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Winterwetter: Gefährliches Glatteis: Dutzende Verletzte in Norddeutschland

Deutschland hat die kälteste Nacht dieses Winters hinter sich. Der Deutsche Wetterdienst gibt eine Unwetterwarnung heraus: Im Norden und Westen droht gefährliche Glätte. Wo Sie aufpassen müssen.

Ein Radfahrer in Elmshorn in Schleswig-Holstein rutschte auf der glatten Straße aus

Ein Radfahrer in Elmshorn in Schleswig-Holstein rutschte auf der glatten Straße aus

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor gefährlichem Glatteis auf deutschen Straßen. In Hamburg sind Dutzende Fußgänger ausgerutscht und haben sich Verletzungen zugezogen. Innerhalb von fünf Stunden rückten die Feuerwehr und weitere Hilfsorganisationen 210 Mal zu wetterbedingten Unfällen aus, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Fußgänger zogen sich bei den Stürzen demnach Knochenbrüche, Platzwunden, Prellungen und Zerrungen zu. Sie seien in Krankenhäuser gebracht worden. Auch in anderen Bundesländern stürzten Fußgänger und Radfahrer auf glatten Straßen.

Im Norden gab es zudem Unfälle wegen Blitzeis. Laut "NDR" war am Morgen auf der A7 ein Laster umgekippt, woraufhin die Autobahn bei Harrislee in Richtung Süden gesperrt werden musste. Auf dem nördlichen Teil der A7 ereigneten sich dem Bericht zufolge bis zum Vormittag vier weitere Glätteunfälle. In Mecklenburg-Vorpommern wurden drei Autobahnen teilweise gesperrt, nachdem es zu Glätteunfällen gekommen war.

Auch in Nordrhein-Westfalen ist höchste Vorsicht geboten: Vor allem am Niederrhein und im westlichen Münsterland sollten die Menschen die Autos wenn möglich stehen lassen, hieß es. "Bleiben Sie im Haus", riet der Deutsche Wetterdienst. Auch in der Region von Münster über das Ruhrgebiet bis nach Köln und Aachen könne es Blitzeis auf den Straßen geben, warnten die Meteorologen.

 

Wetter: Nacht zum Samstag war kälteste des Winters

Mit minus 26 Grad haben zwei bayerische Orte die bisher kälteste Nacht in diesem Winter erlebt. Der DWD registrierte den bundesweiten Rekordwert in der Nacht zum Samstag sowohl im oberbayerischen Reit im Winkl als auch im oberpfälzischen Schorndorf. In der schwäbischen Gemeinde Oberstdorf wurden minus 25 Grad gemessen, wie ein Meteorologe sagte. Grund für die Kälte ist das Tief "Axel". 

In den kommenden Tagen erwartet der DWD in Bayern wärmere Temperaturen und Schnee. Am meisten Neuschnee werde es mit bis zu 35 Zentimentern in den Alpen geben, aber auch in niedrigeren Lagen wie im Alpenvorland könnten bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen. 

Kältewelle auch in Polen: Sieben Tote

Der Wintereinbruch hat auch Folgen in Polen: Sieben Menschen sind seit Freitag an den Folgen einer Kältewelle mit Temperaturen von bis zu minus 25 Grad gestorben. Das teilte das Sicherheitszentrum der Regierung mit. Damit stieg die Zahl der Kältetoten seit November auf 53. Der Frost stellt vor allem für Obdachlose eine Gefahr dar.

Etliche Glätteunfälle in den Niederlanden

Die Einwohner der Niederlande wurden von den Behörden ebenfalls angehalten, ihre Autos nach Möglichkeit stehen zu lassen. Etliche Glätteunfälle mit Verletzten hatte es dort gegeben. Eisregen habe Straßen in vielen Teilen des Landes in gefährliche Rutschbahnen verwandelt, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Infrastruktur und Umwelt. 

Auf den Autobahnen des Landes seien allein am Samstagmorgen bereits 165 Unfälle registriert worden. "Nahezu jede Minute bekommen wir weitere Unfallmeldungen", sagte ein Sprecher des Verkehrsinformationsdienstes der Nachrichtenagentur ANP.

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kis / DPA