Tod in Lagerhaft
Russland nennt europäische Erklärung zu Vergiftung Nawalnys "unbegründet"

Alexej Nawalny
Alexej Nawalny starb 2024 in russische Lagerhaft
© Andreea Alexandru / AP / DPA
Der Kreml weist die Befunde europäischer Staaten zur Ermordung von Alexej Nawalny zurück. Ein Sprecher erklärte, man akzeptiere solche Anschuldigungen nicht.

Der Kreml hat die Befunde fünf europäischer Länder zur Vergiftung des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny als „unbegründet“ zurückgewiesen. „Wir akzeptieren solche Anschuldigungen natürlich nicht. Wir sind damit nicht einverstanden. Wir halten sie für voreingenommen und unbegründet“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau.

Nawalny war vor genau zwei Jahren, am 16. Februar 2024, im Alter von 47 Jahren in einem sibirischen Straflager gestorben. Deutschland, Großbritannien, Schweden, Frankreich und die Niederlande hatten am Samstag erklärt, es sei erwiesen, dass der Kreml-Kritiker in der Haft mit einem seltenen Toxin „vergiftet“ wurde.

Alexej Nawalnys Mutter fordert Gerechtigkeit für ihren Sohn

Nawalnys Mutter forderte am Montag „Gerechtigkeit“ für ihren Sohn. „Wir wussten, dass unser Sohn nicht einfach im Gefängnis gestorben ist, er wurde ermordet“, sagte sie vor dem Friedhof, auf dem er beigesetzt wurde.

„Ich denke, es wird einige Zeit dauern, aber wir werden herausfinden, wer es getan hat. Natürlich wollen wir, dass das in unserem Land geschieht, und wir wollen, dass die Gerechtigkeit siegt“, sagte sie zu Reportern.

AFP
pgo

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