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Anfrage an USA bestätigt Bundeswehr will Predator-Drohnen kaufen


Zunächst sollen drei Drohnen des Typs Predator B und vier Bodenstationen geliefert werden. Das Bundesverteidigungsministerium hat die Anfrage, die bereits letztes Jahr gestellt wurde, jetzt bestätigt.

Die Bundeswehr hat bei den USA wegen des möglichen Erwerbs von Kampfdrohnen angefragt. Das bestätigte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Dienstag in Berlin. Demnach wurde die Anfrage nach einem von mehreren verfügbaren unbemannten Flugsystemen bereits im Januar vergangenen Jahres gestellt. Im Laufe des Mai werde dazu ein Angebot der US-Luftwaffe für den Typ Predator B erwartet, ein sogenannter "letter of acceptance".

Das Nachrichtenportal "Spiegel Online" hatte zuvor berichtet, die USA hätten dem Export von zunächst drei Kampfdrohnen nach Deutschland sowie von vier Bodenstationen bereits im Grundsatz zugestimmt. Auf "Spiegel Online" war vom Erwerb bewaffneter Drohnen des Typs Reaper (Sensenmann) die Rede, eine andere Bezeichnung der US-Streitkräfte für eine Weiterentwicklung des auf dem System Predator (Raubtier) aufbauenden Fluggeräts. Predator B ist der ursprüngliche Name des Herstellers General Atomics für denselben Drohnentyp.

Kosten pro Drohne: 17 Millionen Dollar

Der mögliche Verkauf der US-Drohnen an Deutschland steht am Dienstag laut "Spiegel Online" auch auf der Tagesordnung der Gespräche von Verteidigungsminister Thomas de Maiziére (CDU) mit seinem US-Kollegen Chuck Hagel in Washington. Eine Drohne kostet demnach rund 17 Millionen Dollar (knapp 13 Millionen Euro). Die Bundesregierung hatte bisher angekündigt, eine Entscheidung des Bundestags über ein bewaffnetes System solle erst nach der Bundestagswahl fallen.

Unklarheit gibt es dem Bericht zufolge noch über eine mögliche Zulassung der Drohnen für den europäischen Luftraum. Wegen der komplizierten Kerntechnik der Reaper-Drohnen verhandelt Deutschland demnach parallel auch mit Israel über die Beschaffung eines neuen Typs der dort entwickelten Drohne Heron. Bislang hat die Bundeswehr unbewaffnete israelische Heron-Aufklärungsdrohnen geleast. Davon gibt es inzwischen aber auch eine bewaffnete Version Heron TP.

amt/AFP AFP

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