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Auswärtiges Amt ist eingeschaltet Zwei Deutsche in Ägypten verschwunden – wurden sie von den Behörden verschleppt?

Polizei in Ägypten
Seit April 2017 gilt in Ägypten der Ausnahmezustand. Sicherheitskräfte und Militär haben seither "erhöhte Eingriffsbefugnisse" (Archivbild)
© Islam Safwat / NurPhoto / Picture Alliance
Zwei Deutsche verschwinden nach ihrer Einreise in Ägypten spurlos. Angehörige befürchten, dass die beiden Männer von Behörden verschleppt wurden. Das Auswärtige Amt bemüht sich um Aufklärung.

Ein 18-jähriger Deutscher wird möglicherweise von den Behörden in Ägypten festgehalten. Der Schüler aus Gießen sei Mitte Dezember von Frankfurt aus nach Luxor geflogen, um von dort nach Kairo weiterzureisen und seinen Großvater zu besuchen, berichtete die "Gießener Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Angaben des Vaters des jungen Mannes. In Kairo sei der 18-Jährige aber nie angekommen. 

Dem Hessischen Rundfunk (HR) sagte der Vater, sein Sohn sitze in Luxor in Gewahrsam. Dieser habe einen deutschen Pass und sei womöglich "mit einer Person ähnlichen Namens" verwechselt worden. Der "Gießener Allgemeinen" sagte der Vater zudem: "Vielleicht war die Reiseroute für die Behörden verdächtig, weil mein Sohn nicht direkt nach Kairo geflogen ist". Den Umweg über Luxor habe der Schüler aus Kostengründen gewählt. Über sein Handy sei der 18-Jährige nicht erreichbar.    

Nach der Einreise in Ägypten verschwunden

Der HR berichtete überdies von einem weiteren derartigen Fall. Im Zusammenhang mit dem Verschwinden des 18-jährigen Gießeners äußerte sich demnach auf Facebook eine aus Göttingen stammende Frau. Sie habe angegeben, ihr Sohn sei offenbar ebenfalls wegen einer Namensverwechslung in Kairo von Sicherheitsbehörden verschleppt worden.    

Der 24-Jährige war demnach am 27. Dezember mit seinem Bruder nach Ägypten gereist. Nach der Passkontrolle am Flughafen sei er verschwunden, sein Handy nicht mehr erreichbar.     

Dem Auswärtigen Amt sind beide Fälle bekannt. Die Deutsche Botschaft in Kairo stehe mit den zuständigen Behörden und den Angehörigen in Kontakt und bemühe sich um Aufklärung, hieß es.

In seinen offiziellen Sicherheitshinweisen weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass Sicherheitskräfte und Militär im Zuge des seit April 2017 geltenden Ausnahmezustandes in Ägypten "erhöhte Eingriffsbefugnisse" haben. Für einige Landesteile gelten Reisewarnungen.

Auswärtiges Amt ist eingeschaltet: Zwei Deutsche in Ägypten verschwunden – wurden sie von den Behörden verschleppt?

Quellen:"Gießener Allgemeine Zeitung", "Hessischer Rundfunk", Facebook, Auswärtiges Amt

wue AFP

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