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Al-Masri: Irakischer Al-Kaida-Chef soll tot sein

Der Anführer der Al-Kaida-Terroristen im Irak, Abu Ajub al-Masri, ist angeblich bei einem Gefecht zwischen rivalisierenden Extremistengruppen im Westirak getötet worden. Das irakische Innenminsiterium bestätigte den Tod des Mannes, der erst seit einigen Monaten als Chef von Al Kaida im Land gilt.

Weniger als ein Jahr nach seiner Ausrufung als Chef von Al-Kaida im Irak ist der Extremistenführer Abu Ajjub al-Masri nach offiziellen Angaben tot. Masri sei am Dienstag bei einem Gefecht mit anderen Aufständischen nördlich von Bagdad getötet worden, teilte das irakische Innenministerium mit. Ein Sprecher von Ministerpräsident Nuri al-Maliki bezeichnete die Angaben als vorläufig und erklärte, bei einer so wichtigen Figur müssten weitere Untersuchungen wie ein DNA-Test gemacht werden. Das US-Militär bestätigte die Angaben zunächst nicht. Sollten sie sich als wahr erweisen, hätte Masri weniger als ein Jahr die Position inne gehabt.

"Wir haben gesicherte Geheimdienstberichte, dass Masri heute getötet wurde", sagte Brigadegeneral Abdul Karim Chalaf der Nachrichtenagentur Reuters. Er räumte jedoch ein, dass die Regierung die Leiche selbst nicht habe. Der Extremist sei bei einem Kampf nahe einer Brücke in der Kleinstadt Al-Nibaji ums Leben gekommen, sagte der General weiter. An dem Vorfall seien weder irakische noch amerikanische Truppen beteiligt gewesen. "Vermutlich wurden innerhalb Al-Kaidas Rechnungen beglichen", verlautete aus Kreisen des Innenministeriums. "Unsere Leute haben die Leiche gesehen", hieß es.

Ein Sprecher des US-Militärs sagte, die Angaben würden noch überprüft. Dies werde wohl mehrere Tage dauern. "Ich hoffe, dass es stimmt. Aber wir wollen sehr vorsichtig sein, um sicherzugehen." Die USA hatten im Februar Berichte über eine Verwundung Masris zurückgewiesen, die das irakische Innenministerium verbreitet und als Erfolg der jüngsten Sicherheitsoffensive bezeichnet hatte.

Masri hatte die Leitung der Al-Kaida im Irak übernommen, nachdem sein Vorgänger Abu Mussab al-Sarkawi im Juni 2006 bei einem US-Luftangriff getötet wurde. Er soll in Afghanistan ausgebildet worden sein und die erste Zelle der Extremistengruppe in Bagdad gegründet haben. Auf Fotos ist er als dünner Mann mit Spitzbart zu sehen. Die USA haben ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt.

Spannungen zwischen Al Kaida und Aufständischen

In jüngster Zeit haben die Spannungen zwischen sunnitischen Islamisten der Al-Kaida und anderen Aufständischen im Irak zugenommen. Dabei ging es vor allem um die Tötungen von Zivilisten durch Al-Kaida. Die USA werfen der Gruppe vor, das Land in einen sunnitisch-schiitischen Bürgerkrieg stürzen zu wollen. Masris Tod wäre ein willkommener Erfolg für die irakische Regierung und das US-Militär. Beide haben gemeinsam eine groß angelegte Offensive gestartet, um die Aufständischen insbesondere in Bagdad zurückzudrängen.

Nach Angaben der irakischen Regierung fiel die Zahl der getöten Zivilisten im April um etwa ein Fünftel. Im vergangenen Monat habe es 1506 Tote nach 1861 im März und 1645 im Februar gegeben. Im vergangenen Monat seien zudem 130 irakische Polizisten und 63 irakische Soldaten ums Leben gekommen. Für die US-Truppen gehörte der April zu den Monaten mit den schwersten Verlusten seit Kriegsbeginn 2003: 104 amerikanische Soldaten fielen. Frühere irakische Angaben sind von den Vereinten Nationen (UN) als zu niedrig bezeichnet worden.

Reuters / Reuters
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