Raumfahrt Erster europäisch-chinesischer Satellit im All

Erstmals hat China gemeinsam mit der europäischen Raumfahrtbehörde ESA einen Satelliten ins All gebracht, der das Magnetfeld der Erde untersuchen soll.

Erstmals hat China gemeinsam mit der europäischen Raumfahrtbehörde ESA einen Satelliten ins All gebracht. Eine Rakete vom Typ «Langer Marsch 2C/SM» brachte «Probe-1» vom Raumfahrtzentrum Xichang in Südwestchina in seine Umlaufbahn. Die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Dienstag, der Flug sei planmäßig verlaufen. Die Instrumente an Bord sind von acht europäischen Instituten sowie Chinas Akademie der Wissenschaften entwickelt worden. Der Satellit ist der erste eines «Double Star» genannten Duos, das mit einem weiteren Start Mitte 2004 komplett sein soll.

Ziel: Raumflüge sollen sicherer werden

Die beiden Satelliten werden das Magnetfeld der Erde erkunden, unter anderem um Raumflüge sicherer zu machen. Das System kann dreidimensional die Entwicklung von Stürmen im Weltraum studieren. Es werden Erkenntnisse über die Aktivitäten der elektromagnetischen Felder und Energiepartikel erwartet. Der 335 Kilogramm schwere Satellit umkreist die Erde am Äquator in einer Höhe von 66.970 Kilometern - so weit entfernt wie noch kein anderer chinesischer Satellit. Er soll 18 Monate lang funktionieren. Das 1997 gestartete Projekt ist das erste der ESA mit China. Es war seit 1996 der 33. erfolgreiche Start einer Rakete vom Typ «Langer Marsch» in Folge und der 75. überhaupt.

DPA

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