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Rhein bei Straßburg: Drei Tote nach Schlauchbootunglück – Vierjährige wird vermisst

Ein Schlauchboot kentert auf dem Rhein, drei Ausflügler sterben. Der Einsatz geht weiter - nach einem Mädchen wird noch gesucht. Experten warnen zu Beginn der Badesaison vor gefährlichen Tücken des Stroms.

Drei Tote nach Schlauchbootunglück – Vierjährige wird vermisst

Baden-Württemberg, Ottenheim: Einsatzkräfte fahren mit einem Schlauchboot nahe der Stelle auf dem Rhein, an der am 30. Mai ein Schlauchboot verunglückt ist

DPA

Nach dem Schlauchbootunglück auf dem Rhein mit drei Toten haben Rettungskräfte aus Frankreich und Deutschland am Freitag nach einem vermissten kleinen Mädchen gesucht. Im Einsatz war auch ein Hubschrauber aus Deutschland, teilte die Präfektur in Straßburg der Nachrichtenagentur DPA mit. Gesucht wurde am Flussufer südlich der elsässischen Metropole Straßburg.

Das laut Medien vier Jahre alte Mädchen war mit einer Gruppe auf dem Boot gewesen, das am Donnerstag nahe einer Schleuse beim französischen Ort Gerstheim kenterte. Die Gemeinde liegt rund 30 Kilometer südlich von Straßburg. Die Touristengruppe sei aus Offenburg in Baden-Württemberg gekommen, sagte ein Sprecher der Präfektur.

Ermittler: Bootsunglück auf Rhein geht höchstwahrscheinlich auf Fahrlässigkeit zurück

Das gekenterte Boot war mit vier Menschen besetzt. Bei den Toten handelt es sich um ein sechsjähriges Mädchen, einen weiteren Bootsinsassen und einen Helfer. In der Touristengruppe waren nach Angaben der Präfektur sieben Menschen unterwegs - fünf Rumänen und zwei Deutsche. Drei Angehörige der Gruppe waren an Land geblieben. Zu den Opfern würden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Einzelheiten genannt, berichtete die Polizei in Offenburg

Nach ersten Erkenntnissen trugen die Bootsinsassen keine Rettungswesten. Der Unfall gehe höchstwahrscheinlich auf Fahrlässigkeit zurück - die Ermittlungen dazu seien aber noch nicht abgeschlossen, hieß es. Mehrere Menschen hatten versucht, den Bootsinsassen zu helfen, und seien selbst ins Wasser gesprungen, schrieb die Regionalzeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace". Ein 36-Jähriger und eine 37-Jährige seien unversehrt wieder an Land zurückgekehrt, ein anderer starb.

Die Polizei sowie die für die Wasserrettung zuständige Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) warnten vor den Gefahren des Rheins und anderer großer Flüsse. Im Rhein gebe es wegen starker Strömungen, der Schleusen und des Schiffsverkehrs große Unglücksrisiken. Die Gefahren würden vielfach unterschätzt - vor allem in den Sommermonaten, wenn der Fluss Freizeitsportler anlocke.

fs / DPA