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Wetter: Schneechaos im Südosten

Schnee und Eis haben Teile Bayerns, Sachsens und Thüringens lahm gelegt. Flüge wurden gestrichen, Autofahrer steckten im Schnee fest und mussten mit heißen Getränken versorgt werden.

Schneeverwehungen und Eisglätte haben den Verkehr in der Nacht zum Dienstag im Südosten Deutschlands teilweise stark beeinträchtigt. Lastwagen und Autos blieben vielerorts stecken. Besonders betroffen waren in Bayern nach Polizeiangaben Ober- und Niederbayern, Schwaben und die Oberpfalz. Teilweise waren die Nebenstrecken nicht befahrbar. Die Räumdienste waren stundenlang im Einsatz. Auch in Teilen Sachsens und Thüringens kam es wegen Schnee und Eisglätte zu Verkehrsbehinderungen.

In Bayern gab es auf der Autobahn 3 bei Passau stundenlang Stau, auf einer Länge von bis zu 12 Kilometern. Mehrere Lastwagen waren wegen Schneeglätte ins Schleudern geraten und liegen geblieben. Die Menschen in den parkenden Fahrzeugen wurden mit warmen Getränken versorgt.

Tödlicher Unfall

Auf der A 92 bei Landshut in Niederbayern kam ein 52 Jahre alter Lastwagenfahrer bei einem Glätteunfall ums Leben. Im Landkreis Augsburg wurden mehrere Unfälle registriert. Dabei habe es jedoch weder Verletzte noch größere Sachschäden gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Vielfach blieben die Fahrzeuge in hohen Schneeverwehungen stecken.

Am Flughafen München kam es wegen anhaltenden starken Schneefalls zu Verspätungen und Annullierungen von Flügen.

Stauschwerpunkt Erzgebirge

In Sachsen waren nach Angaben des Verkehrswarndienstes vor allem das Erzgebirge und das Erzgebirgsvorland von Schnee und Glatteis betroffen. Grenzübergänge zu Tschechien wurden zeitweise gesperrt. Am Grenzübergang Schönberg der Bundesstraße 92 bei Bad Brambach wurden seit dem späten Abend in beiden Richtungen nur Fahrzeuge mit Schneeketten abgefertigt. Auf der A 72 kam es zwischen Zwickau und Stollberg in beiden Richtungen zu stundenlangen Staus auf rund 25 Kilometer Länge. Grund dafür seien wegen Schnee und Eis liegen gebliebene Lastwagen, sagte ein Polizeisprecher. Zwei Sanitätszüge brachten den Menschen in der Nacht warme Getränke.

In Thüringen gab es nach Polizeiangaben vor allem auf Land- und Bundesstraßen Verkehrsprobleme. Betroffen seien unter anderem die Bereiche rund um Erfurt, Suhl, Bad Salzungen und Meinigen. Bei spiegelglatten Straßen seien mehrfach Lastwagen stecken geblieben.

DPA / DPA