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Dschihadisten-Hochburg: Kurdisches Bündnis befreit Al-Rakka vom Islamischen Staat

Nach Angaben des Anti-IS-Bündnisses kurdisch-arabischer Kämpfer ist die frühere IS-Hochburg Al-Rakka vollständig befreit. Nach monatelangen Kämpfen sollen nun noch letzte Dschihadisten gefunden werden.

Der seit Juni währende Kampf zwischen dem IS und der SDF hat Al-Rakka größtenteils zerstört

Der seit Juni währende Kampf zwischen dem IS und der SDF hat Al-Rakka größtenteils zerstört 

Seit 2014 herrschte in der syrischen Stadt Al-Rakka der Islamische Staat (IS). Nun haben kurdisch-arabische Kämpfer die Hochburg nach eigenen Angaben vollständig erobert. Der Militäreinsatz sei beendet, "die Stadt ist vollständig unter Kontrolle", sagte ein Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Dienstag.

Al-Rakka galt als inoffizielle Hauptstadt des vom IS ausgerufenen "Kalifats". Im Juni marschierten Kämpfer der SDF mit Unterstützung der US-geführten Anti-IS-Koalition ein, seither dauerten die zur Eroberung der Stadt an. Zuletzt hielten sich nach Angaben der SDF überwiegend ausländische Dschihadisten in Al-Rakka auf und leisteten Widerstand. Die meisten Zivilisten waren dagegen geflohen. Nun werde nach letzten Widerstandsnestern der Kämpfer des Islamischen Staates (IS) gesucht, sagte SDF-Sprecher Talal Silo der Deutschen Presse-Agentur.

Einflussbereich des IS wird kleiner

Der IS war nach dem Irak in den vergangenen Monaten auch in Syrien zunehmend in die Defensive geraten. Seit vergangenem Jahr verlor die Dschihadistenmiliz den Großteil der Städte und Gebiete unter ihrer Kontrolle. Nachdem die Extremisten an fast allen Fronten zurückgedrängt wurden, bleibt ihnen als Rückzugsort neben größeren Wüstenregionen nur noch das Siedlungsgebiet am Euphrat im Grenzgebiet von Syrien und dem Irak.

In , das einst mehr als 200.000 Einwohner zählte, wurden in den vergangenen Jahren nach Einschätzung westlicher Geheimdienste Angriffe globalen Ausmaßes geplant. 

fri/AFP/DPA

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