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Mythen der Geschichte: Den "Ur-Deutschen" hat es nie gegeben

Wer ist der Urvater der Deutschen? Keine Ahnung? Kein Wunder: Es gab ihn nicht. Der "Ur-Deutsche" ist eine Legende, die die Nazis zur Propaganda nutzten. So gefährlich können Geschichtsmythen sein.

Arminius der Cherusker soll der erste Deutsche gewesen sein. Dieses Denkmal von ihm steht in Hiddesen bei Detmold auf dem 386 m hohen Teutberg im Teuteburgerwald.

Arminius der Cherusker soll der erste Deutsche gewesen sein. Dieses Denkmal von ihm steht in Hiddesen bei Detmold auf dem 386 m hohen Teutberg im Teuteburgerwald.

Wer war eigentlich der erste Deutsche, historisch gesehen? Bis vor einigen Jahrzehnten war die Antwort von Schülern darauf relativ klar: Arminius der Cherusker, der früher auch Hermann genannt wurde. Er hatte doch um Christi Geburt die germanischen Stämme geeint und dann die Römer aus Mitteleuropa verscheucht, oder? In der Varusschlacht, die vermutlich bei Kalkriese im Kreis Osnabrück stattgefunden hat, soll er die Grundlage der deutschen Identität gelegt haben.

Das ist der Mythos vom Ur-Deutschen. Vom 19. Jahrhundert bis zur NS-Zeit war dieser Gründungsmythos des deutschen Volkes weit verbreitet. "Man stellte es so dar, dass die Teilnehmer der Varusschlacht direkte Vorfahren der Deutschen waren", sagt Björn Onken, Historiker an der Universität Duisburg-Essen. Um den Nationalismus zu stärken, sei diese Geschichte ganz bewusst eingesetzt worden. Aus den Schulbüchern sei der Mythos endgültig erst in den 90er Jahren verschwunden.

Mythen wie diese haben immer eine Funktion. "Sie sind identitäts- und sinnstiftend oder sie legitimieren politische Ordnungen", sagt Susanne Grindel vom Georg-Eckert-Institut (GEI) für internationale Schulbuchforschung. Gerade in Krisen- und Umbruchzeiten sollen sie Zugehörigkeit erzeugen. Dadurch fanden Mythen den Weg in Schulbücher und prägten das Geschichtsbewusstsein von Generationen. Das geht nur schwer aus den Köpfen wieder raus.

Das GEI in Braunschweig veranstaltet eine Tagung zu solchen Geschichtsmythen. Am Freitag und Samstag wollten dort Historiker und Didaktiker unter anderem diskutieren, welche Funktion Mythen in Schulbüchern übernehmen und wie sie entzaubert werden können.

Dabei sind inzwischen viele Mythen aus dem Unterricht verschwunden. "Es ist nicht so, dass die Geschichtsbücher hoffnungslos veraltete Geschichten tradieren und Mythen weitergeben", sagt Grindel. Allerdings seien auch heute noch Reste von Mythen in Schulbüchern zu finden: "Unbeabsichtigt übriggeblieben."

In manchen Schulbüchern blitzten bei der Kolonialgeschichte zum Beispiel Restbestände des Mythos vom hoffnungslos abgeschlagenen Kontinent Afrika auf. Das sei der Vereinfachung für jüngere Schüler geschuldet, sagt Grindel. "Differenzierter wird es oft erst in der Oberstufe".

"Hitler-Deutschland" statt "Nationalsozialismus"

Auch der sogenannte Führer-Mythos sei nach dem Krieg nur langsam aus den Schulbüchern verschwunden, sagt Christoph Kühberger von der Pädagogischen Hochschule Salzburg. Dabei geht es um ein bestimmtes Bild von der NS-Zeit. "Das sind Erzählungen, die Adolf Hitler zum wichtigsten Motor dieser Zeit machen." Dadurch sei bei Schülern das Bild entstanden, dass die Gesamtverantwortung für die Verbrechen bei Hitler und einem kleinen Führungszirkel lag.

Aus dem Nationalsozialismus sei in vielen Schulbüchern Hitler-Deutschland geworden. Bis heute werde eine wahnsinnige, ins kriminelle handelnde Elite verantwortlich gemacht, sagt Kühberger. "Man schaut sehr unkritisch hin, wer eigentlich handelt." Die Forschung sei nun aber breiter aufgestellt, sagt Kühberger. "Man weiß natürlich, dass nicht einige wenige Menschen verantwortlich sind, sondern dass breiteste Schichten involviert waren."

Auch den Mythos von Arminius/Hermann, dem Ur-Deutschen, haben die Historiker entkräftet. Es habe damals überhaupt kein deutsches Zusammengehörigkeitsgefühl gegeben, sagt Onken. Das komme frühestens tausend Jahre später auf. Dazwischen habe es die große Völkerwanderung gegeben. "Da sind unglaublich viele Germanen auf der Wanderschaft." Man wüsste deshalb gar nicht genau, welche Nachfahren der Kämpfer von Arminius in dieser Zeit nicht ausgewandert sind.

Valentin Frimmer/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(