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Die Nachrichten des Tages: Erdogan lässt über 2000 Schulen schließen

Viele Tote und Verletzte durch Bomben in Kabul +++ Seehofer sieht in der CSU den Wunsch zur erneuten Kandidatur +++ Clinton nominiert Vizepräsidentschafts-Kandidat +++ Fiat Chrysler ruft 410.000 Autos zurück +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker

Recep Tayyip Erdogan

Recep Tayyip Erdogan geht immer rigoroser gegen seine Widersacher vor

Die Nachrichten des Tages im Liveticker:

+++ 21.32 Uhr: Erdogan lässt über 2000 Schulen schließen +++

Die türkische Führung geht nach dem Putschversuch und der Ausrufung des Ausnahmezustands immer rigoroser gegen Widersacher vor. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ordnete nach Angaben vom Samstag die Schließung von 2341 Einrichtungen im Land an, darunter Schulen sowie gemeinnützige, gewerkschaftliche und medizinische Institutionen. Im Machtkampf Erdogans mit seinem einstigen Verbündeten und heutigen Erzfeind Fethullah Gülen sorgt eine Festnahme für Aufsehen: Sait Gülen, ein Neffe des islamischen Predigers, wurde im osttürkischen Erzurum in Gewahrsam genommen.

Erdogan beschuldigt den einflussreichen Geistlichen und seine Anhänger, den gescheiterten Militärputsch am vergangenen Wochenende angezettelt zu haben. Der 75-jährige Gülen selbst lebt in den USA. Die Türkei verlangt von den USA seine Auslieferung.  

+++ 15.00 Uhr: Reisebus verunglückt - 15 Schüler zum Teil schwer verletzt +++

Ein Reisebus mit Jugendlichen aus Wales ist in Frankreich verunglückt. Dabei wurden 15 Businsassen verletzt. Zwei der Teenager erlitten schwere Verletzungen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizei und Feuerwehr berichtete. Der Bus mit 50 Menschen an Bord war auf dem Weg von Wales nach Italien, als er auf einer Autobahn im ostfranzösischen Departement Fontainebrux umkippte. Die Ursache war zunächst unklar.

+++ 13.26 Uhr: Verheerender Anschlag in Kabul: Viele Tote und Verletzte +++

Bei zwei Explosionen in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 61 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 200 verletzt worden. Das gab ein Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums bekannt. Die Detonationen ereigneten sich während einer Demonstration auf einem zentralen Platz. Dort hatten sich am Samstag zahlreiche Menschen zu Protesten gegen eine Stromleitung versammelt. 

+++ 13.25 Uhr: CSD-Parade trotz Münchner Attentat gestartet +++

Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot ist die Berliner Parade zum Christopher-Street-Day gestartet. Nach dem Amoklauf von München waren viele Polizisten im Einsatz. Zum Auftakt sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), Intoleranz und Diskriminierung dürfe kein Raum gegeben werden. "Wir gemeinsam müssen uns dafür engagieren, dass diese Stadt und dass unser Zusammenleben wirklich ein offenes, tolerantes und freies Zusammenleben ist." Dafür könne jeder jeden Tag etwas tun. An dem schwul-lesbischen Demonstrationszug unter dem Motto "Danke für nix" nehmen rund 750.000 Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung aus aller Welt erwartet.  

+++ 12:57 Uhr: Mehr als 100 Menschen kommen bei Unwettern in China ums Leben +++

Bei schweren Unwettern und Überschwemmungen in China sind rund 100 Menschen ums Leben gekommen. Eine ähnlich hohe Zahl von Menschen galt als vermisst. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, wurden in den vergangenen Tagen allein in der Provinz Hebei unweit von Peking 72 Menschen getötet. 78 weitere werden dort vermisst. Die Schäden in Hebei werden auf 14,6 Milliarden Yuan, umgerechnet zwei Milliarden Euro, geschätzt. 

+++ 10.32 Uhr: Blitz verletzt drei Menschen in Schleswig-Holstein +++

Ein Blitzschlag hat drei Menschen im schleswig-holsteinischen Nortorf verletzt. Die Mitarbeiter einer Landschaftsbaufirma haben nach Angaben der örtlichen Feuerwehr beim Verladen eines Transporters in einer Pfütze gestanden und erlitten einen Stromschlag, als der Blitz neben ihnen einschlägt. Sie sind wegen des Verdachts auf Herzrhythmusstörungen in ein Krankenhaus gekommen.

+++ 10.07 Uhr: Türkei dehnt Dauer von Polizeigewahrsam auf 30 Tage aus +++

Nach der Ausrufung des Ausnahmezustands in der Türkei hat die Regierung die Dauer des zulässigen Polizeigewahrsams auf 30 Tage ausgedehnt. Es gilt ein neues Dekret, wonach Verdächtige künftig ohne Anklage bis zu 30 Tage festgehalten werden dürfen. Gewöhnlich beträgt die Höchstdauer vier Tage. 

+++ 08.32 Uhr: Tennisprofi Zwerev erreicht Halbfinale in Washington +++

Tennisprofi Alexander Zverev ist beim Turnier in Washington problemlos in das Halbfinale eingezogen. Der Hamburger lässt dem Franzosen Benoît keine Chance und gewinnt 6:1, 6:3. Im Semifinale in der Nacht zum Sonntag spielt der Weltranglisten-27. gegen den Franzosen Gael Monfils. 

+++ 05.07 Uhr: Seehofer nährt Spekulationen über weitere Amtszeit +++

CSU-Chef Horst Seehofer hält sich eine erneute Kandidatur für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten offen. Er habe derzeit den Eindruck, dass "die Partei sich eine weitere Amtszeit von mir wünscht", wird Seehofer in den Zeitungen der Funke Mediengruppe zitiert. "Aber solche Stimmungen verändern sich auch. Im Herbst kann es schon wieder ganz anders aussehen." Die Frage einer neuen Kandidatur sei "jetzt nicht aufgerufen".

Bei früheren Gelegenheiten hatte Seehofer eine weitere Amtszeit bei der Wahl 2018 ausgeschlossen. Insbesondere dem bayerischen Finanzminister Markus Söder (CSU) werden Ambitionen auf Seehofers Nachfolge zugeschrieben

+++ 02.22 Uhr: Clinton kürt Tim Kaine zu ihrem Vize +++

Tim Kaine, früherer Gouverneur des Bundesstaates Virginia, soll Hillary Clinton als Kandidat für das Amt des US-Vizepräsidenten zur Seite stehen. Das gibt Clinton im Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Der 58-Jährige gilt als erfahrener Polit-Profi. Nach seiner Zeit als Gouverneur sitzt er seit 2013 für den südlichen Bundesstaat im US-Senat. Virginia gilt als einer der möglicherweise wahlentscheidenden Swing States. Mit Kaine hat Clinton nach Meinung von US-Kommentatoren die sichere Variante gewählt und nicht das Risiko eines unverbrauchten Polit-Newcomers in Kauf genommen. 

+++ 01.21 Uhr: Fiat-Chrysler ruft 400.000 Autos zurück +++

Der Autohersteller Fiat Chrysler Automobiles (FCA) ruft wegen eines möglichen Defekts vorsorglich etwa 410 000 Fahrzeuge zurück. Es sei ein elektronischer Fehler entdeckt worden, der zu Antriebsverlust führen könne, teilt das Unternehmen mit. Die Probleme sollen mit Software-Updates und wenn nötig neuer Verkabelung behoben werden. Betroffen sind FCA zufolge Mittelklasselimousinen vom Typen Chrysler 200 und Vans der Marke Ram sowie Jeep Renegades und Cherokees der Baujahre 2015 und 2014. Das Unternehmen wisse von keinen Verletzungen oder Unfällen im Zusammenhang mit den Mängeln. Der weit überwiegende Teil des Rückrufs bezieht sich auf die USA und Kanada.

mma / DPA / AFP