HOME

AKW-Störfall in Krsko: Umweltschützer warnen vor Risiken

Nach dem Zwischenfall im slowenischen Atomkraftwerk Krsko haben Umweltschützer ihre Kritik an dem Meiler bekräftigt. Auch einige Österreicher und Kroaten lassen sich von den offiziellen Beschwichtigungen kaum beruhigen.

Der Störfall im slowenische Atomkraftwerk Krsko spült Wasser auf die Mühlen seiner Kritiker: Vor allem österreichische Umweltschützer protestieren schon seit Jahren gegen den Betrieb des Meilers, der ihrer Ansicht nach in einer von Erdbeben gefährdeten Region liegt.

Auch in Kroation haben die Meldungen vom Zwischenfall Besorgnis ausgelöst. "Der Atommeiler in Krsko ist eine ständige Bedrohung und Gefahr für die Einwohner unserer Hauptstadt", sagte Pavle Kalinic, Chef des Krisenstabs in Zagreb. Er habe von dem Zwischenfall erst von "Freunden aus Österreich" erfahren, zitierte ihn die Tageszeitung "Vecernji list".

Nach Ansicht der Umweltorganisation Greenpeace darf der Zwischenfall von Mittwochabend zudem nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Auch wenn die Behörden Entwarnung gegeben hätten, sei man "noch nicht auf der sicheren Seite", sagte Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital. Ein Leck im Primär-Kühlkreislauf sei "sehr kritisch". Was genau in dem AKW geschehen ist, würden erst "wochenlange Analysen zeigen".

"Ein bisschen überzogen"

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) beteuerte, von dem Zwischenfall in Krsko sei für die deutsche Bevölkerung keine Gefahr ausgegangen: "Es gibt keine Gefahr, jedenfalls nicht für die deutsche Bevölkerung." Zugleich betonte der Minister, es habe keinen "europaweiten Atomalarm" gegeben. Es existiere "ein europaweites Informationssystem über solche Fälle." "Dass daraus jetzt einige Medien 'Atomalarm' gemacht haben, ist ein bisschen überzogen", so Gabriel.

Nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse habe es sich um einen Vorfall gehandelt, der nicht die Schwelle erreicht habe, wo man europaweite Maßnahmen hätte ergreifen müssen, betonte der Umweltminister. Dennoch sei er "persönlich froh, dass wir testen konnten, ob dieses System (...) funktioniert".

Slowenien räumte unterdessen einen Fehler bei der Benachrichtigung der zuständigen Behörden ein. Der Zwischenfall sei zunächst als Übung der Strahlenschutzbehörde im benachbarten Österreich gemeldet worden, hieß es nach slowenischen Medienberichten. Es sei aus Versehen zunächst ein falsches Formular benutzt worden, sagte der Leiter der slowenischen Atomschutzbehörde, Andrej Stritar, dem slowenischen Fernsehsender TVS. Später sei der Fehler korrigiert worden. Die EU-Kommission hatte nach dem Vorfall über das Frühwarnsystem für nukleare Zwischenfälle alle 27 Mitgliedsstaaten informiert. In den Medien war zunächst von einem EU-weiten "Atomalarm" die Rede.

Auch EU gibt Entwarnung

Die Behörden in Ljubljana stuften den Zwischenfall selbst als "eher gering" ein. Aus dem "primären System" des Reaktors sei Kühlflüssigkeit ausgetreten, hieß es nach Angaben der slowenischen Atomsicherheitsbehörde. Der Reaktor sei vollständig heruntergefahren worden, um die Ursache für das Problem untersuchen zu können. "Es gibt keine Auswirkungen auf die Umwelt und wir erwarten auch keine", erklärte der Leiter der slowenischen Atomaufsichtbehörde, Andrej Stritar. Mittlerweile sei das Leck geortet worden. Das Kraftwerk müsse nun zunächst abkühlen, bevor die Reparaturen beginnen könnten. "Die Sache ist unter Kontrolle", sagte Stritar

Auch der slowenische Innenminister Dragutin Mate versuchte am Donnerstag, die Gemüter zu beruhigen: "Nach den Informationen, die ich habe, ist nichts Problematisches passiert, die Umwelt ist nicht verschmutzt worden. Die Lage ist stabil." Das Kraftwerk sei nur vorsichtshalber heruntergefahren worden.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum das AKW Krsko bereits vor Jahren schon einmal in der Kritik stand.

"Es ist nicht sehr schlimm"

Von der EU in Brüssel kam ebenfalls Entwarnung: "Die Lage kann als vollständig unter Kontrolle betrachtet werden", schrieb die EU-Behörde. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs habe die Mitteilung, dass in dem Kernkraftwerk Kühlwasser verloren ging, aus Gründen der Transparenz herausgegeben. "Es ist nicht sehr schlimm", teilte der Sprecher von Piebalgs am Abend in einer persönlichen Einschätzung mit.

"Vertrauen in Frage gestellt"

Das österreichische Umweltministerium in Wien bestätigte, dass keine erhöhte Radioaktivität in Österreich gemeldet wurde. Umweltminister Josef Pröll forderte von Slowenien umgehend Aufklärung über den Vorfall. "Auch wenn es offenkundig zu keinem radioaktiven Austritt in Krsko gekommen ist, sehe ich das Vertrauen in die Alarmierung durch Slowenien massiv in Frage gestellt", sagte Pröll.

Zuständige kroatische Staatsstellen vertraten die Meinung, dass das gemeinsam von Slowenien und Kroatien betriebene Atomkraftwerk nicht hätte abgeschaltet werden sollen. Es habe keine Gefahr für die Umwelt bestanden, hieß es in der gemeinsamen Stellungnahme des staatlichen Instituts für Nuklearsicherheit, des Instituts für Strahlenschutz und der staatlichen Schutz- und Rettungsverwaltung.

Einziges Atomkraftwerk

Das Atomkraftwerk Krsko im Südosten Sloweniens ist bereits vor knapp fünf Jahren wegen einer Störung vorübergehend abgeschaltet worden. Damals war ein Schaden an einem Ventil der Hauptdampfleitung entdeckt worden, berichtete im August 2003 die slowenische Nachrichtenagentur STA.

Der Meiler wurde vor 31 Jahren vom US-Konzern Westinghouse gebaut und ist das einzige Atomkraftwerk auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawien. Das Kraftwerk befindet sich auf slowenischem Territorium, gehört aber zur Hälfte Slowenien und Kroatien. Es produziert etwa 20 Prozent des slowenischen und 15 Prozent des kroatischen Strombedarfs.

DPA/AP/Reuters / AP / DPA / Reuters
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.