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Rockergruppe: Russische "Nachtwölfe" fahren nach Berlin

In Russland erinnert der "Tag des Sieges" am 9. Mai an das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Rockergruppe "Nachtwölfe" fährt aus diesem Anlass von Moskau nach Berlin. Eine umstrittene Aktion.

Mitglieder des russischen Motorradclubs "Nachtwölfe" fahren am 9. Mai 2016 durch Berlin

Mitglieder des russischen Motorradclubs "Nachtwölfe" fahren am 9. Mai 2016 durch Berlin

Ab Moskau sind sie fast 2000 Kilometer gefahren: Die russische Rockergruppe "Nachtwölfe" wird am Montagabend in Berlin erwartet. Am Dienstagmorgen sollen sie in Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs eine Kranzniederlegung am sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park geplant haben, informiert die Polizei. Der russische "Tag des Sieges" ist am 9. Mai. Die Rocker gelten als Nationalisten und Anhänger des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Umstrittene "Siegesfahrt" der Rockergruppe

Die Gruppe war am 27. April in Moskau gestartet. Mit ihrer Fahrt will sie an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Sieg über das nationalsozialistische Deutschland vor 72 Jahren erinnern. Auf ihrer Internetseite veröffentlichten die Rocker Fotos und Videos von der Tour durch mehrere Länder. Neben Fahrern aus Russland seien auch Begleiter aus der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Polen, Bulgarien, Mazedonien, Italien und Deutschland dazugestoßen, hieß es dort.

Im vergangenen Jahr war eine Gruppe von etwa 100 Fahrern durch das Regierungsviertel in Berlin gerollt. Einige Dutzend Motorräder war dann im Konvoi vor dem sowjetischen Ehrenmal vorgefahren, wo schon Veteranen der sowjetischen Armee standen. Später ging es zum nächsten sowjetischen Mahnmal, den beiden alten Weltkriegspanzern an der Straße des 17. Juni, sowie zum dritten Mahnmal in Pankow.

2015 hatte die umstrittene "Siegesfahrt" von Moskau nach Berlin für Aufsehen gesorgt. Bei der Fahrt hatten deutsche Behörden die Visa mehrerer Mitglieder abgelehnt und die Einreise verhindert.

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fri / DPA