VG-Wort Pixel

Rheinland-Pfalz Anschlag auf Bundesliga-Spiel geplant? SEK nimmt IS-Verdächtigen fest

SEK
Die Festnahme des Flüchtlings erfolgte bereits am vergangenen Freitag durch ein SEK-Kommando
© Frank Rumpenhorst/DPA
Ein SEK-Kommando hat bereits am vergangenen Freitag einen terrorverdächtigen Asylbewerber festgenommen. Das mutmaßlich IS-Mitglied soll angeblich einen Anschlag auf ein Bundesliga-Spiel geplant haben.

Spezialeinheiten der Polizei haben in Rheinland-Pfalz einen unter Terrorverdacht stehenden Mann festgenommen. Es bestehe der Verdacht, dass er der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angehöre, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Mainz am Dienstag. Bei dem mutmaßlichen Islamisten handelt es sich um einen 24-jährigen Asylbewerber. Ein Zeuge hatte Hinweise auf eine mögliche islamistisch-motivierte Anschlagsplanung gegeben. Demnach lagen "Hinweise vor, dass für den Saisonbeginn der Fußball-Bundesliga etwas geplant wurde". Um welche Art von Angriff es sich dabei hätte handeln sollen, blieb allerdings unklar.

Festnahme erfolgte am vergangenen Freitag

Die Festnahme erfolgte den Angaben zufolge am vergangenen Freitag in Mutterstadt durch Spezialeinsatzkräfte der rheinland-pfälzischen Polizei. In dem Fall sei mit der Polizei in Nordrhein-Westfalen zusammengearbeitet worden. Weiter ermittelt werde in Duisburg. Die dortige Polizei bestätigte die Festnahme und teilte zudem mit, es habe auch eine Wohnungsdurchsuchung stattgefunden. Die zuständige Staatsanwaltschaft war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Auch in Würzburg und Ansbach waren es IS-Täter

Am 18. Juli hatte ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan oder Pakistan in einer Regionalbahn bei Würzburg fünf Menschen mit einer Axt schwer verletzt, ehe er von der Polizei erschossen wurde. Knapp eine Woche später sprengte sich ein 27-jähriger syrischer Flüchtling in Ansbach in die Luft und verletzte 15 Menschen. In beiden Fällen fanden die Ermittler Hinweise, dass die Männer IS-Anhänger waren. Inzwischen ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen Terrorverdachts.

tis AFP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker