VG-Wort Pixel

Winterwetter Glatteis-Chaos: Ein Toter, viele Verletzte, hunderte Unfälle

Glätteunfall auf der A19 in Mecklenburg-Vorpommern: Helfer bergen ein demoliertes Auto
Glätteunfall auf der A19 in Mecklenburg-Vorpommern: Helfer bergen ein demoliertes Auto
© Susan Ebel/DPA
Spiegelglatte Straßen haben in vielen Bundesländern zu unzähligen Unfällen geführt. Ein Autofahrer starb. Der Deutsche Wetterdienst warnt: Auch am Sonntag kann es wieder gefährlich glatt werden.

Schneefall und Blitzeis haben in Teilen Deutschlands für abenteuerliche Verhältnisse auf den Straßen gesorgt. Besonders betroffen waren Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Nahe Hannover starb am Samstagabend ein Autofahrer, als sein Wagen von der verschneiten Straße rutschte und mit voller Wucht gegen einen Baum krachte. Bei einer Karambolage auf der eisglatten Autobahn 46 bei Iserlohn wurden mindestens sechs Menschen verletzt, darunter mehrere Kinder. Fünf Autos seien an dem Unfall beteiligt gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Auch auf der A30 in Ostwestfalen krachten zahlreiche Autos ineinander. Bei der Massenkarambolage mit zwei Lastwagen und 14 Autos seien mit viel Glück nur vier Menschen leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Nach einem kleinen Auffahrunfall in der Nähe von Löhne habe es auf der eisigen Fahrbahn eine Kettenreaktion gegeben.

Viele verletzte Fußgänger in Hamburg

Auch in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein kam es zu Unfällen auf den Straßen. In Hamburg waren bereits am Samstagmittag zahlreiche Fußgänger ausgerutscht und gestürzt. Sie zogen sich nach Angaben der Feuerwehr Knochenbrüche, Platzwunden, Prellungen und Zerrungen zu. Am späten Samstagabend hieß es, dass zwischen 10 und 21 Uhr 392 wetterbedingte Einsätze angefallen seien. 

Hunderte Notrufe in Niedersachsen 

Auch für Niedersachsen rief der Deutsche Wetterdienst (DWD) die höchste Unwetter-Warnstufe aus. In Hannover wurde der Busverkehr der Verkehrsbetriebe wegen spiegelglatter Straßen eingestellt. Bereits am frühen Abend seien wegen der Witterung keine Busse mehr gefahren, sagte eine Sprecherin der Polizei. Straßenbahnen führen auf einigen Linien mit Einschränkungen, teilten die üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe zudem via Facebook mit.

Die Feuerwehr der niedersächsischen Landeshauptstadt rückte innerhalb weniger Stunden zu 250 wetterbedingten Einsätzen aus. Zwischen 17.00 und 21.30 Uhr seien insgesamt etwa 550 Notrufe eingegangen, zusätzlich habe es wegen des Glatteises 250 Rettungseinsätze gegeben, teilte die Feuerwehr am späten Abend mit. In den meisten Fällen seien Verletzte mit Knochenbrüchen oder Prellungen in Krankenhäuser gebracht worden.

Deutscher Wetterdienst warnt weiterhin vor Glatteis

Auch für Sonntag warnte der DWD vor Glatteis in ganz Deutschland. "Leider beginnt der Sonntag ähnlich wie der Samstag endete", hieß es auf Facebook. Für den Westen sprachen die Meteorologen erneut eine Unwetterwarnung aus.  Zum Wochenbeginn sollen die Temperaturen wieder ansteigen.

kis DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker