Algerien Gangway rammt Merkels Airbus

Geburtstagskind im Pech: Auf dem Flughafen in Algier ist der Airbus von Bundeskanzlerin Angela Merkel durch eine Gangway beschädigt worden. Im Flugzeug entstand ein 30 Zentimeter langer Riss. Merkel fliegt erst später mit ihrer Delegation nach Hause.

Wegen eines Schadens an ihrer Maschine konnte die Bundeskanzlerin am Donnerstag - ihrem 54. Geburtstag - nicht wie geplant von Algerien nach Deutschland zurückfliegen. Die Maschine der Flugbereitschaft der Bundesluftwaffe - die "Theodor Heuss" - war auf dem Flughafen von Algier durch eine fahrende Gangway beschädigt worden. Es entstand ein 30 Zentimeter langer Riss, der den Start unmöglich machte. Im Verteidigungsministerium in Berlin hieß es, die fahrende Treppe sei in die Maschine "hineingedonnert".

Nach Angaben von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm bot Präsident Abdelaziz Bouteflika der Kanzlerin als Ersatz sowohl seine Präsidentenmaschine als auch ein Flugzeug der staatlichen Fluglinie Air Algérie an. Die Kanzlerin verzichtete darauf, mit dem algerischen Regierungsflugzeug zurückzureisen, und beschloss laut Wilhelm, gemeinsam mit der Delegation in der Air-Algérie-Maschine zu fliegen. Diese Maschine musst aber zunächst erst klar gemacht werden.

Die Kanzlerin sollte ursprünglich um 18 Uhr in Berlin landen. Am Abend wollte sie im kleinen Kreis ein wenig ihren Ehrentag feiern, hieß es. Wegen des Zwischenfalls blieb sie beim Mittagessen etwas länger mit Bouteflika zusammen und trank mit ihm etwas ausführlicher Kaffee. Neben Merkel und ihren Beratern waren von der Verspätung auch zahlreiche Vorstandschefs von großen Wirtschaftsunternehmen betroffen, die in Algerien über Großaufträge verhandelten.

Die Maschine wurde noch während des Mittagessens vom Rollfeld gefahren. Der Regierungs-Airbus muss nach Auskunft der Luftwaffe notdürftig geflickt werden, darf aber aus Sicherheitsgründen nicht mit Passagieren und schon gar nicht mit der Bundeskanzlerin nach Deutschland geflogen werden.

DPA/AP AP DPA

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