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Schwedin enthauptet: Polizei im Kongo entdeckt Leichen entführter UN-Mitarbeiter

Der US-Amerikaner Michael Sharp und die Schwedin Zahida Catalan sind vor mehr als zwei Wochen im Kongo entführt worden. Die Polizei hat jetzt ihre Leichen entdeckt. Der UN-Generalsekretär fordert die Aufklärung des Tods seiner Mitarbeiter.

Die UN-Mitarbeiter Michael Sharp und Zahida Catalan stellten im Kongo etwa Recherchen zum Waffenschmuggel an

Die UN-Mitarbeiter Michael Sharp und Zahida Catalan stellten im Kongo etwa Recherchen zum Waffenschmuggel an

In der Demokratischen Republik Kongo wurden am 12. März zwei UN-Mitarbeiter entführt. Die Polizei hat nun Leichen in der Unruheprovinz Kasai-Central entdeckt, darunter befinden sich auch ebenjene Experten Michael Sharp und Zahida Catalan.

Die Regierung in Kinshasa hatte am Dienstag den Fund der beiden getöteten UN-Experten bekannt gegeben, eine der Leichen war enthauptet. Ein Regierungssprecher sagte, dass die Leiche der Frau enthauptet gewesen sei. Der US-Amerikaner Sharp und die Schwedin Catalan hielten sich in Kasai-Central für Uno-Recherchen etwa zu Waffenschmuggel auf. Sie waren zusammen mit vier Kongolesen - einem Übersetzer und drei Motorradtaxifahrern - entführt worden.

UN-Generalsekretär fordert Aufklärung der Morde

Nach dem gewaltsamen Tod der UN-Mitarbeiter hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Behörden des Kongos zur Verfolgung der Täter aufgefordert. Die Vereinten Nationen würden "alles in ihrer Macht Stehende tun", damit die Täter zur Rechenschaft gezogen werden könnten, erklärte Guterres am Dienstagabend in New York. Er vertraue darauf, dass eine "vollständige Untersuchung des Vorfalls" durch die kongolesischen Behörden erfolge. Auch die Uno würden die Umstände des Todes der beiden Mitarbeiter untersuchen. Guterres forderte die Behörden der Demokratischen Republik Kongo auf, die vier kongolesischen Staatsangehörigen aufzuspüren, die die beiden UN-Mitarbeiter im Auftrag der Vereinten Nationen begleiteten.

Die gewalttätigen Unruhen in Kasai haben sich in den vergangenen Monaten auch auf Nachbarprovinzen, darunter Kasai-Central, ausgeweitet. Seit der Eskalation des Konflikts Mitte August 2016 wurden mindestens 400 Menschen getötet.

Der UN-Sicherheitsrat will am Mittwoch über die Verlängerung des Mandats der UN-Stabilisierungsmission Monusco abstimmen. Fast 19.000 Blauhelmsoldaten sollen in der Demokratischen Republik Kongo für Sicherheit sorgen. Der 1999 ins Leben gerufene UN-Einsatz ist die am längsten andauernde und teuerste Friedensmission der Vereinten Nationen.

fri / AFP