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News von heute Taliban stellen erste Regierungsmitglieder vor

Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid (M.), hier Mitte August auf einer Pressekonferenz in Kabul, verkündete die ersten Namen der Regierungsmitglieder der Islamisten
Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid (M.), hier Mitte August auf einer Pressekonferenz in Kabul, verkündete die ersten Namen der Regierungsmitglieder der Islamisten
© Rahmat Gul / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:  

18.30 Uhr: Deutscher in London wegen Terror-Propaganda verurteilt

Ein 23-jähriger Deutscher ist in London wegen der Verbreitung von Terror-Propaganda zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in London verhängte eine spezielle Freiheitsstrafe von 40 Monaten, von denen der Verurteilte mindestens zwei Drittel im Gefängnis verbringen muss. In Messenger-Diensten hatte der Mann mit einem Freund Videos von brutalen Massenhinrichtungen, Bombenattentaten sowie Flaggen der Terrororganisation Islamischer Staat ausgetauscht, bevor ihn Beamte im vergangenen Oktober am Londoner Flughafen Stansted aufgriffen und die Inhalte auf seinem Handy entdeckten.

Zuvor hatte der Mann rund ein halbes Jahr bei Bekannten in London verbracht. Vor einigen Monaten hatte der 23-Jährige, der ursprünglich aus Ratingen in Nordrhein-Westfalen stammt, sich bereits zu den Vorfällen bekannt. Sein Verteidiger beschrieb ihn allerdings als unreifen jungen Mann, der nicht vorgehabt habe, das propagandistische Material in großem Stil zu verbreiten und sich inzwischen davon distanziert habe.

18.07 Uhr: Schauspielerin Jane Birkin sagt Termine wegen Schlaganfall ab

Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin (74, "Tod auf dem Nil") hat nach einem Schlaganfall ihre Termine für den Rest des Jahres abgesagt. Birkin gehe es gut, aber sie müsse sich erholen, teilte ihr Agent der Deutschen Presse-Agentur in Paris mit. Demnach hatte sie in der vergangenen Woche einen leichten Schlaganfall erlitten. Birkin hatte unter anderem Ende September Konzerte in der Pariser Philharmonie singen sollen.

18.05 Uhr: Probleme im tschischen Atomkraftwerk Dukovany

Im tschechischen Atomkraftwerk Dukovany ist einer der vier Reaktorblöcke außerplanmäßig heruntergefahren worden. Grund seien Probleme mit einer Kühlpumpe, die nun genauer untersucht werde, sagte Kraftwerkssprecher Jiri Bezdek der Deutschen Presse-Agentur. Es handele sich nicht um die Hauptkühlmittelpumpe. Der betroffene Block 3 werde innerhalb weniger Tage wieder ans Netz gehen können.

17.53 Uhr: Lübecker Archäologen finden fast 80 Jahre alte Nusstorte

Einen ungewöhnlichen Fund haben Lübecker Archäologen gemacht: 79 Jahre nach dem alliierten Bombenangriff auf die Stadt fanden sie im Keller eines bei dem Angriff zerstörten Hauses eine weitgehend unversehrte Torte. Die ersten Untersuchungen hätten bestätigt, dass es sich um eine Nusstorte mit Krokant-Ummantelung gehandelt habe, teilte die Hansestadt Lübeck mit. Das fein mit Glasur, Randverzierungen und Spritzdekor versehene Backwerk sei in der ehemaligen Küche des Hauses unter Schuttbergen begraben gewesen und habe so die Jahre überstanden.

17.37 Uhr: Venedigs weltberühmte Rialto-Brücke nach Rundum-Sanierung wiedereröffnet

Venedig hat die Wiedereröffnung der rundum sanierten Rialto-Brücke gefeiert. Star-Tenor Andrea Bocelli stimmte zu dem Festakt Opernklänge an. Die Rialto-Brücke, die zwischen 1588 und 1591 errichtet wurde und für viele Besucher ein Inbegriff der Schönheit Venedigs ist, überspannt den Canal Grande an seiner schmalsten Stelle. Ihre Restaurierung wurde eigentlich schon 2019 nach vierjährigen Arbeiten abgeschlossen. Die Feier zur Wiedereröffnung musste aber zwei Mal wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Bocelli sang die berühmte Puccini-Arie "Nessun Dorma" (Niemand schlafe), als das Band über der Brücke zerschnitten wurde.

Die Rialto-Brücke ist ein Zeugnis der Kunst der Renaissance. Auf der Brücke befinden sich zwei Arkaden mit Geschäften und Fußgängerpassagen. 400 Jahre Wind, Wasser und Umweltverschmutzung hatten dem Gestein aus Istrien zugesetzt. Jedes Jahr kommen Millionen Touristen, um sich das Unesco-Welterbe Venedig anzusehen. 

News von heute: Taliban stellen erste Regierungsmitglieder vor

17.03 Uhr: Grüne bekommen Millionen-Spende von niederländischem Unternehmer

Der niederländische Medienunternehmer Steven Schuurman hat 1,25 Millionen Euro an die Grünen gespendet. Das geht aus einer aktuellen Auflistung des Bundestags zu Einzelspenden an Parteien in Höhe von mehr als 50.000 Euro hervor. "Die Spende ist beim Bundesverband eingegangen", bestätigte ein Parteisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Es sei "die größte Einzelspende, die Bündnis 90/Die Grünen bisher erhalten haben". Im Parteienvergleich liegen die Grünen bei der Höhe der Einzelspenden damit bislang in diesem Jahr an der Spitze.

Das Geld, das die Grünen von Schuurman erhalten hätten, sei für den Wahlkampf bestimmt, teilte die Partei weiter mit. Der Spender sei "gesellschaftspolitisch vielfältig engagiert, mit einem starken Fokus auf Klimaschutz und dem Erhalt der biologischen Vielfalt". Schuurman habe den Grünen gegenüber deutlich gemacht, dass er mit seiner Spende den Klimaschutz in Deutschland und Europa voranbringen wolle. Schuurman selbst sagte dem "Handelsblatt", dass die Grünen es besser als Union und SPD verstanden hätten, auf die "Menschheitsaufgabe" Klimawandel zu reagieren.

16.50 Uhr: Taliban stellen erste Regierungsmitglieder vor

Die radikalislamischen Taliban haben drei Wochen nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan erste Mitglieder ihrer Regierung vorgestellt. Der wenig bekannte Mullah Mohammed Hassan Achund werde an der Spitze der neuen Regierung stehen, sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid in Kabul. Taliban-Mitbegründer Abdul Ghani Baradar werde sein Stellvertreter.

Die Islamisten hatten die Bekanntgabe einer neuen afghanischen Regierung zuvor mehrfach verschoben. In den vergangenen Tagen protestierten zahlreiche Frauen unter anderem in Kabul für eine Beteiligung an der Regierung. Neben gesellschaftlichem Widerstand stehen die Taliban vor der Herausforderung, die bereits zuvor weitgehend von internationaler Hilfe abhängige und seit ihrer Machtübernahme zusätzlich gelähmte Wirtschaft aufzubauen.

16.10 Uhr: Neuer Berliner Radverkehrsplan soll Netz mit 3000 Kilometern Radwegen schaffen

Die Berliner Landesregierung will mithilfe eines neuen Radverkehrsplans ein Netz von Radwegen mit einer Gesamtlänge von mehr als 3000 Kilometern schaffen. Der neue Radverkehrsplan wurde an den Rat der Bürgermeister überwiesen und soll nach dessen Stellungnahme als Rechtsverordnung beschlossen werden, wie der Senat mitteilte. Im Mittelpunkt des neuen Plans stehen den Angaben zufolge "der Ausbau und die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur". Insgesamt entstehe so in den kommenden Jahren ein umfassendes Netz von Radverkehrsverbindungen mit einer Gesamtlänge von mehr als 3000 Kilometern – "doppelt so viel und mit deutlich höheren Standards als in den bisherigen Planungen".

Bei der Erarbeitung des Plans wurden den Angaben zufolge alle zwölf Berliner Bezirke sowie eine Vielzahl von Expertinnen und Experten - unter anderem von Fahrradinitiativen und Umweltverbänden - beteiligt.

15.45 Uhr: Waldbrände in Nordspanien außer Kontrolle

Südlich der nordspanischen Stadt Lugo haben zwei Waldbrände bisher rund 1500 Hektar Wald- und Buschland verwüstet. Feuerwehrleute versuchten weiter, die Brände rund 85 Kilometer von Lugo entfernt in der Provinz Galicien unter Kontrolle zu bringen, wie die Nachrichtenagentur Europa Press meldete. Auch Einheiten des Militärs sowie fünf Löschflugzeuge und ein Hubschrauber seien im Einsatz. Die Flammen hätten sich in der Gemeinde Beirán mehreren Wohngebäuden genähert, von denen eines habe geräumt werden müssen.

Spanien ist dieses Jahr zwar von schweren Waldbränden wie in Griechenland, der Türkei oder Italien verschont geblieben, aber bis Mitte August registrierte das Umweltministerium landesweit fast 6000 kleinere und größere Wald-, Busch- und Graslandbrände auf einer Fläche von insgesamt 46.600 Hektar.

15.38 Uhr: Mann vermutlich für Explosion in Rohrbach verantwortlich

Nach der Explosion eines Wohnhauses im oberbayerischen Rohrbach an der Ilm geht die Polizei davon aus, dass der Hausbewohner für das Unglück verantwortlich war. Es liege auch nahe, dass der 55-Jährige hinter dem Brand eines Hauses in Lugau in Sachsen stecke, teilte die Polizei in Ingolstadt mit.

Bei der Hausexplosion in Rohrbach war vergangene Woche die Frau des 55-Jährigen ums Leben gekommen. Der Mann wurde nun als ihr Ehemann identifiziert, der wenig später bei einen Autounfall starb. Die Wohnung in Sachsen gehörte ebenfalls dem Ehepaar.

15.36 Uhr: Zwei Mädchen in Sibirien getötet - 41-Jähriger festgenommen

Ein verurteilter Sexualstraftäter soll im Süden Sibiriens zwei zehn Jahre alte Schülerinnen getötet haben. Die Leichen der Mädchen seien am Tag nach ihrem Verschwinden in einem verlassenen Haus in der Stadt Kisseljowsk gefunden worden, teilten die russischen Ermittler mit. Der Staatsagentur Tass zufolge soll der 41-Jährige die Tat gestanden haben. Er wurde festgenommen. Die Mädchen waren gestern nach der Schule nicht mehr nach Hause zurückgekehrt. Medien zufolge wurden sie zuletzt in Begleitung eines Mannes gesehen, der ihnen Süßigkeiten gekauft haben soll. Kisseljowsk liegt unweit der sibirischen Großstadt Nowosibirsk. 

15.24 Uhr: Bundestag beschließt mehrere Corona-Neuregelungen

Die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken soll künftig die wesentliche Messlatte zur Beurteilung der Pandemielage sein. Das sieht eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, die der Bundestag heute beschlossen hat. Dies soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts der Impfungen nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Berücksichtigt werden sollen aber auch "weitere Indikatoren". Genannt werden die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, verfügbare Intensivkapazitäten und die Zahl der Geimpften. Die Länder sollen dann jeweils festlegen können, wo kritische Schwellen liegen, ab denen weitergehende Alltagsbeschränkungen greifen. Außerdem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

15.17 Uhr: Suspendierung von Schulleiterin in NRW wegen missachteter Coronaregeln rechtens

Die Suspendierung einer Grundschulleiterin in Viersen wegen der Missachtung von Coronaregeln ist nach Auffassung des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts rechtmäßig. Eine "ordnungsgemäße Dienstausübung" der Frau sei nicht zu erwarten, erklärte das Gericht in Münster. Ein Beschluss des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts wurde damit bestätigt.

Die Frau hatte demnach wiederholt gegen die Maskenpflicht in der Schule verstoßen, obwohl sie nicht aus medizinischen Gründen davon befreit war. Zudem habe sie sie Mitte April ihre Pflicht als Schulleiterin verletzt, ihre Schülerinnen und Schüler zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen zu lassen. Auch für weitere Pflichtverstöße im Zusammenhang mit den Coronamaßnahmen habe es Anhaltspunkte gegeben. Angesichts der "Uneinsichtigkeit" der Frau sei "weder jetzt noch in Zukunft davon auszugehen, dass sie gesetzlichen Regelungen und dienstlichen Anweisungen, die sie subjektiv für rechtswidrig oder unzweckmäßig erachtet, Folge leisten wird", erklärte das Gericht.

15.05 Uhr: Schleswig-Holstein schafft Maskenpflicht in Bereichen mit 3G-Zugangsregel ab

Im Rahmen der großflächigen Einführung des 3G-Modells wird Schleswig-Holstein die Masken- und Abstandspflicht demnächst größtenteils aufgehoben. In allen entsprechenden Bereichen würden dann nur noch Empfehlungen zum Maskentragen und Einhalten der Abstände gelten, erklärte die Landesregierung in Kiel. Dort, wo keine Begrenzung auf Getestete, Genesene und Geimpfte erfolgt, gilt dies jedoch nicht. Das betrifft den Einzelhandel sowie den öffentlichen Nahverkehr.

Angewandt wird die Regelung den Angaben zufolge unter anderem in Restaurants, Kinos, Theatern und Sporteinrichtungen. Auch für Feste in geschlossenen Räumen fallen durch die Neuerung viele Beschränkungen weg, sofern der Einlass nach dem 3G-Prinzip geregelt wird und ein Lüftungs- sowie Hygienekonzept umgesetzt wird. Nehmen an privaten Treffen nur Geimpfte und Genesene teil, gilt laut Landesregierung künftig keine Teilnehmerbegrenzung mehr.

14.39 Uhr: Ab Morgen können Sie wieder Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete kaufen

Beim Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin können ab morgen die Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete für das kommende Jahr käuflich erworben werden. Die Hochs werden 2022 wieder männliche und die Tiefs weibliche Vornamen tragen, wie die Hochschule mitteilte. Eine sogenannte Wetterpatenschaft kostet dabei 240 Euro für ein Tief beziehungsweise 360 Euro für ein Hoch. Das Geld kommt den Studierenden und ihrer Wetterbeobachtung zugute.

Mit Anka und Albert wurden 1954 die ersten beiden Taufnamen vergeben. Damals wurden Tiefdruckgebiete mit weiblichen und Hochdruckgebiete mit männlichen Vornamen benannt – in alphabetischer Reihenfolge. Erst 1998 emanzipierte sich die Wetterbenennung. Seitdem tragen Hochs und Tiefs jährlich abwechselnd weibliche und männliche Vornamen. Bislang waren mehr als 3800 Menschen aus 17 europäischen Ländern sowie aus Brasilien, Japan, den USA und Südafrika Wetterpaten.

14.33 Uhr: Seltener Gast: Walross auf Baltrum gesichtet

Auf der Nordsee-Insel Baltrum ist offenbar ein Walross gesehen worden. Der Arktisbewohner habe am Morgen auf einer breiten Buhne - einer Küstenschutzanlage - an der Westspitze der Insel im niedersächsischen Wattenmeer gelegen, berichtete Dünen- und Vogelwart Heinz Ideus. "Ich habe es erst gar nicht geglaubt, als mich ein Baltrumer darauf aufmerksam gemacht hat", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Er habe dafür gesorgt, dass das Walross in Ruhe dort liegen konnte und ihm niemand zu nah kam. Zuerst habe es müde gewirkt, inzwischen sei das Tier aber auch schon "ein bisschen weggeschwommen".

Die Gemeinde schaltete die Seehundaufzuchtstation Norddeich ein. Dort tauschte man sich mit europäischen Kolleginnen und Kollegen aus und stellte fest, dass das Walross wohl zuletzt in Dänemark gesichtet worden war. Nach Angaben von Chef-Tierpfleger Tim Fetting von der Aufzuchtstation wurde seit 1998 kein Walross mehr in der südlichen Nordsee gesehen. Damals war ein Tier auf der Insel Juist aufgetaucht.

14.27 Uhr: Neun Tote in der Ukraine: Behörde nennt Details des Minenunglücks

Beim Absturz ihres Transportkäfigs sind in einer Kohlegrube im Osten der Ukraine neun Arbeiter ums Leben gekommen. Die lokalen Behörden der Region Lugansk teilten am Dienstag mit, dass es zudem 19 Verletzte gab. Ein Stahlseil an dem unterirdischen "Fahrstuhl" sei gerissen, als die Bergarbeiter am Montag in einen Schacht des Bergwerks gestiegen seien.

In den Kohlebergwerken der Ostukraine, die teilweise von pro-russischen Separatisten kontrolliert wird, kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen. Viele Minen sind unterfinanziert und schlecht ausgestattet - auch Sicherheitsverstöße sind keine Seltenheit.

13.47 Uhr: Berliner Landeskriminalamt ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs in Kita

Ein 32 Jahre alter Mitarbeiter einer Kita in Berlin steht im Verdacht, mehrere dort betreute Kinder sexuell missbraucht zu haben. In fünf Fällen sei mittlerweile Anzeige erstattet worden, teilte die Polizei mit. Die erste Anzeige sei bereits am 25. August und vier weitere in der vergangenen Woche eingegangen. Weitere Details teilten die Beamten zunächst nicht mit.

Laut "Bild", die zuerst über den Fall berichtete, hat die Kitaleitung darüber am Montag im Rahmen einer Elternversammlung informiert. Dem Bericht zufolge ist daraufhin eine Frau zusammengebrochen und musste von Notfallsanitätern behandelt werden. Die Polizei wollte das auf Nachfrage nicht bestätigen.

13.40 Uhr: Praxismitarbeiterin soll mit Arzneibestellungen Millionenschaden verursacht haben

Eine frühere Mitarbeiterin einer Arztpraxis im Raum Filderstadt bei Stuttgart soll unberechtigterweise tausende Packungen eines Medikaments bestellt und so einen Schaden von mehr als einer Million Euro verursacht haben. Die Frau stehe im verdacht, seit 2018 eigenständig entsprechende Rezepte auf den Namen von Patienten ausgestellt zu haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

In der vergangenen Woche sei ihre Wohnung durchsucht worden. Dabei hätten die Beamten einige Beweismittel sichergestellt. Darunter seien auch Wertgegenstände, die im Zuge des sogenannten Vermögensarrests beschlagnahmt wurden, hieß es weiter.

13.32 Uhr: 300 Kinder ohne ihre Familien aus Afghanistan ausgeflogen

Bei der chaotischen Evakuierungsmission aus Afghanistan sind zahlreiche Kinder von ihren Eltern getrennt worden. Etwa 300 Minderjährige seien ohne ihre Familien ausgeflogen worden, teilte das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. "Wir gehen davon aus, dass diese Zahl durch die laufenden Identifizierungen noch steigen wird", erklärte Unicef-Direktorin Henrietta Fore. Sie zeigte sich besorgt um das Wohlergehen und die Sicherheit der betroffenen Kinder.

Nach Angaben von Unicef wurden viele Kinder in den riesigen Menschenansammlungen vor dem Kabuler Flughafen von ihren Familien getrennt. Zehntausende Menschen drängelten sich vor dem Flughafengebäude und versuchten, einen Platz bei einem der Evakuierungsflüge zu erwischen. Einige der unbegleiteten Kinder seien mit Flügen nach Deutschland, Katar oder in weitere Länder gebracht worden. "Ich kann mir nur vorstellen, wie verängstigt diese Kinder gewesen sein müssen, als sie plötzlich ohne ihre Familien dastanden", sagte Fore. Unbegleitete Minderjährige zählen ihren Angaben zufolge zu den "am stärksten gefährdeten Kindern auf der Welt". 

13.21 Uhr: Schottische Polizei räumt nach tödlichem Autounfall Fehler ein

Nach einem tödlichen Autounfall im Jahr 2015 hat die schottische Polizei ihre Mitschuld an dem tragischen Vorfall eingeräumt. Vor einem Gericht in Edinburgh gaben die Verantwortlichen am Dienstag zu, dass Fehler im System der Polizei entscheidend dazu beigetragen hätten, dass eine junge Mutter ums Leben kam. Die damals 25-jährige Frau war infolge eines Autobahnunfalls im Krankenhaus gestorben, nachdem sie tagelang unentdeckt im Unfallauto gelegen hatte. Ihr Partner starb bereits im Auto. Die Polizei hatte nach einem Notruf erst drei Tage später reagiert. Die Behörde räumte ein, dass ihr Notfallsystem zwischen 2013 und 2016 fehleranfällig gewesen sei und nicht in allen Fällen angemessen und verlässlich funktioniert habe. Der zuständige Polizeichef Stephen House war bereits nach dem Vorfall zurückgetreten.

15.10 Uhr: Russland wirft festgenommenen Krimtataren Sabotage vor

Nach ihrer Festnahme wirft der russische Inlandsgeheimdienst FSB fünf Krimtataren Sabotage einer Gaspipeline auf der von Russland einverleibten Halbinsel Krim vor. Der ukrainische Militärgeheimdienst solle einen Sprengsatz besorgt und eine Geldprämie von 2000 US-Dollar versprochen haben, teilte der FSB am Dienstag in der russischen Hauptstadt Moskau mit. Unter den Festgenommenen ist demnach Nariman Dscheljal, Vizevorsitzender des Medschlis - ein Repräsentationsorgan der Tataren auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim. Diese Organisation ist in Russland verboten. Den Krimtataren drohen nun viele Jahre Haft. Die Gaspipeline nahe Simferopol war im August beschädigt worden.

Die Ukraine hatte bereits am Wochenende die Festnahme von fünf Aktivisten durch russische Sicherheitskräfte gemeldet, gegen die sich nun die Vorwürfe richten. Daraufhin war es zu Protesten in der Stadt Simferopol auf der Krim gekommen. Dabei kamen Angaben aus Kiew zufolge 50 Krimtataren in Polizeigewahrsam.

12.55 Uhr: Möglicherweise weiterer Streik: Weselsky will der Bahn Zeit geben

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will unmittelbar nach der dritten Streikwelle zunächst keine weiteren Arbeitskämpfe ankündigen. Zum Ende eines Streiks drohe man nicht schon mit dem nächsten, sagte GDL-Chef Claus Weselsky im MDR. "Man muss natürlich der anderen Seite auch etwas Zeit geben und Gelegenheit, sich zu korrigieren. Ich denke, dass das immer noch möglich ist." Auch der Bund sei gefordert, "hier werden Steuermillionen verbrannt für nichts", sagte Weselsky.

12.45 Uhr: Papst will Kirche gemeinsam mit Laien weiterentwickeln

Papst Franziskus will ab Oktober in Vorbereitung auf die Weltbischofssynode 2023 alle Gläubigen weltweit zur Mitarbeit an der Weiterentwicklung der Kirche aufrufen. "Mit dieser Einberufung lädt Papst Franziskus die ganze Kirche ein, sich Gedanken zu machen über ein für ihr Leben und ihre Sendung entscheidendes Thema", hieß es in einem im Vatikan vorgestellten Vorbereitungsdokument.

In diesem Dokument wird mehrfach der in der katholischen Kirche in Deutschland verwendete Begriff des "Synodalen Wegs" aufgegriffen. Allerdings ist es fraglich, ob der Papst darunter Ähnliches versteht wie die deutschen Katholiken. Diese diskutieren seit eineinhalb Jahren die Position der Frau, die kirchliche Sexualmoral, den Umgang mit Macht und die priesterliche Ehelosigkeit und wollen dabei auch ganz konkrete Reformfortschritte erzielen.

12.45 Uhr: Umfrage: Union unter 20 Prozent – SPD gewinnt

Rund drei Wochen vor der Bundestagswahl ist die Union in einer Umfrage auf unter 20 Prozent gefallen. Im neuen RTL/ntv-Trendbarometer kommen CDU und CSU auf 19 Prozent (minus 2), wie aus den veröffentlichten Daten des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervorgeht. Das sind nur zwei Prozentpunkte mehr als die Grünen, die 17 Prozent und damit im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt weniger erreichen. Stärkste Kraft bleibt die SPD: Die Sozialdemokraten legen auf 25 Prozent (plus 2) zu. Die FDP verbessert sich auf 13 Prozent (plus 1). Die Werte der anderen Parteien bleiben unverändert.

12.31 Uhr: Deutsche Wälder sollen besser an Klimawandel angepasst werden

Wälder in Deutschland sollen nach Plänen des Landwirtschaftsministeriums bis 2050 besser an den Klimawandel angepasst werden. "Unser Wald ist der wichtigste Klimaschützer, Hort der biologischen Vielfalt, Arbeitgeber und Erholungsort – er ist ein Multitalent", sagte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) in Berlin bei der Vorstellung der Waldstrategie 2050. Diese Funktionen sollen für kommende Generationen erhalten werden. Das Ministerium möchte die Wiederaufforstung von klimaangepassten Mischwäldern stärker fördern. Die Wiederaufforstung von Nadelbäumen sei nur dort geplant, wo Laubbäume nicht wüchsen. Klöckner nannte Höhenlagen als Beispiel.

12.22 Uhr: Einbrecher entschuldigt sich bei Wohnungsbesitzerin

Ein Einbrecher hat im nordrhein-westfälischen Gevelsberg eine Wohnungsbesitzerin erschreckt und sich bei ihr dafür entschuldigt. Die 52-Jährige wurde am Montagmorgen von einem lauten Knall aus ihrem Wohnungsflur erschreckt und traf auf den Mann, wie die Polizei des Ennepe-Ruhr-Kreises in Schwelm erklärte. Der Einbrecher gab demnach an, er habe nicht gewusst, dass jemand zu Hause sei. Nach seiner Entschuldigung habe der Einbrecher die Wohnung in der obersten Etage eines Mehrfamilienhauses ohne Beute verlassen und sei in unbekannte Richtung geflohen.

12.20 Uhr: Britische Finanzaufsicht: Strenge Regulierung von Werbung für Kryptowährung

Die britische Finanzaufsicht hat sich kritisch zu Werbung von Social-Media-Stars für Kryptowährungen geäußert und eine strenge Regulierung gefordert. Das Leben finde zunehmend online statt und "wir können Online-Unternehmen nicht Praktiken erlauben, die wir bei anderen Firmen nicht tolerieren würden", sagte der Chef der Obersten Finanzbehörde (FCA), Charles Randell. Nötig seien Regeln, die Menschen vor Investitionsbetrug und Tricks schützten.

Der FCA-Chef nahm vor allem Bezug auf einen Werbebeitrag des US-Reality-Stars Kim Kardashian im Internetdienst Instagram. Kardashian hatte im Juni in einer Instagram-Story einen als Werbung deklarierten Beitrag hinterlassen und ihre Fans aufgerufen, sich der "Ethereum Max Gemeinschaft" anzuschließen. Kardashian hat auf Instagram über 200 Millionen Anhängerinnen und Anhänger.

12.13 Uhr: Mann schleift Lebensgefährtin mit dem Auto mit

Nach einem Streit hat ein 38 Jahre alter Mann aus Brilon im Sauerland seine Lebensgefährtin mit dem Auto ein Stück mitgeschleift. Dabei stürzte die 42-Jährige auf die Straße und zog sich schwere Verletzungen zu. Vorausgegangen sei eine Auseinandersetzung des Paares am Montagabend in der gemeinsamen Wohnung, teilte die Polizei mit. Danach habe der Mann den Autoschlüssel seiner Partnerin genommen und sei verschwunden.

Als die 42-Jährige das Fehlen des Schlüssels bemerkt hatte, machte sie sich auf die Suche und traf ihren Partner mit dem Auto wenig später auf einer Straße in Brilon. Der 38-Jährige habe angehalten und das Fenster auf der Fahrerseite geöffnet. Als die Frau sich durch das Fenster ins Auto lehnte, um den Schlüssel aus dem Zündschloss zu ziehen, gab der Mann Gas. Dabei wurde die Frau zunächst einige Meter mitgeschleift, ehe sie schließlich stürzte. Der Mann sei davon gefahren und habe sich nicht um die Verletzte gekümmert. Nach kurzer Fahndung wurde der Briloner von der Polizei gefasst und festgenommen. Ein Atemalkoholtest vor Ort ergab einen Wert von etwa 0,6 Promille. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

12.10 Uhr: Lufthansa: Rückzahlung der Staatshilfe erst nach Bundestagswahl

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hält eine Rückzahlung der deutschen Staatshilfen für sein Unternehmen vor der Bundestagswahl inzwischen für unrealistisch. "Das muss man abschreiben", sagte der Chef von Deutschlands größtem Airline-Konzern beim Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Jetzt gehe es darum, ob der Schritt noch in diesem Jahr gelingt. "Wir würden gern noch mit den jetzigen Ansprechpartnern Klarheit schaffen", sagte Spohr. Dabei baut er darauf, dass es nach der Wahl am 26. September einige Zeit dauert, bis eine neue Bundesregierung steht. So lange ist die Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weiterhin im Amt.

12.02 Uhr: Diesjährige Sommermonate die bisher Wärmsten in Europa

Die diesjährigen Sommermonate Juni, Juli und August waren in Europa die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Das teilte der europäische Klimawandeldienst Copernicus (C3S) in London mit. Demnach lag die durchschnittliche Temperatur fast ein Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Die bislang wärmsten Sommermonate wurden in den Jahren 2010 und 2018 verzeichnet, sie waren jeweils etwa 0,1 Grad kühler als in diesem Jahr. Die Copernicus-Aufzeichnungen gehen bis auf das Jahr 1979 zurück.

11.49 Uhr: EU-Kommission beantragt Finanzsanktionen gegen Polen

Die EU-Kommission verschärft mit einem Antrag auf finanzielle Sanktionen gegen Polen ihr Vorgehen gegen die Justizreformen des Landes. Konkreter Hintergrund ist die fortgesetzte Tätigkeit der Disziplinarkammer zur Bestrafung von Richtern, wie die Brüsseler Behörde mitteilte. Über den Antrag muss nun der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheiden.

11.43 Uhr: Polizei in Pilsen erwischt Paar beim Sex auf Kirchturm

Ausgerechnet auf einem Kirchturm hat sich ein junges Paar in Tschechien der Lust hingegeben. Beim Sex in luftiger Höhe wurden der Mann und die Frau von einer anderen Besucherin erwischt, die alles mit der Handykamera dokumentierte, wie eine Polizeisprecherin im westböhmischen Pilsen (Plzen) mitteilte. Die herbeigerufene Streife erwischte das junge Paar dann in flagranti auf der Aussichtsplattform der St.-Bartholomäus-Kathedrale.

Der 37 Jahre alte Mann und die sechs Jahre jüngere Frau führten den Angaben zufolge an, sie hätten sich lange nicht gesehen und ihr Wiedersehen feiern wollen. Wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses mussten sie vor Ort eine Geldstrafe bezahlen. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Samstag kurz vor Mittag. Der Turm der St.-Bartholomäus-Kathedrale ist mit knapp 103 Metern der höchste Kirchturm in Tschechien. Die Aussichtsplattform befindet sich in einer Höhe von 62 Metern. 

11.21 Uhr: Türkische Behörden gehen gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger vor

Türkische Behörden haben die Festnahme von 214 mutmaßlichen Mitgliedern der Gülen-Bewegung in der Türkei sowie in Nordzypern angeordnet. 137 der Verdächtigen seien bereits festgenommen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag. Neben aktiven und ehemaligen Soldaten seien darunter auch Militärschüler, die nach dem Putschversuch 2016 der Militärschule verwiesen worden seien.

Am Abend des 15. Juli 2016 hatten Teile des Militärs gegen die Regierung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geputscht. Es gab mehr als 250 Todesopfer, mehr als 2000 Menschen wurden verletzt.

11.20 Uhr: Berliner Verwaltungsgericht bestätigt Einreisebeschränkung trotz Sinovac-Impfung

Das Berliner Verwaltungsgericht hat Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger trotz vollständiger Impfung mit dem chinesischen Corona-Impfstoff Sinovac bestätigt. Der Eilantrag einer iranischen Staatsangehörigen und ihrer Familie wurde am Freitag zurückgewiesen, wie das Gericht am Dienstag mitteilte.

Den vom Bundesinnenministerium (BMI) erlassenen Einreisebeschränkungen zufolge werden an deutschen Schengen-Außengrenzen Nicht-EU-Bürger - sogenannte Drittstaatenangehörige - zurückgewiesen, wenn kein dringender Einreisegrund wie etwa ein Besuch bei der sogenannten Kernfamilie vorliegt. Etwas anderes gilt im Fall vollständigen Impfschutzes durch einen auf der Webseite des Paul-Ehrlich-Instituts gelisteten Impfstoff.

Alicia Awa und Selfiesandra nehmen an Impfkampagne der Bundesregierung teil

11.13 Uhr: IAA-Gegner seilen sich von Münchner Autobahnbrücken ab

Umweltaktivisten haben mit Protestaktionen am Eröffnungstag der Automesse IAA Mobility zeitweise den Verkehr auf Autobahnen rund um München lahm gelegt. Demonstrantinnen und Demonstranten entrollten am Morgen nach Polizeiangaben auf mehreren Autobahnen Banner. Zum Teil seilten sie sich dafür von Autobahnbrücken ab.

Auf der A9 etwa kletterten Aktivisten eigenen Angaben zufolge auf eine Schilderbrücke und überklebten die Aufschrift. Auf der A96 seilten sich zwei Demonstranten von einer Brücke ab und entrollten ein Transparent mit dem Schriftzug "Block IAA". Polizei und Feuerwehr waren vor Ort, um die Protestaktionen zu beenden. Weil die Straßen gesperrt seien, staue sich der Verkehr, sagte eine Polizeisprecherin.

11.12 Uhr: Rund 90 Asylanträge von Afghanen vom US-Stützpunkt Ramstein

Einige der vom US-Militär ausgeflogenen Afghanen wollen als Flüchtlinge in Deutschland bleiben. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mitteilte, haben von den Tausenden Menschen, die zuvor auf dem US-Militärstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz untergebracht waren, bislang rund 90 Menschen einen Asylantrag gestellt. Zuerst hatte die "Welt" über die Asylanträge berichtet.

Zur Unterstützung der großangelegten Evakuierungsmission aus Afghanistan hatten die USA international mehrere Drehkreuze eingerichtet, um afghanische Schutzsuchende vorübergehend unterzubringen, bevor sie langfristig umgesiedelt werden. Eines davon ist der Stützpunkt Ramstein. Hier werden an diesem Mittwoch US-Außenminister Antony Blinken und Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erwartet.

10.56 Uhr: Nach GDL-Streik: Bahn pocht weiter auf Lösung am Verhandlungstisch

Trotz des mehr als fünftägigen Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zeichnet sich in dem Tarifkonflikt vorerst kein neues Angebot der Deutschen Bahn ab. "Es liegt ein Angebot auf dem Tisch, das bereits wesentliche Forderungen der Gewerkschaft erfüllt", teilte eine Bahn-Sprecherin mit. "Die GDL muss endlich ihre Blockade aufgeben und mit uns verhandeln. Wir sind dazu jederzeit bereit."

Gewerkschaftschef Claus Weselsky hatte am Montag erneut ein Angebot gefordert, das es der Gewerkschaft ermögliche, einen Tarifvertrag für sämtliche Mitglieder in den verschiedenen Betrieben der Bahn abzuschließen. Er verlangte für die Beschäftigten außerdem Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von diesem Jahr an, eine Corona-Prämie sowie den Fortbestand des bisherigen Betriebsrentensystems.

10.38 Uhr: Gesundheitsminister Spahn: "Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften"

In Deutschland sind bisher 61,4 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag hervor (Stand: 9.21 Uhr). Demnach wurden am Montag 118.545 verabreichte Impfdosen gemeldet. Etwa 54,8 Millionen Menschen (65,9 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rief am Dienstag auf Twitter erneut zum Impfen auf. "Bei Inzidenz und auf Intensivstationen sehen wir: Wir erleben eine anwachsende Pandemie der Ungeimpften. Alle, die können, sollten sich ihren Schutz holen!"

10.37 Uhr: Tote in Potsdamer Wohnheim: Anklage gegen Tatverdächtige erhoben

Mehr als vier Monate nach der Gewalttat mit vier Toten in einem Potsdamer Wohnheim für Behinderte hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die 52-jährige Tatverdächtige erhoben. Der Pflegekraft wird Mord in vier Fällen sowie versuchter Mord in drei Fällen und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. "Die Angeschuldigte ist hinreichend verdächtig, am 28. April 2021 fünf schutzlose Bewohner der Einrichtung in Tötungsabsicht angegriffen zu haben", teilte die Behörde in Potsdam mit. Der vorläufigen Einschätzung der Sachverständigen, die Pflegekraft habe die Taten im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit begangen, sei die Staatsanwaltschaft gefolgt, hieß es weiter.

Ende April waren in dem Wohnheim der diakonischen Einrichtung Oberlinhaus vier Menschen getötet und eine Bewohnerin schwer verletzt worden. Die weiteren angeklagten Mordversuche sollen sich laut der Behörde bereits früher gegen dieselben Menschen gerichtet haben. Tatverdächtig ist die Pflegekraft, die viele Jahre dort arbeitete. Sie ist in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Die Tat hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.

10.11 Uhr: Landrat von Ahrweiler beantragt dauerhafte Dienstunfähigkeit

Mehr als sieben Wochen nach der Flutkatastrophe im rheinland-pfälzischen Ahrtal hat der unter Druck stehende Landrat des Kreises Ahrweiler eine dauerhafte Dienstunfähigkeit beantragt. Der Antrag von Jürgen Pföhler (CDU) liege seit kurzem vor und werde zeitnah bearbeitet, sagte eine Sprecherin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion am Dienstag. Demnach reichte Pföhler den Antrag Ende vergangener Woche ein.

Wann darüber entschieden werden soll, war unklar. Pföhler war nach der Katastrophe in die Kritik geraten. Die Staatsanwaltschaft leitete vor rund vier Wochen Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen ein. Darüber hinaus ermittelt die Behörde gegen ein weites Mitglied des Krisenstabs. Etwa anderthalb Wochen später legte Pföhler sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Er könne das Amt krankheitsbedingt absehbar nicht mehr ausüben, hieß es zur Begründung.

10.07 Uhr: Ostukraine: Neun Kumpel sterben bei Unglück in Kohlemine

Im ostukrainischen Separatistengebiet sind neun Kohlekumpel beim Absturz eines Lifts in einem Schacht getötet worden. 19 weitere seien bei dem Unglück in Tscherwonopartisansk im Luhansker Gebiet verletzt worden, meldeten lokale Medien am Dienstag. Als Ursache des Unglücks am Montagabend wurde der Riss des Drahtseils eines Transportkäfigs genannt. Der Schacht "Roter Partisan" befindet sich knapp zwei Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

Das Gebiet wird seit 2014 von durch Russland unterstützte Rebellen kontrolliert. Infolge von Kämpfen mit Regierungstruppen sind seitdem UN-Schätzungen nach mehr als 13 000 Menschen getötet worden. Ein Friedensplan liegt auf Eis.

9.57 Uhr: Mehr als 40 Millionen Corona-Infektionen in den USA

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA auf mehr als 40 Millionen gestiegen. Bislang wurden 40.018.326 Fälle registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MESZ) hervorging. Damit lagen die USA in absoluten Zahlen weltweit an erster Stelle vor Indien und Brasilien.

Rund 649.000 Menschen starben laut JHU bisher in den Vereinigten Staaten in Zusammenhang mit dem Virus. Im Durchschnitt der vergangenen Woche infizierten sich nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC landesweit pro Tag etwa 150.000 Bürger in den USA mit Sars-CoV-2.

9.49 Uhr: Merkel ruft zur Impfung auf: "Niemand ist Versuchskaninchen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bevölkerung noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. "Sie leisten damit für sich und unsere gesamte Gesellschaft einen ganz wichtigen Beitrag, den Weg aus dieser Pandemie zu finden", sagte sie am Dienstag bei einer Generaldebatte im Bundestag.

Gleichzeitig hob Merkel die Sicherheit der Impfstoffe hervor: "Natürlich war und ist niemand von uns beim Impfen in irgendeiner Form ein Versuchskaninchen", versicherte die Kanzlerin. Die Impfstoffe in Deutschland hätten alle notwendigen Phasen der klinischen Prüfung und alle Zulassungsverfahren durchlaufen.

9.08 Uhr: Geldzahlungen könnten nach Ansicht vieler Deutscher Impfkampagne beschleunigen

Geldzahlungen oder Gutscheine könnten nach Ansicht von fast zwei Dritteln der Deutschen die lahmende Impfkampagne ankurbeln. Laut einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Yougov-Umfrage für den Lotterievermittler Lotto24 sind 61 Prozent der Befragten überzeugt, dass Geld oder Gratisleistungen dabei helfen können, Menschen für eine Corona-Impfung zu gewinnen. Mit 24 Prozent hält demnach ein Viertel bis zu 25 Euro für ausreichend, ein Fünftel oder 19 Prozent bis zu 50 Euro.

Neun Prozent der Befragten und damit fast jeder Zehnte fände aber auch mehr als 500 Euro "angemessen", wie Lotto24 weiter mitteilte. Ebenfalls etwa zehn Prozent gaben demnach an, dass sie sich mangels eines konkreten persönlichen Anreizes selbst noch nicht hätten impfen lassen. Insgesamt waren allerdings 75 Prozent der Befragten schon geimpft. Weitere 14 Prozent lehnten eine Corona-Schutzimpfung ab.

Wie wichtig eine Corona-Impfung ist, zeigen Modellrechnungen des Robert Koch-Instituts.

8.53 Uhr: Vietnamese wegen Corona-Ansteckungen zu fünf Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht in Vietnam hat einen Mann zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, weil er andere mit dem Coronavirus infiziert hatte. Wie das Gericht in der südlichen Provinz Ca Mau auf seiner Internetseite mitteilte, war der 28-Jährige im Juli aus Ho-Chi-Minh-Stadt, einem der Infektions-Hotspots in Vietnam, in seine Heimatprovinz Ca Mau gereist und hatte gegen eine Quarantäne-Anordnung verstoßen.

Weil er sich nicht 21 Tage lang zu Hause isolierte, steckte er nach Angaben des Gerichts "viele" andere Menschen mit dem Coronavirus an, von denen einer starb. Laut Berichten der vietnamesischen Staatsmedien gehen acht Infektionen auf den Angeklagten zurück. Verurteilt wurde er nun wegen der Verbreitung einer "gefährlichen Infektionskrankheit".

8.40 Uhr: Umfrage: CSU rutscht in Bayern unter 30 Prozent

Die CSU ist laut einer neuen Umfrage zur Bundestagswahl unter die 30-Prozent-Marke gestürzt. Laut dem jüngsten "Wählercheck" der Sendung "17:30 Sat.1 Bayern" sagten nur noch 29 Prozent der Befragten im Freistaat, dass sie bei der Bundestagswahl die Christsozialen wählen würden. Bei der vorangegangenen Erhebung im Juli kam die CSU hier noch auf 35 Prozent.

Die Grünen liegen nach der aktuellen Umfrage bei 18 Prozent im Freistaat (Juli: 20 Prozent), die SPD verbesserte sich von 9 auf 15 Prozent. Die FDP kam auf 13 Prozent (Juli: 12 Prozent), die AfD auf 10 Prozent (Juli: 9 Prozent). Die Freien Wähler verloren leicht und kamen auf noch 6 Prozent. Die Verantwortlichen der Umfrage betonen aber, dass es sich um keine Wahlprognose handele. Es sei nur eine Momentaufnahme. Jeder zweite Wähler und jede zweite Wählerin sei noch unentschlossen.

7.57 Uhr: Bolsonaro-Unterstützer durchbrechen Polizeiabsperrung in Brasília

Unterstützer des rechtsextremen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro haben am Vorabend des Unabhängigkeitstages in der brasilianischen Hauptstadt eine Polizeiabsperrung durchbrochen. Wie die Polizei von Brasília am Montagabend mitteilte, überwanden hunderte Demonstranten mit Lastwagen und Autos eine Absperrung und gelangten auf die aus Sicherheitsgründen gesperrte Allee, die zum Kongress und zum Obersten Gerichtshof des Landes führt.

Auf Videos im Internet war ein kleiner Autokorso zu sehen, der die Straße entlang fuhr. Demonstranten zu Fuß schwenkten Fahnen. "Wir sind gerade hereingestürmt", rief einer der Demonstranten in einem Video. "Die Polizei konnte die Menschen nicht zurückhalten". Er kündigte an, dass die Demonstranten am Dienstag auch das Oberste Gericht stürmen wollten. Die Polizei teilte mit, dass sie noch vor Ort sei, um "die Situation wiederherzustellen". Der Sender CNN Brasilien berichtete, die Situation sei offenbar bereits unter Kontrolle.

7.30 Uhr: Ein Toter bei Wohnungsbrand in Stuttgart - mehrere Verletzte

Bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus in Stuttgart ist ein Mann ums Leben gekommen. Durch das Feuer wurden drei weitere Menschen leicht und einer schwer verletzt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Nach Angaben der Feuerwehr hatte eine Zeugin den Brand am frühen Dienstagmorgen gemeldet. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte seien bereits Flammen und dichter Rauch aus den Fenstern der Wohnung im ersten Stock gedrungen.

Die Feuerwehrleute brachten 25 Bewohner des Gebäudes in Sicherheit. Sie konnten noch in der Nacht in ihre Wohnungen zurück. Nur die Wohnung, in der das Feuer ausgebrochen war, war zunächst unbewohnbar. Die Verletzten kamen in Krankenhäuser. Insgesamt waren 86 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort. Weitere Details wie die Brandursache waren zunächst unklar.

7.29 Uhr: Südkorea: Nordkorea bereitet anscheinend größere Militärparade vor

Nordkorea bereitet nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs möglicherweise eine neue Militärparade vor. Zusammen mit den USA beobachte Südkorea derzeit Vorbereitungen in Nordkorea für "große Veranstaltungen wie etwa eine Militärparade in Verbindung mit dessen internen Terminen", teilte ein Sprecher des Generalstabs laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag mit. Südkoreanische Sender berichteten unter Berufung auf mehrere Quellen, Nordkorea könnte frühestens am Donnerstag zum Tag der Staatsgründung eine Heerschau abhalten. Möglich sei aber auch, dass eine Parade zum Gründungstag der herrschenden Arbeiterpartei am 10. Oktober erfolgt.

Pjöngjang nutzt oft wichtige Feier- oder Gedenktage, um militärische Stärke zu zeigen.

7.10 Uhr: Altmaier gibt nach Gesundheitsproblemen Entwarnung

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht es nach eigener Aussage "wieder sehr gut". Altmaier schrieb in einem Tweet am Dienstagmorgen: "Nach einem arbeitsreichen Tag war meine Aufnahme ins Krankenhaus eine Vorsichtsmaßnahme. Die bisherigen Untersuchungen haben die Sorgen meiner Mitarbeiter jedoch nicht bestätigt."

Altmaier war am Montagabend nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit einem Notarzt in ein Berliner Krankenhaus gebracht worden. Altmaier hatte an einem Abendessen des Wirtschaftsausschusses des Bundestages in einem Berliner Hotel teilgenommen. Er bedankte sich am Dienstagmorgen, "für die vielen guten Wünsche, die mich sehr berührt haben".

6.55 Uhr: Algerien: 27 Festnahmen wegen Verbindung zu Terrororganisation

In Algerien hat die Polizei zahlreiche Menschen festgenommen, die sie der Mitgliedschaft in einer als Terrororganisation eingestuften Bewegung verdächtigt. Wie die Behörden am Montag erklärten, wurden 27 Menschen wegen "Untergrabung der nationalen Einheit, Störung der öffentlichen Ordnung und Anstiftung zu einer Versammlung" festgenommen. Sie sollen der Bewegung für die Selbstbestimmung der Kabylei (MAK) angehören. Diese kämpft für die Unabhängigkeit der berbersprachigen Region im Nordosten Algeriens.

Im Streit um die Unterstützung separatistischer Bewegungen hatte Algerien Ende August die diplomatischen Beziehungen zu Marokko abgebrochen. Algerien wirft Marokko vor, die MAK zu unterstützen. Die algerischen Behörden machen die MAK unter anderem für die verheerenden Waldbrände im August verantwortlich. Dabei kamen mindestens 90 Menschen ums Leben, darunter mehr als 30 Soldaten.

4.56 Uhr: Israel fliegt Luftangriffe auf Gazastreifen

Die israelische Armee hat Luftangriffe auf den Gazastreifen geflogen. Wie die israelischen Streitkräfte Montagnacht mitteilten, waren die Angriffe Vergeltung für Brandballons, die aus der palästinensischen Enklave am Mittelmeer auf israelisches Gebiet geschickt wurden. Israel machte die radikalislamische Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, für die Brandballons verantwortlich. Die Luftwaffe griff eigenen Angaben zufolge eine Raketenwerkstatt sowie ein Militärgelände der Hamas im Süden der Enklave an.

Augenzeugen berichteten, dass die Armee auch den Norden des Gazastreifens mit Artillerie beschossen habe. Nach Angaben medizinischer Kreise in der palästinensischen Enklave wurde niemand bei den israelischen Angriffen getötet. Zuvor hatten israelische Feuerwehrleute erklärt, dass Brandballons drei Buschbrände in der Nähe des Gazastreifens verursacht hätten.

4.33 Uhr: RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist zum ersten Mal seit Tagen wieder leicht gesunken. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, liegt die Inzidenz nun bei 83,8 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. 

Am Vortag hatte der Wert noch bei 84,3 gelegen, vor einer Woche bei 74,8. Zuletzt war die Inzidenz am Dienstag vor einer Woche leicht gesunken. Binnen 24 Stunden wurden 6726 Neuinfektionen gemeldet. 59 weitere Menschen starben den Angaben zufolge im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

3.32 Uhr: Amnesty: Dutzende Flüchtlinge von syrischen Sicherheitskräften misshandelt

Dutzende nach Syrien zurückgekehrte Flüchtlinge sind laut Menschenrechtlern von den Sicherheitskräften der Regierung misshandelt worden. Ein am Dienstag veröffentlichter Bericht von Amnesty International schildert "schreckliche Übergriffe" gegen 66 Rückkehrer - darunter 13 Kinder. Die Sicherheitskräfte von Syriens Machthaber Baschar al-Assad haben die Flüchtlinge demnach willkürlich inhaftiert und gefoltert. Fünf Menschen sind demnach in Haft gestorben.

Das Schicksal von 17 aus der Haft verschwundenen Menschen ist laut Amnesty unklar. Die Menschenrechtsorganisation dokumentierte auch 14 Fälle von sexueller Gewalt durch Sicherheitskräfte, darunter sieben Vergewaltigungen. Unter den Opfern sind ein Teenager sowie ein fünfjähriges Mädchen.

3.00 Uhr: Mindestens 21 Tote bei Busunglück in Bolivien

Bei einem Busunglück in Bolivien sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien mindestens zwölf Passagiere verletzt worden, berichteten bolivianische Medien unter Berufung auf die Polizei am Montagabend (Ortszeit). Demnach stürzte der Bus, der auf dem Weg von dem Ort Morochata nach Quillacollo war, rund 70 Kilometer von der Provinzhauptstadt Cochabamba entfernt 300 Meter in die Tiefe. Die Umstände des Unfalls waren zunächst unklar.

Schwere Verkehrsunfälle passieren auf den engen, bisweilen unbefestigten Bergstraßen der Andenländer häufiger. Im März war in Bolivien ein Bus auf der Strecke zwischen Santa Cruz de la Sierra und Cochabamba in die Tiefe gestürzt, mindestens 20 Menschen kamen ums Leben. Im Juli stürzte ein Bus auf der Höhe des Ortes Chataquila mehr als 100 Meter in die Tiefe, mindestens 34 Menschen kamen ums Leben.

2.19 Uhr: Schwedische Polizei nimmt zwei Frauen mit Verbindungen zum IS fest

Die schwedische Polizei hat zwei Frauen mit Verbindungen zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP am Montag sagte, sind die beiden Frauen aus Syrien nach Schweden zurückgekehrt und nach der Landung ihres Flugzeugs in Stockholm festgenommen worden. Eine dritte Frau sei mitgenommen worden, um sie zu verhören. 

Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender SVT berichtete, dass gegen mindestens eine der verhafteten Frauen wegen Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ermittelt werde. Demnach lebten die Frauen vor ihrer Rückreise in Lagern in Nordsyrien. Kurdische Behörden schoben sie laut SVT ab, nachdem sie entschieden hatten, dass sie nicht genügend Beweise für eine Strafverfolgung hätten.

2.15 Uhr: GDL-Streik beendet – Bahnverkehr läuft wieder an

Der dritte Streik im laufenden Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn ist am frühen Dienstagmorgen wie geplant zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bestätigte, der Arbeitskampf sei wie angekündigt um 2.00 Uhr vorerst beendet worden. Eine Bahnsprecherin sagte, der Zugverkehr laufe in Deutschland wieder wie gewohnt an. Bis der reguläre Betrieb wieder vollständig hergestellt sei, konnte die Bahn zunächst noch nicht sagen. Ein Fazit kündigten beide Seiten für den weiteren Tagesverlauf an.

Mehr als fünf Tage lang hatte der Streik den Güter- und Personenverkehr in Deutschland stark eingeschränkt. Im aktuellen Tarifstreit beim Konzern war es die bisher längste Streikrunde. Gelöst ist der Tarifkonflikt allerdings noch nicht.

1.49 Uhr: Bund und Länder einigen sich auf Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler

Für Grundschulkinder wird es in Deutschland ab dem Schuljahr 2026/27 einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung geben. Im Streit um die Finanzierung des Vorhabens einigten sich Bund und Länder am Montagabend im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat. "Wir haben uns auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder geeinigt", erklärte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD). Sie sprach von einem guten Tag "für die Familien in Deutschland". 

Lambrecht bezeichnete den Ganztagsanspruch im Grundschulalter als "ganz wichtige Weichenstellung - für mehr Bildungsgerechtigkeit und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf".

1.19 Uhr: Kuba beginnt als weltweit erstes Land mit Coronavirus-Impfungen für Kleinkinder

Kuba hat als erstes Land der Welt mit der Coronavirus-Impfung für Kleinkinder begonnen. Am Montag begannen die Behörden in der Provinz Cienfuegos mit den Impfungen für die Altersgruppe der Zwei- bis Elfjährigen. Die Kinder erhalten die in Kuba entwickelten Corona-Impfstoffe Abdala und Soberana, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) allerdings nicht anerkannt werden. Seit Freitag schon werden Kinder ab zwölf Jahren geimpft.

Wegen der Corona-Pandemie waren Kubas Schulen seit März 2020 die meiste Zeit geschlossen. Am Montag begann nun das neue Schuljahr - am Fernseher, weil nur wenige Haushalte in dem kommunistisch regierten Karibikstaat einen Internetanschluss haben. Die Behörden planen, die Schulen ab Oktober schrittweise wieder zu öffnen, wenn bis dahin alle für eine Corona-Impfung in Frage kommenden Kinder und Jugendliche die Impfspritzen erhalten haben.

0.47 Uhr: Vermögende Deutsche bunkern Milliarden in Steueroasen

Vermögende Deutsche bunkern Milliarden von Euro in Steueroasen. Allein auf der britischen Kanalinsel Guernsey lagerten im Jahr 2019 etwa 11,9 Milliarden Euro von Bundesbürgern, wie die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagsausgabe) unter Berufung auf eine Aufstellung des Bundesfinanzministeriums berichtet. Dieselbe Summe fand sich demnach in Liechtenstein.

Auf den karibischen Cayman Inseln lagerten dem Bericht zufolge im Jahr 2019 knapp 8,5 Milliarden Euro von Deutschen. Die Schweiz fehlt in der Aufstellung - das Land hatte laut "Süddeutscher Zeitung" einer Veröffentlichung der Statistik widersprochen. Im Jahr 2018 waren etwas mehr als 133 Milliarden Euro gemeldet worden, die deutsche Steuerzahler bei Schweizer Banken geparkt hatten. 

0.30 Uhr: Baerbock will auf Abzug der US-Atombomben aus Deutschland dringen

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will bei einem Wahlsieg auf einen Abzug der US-Atombomben aus Deutschland dringen. Eine neue Bundesregierung müsse mit Blick auf die Abrüstungsverhandlungen zwischen den USA und Russland deutlich machen: "Natürlich müssen Teil dieser Abrüstung auch die amerikanischen Atomwaffen hier in Deutschland und in Gesamteuropa sein", sagte Baerbock am Montagabend in der ARD-"Wahlarena". "Wir haben da gerade ein Fenster der Möglichkeiten und das müssen wir nutzen und nicht weiter eine Außenpolitik betreiben, die sich im Zweifel wegduckt."

Die Atommächte USA und Russland haben Ende Juli neue Abrüstungsgespräche aufgenommen, die zuvor bei einem Gipfel von US-Präsident Joe Biden und dem russischen Staatschef Wladimir Putin vereinbart worden waren. Deutschland ist zusammen mit anderen Nato-Staaten wie Italien, Belgien, den Niederlanden oder der Türkei über die Stationierung von Atomwaffen an der nuklearen Abschreckung der Nato beteiligt. Auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern Schätzungen zufolge noch etwa 20 Atombomben, die im Ernstfall von Kampfjets der Bundeswehr abgeworfen werden sollen.

0.05 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier mit Notarzt in Klinik gebracht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist am Montagabend nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur mit einem Notarzt in ein Berliner Krankenhaus gebracht worden. Er ist aktuell in ärztlicher Behandlung, wie die dpa erfuhr. Altmaier hatte an einem Abendessen des Wirtschaftsausschusses des Bundestages in einem Berliner Hotel teilgenommen. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, Altmaier sei mit einem Rettungswagen in die Berliner Charité gebracht worden. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wünschte via Twitter Gute Besserung.

Über den genauen Gesundheitszustand Altmaiers wurde zunächst nichts bekannt. Der 63-Jährige ist seit März 2018 Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Er ist ein enger Vertrauter von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und war zuvor Chef des Bundeskanzleramtes sowie Bundesumweltminister.

cl/tkr DPA AFP

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