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Wikileaks: CIA gründet Task Force

Der US-Geheimdienst CIA hat jetzt eine Arbeitsgruppe gegründet, um die Auswirkungen der Wikileaks-Veröffentlichungen auf die Spionagearbeit auszuloten. Unterdessen untersuchen die UN die Haftbedingungen von Bradley Manning, der verdächtigt wird, geheimes Material an Wikileaks weitergegeben zu haben.

Der US-Geheimdienst CIA hat jetzt eine Arbeitsgruppe "Wikileaks Task Force" (WTF) zu möglichen Auswirkungen der Berichte der Enthüllungs-Plattform Wikileaks auf die Spionagearbeit eingesetzt. Wie der Sender CNN in der Nacht zum Donnerstag weiter berichtet, will CIA-Direktor Leon Panetta wissen, ob die Geheimdiensttätigkeit in irgendeiner Art kompromittiert worden sei. Genauer gesagt gehe es um eine Überprüfung möglicher Auswirkungen der Wikileaks-Dokumente auf die Auslandsbeziehungen oder -Einsätze der CIA, wurde CIA-Sprecher George Little zitiert. Der US-Geheimdienst ist in den Enthüllungen der Inhalte von diplomatischen Depeschen weitgehend glimpflich davongekommen.

Die USA suchen derzeit nach Wegen, Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen Geheimnisverrats vor Gericht zu stellen. Seine Plattform hatte in den vergangenen Monaten US-Dokumente zu den Einsätzen in Afghanistan und im Irak sowie Depeschen aus US-Botschaften in aller Welt öffentlich gemacht. Assange steht derzeit in Großbritannien unter Hausarrest. Schweden fordert wegen des Verdachts auf Vergewaltigung und des sexuellen Missbrauchs seine Auslieferung. Der 39-jährige Australier befürchtet, dass er letztlich an die USA ausgeliefert wird.

UN überprüfen Haftbefingungen für Soldaten Manning

Die Vereinten Nationen gehen einer Beschwerde über eine Misshandlung des als Wikileaks-Informanten in den USA inhaftierten US-Soldaten nach. Das Büro des UN-Sonderberichterstatters über Folter, Manfred Nowak, teilte in Genf mit, es habe eine Beschwerde von Unterstützern des Obergefreiten Bradley Manning erhalten, derzufolge die Haftbedingungen in einer Kaserne der Marineinfanterie im US-Staat Virginia auf Folter hinausliefen. Nowaks Sprecher Xabier Celaya sagte, Besucher hätten berichtet, das Manning täglich mindestens 23 Stunden alleine in einer Zelle verbringen müsse. Die Vereinten Nationen könnten die USA auffordern, von ihr vorgefundene Verstöße abzustellen. Das US-Verteidigungsministerium wies Vorwürfe zurück, Manning werde in der Haft misshandelt. Manning wurde im Juli vorgeworfen, geheimes Material an die Enthüllungsplattform Wikileaks weiter gegeben zu haben. Er steht unter dem Verdacht, mehr als 250.000 geheime Depeschen des diplomatischen Dienstes der USA an Wikileaks weiter gegeben zu haben.

Assange nennt Manning einen politischen Gefangenen

Manning hat sich öffentlich nicht dazu geäußert, ob er Wikileaks die Geheimdokumente zugespielt hat. Wikileaks-Gründer Julian Assange hat erklärt, die Wikileaks-Technologie sei so gestaltet, "dass wir nicht die Quelle wissen". In einem Interview mit MSNBC bezeichnete Assange am Mittwoch Manning als einen politischen Gefangenen. "Wenn wir den Vorwürfen glauben, dann hat dieser Mann das aus politischen Gründen gemacht. Er ist ein politischer Gefangener in den USA. Er steht nicht vor Gericht. Er ist ein politischer Gefangener ohne Prozess in den USA seit sechs oder sieben Monaten." Man versuche, Manning zur Aussage gegen ihn zu bewegen und deshalb würden die Haftbedingungen verschlechtert, um ihn unter Druck zu setzen. "Das ist ein ernstes Problem", sagte Assange.

swd/DPA/AFP/DAPD / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.