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Angriff auf Charles und Camilla Premier Cameron droht Demonstranten mit rechtlichen Schritten


Premierminister David Cameron verurteilte die Ausschreitungen bei Studentenprotesten in England. Den Angreifern des Thronfolger-Autos drohte er rechtliche Schritte an. Insgesamt wurden bei den Demonstrationen gegen eine Anhebung der Studiengebühren 22 Menschen festgenommen.

Der britische Premierminister David Cameron hat die gewaltsamen Ausschreitungen nach der Erhöhung der Studiengebühren scharf verurteilt. Eine Minderheit der Demonstranten sei entschlossen gewesen, Gewalt zu provozieren und Polizisten anzugreifen, erklärte Cameron. In London waren am Donnerstagabend auch Prinz Charles und seine Frau Camilla in die Ausschreitungen geraten. Demonstranten traten gegen das Auto des Thronfolgers und besprühten es mit Farbe. Charles und Camilla blieben unverletzt. Cameron sagte, er wolle rechtlich Schritte gegen die Angreifer des Fahrzeugs einleiten.

Die Polizei solle zwar Lehren aus dem bedauerlichen Angriff auf das Auto von Charles und Camilla ziehen, sagte der Premierminister weiter. Ihnen solle aber nicht die Schuld dafür gegeben werden. Stattdessen sollten die Demonstranten die "volle Wucht des Gesetzes" zu spüren bekommen. Für die Beschädigung von Eigentum oder für Gewalt seien diejenigen verantwortlich, von denen die Gewalt ausgeübt werde, sagte Cameron. Die Verantwortlichen sollten festgenommen werden und "auf korrekte Art" bestraft werden.

Die Polizei erklärte, es sei unklar, ob der Thronfolger und seine Ehefrau bewusst angegriffen worden oder nur zufällig in die Auseinandersetzungen geraten seien. Der Angriff auf den Rolls-Royce, in dem Charles und Camilla saßen, ereignete sich am Donnerstagabend, als das Paar auf dem Weg durch das Londoner Theaterviertel West End war. Eine Gruppe von bis zu 20 Demonstranten zertrümmerte ein Fenster des Autos und bewarfen das Fahrzeug mit weißer Farbe. Einige der Angreifer riefen: "Ab mit ihren Köpfen!"

Der Londoner Polizeichef Paul Stephenson kündigte eine umfassende Untersuchung des Vorfalls an. Die Polizisten hätten Mut und lobenswerte Zurückhaltung bei ihrem Umgang mit den "fürchterlichen" Handlungen der "Schlägertypen" gezeigt.

22 Verdächtige festgenommen

Bei den Auseinandersetzungen wurden nach offiziellen Angaben am Donnerstag 43 Demonstranten und zwölf Beamte verletzt. 22 Verdächtige wurden festgenommen. Innenministerin Theresa May sagte, die Gewalt habe nichts mit friedlichem Protest zu tun.

Mit dem kurz zuvor verabschiedeten Gesetz steigen die Studiengebühren auf 9.000 Pfund (10.800 Euro) pro Jahr an.

DAPD dapd

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