatte zum Jahresanfang im Zuge von Wirtschaftsreformen unter anderem eine Mehrwertsteuer eingeführt.

+++ 13.19 Uhr: Russisches Gericht bestätigt Ausschluss Nawalnys +++

Russlands Oberstes Gericht hat den Ausschluss des Oppositionellen Alexej Nawalny von der Präsidentenwahl bestätigt. Das Gericht lehnte eine Berufung Nawalnys am Samstag in Moskau ab, wie die Agentur Tass berichtete. "Damit tritt die Entscheidung in Kraft, aber wir werden sie beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anfechten", sagte demnach Iwan Schdanow aus Nawalnys Team. Zudem wolle sich Nawalny auch an das Verfassungsgericht wenden, sagte Schdanow der Agentur Interfax. Die Aussichten auf Erfolg bezeichnete er aber als miserabel. 

+++ 12.32 Uhr: Zweites deutsches Lawinen-Opfer in Tirol geborgen +++

Nach dem Lawinenabgang in den Tiroler Alpen ist ein zweiter Skifahrer aus Bayern tot unter den Schneemassen gefunden worden. Am Morgen bargen Bergretter den 26-Jährigen, wie Polizei-Einsatzleiter Franz Riepler der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Der Notarzt konnte nurmehr seinen Tod feststellen." Der Mann kam demnach am Freitag zusammen mit einem 25-jährigen Freund nahe Kals auf dem Großglockner in Osttirol ums Leben. Als die beiden Bayern zur Mittagszeit abseits der Piste unterwegs waren, löste sich auf einem steilen Hang ein etwa 100 Meter breites und 400 Meter langes Schneebrett und verschüttete die Skifahrer.


+++ 11.08 Uhr: Vierter Ausbrecher aus Plötzensee festgenommen +++

Nach dem Ausbruch von vier Strafgefangenen aus dem Berliner Gefängnis Plötzensee ist der letzte des Quartetts festgenommen worden. Er wurde in der Nacht zum Samstag gestellt, teilte die Justizverwaltung mit. Die drei anderen hatten sich bereits selbst gestellt. Die Vierer-Gruppe war am 28. Dezember aus dem geschlossenen Vollzug ausgebrochen. Damit sind noch zwei von fünf Männern, die aber aus dem offenen Vollzug der Haftanstalt entwichen, auf der Flucht. Insgesamt waren neun Gefangene zwischen den Jahren aus dem Gefängnis verschwunden.  

+++ 6.52 Uhr: Fünf abgetrennte Köpfe auf abgestelltem Taxi in Mexiko +++

Grausiger Fund in Mexiko: Auf der Motorhaube eines abgestellten Taxis sind fünf abgetrennte Köpfe entdeckt worden. Wie die Behörden mitteilten, wurden die Köpfe am Vorabend in der Stadt Tlacotlalpan im Bundesstaat Veracruz gefunden. Beigefügt war auch eine Drohbotschaft des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación, wie aus dem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Polizeibericht hervorgeht. Die mächtige Drogenbande ist in der Gegend in einen erbitterten Kampf mit dem Kartell Los Zetas verwickelt, wie aus Kreisen der Strafverfolgungsbehörden verlautete. Die Kartelle kämpfen demnach um die Kontrolle im lukrativen Geschäft des Treibstoff-Diebstahls in dem Gebiet. Die staatliche Ölgesellschaft Pemex kostete der Diebstahl seit 2010 nach eigenen Angaben 2,4 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro).

+++ 6.20 Uhr: Rhein-Hochwasser: Pegelstände legen zu +++

Die Pegelstände des Rheins sind in Nordrhein-Westfalen weiter geklettert. In Köln lag die Marke am frühen Morgen bei rund 7,80 Metern, wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mitteilte. Experten rechneten für Sonntag mit 8,30 bis 8,80 Metern in der Rheinmetropole. Das würde das vorläufige Aus für den Schiffsverkehr bedeuten. Die kritische Marke dafür liegt bei 8,30 Metern, dann darf kein Schiff mehr fahren. Auch in Düsseldorf stieg der Pegelstand in der Nacht auf 7,25 Meter. Die Stadt ergriff weitere Maßnahmen zum Schutz der Altstadt. Auch die Lage entlang der Donau in Ostbayern ist weiterhin kritisch. Der Dauerregen der letzten Tage lässt allerdings nach. Hoch "Adam" sorgt zumindest zeitweise für eine Entspannung.

+++ 5.59 Uhr: Nordkorea "wahrscheinlich" bei Olympia in Südkorea dabei +++

Nordkorea wird nach Angaben seines Vertreters beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) "wahrscheinlich" an den Olympischen Winterspielen in Südkorea teilnehmen. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Pjöngjangs IOC-Vertreter Chang Ung äußerte sich demnach bei einem Zwischenstopp am Flughafen von Peking.

+++ 5.35 Uhr: Noah Becker nach rassistischem AfD-Tweet gelassen +++


+++ 4.59 Uhr: Twitter will Konten von ranghohen Politikern nicht sperren +++

Der Kurzbotschaftendienst Twitter hat angekündigt, die Nutzerkonten von ranghohen Politikern auch bei umstrittenen Beiträgen nicht zu sperren. "Twitter gibt es, um der weltweiten öffentlichen Debatte zu dienen und diese zu befördern", teilte das Unternehmen am Freitag in einem Blog-Eintrag mit. Gewählte politische Führer spielten dabei eine wichtige Rolle. "Einen politischen Führer von Weltrang bei Twitter zu sperren oder dessen Beiträge zu löschen, würde wichtige Informationen zurückhalten, welche die Menschen sehen und über die sie diskutieren sollten", hieß es. Auch würde eine Sperre die betreffenden Politiker nicht zum Schweigen bringen, dagegen aber die "notwendige Diskussion" beeinträchtigen. Die Erklärung von Twitter erfolgte wenige Tage nach einem umstrittenen Tweet von US-Präsident Donald Trump, in dem er auf den Einsatz von US-Atomwaffen anspielte. Dies löste Kritik an dem Kurzbotschaftendienst aus, wonach dieser Gewaltandrohungen zulasse. Twitter hatte zuletzt neue Regeln aufgestellt, die darauf abzielen, "Hassbotschaften" herauszufiltern, darunter auch solche, die zu Gewalt aufrufen oder diese verherrlichen.


+++ 4.34 Uhr: Zwei Passagiermaschinen auf Flughafen in Toronto kollidiert +++

Auf dem Flughafen Pearson International im kanadischen Toronto sind zwei Flugzeuge am Boden kollidiert. Das Flugzeugheck einer der beiden Maschinen geriet in Brand, wie auf Fotos in sozialen Netzwerken zu sehen war. Opfer gab es keine. Die beiden Airlines der betroffenen Maschinen, WestJet und Sunwing bestätigten den Vorfall. Wie WestJet im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte, wurde die Maschine mit 168 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord von einer Sunwing-Maschine gerammt, als diese vom Gate zurücksetzte. Die WestJet-Gäste seien über Notrutschen aus der Maschine befördert worden. Sunwing bestätigte den Vorfall über Facebook. An Bord waren demnach zum Unglückszeitpunkt weder Besatzungsmitglieder noch Passagiere. Es ist bereits der zweite derartige Zwischenfall an dem Flughafen innerhalb weniger Monate. Anfang August waren ein kanadischer und ein polnischer Passagierjet am Boden an den Tragflächen kollidiert. Es entstand erheblicher Sachschaden, Opfer gab es aber keine.

+++ 1.47 Uhr: NSA-Chef Rogers kündigt Rückzug an +++

Der Chef des US-Geheimdienstes NSA, Mike Rogers, will in den kommenden Monaten seinen Posten räumen und in Rente gehen. Wie US-Geheimdienstkreise bestätigen, kündigte Rogers seinen Rückzug in einem NSA-internen Rundschreiben an. Der 58-Jährige will demnach im Frühling abtreten. Noch in diesem Monat werde US-Präsident Donald Trump einen Nachfolger benennen, hieß es. Rogers war im April 2014 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama als NSA-Chef benannt worden. Seine vierjährige Amtszeit war unter anderem von Informationslecks geprägt. Einige der streng geheimen Informationen sollen in die Hände der Russen gelangt sein. Rogers war einer von vier Geheimdienstchefs, die Trump Anfang Januar vergangenen Jahres einen belastenden Bericht zur mutmaßlichen Einmischung Russlands in den US-Präsidentschaftswahlkampf zugunsten Trumps vorgelegt hatten. Er ist der einzige, der seinen Posten unter Trump behielt.

+++ 1.34 Uhr: Union für Ausweisung antisemitischer Zuwanderer +++

CDU und CSU wollen künftig Migranten ausweisen, die zu antisemitischem Hass aufrufen. "Wer jüdisches Leben in Deutschland ablehnt oder das Existenzrecht Israels infrage stellt, kann keinen Platz in unserem Land haben", heißt es in einem Antragsentwurf der Unions-Bundestagsfraktion, der der Zeitung "Die Welt" vorliegt und der vor dem Holocaust-Gedenktag am 27. Januar in den Bundestag eingebracht werden soll. Der Bundestag soll dem Entwurf zufolge die Bundesregierung auffordern, gegenüber den Ländern darauf hinzuwirken, dass die Möglichkeiten des Aufenthaltsgesetzes konsequent genutzt würden, um antisemitische Ausländer des Landes zu verweisen. Unions-Fraktionsvize Stephan Harbarth sagte der Zeitung: "Wir müssen auch dem Antisemitismus von Migranten mit arabischem Hintergrund und aus den afrikanischen Ländern entschieden entgegentreten." 

+++ 0.53 Uhr: Lkw und Kleinbus prallen in Guinea-Bissau aufeinander: 18 Tote +++

Im westafrikanischen Guinea-Bissau sind beim Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem Kleinbus 18 Menschen ums Leben gekommen. 14 weitere seien bei dem Unfall am Freitagabend verletzt worden, hieß es von Vertretern von Polizei und Krankenhäusern. Unter den Verletzten waren demnach zehn Schwerverletzte. Der Unfall ereignete sich auf einer Überlandstraße 24 Kilometer westlich der Hauptstadt Bissau. Ein Augenzeuge berichtete, der Lastwagen habe zwei platte Reifen gehabt und sei mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen, als der Fahrer die Kontrolle verloren habe und mit voller Wucht mit dem aus der Gegenrichtung kommenden Kleinbus zusammengeprallt sei.

+++ 0.00 Uhr: Früherer Bundestagspräsident Jenninger stirbt mit 85 Jahren +++

Der frühere Bundestagspräsident Philipp Jenninger (CDU) ist tot. Er starb nach einer Mitteilung des Bundestags bereits am Donnerstag im Alter von 85 Jahren. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) erklärte, Jenninger habe die deutsche Politik über viele Jahre in herausgehobenen Positionen maßgeblich mitbestimmt. Jenninger war enger Vertrauter von Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und zwei Jahre lang Staatsminister im Kanzleramt. Dem Bundestag gehörte von 1969 bis 1990 an, von 1984 bis 1988 war er dessen Präsident. Als solcher sorgte er mit seiner Rede in einer Feierstunde am 10. November 1988 zum Gedenken an die Opfer der anti-jüdischen Pogrome 50 Jahre zuvor für einen Eklat. Er trennte nicht deutlich genug zwischen Zitaten aus der Zeit des Nationalsozialismus und eigenen Worten. Abgeordnete von SPD, FDP und Grünen verließen aus Protest den Plenarsaal, es gab international eine Welle der Empörung. Jenninger trat am Tag darauf zurück.

dho / DPA / AFP