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Das Jahr 2020 Wir müssen auch über diese Krisen reden, #weileswichtigist

Ein Flüchtlingslager im Sudan. Die Menschen stehen Schlange für Wasser.
Ein Flüchtlingslager im Sudan. Die Menschen stehen Schlange für Wasser. Bevor sie den Sudan erreichten, gingen die Flüchtlinge aus Äthopien kilometerweit, um dem Krieg in ihrer Region zu entkommen.
© Olivier Jobard
Ob in Afghanistan, in Somalia oder in Europa: Auch in diesem Jahr haben sich die Krisen und Konflikte der Welt weitergedreht – viele blieben im Schatten der Corona-Pandemie bestenfalls eine Meldung in den Nachrichten. An dieser Stelle möchten wir an die Menschen erinnern, für die sie zum Alltag gehören. 

Das Virus hat in diesem Jahr unser Leben geprägt. Zwischen Corona, Donald Trump und den US-Wahlen blieb wenig Raum für andere Themen. An einige möchten wir durch die Aktion #weileswichtigist erinnern: an Menschen, die im Krieg leben, in Armut oder auf der Flucht.

Einen Überblick zu allen Inhalten von #weileswichtigist finden Sie hier.

Die Idee zu diesem Rückblick entstand im Sommer in Zusammenarbeit mit dem französischen Philosophen Bernard-Henri Lévy. Er hat dieses spezielle Jahr genutzt, um aus verschiedenen Ländern zu berichten und um gegen die, wie er sagt, "Weltverschlossenheit" anzuschreiben, zu der die Pandemie uns zwingt. Seine Reportagen führen uns in Kriegs- und Krisengebiete. In Nigeria hat er Frauen getroffen, denen von Islamisten der Arm abgehackt wurde. In Somalia einen Mann, der sich weigerte, im Auftrag der Al-Shabaab-Milizen Morde zu begehen.

Der französische Philosoph und Publizist Bernard-Henri Lévy
© stern

Bernard-Henri Lévy

Der französische Publizist, Philosoph und Filmemacher wurde am 5. November 1948 in Algerien geboren. Von Marokko aus zog die jüdische Familie 1954 nach Paris, wo Bernard-Henri Lévy in besten Kreisen aufwuchs. Später studierte er dort, verfasste Bücher und Essays. Seit früher Jugend zieht es ihn an die Fronten und in die Krisengebiete der Welt. Als Philosoph sucht er den Erkenntnisgewinn im Geschehen; als Publizist kommentiert er geopolitische Konflikte, polemisiert gegen Kulturrelativismus und plädiert für die Einhaltung der Menschenrechte weltweit. Seine medienwirksamen Auftritte machten ihn über Frankreich hinaus berühmt

Seine Texte erzählen von Soldaten, die in den Schützengräben der Ukraine Wache halten oder von Kämpfern in Afghanistan, die gegen die Taliban Stellung beziehen. Es geht um Menschen und um das, was sie verbindet: "Es gibt keinen Kampf der Kulturen", sagt Bernard-Henri Lévy im Interview mit dem stern. "Es gibt nur einen Kampf zwischen denen, die das Wiederaufleben von Autorität und Unterdrückung begrüßen, und denen, die darunter leiden."

Seine Essays ergänzen wir durch Reportagen unserer Kolleginnen und Kollegen aus dem Auslandsressort des stern. Einen Überblick zu allen Inhalten finden Sie hier. Über die Stiftung stern können Sie ausgewählte Hilfsorganisationen unterstützen, um den Menschen vor Ort zu helfen. Lassen Sie uns ihre Schicksale nicht vergessen, #weileswichtigist.

Die Menschen in Kriegs- und Krisenregionen sind dringend auf Hilfe angewiesen. Wir leiten Ihre Spende an ausgewählte Hilfsorganisationen weiter. Bitte spenden Sie an IBAN DE90 2007 0000 0469 9500 01, Stichwort: #weileswichtig ist – www.stiftungstern.de


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