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News von heute Hochrechnung: Sozialdemokraten werden in Norwegen stärkste Kraft

Jonas Gahr Störe wird laut der jüngste Hochrechnung neuer Ministerpräsident in Norwegen
Jonas Gahr Störe wird laut der jüngsten Hochrechnung neuer Ministerpräsident in Norwegen
© Gorm Kallestad / AFP
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

21.19 Uhr: Scholz will als Kanzler allein SPD-Minister auswählen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will im Fall eines Wahlsiegs allein darüber entscheiden, wer aus seiner Partei ein Ministeramt übernimmt. "Ich habe mir dort, wo ich Regierungschef war, in Hamburg, bei all den Regierungsbildungen nie reinreden lassen", sagte Scholz am Montagabend bei einer Fragerunde von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten". Er habe immer gewollt, "dass da Leute reinkommen, die das, was da zu bewältigen ist, gut können. Das Prinzip würde ich gern nicht aufgeben". Scholz war gefragt worden, welche Ministerämter die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sowie SPD-Vize Kevin Kühnert nach der Bundestagswahl bekämen.

21.16 Uhr: Laut Hochrechnung sind Sozialdemokraten bei Norwegen-Wahl stärkste Kraft

Die sozialdemokratische Arbeiterpartei ist einer ersten Hochrechnung zufolge stärkste Kraft bei der Parlamentswahl in Norwegen geworden. Die Partei um ihren Vorsitzenden Jonas Gahr Støre kam demnach am Montagabend zunächst auf etwa 26 Prozent der Stimmen, die Konservativen der amtierenden Ministerpräsidentin Erna Solberg auf etwa 20 Prozent.

21.08 Uhr: Gesundheitsminister Spahn strebt politisches Amt nach der Wahl an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht noch Chancen für die Union auf den Sieg bei der Bundestagswahl und strebt ein politisches Amt an. "Ja, ich möchte ein Amt", sagte Spahn am Montag in Düsseldorf beim Ständehaustreff der "Rheinischen Post". Nur aus einem Amt heraus lasse sich gestalten. "Das ist auch das Ziel nach dem 26. September." Spahn gehört nicht zu dem achtköpfigen sogenannten Zukunftsteam, das Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) Anfang September für den Wahlkampfendspurt vorgestellt hatte.

20.23 Uhr: Konferenz sagt 1,2 Milliarden Dollar Hilfsgelder für Afghanistan zu

Auf einer internationalen Afghanistan-Konferenz haben zahlreiche Staaten Hilfsgelder von rund 1,2 Milliarden Dollar (gut eine Milliarde Euro) zugesagt - und gleichzeitig Forderungen in punkto Menschenrechte an die herrschenden Taliban gestellt. Die Summe umfasst Soforthilfe für die Not leidende Bevölkerung sowie Entwicklungshilfe und Unterstützung für Nachbarländer, die Flüchtlinge aufnehmen, wie UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths in Genf sagte. Bei der ersten Geberkonferenz seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Bewegung im August machten viele Staaten klar, dass sie ihre kurzfristige Nothilfe zwar nicht an Bedingungen knüpfen. Die weitere Zusammenarbeit mit dem Taliban-Regime werde aber von deren Umgang mit ausländischen Helfern, Frauen, Kindern und Minderheiten abhängen, hieß es.

19.31 Uhr: Bouffier für Einschränkungen für Ungeimpfte

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich dafür ausgesprochen, die Rechte von Ungeimpften einzuschränken - unter anderem bei der Lohnfortzahlung für in Quarantäne befindliche ungeimpfte Arbeitnehmer. "Klar ist: Es gibt nur eine Entschädigung, wenn es für den Betroffenen unvermeidbar war. So steht es bereits im Gesetz. Ich will das nicht überstürzen, aber dem Grundgedanken stimme ich zu", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt" (Dienstag).

17.46 Uhr: Zwölf Jahre Haft nach Überfall auf Wiener Ordensbrüder

Der Überfall auf sechs Ordensbrüder in Wien hat für einen 49-Jährigen eine langjährige Freiheitsstrafe zur Folge. Das Landgericht Wien verurteilte den Mann wegen schweren Raubes, Freiheitsentziehung und schwerer Nötigung zu zwölf Jahren Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Nach den Weihnachtsfeiertagen 2018 war der weitgehend geständige Angeklagte in eine Kirche und in Büros der Brüder eingedrungen, die im Norden Wiens ein Gymnasium betreiben. Dabei brachte er sechs Ordensmänner zwischen 58 und 81 Jahren in seine Gewalt, beraubte sie und verletzte sie schwer. Einer von ihnen schwebte einige Monate in Lebensgefahr. Als Motiv gab er Hass auf die Kirche an.

17.44 Uhr: Mehrere leichte Erdbeben auf der Schwäbischen Alb

Mehrere leichte Erdbeben haben Teile der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg erschüttert. Die Epizentren der vier Beben mit Stärken zwischen 0,9 und 3,3 lagen nördlich von Albstadt, wie der Erdbebendienst Südwest mitteilte. Bei den Experten seien rund 1000 Meldungen aus dem Zollernalbkreis eingegangen. Schäden waren der Polizei zufolge zunächst nicht bekannt. In der Region bebt die Erde immer wieder. Ein Erdbeben dieser Stärke hatte es bei Albstadt zuletzt Ende Januar gegeben. 

17.38 Uhr: Papst Franziskus verurteilt auf Slowakei-Reise Antisemitismus und Gewalt 

Papst Franziskus hat auf seiner Slowakei-Reise Antisemitismus und Gewalt verurteilt. "Wir sind, ich betonte es, vereint in der Verurteilung jeglicher Gewalt, jeder Form des Antisemitismus und im Einsatz dafür, dass das Bild Gottes im menschlichen Geschöpf nicht geschändet wird", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einem Treffen mit der jüdischen Gemeinde in der Hauptstadt Bratislava. Der 84-Jährige traf die Glaubensvertreter im Zentrum der Stadt. Dort stand einst eine Synagoge, die den Zweiten Weltkrieg überstand und später von den Kommunisten abgerissen wurde. Heute erinnert dort ein Mahnmal an den Holocaust.

17.18 Uhr: Drohnenangriff auf Gefängnis in Ecuador

Mutmaßliche Bandenmitglieder haben ein Gefängnis nahe der ecuadorianischen Wirtschaftsmetropole Guayaquil mit bewaffneten Drohnen angegriffen. "Es gab drei Explosionen, die die Dächer der Haftanstalt beschädigten", teilte die Gefängnisverwaltung des südamerikanischen Landes mit. "Der Angriff richtete sich offenbar gegen die Anführer krimineller Banden. Das ist sehr ernst. Wir befinden uns mitten in einem Krieg zwischen internationalen Kartellen." Verletzt wurde bei dem Angriff niemand.

16.50 Uhr: Vergiftete Wassermelone: Oma und Enkel in Moskau gestorben

Nach dem Verzehr einer offenbar vergifteten Wassermelone sind in Russlands Hauptstadt Moskau eine 61-jährige Frau und ihre 15 Jahre alte Enkelin gestorben. An mehreren Melonen seien Spuren eines Insektenbekämpfungsmittels festgestellt worden, teilte die russische Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor laut Agenturen mit. Das Mittel sei zur Reinigung des Supermarkts eingesetzt worden, in dem die Familie die Früchte gekauft hatte.

Neben Großmutter und Enkelin hatte auch die Mutter in der vergangenen Woche von der Melone gegessen. Alle drei wurden später mit Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus gebracht. Nur die Mutter überlebte. Es wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. Ein Mitarbeiter einer Firma für Schädlingsbekämpfung wurde festgenommen, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf die Ermittler meldete.

16.45 Uhr: Märkisches Museum soll ab 2023 saniert werden

Das Märkische Museum in Berlin soll ab 2023 für eine großangelegte Sanierung schließen. Das Haus ist einer von mehreren Standorten des Berliner Stadtmuseums – die Wiedereröffnung ist für 2025/2026 geplant, wie die Organisation mitteilte. Bis dahin soll auch das gegenüberliegende Marinehaus ausgebaut werden, dort sollen etwa Werkstätten, Studios und Proberäume unterkommen. Ursprünglich war die Sanierung bereits früher geplant. Zum Stadtmuseum gehören derzeit sechs Standorte, darunter die neue Ausstellung "Berlin Global" im Humboldt Forum. Direktor des Stadtmuseums ist der Niederländer Paul Spies.

16.38 Uhr: USA wollen schriftliche Sicherheiten von Taliban für Hilfsleistungen

Die Vereinigten Staaten haben von den in Afghanistan herrschenden Taliban schriftliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit humanitärer Hilfe gefordert. Es gehe dabei um die Rechte von Hilfsorganisationen, Frauen und Minderheiten, sagte die UN-Botschafterin Washingtons, Linda Thomas-Greenfield, in Genf bei einer Geberkonferenz für Afghanistan. "Worte reichen nicht. Wir müssen Taten sehen", sagte sie.

16.25 Uhr: Shanghai bereitet sich auf Taifun "Chanthu" vor

In Shanghai sind zehntausende Menschen vor dem heranziehenden Taifun "Chanthu" in Sicherheit gebracht und hunderte Flüge gestrichen worden. Mindestens 28.000 Menschen mussten gefährdete Stadtbezirke der Millionenmetropole an der Ostküste Chinas verlassen, wie der Staatssender CCTV berichtete. U-Bahnen blieben in den Depots, Schulen und Kindergärten wurden geschlossen. Der tropische Wirbelsturm sollte am Montagabend auf die Küste treffen und sorgte schon vorher für acht Meter hohe Wellen. An den Flughäfen Pudong und Hongqiao wurden laut der Website Flightradar24 bis zum Nachmittag die meisten Flüge gestrichen. Der Freizeitpark Disneyland in Shanghai bleibt bis Dienstag geschlossen.

"Chanthu" hatte sich vergangene Woche ungewöhnlich schnell zwischen Guam und den Philippinen gebildet. Er zog als Super-Taifun mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 257 Stundenkilometern an den Philippinen vorbei und sorgte dort für sintflutartige Regenfälle. Auch an Taiwan zog "Chanthu" am Sonntag lediglich vorbei. Mittlerweile hat sich der Srurm zwar abgeschwächt, die Behörden in Shanghai riefen am Montag aber die zweithöchste Unwetter-Warnstufe Orange aus. Die Menschen wurden angewiesen, auf Aktivitäten im Freien zu verzichten. Im Fernsehen waren Stadtbedienstete in Regenumhängen zu sehen, die von Haus zu Haus gingen, um die Menschen vor dem Taifun zu warnen.

16.21 Uhr: Gedstrafe für Grünen-Landtagsabgeordneter aus Bayern

Der bayerische Grünen-Landtagsabgeordnete Hans Urban ist wegen Nötigung und falscher Verdächtigung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Wolfratshausen verhängte am Montag eine Strafe von 70 Tagessätze zu je 150 Euro, insgesamt 10.500 Euro. Das Gericht geht davon aus, dass der heute 43 Jahre alte Politiker und Öko-Bauer bei einem Vorfall im Oktober 2019 einen Google-Fahrer zu Unrecht beschuldigte, ihn angefahren zu haben. Außerdem soll er den 26-Jährigen daran gehindert haben, sein Grundstück in Oberbayern verlassen zu können. Der Politiker und der Fahrer hatten sich über mögliche Kameraaufnahmen für den Internetkonzern Google gestritten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Anklage hatte 100 Tagessätze zu je 150 Euro verlangt, Urbans Anwälte hatten auf Freispruch plädiert.

16.15 Uhr: Großflächiger Stromausfall legt Dresden und Umgebung lahm

Gegen 14 Uhr hat ein großflächiger Stromausfall in Dresden und Umgebung unter anderem den Verkehr lahmgelegt. Wie die "Sächsische.de" unter Berufung auf Meldungen aus den sozialen Medien berichtet, wurde der Stromausfall von dutzenden Bewohnern gemeldet. Von dem Ausfall betroffen waren unter anderem die Telefonleitungen. Straßenbahnen mussten zwischenzeitlich stehen bleiben und auch die Ampeln in der Stadt waren ohne Strom.

Grund für den Stromausfall war ein technischer Defekt im Umspannwerk Dresden Süd, wie ein Sprecher des Versorgers Sachsen-Energie gegenüber "Sachsen.de! bestätigte. Dessen Ursache ist aber noch unklar. Bei dem versuch, den Fehler zu beheben, sei es zu einem erneuten Ausfall gekommen, der das komplette Stadtgebiet erfasste. Probleme habe es zuletzt im Bereich Tolkewitz gegeben. Mittlerweile fließt der Strom wieder.

15.57 Uhr: Lidl in Frankreich wegen Suizids eines Beschäftigten angeklagt

Mehr als sechs Jahre nach dem Suizid eines Beschäftigten ist der Discounter Lidl in Frankreich wegen Totschlags angeklagt worden. Das teilte der Anwalt des Bruders und der Mutter des Verstorbenen mit. Der 33-jährige Yannick S., Techniker bei Lidl in Rousset in der Nähe von Aix-en-Provence, hatte sich Ende Mai 2015 umgebracht. Ein Berufungsgericht in Aix-en-Provence hatte Lidl Anfang 2020 bereits verurteilt, seine Obhutspflichten versäumt zu haben, und zur Zahlung von 35.000 Euro an die Witwe, von 30.000 Euro an den Sohn und von 25.000 Euro an die Mutter verpflichtet. Zur neuen Anklage erklärte das Unternehmen am Montag lediglich, es stehe der Justiz zur Verfügung und wolle ein laufendes Verfahren nicht kommentieren.

15.55 Uhr: Nach "2G"-Party in Münster: 63 Corona-Infizierte

Nach einer Clubparty unter "2G"-Bedingungen in Münster ist die Zahl der bekannten Corona-Infektionen auf 63 gestiegen. Das teilte die Stadt auf Anfrage mit. Die Krankheitsverläufe seien nach Kenntnis des Gesundheitsamtes aber bislang weiterhin mild oder liefen symptomfrei ab. 46 Infizierte kämen aus Münster. Die Gäste hatten sich bei einer Partynacht mit rund 380 Gästen angesteckt. Teilnehmen durften ausschließlich Geimpfte oder Genesene.

Nach Bekanntwerden des Ausbruchs hatte die Stadt Münster das Hygienekonzept des Clubs als vorbildlich gelobt: Nicht nur hatte der Club nur immunisierten Menschen Zutritt gewährt, auch die Lüftungsanlagen überträfen laut Wartungsfirma die Anforderungen. Das Gesundheitsamt empfahl allen Gästen der Party, einen Bürgertest vornehmen zu lassen. Bei Symptomen sollten sich die Partygäste an einen Hausarzt wenden.

15.52 Uhr: Klimaschützer blockieren Londoner Ringautobahn

Klimaschützer haben am Montag an mehreren Stellen die Londoner Ringautobahn M25 lahmgelegt. Die Gruppe "Insulate Britain" will damit erreichen, dass die Regierung mehr für die Wärmeisolierung von Häusern und Wohnungen macht. Unter anderem blockierten Demonstranten die Abfahrt zum Flughafen Heathrow westlich der britischen Hauptstadt.

Berichten der BBC zufolge waren Zehntausende Autofahrer von Verzögerungen betroffen. Mehr als 30 Menschen wurden festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Die Demonstranten seien in einer "robusten Aktion" von der Fahrbahn entfernt worden, nachdem sie entsprechende Aufforderungen ignoriert hätten, hieß es in einer Polizeimitteilung.

15.42 Uhr: Taliban widersprechen Gerüchten über Tod um Vizechef

Die militant-islamistischen Taliban haben Gerüchten widersprochen, denen zufolge Vizechef Mullah Abdul Ghani Baradar getötet worden sein soll. Entsprechende Berichte seien "unbegründet und nicht wahr", teilte Talibansprecher Suhail Schahin mit. Medien hatten am Sonntag spekuliert, dass Vizechef Baradar bei einem internen Streit getötet worden sein soll. Die Information verbreitete sich schnell über die sozialen Medien. Die islamistische Gruppe hielt in der Vergangenheit mehrere Jahre lang den Tod ihres Gründers und Anführers Mullah Omar geheim.

15.33 Uhr: Britische Teenager sollen Corona-Impfung erhalten

In Großbritannien sollen Zwölf- bis 15-Jährige eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Die obersten medizinischen Regierungsberater der vier Landesteile sprachen sich dafür aus, den Teenagern das Mittel der Konzerne Biontech und Pfizer zu spritzen. Damit könnten sich insgesamt etwa drei Millionen Jugendliche impfen lassen. Premierminister Boris Johnson hatte deutlich gemacht, dass er der Empfehlung der Mediziner folgen werde. Vermutlich werden die Impfdosen in der Schule oder mit Vermittlung der Schulen verabreicht.

15.30 Uhr: Fortschritte im Kampf gegen Waldbrand in Spanien

Ein besonders heftiger Brand an der Costa del Sol im Süden Spaniens hat bereits rund 7800 Hektar Wald zerstört – eine Fläche, die fast 11.000 Fußballfeldern entspricht. Erstmals seit Ausbruch des Feuers am vergangenen Mittwochabend mache man bei der Bekämpfung der Flammen nun aber deutliche Fortschritte, erklärte der Innenminister der Region Andalusien, Elías Bendodo. Wegen des Feuers mussten insgesamt mehr als 1600 Bewohner von sechs kleineren Gemeinden in Sicherheit gebracht werden. Ob darunter auch Touristen sind, wurde nicht mitgeteilt. Hoteliers stellten für diese Menschen mehr als 600 Betten zur Verfügung. Ein Feuerwehrmann starb bei den Löscharbeiten am vergangenen Donnerstag.

Nach Angaben der andalusischen Behörden wurde unterdessen am Montag die Zahl der Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Zivilschutzes und des Militärs von 600 auf knapp 1000 erhöht. Sie würden unter anderem von insgesamt 51 Löschflugzeugen und Hubschraubern unterstützt. Wegen des dichten Rauches musste die im Sommer auch von Touristen vielbefahrene Autobahn AP7 immer wieder gesperrt werden. Die Ursache des Waldbrandes war zunächst noch unbekannt.

15.16 Uhr: Falsche Wahrsagerin erpresst Frau mit Nacktvideo

Eine angebliche Wahrsagerin hat eine Frau aus Neu-Ulm (Bayern) mit einem Nacktvideo erpresst. Die beiden hätten im Juli über ein soziales Netzwerk im Internet Kontakt geknüpft, teilte die Polizei mit. Im Zuge eines angeblichen Rituals habe die angebliche Wahrsagerin die Frau dann aufgefordert, unbekleidet ein Video von sich zu drehen und ihr dieses über einen Messenger-Dienst zu schicken.

Nachdem die 43-Jährige dies getan hatte, verlangte die Unbekannte mehr als 500 Euro von ihr. Andernfalls werde sie das Video veröffentlichen. Aus Angst und Scham überwies die Neu-Ulmerin das Geld. Danach zeigte sie die mutmaßliche Erpresserin an. Die Polizei rät davon ab, Menschen, die man nie persönlich getroffen hat, Geld zu überweisen. Außerdem solle man vorsichtig bei der Preisgabe persönlicher Daten, Fotos und Videos sein.

15.02 Uhr: Angreifer befreien 240 Insassen aus Gefängnis in Nigeria

In Nigeria haben schwer bewaffnete Angreifer bei einem Überfall auf eine Haftanstalt 240 Insassen befreit. Zahlreiche Angreifer hätten sich am Sonntagabend ein "heftiges Feuergefecht" mit den Justizvollzugsbeamten der Anstalt in Kabba im zentralnigerianischen Bundesstaat Kogi geliefert, teilte ein Sprecher der Strafvollzugsverwaltung mit. Im Nordwesten des Landes wurden derweil dutzende entführte Schüler freigelassen.

14.47 Uhr: Bund stellt Aufnahmezusagen für Menschenrechtler aus Afghanistan aus

Das Bundesinnenministerium hat damit begonnen, Aufnahmezusagen für über 2000 Menschenrechtler, Künstler, Wissenschaftler, Journalisten und andere potenziell gefährdete Menschen aus Afghanistan auszustellen. Diese Menschen waren vom Auswärtigen Amt neben den früheren Ortskräften der Bundeswehr und anderer deutscher Institutionen als besonders schutzbedürftig identifiziert worden. Am vergangenen Freitag sei die vollständige Liste mit den Namen von Menschenrechtlern und anderen Schutzbedürftigen vom Auswärtigen Amt an das Innenministerium übermittelt worden, sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Steve Alter, in Berlin.

14.34 Uhr: Carabinieri verhaften Mafia-Boss und Komplizen und verhindern Mord

Carabinieri haben auf Sizilien acht mutmaßliche Mafiosi verhaftet und mit der Aktion nach eigenen Angaben einen Mord verhindert. Die Ermittler nahmen bei der Operation "Persefone" am Morgen die Mitglieder einer bekannten Mafia-Familie aus Bagheria, einer Hochburg der Cosa Nostra, fest. Ihnen wird unter anderem Drogenhandel, Besitz und Verkauf illegaler Waffen, Erpressung, schwere Körperverletzung und die Mitgliedschaft in der Mafia vorgeworfen, wie die Carabinieri mitteilten.

Dem Zugriff der Behörden vorausgegangen waren Ermittlungen, bei denen herausgekommen war, dass der Clan in der Küstenstadt Bagheria nahe Palermo einen neuen Boss hat. Der neue Clan-Chef Massimiliano Ficano gab laut den Ermittlern den Mord an einem Mann in Auftrag, welcher den Boss herausgefordert habe. Obwohl der Mann von Mafiamitgliedern als Warnung verprügelt worden sei, habe er nicht klein beigegeben, sondern geprahlt, er würde ein Lokal des Bosses anzünden. Der dadurch öffentlich brüskierte Ficano habe dann den Mord angewiesen ("Den stechen wir ab wie ein Kalb"); die Carabinieri schlugen zu.

14.28 Uhr: Taliban fordern Kooperation von Staatengemeinschaft

Anlässlich der Afghanistan-Geberkonferenz in Genf haben die Taliban die internationale Gemeinschaft zur Kooperation aufgefordert. "Die Welt sollte mit uns zusammenarbeiten", sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid der Deutschen Presse-Agentur. "Die Sicherheit im Land wurde aufrechterhalten, und die Menschen sind in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, Lebensmittel sind knapp, Medikamente sind knapp." Mudschahid versprach, dass "alle Hilfsgüter auf transparente und sichere Weise bereitgestellt werden". Die Taliban böten den Hilfsorganisationen Sicherheit und würden keine Korruption bei der Bereitstellung von Hilfe und Hilfsleistungen zulassen.

Afghanistan ist nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban vor knapp einem Monat auf Unterstützung angewiesen. Viele Staaten wollen Hilfslieferungen an Bedingungen knüpfen. Beobachter befürchten, dass die militante Gruppe, trotz aller Hoffnungen auf einen gemäßigteren Kurs, wieder mit harter Hand regiert.

14 Uhr: 47-Jähriger fährt mit Fahrrad irrtümlich von Ungarn bis Flensburg

An der deutsch-dänischen Grenze haben es Bundespolizisten mit einem Libyer zu tun bekommen, der anscheinend deutlich vom Weg abgekommen war. Wie die Beamten heute mitteilten, übernahmen sie den 47-Jährigen gestern am früheren Grenzübergang Ellund bei Flensburg von dänischen Kollegen. Diese hatten den Mann gestoppt, weil er auf der Autobahn unterwegs war. Einen Ausweis hatte er nicht dabei, so dass die Polizisten ihn zwecks Identitätsfeststellung zunächst mit zur Wache nahmen. Dort stellte sich nach Angaben der Bundespolizei heraus, dass der Mann aus Ungarn kam und eigentlich per Fahrrad einen Freund in Italien besuchen wollte. Anscheinend habe er sich dabei aber "verfahren", weil er weder über Karte noch Mobiltelefon zur Routensuche verfügte.

Wie die Beamten in Flensburg mitteilten, war der Mann seit vier Tagen unterwegs. Er erhielt eine Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise nach Deutschland und wurde zudem aufgefordert, sich beim zuständigen Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge zu melden. Die Beamten brachten ihn anschließend noch zum Flensburger Bahnhof.

13.58 Uhr: Tankstelle zu, Zapfsäule geht – Autofahrer ruft Polizei zum Bezahlen

Aussteigen, tanken, bezahlen – so läuft es in der Regel. Doch an einer Tankstelle in Niederbayern ist ein Autofahrer sein Geld am Samstag zunächst nicht losgeworden. Denn diese hatte geschlossen, was der Mann während des Tankens aber nicht bemerkte. Schließlich funktionierten nach Polizeiangaben von heute die Zapfsäulen. Als der Fahrer nun seine 21 Euro niemandem geben konnte, rief er kurzerhand die Polizei. Wie sich herausstellte, war der Eigentümer der Tankstelle im Urlaub und nicht erreichbar. Schließlich fand sich aber jemand anderes, der einen Schlüssel für die Tankstelle in Hauzenberg (Landkreis Passau) hatte und die Zapfsäulen deaktivieren konnte. Schaden sei nicht entstanden, hieß es.

13.54 Uhr: Ex-Verdi-Chef Bsirske verlässt Aufsichtsräte von Deutscher Bank und RWE

Der frühere Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, gibt seine verbliebenen Aufsichtsratsposten auf. "Die nächste Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bank wird meine letzte sein", sagte der 69-Jährige der "Wirtschaftswoche". Hintergrund ist seine Kandidatur für den Bundestag. Bsirske tritt in Wolfsburg an und steht auf der Landesliste der Grünen in Niedersachsen auf Platz 6. Damit dürfte er höchstwahrscheinlich dem nächsten Parlament angehören.

Mit dem Antritt des Mandats werde er aus dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank ausscheiden, sagte Bsirske. Regulär wäre seine Amtszeit bis 2023 gelaufen. Im Aufsichtsrat von RWE sitzt Bsirske bereits seit 2001, seine Amtszeit wäre regulär bereits vor einigen Wochen ausgelaufen. Coronabedingt wurde die Wahl der Vertreter der Arbeitnehmerseite jedoch zweimal verschoben, in den nächsten Tagen wird sie nachgeholt. "Damit endet meine Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Gesellschaft", sagte Bsirske.

13.46 Uhr: Online-Kanäle von Verschwörungsprediger Attila Hildmann gekapert

Mehrere Online-Kanäle des rechtsradikalen Kochbuch-Autors Attila Hildmann wurden von Hackern übernommen. Auf seiner Webseite prangt ein Banner des Hackerkollektivs "Anonymous". Auch Hildmanns Telegram-Kanal enthält eine Nachricht von "Anonymous". Das Hackerkollektiv hat in einem Blogbeitrag die Übernahme der Kanäle für sich reklamiert und behauptet, im Besitz zahlreicher E-Mails von Hildmann zu sein. Dem Bekennerschreiben zufolge soll ein ehemaliger Vertrauter Hildmanns die Zugriffsdaten zur Verfügung gestellt haben.

Hildmann bestätigte die Übernahme seiner Kanäle in einer Sprachnachricht auf einem weiteren Telegram-Kanal, der ihm zugeordnet werden kann. Gegen den 40-Jährigen wird wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt. Ein Haftbefehl gegen Hildmann kann nicht vollstreckt werden, er soll zuletzt in der Türkei gewesen sein.

13.37 Uhr: Zahl der Corona-Intensivpatienten steigt über 1500

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen ist wieder auf mehr als 1500 gestiegen. Wie aus dem Tagesreport des Divi-Intensivregisters hervorgeht, stieg die Zahl im Vergleich zum Vortag um 49 auf 1501. Davon wurden 788 invasiv beatmet. Der Anteil betrug damit 52 Prozent. Hier gab es einen Anstieg um 31 Menschen. Der bisherige Höchststand der Corona-Intensiv-Belegung war im Januar mit mehr als 5700 Patientinnen und Patienten erreicht worden.

Mit Stand von gestern Nachmittag waren von den Corona-Patientinnen und -Patienten auf Intensivstationen 25,8 Prozent zwischen 50 und 59 Jahre alt sowie 22,4 Prozent zwischen 60 und 69 Jahre alt. Es folgte die Altersgruppe der 40- bis 49-jährigen mit einem Anteil von 16,2 Prozent vor der Gruppe der 70- bis 79-Jährigen mit 15 Prozent. Der Anteil der unter 40-Jährigen betrug insgesamt 12,8 Prozent. 7,8 Prozent waren älter als 80 Jahre.

13.21 Uhr: Bewährungsstrafe für Bootsführer nach Unfall mit zwei Toten

Gut fünf Jahre nach einem Sportbootunfall mit zwei Toten in Niedersachsen ist der überlebende Fahrer zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Emden befand den 30-Jährigen der fahrlässigen Tötung in zwei Fällen, fahrlässigen Körperverletzung in vier Fällen sowie fahrlässigen Gefährdung des Schiffsverkehrs für schuldig, wie ein Gerichtssprecher sagte. Darüber hinaus muss der Fahrer einer Schwerverletzten 30.000 Euro Schmerzensgeld und einer Leichtverletzten 5000 Euro Schmerzensgeld zahlen und den Eltern der Getöteten die Beerdigungskosten in Höhe von etwas mehr als 10.000 Euro erstatten.

Im August 2016 waren nach einem Hafenfest bei einer nächtlichen Spritztour zwei PS-starke Sportboote auf dem Fluss Barßeler Tief im Landkreis Cloppenburg ineinander gerast. Der eine Bootsführer sowie eine junge Frau starben, Mitfahrer wurden verletzt. Der Angeklagte hatte bei dem Unfall 1,89 Promille Alkohol im Blut, auch der getötete Fahrer des anderen Boots war betrunken.

13.18 Uhr: Studie: Strengere Regeln für Mogelpackungen könnten Müll reduzieren

Ein Verbot von Produktverpackungen, die unnötig groß sind und so mehr Inhalt vortäuschen als tatsächlich enthalten ist, sowie von unnötigen Zusatzverpackungen könnte jährlich drei Millionen Mülltonnen mit einem Fassungsvermögen von 240 Litern einsparen, wie der Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) mitteilte. Der Verpackungsmüll nehme "von Jahr zu Jahr zu", kritisierte vzbv-Chef Klaus Müller.

Gesetzlich gilt eine Verpackung laut vzbv erst dann als "Mogelpackung", wenn ihre Füllmenge 30 Prozent unterschreitet. Hersteller geben demnach häufig technische Gründe an, um die Luft in den Verpackungen zu rechtfertigen. Im Vergleich mit Produkten aus demselben Segment zeigten sich in der vom vzbv beauftragten Untersuchung der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung jedoch Einsparpotenziale von bis zu 27 Prozent.

12.45 Uhr: Wissenschaftler: Migration kaum Thema im Wahlkampf

Migration ist nach Einschätzung von Wissenschaftlern im Bundestagswahlkampf kaum thematisiert worden, obwohl das Thema aus Sicht der Wähler eine relativ hohe Priorität hat. Erst seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan Mitte August werde wieder etwas stärker über Migration diskutiert, hieß es bei einer Diskussion des Verbundprojekts "Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer" am Centre for Human Rights Erlangen-Nürnberg mit Vertretern mehrerer Universitäten. Ohnehin sei da, wo Migration im Wahlkampf bisher zur Sprache gekommen sei, der Fokus oft auf Flüchtlinge gelegt worden, während andere Formen der Zuwanderung kaum Beachtung gefunden hätten.

Die Wissenschaftler kommen bei der Analyse der Wahlprogramme zu dem Schluss, bei den bisherigen Regierungsparteien CDU, CSU und SPD wirke es so, als ob diese beim Thema Migration in der endenden Wahlperiode "ihr Pulver schon verschossen" hätten. Die Oppositionsparteien orientierten sich weitgehend an ihren Forderungen von 2017.

12.40 Uhr: Taxidienst Uber muss Fahrer fest anstellen

Der Mobilitätsdienst Uber muss in den Niederlanden nach einem Gerichtsurteil seine Fahrer fest anstellen. Die Selbstständigkeit der Fahrer bestehe "nur auf dem Papier", daher fielen sie unter den Tarifvertrag für Taxifahrer, urteilte ein Gericht in Amsterdam und gab damit dem Gewerkschaftsbund FNV recht. "Die rechtliche Beziehung zwischen Uber und den Fahrern erfüllt alle Merkmale eines Arbeitsvertrages."

Der FNV hatte Uber verklagt und von einer Scheinselbstständigkeit gesprochen. Das Urteil ist nach Auffassung des FNV ein "wichtiges Signal gegen die Scheinselbstständigkeit". Das Unternehmen hatte aber erklärt, dass die Fahrer, die die App nutzen, selbstständige Unternehmer seien. Uber kündigte Berufung gegen das Urteil an.

12.30 Uhr: Portugal hebt Maskenpflicht im Freien auf

Nach genau 318 Tagen müssen die Menschen im beliebten Urlaubsland auf der Straße, in Parks oder auf der Strandpromenade keinen Mund- und Nasenschutz mehr tragen. Am Montag ging die seit Ende Oktober 2020 herrschende Maskenpflicht im Freien im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage zu Ende. Auf den Straßen der Hauptstadt Lissabon und anderer Städte trugen viele Menschen aber weiterhin Schutzmaske. Sie folgten der Empfehlung von Gesundheitsministerin Graça Freitas, bei größeren Ansammlungen auch im Freien Vorsicht walten zu lassen.

12.12 Uhr: Tote Seniorin in Heim in Zwickau gefunden – Enkelin unter Verdacht

Eine 31 Jahre alte Frau soll ihre Großmutter in einem Seniorenheim in Zwickau getötet haben. Die Enkelin habe sich gestern der Polizei gestellt, teilte die Polizeidirektion Zwickau jetzt mit. Die tote 81 Jahre alte Großmutter wurde in dem Heim gefunden. Das Motiv der 31-Jährigen sei noch unklar. Zum Todeszeitpunkt und zum Hergang der Tat machte die Polizei keine weiteren Angaben. Die Leiche der Seniorin wurde obduziert.

12.02 Uhr: Grüne kritisieren Merkels Aussagen in Polen als "verheerendes Signal"

Aus dem Europaparlament kommt scharfe Kritik an Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Streit über die Rechtsstaatlichkeit in Polen. "Die Aussagen senden ein verheerendes Signal an die europäische Rechtsgemeinschaft", sagte der Abgeordnete und Sprecher der deutschen Grünen, Sven Giegold. Ausgerechnet jetzt, wo EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen endlich Sanktionen gegen Polen eingeleitet habe, falle Merkel ihr in den Rücken. "Europäische Rechtsstaatlichkeit muss durchgesetzt, nicht politisch verhandelt werden", mahnte Giegold.

Der Europaabgeordnete bezog sich darauf, dass Merkel am Wochenende bei einem Treffen mit Ministerpräsident Mateusz Morawiecki in Warschau gesagt hatte: "Politik ist doch mehr, als nur zu Gericht zu gehen." Kritiker haben das als Missbilligung der Arbeit der EU-Kommission verstanden, die vergangene Woche beim Europäischen Gerichtshof finanzielle Sanktionen gegen Polen beantragt hatte – vor allem wegen der fortgesetzten Tätigkeit der polnischen Disziplinarkammer zur Bestrafung von Richtern. Der EuGH hatte den Stopp der Tätigkeit dieser Kammer angeordnet, was Warschau aber ignoriert.

News von heute: Hochrechnung: Sozialdemokraten werden in Norwegen stärkste Kraft

11.23 Uhr: Sieben Deutsche bei Unfall mit Wohnmobil in Tirol verletzt

Bei einem Zusammenstoß dreier Fahrzeuge in Tirol sind sieben Deutsche verletzt worden. Auf einer Straße in Heiterwang in Tirol nahe der deutschen Grenze sei ein 50 Jahre alter Autofahrer aus zunächst unklaren Gründen in den Gegenverkehr geraten und mit einem Wohnmobil kollidiert, teilte die Polizei am Vormittag mit. Nach dem Zusammenprall rollte auch das Wohnmobil auf die Gegenfahrbahn und wurde von einem weiteren Auto gerammt.

Der Wagen, der zuerst mit dem Wohnmobil zusammengestoßen war, wurde anschließend gegen einen Felsen geschleudert. Die insgesamt sieben Insassen der beteiligten Autos, darunter fünf Männer und zwei Frauen, wurden nach dem Unfall gestern Nachmittag ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei waren sie aber nur leicht verletzt und konnten bald wieder entlassen werden. Die Verletzten kommen aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

11.16 Uhr: Mann aus Rheinland-Pfalz tötet Exfreundin und dann sich selbst

Ein 52-Jähriger aus Rheinland-Pfalz hat seine Exfreundin und anschließend sich selbst getötet. Ein Auto mit den Leichen der beiden wurde am Samstag in einem Waldstück bei Wallendorf an der Grenze zu Luxemburg gefunden, wie die Staatsanwaltschaft Trier heute mitteilte. Die Ermittler vermuteten Beziehungsprobleme und die Trennung des Paars als Motiv für die Tat.

Am späten Freitagabend meldete sich ein Mann bei der Polizei, dem gegenüber der 52-Jährige die Tat und den geplanten Suizid angekündigt habe. Daraufhin wurde eine Suchaktion unter anderem mit Polizeihubschraubern aus Deutschland und Luxemburg gestartet. Erst am Samstagvormittag konnte das Auto mit den Leichen des Mannes und seiner Exfreundin, einer 30-Jährigen aus Luxemburg, ausfindig gemacht werden. Der Mann hatte eine Schusswaffe in der Hand.

11.05 Uhr: Nach Raketentest Nordkoreas ruft China zur Zurückhaltung auf

Nach den Berichten über einen neuen Raketentest Nordkoreas hat China alle Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Wie der Sprecher des Außenministeriums, Zhao Lijian, vor der Presse in Peking sagte, sei Chinas Regierung davon überzeugt, dass die Probleme durch Konsultationen gelöst werden sollten. Alle Beteiligten sollten sich zurückhalten, auf einen Dialog einlassen und in die gleiche Richtung arbeiten, um zu einer politischen Lösung zu gelangen.

10.48 Uhr: Laschet will mit "Sofortprogramm" Wende im Wahlkampfendspurt schaffen

Die CDU will mit einem "Sofortprogramm" aus Maßnahmen für den Fall eines Sieges bei der Bundestagswahl in der heißen Phase des Wahlkampfes punkten. Es besteht aus sechs "Paketen" für die Bereiche Familien, Sicherheit, Beschleunigung, Klimaschutz, Entlastung und Mittelstand, die nach dem 26. September so schnell wie möglich umgesetzt werden sollen. "Wir wollen unser Land gestärkt aus der Krise führen", heißt es in dem Papier, das im wesentlichen bekannte Positionen aus dem gemeinsamen Wahlprogramm von CDU und CSU enthält.

Der wegen historisch schlechter Umfragewerte unter Druck stehende Unionskanzlerkandidat und CDU-Chef Armin Laschet will das vierseitige Papier heute im Anschluss an Beratungen der Führungsspitze seiner Partei in Berlin vorstellen.

10.35 Uhr: Entlaufenes Pferd aus schleswig-holsteinischem Wattenmeer gerettet

Ein entlaufendes Pferd haben Seenotretter und Feuerwehr mitten aus dem schleswig-holsteinischen Wattenmeer gerettet. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mitteilte, entdeckten Fischer das gesattelte Tier am Sonntag bei Ebbe dreieinhalb Kilometer vor der Nordseeküste zwischen Büsum und St. Peter-Ording und verständigten die Rettungskräfte. Zunächst war unklar, ob sich eventuell auch ein Reiter oder eine Reiterin in Not befand. Laut DGzRS war einem ihrer Helfer allerdings bereits bekannt, dass am Vortag ein Pferd beim Verladen in St. Peter-Ording ausgerissen war. Während die Retter an Land die Besitzerin verständigten, fuhr ein Seenotrettungsboot zu der Stelle. Wegen der Ebbe konnte es das Tier allerdings nicht erreichen. Deshalb brachte die Feuerwehr die Besitzerin mit einem Luftkissenboot zu der Position.

Gemeinsam führten die Frau und zwei Helfer das entlaufende Tier namens Napoleon zurück an Land. Nach Angaben der Seenotretter versanken sie dabei immer wieder bis zu den Knien im Watt. Das Pferd hatte demnach seit seinem Verschwinden am Samstag bereits eine weitere Strecke zurückgelegt und in der Nacht das Fahrwasser des Flusses Eider durchschwommen, der dort in die Nordsee mündet.

10.21 Uhr: CDU, SPD und FDP unterzeichnen Koalitionsvertrag für Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Regierungsbündnis aus CDU, SPD und FDP ist besiegelt. Die Parteivorsitzenden Sven Schulze (CDU), Juliane Kleemann und Andreas Schmidt (SPD) sowie Lydia Hüskens (FDP) unterzeichneten am Vormittag im Magdeburger Landtag den Koalitionsvertrag. In dem knapp 160 Seiten umfassenden Papier haben die drei Partner die Grundsätze ihrer künftigen Politik festgehalten.

Sachsen-Anhalt hat damit die erste schwarz-rot-gelbe Koalition im wiedervereinigten Deutschland. Für Donnerstag ist die Wiederwahl von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) geplant, anschließend sollen die Ministerinnen und Minister ernannt werden.

9.27 Uhr: Polizistin führt entlaufenes Pony mit Handschellen ab

An ihren Handschellen hat eine Polizistin in der Nähe von München ein entlaufenes Pony abgeführt. Das Tier mit dem Namen Wotan habe sich bei einem Spaziergang gestern Morgen von seiner Besitzerin losgerissen, teilte die Bundespolizei heute in München mit. Wenig später sei Wotan in Maisach im Bereich der Bahngleise gesichtet worden.

Eine Polizistin, die selbst ein Pferd besitzt, habe das entlaufene Pony einfangen und mithilfe ihrer Handschellen zur Straße führen können. Dort habe Wotan dann im Garten einer Anwohnerin warten können, bis seine Besitzerin ihn mit dem Pferdeanhänger abholte.

8.58 Uhr: Mann wirft mit Steinen auf Reichstagsgebäude und demoliert Eingangstür

Ein betrunkener Mann hat mehrere Steine auf das Reichstagsgebäude in Berlin geworfen und eine Eingangstür beschädigt. Beamte des Bundestags nahmen den 47-Jährigen nach der Tat gestern Nachmittag fest, wie die Berliner Polizei am Montag mitteilte. Berliner Polizisten brachten ihn anschließend vorübergehend zur Blutentnahme und für sogenannte erkennungsdienstliche Maßnahmen in Gewahrsam.

Die Beamten leiteten Ermittlungen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung ein. Diese leitet der polizeiliche Staatsschutz.

8.56 Uhr: Erster kommerzieller Flug seit Machtübernahme der Taliban nach Kabul

In Kabul ist erstmals seit der Machtübernahme der Taliban der internationale kommerzielle Flugverkehr wieder aufgenommen worden. Eine Maschine der pakistanischen Fluggesellschaft PIA sei mit etwa zehn Passagieren in der afghanischen Hauptstadt gelandet, berichtete ein AFP-Journalist an Bord. Das Flugzeug war in Islamabad gestartet. Ein PIA-Sprecher hatte am Wochenende erklärt, dass die Fluggesellschaft plane, den regulären Flugverkehr wieder aufzunehmen. Wie häufig es Flüge zwischen den beiden Hauptstädten geben soll, konnte der Sprecher noch nicht sagen.

Der Kabuler Flughafen war während der chaotischen internationalen Rettungsmission, bei der rund 120.000 Menschen außer Landes gebracht wurden, schwer beschädigt worden. Die radikalislamischen Taliban bemühen sich seither, den Airport mit der Unterstützung von Katar und weiteren Ländern wieder in Betrieb zu nehmen.

8.48 Uhr: Traktor stürzt von Brücke – Dreijähriger stirbt

Ein dreijähriger Junge ist bei einem Unfall mit einem Traktor im oberbayerischen Brannenburg ums Leben gekommen. Zwei weitere Kinder im Alter von sieben und neun Jahren und ihr 65 Jahre alter Opa blieben unverletzt. Nach Polizeiangaben war der Mann mit seinen Enkeln aus einem Wald im Landkreis Rosenheim heraus über eine Brücke gefahren. Aus zunächst unbekannter Ursache kam der Traktor von der Brücke ab, stürzte etwa eineinhalb Meter in die Tiefe und überschlug sich. Die Kinder und der Mann wurden vom Fahrzeug geschleudert. Der Dreijährige starb noch am Sonntagabend an der Unfallstelle.

8.37 Uhr: CDU stärkste Kraft bei Kommunalwahlen in Niedersachsen

Die CDU ist in Niedersachsen bei den Kommunalwahlen in den kreisfreien Städten und in den Landkreisen sowie in der Region Hannover trotz Verlusten stärkste Kraft geblieben. Sie lag nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis vom Morgen mit 31,7 Prozent vor der SPD (30), den Grünen (15,9), der FDP (6,5), AfD (4,6) und der Linken (2,8), wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Zwei Wochen vor der Bundestagswahl haben in Niedersachsen knapp 6,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger über die Neubesetzung der Kommunalparlamente abstimmen können.

Seit rund 40 Jahren ist die CDU stärkste kommunale Kraft in Niedersachsen. Bei den Kommunalwahlen vor fünf Jahren holten die Christdemokraten in den Landkreisen und kreisfreien Städten 34,3 Prozent der Stimmen und lagen damit vor der SPD (31,2), den Grünen (10,9), der AfD (7,9), der FDP (4,8) und den Linken (3,3).

8.13 Uhr: Erdbeben der Stärke 5,2 erschüttert den Nordostiran

Ein Erdbeben der Stärke 5,2 hat am Morgen die nordöstliche iranische Provinz Rasawi-Chorasan erschüttert. Wie das seismologische Zentrum des Landes mitteilte, ereignete sich das Beben um 8.32 Uhr Ortszeit (06.02 MESZ) in der Nähe der Stadt Kutschan. Die Auswirkungen waren den Angaben zufolge in mehreren Orten spürbar, unter anderem auch in der Provinzhauptstadt Maschhad. 

Der iranische Rote Halbmond erklärte, dass Rettungsteams bereitstünden. Zunächst gab es jedoch keine Berichte über Opfer oder Schäden. Im Iran treffen mehrere tektonische Platten aufeinander. Das hat häufige Erdbeben zur Folge. 1990 wurde der Iran vom schwersten Erdbeben heimgesucht. Damals kamen im Norden des Landes 40.000 Menschen ums Leben, 300.000 weitere wurden verletzt und rund eine halbe Million obdachlos.

7.51 Uhr: Linkspartei fordert Rotationsprinzip für geschlossene Polizeieinheiten

Die Linken-Vorsitzende Janine Wissler hat ein Rotationsprinzip für Beamten in geschlossenen Polizeieinheiten gefordert. Ein Austausch innerhalb solcher Einheiten sei wichtig, "weil wir festgestellt haben, dass es doch stellenweise gerade in diesen geschlossenen Einheiten einen gewissen Korpsgeist gibt, dass die Fehlerkultur nicht so gelebt wird", antwortete Wissler imARD-Format "Sechs Minuten für meine Stimme" auf die Fragen eines Polizisten. Wissler schlug in diesem Zusammenhang auch eine Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten vor, wie es sie bereits in einigen Bundesländern gibt. Es gehe darum, "dass das Fehlverhalten von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten festzustellen ist, was ja auch ein Schutz ist für die vielen, die ihre Arbeit gut machen und richtig machen".

Als Problem nannte Wissler zudem die zahlreichen Überstunden und die hohe Arbeitsbelastung für Polizisten. "Wir sagen nicht, wir brauchen viel mehr Polizei für mehr Sicherheit, ich glaube, dass das so nicht funktioniert." Vielmehr sei präventive Arbeit im Kampf gegen Kriminalität nötig, etwa durch eine andere Sozialpolitik. 

7.30 Uhr: Israel beschießt Gaza dritte Nacht in Folge

Zum dritten Mal in Folge hat Israels Luftwaffe nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen Ziele in dem Palästinensergebiet beschossen. "In der Nacht zum Montag wurde eine weitere Rakete vom Gazastreifen auf israelisches Gebiet gefeuert", teilte die israelische Armee mit. Als Reaktion hätten israelische Kampfjets einen militärischen Posten der in dem Küstenstreifen herrschenden Hamas angegriffen sowie ein schweres Maschinengewehr, mit dem in Richtung Israel geschossen worden sei. Israel sehe die islamistische Hamas als verantwortlich für alle Angriffe aus dem Gazastreifen.

Die Lage an der Gaza-Grenze hatte sich zuletzt wieder zugespitzt, dies nährte die Sorge vor einem neuen größeren Konflikt. Bei gewaltsamen Demonstrationen gab es Tote und Verletzte. Neben Raketenangriffen werden auch wieder vermehrt Ballons mit Brand- und Sprengsätzen aus Gaza auf israelisches Gebiet geschickt.

6.03 Uhr: Lauterbach rechnet mit Anstieg der Geimpften-Zahlen im Winter

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hofft, dass die Corona-Pandemie im Frühjahr weitgehend überstanden sein wird. "Der Herbst wird noch einmal schwierig werden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Köln. "Wir werden noch einmal steigende Fallzahlen haben. Im Winter könnte es dann aber besser werden, wenn die Zahl der Ungeimpften abgenommen hat." Er rechne damit, dass insbesondere nach der Bundestagswahl zunehmend die 2G-Regel eingeführt werde, wonach nur Geimpfte und Genesene zugelassen sind. "Das wird viele dazu bewegen, sich impfen zu lassen." Im Frühjahr könne die Pandemie dann weitgehend überstanden sein - "wenn es keine neuen Mutationen gibt".

4.35 Uhr: RKI registriert 5511 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 81,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut aktuell bei 81,9. Am Vortag lag sie bei 80,2, vor einer Woche bei 84,3. Allerdings wies das RKI-Dashboard am Sonntag für Baden-Württemberg nur einen neu hinzugekommenen Fall aus. In den Tagen zuvor waren es jeweils deutlich über 1000. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5511 Corona-Neuinfektionen, vor einer Woche waren es 4749. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zwölf Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es acht. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.083.151 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,95 an. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungsinzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

4.12 Uhr: Mitten auf der Straße: Polizei findet totes Reh mit Warnweste

Bizarrer Anblick selbst für routinierte Polizisten: In der hessischen Gemeinde Fischbachtal-Niedernhausen bei Darmstadt haben Beamte ein totes und mit einer Warnweste bekleidetes Reh gefunden. Wie die Polizei in der Nacht mitteilte, wurde am späten Sonntagabend ein auf der Straße liegendes Tier gemeldet. Zum Erstaunen der Polizisten fanden sie das Reh mit einer Warnweste bekleidet vor. Bis auf einige Fahrzeugteile fehlte jede Spur des Unfallfahrers und seines Autos. Wer das tote Tier letztendlich "abgesichert" habe, konnte zunächst nicht geklärt werden. Das hätten selbst erfahrene Polizeibeamte noch nicht gesehen, hieß es in der Mitteilung der Polizei.

4.05 Uhr: Bundesweite Aktionswoche Anti-Corona-Impfung startet

Mit einer Aktionswoche für das Impfen will die Bundesregierung ab heute mehr Menschen für die Immunisierung gegen das Coronavirus gewinnen und Schwung in die ins Stocken geratene Impfkampagne bringen. Ziel ist es, möglichst viele Menschen an vielen Orten anzusprechen und auf einfachem Wege Impfungen zu ermöglichen. Beispiele dafür sind Spiel- und Sportplätze, Fußgängerzonen, Geschäfte oder Vereine.

Ausführliche Informationen gibt es auf der Website www.hierwirdgeimpft.de. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warb gesern noch einmal eindringlich für Corona-Impfungen. "Nie war es einfacher, eine Impfung zu bekommen. Nie ging es schneller", sagte Merkel mit Blick auf die Impfwoche. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will am Morgen eine Impfaktion an einer Berliner Schule besuchen.

4.01 Uhr: Mehrheit will auch nach Corona im Homeoffice arbeiten

Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland, die während der Corona-Pandemie im Homeoffice gearbeitet haben, wollen das einer Yougov-Umfrage zufolge auch weiterhin tun. Die Beliebtheit des Arbeitens in den eigenen vier Wänden habe im Zuge der Pandemie noch zugenommen, teilte der Energieversorger Eon mit, der die Umfrage in Auftrag gegeben hatte. Bei der Erhebung hätten 71 Prozent der Befragten den Wunsch geäußert, auch künftig im Homeoffice arbeiten zu können. Zu Beginn der Pandemie seien es im Mai vergangenen Jahres nur 58 Prozent gewesen. Ständig zu Hause arbeiten möchte ein gutes Viertel (26 Prozent), 45 Prozent wollen Homeoffice und Arbeitsplatz im Büro mehrmals in der Woche wechseln.

Hauptgrund für die wachsende Beliebtheit des Homeoffice ist der Umfrage zufolge die Zeitersparnis durch die wegfallenden Wege zur Arbeit. Diesen Grund hätten 70 Prozent der Befragten genannt. Weitere Gründe seien die flexiblere Arbeitszeiteinteilung (57 Prozent), die eingesparten Fahrtkosten (52 Prozent) und die Entlastung der Umwelt (43 Prozent).

3.54 Uhr: Minister Müller warnt vor Verschlechterung von Versorgungslage in Afghanistan

Vor einer UN-Sondersitzung heute in Genf zu humanitären Hilfen für Afghanistan hat Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vor einer weiteren Verschlechterung der Versorgungslage in dem Land gewarnt. "Wir müssen jetzt versuchen, auf allen Wegen Hilfe zu senden", sagte Müller der "Rheinischen Post". 

UN-Generalsekretär António Guterres hatte die Sitzung in Genf angesichts einer drohenden "humanitären Katastrophe" in Afghanistan einberufen. Nach Angaben der Vereinten Nationen wird ohne humanitäre Hilfe im kommenden Jahr die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren in dem Land an Hunger leiden.

1.01 Uhr: Mehr als 220 Umweltschützer in 2020 getötet

Das Engagement für die Natur und die Landrechte indigener Gemeinschaften wird immer gefährlicher. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 227 Umweltschützer getötet, wie die Nichtregierungsorganisation Global Witness mitteilte. Das war eine erneute Steigerung nach 212 getöteten Aktivisten im Vorjahr. Drei Viertel der Angriffe wurden in Lateinamerika registriert. In Kolumbien wurden 65 Naturschützer und Umweltaktivisten getötet, in Mexiko 30 und auf den Philippinen 29. Die Organisation geht allerdings davon aus, dass die tatsächliche Zahl der getöteten Umweltschützer noch deutlich höher liegt.

Hinter den Gewalttaten stecken meist Unternehmen, Bauern und teilweise auch staatliche Akteure sowie kriminelle Banden, paramilitärische Gruppen und Rebellen. Die meisten Morde an Umweltschützern standen im Zusammenhang mit der Forstwirtschaft, gefolgt von Wasser- und Dammbauprojekten und der Landwirtschaft, wie aus dem Bericht von Global Witness hervorgeht.

0.35 Uhr: Nordkorea testet nach eigenen Angaben neuen Marschflugkörper

Nordkorea hat nach eigenen Angaben eine neue "Langstreckenrakete" getestet. Der neue Typ eines Marschflugkörpers sei sowohl am Samstag als auch am Sonntag abgefeuert worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Die Tests seien "erfolgreich" verlaufen. Die Raketen hätten nordkoreanisches Land- und Meeresgebiet überflogen und Ziele in 1500 Kilometer Entfernung getroffen.

Die Agentur nannte die neue Rakete eine "strategische Waffe von großer Bedeutung". Nordkorea erhalte dadurch "ein weiteres effektives Mittel zur Abschreckung" von "feindseligen Kräften".

0.33 Uhr: Medwedew verhindert historischen Triumph Djokovics

Daniil Medwedew hat die US Open gewonnen und den kompletten Triumph von Novak Djokovic bei den Grand-Slam-Turnieren in diesem Jahr verhindert. Der 25 Jahre alte Tennis-Profi aus Russland bezwang den Weltranglistenersten in New York mit 6:4, 6:4, 6:4 und holte den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere.

Djokovic verpasste durch die überraschend deutliche Niederlage den Grand Slam aus Siegen bei allen vier Majors in einem Kalenderjahr. Das war zuletzt dem Australier Rod Laver 1969 gelungen. Der 34 Jahre alte Serbe muss sich zudem den Rekord für die meisten Major-Titel weiter mit Rafael Nadal und Roger Federer teilen. Alle drei stehen bei 20. Der Weltranglistenzweite Medwedew hatte die Endspiele bei den US Open 2019 und im Januar bei den Australian Open verloren.

DPA AFP

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