Ankara Türkische Luftwaffe greift PKK-Stellungen an


Türkische Kampfflugzeuge haben im Nordirak Stellungen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK angegriffen. Insgesamt seien 70 Ziele an der Grenze zur Türkei bombardiert worden. Bei einem Feuergefecht kamen mindestens zehn Rebellen ums Leben.

Die türkischen Streitkräfte haben bei Militärschlägen gegen die verbotene Kurdische Arbeiterpartei PKK mindestens zehn Rebellen getötet. Einheiten der türkischen Armee seien in der Provinz Bingöl auf Mitglieder der Separatistenorganisation gestoßen, berichtete das Militär am Montag. Bei einem Schusswechsel kamen zehn PKK-Kämpfer ums Leben. Die türkischen Streitkräfte stellten große Mengen an Vorräten, Munition und Dokumenten sicher. Die PKK wird nicht nur von der Türkei, sondern auch von der EU und den USA als Terrororganisation angesehen.

Nach dem blutigen Gefecht am Vortag griffen türkische Kampfflugzeuge rund zwölf Stunden lang im Nordirak vermutete Stellungen der PKK an. Insgesamt seien 70 Ziele in der Gebirgsregion an der Grenze zur Türkei bombardiert worden, berichtete das Militär. Die Polizei in der kurdischen Autonomieregion Sulaimanija teilte mit, aus einem von drei angegriffenen Dörfern seien 15 Familien geflohen. Über mögliche Opfer der Angriffe gab es zunächst keine Angaben.

PKK kämpft seit 1984 für einen eigenen Kurden-Staat

Die türkischen Streitkräfte sind in den vergangenen Wochen wiederholt gegen Lager der PKK im Nordirak vorgegangen, deren Kämpfer Militärverbände auf der türkischen Seite der Grenze angegriffen haben. Die PKK kämpft seit 1984 für einen eigenen Staat der Kurden oder zumindest ein Autonomiegebiet im Südosten der Türkei. In ihrem Konflikt mit der PKK hat die türkische Armee nach eigenen Angaben allein im vergangenen Jahr 312 PKK-Kämpfer getötet.

DPA DPA

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