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Kurios: Tierische Schlagzeilen

Eichhörnchen, die aus Schokoautomaten befreit werden müssen. Pythons, die ihre Besitzer erdrosseln. Männer, die in Gorillakäfige springen. Ein kleines Kuriositätenkabinett.

Verfettet - Kater Mikesch wiegt 18 Kilo

Trauriger Rekord im Berliner Tierheim: Kater Mikesch wiegt 18 Kilogramm. Er sei der fetteste Kater, der jemals im Tierheim war. Weil sein Besitzer ins Pflegeheim muss, wurde Mikesch am 1. April in Hohenschönhausen abgegeben, berichtete Tierheim-Chefin Carola Ruff am Freitag. Sie habe das Schicksal des schwer gewichtigen Neuzugangs nicht sofort veröffentlicht, weil jeder an einen Aprilscherz geglaubt hätte. Mikesch, der am Freitag 6 Jahre alt wurde, muss unter strenger Kontrolle abspecken. Katzen müssen vorsichtig Gewicht verlieren, sonst werden sie leberkrank. Normale Katzen wiegen 3 bis 6 Kilo.

Ausdauernd - Fledermaus fliegt 1500 Kilometer von Deutschland nach Spanien

Eine kleine Fledermaus hat den weiten Weg von Deutschland nach Spanien geschafft. Das völlig erschöpfte Tier wurde von einem Lehrer in einer Schule südlich von Madrid gefunden und einem Tierheim übergeben. Dort stellten die Pfleger anhand eines Metallrings am Flügel fest, dass der Kleine Abendsegler (Nyctalus leisleri) von einem Museum in Bonn markiert worden war und demnach rund 1500 Kilometer hinter sich gebracht hatte. Dies sei nach einer Statistik die zweitgrößte Entfernung, die je von einem dieser Flattertiere zurückgelegt worden sei.

Aggressiv - Python erwürgt Besitzer

Ein Python-Besitzer ist im US-Bundesstaat Colorado Opfer seines exotischen Haustiers geworden. Die rund drei Meter lange und 40 Kilogramm schwere Burmesische Netzpython erwürgte den Mann, berichtete die "Rocky Mountain News".

Die Schlange sei plötzlich aggressiv geworden und habe sich um den Hals des Mannes gelegt. Die von einem Mitbewohner gerufenen Rettungskräfte hätten den Mann nicht retten können. Der Zeitung zufolge mussten neun Männer helfen, um die Schlange von dem Toten zu trennen.

Die Python wurde in ein Tierheim gebracht. Ihr Schicksal war zunächst unklar. In Aurora bei Denver, wo sich das Unglück ereignete, dürfen Schlangen über 1,80 Meter nicht als Haustiere gehalten werden.

Gemein - Nymphensittich im Schließfach

Eine ungewöhnliche Fundsache hat die Polizei im Stuttgarter Bahnhof beschäftigt: Ein lebender Nymphensittich, zurückgelassen in einem Schließfach. Eine Reisende, die ihr Gepäck in ein offenes Schließfach stellen wollte, fand darin den Vogel in einem Tiertransportkarton, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. Der Sittich hatte den Aufenthalt in dem Schließfach ohne Schaden überstanden. Da der Tierbesitzer sich nicht meldete, wurde der Vogel in ein Tierheim gebracht.

Naschsüchtig - Eichhörnchen aus Schokoautomat befreit

Ein naschsüchtiges Eichhörnchen in Thüringen hat sich rettungslos in einem Schokoladen-Automaten eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Das verzweifelt quietschende Jungtier habe in einem Schwimmbad in Mühlhausen in einem Automaten für "Mars"-Riegel gesteckt, während die Eichhörnchen-Mutter verzweifelt in der Eingangshalle hin und her rannte.

Überraschung - Kind entdeckt Schlange auf Spielplatz

Eine lila-graue Schlange mit gelben Streifen hat in Bad Oldesloe für Aufsehen gesorgt. Wie die Polizei mitteilte, entdeckte ein Kind das 60 Zentimeter lange Kriechtier direkt neben einem Spielplatz. Bislang hätten Schlangenexperten noch nicht sagen können, ob es sich um ein giftiges oder ein harmloses Exemplar handelt. Die Polizei lieferte das Tier im örtlichen Tierheim ab.

Eingesunken - Zirkuselefant mit Kran aus Matschwiese befreit

Mit einem Kran musste ein Zirkuselefant aus einer Matschwiese in Oldenburg (Niedersachsen) befreit werden. Das Tier war bis über den Bauch auf dem feuchten Untergrund eingesunken, sagte ein Polizeisprecher. Mitarbeiter des in der Nähe gastierenden Zirkus "Monte Carlo" alarmierten die Beamten. Ein Kran rückte an, um den Dickhäuter aus dem Schlamassel zu helfen.

Müde - Leguan übernachtete in Altkleidercontainer

Tierisch müde muss der Leguan gewesen sein, den Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes am Montagmorgen in einem Altkleidercontainer in Nürnberg gefunden haben. Als die BRK-Helfer den Container entleerten, entdeckten sie das in einem Bettlaken liegende Reptil, wie die Polizei mitteilte. Der 75 Zentimeter lange Leguan war aber nicht das einzige Tier in dem Haufen alter Kleider: Auch ein toter Marder lag in dem Behälter. Die Polizei steckte den Leguan in einen Pappkarton und nahm ihn mit auf die Wache, wo ihn eine Mitarbeiterin des Nürnberger Tierheims abholte. Zunächst war nicht bekannt, wie der Leguan in den Container gekommen war und wem er gehört.

Kriminell - Nach Mord an US-Touristen springt Giraffe in den Freitod

Auf der Flucht vor ihren Ermittlern ist eine des Mordes an einem amerikanischen Touristen verdächtigte Giraffe in Kenia in den Freitod gesprungen. Wie ein Polizeisprecher in der Hauptstadt Nairobi bestätigte, sprang das große Tier unter Drogen von einer Klippe am Fuße des Mount Kenia. Im dortigen Aberdare Nationalpark soll das Tier den Amerikaner James Gregory am Sonntag mit einem Tritt an den Kopf getötet haben.

Die Giganten sind normalerweise für ihre Friedfertigkeit bekannt. Fühlen sie sich jedoch bedroht, wehren sie sich mit Tritten ihrer massiven Hufe, die für Menschen leicht tödlich sein können. Erst vor einigen Jahren war ein KWS-Mitarbeiter im selben Nationalpark von einer Giraffe getötet worden.

Rollentausch - Nackter Mann sprang in Gorilla-Käfig: "Ich will wie die Affen sein"

Mit dem Ruf "Ich will wie die Affen sein" ist ein nackter Mann in das Gorilla-Gehege des Bronx Zoos in New York gesprungen. Nur die schnelle Reaktion eines Tierpflegers habe verhindert, dass die großen Menschenaffen auf den Eindringling losgingen, berichtete die "New York Times".

Der Zoo-Angestellte habe rasch ein Gatter geöffnet, das die Tiere im nachgestalteten "Congo Gorilla Forest" von der Futterkammer trennte. Vor die Wahl zwischen dem Fressen oder der Vertreibung des Fremdlings gestellt, entschieden sich die Gorillas für die bequemere Variante. Der tobende nackte Affenfreund, ein 32-jähriger New Yorker, wurde von Polizisten unter Einsatz eines Pfeffersprays niedergerungen und zur Untersuchung in eine psychiatrische Anstalt gebracht.

Rollentausch II - Mann beißt Hund

Mit einer Beißattacke gegen einen Pitbull hat ein Kroate seinen Hund aus den Fängen des gefährlichen Vierbeiners befreit. Schläge mit dem Wanderstock und Steinwürfe hätten gegen den Kampfhund nicht geholfen, berichtete die Tageszeitung "Jutarnji list" (Zagreb) aus der ostkroatischen Stadt Slavonski Brod. "Ich weiß nicht mehr, wo ich den Pitbull gebissen habe, wahrscheinlich hinter dem Nacken", sagte Mario Jucic (58) dem Blatt, nachdem er sein zwei Jahre altes Hündchen Nina befreit hatte.

Verirrt - Fischer fängt Wildschwein im Atlantik

Ein spanischer Fischer hat ein im Atlantik schwimmendes Wildschwein aus dem Wasser gefischt. Der Mann machte seinen ungewöhnlichen Fang in der Gegend von Asturien in Nordspanien, eine Seemeile von der Küste entfernt. Weil er wusste, wie heftig Wildschweine auskeilen können, zog der Fischer das Tier nicht zu sich in sein Boot.

Er fing es mit einer Schlinge ein und schleppte es in den Hafen von Lastres. Das Wildschwein hatte sich vermutlich auf der Flucht vor den Hunden eines Jägers ins Meer gestürzt. Vor mehreren Jahren hatten in dieser Gegend bereits Badende eine Kuh beobachtet, die aus dem Meer an einen Strand geschwommen war. Das Rind war von seiner Weide über eine Klippe ins Wasser gestürzt.

Schlau - Schafe rollen sich über Straßengitter

Schlaue Schafe haben in England eine Methode entwickelt, um in Wege eingelassene Metallgitter zu überwinden: Sie rollen sich über die drei Meter langen Hindernisse hinweg, bis sie auf der anderen Seite sind. "Ich habe es selbst gesehen", sagte Dorothy Lindley, eine Kreisverordnete aus dem Gebiet in Yorkshire, in einem Interview mit dem Radiosender BBC. Anschließend hätten sie ein Cricket-Spielfeld und einen Friedhof abgegrast. Die Straßengitter waren vor zehn Jahren eigens in die Wege eingelassen worden, um die Schafe am Verlassen ihrer Wiesen zu hindern.

Doch seitdem haben die Tiere nicht nur ihre erstaunliche Rolltechnik vervollkommnet, sondern den Angaben zufolge auch gelernt, über 1,5 Meter hohe Zäune zu springen und sich durch 20 Zentimeter große Löcher zu zwängen. Die britische Schaf-Gesellschaft zeigte sich nicht überrascht: "Schafe sind ziemlich intelligente Wesen und haben mehr im Kopf als die Leute glauben", sagte eine Sprecherin.