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Angst vor Nuklearterrorismus Obama und Merkel beim Atomgipfel


Bundeskanzlerin Angela Merkel bricht heute zu mehrtägigen Gesprächen in die USA auf. Sie folgt einer Einladung von US-Präsident Barack Obama und nimmt am Dienstag zusammen mit rund 40 anderen Staats- und Regierungschefs am Atom-Gipfel in Washington teil.

US-Präsident Barack Obama hat am Vorabend des Washingtoner Gipfeltreffens zur nuklearen Sicherheit eindringlich vor der Gefahr gewarnt, dass Atomwaffen in die Hände von Terroristen fallen. Falls die Al-Kaida-Terroristen in deren Besitz kämen, würden sie "keine Hemmungen haben, sie auch zu benutzen", sagte Obama am Sonntag.

"Die größte Einzelbedrohung für die Sicherheit der USA, sowohl kurzfristig als auch mittel- und langfristig, geht von der Möglichkeit aus, dass Terrororganisationen Atomwaffen erlangen", sagte er. "Wenn es jemals eine Detonation in New York, London oder Johannesburg geben sollte, wären die Konsequenzen für Wirtschaft, Politik und Sicherheit verheerend."

Bundeskanzlerin Angela Merkel bricht heute zu mehrtägigen Gesprächen in die USA auf. Sie nimmt mit rund 40 anderen Staats- und Regierungschefs am Atom-Gipfel teil. Im Mittelpunkt des Gipfels stehen die Nichtweiterverbreitung und die Sicherung von militärischem und zivilem Nuklearmaterial. Am Mittwoch reist Merkel nach Kalifornien weiter.

Stationen dort werden Los Angeles und San Francisco sein. Dabei steht unter anderem ein Besuch der Stanford Universität auf Programm, an der Merkel eine Rede halten wird. Am Freitag kehrt die Kanzlerin nach Deutschland zurück.

Ob es bei der Reise bereits eine Festlegung Deutschlands zur umstrittenen Aufnahme von Häftlingen aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo geben wird, ist fraglich. Die Prüfung unter Federführung des Bundesinnenministeriums läuft noch. Gegen eine Aufnahme sprachen sich am Wochenende eine Reihe von unionsgeführten Landesregierungen aus.

Obama empfing am Sonntag bereits die ersten Teilnehmer des Gipfeltreffens, darunter den indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh und den pakistanischen Regierungschef Yusuf Raza Gilani. Der US-Präsident wird das Gipfeltreffen am Montag mit einem Arbeitsessen eröffnen und sich auch zu Einzelgesprächen mit einigen der Teilnehmer treffen. Die Konferenz soll am Dienstag mit einer gemeinsamen Erklärung beendet werden.

APN APN

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