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News vom Wochenende Nach Sturm auf US-Kapitol: Polizei verstärkt Schutz des Reichstagsgebäudes

Ein bewaffneter Polizist steht vor dem Reichstagsgebäude
Ein bewaffneter Polizist steht vor dem Reichstagsgebäude
© Wolfgang Kumm / Picture Alliance
Armeechef: Flugschreiber von vermisster Boeing im Meer gefunden +++ Medien: Pence nimmt an Bidens Amtseinführung teil +++ Einsatzkräfte finden nach Absturz indonesischer Passagiermaschine Leichenteile +++ Die News vom Wochenende im stern-Ticker.

Aktuelle Top-Meldung:

Nach Sturm auf US-Kapitol: Polizei verstärkt Schutz des Bundestags

Nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol in Washington hat die Berliner Landespolizei eine Verstärkung ihrer Kräfte im Umfeld des Reichstagsgebäudes veranlasst. Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Schreiben von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) an die Abgeordneten.     

Schäuble betonte laut "Bild am Sonntag" in dem Brief, er selbst habe vom Auswärtigen Amt einen Bericht über die Ausschreitungen in den USA erbeten und werde "mit dem Bund und dem Land Berlin klären lassen, welche Schlüsse daraus für die Sicherung des Bundestages zu ziehen sind".     

Schäuble machte ausdrücklich den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump für den Vorfall vom vergangenen Mittwoch verantwortlich. Dieser sei ein "Angriff eines von einem abgewählten Präsidenten aufgepeitschten Mobs auf das Parlament und die Demokratie" gewesen, kritisierte der CDU-Politiker. 

+++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie lesen Sie hier. +++

Die Nachrichten vom Wochenende im stern-Ticker:

+++ 17.18 Uhr: Zivilisten bei Luftangriff in Afghanistan getötet +++

Bei einem Luftangriff des afghanischen Militärs sind nach offiziellen Angaben mehrere Zivilisten in der Nähe von Khash Rud im Südwesten des Landes ums Leben gekommen. Die genaue Zahl der Toten war aufgrund unterschiedlicher Angaben am Sonntag unklar. Zwei lokale Abgeordnete der Provinz Nimruz, Baz Mohammad Nasir und Nematullah Seddiqi, teilten der Deutschen Presse Agentur mit, es seien mindestens 14 Menschen getötet worden. 

+++ 16.53 Uhr: Zeitung - Harry und Meghan wollen nicht mehr auf Online-Netzwerken aktiv sein +++

Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan wollen einem Zeitungsbericht zufolge nicht mehr auf Online-Netzwerken aktiv sein. Das Paar sei "desillusioniert durch den Hass, der ihnen in den Internet-Netzwerken entgegengeschlagen ist", berichtete am Sonntag "The Sunday Times" unter Berufung auf eine dem Paar nahestehende Person. Die Zeitung verwies darauf, dass Meghan selbst öffentlich schon über ihre "schädlichen" Erfahrungen mit sogenannten Internet-Trollen berichtet habe.

+++ 16.27 Uhr: Zahl neuer Asylbewerber 2020 erneut deutlich gesunken +++

Die Zahl neuer Asylbewerber in Deutschland ist weiter rückläufig. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, wurden im vergangenen Jahr rund 76.000 Asylerstanträge gestellt - 31,5 Prozent oder rund 35.000 weniger als 2019. Die hauptsächlichen Herkunftsländer waren 2020 Syrien, Afghanistan, Irak und die Türkei. Zusätzlich wurden nach Angaben des Innenministeriums rund 26.500 Asylerstanträge für in Deutschland geborene Kinder im Alter von unter einem Jahr gestellt, sowie rund 19.500 Asylfolgeanträge. Insgesamt gab es demnach rund 122.000 Anträge.

+++ 14.13 Uhr: Laschet und Spahn demonstrieren vor CDU-Parteitag Einigkeit +++

Knapp eine Woche vor dem Parteitag der CDU haben sich Armin Laschet und Jens Spahn, die als Team für den Parteivorsitz und den stellvertretenden Vorsitz antreten, ihrer gegenseitigen Loyalität versichert. Er fühle sich von Spahn nicht hintergangen, sagte NRW-Ministerpräsident Laschet der "Bild am Sonntag" mit Blick auf Berichte, denen zufolge Bundesgesundheitsminister Spahn eine eigene Kanzlerkandidatur erwäge. Spahn seinerseits sagte der "Welt am Sonntag", er werbe für Laschet als Parteichef.

+++ 13.58 Uhr: Mindestens elf Tote durch Erdrutsche in Indonesien +++

Durch Erdrutsche sind in der indonesischen Provinz West Java mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben war unter den Opfern ein sechsjähriger Junge. Der erste Erdrutsch wurde am Samstagabend durch sintflutartige Regenfälle in der Stadt Sumedang ausgelöst. Unter einem nachfolgenden Erdrutsch wurden Stadtbewohner und ein Rettungsteam begraben, wie die Sprecherin des Katastrophenschutzes, Seni Wulandari, mitteilte. "Wir sind noch damit beschäftigt, die Zahl der Vermissten nach dem zweiten Erdrutsch festzustellen", sagte Wulandari. Zahlreiche Menschen hätten sich nach dem ersten Erdrutsch an den Rettungsarbeiten beteiligen wollen.

+++ 13.02 Uhr: Putin plant Spitzentreffen zum Konflikt um Berg-Karabach +++

Zwei Monate nach Ende der Kämpfe in Berg-Karabach im Südkaukasus will Kremlchef Wladimir Putin Gespräche über die Lage in der Konfliktregion führen. Dazu sei ein Treffen mit Aserbaidschans Staatschef Ilham Aliyev und mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan an diesem Montag in der russischen Hauptstadt Moskau geplant, teilte der Kreml mit.

Thema sei die Umsetzung des Friedensabkommens, das Putin mit Aliyev und Paschinjan vereinbart hatte. Zudem soll es laut Kreml um die Lösung weiterer Problemen und die Unterstützung von Bewohnern in den damals von den Kämpfen betroffenen Gebieten gehen.

+++ 12.23 Uhr: Weniger Andrang auf hessische Wintersportgebiete +++

Trotz sonnigen Winterwetters ist der Andrang auf die hessischen Wintersportgebiete am Vormittag zunächst ausgeblieben. "Es ist alles ganz ruhig bei uns", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen über die Situation an der Wasserkuppe und am Hoherodskopf. Die Polizei teilte über Twitter allerdings mit, dass die Parkplätze rund um den Hoherodskopf bereits am Vormittag ausgeschöpft waren.

+++ 11.12 Uhr: USA und weitere westliche Staaten "äußerst besorgt" über Festnahmen in Hongkong +++

Die USA und weitere westliche Länder sind "äußerst besorgt" über die Festnahme von mehr als 50 Demokratieaktivisten in Hongkong. Das Vorgehen der Polizei in der chinesischen Sonderverwaltungszone sei "ein klarer Verstoß" gegen die bei der Übergabe der ehemaligen britischen Kronkolonie an Peking getroffenen Vereinbarungen, heißt es in einer am Samstag in Washington veröffentlichten Erklärung. Diese wurde von US-Außenminister Mike Pompeo und seinen Amtskollegen aus Großbritannien, Kanada und Australien unterzeichnet.

+++ 10.38 Uhr: Armeechef: Flugschreiber von vermisster Boeing im Meer gefunden +++

Suchtrupps haben den Flugschreiber der vermissten Boeing 737-500 der indonesischen Gesellschaft Sriwijaya Air im Meer entdeckt. Dies teilte der Armeechef des Landes mit. Das Flugzeug mit 62 Menschen an Bord war am Samstag auf dem Weg nach Borneo vom Radar verschwunden. 

+++ 9.40 Uhr: Papst verurteilt Erstürmung des Kapitols in Washington +++

Papst Franziskus hat die Gewalt beim Sturm auf das Kapitol in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington verurteilt. Diese Vorgänge seien abzulehnen, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Interview mit dem Fernsehsender Tg5, aus dem zunächst ein Ausschnitt veröffentlicht wurde und das am Abend ausgestrahlt werden sollte. Es gebe immer Menschen, die einen Weg gegen die Gemeinschaft, gegen die Demokratie und gegen das Gemeinwohl einschlagen, erklärte der 84-Jährige weiter. 

+++ 9.30 Uhr: Medien: Mike Pence nimmt an Bidens Amtseinführung teil +++

US-Vizepräsident Mike Pence wird Medienberichten zufolge an der bevorstehenden Amtseinführung des künftigen Präsidenten Joe Biden teilnehmen. Unter Berufung auf hochrangige Regierungsbeamte berichteten mehrere US-Medien am Samstag, Pence habe beschlossen, Bidens Vereidigung am 20. Januar beizuwohnen. Der abgewählte Präsident Donald Trump hingegen hatte verkündet, an der Zeremonie nicht teilzunehmen.    

Biden erklärte, dass Pence bei seiner Vereidigung willkommen sei. Pence, der lange loyal an der Seite Trumps stand, hatte zuletzt mit dem scheidenden Präsidenten gebrochen.

+++ 8.39 Uhr: Auch Amazon schaltet Onlinedienst Parler ab +++

Der US-Onlineriese Amazon hat das umstrittene Online-Netzwerk Parler abgeschaltet. Amazon löschte den insbesondere von Rechtsradikalen genutzten Dienst in der Nacht aus seinem Cloud-Hosting-Angebot. Damit wird Parler zumindest vorübergehend offline sein, bis das Netzwerk einen neuen technischen Anbieter gefunden hat, schrieb der Gründer von Parler, John Matz. 

+++ 6 Uhr: Ex-Pentagon-Chef fordert Reform von System zur Atomwaffenkontrolle in den USA +++

In der Debatte um die Macht des US-Präsidenten über die Atomwaffen des Landes hat der frühere Pentagon-Chef William Perry eine Reform des bisherigen Systems angemahnt. Sobald der künftige US-Präsident Joe Biden vereidigt sei, sollte dieser verkünden, "seine Befugnis zur Nutzung von Atomwaffen mit einer ausgewählten Gruppe im Kongress zu teilen", schrieb Perry in einem gemeinsamen Gastbeitrag mit dem Politikexperten Tom Collina für das Magazin "Politico". 

Perry und Collina nannten es "überholt, unnötig und extrem gefährlich", dass in den Vereinigten Staaten der Präsident noch immer die alleinige Kontrolle über das Atomwaffenarsenal habe. Das derzeitige System gebe dem aktuellen Präsidenten die "gottähnliche Macht, in nur einem Augenblick eine globale Zerstörung anzurichten". 

+++ 3.21 Uhr: Social-Media-App Parler auch bei Apple nicht mehr erhältlich +++

Einen Tag nach dem Internetkonzern Google hat nun auch Apple die in rechten Kreisen verbreitete Social-Media-App Parler bis auf Weiteres aus seinem App-Store verbannt. Die Plattform habe gegen die App-Store-Bedingungen verstoßen, hieß es in einer Nachricht von Apple an Parler, über die der Sender CNN am Samstagabend (Ortszeit) berichtete. "Die Prozesse, die Parler eingerichtet hat, um die Verbreitung von gefährlichen und illegalen Inhalten zu moderieren oder zu verhindern, haben sich als unzureichend erwiesen", bemängelte Apple. Insbesondere habe man weiterhin direkte Gewaltandrohungen und Aufrufe zur Anstiftung zu gesetzwidrigen Handlungen gefunden, die gegen die Richtlinien verstießen. Parler sei aus dem App Store entfernt worden, bis die Probleme gelöst seien.

+++ 2.54 Uhr: Einsatzkräfte finden nach Absturz indonesischer Passagiermaschine Leichenteile +++

Nach dem mutmaßlichen Absturz einer indonesischen Passagiermaschine ins Meer hat die Polizei den Fund von Leichenteilen gemeldet. Vor der Küste der indonesischen Hauptstadt Jakarta seien zudem Besitztümer mutmaßlicher Passagiere des Flugzeugs gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher im Sender Metro TV. Die Maschine der indonesischen Fluggesellschaft Sriwijaya Air mit 62 Menschen an Bord war am Samstag nur wenige Minuten nach dem Start vom Radar verschwunden und galt seither als vermisst. 

+++ 1.29 Uhr: Spahn dementiert Berichte über eigene Kanzlerkandidatur +++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwägt nach eigenen Angaben keine kurzfristige Kandidatur als Kanzlerkandidat der Union. "Nein, ich trete als stellvertretender Vorsitzender der CDU an", sagte Spahn im Interview mit der "Welt am Sonntag" mit Blick auf Medienberichte, wonach er vor dem digitalen CDU-Parteitag am 16. Januar seine Chancen auf eine eigene Kandidatur ausgelotet habe. 

+++ 1.16 Uhr: Abgeordneter: Impeachment-Resolution kann Montag eingebracht werden +++

Nach der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger von Donald Trump nehmen die Vorbereitungen für ein zweites Amtsenthebungsverfahren gegen den abgewählten US-Präsidenten Fahrt auf. Der demokratische Kongressabgeordnete Ted Lieu sagte dem Sender CNN am Samstag, er und seine Kollegen würden es bevorzugen, dass der Republikaner zurücktritt oder dass Vizepräsident Mike Pence Schritte zu seiner Amtsenthebung einleitet. Sollte beides nicht geschehen, würden die Demokraten am Montag eine Resolution zur Amtsenthebung Trumps in das Repräsentantenhaus einbringen. "Wir erwarten eine Abstimmung im Plenum in der kommenden Woche." 

+++ 0.47 Uhr: Polizei verstärkt nach Sturm auf US-Kapitol Schutz des Bundestags +++

Besserer Schutz für den Deutschen Bundestag: Nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol in Washington hat die Berliner Landespolizei eine Verstärkung ihrer Kräfte im Umfeld des Reichstagsgebäudes veranlasst. Das berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Schreiben von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) an die Abgeordneten. 

+++ 0.28 Uhr: Trump soll nach Wahl in weiterem Fall in Georgia Druck ausgeübt haben +++

US-Präsident Donald Trump soll einem Medienbericht zufolge in einem weiteren Fall versucht haben, Einfluss auf das Ergebnis der Präsidentenwahl im Bundesstaat Georgia zu nehmen. Die "Washington Post" berichtete am Samstag, Trump habe den Chefermittler des für die Wahlen zuständigen Staatssekretärs Brad Raffensperger am 23. Dezember in einem Telefonat aufgefordert, Wahlbetrug zu "finden". Trump habe ihm in Aussicht gestellt, ein "Nationalheld" zu werden. 

+++ 0.21 Uhr: Söder warnt vor Radikalisierung der "Querdenker"-Szene +++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor einer Radikalisierung der sogenannten Querdenker-Szene gewarnt. "Auch wenn die Umfragewerte der AfD sinken, besteht die Gefahr, dass sich aus ihrem Umfeld heraus in Deutschland ein Corona-Mob oder eine Art Corona-RAF bilden könnte, die zunehmend aggressiver und sogar gewalttätig werden könnte", sagte Söder im Interview mit der "Welt am Sonntag". 


 

Nachrichten von Samstag, den 9. Januar

+++ 21.21 Uhr: Österreichs Arbeitsministerin tritt nach Plagiatsvorwürfen zurück +++

Die österreichische Familien- und Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) tritt wegen Plagiatsvorwürfen zurück. Sie begründete ihren Schritt mit einer Vorverurteilung durch "die Medien und die politischen Mitstreiter". Zuvor waren Vorwürfe laut geworden, dass Aschbacher Teile ihrer wissenschaftlichen Arbeiten kopiert hatte, ohne die Quellen ordentlich auszuweisen. 

+++ 20.26 Uhr: Mann mit Hörner-Kopfschmuck nach Sturm aufs Kapitol festgenommen +++

Bei der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump stach einer der Eindringlinge besonders ins Auge: Bilder des Mannes mit dem Kopfschmuck aus Fell und Hörnern, dem angemalten Gesicht, dem nackten Oberkörper und dem Speer mit US-Flagge in der Hand gingen um die Welt. Am Samstag wurde Jacob C. aus Arizona festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft in Washington mitteilte. Bereits am Freitag sei Adam J. aus Florida von der Polizei aufgegriffen worden - er soll das Rednerpult der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses im Kapitol entwendet haben. Auch ein Mitglied des Abgeordnetenhauses des Bundesstaats West Virginia, Derrick E., sei festgenommen worden. 

+++ 18.45 Uhr: Niedersachsen: Feuer an Landesaufnahmebehörde mutmaßlich Anschlag +++

Nach dem Feuer auf dem Gelände der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig geht das niedersächsische Innenministerium von einem mutmaßlich linksextremistischen Brandanschlag aus. Laut Innenministerium deutet darauf ein Bekennerschreiber im Internet hin. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) zeigte sich erschüttert und betonte laut Mitteilung: "Niemand hat in Deutschland das Recht, rücksichtslos und mit purer Gewalt eigene politische Ziele durchzusetzen", sagte der Minister.

+++ 17.35 Uhr: Gewaltige Explosion an Gasleitung in der Ukraine +++

In der Zentralukraine ist es an einer Gasleitung zu einer gewaltigen Explosion gekommen. Augenzeugen veröffentlichten Videos, die einen großen Feuerball am Himmel zeigten. Nach Berichten ukrainischer Medien gab es zunächst keine Opfer. Der Netzbetreiber Ukrtransgaz bestätigte den Vorfall und warnte Anwohner rund um die Stadt Lubny, dass es zu Unterbrechungen bei der Gasversorgung kommen könnte. Auswirkungen auf den Gastransport nach Europa soll es den Berichten zufolge nicht geben.

+++ 15.38 Uhr: Kirchenvertreter in den USA fordern Trumps sofortigen Rücktritt +++

Hochrangige Kirchenvertreter in den USA haben sich hinter die Forderungen nach einem sofortigen Rücktritt des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump gestellt. "Präsident Donald J. Trumps Handlungen und Worte haben die Sicherheit des Landes und seiner Regierungsinstitutionen gefährdet, indem sie einen gewalttätigen, tödlichen, aufrührerischen Mob-Angriff auf das US-Kapitol anstifteten", hieß es in einem vom Nationalen Kirchenrat am Freitag verbreiteten offenen Brief. Adressiert ist das Schreiben an Vizepräsident Mike Pence, die Mitglieder des Kongresses und Angehörige von Trumps Kabinett.

+++ 15.05 Uhr: Drei Tote durch Schneesturm in Spanien +++

Durch den heftigen Schneesturm "Filomena" sind in Spanien drei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Samstag mit, ohne Einzelheiten zu nennen. Der Innenminister sprach von "extrem schwierigen" Wetterbedingungen. 

+++ 14.46 Uhr: Prozess gegen Italiens Ex-Innenminister Salvini verschoben +++

Die Voranhörung zu einem möglichen Prozess gegen den früheren italienischen Innenminister Matteo Salvini wegen unter anderem Freiheitsberaubung von Bootsmigranten ist verschoben worden. Das Gericht im sizilianischen Palermo setzte den Termin für den 20. März an, wie italienische Medien berichteten. Auch Salvini selbst bestätigte dieses Datum. Die Verschiebung wurde unter anderem mit der Übersetzung wichtiger Dokumente ins Italienische begründet.

+++ 14.44 Uhr: Indonesien: Mögliche Trümmerteile von Flugzeug entdeckt - Fischer wollen Explosion beobachtet haben +++

 Die nach der in Indonesien verschwundenen Passagiermaschine suchenden Rettungskräfte gehen davon aus, dass sich das Flugzeug womöglich zwischen zwei Inseln befindet. "Die Position der Maschine wird zwischen Laki Island und Lancang Island vermutet", sagte der Chef der Behörde, Bambang Suryo Aji, auf einer Pressekonferenz. Die beiden Inseln sind Teil der Gruppe Thousand Islands vor der Küste von Java. 

Es seien mehrere Trümmerstücke gefunden worden, die eventuell von dem Flugzeug stammen. "Sie befinden sich bereits zur weiteren Untersuchung auf einem Boot", so Suryo Aji. Ein Lokalpolitiker des Bezirks Thousand Islands sagte der Nachrichtenseite Kompas.com, Fischer hätten in der Region eine Explosion beobachtet.

+++ 13.26 Uhr: Heil will Hartz IV entschärfen +++

Mehr als 15 Jahre nach Inkrafttreten der Hartz-IV-Reform will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Regeln für Langzeitarbeitslose mit einem Gesetz deutlich entschärfen. So sollen den Beziehern der Grundsicherung künftig keine außergewöhnlichen Härten mehr durch Sanktionen bei Pflichtverletzungen mehr drohen. Ein bereits als Reaktion auf die Corona-Pandemie eingeführter vereinfachter Zugang zur Grundsicherung für Arbeitsuchende soll "verstetigt" werden, wie es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Gesetzentwurf heißt. 

+++ 13.17 Uhr: Rettungsteams suchen nach verschwundener Passagiermaschine +++

Nach dem Verschwinden einer Passagiermaschine kurz nach dem Start in Jakarta sind inzwischen Rettungsteams im Meer vor der Insel Java auf der Suche nach dem Flugzeug und den Insassen. Dies gab die die indonesische Such- und Rettungsagentur bekannt. Es gebe Hinweise von Fischern, die Flugzeugteile im Meer gesehen haben sollen - man könne dies jedoch noch nicht selbst bestätigen, hieß es weiter.

+++ 13.04 Uhr: Passagiermaschine verlor laut Flightradar abrupt an Höhe und Geschwindigkeit +++

Wie Daten des schwedischen Internetdienstes Flightradar24 zeigen, hat das in Indonesien verschwundene Passagierflugzeug etwa vier Minuten nach dem Abflug auf einer Höhe von etwa 3300 Metern abrupt an Geschwindigkeit und Höhe. Die Spur verlor sich demnach zunächst im Meer nördlich der Insel Java.

+++ 12.38 Uhr: Britischer Minister warnt vor Behinderungen bei Handel durch Brexit +++

Der britische Staatsminister Michael Gove hat vor "erheblichen zusätzlichen Behinderungen" im Warenverkehr zwischen Großbritannien und der EU in den kommenden Wochen gewarnt. Das werde vor allem den Hafen von Dover betreffen, wo täglich Tausende Lastwagen von Fähren ins französische Calais und andersherum befördert werden, sagte Gove am Freitagabend. Bislang war das Verkehrsaufkommen im neuen Jahr an der wichtigsten Handelsroute des Landes erheblich geringer als üblich. Viele Unternehmen hatten bereits vor dem Ende der Brexit-Übergangsphase zum Jahreswechsel ihre Lagerbestände erhöht. Doch nun wird erwartet, dass der Handel wieder anzieht und damit die Probleme wachsen.

+++ 12.19 Uhr: Schneefälle in Italien - Dutzende Einsätze für Feuerwehr +++

Kräftige Schneefälle haben der Feuerwehr in Italien zahlreiche Einsätze beschert. Vor allem im Norden des Landes mussten die Rettungskräfte Straßen freiräumen und liegengebliebene Fahrzeuge wieder flottmachen, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Schnee lastete auch auf den Dächern vieler verschneiter Orte in den Regionen Emilia Romagna und Lombardei. Im Dorf Sappada in der nordöstlichen Region Friaul-Julisch Venetien nahe der österreichischen Grenze mussten die Feuerwehrleute eine Kirche erklimmen, um die Schneemassen vom Dach des Gotteshauses zu schaufeln. Die Feuerwehr meldete insgesamt rund 200 Schnee-Einsätze aus den Regionen.

+++ 12.02 Uhr: Indonesische Passagiermaschine nach Start in Jakarta vermisst +++

Ein Passagierflugzeug der indonesischen Sriwijaya Air ist laut offiziellen Angaben nach dem Abheben aus Jakarta vom Radar verschwunden. Die Boeing 737-500 war auf dem Weg nach Pontianak auf der Insel Borneo. Um 14.40 Ortszeit (08.40 MEZ) sei der Kontakt zu dem Flugzeug abgebrochen, sagte Adita Irawati, ein Sprecher des indonesischen Ministeriums für Transport. Laut Berichten des Fernsehsenders Metro TV transportierte das Flugzeug 56 Passagiere, darunter sieben Kinder, und sechs Crew-Mitglieder.

+++ 11.07 Uhr: Maas bietet USA "Marshallplan für Demokratie" an +++

Nach der Erstürmung des Kapitols durch militante Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) den Vereinigten Staaten eine enge Zusammenarbeit zum Schutz der Demokratie angeboten. "Wir sind bereit, mit den USA an einem gemeinsamen Marshallplan für die Demokratie zu arbeiten", schrieb Maas auf Twitter. "Die Spaltung in unseren Ländern bei den Wurzeln zu packen, ist eine der größten Aufgaben für die USA und Europa."

+++ 10.49 Uhr: Sechs französische Soldaten bei Angriff in Mali verletzt +++

Im Einsatz gegen Islamisten in dem westafrikanischen Krisenstaat Mali sind Berichten zufolge sechs französische Soldaten verletzt worden. Der Angriff habe sich am Freitagmorgen in der Region um Gourma im Zentrum des Landes ereignet, berichteten französische Medien übereinstimmend unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. 

+++ 10.38 Uhr: Spaniens Hauptstadt Madrid versinkt im Schnee +++

Spaniens Hauptstadt verschwindet unter einer dichten Schneedecke: In Madrid haben die schwersten Schneefälle seit 50 Jahren für Verkehrschaos gesorgt. Der Flughafen der spanischen Hauptstadt musste am Freitagabend aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Für den heutigen Tag wurden weitere 20 Zentimeter Schnee erwartet. Auch andere Teile des Landes wurden von den Schneemassen heimgesucht.    

Der spanische Wetterdienst Aemet rief für das Zentrum des Landes die Alarmstufe rot aus. Die Regionen Madrid, Castilla-La Mancha (Zentrum) und Valencia (Osten) waren am stärksten von den Schneefällen betroffen. Für Samstag wurden laut Aemet in der Hauptstadt und in der zentralen Hochebene des Landes durchschnittlich weitere 20 Zentimeter Schnee erwartet, in den höchsten Lagen könnten demnach sogar bis zu 50 Zentimeter fallen. 

+++ 9.27 Uhr: Google nimmt Online-Netzwerk Parler aus App-Store +++

Nach dem gewaltsamen Sturm auf das US-Kapitol durch radikale Anhänger des scheidenden Präsidenten Donald Trump hat das Internet-Unternehmen Google den Onlinedienst Parler aus seinem App-Store genommen. Das umstrittene Netzwerk lasse "ungeheuerliche Inhalte" zu, die zu tödlicher Gewalt anstiften könnten, erklärte Google. Parler war zuletzt insbesondere von Rechtsradikalen genutzt worden, die zuvor von anderen Onlineplattformen ausgeschlossen worden waren.  

Berichten zufolge hatte auch Apple Parler gedroht, den Dienst aus dem App-Store zu entfernen. Parler müsse Maßnahmen ergreifen, um Nutzer daran zu hindern, illegale, gewalttätige Aktivitäten auf der Plattform zu planen, forderte Apple demnach.

+++ 8 Uhr: Drei Tote nach Lawinenabgang in Russland +++

Beim Abgang einer Lawine im Norden Russlands sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Die Schneemassen begruben in der Nacht mehrere Häuser eines Skigebietes in der Nähe der Industriestadt Norilsk am Nordpolarmeer. Die Rettungskräfte bargen die Leichen eines Ehepaars und seines anderthalb Jahre alten Kindes, wie die Behörden mitteilten. Der älteste Sohn der Familie kam demnach mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

+++ 6.24 Uhr: Zehn Babys sterben bei Brand in indischem Krankenhaus +++

Bei einem Brand auf einer Entbindungsstation im indischen Bundesstaat Maharashtra sind zehn Babys getötet worden. Der Arzt Pramod Khandate sagte der Nachrichtenagentur AFP, Mitarbeiter seiner Klinik in Bhandara hätten sieben Neugeborene retten können. Für zehn weitere sei die Hilfe zu spät gekommen. 

+++ 6.05 Uhr: Spanischer Polizei gelingt Rekord-Drogenfund +++

Spanische Polizisten haben nach eigenen Angaben eine Rekordmenge von 827.000 Ecstasy-Pillen beschlagnahmt und einen wichtigen Drogenring ausgehoben. Es handele sich um die "größte Sicherstellung von synthetischen Drogen" in der Geschichte Spaniens, teilten Nationalpolizei und Guardia Civil in einer gemeinsamen Erklärung mit. Elf Menschen seien wegen Drogenhandels und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation festgenommen worden.

+++ 5.50 Uhr: Störaktion von AfD-Gästen im Bundestag hat Konsequenzen +++

Die Störaktionen von Gästen der AfD-Fraktion im Bundestag im November haben für die Beteiligten Konsequenzen. Gegen mehrere Personen seien Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden, sagte eine Sprecherin der Bundestagsverwaltung dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Mit der Verhängung von Hausverboten sei "in Kürze" zu rechnen. 

+++ 4.09 Uhr: Wintersportorte rechnen mit erneutem Ansturm +++

Mit Sperrungen, Verboten und verstärkten Kontrollen soll ein erneutes Chaos in deutschen Wintersportgebieten und an Ausflugszielen verhindert werden. Trotzdem rechnen viele Kommunen wieder mit einem Massenandrang. Es wurden verstärkte Kontrollen durch Polizei und Ordnungsämter angekündigt. Politiker und Gemeinden hatten erneut dringend an die Bürger und Bürgerinnen appelliert, von Tagesausflügen abzusehen. 

+++ 3.09 Uhr: Nach Sperre: Trump macht Twitter schwere Vorwürfe +++

Nach der dauerhaften Sperrung seines wichtigsten Twitter-Accounts hat der abgewählte US-Präsident Donald Trump schwere Vorwürfe gegen den Kurznachrichtendienst erhoben. Trump teilte mit: "Twitter-Mitarbeiter haben sich mit den Demokraten und der radikalen Linken bei der Entfernung meines Kontos von ihrer Plattform abgesprochen, um mich zum Schweigen zu bringen - und Euch, die 75 Millionen großartigen Patrioten, die mich gewählt haben." Belege für seine Anschuldigung legte er nicht vor.

+++ 2.46 Uhr: Bericht: Erste republikanische Senatorin fordert Trump zu Rücktritt auf +++

Zum ersten Mal hat sich laut einem US-Medienbericht eine republikanische US-Senatorin den Rufen nach einem Rücktritt von Präsident Donald Trump angeschlossen. Lisa Murkowski, die in der Parlamentskammer den Bundesstaat Alaska vertritt, sagte laut der Zeitung "Anchorage Daily News": "Ich will, dass er zurücktritt. Ich will ihn raus haben." Trump habe "genug Schaden angerichtet".

+++ 2.18 Uhr: Kim sieht in den USA "größten Feind" Nordkoreas +++

Weniger als zwei Wochen vor der Amtseinführung des gewählten US-Präsidenten Joe Biden hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die Vereinigten Staaten als "größten Feind" seines Landes bezeichnet. Pjöngjang müsse sich darauf konzentrieren, die "USA zu zerrütten", sagte Kim laut Staatsmedienberichten beim alle fünf Jahre stattfinden Kongress der von ihm geführten Partei der Arbeit Koreas. Die USA seien das "größte Hindernis für unsere Revolution", fuhr Kim demnach fort.

+++ 2.13 Uhr: Demokraten treiben Vorbereitungen für Trump-Impeachment voran +++

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus treiben die Vorbereitungen für ein mögliches zweites Amtsenthebungsverfahren gegen den abgewählten US-Präsidenten Donald Trump voran. Die Vorsitzende der Kammer, Nancy Pelosi, teilte nach einer Online-Konferenz mit ihren demokratischen Fraktionskollegen mit: "Es ist die Hoffnung der Abgeordneten, dass der Präsident sofort zurücktritt." Für den Fall, dass das nicht geschehe, habe sie den Geschäftsordnungsausschuss aber angewiesen, Vorbereitungen für ein Amtsenthebungsverfahren zu treffen. 

+++ 1 Uhr: Twitter-Konto von US-Präsident Trump dauerhaft gesperrt +++

Nach der Erstürmung des Kapitols durch Anhänger Donald Trumps hat der Kurznachrichtendienst Twitter das wichtigste Konto des abgewählten US-Präsidenten nach eigenen Angaben dauerhaft gesperrt. Grund sei das "Risiko einer weiteren Anstiftung zur Gewalt", teilte Twitter mit. Twitter ist die wichtigste Kommunikationsplattform Trumps gewesen. Er hatte sich über die Plattform meist mehrfach täglich direkt an seine Anhänger und die Weltöffentlichkeit gewandt. Mehr als 87 Millionen Menschen folgten dem Präsidenten auf dessen Account @realDonaldTrump.

+++ 0.08 Uhr: Deutsche Bank stimmt millionenschwerem Vergleich mit US-Behörden zu +++

Die Deutsche Bank hat einem millionenschweren Vergleich mit den US-Behörden zugestimmt, um einem Strafverfahren wegen Bestechlichkeit sowie Betrugs im Handel mit Edelmetallkontrakten zu entgehen. Die US-Behörden erklärten, das größte deutsche Geldhaus werde 130 Millionen Dollar (106 Millionen Euro) zahlen. Zudem habe sich das Kreditinstitut dazu verpflichtet, mit den Ermittlungsbehörden zu kooperieren. 

mod DPA AFP

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