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Buch von Sarah Huckabee Sanders Als Kim Jong Un mit Trumps Ex-Sprecherin geflirtet haben soll

Sehen Sie im Video: Trump besucht Kenosha und lobt Polizei.


Entgegen der Appelle des Gouverneurs von Wisconsin und des Bürgermeisters, besuchte US-Präsident Donald Trump am Dienstag die Stadt Kenosha. In der von Unruhen erschütterten Stadt, nachdem ein weißer Polizist einem Afroamerikaner siebenmal in den Rücken geschossen hatte, stellte sich der US-Präsident demonstrativ auf die Seite der Polizei. Um die politische Gewalt zu stoppen, müsse man auch die radikale Ideologie konfrontieren und die gefährliche Anti-Polizei-Rhetorik verurteilen, so Trump. Die Familie des schwer verletzten Jacob Blake besuchte er nicht, erwähnte jedoch, dass er dies eigentlich geplant hätte. Der 74-Jährige besuchte stattdessen jene Geschäfte, die bei den gewaltsamen Protesten mutmaßlich angezündet oder zerstört worden waren. In einer provisorischen Notfallzentrale, die in einer Schule eingerichtet wurde, brachte der US-Präsident seine Unterstützung für die Strafverfolgung der Täter zum Ausdruck, lobte die Polizei, und versprach, im ganzen Land wieder Recht und Ordnung walten zu lassen, wenn man ihn denn wiederwähle. Die heftigen Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus bezeichnete Trump erneut als inländischen Terror. Sowohl Wisconsins demokratischer Gouverneur als auch der Bürgermeister von Kenosha hatten den Republikaner öffentlich darum gebeten, nicht zu kommen, weil sie befürchten, dass seine Gegenwart die Lage zusätzlich aufheizen könnte.
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Trumps frühere Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders berichtet in ihren Memoiren eine bislang unbekannte Begebenheit mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Sie handelt von einem Flirt – und einem Minzbonbon.

Nun legt also auch Sarah Huckabee Sanders, 38, ein Buch über ihre Zeit im Weißen Haus vor. Doch im Gegensatz zur bitterbösen Abrechnung eines John Bolton etwa, dem ehemaligen Sicherheitsberater des US-Präsidenten, finden sich zwischen diesen Buchdeckeln offenbar keine ausufernden Vorwürfe oder pikanten Enthüllungen. Dafür allerlei Kurioses, wie ein Bericht des britischen "Guardian" nahelegt, der vorab aus dem Werk zitiert.

"Speaking for Myself" heißen die Memoiren der früheren Pressesprecherin des Weißen Hauses, die am kommenden Dienstag erscheinen sollen, in denen die treue Trump-Anhängerin demnach kaum ein böses Wort über den Präsidenten verliert. Dafür weiß Sanders über eine bislang unbekannte Begebenheit in Singapur zu berichten, als Trump 2018 auf den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un getroffen ist.

Die Kurzfassung geht so: Sanders müsse wohl oder übel nach Nordkorea ziehen – weil sich Kim Jong Un offenbar in Sanders verknallt habe. 

Die Sache mit dem Minzbonbon

Aber von vorne. Den Buchauszügen zufolge liegt der Ursprung der Szene gewissermaßen bei einem Minzbonbon. Demnach habe Kim Jong Un bei einer Gesprächsrunde erst sehr "widerwillig" einen Tic Tac von Trump akzeptiert, nachdem dieser "dramatisch in die Luft gepustet hat, um Kim zu versichern, dass es sich dabei nur um ein ein Minzbonbon handelt" – und nicht um eine Kapsel mit Gift.

Laut Sanders hätten die beiden über Sport gesprochen, unter anderem über Frauenfußball. Dann, wie sie schreibt, habe sie aufgesehen "und bemerkt, dass Kim mich anstarrt. Wir hatten direkten Augenkontakt, er nickte und schien mir zuzuzwinkern." Sie sei geschockt gewesen und habe sich wieder ihren Notizen gewidmet. Ein Flirtversuch?

Davon waren Trump und sein früher Stabschef John Kelly offenbar überzeugt. Später, in der Präsidentenlimousine, habe Sanders von der Szene berichtet. Trump: "Kim Jong Un ist in dich verknallt! Das ist er! Er hat sich verdammt noch mal in Dich verknallt!" (Original: "Kim Jong Un Hit on you! He did! He fucking hit on you!") Kelly sei auf die launige Analyse eingestiegen: "Also, Sarah, das regelt alles. Du gehst nach Nordkorea und tust es für das Team! Dein Ehemann und Deine Kinder werden Dich vermissen, aber Du wirst eine Heldin unseres Landes sein!" Trump und Kelly, schreibt Sanders weiter, hätten während der Fahrt "geheult vor Lachen".

Anlass der Reise war das Vorhaben, Nordkorea zur atomaren Abrüstung zu bewegen. Trump hat Kim Jong Un dafür drei Mal getroffen – in Singapur, in Hanoi (Vietnam) und der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Er konnte den Machthaber bislang nicht davon überzeugen, seine Nuklearwaffen aufzugeben, was ein "Wunder" benötige, wie Sanders schreibt. Die Gespräche darüber liegen praktisch auf Eis. 

fs

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