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Todesfall in Hamburg: Schülerin starb nicht an Ehec-Erreger von 2011

Die Quelle der tödlichen Ehec-Erkrankung eines kleinen Mädchens in Hamburg gibt der Gesundheitsbehörde weiter Rätsel auf. Inzwischen konnten die Experten aber ausschließen, dass es sich um denselben Erreger handelt, der im Sommer 2011 eine Epidemie auslöste.

Nach dem Tod eines sechsjährigen Mädchens in Hamburg nach einer Ehec-Erkrankung geht die Suche nach dem Übertragungsweg weiter. "Wir untersuchen noch mehr Proben. Es kann aber durchaus sein, dass man es nicht mehr zurückverfolgen kann", sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde am Dienstag. Bei mehr als 20 Lebensmittelproben aus dem Haushalt der Familie und aus Geschäften, in denen sie regelmäßig einkauft, konnten bislang keine Ehec-Bakterien nachgewiesen werden. Auch das Essen im Kinderhort weise keine Spuren auf.

Um welchen Erregerstamm es sich handelt, wird erst Ende der Woche feststehen. Bei dem Ehec-Erreger handelt es sich nicht um den gleichen Typ wie bei der Epidemie im Frühsommer 2011. "Das kann nach einem Schnelltest ausgeschlossen werden", sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde am Dienstag.

Die Behörde betonte noch einmal, dass die Erkrankung des Mädchens ein Einzelfall sei. "Man muss keine Angst vor einer Krankheitswelle haben", sagte die Sprecherin.

In Deutschland erkrankten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auch vor dem großen Ehec-Ausbruch im vergangenen Mai 800 bis 1200 Menschen pro Jahr an dem aggressiven Lebensmittelkeim.

Das Mädchen hatte die Gorch-Fock-Grundschule in Hamburg-Blankenese besucht. Dort wurden die Räume desinfiziert, Ärzte des Gesundheitsamtes informierten die Eltern. "Sie sind sehr verunsichert", sagte die Schulleiterin Vera Klischan. Die Schulbehörde sieht keine Gefahr für die Schüler. Sie stellt es den Eltern aber bis Mittwoch frei, ihre Kinder daheim zu lassen. "Zwischen 40 und 50 Prozent der Schüler waren am Dienstag da", berichtete Klischan. Mit allen werde über den Ehec-Tod der Mitschülerin gesprochen. Am Mittwoch solle es in der Schule eine Trauerfeier geben.

fro/DPA / DPA
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