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Klimawandel: Wetter im Wandel

Temperaturen um 15 Grad Celsius, blühende Bäume, Schneemangel und schon wieder fegt ein Sturm übers Land. Alles nur Wetterkapriolen oder schon der Klimawandel? Klimaforscher Stefan Rahmstorf erzählt im stern.de-Interview, was uns zukünftig noch alles blühen wird.

Herr Rahmstorf, wir erleben gerade einen Nicht-Winter mit mehr als 15 Grad Celsius, blühenden Bäumen. Und momentan zieht wieder ein Orkan durchs Land. Spielt das Wetter nur verrückt, oder ist das der Klimawandel?

Wahrscheinlich ist das die Folge der globalen Erwärmung, wissenschaftlich belegen kann man das für einen einzelnen Winter jedoch nicht. Nur langfristige Trends können als Belege für den Klimawandel gelten. In Deutschland haben sich die Temperaturen in den letzten hundert Jahren um durchschnittlich ein Grad Celsius erhöht.

Also ist in Zukunft vermehrt mit tropischen Sommern in Deutschland und Aprilwetter im Winter zu rechnen?

Der extreme Hitzesommer im Jahr 2003 hat europaweit 30.000 Hitzetote gefordert. Nach einer britischen Studie würde ein solcher Sommer bei ungebremster weiterer Erwärmung um die Mitte des Jahrhunderts jedes zweite Jahr auftreten.

Und die Winter?

Die Winter werden immer milder werden - im Schnitt. Das bedeutet aber nicht, dass nicht auch vereinzelt mal ein kalter Winter kommen kann. Letztes Jahr hatten wir ja einen klassisch schönen Winter.

Klimawandel ist ein globales Problem. Auf welche Änderungen werden sich die Menschen in Deutschland im Zuge des Klimawandels einstellen müssen?

Zunächst einmal auf die häufiger werdenden Wetterextreme: Hitzewellen, Stürme, Überflutungen. Auch die Folgen der gestiegenen Durchschnittstemperaturen, der milderen Winter, werden sich bemerkbar machen in Zeckenplagen, Ausbreitung von Insekten und Krankheiten.

Auf längere Sicht werden wir an den Küsten den Anstieg des Meeresspiegels erleben. Der globale Meeresspiegel steigt bereits um etwa drei Zentimeter pro Jahrzehnt an. Bei weiterer Erwärmung besteht die Gefahr, dass sich dieser Prozess beschleunigt.

Ist der Klimawandel ein schleichender Prozess, oder kann es auch schlagartig gehen?

Im Wesentlichen ein schleichender Prozess. Aber dem langfristigen Trend überlagert sind kurzfristige natürliche Schwankungen, die dann den Eindruck erwecken, dass Phänomene überraschend und plötzlich auftreten - wie zum Beispiel die starken Hurrikanjahre 2004/2005.

Zum zweiten gibt es Nichtlinearitäten, wo im Klimasystem regelrecht etwas umkippt: Viele Jahre merkt man kaum etwas und dann gibt es plötzlich eine erhebliche Umstellung. Mit Sicherheit voraussehen kann man diese Kipppunkte nicht, aber diskutiert werden Dinge wie das Absterben des Amazonaswaldes, die Verlagerung von Meeresströmungen oder atmosphärischer Zirkulation - zum Beispiel des asiatischen Monsuns. Auch abrutschende Eismassen wären solch ein Risikofaktor - an den Rändern Grönlands beobachtet man bereits jetzt besorgniserregende Anzeichen.

Forscher rechnen damit, dass der Nordpol bis zum Ende des 21. Jahrhunderts komplett eisfrei werden könnte...

Bis Ende des Jahrhunderts ist das ohne Klimaschutzmaßnahmen sehr wahrscheinlich. Eine neue Studie rechnet bereits zur Mitte des Jahrhunderts mit eisfreien Sommern am Nordpol. Das würde natürlich massiv in die Ökosysteme eingreifen und viele Tierarten betreffen.

Zudem wirkt die Eisfläche der Arktis wie ein riesiger Spiegel, der 90 Prozent der ankommenden Sonnenstrahlen ins All zurückwirft. Wenn dieser Spiegel verschwände, hätte man an dieser Stelle dunkles Wasser, das die Strahlen absorbieren würde - das wäre ein deutlicher Verstärker der globalen Erwärmung.

Die globale Erwärmung lässt sich nicht mehr stoppen, sondern nur noch abmildern, sagen die Wissenschaftler. Man rechnet mit einer Erwärmung zwischen 1,4 - 5,8 Grad Celsius bis zum Jahr 2100. Lautet die Devise nun: Wir müssen uns anpassen?

Es ist nicht ganz korrekt, dass wir die Erwärmung nicht mehr stoppen können - wir können sie zwar nicht mehr komplett verhindern, weil sie schon im Gange ist. Aber wir können sie stoppen. Nicht sofort, aber bis Mitte des Jahrhunderts.

Es ist das erklärte Ziel der EU-Klimapolitik, die globale Erwärmung bei maximal zwei Grad über dem vorindustriellen Temperaturniveau anzuhalten. Bislang haben wir davon bereits 0,7 Grad erlebt.

Natürlich müssen wir uns auch anpassen - das war ja einer der Hauptgründe für die Gründung unseres Institutes. Wir arbeiten seit vielen Jahren unter anderem mit Landesbehörden zusammen, um dort, wo langfristig geplant wird, schon jetzt zu berücksichtigen, dass wir in 30 Jahren nicht mehr die klimatischen Verhältnisse haben werden, die wir bislang gewohnt sind.

Können Sie Beispiele nennen?

Im Land Brandenburg gibt es zum Beispiel ein Waldumbauprogramm, wo man jetzt entscheiden muss, welche Baumarten angepflanzt werden sollen, die mit der zunehmenden Trockenheit in Brandenburg und der damit einhergehenden Waldbrandgefahr zurecht kommen.

Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore hat vor kurzem mit seinem Film "Eine unbequeme Wahrheit" für Aufsehen gesorgt. Darin warnt er eindringlich vor den Folgen der globalen Erwärmung. Wie beurteilen Sie den Film?

Der Film ist wissenschaftlich im Wesentlichen korrekt. Es gibt ein paar kleine Schnitzer, die man als Fachmann noch bemerkt. Aber er hat sich große Mühe gegeben, die Fakten korrekt wiederzugeben. Das, was er in diesem Film sagt, entspricht dem, was ich und andere Klimaforscher in unseren Vorträgen erzählen. Es ist einfach der Stand der Forschung.

In dem Film geht Gore auf den angeblichen Wissenschaftler-Streit über den Klimawandel ein. Gore behauptet, dass die Klimaskeptiker-Lobby diesen Mythos der Uneinigkeit gezielt verbreitet. Er berichtet von einer Studie, die mehr als 900 wissenschaftliche Veröffentlichungen der letzten Jahrzehnte ausgewertet hat und zu dem Ergebnis kommt, dass in keiner einzigen der Klimawandel als Tatsache bestritten wurde.

Die Wissenschaftshistorikerin Naomi Oreskes hat diese Analyse der wissenschaftlichen Fachliteratur in dem Journal "Science" publiziert. Als praktizierender Klimatologe kann ich hundertprozentig bestätigen, dass es in der Fachwelt keine Diskussion mehr darüber gibt, dass wir mitten in einem Klimawandel stehen, für den überwiegend der Mensch durch seinen Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich ist.

Vor kurzem erschien eine Studie der Union of Concerned Scientists, die detailliert belegt, wie die fossile Brennstofflobby - in den USA vor allem Exxon - millionenschwere PR-Desinformationskampagnen finanziert hat, um Zweifel in der Öffentlichkeit zu säen und den Eindruck der Umstrittenheit des Klimawandels zu wecken. In Europa ist das zum Glück nicht ganz so stark verbreitet, aber auch hier liest man in den Zeitungen immer wieder fehlerhafte Meldungen, in denen der Klimawandel der Sonne oder anderen Faktoren angelastet wird - was einfach nicht Stand der Wissenschaft ist.

Das heißt es gibt keinen Wissenschaftsstreit über den Klimawandel?

Nein.

Sind sich auch alle einig darüber, dass der Klimawandel menschengemacht ist?

Überwiegend menschengemacht. Es gibt auch natürliche Faktoren, die in der Kimageschichte zu Klimaveränderungen wie den Eiszeiten geführt haben. Aber für die letzten 50 Jahre kann man sagen, dass die natürlichen Faktoren - Erdbahn, Sonnenaktivität, Vulkanismus - eher zu einer leichten Abkühlung tendieren und keinesfalls die beobachtete Erwärmung erklären können. Es gibt in der wissenschaftlichen Fachliteratur keine alternative Erklärung für diese Erwärmung. Auf der anderen Seite entspricht die Erwärmung, die wir jetzt erleben, genau dem, was wir durch den CO2-Effekt erwarten. Und dass der Mensch die CO2-Konzentration erhöht hat, steht völlig außer Zweifel.

Es gibt immer wieder Horrorszenarien in den Medien, die den Leuten Angst machen: BSE, Sars, Ozonloch, Vogelgrippe - der Super-Gau blieb bislang immer aus. Wie ernst sollte man den Klimawandel nehmen? Und wie beurteilen Sie den Umgang der Medien mit dem Thema?

Auch zum Klimawandel gibt es zum Teil stark übertriebene Meldungen. Reißerische Berichte, die suggerieren, in 20 Jahren reiße der Golfstrom ab oder ähnliches - was man wissenschaftlich ausschließen kann. Auf der anderen Seite haben wir die Klimaskeptiker-Lobby, die so tut, als gäbe es gar kein Problem. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Wir haben ein erhebliches Problem, aber das Schlimmste können wir noch verhindern. Das ist die gute Nachricht.

Dafür müssen wir endlich die Klimaschutz-Maßnahmen durchführen, über die zum Teil schon seit Jahrzehnten geredet wird. Zwar wird der Klimawandel auch dann nicht harmlos ausfallen, wenn wir ihn auf zwei Grad begrenzen. Aber dann kann man mit den Folgen durch geeignete Anpassungsmaßnahmen wohl noch einigermaßen geordnet umgehen.

Klimaskeptiker wie Bjørn Lomborg fordern, lieber Geld in die Bekämpfung von Krankheiten wie Aids oder Malaria zu investieren, statt in den Klimaschutz. Ist der Klimawandel wirklich das größte Problem der Menschheit?

Das ist eine Scheinalternative, die Lomborg bewusst so präsentiert - er ist nämlich gegen Klimaschutzmaßnahmen. Die Investitionen, die wir machen müssen, sind vorwiegend Investitionen in unser Energiesystem oder in Autos, die weniger verbrauchen. All diese Dinge kommen selbstverständlich nicht aus den Etats für Entwicklungshilfe oder Aids-Bekämpfung. Ich halte es daher für eine unseriöse Argumentation, Klimaschutz gegen Seuchen- oder Armutsbekämpfung in Entwicklungsländern auszuspielen.

Sie haben das Horrorszenario des versiegenden Golfstroms bzw. seines Nordatlantikarmes schon erwähnt: Durch abschmelzendes Eis der Pole strömt zuviel Frischwasser in die Meere, wodurch der Nordatlantikstrom, der Europa mit warmer Strömung versorgt, abgeschwächt wird oder sogar ganz zum Erliegen kommt. Die Folge: Es würde kälter in Europa. Wie realistisch ist dieses Szenario?

Um das erst mal klarzustellen: Der Golfstrom selbst kann gar nicht abreißen, weil er windgetrieben ist. Wenn, dann geht es um seinen verlängerten Arm, den Nordatlantikstrom.

Es gibt einen realistischen Kern dieser Sorgen und der wird seit etlichen Jahren international erforscht: In der Klimageschichte war der Nordatlantikstrom recht instabil und hat sich immer wieder sprunghaft verändert.

In den nächsten 20 oder 30 Jahren wird man aber nicht mit abrupten Strömungsänderungen rechnen müssen, auch für die fernere Zukunft ist keineswegs sicher, dass er abreißt. Es ist ein schwer kalkulierbares Risiko, das wir nicht ausschließen können, aber keine Prognose.

Sollte das Szenario tatsächlich eintreten - würden sich treibhausbedingte Erwärmung und Abkühlung durch Abschwächung des Nordatlantikstroms dann nicht aufheben?

In der Tat gibt es zwei gegenäufige Effekte: Temperaturanstieg durch CO2 und nachlassender Wärmenachschub durch Meeresströme. Welcher dieser beiden Effekte überwiegen wird, hängt vom genauen Szenario und seinem Zeitverlauf ab. In den meisten Fällen wird man davon ausgehen können, dass es die Erwärmung sein wird. Doch wenn wider Erwarten der Nordatlantikstrom schon in 50 Jahren abreißen sollte, dann könnte es tatsächlich zu einer Abkühlung kommen. Oder langfristig, über viele Jahrhunderte, wenn der Nordatlantikstrom einmal ganz abreißen sollte und die CO2-Konzentration wieder zurück geht - was sie ja sicherlich eines Tages tun wird, da wir ja nicht ewig unser Energiesystem mit fossilen Brennstoffen betreiben werden.

Sollte der Nordatlantikstrom abreißen, ist die Temperaturveränderung jedoch nicht das eigentliche Problem. Viel gravierender wäre, dass die Ökosysteme im Meer dadurch in Mitleidenschaft gezogen würden. Erste Abschätzungen deuten darauf hin, dass es einen regelrechten Einbruch in der Produktivität des atlantischen Ökosystems geben würde, davon betroffen wären die reichsten Fischgründe. Zum anderen haben Strömungsänderungen einen direkten Einfluss auf die Meeresspiegelhöhe. Das würde uns einen Anstieg des Meeresspiegels im Nordatlantikraum von bis zu einem Meter bescheren - einfach durch regionale Umverteilung des Meerwassers. Einen Meter - und zwar zusätzlich zu dem ohnehin schon durch die globale Erwärmung bedingten steigenden Meeresspiegel.

Kein schönes Szenario - aber Sie sagen ja - nicht sehr wahrscheinlich...

Nicht sehr wahrscheinlich, aber möglich. Jedoch redet man oft nur über die Extreme. Zwar ist ein komplettes Abreißen des Nordatlantikstroms unwahrscheinlich, aber die meisten Klimamodelle prognostizieren eine deutliche Abschwächung der Strömung um 20 bis 50 Prozent. Und auch das wäre keineswegs harmlos.

Interview: Jens Lubbadeh
Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg