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Ägypten im Umbruch Mubarak will erneut im Staats-TV sprechen


In Kürze wolle der ägyptische Präsident eine Erklärung abgeben. Das berichtet das ägyptische Staats-TV. Am Wochende werden die letzten deutschen Touristen nach Deutschland zurückkehren. 300 Touristen des Veranstalters Tui sollen mit Sonderflügen zurück geholt werden.

Die ägyptische Präsidentschaft will nach Angaben des Staatsfernsehens in Kürze eine "wichtige und dringende" Mitteilung verbreiten. Das teilte das Staatsfernsehen am Freitag über ein Nachrichten-Laufband mit, nachdem Staatschef Husni Mubarak zuvor unter dem Druck der Massenproteste die Hauptstadt Kairo verlassen hatte. Mubarak hatte am Vorabend einen Teil seiner Befugnisse an Vizepräsident Omar Suleiman abgegeben. Am Freitag begab er sich nach Angaben der Regierungspartei mit seiner Familie zum Badeort Scharm el Scheich am Roten Meer, wo er eine Villa besitzt.

In den kommenden Tagen werden die letzten deutschen Ägypten-Urlauber zurück in Deutschland erwartet. Eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbands (DRV) sagte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag, die deutschen Reiseveranstalter hätten "kaum noch Gäste" in dem von Protesten erschütterten Land. Die Rückkehr der letzten Gäste werde für das Wochenende oder den Beginn der kommenden Woche erwartet. Wie viele deutsche Urlauber sich derzeit noch in Ägypten aufhalten, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Deutschlands größter Reiseveranstalter TUI teilte mit, am Sonntag und Montag mit zwei Sonderflügen die letzten knapp 300 Ägypten-Urlauber in ihre Heimat bringen zu wollen. Die Maschinen würden von Hurghada am Roten Meer nach Frankfurt am Main fliegen. Die größten deutschen Reiseveranstalter hatten vorübergehend alle Reisen nach Ägypten gestrichen. Bei einigen Veranstaltern sind zudem bei Reisen bis Mitte April kostenlose Umbuchungen möglich.

TUI erklärte, mehr als 90 Prozent der Urlauber, die ursprünglich nach Ägypten hätten reisen wollen, seien auf ein anderes Ziel ausgewichen. Bevorzugte Urlaubsorte seien dabei die Kanarischen Inseln, die Türkei und Mallorca. Viele Gäste seien bereit gewesen, deutlich höhere Preise für ihre Reisen zu zahlen.

AFP AFP

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