Kinderkliniken am Limit Wann endet die RSV-Infektionswelle? Intensivmediziner Florian Hoffmann ist vorsichtig optimistisch

RS-Virus
Ein am Respiratorischen Synzytial-Virus (RS-Virus oder RSV) erkranktes King liegt auf einer Kinderstation
© Marijan Murat/ / Picture Alliance
Kitas, Kindergärten und Schulen werden überschwemmt von einer Infektionswelle des RS-Virus. Noch geht die Kurve der Fälle steil nach oben – vielleicht nicht mehr lange. Doch die Probleme der Kinderkliniken müssen jetzt gelöst werden.

Die vielen Fälle von Infektionen mit dem RS-Virus bringen die Kinderkliniken ans Limit. Wie ist die Situation derzeit in München?

Ähnlich katastrophal wie anderswo in Deutschland auch. Die vier großen Münchner Kinderkliniken haben seit Wochen kein freies Bett, alle vier sind durchgehend bei der Rettungsleitstelle abgemeldet.

Wie viele Betten sind mit Kindern belegt, die an RSV oder anderen Atemwegsinfektionen leiden?

Wir haben zwar keine genauen Zahlen, aber man kann davon ausgehen, dass derzeit bis zur Hälfte der Betten mit solchen Kindern belegt ist. Wenn wir von den RS-Viren im Speziellen sprechen, sind das überwiegend Säuglinge, selten auch mal Zwei- oder Dreijährige. Für die Größeren ist das Virus zumeist nicht mehr so gefährlich.

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