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News von heute Mecklenburg-Vorpommern: SPD und Linke einigen sich auf Koalitionsvertrag

Manuela Schwesig (l.) und Simone Oldenburg haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt
Manuela Schwesig (l.) und Simone Oldenburg haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt
© Jens Büttner / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Die News von heute im stern-Ticker:

22.32 Uhr: US-Repräsentantenhaus verschiebt Abstimmung über Bidens Sozial- und Klimapaket

Das Ringen um die billionenschweren Investitionspakete von US-Präsident Joe Biden nimmt kein Ende. Bidens Demokraten im Repräsentantenhaus verschoben angesichts parteiinterner Streitigkeiten eine geplante Abstimmung über das vom Präsidenten gewollte Sozial- und Klimaschutzpaket mit einem Umfang von 1,75 Billionen Dollar (rund 1,5 Billionen Euro). Die Vorsitzende der Kongresskammer, die Demokratin Nancy Pelosi, strebte aber noch für den Verlauf des Abends eine Schlussabstimmung über ein 1,2 Billionen Dollar teures Infrastrukturpaket an. "Wir hatten gehofft, beide Gesetze heute zur Abstimmung bringen zu können", sagte Pelosi vor Journalisten. Einige Abgeordnete ihrer Partei wollten aber weitere "Klarstellungen" über die Finanzierung des Sozial- und Klimaschutzpakets. Eine solche Bewertung dürfte rund eine Woche dauern.

19.45 Uhr: Inhaltliche Einigung auf Koalitionsvertrag in Mecklenburg-Vorpommern

Nach acht Gesprächsrunden haben SPD und Linke in Mecklenburg-Vorpommern ihre Koalitionsverhandlungen inhaltlich abgeschlossen. Die Verhandlungsführerinnen, Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Linken-Landtagsfraktionschefin Simone Oldenburg, sprachen von fairen und ergebnisorientierten Gesprächen. Strittige Punkte gebe es keine mehr, sagte Schwesig.

19.40 Uhr: Bart-ab-Anweisung bringt Maltas Polizeigewerkschaft auf die Palme

"Glattrasiert" oder "sauber rasiert", das ist derzeit bei Maltas Polizei die Frage: Aus Protest gegen eine Anweisung an alle männlichen Beamten, künftig ohne Bart zum Dienst zu erscheinen, hat deren Gewerkschaft MPU ihre Mitglieder nun zum genauen Gegenteil aufgerufen. Die vor kurzem erlassene Richtlinie sei nicht durch das Gesetz gedeckt, das lediglich eine "saubere Rasur" verlange, erklärte die MPU. Sie "ordne" deshalb an, dass ab kommenden Montag alle Polizisten, ob in Zivil oder in Uniform, mit akkurat gestutztem Gesichtshaar zur Arbeit kommen sollten. In der "Richtlinie" hieß es weiter, Gewerkschaftsmitglieder sollten auch Nagellack verwenden und ihre Haare färben und keine Polizeimützen tragen.

19.35 Uhr: Wieder Chaos am BER – Brandmelder gibt Alarm

Auf dem Hauptstadtflughafen BER hat ein Feueralarm ausgerechnet am reisestarken Freitag für Chaos gesorgt. Viele Passagiere mussten ein zweites Mal durch die Sicherheitskontrolle. Ihr Abflug verzögerte sich teils um mehrere Stunden. Am Mittag hatte ein Brandmelder in einer öffentlichen Toilette Alarm ausgelöst. Die Bundespolizei räumte daraufhin den kompletten Sicherheitsbereich. Die Fluggäste wurden aufgerufen, Ruhe zu bewahren. Nach Angaben einer BER-Sprecherin waren Tausende Passagiere betroffen.

19.15 Uhr: Vincent Keymer jüngste Nummer eins im deutschen Schach

Der erst 16 Jahre alte Vincent Keymer ist zur bislang jüngsten Nummer eins der deutschen Schach-Bestenliste aufgestiegen. Der Abiturient aus dem rheinhessischen Saulheim steigerte mit seinem Sieg gegen Tschechiens Spitzenspieler David Navara in der neunten Runde der WM-Ausscheidung in Riga seine Weltranglistenzahl auf 2654 Elopunkte. Keymer hat nun drei Elopunkte mehr als Dieter Nisipeanu und Matthias Blübaum. Mit 5,5 Punkten aus neun Partien liegt Keymer zwei Runden vor Schluss nur einen halben Punkt hinter den drei führenden Alireza Firouzja (Frankreich), Fabiano Caruana (USA) und David Howell (England).

19.05 Uhr: Corona-Impfung wird in Costa Rica Pflicht für Kinder und Jugendliche

Costa Rica hat eine Impfung gegen das Coronavirus in die Liste der Pflichtimpfungen für alle Minderjährigen aufgenommen. Diese Impfflicht gelte für alle Kinder und Jugendlichen, die jünger als 18 Jahre alt seien, teilte das Gesundheitsministerium des mittelamerikanischen Landes mit. Auf der Liste standen bereits Impfungen gegen Windpocken und Polio. Zuletzt wurde 2017 die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) aufgenommen. Sowohl Eltern und Erziehungsberechtigte als auch die Behörden seien angehalten, dafür zu sorgen, dass Minderjährige die Pflichtimpfungen in einem angemessenen Zeitraum bekommen, hieß es.

Eine Jugendliche mit Maske kriegt eine Spritze verabreicht.

18.46 Uhr: Polizistin als Serienmörderin ihrer Familie

Weil sie nach und nach ihren Freund und fünf Verwandte ermordet hat, um unter anderem deren Lebensversicherungen zu kassieren, ist eine ehemalige Polizistin in Südafrika zu sechs Mal lebenslänglich sowie zu weiteren 95 Jahren Haft verurteilt worden. Die hohe Strafe solle sicherstellen, dass die 46-Jährige niemals wieder aus dem Gefängnis komme, sagte Richter Ramarumo Monama.

Das Gericht in Johannesburg hatte Nomia Rosemary Ndlovu bereits im vergangenen Monat schuldig gesprochen, zwischen 2012 und 2017 ihren Cousin, eine ihrer Schwestern, ihren Freund, ihre Nichte, ihren Neffen und einen weiteren Verwandten umgebracht zu haben. Meist heuerte sie dafür Auftragskiller an, die Schwester aber vergiftete und erwürgte sie selbst. 

18.15 Uhr: Dänische Gesundheitsbehörde warnt vor Überlastung von Krankenhäusern

Die führende Gesundheitsbehörde in Dänemark sorgt sich angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen und der kalten Jahreszeit um die Situation in den Krankenhäusern. Es bestehe ein großes Risiko, dass Krankenhäuser im Herbst und Winter überlastet sein werden, teilte die Gesundheitsverwaltung Sundhedsstyrelsen mit. Die Corona-Infektionen im Land würden im Laufe dieser Jahreszeiten allmählich zunehmen, und in der Folge würden mehr Menschen in die Kliniken eingeliefert, warnte die Behörde. Weil große Teile der Bevölkerung gegen Covid-19 geimpft seien, sei die Situation deutlich anders als im Vorjahr. Gleichzeitig gebe es normale Aktivität in der Gesellschaft, was das Infektionsrisiko erhöhe. Wegen Covid-19, Grippe und anderen Infektionskrankheiten sei man besorgt über die Belastung, die im Laufe des Dezembers und Januars auf das Gesundheitswesen zukommen könnte, erklärte Behördenchef Søren Brostrøm.

18.05 Uhr: Französische Polizei findet 55 Kilo Ecstasy auf Standstreifen

Die französische Grenzpolizei hat 55 Kilogramm Ecstasy im Verkaufswert von rund 1,3 Millionen Euro an einer Autobahn entdeckt. Die 270.000 Pillen seien in Tüten verpackt auf dem Standstreifen der aus Belgien kommenden Straße gefunden worden, teilte die Behörde mit. Wie der Sender Europe 1 berichtete, habe ein Autofahrer den Beamten an einem Kontrollposten eine der Tüten mit dem Hinweis übergeben, dass auf dem Standstreifen noch mehr davon liegen. Bereits seit Monaten hat die französische Polizei in Fahrtrichtung Brüssel-Paris eine Absperrung zur Kontrolle des Verkehrs errichtet.

18.00 Uhr: Ministerium: 13-jähriger Palästinenser stirbt nach Protest im Westjordanland

Bei Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften im Westjordanland ist nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ein 13-Jähriger getötet worden. Er sei im Dorf Deir al-Hatab östlich von Nablus in den Bauch geschossen worden und später im Krankenhaus gestorben, teilte das Ministerium am Freitag mit. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht dazu.

17.25 Uhr: Portugals Parlament verabschiedet neues Gesetz zur Legalisierung von Sterbehilfe

Das portugiesische Parlament hat ein nachgebessertes Gesetz zur Legalisierung medizinisch begleiteter Sterbehilfe verabschiedet. Die Abgeordneten stimmten in Lissabon mehrheitlich für die Neufassung, die nun zur Prüfung an Präsident Marcelo Rebelo de Sousa geht. Der konservative Staatschef hatte Anfang des Jahres das Verfassungsgericht aufgefordert, eine erste Fassung des Gesetzes zu überprüfen. Die Richter stoppten es mit der Begründung, dass die Situationen, in denen Sterbehilfe erlaubt werden soll, nicht präzise genug beschrieben worden seien.

17.20 Uhr: Bundeskanzlerin Merkel mit Walther-Rathenau-Preis 2021 ausgezeichnet

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist für ihr außenpolitisches Lebenswerk mit dem Walther-Rathenau-Preis für internationale Politik ausgezeichnet worden. Die scheidende Regierungschefin nahm die Goldmedaille mit dem Porträt des liberalen Politikers und Schriftstellers Rathenau bei einer Festveranstaltung in Berlin entgegen. "Die Ausnahmepolitikerin wird für ihr politisches Lebenswerk und ihren unermüdlichen Einsatz für eine auf Verständigung ausgelegte Weltordnung geehrt", begründete das Walther Rathenau Institut die Entscheidung. Insbesondere Merkels engagiertes Eintreten für den Ausbau und die Stärkung europäischer Strukturen habe der deutschen Europapolitik Respekt verschafft.

17.09 Uhr: BKA warnt vor betrügerischen Mails von angeblichem Direktor

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat vor betrügerischen Emails gewarnt, die derzeit in seinem Namen versandt werden. Darin würden die Empfänger beschuldigt, kinderpornografisches Material abgerufen zu haben, teilte das BKA in Wiesbaden mit. Der Verfasser gebe sich unter dem Kürzel "Holzer.BKA" fälschlicherweise als BKA-Direktor aus.

Die Angeschriebenen würden in den Mails aufgefordert, über eine Adresse mit der Endung "@europamel.net" Stellung zu beziehen, hieß es weiter. Dies sollten sie auf keinen Fall tun. Auch sollte das PDF-Dokument im Anhang nicht geöffnet werden, weil es Schadsoftware enthalten könne, warnte das BKA.

16.56 Uhr: Spahn und Gassen rufen zu Auffrisch- plus Grippe-Impfung auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, haben die Ärztinnen und Ärzte zu einer Kraftanstrengung bei den Corona-Auffrischimpfungen aufgerufen. "Zur weiteren Eindämmung der Pandemie und zum fortwährenden Schutz gerade der vulnerablen Personengruppen in den kommenden Herbst- und Wintermonaten kommt es jetzt auf eine rasche Umsetzung der Booster-Impfungen an", so Spahn und Gassen in einem gemeinsamen Brief an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte.

16.51 Uhr: Deutsche Oper will für Wagners "Ring des Nibelungen" wieder Maske

Die Deutsche Oper Berlin kehrt bei der neuen Inszenierung von Richard Wagners insgesamt rund 16-stündigem "Ring des Nibelungen" zur Maskenpflicht zurück. "Die aktuelle Pandemie-Entwicklung hat uns bewogen, dass zu Ihrem eigenen und dem Schutz aller Gäste ab sofort wieder die Pflicht gilt, eine medizinische oder FFP2-Maske auch während der Vorstellung durchgehend zu tragen", hieß es in einer Information für die Gäste. Die Deutsche Oper, mit 1859 Plätzen größtes Opernhaus der Stadt, nutzt gemäß der in Berlin geltenden Vorschriften die gesamten Platzkapazitäten. Besucherinnen und Besucher müssen dafür negativ getestet, geimpft oder genesen sein (3 G).

16.43 Uhr:  Großschlachter Tönnies räumt Fehler im Umgang mit Arbeitern ein

Der Inhaber von Deutschlands größtem Fleischverarbeiter, Clemens Tönnies, hat Versäumnisse im Umgang mit Werkvertrags-Arbeitern eingeräumt. "Wir haben Fehler gemacht: Wir hätten schon vor fünf Jahren genauer darauf achten müssen, wie die Subunternehmer ihre Arbeiter unterbringen", sagte Tönnies in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Spiegel". "Wir hätten die Subunternehmer stärker kontrollieren oder früher ersetzen müssen. Wir hätten uns mehr kümmern müssen." Inzwischen seien die meisten der Arbeiter an deutschen Standorten fest angestellt. 4700 lebten in Werkswohnungen, laut Tönnies mit "gutem Standard".

16.23 Uhr: Ex-Mitarbeiter Macrons zu drei Jahren Haftstrafe verurteilt

Ein einstiger Vertrauter des französischen Präsidenten Emmanuel Macron ist wegen vorsätzlicher Gewalt auf einer Demonstration und weiterer Vergehen zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Davon werden zwei Jahren auf Bewährung ausgesetzt, wie es in dem Urteil eines Pariser Gerichts. Der Élysée war 2018 wegen der Vorwürfe gegen den damaligen Sicherheitsmitarbeiter des Präsidenten, Alexandre Benalla, massiv unter Druck geraten. Benalla musste seinen Posten räumen.

16.14 Uhr: Köln: Bollerwagen-Verbot und 3G+ an Hotspots am 11.11.

Wie von der Stadt angekündigt wird es zum Start der Karnevalssaison am 11.11. in Köln strenge Regeln geben: In Teilen der bei Karnevalisten beliebten Altstadt und im sogenannten "Kwartier Latäng" darf man sich nur geimpft, genesen oder mit PCR- beziehungsweise tagesaktuellem Schnelltest (3G+) aufhalten. Bollerwagen für Alkohol oder Musik sind verboten. Vor der Bühne auf dem Heumarkt gilt sogar die 2G-Regel.

16.03 Uhr: Fahrgastverband befürwortet Bahn-Aufspaltung in Netz und Betrieb

Der Fahrgastverband Pro Bahn befürwortet eine Aufspaltung der Deutschen Bahn (DB) in Netz und Betrieb. "Es geht uns als Fahrgästen darum, die volkswirtschaftlichen Aufgaben wie auch den Ticketvertrieb von den betriebswirtschaftlichen, verkehrlichen Aufgaben zu trennen", sagte der Ehrenvorsitzende Klaus Peter Naumann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Infrastruktur gehöre zur Daseinsvorsorge und zur Raumordnung wie auch zur Entwicklung von Regionen und dürfe nicht primär die Aufgabe haben, Gewinne zu erwirtschaften. Eine Trennung sei praktikabel, sagte Naumann weiter. Schon heute würden Nicht-DB-Unternehmen ohne Probleme auf den Gleisen der DB fahren, und die DB fahre auf Gleisen, die ihr nicht gehörten.

15.57 Uhr: Zweitligapartie St. Pauli gegen Sandhausen coronabedingt abgesetzt

Als Reaktion auf einen Corona-Ausbruch beim SV Sandhausen ist das Spiel des Fußball-Zweitligisten beim FC St. Pauli abgesetzt worden. Darüber informierte die Deutsche Fußball Liga (DFL), nachdem Sandhausen einen Antrag auf eine Verlegung gestellt hatte. "Das Spiel wird abgesetzt, da dem SV Sandhausen unter anderem aufgrund einer entsprechenden Quarantäne-Anordnung des zuständigen Gesundheitsamts nicht die nach der DFL-Spielordnung notwendige Mindestanzahl an Spielern zur Verfügung steht", hieß es von der DFL. Die Partie sollte eigentlich am Sonntag (13.30 Uhr) stattfinden. Zwölf Spieler und sechs Personen aus dem Betreuerstab waren nach Vereinsangaben positiv auf das Coronavirus getestet worden.

15.49 Uhr: Starke Umsatzrückgänge bei Spielhallen und Geldspielautomaten

Die Betreiber von Spielhallen und Geldspielautomaten verzeichnen drastische Umsatzrückgänge: 2021 wird die deutsche Automatenwirtschaft voraussichtlich rund drei Milliarden Euro Umsatz erzielen, 2019 waren es noch 6,1 Milliarden Euro, wie der Vorstandssprecher des Dachverbands der Automatenwirtschaft, Georg Stecker, der "Wirtschaftswoche" sagte. "Etwa jeder dritte Spielautomat wurde 2021 abgebaut." Ursache des Geschäftseinbruchs seien Coronabeschränkungen und verschärfte Regulierungsauflagen der Länder.

15.42 Uhr: 44-Jährige in Nordrhein-Westfalen vor Wohnhaus von Ehemann erstochen

Eine 44-Jährige ist im nordrhein-westfälischen Ibbenbüren auf der Straße vor ihrem Wohnhaus von ihrem getrennt von ihr lebenden Ehemann erstochen worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Steinfurt und Münster mitteilten, lauerte ihr früherer Partner ihr nach ersten Erkenntnissen am Freitagmorgen dort auf und stach mit einem Messer auf sie ein. Sie erlitt tödliche Verletzungen. Ihr 45-jähriger Ehemann wurde nach Angaben der Beamten in direkter Nähe festgenommen.

15.30 Uhr: Fußgänger in Berlin von Kehrmaschine erfasst und gestorben

In Berlin ist ein 63-jähriger Fußgänger von einer Kehrmaschine erfasst worden und dabei verstorben. Der Unfall ereignete sich, als der Mann eine Kreuzung im Bezirk Lichtenberg überquerte, wie die Polizei mitteilte. Dabei sei er von einer Kehrmaschine einer privaten Firma erfasst worden, die von einem 50-Jährigen gelenkt worden sei. Durch den Aufprall erlitt der 63-Jährige den Angaben zufolge so schwere Verletzungen, dass er trotz Wiederbelebungsversuchen durch alarmierte Rettungskräfte noch am Unfallort verstarb. Die weiteren Ermittlungen übernahm ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte.

15.28 Uhr: Zwei Festnahmen nach Diebstahl von Rennrädern der italienischen Nationalmannschaft

Zwei Wochen nach dem Diebstahl von 22 Rennrädern des italienischen Nationalteams hat die französische Polizei im Norden Frankreichs zwei junge Männer festgenommen. Es handele sich um zwei Verdächtige im Alter von 18 und 19 Jahren, teilte die Polizei mit. Sie sollen am Diebstahl der Rennräder im Wert von 400.000 Euro während der Bahnrad-Weltmeisterschaft in Roubaix beteiligt gewesen sein. Bei Hausdurchsuchungen seien zudem ebenfalls gestohlene Werkzeuge sowie das Transportfahrzeug gefunden worden, so die Polizei. Die Rennräder waren gestohlen worden, als sie sich in dem Fahrzeug auf einem Hotelparkplatz befanden. Sie wurden einige Tage später in Rumänien wiedergefunden, wo sie für 1500 Euro pro Stück verkauft werden sollten. Die dortige Polizei nahm ebenfalls vier Verdächtige fest. 

15.27 Uhr: Island führt Maskenpflicht wegen steigender Corona-Zahlen wieder ein

Angesichts steigender Corona-Zahlen hebt Island doch nicht wie geplant die auf der Insel verbliebenen Corona-Beschränkungen auf. Stattdessen werden mehrere Maßnahmen verschärft oder wiedereingeführt, darunter bereits ab Samstag die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, wenn kein Mindestabend von einem Meter eingehalten werden kann. Ab Mittwoch dürfen zudem nur noch 500 statt zuletzt 2000 Menschen bei Versammlungen und Veranstaltungen zusammenkommen, Restaurants mit Alkoholausschank müssen zwei Stunden früher als derzeit und damit bereits um 23 Uhr schließen. All das soll zunächst für vier Wochen und somit bis zum 8. Dezember gelten.

15.23 Uhr: Jugendlicher überfährt mit geklautem Roller festgenommenen Einbrecher

Mit einem gestohlenen Roller hat ein 15-Jähriger in Mönchengladbach versehentlich einen gerade festgenommenen Einbrecher überrollt. Der Jugendliche sei dabei zufällig am Einsatzort vorbeigefahren, wo Polizisten gerade zwei mutmaßliche Einbrecher gefasst hätten, teilten die Beamten mit. Aus Angst vor einer möglichen Kontrolle habe der 15-Jährige den Polizisten ausweichen wollen. "Dafür fuhr er über den Gehweg weiter, übersah allerdings den auf dem Boden liegenden Tatverdächtigen und überrollte dessen Beine", hieß es. Anschließend seien der Junge und sein 16 Jahre alter Mitfahrer gegen einen Poller geknallt und gestürzt. Der Überfahrene wurde bei dem kuriosen Unfall in der Nacht zum Donnerstag leicht verletzt. Der Polizei zufolge war der Roller einige Tage zuvor gestohlen worden. Die Beamten übergaben die Jugendlichen ihren Erziehungsberechtigten.

15.08 Uhr: Rettungsschiff "Sea-Eye 4" mit 800 Menschen an Bord fordert sicheren Hafen

Nach der Rettung von mehr als 800 Menschen auf dem Mittelmeer hat das Rettungsschiff "Sea-Eye 4" Italien zur Nennung eines sicheren Hafens aufgefordert. Für alle Menschen an Bord müsse die Ausnahmesituation sofort beendet werden, erklärte die deutsche Hilfsorganisation Sea Eye auf Twitter. Unter den Geretteten seien Kinder, Schwangere und Verletzte. Angesichts des Anstiegs der Flüchtlingszahlen rief Italiens Innenministerin Luciana Lamorgese die EU am Donnerstag bei einem Treffen mit EU-Justizkommissar Didier Reynders in Rom zur Unterstützung auf. Es sei "ungerecht", dass Italien alle Neuankömmlinge aufnehmen müsse, vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie. "Wir brauchen die starke Solidarität Europas, um die Weiterverteilung der in Italien ankommenden Migranten zu ermöglichen", sagte die Innenministerin.

14.44 Uhr: Unbekannte stehlen Pferdekutsche in Baden-Württemberg

Unbekannte haben in Baden-Württemberg eine Pferdekutsche gestohlen. Das abgestellte Gefährt wurde zwischen August und Anfang November in Leutkirch im Allgäu entwendet, wie die Polizei in Ravensburg mitteilten. Demnach luden der oder die Täter die Kutsche auf, um sie mitzunehmen. Das Gefährt hat nach Polizeiangaben ein auffälliges gelbes Planwagendach. Die Beamten bitten um Hinweise.

News von heute: Mecklenburg-Vorpommern: SPD und Linke einigen sich auf Koalitionsvertrag

14.43 Uhr: Schwere Zusammenstöße bei Protesten gegen Wahlergebnis im Irak

Bei Protesten gegen das Ergebnis der irakischen Parlamentswahl ist es in der Hauptstadt Bagdad zu schweren Zusammenstößen gekommen. Sicherheitskräfte versuchten mit Schüssen in die Luft, die pro-iranischen Demonstranten auseinanderzutreiben und ihnen den Zugang zur hochgesicherten Grünen Zone im Zentrum Bagdads zu versperren, wie Augenzeugen berichteten. Die Protestierenden warfen Steine, wie auch Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten. Für Medienberichte über mindestens zwei Tote und zahlreiche Verletzte gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Bei den Demonstranten handelt es sich vor allem um Anhänger von Parteien, die eng mit den schiitischen Milizen verbunden sind und vom ebenfalls schiitischen Nachbarland Iran unterstützt werden.

14.38 Uhr: Bundespolizei: Fast 600 illegale Einreisen aus Belarus in ersten Novembertagen

Allein in den ersten vier Novembertagen sind laut Bundespolizei insgesamt 572 Menschen aus Belarus illegal eingereist. Auf das ganze aktuelle Jahr gesehen gab es damit bereits 8407 unerlaubte Grenzübertritte mit Bezug zu dem osteuropäischen Land, wie das Bundespolizeipräsidium am Freitag in Potsdam mitteilte. Eine Entspannung der Lage zeichne sich nicht ab. Brennpunkt der illegalen Einreisen ist der Behörde zufolge weiterhin die deutsch-polnische Grenze. Mit und ohne Belarus-Bezug hätten die Beamten in den ersten vier Novembertagen hier insgesamt 594 illegale Einreisen festgestellt.

14.37 Uhr: Auch Arbeitgeber stimmen Tarifeinigung im Baugewerbe zu

Der Tarifkonflikt im Baugewerbe ist endgültig beigelegt. Nach der Gewerkschaft IG Bau stimmten auch die Arbeitgeber der Einigung zu, wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband Deutsches Baugewerbe mitteilten. Die Tarifparteien hatten sich nach schwierigen Verhandlungen Mitte Oktober auf ein umfangreiches Tarifpaket für die rund 890.000 Beschäftigten der Branche verständigt. Die Angestellten im Westen bekommen bis 2024 insgesamt 6,2 Prozent mehr Geld, im Osten sind es in Summe 8,5 Prozent. Die Gehälter in Ost und West sollen bis 2026 hundertprozentig angeglichen sein. Dazu einigten sich die Tarifparteien auf pauschale, nach Kilometern gestaffelte Beträge für die oft langen Arbeitswege zu den Baustellen.

14.27 Uhr: Enkelin wegen Verwahrlosung von Oma zu Geldstrafe verurteilt

Eine Frau, die ihre Großmutter vernachlässigt hatte, ist wegen Körperverletzung durch Unterlassen zu einer Geldstrafe von 1350 Euro (90 Tagessätze) verurteilt worden. "Das war alles zu viel für sie, sie war völlig überfordert", sagte der Richter vom Bad Homburger Amtsgericht während der Urteilsbegründung. Die 37-jährigen Frau hatte zur Tatzeit Ende des Jahres 2018 gemeinsam mit der damals 99 Jahre alten Großmutter sowie etlichen Katzen, Kaninchen und Vögel in einer völlig verwahrlosten Zwei-Zimmer-Wohnung in Neu-Anspach gehaust. Sie hatte die Großmutter, bei der sie aufgewachsen war und die nicht im Pflegeheim leben wollte, zu sich genommen, um sie zu pflegen.

14.16 Uhr: Ermittlungen gegen radikale Indigene in Chile eingeleitet

Angesichts der Welle der Gewalt im Süden von Chile hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen eine radikale Splittergruppe vom indigenen Volk der Mapuche eingeleitet. Zuvor veröffentlichte die Gruppe Weichan Auka Mapu im Internet ein Video, in dem vermummte Kämpfer mit Sturmgewehren zu sehen sind. Gegen die Gruppe werde nun wegen möglicher Verstöße gegen das Waffenrecht und wegen des Aufbaus einer Miliz ermittelt, berichtete die Zeitung "El Mercurio" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

14.12 Uhr: Pflegepersonal auf Covid-Stationen soll Boni bekommen

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) hat eine bessere Bezahlung für Pflegepersonal von Covid-Patienten vorgeschlagen. "Wir müssen unmittelbar ein Signal setzen", sagte Holetschek nach Abschluss der voraussichtlich letzten Gesundheitsministerkonferenz unter seiner Leitung in Lindau. Er brachte Zulagen für Personal, das Covid-Patienten behandelt, oder steuerliche Anreize ins Spiel. "Pflege ist das Megathema aus meiner Sicht für die nächsten politischen Bewertungen", sagte Holetschek. Bund, Länder und Kommunen müssten alles tun, um echte Verbesserungen zu erzielen.

14.11 Uhr: Polizei setzt Tränengas gegen Feuerwehrleute in Athen ein

Die griechische Polizei hat Tränengas und Wasserwerfer gegen rund 2000 auf Zeit beschäftigte Feuerwehrleute eingesetzt. Die Feuerwehrleute versuchten die Fahrbahn einer Hauptstraße in Athen zu blockieren, um ihren Forderungen nach einer festen Einstellung Nachdruck zu verleihen. "Im Sommer, wo es überall brannte, nannte man uns Helden, jetzt wollen sie von uns nichts wissen", sagte ein Demonstrant Reportern vor Ort. Rund ein Viertel aller Feuerwehrleute in Griechenland werden auf Zeit zwischen Anfang Mai bis Mitte Oktober beschäftigt. Im Sommer waren bei verheerenden Bränden weite Teile der Wälder rund um Athen und auf der Insel Euböa zerstört worden.

14.03 Uhr: EU-Antisemitismusbeauftragte bekommt Preis der Rabbinerkonferenz

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wird in diesem Jahr mit dem Moshe-Rosen-Preis der Konferenz Europäischer Rabbiner (CER) ausgezeichnet. Sie erhalte ihn "für ihren großen Einsatz zur Bekämpfung von Antisemitismus in Europa", wie die CER mitteilte. Schnurbein habe es sich zum Ziel gemacht, "Antisemitismus und Hassrede in sozialen Medien zu bekämpfen". Die Auszeichnung soll ihr bei der 32. Generalversammlung der CER überreicht werden, die vom 22. bis 24. November 2021 erstmals in München stattfinden wird.

14.01 Uhr: Mehr als 530.000 neue Jobs in den USA im Oktober

Gute Zahlen vom US-Arbeitsmarkt: Die größte Volkswirtschaft der Welt hat im vergangenen Monat 531.000 neue Jobs geschaffen. Damit sank die Arbeitslosenquote im Oktober um 0,2 Punkte auf 4,6 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen von Analysten, die mit rund 400.000 neuen Jobs gerechnet hatten. Die Zahlen sind auch deutlich besser als die vom September: Im vorvergangenen Monat waren 312.000 neue Jobs geschaffen worden.

13.50 Uhr: Bund und Länder für strenge Zugangsregeln für Veranstaltungen drinnen

Strenge 3G-Regeln für Veranstaltungen in Innenräumen sollen nach dem Willen von Bund und Länder zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland beitragen. Die vierte Welle rolle mit voller Wucht durchs Land und 3G sei in Innenräumen daher "noch wichtiger" geworden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach einem Treffen der Gesundheitsminister in Lindau. Mit 3G ist gemeint, dass nur Geimpfte, Genesene oder Getestete Zugang erhalten. Konsens sei, "dass wir mehr Kontrolle brauchen von 3G im Alltag", sagte Spahn. Zudem solle 2G – also Zugang nur für Geimpfte und Genesene – als Option für Regionen mit sehr hohem Infektionsgeschehen bestehen. Es sei zum ersten Mal Konsens zwischen Bund und allen Ländern, dass es solche 2G-Regelungen geben müsse.

13.48 Uhr: Bundesregierung würdigt Holocaust-Überlebende Friedländer an ihrem 100. Geburtstag

Die Bundesregierung hat die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer an ihrem 100. Geburtstag gewürdigt. "Ihre Lebensgeschichte mahnt uns, die Verbrechen der Shoah niemals zu vergessen", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert im Online-Dienst Twitter und veröffentlichte dazu ein Foto von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Friedländer. "Herzlichen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz für das Erinnern, für Verständigung und Toleranz", hieß es weiter. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bezeichnete Friedländer als "eine der wichtigsten Stimmen unseres Landes gegen Antisemitismus und das Vergessen". Auch er gratulierte ihr auf Twitter zum 100. Geburtstag. 

Friedländer hatte ihre gesamte Familie im Holocaust verloren und war selbst im Konzentrationslager Theresienstadt. Nachdem sie nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA lebte, kehrte sie mit 88 Jahren nach Deutschland zurück. "Ich bin zurückgekommen, um mit den Menschen hier zu reden und ihnen die Hand zu reichen - das ist es, was mich am Leben hält", sagte Friedländer. "Ich bin nicht verbittert – ich bin voller Hoffnung."

13.20 Uhr: Gesundheitsminister wollen Ausweitung der Testpflicht in Heimen

Die Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Länder hat eine Ausweitung der Testpflicht in Alten- und Pflegeheimen beschlossen. Man wolle eine "Sicherheitsschleuse" in den Heimen hinterlegen und dazu ein Bundesgesetz anschieben, sagte der Vorsitzende der Konferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach Ende der Tagung der Ressortchefs in Lindau am Bodensee (Bayern). Demnach sollen etwa geimpfte oder genesene Besucher von Heimen zusätzlich zu Tests verpflichtet werden, die aber kostenlos sein sollen.

13.16 Uhr: Holetschek: Gesundheitsminister für Auffrischungsimpfungen für alle

Angesichts der sich verschärfenden Corona-Lage haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern für Auffrischungsimpfungen für alle Altersgruppen ausgesprochen. Die Minister seien der Meinung, dass "vom Grundsatz" her sogenannte Booster-Impfungen nach sechs Monaten "für alle möglich sein sollen", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach zweitägigen Beratungen im bayerischen Lindau. Er bezeichnete die Lage als "dramatisch, besorgniserregend und alles andere als entwarnend".

13.14 Uhr: Pfizer meldet nach Tests hohe Wirksamkeit von Corona-Tablette

Die vom US-Konzern Pfizer entwickelte Corona-Tablette hat nach Angaben des Unternehmens in klinischen Tests eine hohe Wirksamkeit gezeigt. Das Medikament mit dem Namen Paxlovid habe in den Tests das Risiko von Krankenhauseinweisungen oder Tod bei einer Coronavirus-Infektion um 89 Prozent gesenkt, teilte der US-Pharmariese am Freitag mit. Pfizer hat zusammen mit dem deutschen Unternehmen Biontech bereits einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt, er wird in zahlreichen Ländern eingesetzt, auch in Deutschland. Die nun getestete Tablette soll nach dem Auftreten von Symptomen eingenommen werden. Die Ergebnisse der klinischen Tests sollen laut Pfizer so schnell wie möglich der US-Arzneimittelbehörde (FDA) für eine Notfallzulassung übergeben werden. 

12.58 Uhr: Bundesregierung: Corona-Lage "sehr besorgniserregend"

Die geschäftsführende Bundesregierung hat in der zusehends angespannten Pandemie-Lage zu Vorsicht und konsequenten Kontrollen von Corona-Zugangsregeln aufgerufen. Alle müssten sich mit allen Kräften dafür einsetzen, dass der Winter nicht unnötig viel Leid bringe, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Entwicklung mit einem sprunghaft Anstieg der Fallzahlen und einer Zuspitzung bei der Klinikbelastung in einigen Regionen sei "sehr besorgniserregend". Seibert rief erneut auch zu mehr Impfungen, Auffrischungsimpfungen und Testvorgaben in Pflegeheimen auf. Ob es bald eine Corona-Besprechung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten geben wird, blieb weiter offen. Der Regierungssprecher kündigte für die kommende Woche vorerst keinen Termin Merkels dazu an. 

12.45 Uhr: Verband: Großbritannien fehlen Zehntausende Taxifahrer

Nach Lastwagen- und Busfahrern nun auch Taxifahrer: Der britische Taxi- und Mietwagenverband geht davon aus, dass in dem Land etwa 160.000 Taxifahrer fehlen. Grund dafür ist nach Angaben der Licensed Private Car Hire Association (LPCHA) vor allem die gesunkene Nachfrage während der Pandemie, wie die BBC berichtete. Viele seien nach den Lockdowns nicht wieder in ihren Beruf zurückgekehrt.

Der Schätzung zufolge lag die Zahl der Taxifahrer im Land vor der Pandemie bei etwa 300.000. Nun sind nur noch weniger als halb so viele tätig. Das Problem werde verschärft durch einen Rückstau an Lizenzierungen, Tests für die Fahrer und Fahrzeugregistrierungen, so der Verband weiter. Das habe zu einem "perfekten Sturm" geführt. "Das ist ein nationales Problem, das überall Auswirkungen hat", sagte LPCHA-Chef Steve Wright der BBC.

11.49 Uhr: Bundestag soll am 18. November neue Corona-Regeln beschließen

Die Rechtsbasis für Einschränkungen wegen Corona in Deutschland soll sich nach dem Willen von SPD, Grünen und FDP Ende des Monats ändern. Dazu wurde aus Kreisen der möglichen künftigen Koalitionspartner in Berlin Näheres zum Zeitplan bekannt. Wie die drei Parteien bereits Ende Oktober mitgeteilt hatten, soll die sogenannte "epidemische Lage von nationaler Tragweite" zum 25. November enden und durch einen abgespeckten Katalog möglicher Maßnahmen ersetzt werden. Nun hieß es aus Kreisen der möglichen Ampel-Partner, dass eine entsprechende gesetzliche Regelung derzeit erarbeitet werde und nach einer Anhörung von Expertinnen und Experten am 18. November im Bundestag beschlossen werden solle.

Angekündigt hatten die drei Parteien, dass den Bundesländern weiter mögliche Maßnahmen wie Maskenpflicht, Hygienekonzepte oder Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete offen stehen sollten. Schulschließungen, Lockdowns und Ausgangssperren werde es aber nicht mehr geben, hatte SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese gesagt.

11.29 Uhr: Mutmaßliche Überreste von 1983 verschwundenem Deutschen in Colorado gefunden

Vor knapp 40 Jahren kehrte ein deutscher Skiwanderer nicht von einem Ausflug in den Rocky Mountains zurück – nun wurden vermutlich seine sterblichen Überreste entdeckt. Der Fundort habe sich in etwa 3350 Metern Höhe im Rocky Mountain National Park befunden, teilte die Verwaltung des Parks im US-Bundesstaat Colorado am Donnerstag (Ortszeit) mit. Der aus Westdeutschland stammende und in der Nähe des Nationalparks lebende Mann war zuletzt am 13. Februar 1983 gesehen worden, als er zu einem zwei- bis dreitägigen Ski-Ausflug aufbrach. Eine Woche später wurde der 27-Jährige von seinem Mitbewohner als vermisst gemeldet. Damals habe heftiger Schneefall geherrscht und die Sucharbeiten massiv behindert, erklärte der Nationalpark. Helfer hätten lediglich eine Schneehöhle mit dem Schlafsack und anderen Habseligkeiten entdeckt.

Im vergangenen Jahr meldete dann ein Wanderer den Fund sterblicher Überreste an die Parkverwaltung, wegen anhaltender Brände konnten die Angaben aber nicht sofort überprüft werden. Anschließend habe Schnee den Ort bedeckt – erst in diesem Sommer konnten die sterblichen Überreste geborgen werden. Versuche, die Identität des Toten unter anderem über einen Zahnabgleich zweifelsfrei zu klären, blieben erfolglos. Trotzdem zeigte sich die Parkverwaltung überzeugt, dass es sich um den vermissten Deutschen handele: Durch die Bergung der sterblichen Überreste werde der seit fast vier Jahrzehnten offene Vermissten-Fall geschlossen, erklärte sie.

11.02 Uhr: Mann in England gibt Morde und Dutzende Fälle von Leichenschändung zu

Er wurde wegen Mordverdachts festgenommen, doch dann kamen viele weitere schockierende Taten ans Licht: Ein Mann in England hat neben zwei Morden an jungen Frauen Dutzende Fälle von Nekrophilie gestanden. Wie die Polizei in der Grafschaft Kent mitteilte, bekannte sich der 67-Jährige vor Gericht in der südostenglischen Stadt Maidstone schuldig, vor mehr als 30 Jahren zwei junge Frauen ermordet und sich an den Leichen von vielen weiteren Frauen und Mädchen vergangen zu haben.

Nachdem die Ermittler jahrzehntelang im Dunkeln getappt waren, führte sie eine aufwendige DNA-Untersuchung im vergangenen Jahr schließlich zu dem Mann. Nun präsentierten sie Beweise für die Tötungsdelikte und viele weitere schockierende Taten. Ein Urteil steht noch aus.

10.42 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Österreich fast auf Rekordhoch

In Österreich hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen fast den bisherigen Rekordwert erreicht. Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben von Gesundheits- und Innenministerium 9388 neue Infektionen gemeldet. Der Rekord seit Beginn der Pandemie wurde vor etwa einem Jahr mit 9586 Fällen erreicht. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl entspräche dieses Niveau etwa 90.000 Infektionen in Deutschland.

Die Lage in den Kliniken Österreichs hat sich binnen Tagesfrist allerdings nicht deutlich verändert. Die meisten Neuinfektion wurden im Bundesland Oberösterreich festgestellt, gefolgt von Niederösterreich und Wien. Bund und Länder wollen am Freitagabend über etwaige neue Maßnahmen beraten. Die Stadt Wien hat bereits beschlossen, dass ab Ende nächster Woche nur noch Geimpfte und Genese Lokale und Friseure sowie Veranstaltungen ab 25 Personen besuchen dürfen.

10.21 Uhr: Hagelsturm auf Mallorca: Teile der Ferieninsel ganz in Weiß

Von wegen im Süden ist es auch im Herbst immer schön warm: Teile Mallorcas, der liebsten Ferieninsel der Deutschen, sind von einem heftigen Hagelsturm kurzzeitig in eine weiße Winterlandschaft verwandelt worden. Hagelkörner, die teilweise so groß wie Tomaten waren, bildeten in Cala Ratjada und Son Servera an der Ostküste der Insel eine bis zu dreißig Zentimeter dicke weiße Schicht. Lange hielt sich die weiße Pracht jedoch nicht, heftiger Regen und Temperaturen um die 14 Grad ließen die aufgetürmten Hagelmassen am Donnerstag schnell schmelzen, wie die "Mallorca Zeitung" schrieb. Am Leuchtturm von Capdepera seien binnen zehn Minuten 20 Liter Wasser pro Quadratmeter gemessen worden.

Auch für Freitag und die kommenden Tage wurde mit viel Regen, starken Sturmböen und hohem Wellengang gerechnet. Es gab sogar Warnungen vor einem sogenannten Medicane, einem Sturmtief ähnlich wie ein Hurrikan in den Tropen, nur im Mittelmeer. Die Stürme über dem Mittelmeer sind nach Angaben von Experten durch den Klimawandel häufiger und heftiger geworden. Erst ab Mittwoch könnten die Temperaturen wieder auf 20 Grad steigen.

9.09 Uhr: Klima-Aktivisten blockieren Kohlezufuhr zum Kraftwerk

Rund 40 Klima-Aktivisten haben die Kohlezufuhr zum Braunkohle-Kraftwerk Neurath in Nordrhein-Westfalen blockiert. Die Polizei bestätigte die Aktion. Mehrere Menschen seien auf den Schienen gesichtet worden, sagte ein Sprecher. Das weitere Vorgehen der Einsatzkräfte werde nun geplant. Neun Aktivisten ketteten sich an zwei Stellen an den Gleisen der Kohlebahn fest, wie die Aktionsgruppe "Block Neurath" mitteilte. Sie hätten sich an Betonfässer und an Zementblöcke fixiert, die unter die Schienen gegossen sind. Anlass sei die Weltklimakonferenz COP26 im schottischen Glasgow. "Die Weltklimakonferenz findet seit 26 Jahren statt. Seitdem sind die CO2-Emissionen um 60 Prozent angestiegen. Wir brauchen mehr als leere Versprechungen!", so eine Sprecherin von "Block Neurath".

News von heute: Mecklenburg-Vorpommern: SPD und Linke einigen sich auf Koalitionsvertrag

9.02 Uhr: Orban bietet Korridor für Flüchtlinge an – wenn vom Westen erwünscht

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat dem Westen angeboten, für Flüchtlinge und Migranten Korridore durch sein Land zu öffnen, wenn dies erwünscht sei. "Wenn ihr sie braucht, nehmt sie", sagte er in einem Rundfunk-Interview. Im übrigen meine er, dass die verschiedenen Coronavirus-Varianten von Migranten eingeschleppt würden. Belege legte er dafür nicht vor. Der Rechtsnationalist Orban, der seit 2010 in Ungarn regiert, hat es so gut wie unmöglich gemacht, im EU-Land Ungarn um Asyl anzusuchen. Im Jahr 2015 ließ er an der Grenze zum südlichen Nachbarland Serbien einen Metallzaun errichten. Flüchtlinge und Migranten, die in Ungarn aufgegriffen werden, schieben die Behörden ohne weiteres Verfahren nach Serbien zurück. Menschenrechtler und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bezeichnen die Praxis als illegal.

8.37 Uhr: Zwölf Verletzte nach Autounfall auf der Autobahn 14

Bei einen Verkehrsunfall auf der Autobahn 14 in Sachsen sind in der Nacht zwölf Menschen verletzt worden, sieben davon schwer. Der 48 Jahre alte Fahrer eines Kleintransporters fuhr den Angaben zufolge auf der Höhe des Rastplatzes Mühlenberg-Nord nahe Leisnig von hinten auf einen anderen Kleintransporter auf. Einer Sprecherin der Polizei zufolge hatte der 58 Jahre alte Fahrer des vorausfahrenden Transporters zuvor die Geschwindigkeit verringert. Die zwölf Verletzten, vier Männer und acht Frauen, wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Verletzten sind demnach im Alter von Ende 20 bis Ende 60 Jahren. Die A14 war am frühen Morgen in beide Richtungen wieder befahrbar.

8.28 Uhr: Richter setzt in Missbrauchsprozess gegen Prinz Andrew Anhörung für 4. Januar an

Im Missbrauchsskandal um Prinz Andrew hat ein New Yorker Richter den 4. Januar als Termin für eine Anhörung der Verteidigung angesetzt. Dann werde das Gericht die Argumente des Beschuldigten für eine Abweisung der Klage anhören, erklärte Richter Lewis Kaplan. Die Klägerin Virginia Giuffre wirft Prinz Andrew vor, sie vor mehr als 20 Jahren als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Die heute 38-Jährige gibt an, im Alter von 17 Jahren von dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein an Prinz Andrew "ausgeliehen" worden zu sein. Sie fordert einen nicht näher bezifferten Schadenersatz. 

Prinz Andrews Anwälte haben die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Sie werfen Giuffre vor, sich mit der Klage bereichern zu wollen. Wird die Forderung des 61-jährigen Herzogs von York nach Abweisung der Klage abgelehnt, wird der Zivilprozess zwischen September und Dezember 2022 beginnen, wie Kaplan kürzlich mitteilte.

6 Uhr: Indonesien: Fünf Tote und mehrere Vermisste nach schweren Unwettern

Nach schweren Regenfällen haben Sturzfluten in Indonesien mindestens fünf Menschen in den Tod gerissen. Vier weitere würden noch vermisst, nachdem am Donnerstag Wassermassen und Schutt in den Ort Batu auf der Hauptinsel Java geströmt seien, teilte die Katastrophenschutzagentur mit. "Rettungsteams suchen noch nach den Vermissten und helfen dabei, die Trümmer wegzuräumen", sagte der Sprecher der Agentur, Abdul Muhari. Auch in Bone Bolango auf der Insel Sulawesi kam es zu Überschwemmungen. Fast 300 Häuser seien überflutet worden, sagte Muhari. Berichte über Tote gab es hier nicht. 

5.17 Uhr: Polizei in Kolumbien vereitelt Raub in Goldlager

In der kolumbianischen Stadt Medellín haben sich 20 Maskierte einen Schusswechsel mit der Polizei geliefert, nachdem sie beim Einbruch in ein Goldlager gestört wurden. Auf Videos in den Online-Netzwerken war zu sehen, wie die Verdächtigen auf Motorrädern vor den Beamten flüchteten. Elf Mitglieder der Bande wurden festgenommen, ein Verdächtiger wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Wie der Bürgermeister von Medellín, Daniel Quintero, vor Journalisten sagte, handelte es sich um eine gut organisierte Bande von Kriminellen.

5.15 Uhr: Erster großer Krach zwischen Unionsfraktion und Ampel-Koalitionären

Wenige Tage vor der ersten Arbeitssitzung des neuen Bundestages gibt es zwischen der Unionsfraktion und den künftigen Ampel-Fraktionen von SPD, Grünen und FDP den ersten massiven Streit. "Obwohl die Ampel-Koalition gerade erst dabei ist, sich zu bilden, riecht es bereits jetzt nach machtpolitischer Arroganz", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU), der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Auseinandersetzung dreht sich darum, wie viele Abgeordnete die Fraktionen jeweils in den sogenannten Hauptausschuss entsenden.

"Der Hauptausschuss wird das zentrale Gremium der parlamentarischen Arbeit der kommenden Wochen", sagte Grosse-Brömer. Der Ausschuss werde etwa mit dem Infektionsschutzgesetz die künftigen Grundlagen der Pandemiebekämpfung beraten und alle Fachausschüsse ersetzen. "Der Hauptausschuss muss deshalb eine angemessene Größe haben."

Die Ampel-Fraktionen wollen, dass der Ausschuss 31 Mitglieder hat. Demnach soll die SPD 9 Abgeordnete entsenden, die Union 8, Grüne 5, FDP 4, AfD 3 und die Linke 2. Das ist CDU/CSU zu wenig. Die Unionsfraktion fordert mindestens 39 Mitglieder: SPD und Union 11, Grüne 6, FDP 5, AfD 4, Linke 2. In den beiden vorhergehenden Wahlperioden hatte der Hauptausschuss jeweils 47 Mitglieder.

3.51 Uhr: RKI meldet erneut Anstieg der Corona-Inzidenz

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Freitagmorgen eine Inzidenz von 169,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 154,5 gelegen. 

Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden 37.120 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sowie 154 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 4.709.488, die Gesamtzahl der Todesfälle auf 96.346.

3.20 Uhr: Bericht: Kriminalität in Deutschland insgesamt rückläufig

Die Kriminalität in Deutschland ist einem Regierungsbericht zufolge rückläufig. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben) unter Berufung auf den neuen "Periodischen Sicherheitsbericht" der Bundesregierung berichteten, sank die Kriminalität von 2005 bis 2019 um 15 Prozent, "beeinflusst vor allem vom deutlichen Rückgang der Eigentums- und Vermögensdelikte". Auch bei der schweren Gewaltkriminalität sind die Fallzahlen laut Bericht gesunken.

Die Corona-Pandemie habe zu einem Rückgang der Gewalt in der Öffentlichkeit geführt – aber auch zu einem Anstieg der Gewalt im privaten Raum. Der Bericht verzeichnete zudem einen Anstieg an ausländischen Tatverdächtigen zwischen 2009 und 2019 von 21,1 auf 34,6 Prozent.

Sorgen bereitet den Behörden laut Bericht besonders die politisch motivierte Kriminalität von rechts: Seit 2015 seien jährlich mehr als 20.000 Straftaten registriert worden. Stark zugenommen habe die rechtsmotivierte Hasskriminalität im Internet. Auch der Anteil der polizeilich registrierten, antisemitisch motivierten Straftaten sei "kontinuierlich gestiegen". 

2.44 Uhr: Deutsche in Guatemala erschossen – Berichten zufolge bei Raubüberfall

Eine deutsche Frau ist in Guatemala getötet worden. Sie sei bei einem bewaffneten Angriff ums Leben gekommen, teilte der Sprecher der Verkehrspolizei von Guatemala-Stadt, Amilcar Montejo, am Donnerstag (Ortszeit) auf Youtube mit. Bei dem Opfer handle es sich um eine deutsche Staatsbürgerin im Alter von etwa 60 Jahren. Nach einem Tweet der freiwilligen Feuerwehr wurde sie in einem Auto erschossen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Die Generalstaatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes teilte mit, die Staatsanwaltschaft für Femizide habe die Ermittlungen übernommen.

Der Fernsehsender Canal Antigua berichtete, die getötete Frau habe seit drei Jahren an der Deutschen Schule Guatemala unterrichtet – ebenso wie ihr Ehemann. Dieser sei bei dem Vorfall unverletzt geblieben. Unter Berufung auf ihn hieß es, zwei dunkel bekleidete Personen auf einem Motorrad hätten es ausgenutzt, dass das Fenster der Frau offen war. Sie hätten sie ausgeraubt und dann erschossen. 

2.34 Uhr: Israels Parlament verabschiedet Haushalt für 2022

Nach einer regelrechten Marathon-Abstimmung hat das israelische Parlament am Freitagmorgen auch den Haushaltsplan für 2022 verabschiedet. Die Genehmigung des Finanzplans gilt als wichtiger Erfolg für die Regierungskoalition unter Ministerpräsident Naftali Bennett. Zuvor hatten die Abgeordneten am Donnerstag bereits den Haushalt für das laufende Jahr 2021 abgesegnet. Israel hatte zuletzt vor drei Jahren einen Haushalt verabschiedet – Hintergrund war der lang anhaltende politische Stillstand im Land. Die Vorgängerregierung unter dem damaligen Regierungschef Benjamin Netanjahu und seinem Stellvertreter Benny Gantz war am Streit um den Haushalt gescheitert. Der Haushaltsplan sieht Ausgaben von 609 Milliarden Schekel (rund 167 Milliarden Euro) für 2021 und 573 Milliarden Schekel (rund 159 Milliarden Euro) für 2022 vor. 

News von heute: Mecklenburg-Vorpommern: SPD und Linke einigen sich auf Koalitionsvertrag

1.44 Uhr: Arbeiter finden Überreste von historischer Grabstädte in Peru

Bei Straßenarbeiten in der peruanischen Hauptstadt Lima sind Arbeiter auf die Überreste einer historischen Grabstätte mit 2000 Jahre alten Keramikgefäßen gestoßen. "Bisher haben wir sechs menschliche Körper geborgen, darunter Kinder und Erwachsene, zusammen mit einer Reihe von Keramikgefäßen, die speziell für ihre Bestattung hergestellt wurden", sagte die Archäologin Cecilia Camargo der Nachrichtenagentur AFP.  Die Experten gehen davon aus, dass die Fundstücke aus dem Bezirk La Victoria mit der "Blanco sobre Rojo"-Kultur in Verbindung stehen könnten, die an der zentralen Küste Perus in den Tälern der Flüsse Chillon, Rimac und Lurin verbreitet war.

0.33 Uhr: US-Justizministerium verklagt Texas wegen Wahlrechtsänderungen

Das US-Justizministerium verklagt den Bundesstaat Texas wegen dort beschlossener umstrittener Wahlrechtsänderungen. Mit dem entsprechenden Gesetz werde die Möglichkeit der Stimmabgabe für Wahlberechtigte in mehrfacher Hinsicht eingeschränkt, argumentierte das Ministerium in der Klage, die am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Gericht in San Antonio eingereicht wurde. Bestimmte Regularien darin entrechteten etwa einzelne Wählergruppen, etwa Ältere, Personen mit Behinderungen oder Amerikaner, die in einem anderen Land lebten.

Das Gesetz in Texas soll unter anderem die Macht parteiischer Wahlbeobachter ausweiten und bestimmte Wahlmethoden verbieten – etwa eine Abstimmung in Drive-In-Wahllokalen, also aus dem Auto heraus. Untersagt werden soll zum Beispiel auch, dass offizielle Stellen unaufgefordert Anträge für eine Briefwahl an Wahlberechtigte schicken. Bestimmte weitere Vorgaben für die Briefwahl wie auch den Einsatz von Hilfspersonen sollen ebenfalls geändert werden.

0.19 Uhr: Zwei Tote bei Schießerei in der Nähe von mexikanischem Urlaubsort

Bei einer Schießerei zwischen rivalisierenden Banden an einem Strand in der Nähe des mexikanischen Urlaubsortes Cancún sind zwei Menschen getötet worden. Bei den Opfern handle es sich um mutmaßliche Drogendealer, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Zahlreiche ausländische Touristen zeigten sich angesichts der Gewalttat erschüttert und verängstigt. Touristen, die sich in der Nähe des Strandes aufhielten, berichteten, dass die Badegäste in Deckung gegangen seien, als die Schüsse fielen. "Alle rannten vom Strand und den Pools weg. Das Personal hat uns in versteckte Räume hinter den Küchen gedrängt." 

0.08 Uhr: Neues Abba-Album "Voyage" veröffentlicht

Die schwedische Kultband Abba hat ihr erstes Studioalbum seit fast 40 Jahren veröffentlicht. Seit Mitternacht ist das neue Album "Voyage" sowohl online als auch auf CD, Vinyl und Kassette erhältlich. Darauf sind die bereits vorab veröffentlichten Lieder "I Still Have Faith In You", "Don't Shut Me Down" und "Just A Notion" sowie sieben weitere Songs von Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid "Frida" Lyngstad zu hören. Für das Quartett aus dem hohen Norden ist es das neunte Studioalbum und das erste seit "The Visitors", das am 30. November 1981 erschienen war. Nach einem letzten TV-Auftritt Ende 1982 hatte die Band dann eine Auszeit als Gruppe eingelegt, die letztlich Jahrzehnte währte – nach acht Studioalben und darin enthaltenen Welthits wie "Waterloo", "Mamma Mia", "SOS" und "Dancing Queen". Seitdem hat es zahlreiche Abba-Kompilationen gegeben, nicht aber ein ganzes Album mit frischen Studioaufnahmen.

rw AFP DPA

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