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Wenn Kiez-Jungs Nachrichten machen: Rap die News

Stell dir vor, es kommen Nachrichten und Jugendliche hören gespannt zu. Seit eine Gruppe junger Berliner auf "Sendung" geht, ist das nichts Ungewöhnliches mehr. Ihr Trick: Sie rappen den Blick auf die Welt.

Von Manuela Pfohl

Nachrichtenformat "News Raport": Jugendliche rappen über Kriege

Krieg in Libyen, atomare Katastrophe in Fukushima, die Benachteiligungen von Migranten in Deutschland und das Elend in der Dritten Welt. Wenn es um Nachrichten geht, ist Gökhan Özmen Fachmann. Er verpasst keine News - er macht sie. Für einen 23-jährigen Berliner, der mitten im sogenannten Problemkiez Neukölln aufgewachsen ist, klingt das eher abgefahren. Denn Tagesschau, "heute"-Nachrichten und Co. gehören normalerweise nicht zu den Lieblingssendungen der Jugendlichen zwischen Hermannplatz und Sonnenallee. Auch Gökhan konnte dem bislang wenig abgewinnen.

Seit es das Projekt "News Raport" gibt, ist das allerdings ganz anders. Statt Mainstream und bedeutungsschwerer langweiliger politischer Kommentare präsentieren er und eine kleine Gruppe Jugendlicher im Internet ihre eigene Nachrichtensendung. Mit Raptexten, die von den Jungs selbst kommen und deshalb auch von anderen Jugendlichen verstanden werden. Zwei Folgen gibt es schon auf Youtube zu sehen. Ein Megaerfolg, wie die bisherige Resonanz zeigt. Und auch das "Afrika spezial" ist gerade fertig geworden. Darin geht es um die gesellschaftlichen Umbrüche in der arabischen Welt. Für einige der News Rapper, deren Wurzeln in Nordafrika liegen, ein hochemotionales Thema.

"Auch mal Fragen stellen, die sonst keiner stellt"

"Meine Eltern, meine Freunde und sogar die, die sich sonst überhaupt nicht für Politik interessieren, finden das, was wir machen, gut", schwärmt Gökhan, der für die Koordination und das Filmen zuständig ist. Auch Paul Reichert, der beim "News Raport" die Filme schneidet, ist Feuer und Flamme für das Projekt. "Wir kommen wahrscheinlich deshalb so gut an bei den Leuten, weil wir bei den aktuellen Themen auch mal die Fragen stellen, die sonst nicht gestellt werden und weil wir unsere ganz eigene Sicht auf die Probleme zeigen", meint der 23-Jährige, der bei einem Weiterbildungszentrum in Berlin zurzeit eine Ausbildung zum Medientechniker macht.

Über das von der Europäischen Union geförderte Programm "Jugend in Aktion" kamen Gökhan und Leo Noack, die ebenfalls beide eine Ausbildung zum Mediengestalter machen und mit Paul am selben Oberstufenzentrum lernen, zum "News Rapport". Die Idee dazu entstand, als sie im vergangenen Jahr mit Jan Spieler zusammen saßen, der seit 2008 Coach für das EU-Programm ist. Spieler leitet gleichzeitig seit Jahren auch das Berliner Musik-Projekt "Kingz of Kiez", in dem Jugendliche mit Migrationshintergrund über den Rap lernen, sich mit sozialen Problemen und ihrer Rolle als Jugendliche in der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Spieler: "Wir haben über die Funktion von Rap in der Vergangenheit und Gegenwart diskutiert und plötzlich war die Frage da, ob man nicht eine Nachrichtensendung mit Rap machen könnte."

"Es geht nicht darum, wer den Längsten hat"

Die Jungs waren sofort begeistert. Denn Rap ist ein fester Bestandteil ihrer Jugendkultur. Gökhan sagt: "Rap wird heute ganz oft dazu missbraucht, zu zeigen, wer den Längsten hat, wer am coolsten ist und am krassesten drauf." Dabei sei der Ursprung doch ein anderer gewesen. "Beim Rap geht es eigentlich darum, soziale Probleme, Diskriminierungen und Gewalterfahrungen zu beschreiben. Und genau diese Themen wollen wir jetzt in "News Raport" wieder in den Mittelpunkt stellen." Eine Art der Auseinandersetzung mit politischen und gesellschaftlichen Ereignissen, die auch die EU gut fand und deshalb seit Januar finanziell fördert.

Ettahouni Moustapha ist einer der jungen Künstler, die vor der Kamera stehen und die Nachrichten rappen. Der 20-Jährige macht seit einem Jahr unter dem Namen "Mitbow" bei den "Kingz of Kiez" Musik. Als Jan Spieler ihn fragte, ob er auch bei "News Raport" mitmachen will, zögerte er keine Minute. "Mich interessiert, was in der Welt abgeht, und wenn ich mit meinen Texten dazu beitragen kann, dass ich auch 15- oder 16-Jährigen die Augen öffne und sie neugierig auf Politik mache, dann ist das doch mal ein Anfang."

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.