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Tief "Caius" Kälte kehrt zurück: Ab Dienstag wird es wieder glatt

Ein Kind rutscht bei Glatteis in Hamburg aus
Am vergangenen Wochenende war es in vielen Teilen Deutschlands sehr glatt (Bild aus Hamburg)
© Daniel Reinhardt/DPA
Nach dem Kälteeinbruch vom Wochenende gehen die Temperaturen zum Wochenanfang leicht nach oben. Aber nur, um ab Dienstag wieder einzubrechen. Mitte der Woche werden neue Sturmtiefs erwartet.

Der Winter zeigt sich nach dem jüngsten Sturmtief in miesepetrig-wechselhafter Laune: Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes erwarten nasskaltes Wetter, aber auch Schnee und zur Wochenmitte neue Winterstürme. "Zum Wochenstart beschert uns das Hoch "Angelika" eine Verschnaufpause", sagte Wetter-Expertin Magdalena Bertelmann am Montag.

Doch bereits in der Nacht zu Dienstag nahe das Tief "Caius" und mache sich im Westen und Nordwesten Deutschlands mit Regen und oberhalb von 200 Metern auch Schnee breit. Dabei könne vereinzelt gefrierender Regen wieder für Glatteis sorgen. In den Alpen sollen die Temperaturen erneut auf bis zu minus zehn Grad sinken, während es im Nordwesten frostfrei bleibt.

Weiteres Sturmtief ab Wochenmitte

Zur Wochenmitte naht ein weiteres Sturmtief, das an der Küste mit schweren Sturmböen auftreten könnte. Auf einigen Alpengipfeln könnte der Sturm auf Orkanstärke anschwellen, hieß es. Abgesehen vom Bergland bleibt es dabei allerdings etwas wärmer - es werden Temperaturen zwischen drei und zehn Grad erwartet.

Stürmisch und nass soll es auch in der zweiten Wochenhälfte werden. In den Alpen und im Schwarzwald kann dabei allerdings frischer Neuschnee Wintersportlern eine Freude zum Wochenende bereiten. 

Viele Kältetote in Europa

Im Vergleich mit dem Rest Europas ist es in Deutschland allerdings recht mild. Vor allem in Osteuropa macht den Menschen klirrende Kälte zu schaffen. Die Zahl der Kältetoten in Europa hat sich auf mindestens 38 erhöht. Allein am Sonntag seien zehn Menschen erforen aufgefunden worden, teilte das polnische Krisenzentrum RCB am Montag mit. Damit gab es während der aktuellen Kältewelle allein in Polen 30 Kältetote. In vielen europäischen Staaten wurde der Verkehr durch das harte Winterwetter beeinträchtigt, in Istanbul konnten weniger als 300 der sonst üblichen 1500 Flüge abgefertigt werden.

In Tschechien erhöhte sich die Zahl der Kältetoten von drei auf sechs. Es handelte sich nach Behördenangaben vor allem um Obdachlose. In Serbien fielen die Temperaturen auf bis zu minus 33 Grad. Die Schifffahrt auf Donau und Save wurde eingestellt. In der Hauptstadt Belgrad suchten Flüchtlinge in einer Lagerhalle in der Nähe des Bahnhofs Zuflucht. "Niemand hilft uns, ich habe keine Ahnung, wie wird das ertragen sollen", sagte der 16-jährige Afghane Ismail Chikimi.

Aus Italien wurden zwei Todesfälle gemeldet: Bei Brindisi wurde ein 82-jähriger Mann erfroren aufgefunden, in dessen Wohnung es keine Heizung gab. Ein 78-jähriger fiel kältebedingt in Ohnmacht und stürzte zu Tode.

In der Türkei war nicht nur der Flugverkehr stark beeinträchtigt. Die Fährverbindungen zwischen dem europäischen und dem asiatischen Teil der Millionenmetropole Istanbul lagen still. In Weißrussland gab es zwei Kältetote. Die Temperaturen fielen am Wochenende zeitweise auf minus 30 Grad.

fin DPA AFP

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